Archiv für die Kategorie ‘Berufsunfähigkeit’

05.
April '19

Schutz bei Krebserkrankungen – unkompliziert und schnell? Getsurance Krebsschutzbrief im Detail


UPDATE: 

Den neuen Beitrag mit den (in 06/2019) geänderten Bedingungen und den neuen Prämien finden Sie hier:

Getsurance verändert den Krebs-Schutzbrief –

Vorsorge raus, Kinder rein und neue Beiträge

Die Angst oder zumindest nicht unberechtigte Sorge an Krebs zu erkranken beschäftigt derzeit viele. Natürlich kann sich niemand wirklich schützen oder gar verhindern zu erkranken. Aber. Gegen die finanziellen Folgen vorsorgen geht natürlich. Eine solche Vorsorge bieten einige Unternehmen an und aufgrund steigender Rückfragen werde ich mich mit diesem Produktbereich in den nächsten Wochen und Monaten hier im Blog genauer befassen. Los geht es mit einem Produkt und einem Anbieter, der schon einmal hier seine Erwähnung gefunden hat, GETSURANCE. in dem damaligen Beitrag und bei dem dort besprochenen Produkt ging es um eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei vorhandenen psychischen Erkrankungen. Hier lehnen viele Anbieter ab, Getsurance bietet hier einen Ausschluss an. (mehr dazu im Test der Getsurance BU in diesem Beitrag)

Zu den Risiken und Kosten bei Krebs habe ich in einem anderen Beitrag schon einiges erklärt.

zum besseren Verständnis habe ich mir das Produkt einmal genauer angeschaut und in den letzten Wochen einige Fragen aus dem LiveChat gesammelt. Diese fasse ich hier in einem Beitrag zusammen und wir schauen einmal, ob es denn wirklich so gut ist, wie die Werbung verspricht.

Warum noch eine Versicherung? Zahlt das nicht meine Krankenkasse/ PKV?

Klar, medizinisch notwenige Behandlungen und Medikamente zahlt die gesetzliche Krankenkasse oder der private Krankenversicherer. Dabei werden hier natürlich zurecht die Maßstäbe angesetzt, die auch für andere Behandlungen gelten. Eine Behandlung muss medizinisch notwendig sein und wissenschaftlichen Standards genügen.

Dennoch gibt es viele Angebote, Hilfen und unterstützende Maßnehmen, welche hier nicht bezahlt werden. Das kann eine weitere Meinung sein, die man sich privat einholen möchte oder bei einem Arzt, der keine Kassenzulassung hat. Ebenso lassen sich hiermit natürlich andere Kosten finanzieren. Es können alternative Behandlungsmethoden sein, aber auch ein Urlaub nach der Diagnose, eine Absicherung einer Haushaltshilfe oder auch eine Absicherung der Hinterbliebenen. Diese wird dann, anders als eine Lebensversicherung, eben nicht erst bei Tod gezahlt.

Weiterhin zahlt auch die gesetzliche oder private Krankenversicherung die dort versicherten Leistungen. Wer aber zum Beispiel als GKV Patient eine spezielle Behandlung bei einem Privatarzt versichern möchte, der kann dieses mit einem solchen Produkt tun.

Was ist der Unterschied zu einer Krankenzusatzversicherung?

Der wesentliche Unterschied liegt in dem Produkt selbst. Während eine Krankenversicherung als Zusatzabsicherung zur GKV oder auch die PKV eine Kostenerstattung vornimmt, wird bei der Krebsversicherung eine einmalige Summe ausgezahlt.

Es ist daher nicht notwendig Rechnungen einzureichen oder diese prüfen zu lassen, sondern die Leistung wird bei bestätigter Diagnose ausgezahlt und ist gerade NICHT an eine feste Verwendung gekoppelt. Ob Sie von dem Betrag nun in den Urlaub fahren, eine Haushaltshilfe bezahlen, letzte Wünsche erfüllen oder das Geld als Schutz für die Hinterbliebenen verwenden ist völlig Ihnen überlassen.

Das Einreichen einer Rechnung ist nicht nötig, eine bestätigte Diagnose ist für die Leistung Voraussetzung.

Was genau ist versichert?

Wie auch bei anderen Produkten bedarf es hier Versicherungsbedingungen. Diese habe ich am Ende der Seite verlinkt, so können Sie auch hier alle Details in Ruhe nachlesen.

Es wird die Diagnose und das Bestehen einer Krebserkrankung als Leistungsvoraussetzung genannt. Das bedeutet auch, Vorstufen von Krebs werden nicht geleistet, die Diagnose muss feststehen. Dazu heißt es in den Bedingungen:

„Wir zahlen die vereinbarte Versicherungssumme aus, wenn bei der Versicherten Person Krebs diagnostiziert wird. Der Versicherungsschutz gilt weltweit.“

Was Krebs ist, regeln auch hier die Versicherungsbedingungen genauer.

Es ist also zwingend erforderlich, einen Pathologiebericht eines FACHarztes zu haben, der genau die Diagnose Krebs bestätigt. Dabei ist es möglich, diesen einfach als Foto per Smartphone einzureichen. Mehr dazu unter der Frage „Wann wird ausgezahlt? Gibt es Wartezeiten?“

Neben der Diagnose ist der Nachweis der Krankenversicherung zu erbringen. Das bedeutet, Sie fordern bei der gesetzlichen Krankenkasse eine Patientenquittung der letzten 18 Monate an. Der Grund hier ist einfach. Mit Einsicht in diesen Auszug kann der Versicherer erkennen, ob schon davor Behandlungen bei Krebs durchgeführt wurden. Auch kann es passieren, dass der Pathologiebericht nicht aussagekräftig ist, dann behält sich der Versicherer Nachfragen/ Nachprüfungen vor.

Wann wird ausgezahlt? Gibt es Wartezeiten?

Ausgezahlt wird also dann, wenn die Diagnose feststeht und bestätigt wurde. Dabei muss unterschieden werden, ob die Wartezeit schon erfüllt ist. Es gilt eine Wartezeit von 6 Monaten. Erst nach Ablauf der 6 Monate Wartezeit ist eine Leistung möglich. Wer sich also jetzt zum 01.05. versichert, der hat einen Anspruch auf Leistungen bei festgestellter Krebsdiagnose ab dem 01. November. Wir vorher eine Erkrankung diagnostiziert, so endet die Versicherung und die bereits bezahlten Beiträge werden wieder ausgezahlt.

Wie kann ich den Schutz kündigen oder ändern?

Ein Vorteil des Produktes ist die Flexibilität. Die Getsurance Krebs Soforthilfe kann monatlich gekündigt werden. Wenn Sie also entscheiden, der Schutz ist nicht mehr nötig, so ist eine Kündigung jederzeit möglich. Diese Kündigung kann jederzeit zum Monatsende erfolgen.

Alternativ zur Kündigung ist die Reduzierung der Versicherungssumme möglich. Auf ein Minimum von 5.000 € Leistung kann Ihr Schutz heruntergefahren werden und reduziert somit auch die Beiträge.

Rückkehr auf die alte Summe

Innerhalb von 12 Monaten nach der Reduzierung kann der Schutz wieder auf die alte Summe angehoben werden. Hierfür fällt dann keine Gesundheitsprüfung an. Voraussetzung ist aber auch hier, dass noch keine Diagnose Krebs gestellt wurde.

Gefahren, Lücken, Tücken der Krebs Soforthilfe

ACHTUNG: Die Tarife unterscheiden sich nach Raucher und Nichtrauchertarifen. Wer in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung nicht geraucht hat und auch nicht aktiv sonst Nikotin konsumiert hat, der ist Nichtraucher.

ABER AUCH wenn Sie WÄHREND DER LAUFZEIT das Rauchen anfangen, muss dieses angezeigt werden, eine solche Anzeige muss unverzüglich (also ohne schuldhaftes Verschulden) erfolgen. Diese kann per Mail oder über das Kundenportal erfolgen. Dabei verändert sich dann der Beitrag. Getsurance verzichtet ausdrücklich auf das Recht, dann wegen Gefahrenerhöhung zu kündigen. Aber: Rückwirkend zum Beginn des Rauchens erhöht sich dann der Beitrag auf den Normaltarif für Raucher.

Vergessen Sie eine solche Mitteilung, so wird im Leistungsfall die Leistung reduziert. Also statt einer Erhöhung des Beitrags bekommen Sie dann die Versicherungssumme ausgezahlt, welche Sie mit dem bezahlten Betrag im Rauchertarif versichert haben könnten.

Das ging schnell. Kaum beworben, schon hat man sich entschlossen die Vorsorge für (Neu-)Kunden nicht mehr anzubieten. Das war dann wohl am Ende doch zu teuer. 

Zusatzleistung 50 € für die Krebsvorsorge

Anders als in dem Krebsschutz gelten hier keine Wartezeiten. EINMAL jährlich können Sie- bei Nachweis der Vorsorge- eine BONUS VON 50 € in Anspruch nehmen. Dabei ist es vollkommen egal, ob Sie damit eine Vorsorgeuntersuchung bezahlt haben oder bezahlen wollen. Selbst wenn die Krankenkasse oder der PKV Versicherer diese Untersuchung bezahlt (hat), bekommen Sie diese 50 € Bonus.

Es ist eine „Belohnung“ dafür, dass Sie die Vorsorge machen lassen und keine Erstattung der Untersuchungskosten.

Ersetzt diese Versicherung ein anderes Produkt? Meine Berufsunfähigkeits- oder meine Krankenversicherung?

Nein. Kein anderes Produkt in Ihrer Absicherung wird dadurch ersetzt. Die Leistungen aus der Getsurance Krebs Soforthilfe sind nur ergänzend zu sehen. Sie schaffen finanziellen Freiraum im Falle einer Krebserkrankung und bieten die Möglichkeit eine entsprechende Summe als Einmalbetrag zu bekommen.

Die Leistungen bei Berufsunfähigkeit (die eine Krebserkrankung auslösen kann aber nicht muss) bleiben hiervon völlig unberührt. Auch Leistungen aus der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung haben damit rein gar nichts zu tun.

Welche Gesundheitsfragen werden gestellt?

Der Versicherer fragt hier nur nach vier Gesundheitsfragen, dazu sind Angaben zu Größe und Gewicht nötig. Dabei geht es primär um die Frage nach dem Rauchen und nach der Bluterkrankheit. Dazu kommen die Frage nach Behandlungen wegen Tumoren UND die Frage nach ausstehenden Untersuchungsergebnissen.

Wie läuft der Abschluss ab?

Nach Beantwortung der Fragen erhaltet Ihr sofort online die Zusage und die Police per Mail. Dabei ist der komplette Prozess, also die Antragstellung, die Abfrage der Gesundheitsangaben und auch die Zusendung der Police elektronisch. Per Post werden hier keine Unterlagen verschickt. Auf den folgenden Link klicken und direkt rechnen. (oder auf das Bild)

HIER RECHNEN, INFORMIEREN und ABSCHLIESSEN

Welche Summen können versichert werden?

Der Versicherungsschutz ist zwischen der Einmalzahlung von 10.000 € und einer maximalen Summe von 100.000 € versicherbar. Dabei solltet Ihr beachten, für Antragsteller nach dem 45. Lebensjahr gilt ein Höchstbetrag von 50.000 €.

Im Falle von Zahlungsschwierigkeiten ist- wie bereits beschrieben- eine Reduzierung bis auf den Betrag von 5.000 € möglich.

Wie hoch sind die Beiträge?

Die Beiträge werden von drei Faktoren beeinflusst.

  • – 1. dem Eintrittsalter
  • – 2. der gewünschten Summe
  • – 3. dem Status Raucher oder Nichtraucher

Zur Orientierung hier einige Beiträge: (Hinweis: Der Gutschein für die beiden kostenfreien Monate gilt nur bis Mitte August)

Getsurance Krebs Soforthilfe – Fazit

Die Soforthilfe bei Krebs ist immer dann sinnvoll und hilfreich, wenn eine solche Diagnose zu einer finanziellen Belastung wird. Wer ausreichende Rücklagen hat und diese im Fall der Fälle auch direkt verfügen kann, der wird so einen Schutz nicht brauchen.

Wenn Sie aber bei einer solchen Diagnose andere Behandlungen nutzen wollen, welche sich ggf. nicht von der PKV oder GKV abdecken lassen oder Kosten bestreiten müssen um die Familie, Kinder und den Haushalt nach einer solchen Erkrankung weiter zu finanzieren, dann ist eine solche Absicherung durchaus angeraten.

Wichtig ist zu verstehen, es ist keine Erstattung von Kosten, sondern die Auszahlung einer vereinbarten und versicherten Summe. Auch die 50 € jährliche Rückzahlung bei Krebsvorsorge ist nicht an eine Rechnung gebunden, sondern wird als „Belohnung ausgezahlt“.

HIER RECHNEN, INFORMIEREN und ABSCHLIESSEN*

Durch die flexible und monatlich mögliche Kündigung können Sie flexibel reagieren und den Vertrag anpassen oder wieder kündigen. Der Onlineabschluss ist mit wenigen Fragen möglich. Bitte beachten Sie noch, der Gutschein für die beiden kostenlosen Monate ist befristet.

Die vollständigen Versicherungsbedingungen finden Sie hier:

Getsurance, Krebs Soforthilfe, Bedingungen Stand 11/2018

*Disclaimer: Es handelt sich um einen so genannten Affiliatelink. Als (Online-)Makler erhalten wir hierfür eine Vergütung.

11.
März '19

Wenn die BU Absicherung zu teuer ist – was tun?


In der letzten Woche erzählte ich von einem Fall, einem, wo die Kundin im Lotto gewinnen muss/ sollte und der Vermittler einfach riet „dann, wenn die BU in fünf Jahren teurer wird, kannst Du einfach kündigen.

Den ganzen Fall können Sie im Artikel zur „700 EUR BU und dem Lottogewinn“ nachlesen. Der Hintergrund ist jedoch ein sehr ernster, denn gerade die, die einen BU Schutz so dringend brauchen, gerade die können sich den nicht leisten.

Auch in unserem Fall war das so. Eine angestellte Fleischfachverkäuferin, dazu ein krankes Kind zu Hause, Hauptverdiener und ein geringeres Einkommen. Mit 1.300 EUR monatlichem Netto kommt man da nicht weit. Selbst eine kleine Rente des Kindes oder das Kindergeld selbst machen es dann nicht besser.

Doch was tun? Wie einen BU Schutz sicherstellen?

Zunächst gilt auch in der BU. Wenn die Rente, die man sich leisten kann am Ende so niedrig ist und sich nicht einmal Lebenshaltungskosten decken lassen, dann sparen Sie sich das Geld. Es bringt recht wenig, wenn neben der zu kleinen BU Absicherung dann doch alles auf Hartz IV hinausläuft und Sie sich dann umsonst bemüht haben.

Doch ist das wirklich so? Ist dann keine BU besser? Ist es eine Alternative nicht vorzusorgen?

Nun, generell einen solchen Rat zu geben wäre fatal, aber dennoch kann es Fälle geben, da ist eine 300, 400, 500 EUR BU Rente einfach falsch.

Überlegen Sie sich daher wie hoch Ihr heutiges Einkommen ist und was genau Ihre Ausgaben sind. Es geht am Ende immer um eine Deckung der möglichen Ausgaben und dabei auf der anderen Seite eine Finanzierbarkeit. Ich habe in den letzten Jahren häufiger zum Thema „Richtige Rentenhöhe oder gar keine BU Absicherung“ geschrieben und bleibe dabei. Eine halbherzig gewählte BU macht so gar keinen Sinn.

Überlegen Sie sich genau, welche Beträge Sie benötigen und versuchen dann, diese auch finanzierbar zu versichern. Dabei gibt es durchaus „Stellschrauben“ um einen Schutz doch noch zu bekommen und im Notfall Alternativen zu einer BU Absicherung. Was davon Sinnvoll und in Ihrem speziellen Fall hilfreich ist, dass kann pauschal sicher nicht gesagt werden.

Diese Punkte beeinflussen die Prämie Ihrer Berufsunfähigkeitsversicherung

Es gibt Faktoren, welche die Prämie in der BU beeinflussen und womit sich folglich auch die Beiträge für einen neu abzuschließenden Schutz verändern lassen. Schauen wir uns diese Faktoren einmal genauer an und prüfen, welche verändert werden können.

Das Eintrittsalter

Ja, Sie können es nicht mehr hören. Kümmern Sie sich früh um den wichtigen und dann einen ausreichenden Schutz bei Berufsunfähigkeit. Je jünger und gesünder Sie sind, desto einfacher und kostengünstiger ist es. Nur wer sich rechtzeitig um einen solchen Schutz kümmert, nur der wird den langfristig bezahlbar behalten können. Dabei spielen auch der berufliche (oder schulische) Status eine Rolle und beides beeinflusst die Prämie deutlich und direkt.

Auch wer sich in der Schulzeit noch keine volle Rente leisten kann, wählen Sie einen leistungsstarken Anbieter für sich, ggf. schon für Ihre Kinder, falls Sie es selbst schon verpasst haben. Mit spätestens dem 10. Geburtstag lassen sich BU Optionen, Grundlagen und Voraussetzungen schaffen um später einen entsprechenden Schutz zu haben oder zu bekommen.

Beruf und Ausbildung

Wie bereits erwähnt ist ein Schutz während der Schule oder der Zeit in der Ausbildung bzw. dem Studium oftmals die bessere Wahl. Klar ist auch dort das Geld knapp, aber besser wird es meist in den kommenden Jahren nicht und so wird der wichtige Schutz dann immer und immer wieder nach hinten verschoben. Solange, bis er dann irgendwann so teuer ist und nicht mehr finanziert werden kann.

Gesundheitszustand

Wer sich geben das Risiko der BU versichern will, der muss eine Gesundheitsprüfung „überstehen“. Klar, denn nehmen wir nur 1000 EUR Rente bei einem 20jährigen. In den kommenden 45 Jahren, bei dauernder BU sind das für den Versicherer immerhin über 500.000 EUR Zahlungen. Da möchte dieser schon wissen, welchen Gesundheitszustand der Kunde heute hat und wie sich dieser vielleicht in der Zukunft ändert.

Auch Versicherer können nicht hellsehen, zum Glück, aber dennoch sind Vorerkrankungen und statistische Wahrscheinlichkeiten ein recht verlässlicher Partner. Hiermit lassen sich (neben dem Beruf) eben durchaus Modelle berechnen und ersehen, wie wahrscheinlich eine BU aufgrund bestehender Vorerkrankungen sein könnte.

Wer sich also früh um einen solchen Schutz kümmert, der kommt „günstiger“ weg und vermeidet Zuschläge und Ausschlüsse. (Wer nimmt mich ohne Zuschlag?)

Was beeinflusst im Vertrag meinen Beitrag?

Die eben genannten Punkte, also Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Beruf und Ausbildung liegen eher in der Person begründet. Diese lassen sich oft nicht mehr ändern, wer nicht mehr jung und gesund ist, der wird da nur wenig dran tun können.

Aber auch andere Faktoren beeinflussen den Vertrag und damit den Beitrag.

Das Endalter

„Im Alter wird man schneller berufsunfähig.“ – Echt?

Nun, es gibt sicher Ursachen für die Berufsunfähigkeit, welche im Alter steigen. Abgenutzte Knochen, altersbedingte Krankheiten und nicht mehr so große Belastung. Daher wird der Versicherer dieses berücksichtigen und eine Absicherung bis zum 67 Lebensjahr mit einem höheren Preis versehen.

Möchte sich jemand nur bis zu, 65., 63. oder gar 60. Lebensjahr versichern, so ist dieses günstiger. Klar, der Versicherer muss am Ende auch weniger leisten oder ist bei einem Eintritt der BU nach Ende der Versicherungsdauer komplett raus. Aber… eine solche Reduzierung des Endalters und damit eine geringere Prämie macht nur dann Sinn, wenn hier anderweitig vorgesorgt ist und sich die Versicherten des Risikos bewusst sind.

Kann ich mir nun aber den Schutz bis 67 nicht leisten, so ist auch ein Versicherungsschutz bis 65 immer noch um Welten besser, als ganz zu verzichten. Daher ist es wie mit dem Ausschluss einer einzelnen Erkrankung. Ein Schutz bei 99 Krankheiten ist immer noch die bessere Option, auch wenn 100 der umfassendere Schutz wären.

Die Zusatzbausteine und -erweiterungen

Klar sind Optionen zur Verbesserung des Schutzes wichtig und richtig. Das geht bei Bausteinen zur Arbeitsunfähigkeit (Also einer Leistung auch dann, wenn erst einige Monate AU statt BU bestehen) los, setzt sich aber fort.

Die garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall (Erklärung hier) ist eine durchaus wichtige Option. Kostet aber Geld!

Garantierte Rentensteigerung, Leistungsdynamik, Anpassung bei bestehender Berufsunfähigkeit- eine der wichtig(st)en Optionen in der BU-Absicherung

Kann ich mir eine solche Option nicht leisten, so ist nicht der ganze BU Schutz weg. Auch hier kann es sinnvoll sein darauf zu verzichten und die Absicherung so zu gestalten, dass diese immer noch bezahlbar bleibt.

Auch eine Dynamik kostet Geld, zumindest wenn diese auch genutzt wird. Auch hier wird oft darauf verzichtet, denn dann wird es ja „jedes Jahr teurer“. Klar wird es das. Es steigen Leistung und Beitrag im gleichen Verhältnis, also oft zwischen 2 und 5 Prozent. MUSS ABER NICHT, denn jedes Jahr aufs Neue können Sie neu entscheiden. Daher gehört so eine Dynamik sicher in jeden Vertrag, egal ob diese dann jedes Jahr genutzt wird.

TIPP:

Überlegen Sie daher welche Bausteine verzichtbar sind, was genau als Endalter gebraucht wird und vertretbar / bezahlbar ist und gestalten Sie den BU Schutz so, damit er ausreicht das fehlende Einkommen auszugleichen.

Alternativen zur BU Absicherung

Ist es auch nach Anpassung der Bausteine und Optionen immer noch nicht bezahlbar,. also können Sie sich beim besten Willen einen BU Schutz nicht in der richtigen Höhe leisten, so stehen am Markt durchaus Alternativen mit eingeschränkter Leistung zur Verfügung. Dabei sind Produkte wie eine Absicherung gegen Erwerbsunfähigkeit oder ein Schutz gegen den Verlust von Grundfähigkeiten zwar deutlich weniger leistungsstark, können aber helfen zumindest eine Grundabsicherung aufzubauen.

Auch Verträge wie eine Absicherung bei schweren Krankheiten ersetzt sicher keinen passenden BU Schutz, hilft aber sich zumindest für große und finanziell belastende Krankheiten abzusichern. Dieses kann Ihnen zumindest dabei helfen solange einen eingeschränkten Schutz zu bekommen, bis eine Erweiterung möglich ist.

Um einzuschätzen welche der Alternativen für Sie in Frage kommen, wird es ohne eine umfassende Beratung nicht gehen. Daher suchen Sie sich einen Spezialisten, lassen sich beraten und loten Sie alle Alternativen aus. Erst wenn Sie wissen, welcher Schutz noch möglich und bezahlbar ist, ist eine fundierte Entscheidung sinnvoll zu treffen.

08.
März '19

700 € Berufsunfähigkeitsrente und in 5 Jahren gewinnen Sie im Lotto und kündigen die Versicherung einfach


Interessanter Gedanken, oder? Doch zu dem etwas laxen Titel dieses Artikels gibt es einen ganz ernsten Hintergrund und der zeigt einmal mehr, warum Produkte und Beratungen hinterfragt werden müssen. Zudem zeigt und diese Beratung und die danach folgenden Abschlüsse auch, wie „auf Teufel komm raus“ verkauft und keinesfalls beraten wurde.

Hier ging es am Ende gar nicht um die Frage des Bedarfs und welcher Schutz benötigt wird, sondern vielmehr um „wie kann ich noch schnell einen Vertrag an die Frau bringen, einen der dann in 5 Jahren einfach wieder gekündigt wird, weil er eh nichts gebracht hat.

Das Schlimmste aber ist, die Situation ist schon schwer genug. Damit es einfacher zu verstehen ist und Sie als Leser sich in die Lage versetzen können, fangen wir einmal mit der Historie an.

Es war einmal…

ein dunkler und kalter Wintertag, ein grauer Tag im Dezember 2015. Der Berater hatte sich angekündigt, denn schließlich müsse man mal etwas tun, tun für die Altersvorsorge, auch der Schutz der BU und eine Absicherung des Kindes wären wohl zu besprechen.

Dabei sitzt das Geld keineswegs locker und es sind eben keine hunderte Euro vorhanden, die monatlich in (zweifelsfrei wichtige) Absicherungen fließen sollten. So kam es, dass der Berater eines großen Strukturvertriebes dann auch dort klingelte. Die Interessentin hat recht wenig Ahnung von „so Finanz Themen“ und mag sich eigentlich auch nicht so richtig damit beschäftigen.

Ja, jetzt kann man sicher schnell und laut „selbst schuld“ rufen, aber das ist weder zielführend noch hilfreich. Es braucht Beratung und nur weil sich jemand damit nicht auskennt ist es kein Grund einen Unsinn anzudrehen. Es ist eben gerade Aufgabe der Berater dieses zu verhindern, eigentlich!

Die Situation in Zahlen und Fakten

Verkäuferin, genauer Fleischereifachverkäuferin

geboren 1985, bei Abschluss somit 30 Jahre alt

einen Sohn, geb. 2007 und somit damals bei Abschluss 8 Jahre alt

Bruttoeinkommen ca. 1700 EUR, netto um die 1300 EUR

Dazu eine etwas schwere Situation. Der kleine Sohn ist nicht gesund zur Welt gekommen. Von der anfänglichen Lebenserwartung einiger Monate über 1-2 Jahr geht es ihm heute den Umständen entsprechend gut. Neben dauernden Medikamenten und ständigen Arztbesuchen geht es ganz gut. Aber: Vielleicht ist es nicht unbedingt die Lebenserwartung bei 80, 90 oder gar einhundert Jahren.

Bisher hatte die Mutter bereits ein wenig vorgesorgt. Einen Riester Vertrag bei der Swisslife hatte bereits ein anderer Berater vorher angeraten und dieser bestand auch schon einige Jahre. Das Geld floss in einen Fond, es waren einige tausend Euro Guthaben drin und Zulagen wurden genutzt. Also sowohl die eigene, aber auch die Förderung für den Sohn.

Jetzt sollte alles besser werden

Doch der Berater witterte ein wenig Neugeschäft und die Idee den Riester Vertrag so zu lassen kam ihm nicht über die Lippen. Warum auch, bringt ja kein Geld. Also wurde zunächst der bestehende Riester Vertrag auf Eis gelegt. Beiträge sollten nicht mehr bezahlt werden, auf die Idee der Übertragung von Riester Guthaben zu einem neuen Anbieter kam aber nun auch niemand.

So besteht der ruhende Riester Vertrag heute noch, ohne dass auch nur einer einen Gedanken daran verwenden würde. Doch ein neuer Riester musste her. The „one and only“ sollte es werden und so schloss der Herr dann auch gleich eine neue Riesterrente ab. Die DWS Riesterrente Premium sollte es werden und wurde es dann auch.

30 EUR sollten dann auch hinein fließen und so ließ sich die Kundin überzeugen bequatschen und unterschieb. Seit dem Januar 2016 gibt es somit zwei Riesterrenten. Der eine Vertrag schläft gerade und der andere bekommt die 30 EUR monatlichen Beitrag eingezahlt.

Wir halten also fest, eine völlig unnötige Kündigung des Riester Vertrages und gleich noch mal die Übertragung vergessen.

700 EUR BU Rente und es wird noch schlimmer

Manchmal frage ich mich aber, wie unfähig man dann sein kann. Da wurde dann das Thema Berufsunfähigkeit angesprochen, denn es sieht im Falle einer möglichen BU sehr düster aus. Warum es so düster aussieht? Nun, wird die Mutter und damit Haupteinnahmequelle, berufsunfähig so droht großer finanzieller Schaden. Neben denn dann wohl bestehenden gesundheitlichen Problemen fehlt plötzlich ein Einkommen. Aber der Vermittler hatte eine Lösung.

„Ich habe da eine Idee, wir brauchen eine BU“

Doch soweit nur der Ansatz. Da das Geld knapp ist, machte man sich wohl Gedanken und folgte dem „Was können Sie denn zahlen“ Ansatz in der Beratung. Das dieses so überhaupt nichts mit bedarfsgerecht zu tun hat, das sieht man am Ergebnis. Da gab es die glorreiche Idee der Absicherung, welche dann eine Staffel zur Folge hatte.

Die Kundin ist- nur zur Erinnerung- 1985 geboren. Im Jahr 2022 ist sie also 37 Jahre alt.

Klar kann man da schon mal von der grandiosen BU Rente von 700 EUR (plus einen nicht garantierten Bonus von 70 EUR in 2017) dann auch noch die Hälfte weglassen.

Somit hat die Kundin ab Alter 37 nur noch eine VERSICHERTE BU RENTE VON 350 EUR monatlich.

Grandiose Idee, oder?

Wie kann man so dreist beraten? Und jetzt kommen die Befürworter und schreiben…

„Sie kann ja dann die Rente beibehalten, wenn diese benötigt wird.“

Klar kann die Kundin das, sogar ohne neue Risikoprüfung. Aber dann steigt die Prämie natürlich im Verhältnis auf das doppelte an und die kann sie sich schon heute nicht leisten?

Aber der Rat, der dann der Kundin geben wurde, der schlägt dem Fass den Boden aus.

„In fünf Jahren, wenn die BU teurer wird, kündigen Sie die einfach.“

Das war ernsthaft der Rat, welcher der Kundin gegeben wurde um die Sorgen zu zerstreuen. In der Schule würde man sicher mit „Sechs, setzen!“ antworten und bei einem Test wäre hier sicher der Berater durchgefallen.

Wer so ein Produkt für die Berufsunfähigkeit vermittelt und das nur, um noch ein paar Euro Courtage in die eigene Tasche zu scheffeln, der gehört bestraft und dem gehört auch die Zulassung entzogen. Warum dieses hier noch sinnvoll ist, das lesen Sie im einem der nächsten Teile, denn hier wurden noch Produkte für den Sohn verkauft. Die sind noch deutlich schlimmer.

Die Lösung

Nun, jetzt bringt es ja uns oder der Kundin nichts, hier zu jammern und keine Lösung zu präsentieren. Doch wie kann die aussehen, wenn doch hier ein sehr knappes Budget vorhanden ist.

Die BU Absicherung ist allerdings so unsinnig, da diese im Leistungsfall nicht ansatzweise ausreichend ist und es dann doch auf Hartz 4 hinauslaufen wird. Daher muss überlegt werden, ob hier eine BU Absicherung bezahlbar ist. Gute Bedingungen, Renten > 1.000 EUR monatlich und ein Schutz bis 65/65 wird schnell bei Beizträgen um die 70-90 EUR monatlich liegen, also über dem dieses „Schrott Schutzes“

Dennoch muss sich hier die Frage der Prioritäten gestellt werden, denn nur eine passende BU Rente ist auch eine sinnvolle BU Rente. Auch sind Alternativen zu überlegen. Das kann eine Grundfähigkeitsabsicherung, ein Schutz gehen Erwerbsunfähigkeit, eine schwere Krankheiten Absicherung oder auch eine ganz andere Lösung sein.

Was genau hier sinnvoll ist, das wird erst in einer genauen Analyse und Beratung zu klären sein, das hier ist es aber definitiv nicht.

Wie sehen Ihre Verträge aus?

Haben Sie auch so alte BU Verträge, welche mal „schnell und unbedacht“ abgeschlossen wurden? Verträge, die über Jahre oder gar Jahrzehnte nicht angepasst wurden und nicht mehr passend sind?

Sie sollten sich dringend all Ihre Verträge anschauen, überlegen wie hoch die Renten sind und was heute benötigt wird. Ist ein Schutz bis ins richtige Alter sichergestellt? Gibt es privates Vermögen oder andere Absicherungen? Muss angepasst werden?

Hier zeigt sich aber einmal mehr, wie wichtig ein früher Abschluss und eine rechtzeitige Vorsorge ist, gerade bei Berufen in der Berufsgruppe 2 oder schlechter liegt hier ein enormes Sparpotential bei einer frühzeitigen Absicherung.

Sollten auch Sie alte und lange unbeachtete Verträge bei sich finden, so überprüfen Sie diese unbedingt. Eine Hilfe sind die

AUSWAHLKRTITERIEN zur Berufsunfähigkeit

passend dazu auch ein

KRITERIENFRAGEBOGEN

Gerade wenn Sie sich damals nicht so intensiv mit dem Thema beschäftigen konnten oder wollten, dann wird es Zeit dieses jetzt zu tun.

Nicht eine Beratergruppe ist gut oder schlecht

Ja, es war ein Vermögensberater, welcher diesen Unsinn vermittelt hat und der gehört sicher bestraft. Wenn sich schon nichts mehr lösen lässt, zumindest mit einer Rückzahlung der Provision oder Teilen davon. Aber: Auch in anderen Berufsgruppen passieren solche Beratungen. Ich wüsste hier in der Umgebung noch mindestens zwei Makler, welche ähnlich beraten und eher auf den eigenen Vorteil bedacht sind.

Das macht es nicht besser, zeigt aber auch, nicht eine Berufsgruppe ist gut oder schlecht. Zum Thema Beratung und die unterschiedlichen Verrmittlertypen habe ich bereits in dem folgenden Beitrag einiges geschrieben.

Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung zu Versicherungsfragen?

und weiter geht es mit dem BU Thema und der Frage, was tun wenn die wichtige Absicherung zu teuer ist.

Wenn die BU Absicherung zu teuer ist – was tun?

05.
Dezember '18

Berufsunfähigkeitsversicherung jetzt für Diabetiker (Typ 1) bis 65 versicherbar


Wer heute bereits an Diabetes erkrankt ist, für den war und ist es schwer einen entsprechenden Schutz zu bekommen. Da nützt auch die Notwenigkeit nichts, wenn es kein entsprechendes Angebot gibt/ gab. Auch bisher sind Versicherungen bei Diabetes möglich, meist jedoch nur mit entsprechend kurzem Endalter. Das ändert sich jetzt etwas, da die Zurich sich auf die Fahnen geschrieben hat, auch Diabetiker bis zum Endalter 65 zu versichern.

BU Schutz bei Diabetes – welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Um einen Schutz zu bekommen, muss der Antragsteller einige Voraussetzungen erfüllen und diese ggf. auch belegen. Dazu zählen folgende Vorgaben:

  • – Sie sind an Diabetes Typ-1 erkrankt

  • – Sie sind mindestens 18 Jahre alt

  • – Sie sind berufstätig (nicht in Ausbildung)

  • – Ihr Diabetes ist aktuell gut eingestellt (HbA1C-Wert zwischen 4,5 und 7,5%)

  • – Sie haben noch keine Folgeerkrankungen durch Ihren Diabetes entwickelt

Sind die Voraussetzungen erfüllt, dann ist eine weitere Prüfung und Versicherung möglich.

BU Schutz bei Diabetes – welche Eckdaten gelten?

Während bisher nur eine Absicherung von 25 Jahren, oder bei einigen Anbietern 30 Jahre ab Erkrankungsbeginn möglich war, ist nun eine Absicherung bis zum 65. Lebensjahr möglich.

  • – Rentenhöhe nach persönlichem Bedarf
  • – maximale Laufzeit bis 65

BU Schutz bei Diabetes – wie erfolgt die (Vor-)Prüfung?

Wie immer gilt auch hier: Eine anonyme Vorprüfung ist sinnvoll und wichtig und verbaut ggf. nicht die Chance auf eine andere Anfrage. Dazu sind einige Unterlagen und Angaben möglich, welche dann zu der anonymen Anfrage und Einschätzung führen. Um eine solche Anfrage zu stellen, benötige ich folgende Angaben von Ihnen:

  • – Ihr Geburtsdatum:
  • – Ihren aktuellen Beruf:
  • – Ihr höchster erreichter Abschluss:
  • – Arbeiten Sie zu mind. 80% im Büro/ Bürotätigkeit?
  • – Wie war Ihr letzter bekannter HbA1c Wert?
  • – Wann wurde der Wert ermittelt?
  • – Hatten oder haben Sie Komplikationen (Neuropathie, Retinopathie, Bluthochdruck) oder eine diabetische Nephropathie oder Proteinurie (Eiweiß im Urin)?
  • – Sind Sie Raucher?
  • – Nutzen Sie einen rTcgm Chip?

Weiterhin senden Sie mir bitte eine Kopie des aktueller Diabetes-Kontrollbefund oder des Diabetes-Pass. Es ist ausreichend, diesen als SCAN oder Foto zu senden. Dabei können Sie die persönlichen Angaben direkt schwärzen, oder wir übernehmen das vor der Anfrage.

HIER KLICKEN FÜR EINE DIREKTE ANFRAGE

(inkl. Möglichkeit des Uploads)

BU Schutz bei Diabetes – der Ablauf

Sobald mir Ihre Anfrage vorliegt, sollten wir dazu einmal telefonieren. Wenn Sie möchten schreiben Sie gern schon einen zeitlichen Vorschlag / besser zwei oder drei, in das Feld mit den Bemerkungen.

04.
Dezember '18

Alte Leipziger mit verbesserten Bedingungen in der Berufsunfähigkeit (großteils auch für Bestandskunden)


Die Alte Leipziger ist als einer der besten Bedingungswerke in der Berufsunfähigkeitsversicherung bekannt und ist für viele Versicherte ein richtiger Partner. Gerade als Anbieter einer selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherung (BV10) und auch als Zusatzbaustein zu Lebens-/ Renten- und Rürup Versicherungen ist die BUZ ein weit verbreiteter Tarif. Auch wenn teilweise Kunden mit einer privaten Krankenversicherung trotzdem bei ihrem Krankenversicherer mit einem KT-BU Übergang besser bedient sein können, ist die Alte Leipziger BU ein leistungsstarker Tarif am Markt, welcher nun noch weiter verbessert wird.

Welche Verbesserungen erwarten die Kunden?

Durch die neuen Änderungen an dem Bedingungswerk verbessern sich die Regelungen in den folgenden Bereichen:

  • – Einführung einer Sofortleistung bei Krebs (nur Neukunden)

  • – Verbesserung der Nachversicherung nach Abschluss des Studiums/ der Berufsausbildung

  • – Wiederinkraftsetzen der BU nach Beitragsfreistellung

  • – Anpassung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit gem. SGB V

  • – Verzicht auf die Prüfung der Umorganisation bei Betrieben mit weniger als 5 Mitarbeitern

Im Detail sehen die Regelungen dann wie folgt aus:

*** Hinweis: Alle Regelungen (außer der Krebsleistung) gelten auch für den Bestand.

1.) Einführung einer Sofortleistung bei Krebs

Vollkommen neu und ab dem Januar 2019 für Neu- und Bestandskunden verfügbar ist eine Sonderleistung bei Krebserkrankungen. Dazu wurde in die Bedingungen ein neuer Passus eingefügt, welcher sich nun im Paragraphen 9 findet. (Seite 9)

(1) Wenn der Versicherte an Krebs erkrankt, genügt es, wenn Sie einen vereinfachten Nachweis nach Absatz 6 erbringen. In diesem Fall leisten wir für einen Zeitraum von bis zu 15 Monaten. Die Leistungen entsprechen denen, die Sie für den Fall der Berufsunfähigkeit vereinbart haben (siehe § 7 Absatz 1).

Voraussetzung hierfür ist: Der Vertrag besteht mindestens sechs Monate. Diese Voraussetzung gilt auch für Erhöhungen mit Ausnahme von Erhöhungen aus einer Dynamik.

Um eine solche Leistung, welche für maximal 15 Monate bezahlt wird und in der Höhe der versicherten BU Rente entspricht, zu bekommen, muss der Versicherte ein entsprechendes Facharztattest vorlegen und folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • – Chemo- oder Strahlentherapie hat begonnen oder steht unmittelbar bevor
  • – Eine OP von Krebs führt zu lebenslangen Medikamenteneinnahmen (Anm. wie z.Bsp. auch nach Transplantationen), oder es besteht ein Grad der Behinderung oder eine dauerhafte Einschränkung der Berufsfähigkeit liegt vor
  • – der Vertrag besteht bereits seit 6 Monaten

Die Beantragung der Leistung ist nur mit einem onkologischen Bericht des Facharztes mit den, in §9 Abs. 6 genannten Angaben möglich. Die Leistungsentscheidung erfolgt nach max. 5 Tagen nach Vorlage der Unterlagen.

Leistungen aufgrund von Berufs- oder Arbeitsunfähigkeit werden wie bisher beantragt und folgen nach den 15 Monaten der Krebsleistung.

Mit diesem Leistungsbaustein geht die Alte Leipziger einen Schritt in Richtung schnellerer Leistung und stellt bereits wenige Tage nach der Diagnose und/ oder OP bzw. dem Beginn der Chemotherapie eine Leistung in Höhe der BU Rente zur Verfügung.

Die Leistungen werden auch dann für 15 Monate erbracht, wenn sich der Zustand des Versicherten bessert.

Entgegen der Leistung bei Arbeitsunfähigkeit (hier nachzulesen: Alte Leipziger AU Leistungen) folgt diese nicht erst nach Monaten, sondern unmittelbar nach der Diagnose/ OP.

2.) Verbesserung der Nachversicherung nach Abschluss des Studiums/ der Berufsausbildung

Bisher war eine Nachversicherung nach Ende der Ausbildung oder des Studiums bereits möglich, jedoch auf einen Betrag von 500 EUR Monatsrente beschränkt. Gemäß der Neuregelung im §25 der AVB entfällt diese Grenze bei dem erfolgreichen Abschluss des Studiums oder der Berufsausbildung und die Regegelungen lauten wie folgt: (Seite 21)

Sie können eine Nachversicherung innerhalb von sechs Monaten nach Eintritt eines der folgenden Ereignisse beantragen: Der Versicherte […]

nimmt eine berufliche Tätigkeit auf. Dies gilt dann, wenn er zuvor eine Berufsausbildung oder ein Studium erfolgreich abgeschlossen hat. Die neue jährliche Rente bei Berufsunfähigkeit darf 6.000 EUR übersteigen, wenn Sie ein Gehalt in entsprechender Höhe nachweisen. Voraussetzung hierfür ist, dass der Versicherte eine berufliche Tätigkeit ausübt, die seiner Ausbildung entspricht. Auch dann darf die gesamte jährliche Rente aus allen bei uns bestehenden Versicherungen höchstens 30.000 EUR betragen. Dazu zählt auch die neu versicherte Rente. Erhöhungen aus der [→] Dynamik zählen nicht dazu.

Entgegen der bisherigen Rente ist nunmehr eine Anpassung an das reale Gehalt des Versicherten möglich und somit zum Beispiel von 1.000 EUR auch eine Anpassung auf maximal 2.500 EUR Monatsrente nach Ausbildungsende möglich. Einzige Voraussetzung ist hier ein entsprechendes Gehalt.

3.) Wiederinkraftsetzen der BU nach Beitragsfreistellung

Wer seine Berufsunfähigkeitsversicherung aus finanziellen Gründen beenden musste, der kann einen neuen Vertrag bekommen und das ohne eine neue Gesundheitsprüfung absolvieren zu müssen. Die neuen Regelungen finden sich ebenfalls auf Seite 20 der neuen AVB.

(3) Sie können nach einem Beitrags-Stopp einen neuen Vertrag abschließen, um den ursprünglichen Schutz bei Berufsunfähigkeit wieder herzustellen. Für den neuen Vertrag verzichten wir darauf, das Risiko erneut zu prüfen. Sie können eine selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Rentenversicherung mit BUZ abschließen.

Wichtig dabei sind die- doch recht engen Voraussetzungen. Ein Antrag muss maximal 6 Monate nach Beitragsstopp gestellt werden und der Versicherte darf noch nicht berufsunfähig oder (wenn AU Leistungen versichert waren/sollen) arbeitsunfähig sein.

Es gelten dann die Risikoeinstufungen des letzten (beitragsfreien) Vertrages.

Statt einer Beitragsfreistellung kann eine Stundung der Beiträge übrigens eine bessere Wahl sein, das aber nur als Anmerkung am Rande.

4.) Anpassung des Begriffs der Pflegebedürftigkeit gem. SGB V

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit wurde dem Sozialgesetzbuch angepasst. Das ist eher eine „kosmetische“ Änderung, da in den alten Bedingungen noch die alte Definition verwendet wurde.

5.) Verzicht auf die Prüfung der Umorganisation bei Betrieben mit weniger als 5 Mitarbeitern

Die Regelung kennen wir schon von den Akademikern. Solche, die eine akademische Ausbildung haben und mind. 90% kaufmännisch und organisatorisch tätig sind, hatten auch schon bisher den Verzicht auf eine Umorganisation.

Neu ist diese Regelung aber für kleine Selbstständige mit weniger als 5 Mitarbeitern. Hier ist eine Umorganisation oft schwer, denn die Arbeiten des „Chefs“ lasen sich eben nicht so einfach weg-organisieren. Daher findet sich in §8 (3), Seite 8 nun folgende Regelung.

Wir verzichten darauf, die Umorganisation des Betriebs abstrakt zu prüfen, wenn bei Eintritt der Berufsunfähigkeit eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt ist:

– Der Selbständige ist Akademiker und übt in seiner täglichen Arbeitszeit mindestens zu 90 % kaufmännische oder organisatorische Tätigkeiten aus. (alte Regel)

Der Selbständige beschäftigt in seinem Betrieb in den letzten zwei Jahren durchgehend weniger als fünf Mitarbeiter.

Auch diese Verbesserung ist für die Selbstständigen sicher positiv zu bewerten, denn zum einen geht es um die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl und zum anderen ist es damit für Selbstständige mit kleinen Betrieben einfacher nicht auf eine Umorganisation „geschoben zu werden“.

Für wen gelten die Änderungen?

Die Änderung gilt, laut Alte Leipziger, für alle Kunden. Dabei gibt es also keinen Unterschied zwischen Neukunden und solchen, die schon länger dort versichert sind.

Neue Bedingungen als pdf zum Download

Die neuen Bedingungen stelle ich Ihnen im Downloadbereich zur Verfügung.

–> Bedingungen ALTE LEIPZIGER BU, Stand 2019, pm2300_01-2019

Die entsprechenden Änderungen ersehen Sie am schnellsten anhand der farblichen Markierungen.

Ebenfalls hat die Alte Leipziger die Schüler BU verändert (großteils verbessert). Genauere Details finden Sie in einem der nächsten Blogbeiträge.