23.
November '19

Alte Leipziger Berufsunfähigkeitsschutz: FairScore, neue Berufsgruppen, mehr Optionen und Bedingungsverbesserungen


Die Alte Leipziger Lebensversicherung, der Versicherer aus Oberursel bei Frankfurt, bietet seit Jahren ein sehr hochwertiges Produkt für den Schutz bei Berufsunfähigkeit an. Dieses wurde in den letzten Jahren mehrfach angepasst und verbessert und somit einerseits flexibler, andererseits leistungsstärker gemacht.

Einige Veränderungen in den letzten Jahren finden sich in folgenden Beiträgen:

Zum 01. Januar 2020 steht nun eine weitere Veränderung der Bedingungen für die Berufsunfähigkeitsversicherung an. Die neue Version der Bedingungen, die pm2300- 01.2020 kommt mit einigen Verbesserungen der Leistungen daher, welche wir uns hier genauer anschauen.

FairScore statt nur Berufsgruppe

Vorbei die Zeiten, in denen klar war welcher Beruf in welche Berufsgruppe gehört. Ob man die neuen Wege nun „dynamische Einstufung“ oder FairScore oder wie auch immer nennen mag, die Bewertungen werden individueller. Zukünftig führen eine Reihe von Faktoren zur Einstufung und damit zur Prämie. Im Wesentlichen spielen dabei folgende Kriterien und Bewertungen eine Rolle.

Zukünftig wird also, noch mehr als bisher, die individuelle Ausgestaltung der Tätigkeit eine Rolle spielen und damit über die Prämienhöhe der versicherten Rente entscheiden. Dabei werden nicht nur der einmal erlernte Beruf, sondern auch weiterführende Qualifikationen im Laufe des Berufslebens und auch die Aufteilung der Tätigkeit in handwerklich, Reisetätigkeit und mehr eine Rolle spielen.

Die Alte Leipziger hinterlegt in FairScore zukünftig mehr als 4.500 Berufe, dazu kommen weitere Differenzierungen in 191 Ingenieure, über 100 Unterscheidungen bei Ärzten und über 56 Varianten bei Lehrern. Damit wir – wie bereits gesagt – die Einstufung noch viel mehr vom genauen Berufsbild und der Ausgestaltung abhängig werden.

Aktuell gibt es in den Tarifen 7 Berufsgruppen. Angefangen von 1++ über 1+ und 1, dann weiter mit 2+, 2, 3+ und 3. Zukünftig werden diese weiter aufgefächert und auf zehn Gruppen verteilt. Diese bekommen dann die folgenden Bezeichnungen.

Schüler – in 24 statt 11 Gruppen

Auch für Schüler wird es umfangreicher in der Auswahl. Schon heute gibt es eine Reihe Versicherer, welche hier differenziert prüfen und nach Schulform und Klassenstufe prüfen und unterscheiden. Das hängt unter anderem mit der Tatsache der möglichen, zukünftigen Berufswahl der Schüler einer Schulform zusammen. Heute gibt es (inkl. Berufsschule) bei der alten Leipziger elf Gruppen in die Schüler einzuordnen sind.

Zukünftig wird dieses auf 24 unterschiedliche Gruppen ausgedehnt und auch hier die Prämie weit auseinander gehen. Da zeigt sich auch hier wieder, wie wichtig ein frühzeitiger Abschluss und damit die richtige Grundlage ist.

Raucherstatus ist zukünftig Tarifkriterium

Im Vergleich zur bisherigen Tarifkalkulation spielt zukünftig auch der Raucher-/ Nichtraucherstatus eine Rolle. Dabei gilt eine einfache Regel. Änderungen sind nicht anzeigepflichtig. Wer also heute nicht raucht, damit aber zukünftig anfängt, der muss es nicht melden und wird auch nicht bestraft.

Ebenso gibt es aber keine Verbesserung. Wer also jetzt als Raucher eingestuft wird und zukünftig dieses Laster los wird, der wird auch dann nicht besser gestellt. Auch eine Anzeige mit schriftlicher Bestätigung nützt gier nichts. Es ist nur über einen neuen Vertrag mit einer komplett neuen Risikoprüfung möglich, den Status wieder los zu werden. Das ist kein so schlechter weg, denn nur so lässt sich Missbrauch einer solchen Klausel eindämmen und damit das Kollektiv schützen.

Der Nichtraucher erhält einen Rabatt auf die Prämie in der Berufsunfähigkeitsversicherung und zahlt damit zukünftig weniger Beiträge.

Verbesserungen der Bedingungen für die Berufsunfähigkeit

Wie immer bei Veränderungen und Verbessrungen von Leistungen sind diese nicht in jedem Fall für alle interessant.

Infektionsschutzklausel

Eine der Änderungen, welche meist nur bestimmte Personengruppen betrifft, ist die so genannte Infektionsklausel. Wer also aufgrund einer behördlichen Anordnung nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann (zum Beispiel bei einer Hepatitis Erkrankung), der muss erstmal nicht zwingend berufsunfähig sein. Für einen solchen Fall gab es schon bisher für Ärzte, Zahnärzte und bestimmte Berufe eine zusätzliche Klausel. Der Abschnitt „Infektionsgefahr“ findet sich in den neuen Bedingungen auf Seite 8 ff. wieder und ist nun weiter gefasst. Eine Leistung aus dem BU Vertrag erfolgt auch (denn die versicherte Person gilt als berufsunfähig), wenn:

  • – sie/er für andere eine Infektionsgefahr darstellt

  • – es gibt ein Tätigkeitsverbot nach Bundesinfektionsschutzgesetz oder Rechtsvorschrift

  • – mind. für 6 Monate und mind. 50% der Tätigkeit betroffen

Bei Medizinern und auch med. Personal wie Krankenschwestern, Zahnarzthelferinnen und dergleichen geht es noch etwas weiter. Hier reicht allein das Tätigkeitsverbot, welches sich auf die Behandlung von Patienten bezieht.

Leistungen wie die Sofortzahlung bei Krebs oder auch die Arbeitsunfähigkeitsleistungen gibt es weiterhin, diese sind in den oben genannten, älteren Artikeln verlinkt.

Neue Möglichkeiten der Vertragserweiterung und -veränderung

Auch bisher bot die Alte Leipziger den Versicherten eine Ausbaugarantie. So kann in bestehenden Verträgen innerhalb der ersten fünf Jahre der Schutz nochmals und ohne neue Risikoprüfung erweitert werden und bietet somit eine Option zur Verbesserung. Diese Möglichkeiten werden mit den neuen Bedingungen etwas angepasst und erweitert. Auch zukünftig wird hier zwischen der Ausbau- und der Nachversicherungsgarantie unterschieden. Bei beiden Zum Rest des Artikels »

16.
November '19

Beitragsanpassungen in der Pflegepflichtversicherung – es geht alles so und es wird weiter gehen (müssen)


In den nächsten Tagen bekommen Sie Post. Dabei ist es völlig egal bei welchem Unternehmen Sie krankenversichert sind, Sie haben immer auch eine private Pflegepflichtversicherung. Diese Beiträge für den Schutz sind gleich! Nur bis auf wenige Cent Beträge unterscheiden sich diese Beiträge bei den Gesellschaften und auch die Leistungen sind zu 100% identisch.

Warum steigen Beiträge in der Pflegepflichtversicherung an?

Das hat im Wesentlichen zwei Gründe. Einer der entscheidendsten Gründe ist durchaus positiv zu werten.

Grund 1: WIR LEBEN LÄNGER

Um zu verdeutlichen wie sich die Lebenserwartung eines gesunden Neugeborenen entwickelt hat, schauen wir uns deren Entwicklung in den letzten Jahren einmal genauer an. Das Statistische Bundesamt hat hierzu gerade vor einigen Wochen neue Zahlen veröffentlicht.

Die Grafik zeigt uns zwei unterschiedliche Faktoren, die aber recht deutlich. Auf der einen Seite ist die Lebenserwartung bei Geburt des Neugeborenen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Wer in dem Jahr 1991 als Junge geboren wurde, hatte eine Lebenserwartung von 72,47 Jahren, bei Mädchen lag diese bei 79,01 Jahren. Im Jahr 2016 hingegen wurde ein Junge schon 78,48 Jahre alt (statistisch) und damit knapp 6 Jahre älter, Mädchen haben nunmehr vier Jahre mehr zu erwarten und werden statistisch 83,27 Jahre alt. Dazu noch der Hinweis:

Die aktuellen Sterbetafeln des Statistischen Bundesamtes sind sogenannte Periodensterbetafeln. Sie basieren auf Daten zu den Gestorbenen und der Bevölkerung nach Einzelaltersjahren im Betrachtungszeitraum. Es handelt sich hierbei um eine Momentaufnahme der Sterblichkeitsverhältnisse der gesamten Bevölkerung für den jeweiligen Zeitraum (aktuell die Jahre 2016 bis 2018). Eine Prognose der zukünftigen Entwicklung der Lebenserwartung ist demzufolge nicht eingeschlossen. Die Lebenserwartung bei Geburt gibt an, wie lange Neugeborene den aktuellen Überlebensverhältnissen entsprechend durchschnittlich leben würden. (Quelle: Statistisches Bundesamt)

Der zweite Punkt den wir der Grafik aber auch entnehmen können, die Steigerung geht langsamer vorab. Während sich von 1991 bis 2006 die Männer über 4,4 Jahre mehr Lebenserwartung freuen konnten, waren es in den Jahren 2001 bis 2016 (also auch wieder 15 Jahre) nur noch 3,1 Jahre an Zuwachs.

Für die Versicherer bedeutet das aber auch, diese müssen einige Jahre mehr leisten. Gerade in der Pflegeversicherung beutet dieses, am Ende kommen „teure Jahre hinten dran“.

Grund 2: medizinische Versorgung und Pflege wird besser

Ein zweiter Grund der steigenden Kosten ist auch die Tatsache, dass Patienten länger, aufwändiger und damit besser gepflegt und versorgt werden können. Denken Sie einmal an Ihre Großeltern und Urgroßeltern zurück und überlegen sich, wie „fit“ diese mit 60, 70, 80 Jahren so waren. Nun schauen Sie sich die heutige Generation in dem Alter an.

Alt und gebrechlich passt gehört eben nicht mehr zwangsläufig zusammen

Auf der anderen Seite und so makaber das klingen mag, bei einigen Erkrankungen, gerade im Bereich der Herz- Kreislauferkrankungen, nach Schlaganfall oder Herzinfarkt verstarben Menschen früher und damit war nicht nur deren Leben, sondern auch eine Pflege zu Ende. Heute ist das- zum Glück- in vielen Fällen nicht mehr so. Auf der anderen Seite kommen so viele Kosten in der Altenpflege auf uns zu und diese sind durch die Pflegeversicherung abzufedern.

Ganz salopp und klar: Wer länger lebt, wird länger gepflegt.

Das Alter hat es nun einmal so ansich, dass Fähigkeiten und Leistung nachlassen und das viele Menschen am Ende Hilfe benötigen. Diese Kosten und Leistungen werden in der Pflegeversicherung erbracht und steigen dementsprechend.

Auch einen dritten und vierten Grund möchte ich Ihnen aber nicht vorenthalten. Zum einen hat der Gesetzgeber die Leistungen der Pflegeversicherung in den letzten Jahren deutlich verbessert und das Geld dafür muss auch irgendwo herkommen. Zum anderen haben Zum Rest des Artikels »

30.
Oktober '19

Arbeitgeberzuschuss für privat Krankenversicherte steigt 2020 deutlich


Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung ist eine zugesicherte und gesetzlich geregelte Entlastung der Arbeitnehmer. Arbeitgeber sind gemäß §257 des Sozialgesetzbuches V verpflichtet, einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung zu zahlen.

Warum verändert sich der Zuschuss in 2020?

Der Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung wird durch zwei wesentliche Faktoren direkt beeinflusst. Dabei spielen:

  • die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung und
  • der durchschnittliche Zusatzbeitrag

eine entscheidende Rolle. Beide Werte verändern sich im Rahmen der jährlichen Änderungen der Sozialversicherungswerte, so gelten ab dem 01. Januar 2020 die neuen Zahlen.

Wie berechnet sich der AG Zuschuss?

Unterschieden wird hier in zwei Teilzuschüsse, dem Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung und dem Arbeitgeberzuschuss zur Pflegepflichtversicherung.

Beide haben eines gemeinsam. Diese sind auf maximal 50% des tatsächlich gezahlten Zuschuss begrenzt und dürfen maximal bis zum Höchstzuschuss gezahlt werden. Diese Höchstzuschüsse berechnen sich wie folgt:

Höchstzuschuss zur privaten Krankenversicherung 2020 richtig berechnen

Zur Berechnung benötigen wir zunächst die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung. Diese beträgt ab dem Januar 2020 jährlich 56.250 €, somit monatlich 4.687,50 € .

Der Zuschuss setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Der allgemeine Teil, also die Hälfte des GKV Beitragssatzes von 14,6% und dann dem zweiten Teil. Dieser berechnet sich aus der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrages. Nach der Änderung ab Januar 2029 wird auch dieser seither wieder paritätisch finanziert. Daher gilt folgende Berechnung:

  • 7,3% * 4.687,50 € = 342,19 € (TEIL I)

  • 0,55% * 4.687,50 € = 25,78 € (TEIL II)

In der Summe ergibt sich somit ein maximaler Arbeitgeberzuschuss 2020 in Höhe von:

342,19 € + 25,78 € = 367,97 € = AG Zuschuss KV 2020

Weiterhin gilt jedoch die Obergrenze von 50% des tatsächlich gezahlten Beitrages. Im Vergleich zum Vorjahr (2019) bekommen Arbeitnehmer nun 16,31 € mehr Zuschuss durch den Arbeitnehmer und können somit 32,62 € Mehrbeitrag hälftig finanzieren und somit zum Beispiel die Beitragsentlastungskomponente aufstocken.

Höchstzuschuss zur privaten Pflegepflichtversicherung 2020 richtig berechnen

Auch in der Pflegepflichtversicherung gelten gleiche Regeln. Hier ist jedoch zusätzlich zu beachten, dass der Zuschuss nur für den Pflichtteil gilt und nicht auf Zusatzversicherungen wie Pflegekosten oder Pflegetagegelder ausgedehnt werden kann. Auch der Zuschlag für Kinderlose ist vom Arbeitnehmer allein zu tragen und wirkt sich bei der Berechnung des Höchstzuschusses nicht aus. Da der Beitragssatz in der Pflegepflichtversicherung bei 3,05 % (plus 0,25% für Kinderlose) liegt, ergibt sich dafür folgende Rechnung.

  • 1,525 % * 4.687,50 € = 74,48 € (TEIL I) = Zuschuss PV 2020

Hier gilt ebenfalls die Begrenzung auf max. 50% der tatsächlich gezahlten Beiträge. Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich der Zuschuss um 2,28 €.

Alle Zahlen können Sie auch in der Übersicht der Sozialversicherungswerte 2020 nachlesen, welche ich Ihnen hier kostenfrei als pdf Download zur Verfügung stelle.

Sozialversicherungswerte 2020 in der kompletten pdf Übersicht.

21.
Oktober '19

AXA Krankenversicherung mit Beitragsanpassungen im BESTAND zum 01.01.2020


Nachdem viele Gesellschaften zunächst die Zahlen für das Neugeschäft veröffentlicht haben, ist die AXA dieses Jahr sehr früh mit den Zahlen für den Bestand. Auch wenn die Informationen an die Kunden erst in einigen Wochen versandt werden, hier schon einmal Zahlen, Daten, Fakten zur Beitragsanpassung für Bestandskunden zum 01.01.2020 bei der Axa und auch bei der DBV als Untermarke der Axa.

Deutlich trifft es dieses Jahr einige Tarife und versicherte im EL Bonus. Nachdem die Anpassungen im VITAL Tarif die letzten Jahre sehr deutlich waren (Informationen dazu hier) folgt nun der nächste Streich. Interessant zudem hier der von der Axa selbst bereitgestellte Beitrasgverlauf. Dazu aber gleich mehr.

AXA Krankenversicherung – Beitragsanpassung 2020 im Bestand

Die Anpassungen werden in den Kundeninformationsschreiben ab dem 12. NOVEMBER 2019 verschickt. Auch erst ab diesem Zeitpunkt können Umstellungsangebote in andere Tarifstufen berechnet werden. Alle Zahlen und Daten stammen aus der, von der AXA selbst herausgegebenen Broschüre BAP 2020.

Welche Tarife werden angepasst

Final ist noch nicht alles veröffentlicht, klar sind aber Anpassungen in den folgenden Tarifen im BESTAND. Dennoch hier zunächst die bereits verfügbaren Informationen zur den Tarifen, welche angepasst werden.

EL BONUSXXXEL BONUSXXX

Tarif Kinder /
Jugendliche
Männer Frauen
EL BONUS X X X
EL BONUS U X X X
EL BONUS N X X X
EL Elementar X X X
EL Elementar N X X X
EL Elementar 400 X X X
EL Elementar 400 N X X X
ECO 1300 X X X
ECO 2600 X X X
ECO 4800 X
ECO 5200 X X
ECR 2600 X
ECR 5000 X
DBV 0140 X
DBV 0140A X
DBV 0141/18 X X
DBV 0141/20 X X X
DBV 0141A/18 X
DBV 0141A/20 X X
DBV 0142/20 X
DBV 0144/20 X X X
DBV 0144A/18 X X
BEA X X
Ärzte VA100-2 X X X
Ärzte PRAXMed X X X
Vision Med X X X
Vision Med A X X
Vision Med-N X X X
Vision Med NA X X
DBV Ärzte Tarif 110 X X X
DBV Ärzte Tarif 110A X X
DBV Ärzte Tarif 112 X
DBV Ärzte Tarif 112A X
DBV Ärzte Tarif 113 X
DBV Ärzte Tarif 113A X
DBV Ärzte Tarif 115 X X
DBV Ärzte Tarif 115A X X
DBV Ärzte Tarif 116 X X
DBV Ärzte Tarif 117 X X
DBV Zahnarzt T. 150 X X
DBV Zahnarzt T. 150A X
DBV Zahnarzt T. 150N X X
DBV Zahnarzt T. 150NA X
DBV Zahnarzt T. 152 X
DBV Zahnarzt T. 153 X X
DBV Zahnarzt T. 153A X
DBV Zahnarzt T. 153N X X
DBV Zahnarzt T. 153NA X
DBV Zahnarzt T. 154 X X
DBV Zahnarzt T. 152 X X

Interessant sind aber neben den Tarifen der Anpassung insbesondere die Zahlen und die Zusammensetzung einer Anpassung. Auch geht die Axa hier sehr offen damit um und veröffentlicht (gegenüber den Maklern) auch Zusammensetzungen der BAP in Teilen.

Axa Beitragsanpassung im Bestand – Zahlen

So ist am Beispiel des EL Bonus gut zu erkennen, wo die Entwicklung herkommt. Dabei mildern die Stornogewinne (also verbleibende Rücklagen weil Versicherte dem Unternehmen den Rücken gekehrt haben, welche Ihre Rückstellungen nicht mitnehmen konnten) die Anpassung für die verbleibenden Kunden.

Dennoch ist die Entwicklung- speziell im „zu billig kalkulierten“ EL-Bonus teilweise erschreckend. Hier hat sich die Prämie innerhalb von knapp 7 Jahren (also ab 213 € für einen heute 55 jährigen mehr als verdoppelt. QUELLE: AXA Maklerinfo BAP 2020.

Was sich aber auch sehr gut zeigt, wie „billig“ der Tarif im Vergleich zum GKV Höchstbeitrag war. Wer also in 2013 die Differenz dazu angelegt hat, der sollte auch heute wie zukünftig keine Probleme haben. Selbst heute liegen hier noch einige hundert Euro dazwischen.

Noch einige Beispiele zu Anpassungen: Zum Rest des Artikels »

16.
Oktober '19

Finanztest PKV Test 2019 – wieder nichts gelernt oder bewusst getäuscht?


Es ist eine „neverending story“. Unter dem Stichwort „Finanztest“ finden sich hier unzählige Beiträge zu fragwürdigen Tests von Privater Krankenversicherung und/ oder Berufsunfähigkeitsversicherungen. Diese können Sie hier nochmals detailliert nachlesen.

Heute ist nun endlich der neue Test erschienen, welcher sich in der Ausgabe 11/2019 der „berühmten Zeitschrift“ nachlesen lässt. Eines hat sich geändert, denn so viele Testsiegel wird man bei diesem dilettantischen Test wohl nicht verkaufen können. Wobei ich hier Wetten abgebe, das sich „Testsieger“ finden und diese mit wehenden Fahnen durch die Lande ziehen. Schlimm, da es eine falsche Erwartung und eine vermeintliche Sicherheit erzeugt, welche es so nicht gibt. Doch schauen wir zunächst etwas detaillierter auf den Test, denn nicht alles ist schlimm und schlecht, einige Fakten und Hinweise sind durchaus richtig.

Finanztest PKV Test 2019 – allgemeine Hinweise zu den Systemen und der PKV

Richtig und wichtig ist Aufklärung und lange nicht jede(r) der/die in die private Krankenversicherung wechseln könnte oder dürfte sollte das auch tun. Ich habe unzählige Beiträge dazu geschrieben und mit Blick auf Veränderungen und Risiken auf vieles hingewiesen. Ein Beitrag, welcher das ganz gut zusammenfasst, auch wenn dieser schon etwas älter ist:

aber auch:

Auch Finanztest greift dieses in der Einleitung zum neuen PKV Test 2019 auf und schreibt unter dem Titel „Bund fürs Leben“ über genau diese Entscheidungen und auch damit vorhandene Risiken. Das sollten einige mehr tun, denn nur so kommen wir endlich weg von dem „Ich muss in die PKV“. NEIN, es MUSS niemand, wenn er das nicht möchte. Es muss auch niemand ein Haus bauen, niemand einen Baum pflanzen und niemand sonstigen Luxus kaufen und nutzen. Private Krankenversicherung und damit verbundene Absicherungen sind (teilweise) Luxus. Diese ermöglichen im Gegensatz zur gesetzliche Krankenversicherungen eben insbesondere eine freie Gestaltung der Leistungen und des Umgangs.

Wer sich für die private Krankenversicherung bewusst und langfristig entscheidet und dabei auch mögliche Risiken und Veränderungen bedenkt, der wird hier auch zufrieden sein. Wer aber nur deshalb die GKV verlässt, weil er glaubt hier billiger versichert sein zu können, der irrt nicht nur sondern wird es bitter bereuen.

In der Privaten Krankenversicherung sparen Sie KEIN GELD, NIE! Auch ist es völlig egal wo Freunde und Bekannte versichert sind und wie deren Schutz aussieht. Sie ziehen auch nicht die gleichen Klamotten an, haben nicht die gleiche Wandfarbe und auch keine Identischen Möbel- oder?

So geht es auf Seite 78 der aktuellen Ausgabe dann auch mit den Hürden weiter. Ja, Finanztest kann auch noch nicht wissen, dass die Grenzen für die Jahresarbeitentgeltgrenze 2020 schon bekannt sind und sich damit die Sozialversicherungswerte 2020 ändern. (hier alle Werte 2020). Vielleicht liest man zukünftig einfach hier mit, liebe Redaktion, dann kann man zumindest in einer Ausgabe im November schon einmal die Zahlen haben. Sind ja nun schon einige Wochen bekannt. Somit liegt für Angestellte die Hürde nunmehr bei 62.550 € und eben nicht mehr (wie in diesem Jahr) bei 60.750 €.

Der Testzeitpunkt – unwissend oder mutwillige „falsch gewählt“?

„Warum falsch? Wann ist denn richtig?“ werden nun einige von Ihnen fragen. Dazu muss man etwas hinterfragen wann in der PKV was genau passiert. Bei der Masse der Gesellschaften und Tarife ist das Versicherungsjahr gleich dem Kalenderjahr, wie Sie in dieser Übersicht hier sehen können. Auch finden bei der Masse der Unternehmen Überprüfungen und Beitragsanpassungen zum Jahresende statt. Da ist es wenig hilfreich einen solchen Test mit Datenstand August im Oktober zu veröffentlichen, stimmen doch hier die meisten Daten schon rein gar nicht mehr nach weiteren zwei Monaten.

Möchte man hier bewusst bestimmte Szenarien oder Tarife bevorzugen oder hat in der Auswahl einfach jemand keine Ahnung gehabt? Nein, sicher nicht. Es geht schlichtweg um Auflage. Zum Jahreswechsel beschäftigen sich viele Angestellte mit der Frage der passenden Versicherung. Einerseits nach Anpassungen, andererseits nach Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze. Alle diese Kunden sollen nun schnell noch zum Kauf der aktuellen Ausgabe gelockt werden, denn so steigern sich die Verkaufszahlen. Auch lassen sich im „Jahresendgeschäft“ noch schnell ein paar Testsiegel an die Versicherer verkaufen, welche dann mit dem Zeug werben.

Finanztest PKV Test „Unser Rat“

Einzig der kleine Kasten auf der Seite 79 ist durchaus und teilweise nachvollziehbar. So rät Finanztest allen, welche sich mit dem Thema beschäftigen, genau abzuwägen und weißt insbesondere auch auf die möglichen, besseren Leistungen der Privaten Absicherung hin. Der Hinweis „Achten Sie nicht nur auf den Preis“ ist zwar augenscheinlich gut gemeint, geht aber mit dem Test und dem Aufbau gar nicht konform und ist eher Augenwischerei.

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