Artikel mit ‘Rentenhöhe’ getagged

02.
Februar '15

Die richtige Rentenhöhe in der Berufsunfähigkeitsversicherung- wie komme ich zur passenden Rente


Das ist eine der wichtigsten Fragen, denn neben dem passenden Bedingungswerk und damit den wichtigen Auswahlkriterien für eine passenden Berufsunfähigkeitsversicherung ist die Höhe der Rente entscheidend. Nur wenn diese Passt, nur dann ist der Schutz auch sinnvoll. Ist dem nicht so, dann lassen Sie es ganz und gehen vom Geld essen.

Was provokant klingt, meine ich vollkommen ernst. Bevor Sie 50 € für eine kleine BU Rente ausgeben und diese im Leistungsfall nicht einmal reicht um „nicht zum Sozialamt zu müssen“, dann lassen Sie es ganz. Das soll natürlich keine Anleitung zum „wie rede ich mir den wichtigen Schutz meiner Arbeitskraft aus“ sein, sondern nur verdeutlichen das pauschale Aussagen a la „75% vom Bruttoeinkommen“, 60% com „Nettoeinkommen“ als richtige Rente vollkommener Unsinn sind.

BU Rentenhöhe

Doch wie kommen ich dann zur passenden Berufsunfähigkeitsrente?

Die Ermittlung der richtigen Berufsunfähigkeitsrente ist mit etwas Arbeit verbunden, denn zunächst geht es darum, Ihre laufenden Kosten und ggf. zukünftige Verpflichtungen möglichst genau zu erfassen. Erst damit wird es möglich eine individuell richtige Rente zu berechnen.

Das Nettoeinkommen kann eine Grundlage sein, daher fangen wir hiermit an. Sollten Sie jedoch eine ungünstige Kombination der Steuerklassen mit Ihrem/r PartnerIn gewählt haben (also Fünf-Drei), dann berücksichtigen Sie bitte hier auch die Steuer in der IV-IV und rechnen Sie sich auch die Steuerklasse I einmal aus. Nein, ich glaube nicht das Sie sich bei eintretender Berufsunfähigkeit scheiden lassen, dennoch ist es gut zu wissen was dann übrig wäre. (mehr …)

23.
Mai '13

Warum es Sinn macht, erstmal weniger als den korrekten Bedarf an Berufsunfähigkeitsrente zu versichern – so sichern Sie ggf. den dringenden BU Schutz


Anlass für den heutigen Blogbeitrag ist ein Anruf eines verzweifelten Herrn, nennen wir Ihn Hr. S. Seines Zeichens Dipl. Ingenieur der Elektrotechnik, 36 Jahre alt, verheiratet, einen kleinen Sohn (2) und ein durchaus angenehmes Einkommen. In seiner Vollzeitstelle bei einem großen Automobilzulieferer, wo er seit der Ausbildung tätig ist, verdient Hr. S. heute monatlich 6.450 EUR brutto und kommt so auf ein Nettoeinkommen von knapp 3.500 EUR monatlich.

Seine Krankenversicherung hat er bei der DAK gelassen, da er das Thema PKV noch nicht überblickt hat, obwohl er schon gern wechseln würde, so erzählt er am Telefon. „Doch das, ja das könnte nun schwer bis unmöglich werden“, oder?, fragt er fast etwas ängstlich.

Was genau war passiert?

Nachdem einer seiner langjährigen Kollegen im letzten Herbst mit einer schweren Depression in die Klinik kam und immer noch nicht wieder „in der Firma ist“, machte sich auch Hr. S. Gedanken um seine Absicherung. Ja, das Thema Berufsunfähigkeit will ja keiner hören und so schiebt man es immer und immer wieder vor sich hin, erzählt er weiter. Aus Studienzeiten hat er noch „irgendwas mit 400 EUR Monatsrente“, aber das reicht ja nicht mal für die Miete jeden Monat. Also macht er sich auf die Suche nach einer passenden Rente (Link: „Richtige Rentenhöhe bei BU“.)

Schnell trifft er auf einen Makler „um die Ecke“ und in einem ersten Termin bestärkt ihn dieser in seiner Idee und stellt fest: „Sie brauchen mindestens mal 3.000 EUR Monatsrente, alles andere macht ja keinen Sinn.“

In seiner eigenen Berechnung kommt Hr. S. sogar noch auf etwas mehr, aber irgendwo muss man ja anfangen und die 400 EUR aus Studienzeiten hat er ja auch noch. Auf die Frage nach dem Gesundheitszustand antwortet er schnell: „das ist einfach, ich war das letzte Mal mit 29 bei einem Arzt, damals auch nur Vorsorge. Sonst ab und an beim Zahnarzt, sonst nix.“

Super, so schnell kann es gehen und der gewünschte und nicht ganz billige Schutz rückt in greifbare Nähe. Ein Anbieter wurde schnell empfohlen und so sollte der Antrag gestellt. Alle Fragen konnten mit „nein“ beantwortet werden, Größe und Gewicht passten auch, nun wartetet er, schon fast sehnsüchtig, auf die Police um das Thema abhaken zu können.

photo

Bevor es aber abgeschickt werden konnte, meinte der Berater:

„Wegen der beantragten Rentenhöhe ist eine ärztliche Untersuchung nötig, die würde auch von der Gesellschaft bezahlt, er müsse nun aber einen Termin vereinbaren und zum Arzt.“

(mehr …)

26.
Oktober '11

Die vergessene Altersvorsorge im Fall der Berufsunfähigkeit


Da machen sich schlaue Versicherer Gedanken zur „richtigen Höhe“ der BU Rente. Es werden prozentuale Berechnungen vom Brutto- oder Nettoeinkommen angestellt und die Renten auf Maximalsätze begrenzt. Auch ich habe schon mehrfach über die

Richtige Rentenhöhe bei der Berusfunfähigkeitsversicherung

geschrieben und stehe auf dem Standpunkt- entweder richtige Rentenhöhe oder gar keine Rente. Was nützen dem Versicherten 500, 750 oder 1.000 EUR Rente, wenn davon gerade mal teilweise die laufenden Kosten getragen werden können? Dann endet es dennoch beim Sozialamt, dann am besten gleich gar keine Rente. Was jetzt etwas provokant klingt, ist leider im wirklichen Leben so. Viel zu viele Renten sind in so spärlichen Höhen versichert, das diese den Kunden in einer trügerischen Sicherheit wiegen.

Die, die sich besser auskennen oder gerade mal an einen Berater gelangen der sich Zeit nimmt und individuell und genau die Renten berechnet, vergessen aber oftmals dennoch einen wichtigen Punkt. Dazu stellen wir uns einen Kunden für eine BU Absicherung einmal vor.

Weiterlesen? hier geht’s zum vollständigen Artikel

08.
März '11

Aus Kostengründen habe ich mich gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden


Es passiert nicht oft, aber ab und an erreicht mich auch so eine E-Mail. Nachdem das Thema Krankenversicherung abgeschlossen ist und der nächste Punkt: „Absicherung der eigenen Arbeitskraft bei Berufsunfähigkeit“ auf dem Plan stand, kamen zwei Mails mit folgenden Aussagen:

„Die BU ist gut und richtig, aber muss auch bezahlt werden.“

Zunächst einmal ist diese Aussage natürlich berechtigt und richtig. Jeder Versicherungsschutz muss bezahlt werden und macht nur dann Sinn, wenn nicht nur das Bedingungswerk, sondern auch gerade die Höhe der Absicherung passt. Ich habe in meinem Blogbeitrag „Richtige Rentenhöhe oder besser gar keinen Berufsunfähigkeitsschutz“ bereits ausführlicher beschrieben, warum dem so ist.

Daher bleiben am Markt nicht mehr so viele Gesellschaften übrig. Vermeintliche Gütesiegel oder Ratings (am besten haben alle 5 ***** oder FFF Bewertungen) oder Testsiege jedoch, sagen nichts über die Qualität von Bedingungswerken aus. Daher ist eine individuelle Analyse von Versicherungsschutz, Bedarf und Absicherungshöhe nötig.

Führt der Interessent dieses nun mit Hilfe eines Beraters sorgfältig durch, so kommt es zu einem passenden Berufsunfähigkeitstarif. Dumm nur, das dieser eben auch Geld kostet und das meist gar nicht so wenig.

Geschehen auch in einer Beratung bei einem meiner PKV Kunden. Abgesichert werden sollten hier einige tausend Euro. Nach Beratung, Berechnung und Analyse erreichte mich folgende Aussage:

„Ich habe mich dazu entschlossen, dass ich aus Kostengründen auf eine BU verzichten werde.“

Diese kann ich so nicht nachvollziehen und daher gingen wir nochmals ins Gespräch. Grund für die Aussage ist der Beitrag, welcher natürlich monatlich oder jährlich erst einmal gezahlt werden muss und -wenn nichts passiert- auch noch weg ist. Bis auf einige Euro an Überschüssen während der Vertragslaufzeit ist das Geld schlichtweg weg da es sich eben um einen Risikoschutz handelt.

Logisch und nachvollziehbar ist die Aussage mit dem „Verzicht aus Kostengründen“ jedoch nicht. Denn hier geht es um eine elementare Absicherung, welche alles andere in Frage stellt. Ist die Arbeitskraft nicht mehr da, dann fehlt es an jedweder Art von Einkommen. Nicht nur die Private Krankenversicherung (PKV), die man gerade dann braucht, ist vielleicht nicht mehr bezahlbar, auch alle weiteren Kosten laufen dann ins Leere. Was nützt da noch eine gut gemeinte Altersvorsorge, eine gute Gesundheitsvorsorge und alle Planung, wenn das Wichtigste fehlt– Die Arbeitskraft um das alles zu bezahlen?

Was ist sinnvoll zu tun, um den Beitrag zu senken?

Zunächst ist es möglich, über die Höhe der Rente nachzudenken. Diese kann anfänglich reduziert werden, um dann mit der Dynamik auf ein passendes Maß gebracht zu werden. Dieses macht aber nur dann Sinn, wenn auch mit der Anfangssumme ein „finanzielles Überleben“ machbar ist.

Welche Berufsunfähigkeitsrente soll ich versichern?

Eine allgemeine Aussage gibt es auch hier nicht. Zur Verdeutlichung daher ein Beispiel:

Ein 31jähriger Kunde von mir, verdient heute 2.400 EUR netto (Brutto 4.200 EUR) und lebt mit seiner Freundin in einer Wohnung in Frankfurt. Die Miete wird geteilt, so das seine Belastung bei 450 EUR liegt. Privat krankenversichert ist er auch, die Beträge sind im Nettoeinkommen bereits berücksichtigt. Für die eigenen Altersvorsorge wendet der Kunde 250 EUR monatlich auf, wovon ein Teil in einen Riester Vertrag und der Rest in eine Fondsparplan fliest. In die gesetzlichte Rentenversicherung werden durch den Arbeitgeber nochmals knapp 840 EUR abgeführt, wovon jeder die Hälfte trägt.

Was braucht dieser Kunde nun an Rentenhöhe?

Zunächst sollten die Kosten der Privaten Krankenversicherung berücksichtigt werden. Heute ist hierfür ein Aufwand von 450 EUR + 34 EUR für das Krankentaggeld und 19 EUR für die Pflegeversicherung nötig. Da die Beiträge in den nächsten Jahren steigen werden, das Krankentagegeld im Leistungsfall Berufsunfähigkeit aber wegfällt, berücksichtigen wir pauschal einen Betrag von 600 EUR. Der Arbeitgeberanteil ist dann ja auch mit zu zahlen, denn einen Arbeitgeber gibt es dann ja nicht mehr. Für Lebenshaltung und dergleichen werden heute ca. 700 EUR benötigt, dazu benötigt er 250 EUR für Benzin im Monat um zur Arbeit zu kommen, so mein Kunde weiter.

Daraus ergibt sich folgende Berechnung der möglichen BU Rente:

700 EUR Lebenshaltungskosten und 600 EUR Miete (ggf. kleinere Wohnung, die aber auch allein bezahlbar sein muss). Weiterhin natürlich die private Krankenversicherung, gerade dann benötigt der Versicherte eine hochwertige medizinische Versorgung, also plus 600 EUR. Dazu kommen 600 EUR für eine Altersvorsorge, wie auch immer diese dann aussehen mag.

Stopp, werden Sie vielleicht jetzt denken. Warum 600 EUR und nicht mehr? Im Falle der Berufsunfähigkeit muss Vorsorge betrieben werden, um nicht mit Eintritt in die Rente in ein „großes schwarzes Loch“ zu fallen. Jedoch ist es nicht zwingend nötig, gerade aus Kostengesichtspunkten, genau die Beiträge weiter zu zahlen, welche in der gesetzlichen Rentenversicherung anfallen. Durch entsprechende Auswahl der Möglichkeiten und Verteilung auf passende Produkte, sind höhere Erträge zu erzielen, als dieses in der GRV möglich ist.

Zusammenfassend kommen wir also auf: 700 + 600 + 600 + 600 EUR = 2.500 EUR

Das ist in diesem Fall sogar mehr, als das heutige Nettoeinkommen. Jedoch ist es hiermit möglich, genau die Kosten abzusichern, die im „Fall der Fälle“ tatsächlich nötig sind. Das der Betrag auch später noch ausreicht, wird durch die garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall sichergestellt.

Für einen solchen Schutz müssen heute (Berufsgruppe 1+, Kaufmännische Tätigkeit) ca 130 EUR monatlich aufgewandt werden. Klar, viel Geld- keine Frage, aber dem gegenüber ist der Versicherer ab sofort mit einem Betrag von 1.080.000 EUR im Risiko. Tritt jetzt berufsunfähigkeit ein, so leistet der Versicherer diesen Betrag bis zum Renteneintritt (67) des Kunden. Dabei sind die Steigerungen durch die Anpassung im Leistungsfall noch nicht berücksichtigt.

Ist der Betrag nun jedoch absolut nicht aufzuwenden, so wäre ein reduzierter Schutz von vielleicht 2.000 EUR minimal möglich. Hierdurch verbleibt dann weniger Geld für die Lebenshaltung und die Altersvorsorge, jedoch muss jeder für sich entscheiden ob er damit dann „über die Runden kommt“.

Die Reduzierung brächte hier einen Minderbeitrag von ca. 25 EUR. Dafür bekommt der Versicherte im gleichen Modell (Rentenzahlung bis 67) auch 216.000 EUR weniger Leistung ausgezahlt.

Bevor Sie sich also für oder gegen eine solche Absicherung entscheiden, machen Sie sich sorgfältig Gedanken über die persönliche Kostensituation. Fallen Sie nicht auf Versprechungen wie „Geld kriegen Sie wieder wenn nichts passiert“ oder schlechte Bedingungen herein. Bei den tollen „Geld-zurück-Modellen“ handelt es sich schlichtweg um Kopplungsverträge, also Lebensversicherung oder Rentenversicherung und einer BUZ, Berufsunfähigkeitszusatzversicherung. Schnell sind durch schlechte Bedingungen die Leistungsansprüche verspielt, da es Lücken in den Vertragsbedingungen gibt. Was nützen dann 10, 15, 20 Jahre lang gezahlte und teilweise gesparte Beiträge, wenn keine Leistung erfolgt?

Nichts, aber merken tun Sie es erst dann, wenn es schon zu spät ist!

Weiterführende Informationen:

Kriterienfragebogen zur Überprüfung einer bestehenden BU oder eines Neuabschlusses

Auswahlkriterien zur Berufsunfähigkeit

Leitfaden zur Berufsunfähigkeit

17.
September '10

Absicherung gegen Berufsunfähigkeit auch für Hausfrauen und Mütter?


Diese Frage wird immer wieder gestellt. „Brauchen Hausfrauen/ Hausmänner eigentlich auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung und können diese überhaupt berufsunfähig werden?“

Oftmals haben gerade gut verdienende Eltern die folgende Situation: Ein Partner arbeitet und verdient überdurchschnittlich gut. Der andere Partner nutzt die Zeit/ Elternzeit um mit dem, gerade geborenen Nachwuchs zu Hause zu bleiben.

Klar ist meist, der Verdiener muss gegen das Risiko einer eintretenden Berufsunfähigkeitsversicherung ausreichend (Tipps zur richtigen Rentenhöhe) versichert sein. Das wird sicher kaum jemand in Frage stellen, denn gerade wenn dieser Partner krank und/ oder berufsunfähig wird, so muss es zu einer entsprechenden Ersatzleistung kommen.

Doch was ist mit dem anderen Elternteil? Kann dieser auch berufsunfähig werden, obwohl dieser gar keinen Beruf ausübt und sich der Erziehung der Kinder widmet? Muss eine Absicherung her und falls ja in welcher Höhe?

Zunächst muss unterschieden werden, ob bereits aus vorherigen Zeiten (des Berufslebens) ein solcher Schutz besteht. Ist dem so, so achten Sie dringend darauf, wie die Leistungen bei vorübergehendem oder gänzlichen Ausscheiden aus dem Beruf aussehen. Beispiele und Bedingungsaussagen finden Sie auch im Leitfaden für die Berufsunfähigkeitsversicherung, den Sie im Downloadbereich kostenfrei als pdf beziehen können. Eine solche Aussage könnte wie folgt lauten:

(2.6) Scheidet der Versicherte vorübergehend oder endgültig aus seiner Erwerbstätigkeit aus, besteht während der restlichen Versicherungsdauer weiterhin Versicherungsschutz für die zuletzt vor Ausscheiden ausgeübte berufliche Tätigkeit gemäß Nr. 2.1. Berufsunfähigkeit liegt nicht vor, wenn der Versicherte in zumutbarer Weise eine andere Tätigkeit konkret ausübt, die aufgrund der Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und seiner Lebensstellung hinsichtlich Vergütung und sozialer Wertschätzung zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus der Erwerbstätigkeit entspricht. (Tarif BV10, Alte Leipziger)

Damit ist bei einer solchen Formulierung sichergestellt, dass der Kunde nicht schlechter gestellt wird als vorher und der versicherte Beruf gilt. Anders bei diesem Tarif:

(5) Scheidet die versicherte Person aus dem Berufsleben aus und werden später Leistungen wegen einer nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben eingetretenen Berufsunfähigkeit beantragt, so kommt es bei der Anwendung der Absätze 1 bis 3 darauf an, dass die versicherte Person außer Stande ist, eine Tätigkeit auszuüben, zu der sie auf Grund ihrer Ausbildung und Fähigkeiten in der Lage ist und die ihrer Lebensstellung beim Ausscheiden aus dem Berufsleben entspricht.

Ein Ausscheiden aus dem Berufsleben liegt nicht vor, wenn es sich nur um eine vorübergehende Unterbrechung der Berufsausübung von bis zu 3 Jahren handelt (z. B. wegen Mutterschutz, gesetzlicher Elternzeit, Arbeitslosigkeit, Zivil- oder Grundwehrdienst); in diesen Fällen sind bei der Frage, ob eine Berufsunfähigkeit im Sinne der Absätze 1, 2 oder 3 vorliegt, der vor der Unterbrechung ausgeübte Beruf und die damit verbundene Lebensstellung maßgeblich. (Quelle: Aachen Münchener, Tarif BUV)

Hier wird es bereits schwieriger, wenn die 3 Jahre als Zeitraum überschritten werden. Dieses kann durch Elternzeit und anschließende Arbeitslosigkeit oder auch ein weiteres Kind passieren. Daher prüfen Sie einen eventuell bestehenden Vertrag bitte sorgfältig auf dieses und weitere Auswahlkriterien.

Aber zurück zur Frage der Berufsunfähigkeitsabsicherung von Hausfrauen und -männern:

Vor mehr als einem Jahr hatte ich die Frage „Kann Mama auch berufsunfähig werden?“ bereits in einem Blogbeitrag behandelt. In meiner heutigen Beratung stellte der Kunde aber noch eine andere, weitergehende These auf. Dabei sagte dieser:

Klar braucht meine Frau auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Stellen Sie sich mal vor, sie wäre nicht mehr in der Lage den Haushalt -zu schmeißen- und sich um unser Kind zu kümmern. Dann müsste ich doch meine Arbeitszeit verringern und mich um die Kinder, das Abholen und Bringen zum Kindergarten, Einkäufe etc. kümmern. Dadurch verringert sich mein Einkommen mindestens mal um ein Drittel und das könnten wir uns gar nicht leisten. Natürlich könnte ich auch jemanden beschäftigen dafür, aber auch der muss ja bezahlt werden.“

Und genau damit hat er Recht. Die Tätigkeit von Hausfrauen und -männern ist natürlich eine „werthaltige“ Tätigkeit. Kann diese nicht mehr ausgeübt werden, so sollte eine entsprechende Absicherung vorhanden sein. Dieses gilt im Übrigen nicht nur wenn Kinder da sind, sondern generell.

Was ist zu beachten?

Bei vielen Gesellschaften gelten Höchstgrenzen für die monatlich versicherbare Rente. Diese sind einzuhalten und können im Einzelfall auch einmal zu niedrig sein. Daher ermitteln Sei am beten zunächst den Bedarf. Dazu überlegen Sie bitte welche Kosten Sie aufwenden müss(t)en, um eine dritte Person zu beschäftigen um den Haushalt zu führen, Wäsche zu waschen, die Kinder zu betreuen etc. Nachdem dieses geklärt ist, achten Sie bei der Tarifauswahl auch auf Optionsrechte und Nachversicherungsmöglichkeiten.

Kann die Rente und das Endalter ggf. ohne neue Risikoprüfung angepasst werden, falls die/ der Versicherte in einen neuen Beruf wechselt? Welcher Beruf/ Welche Berufsgruppe wird dann zu Grunde gelegt?

Weiterführende Informationen:

Auswahlkriterien zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Leitfaden als pdf zur BU

Kriterienfragebogen als ausfüllbare pdf Datei