Artikel mit ‘Ranking’ getagged

21.
März '17

„Die besten Tarife für….“ warum Sie es ignorieren oder die Zeitung verbrennen soll(t)en


Egal ob (Fach-) Zeitschriften, Onlineportale oder meist zweifelhafte E-Mail Newsletter, diese Überschrift haben Sie bestimmt schon einmal irgendwo gelesen.

„Die besten Tarife für Angestellte/ Selbstständige/ Sportler/ Warmduscher oder sonst wen.“

Und hier beginnt auch das eigentliche Problem, hier werden für verschiedene Sparten in der Versicherungswirtschaft Rankings und Ratings aufgestellt, welche eine zweifelhafte Auswahl und Sicherheit vermitteln. Oft dienen solche Überschriften als „Aufreißer“ für einen Artikel und am Ende finden sie dann Tabellen oder Übersichten mit dem besten Tarif.

Das Dumme an der ganzen Sache ist nur, dass es den besten Tarif eben nun einmal nicht gibt und auch nicht geben kann. Speziell bei der Absicherung von biometrischen Risiken, also zum Beispiel der Absicherung der Arbeitskraft bei Berufsunfähigkeit, der Absicherung der Gesundheit durch eine private Kranken(zusatz)versicherung oder auch des eigenen Lebensabends durch eine entsprechende Altersvorsorge.

Wer ein wenig länger darüber nachdenkt wird schnell den Grund meiner Skepsis erkennen. Nur weil ein Produkt für mich passt, passt es für Sie noch lange nicht, Nein es kann sogar gänzlich falsch sein und eine solche Auswahl große Risiken bergen.

Warum „ziehen“ solche Artikel (Leser an)

Das Problem bei der Auswahl des passenden Versicherungsschutzes ist oftmals die Unübersichtlichkeit und die Unverständlichkeit von Versicherungsbedingungen. Da liegen dann plötzlich einhundert Seiten kleingedruckter Text vor Ihnen und Sie hadern mit sich selbst. Gedanken wie „Soll ich das wirklich alles lesen?“ oder „Muss ich das jetzt lesen?“ schwirren Ihnen durch den Kopf und eigentlich sagt ihr innerer Schweinehund: „Lass es bleiben und vertraue dem Versicherer oder deinem Berater/ Vertreter“. Auch Aussagen wie

„Ach, irgendwie sind die Bedingungen doch alle gleich und ein Wort/ ein Satz mehr oder weniger kann doch nicht so schlimm sein.“

höre ich immer wieder.

Das ist auch durchaus nachvollziehbar, denn (außer mir und ein paar Kollegen) gibt es wohl niemanden der so etwas gern liest, über Stunden Bedingungen auswertet, mit Textmarker „bewaffnet“ und vor Bergen von Papier. Und natürlich ähneln sich Versicherungsbedingungen in ganz vielen Aussagen und es finden sich gleiche Sätze bei dem einen und anderen Versicherer wieder. Doch nicht in den Gemeinsamkeiten, sondern in den Unterschieden liegt die Gefahr.

Link: Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Wenn sie eben auf den oben stehenden Link geklickt haben und dort ein wenig blättern, dann finden Sie gegenübergestellte Versicherungsbedingungen, welche sich oftmals nur in wenigen Worten unterscheiden. Diese Wortwahl ist es aber, die am Ende bei der Beantragung der versicherten Rente darüber entscheidet, ob eine Leistung erbracht wird oder eben nicht. Es sind keinesfalls die Versicherer die immer nach Auswegen suchen, die böse sind und nie zahlen wollen, es ist oft der große Unterschied zwischen dem was abgeschlossen wurde (und damit versichertes) und der (oftmals falschen) Erwartungshaltung. Da wird in blumigen Worten ausgemalt, dass sie doch den absoluten Luxus und Superschutz in ihrer privaten Krankenversicherung gekauft haben (oder kaufen sollen), dummerweise „vergisst“ ihr Berater Ihnen die Ausschlüsse, Einschränkungen und sonstigen Beschränkungen des Tarifes zu erklären und Sie glauben ihm und gehen von einem High End Schutz aus. Einen Schutz den sie so jedoch gar nicht haben. (mehr …)

24.
Januar '17

Unter den TOP 3 der deutschen Versicherungsblogs – Sieger in fachlicher Qualität


Deutschland deine Versicherungen, oder wie sonst Liese sich die Branche umschreiben.

Daher freue ich mich besonders, unter die TOP 3 der deutschen Versicherungsblogs gewählt worden zu sein, einer der drei besten Blogs die Endkunden (und viele Kollegen) informieren, unterstützen und auf Missstände aufmerksam machen. So habe ich unzählige Male über die Wichtigkeit von Gesundheitsfragen, die richtige und vollständige Beantwortung aller Antragsfragen aber auch über schwarze Schafe der Branche berichtet. Im Rahmen einer Studie hat sich die Agentur 3m5 der Sache einmal angenommen und sich mit den relevanten, deutschen Blogs beschäftigt.

Link: Artikel zur Studie bei 3m5

Als Kriterien wurden folgende Eckdaten zu Grunde gelegt:

Das Thema Versicherungen muss in Form allgemeiner Beiträge zu einer oder mehreren Versicherungssparten als eines der zentralen Themen behandelt werden. So ist beispielsweise der Karriereblog eines Versicherungsunternehmens nicht relevant für die vorliegende Untersuchung.
Die Postings müssen in chronologischer Reihenfolge erfolgen.
Der Blog muss noch betrieben werden. Hierfür muss er in den letzten sechs Wochen (01.08.2016 bis 15.09.2016) des Untersuchungszeitraums (01.02.2016 bis 15.09.2016) mindestens zwei Beiträge aufweisen.
Die Leser müssen die Möglichkeit haben, die einzelnen Beiträge zu kommentieren, eine reine Aneinanderreihung von Artikeln ist nicht ausreichend. Gerade diese Partizipationsmöglichkeit ist ja zentral für Social Media bzw. das Web 2.0.
Der Blog muss sich seinem Zweck nach an Endkunden richten. Blogs zum Thema Versicherungen, welche sich an ein Fachpublikum richten, werden nicht betrachtet.
In der Kategorie Corporate werden nur jene Blogs des Gesamtunternehmens betrachtet, die Blogs einzelner Agenturen oder Geschäftsstellen finden keine Berücksichtigung.
Der Blog muss in seinem Impressum eine deutsche Adresse verzeichnen. Deutschsprachige Blogs aus Österreich und der Schweiz werden nicht erfasst.

Nachdem sich die Tester durch diverse Blogs und Beiträge gelesen haben wurden diese bewertet und in Form eines Rankings festgelegt. Knapp hinter dem Bund der Versicherten reichte es dann zu einem guten Platz drei, eigentlich schade. Aber lesen Sie selbst.

3. Platz
Blog Versicherungsmakler Sven Hennig (PKV-BU-Blog)
(70,21 Punkte)
Der führende der ersten Wertungsrunde muss sich nun mit dem dritten Platz zufriedengeben. Besonders negativ vielen die Navigationsmöglichkeiten sowie das Design auf. Dieser Teilnehmer erhielt die mit Abstand schlechteste Bewertung in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit – Unübersichtlichkeit und nicht zu findende Suchfunktion waren die Hauptkritikpunkte. Unter dem Design leidet auch die unterdurchschnittliche Bewertung des Gesamteindrucks. Hervorzuheben ist demgegenüber die höchste Punktzahl in der Kategorie fachliche Qualität. Die Anzahl der Nutzerkommentare unter den Beiträgen mit Versicherungsbezug ist ebenfalls eine der höchsten, im Punkt Quantität ist dieser Teilnehmer ebenfalls in den Spitzenrängen zu finden. Somit reicht es schließlich doch noch zu Platz 3. http://www.online-pkv.de/pkv-bu-blog/

Nachdem ich mit meinem Blog in der ersten Wertungsrunde führend war und

die höchste Punktzahl in der Kategorie fachliche Qualität

erhielt, musste ich leider bei dem Design und der Nutzerfreundlichkeit Rückschläge einstecken. Hieran gibt es auch nur bedingt etwas zu rütteln. Klar, der Blog ist in dieser Form schon seit 2007 am Netz, das Internet und die Art der Nutzung hat sich verändert und richtet sich immer stärker auf mobile Nutzer aus. Die „vielen Navigationsmöglichkeiten“ sind auch der Tatsache geschuldet, dass mein Blog in der Hauptseite eingebunden sein soll und in vielen Beiträgen und Ergänzungen immer wieder auf die Hauptseite und dort enthaltene Dokumente und weitere Informationen verweist.

Aber, klar und vollkommen richtig, das Design muss ein neues werden. Nicht nur mobil besser erreichbar, auch eine Auffrischung des Designs und die Nutzung mobiler Technologien steht auf der To-Do Liste. Im Frühjahr diesen Jahres wird hoffentlich die neue Seite und damit auch das neu gestaltete Blog online sein, bleiben Sie gespannt.

Ich freue mich jedoch sehr über die Auszeichnung mit der höchsten Punktzahl bei fachlicher Qualität. Schon zu Beginn war mir dieser Punkt elementar wichtig. Schon immer wollte (und habe) ich nie etwas „nur mal schnell“ geschrieben, schon immer ginge und geht es um fundierte und belegbare Fakten und Beiträge.

So fing es an

Am 26.04.2007 gab es den ersten Beitrag, passend mit dem Titel „Versicherungen billiger und besser – geht das?“ und viele Beiträge und Berichte sind genau dazu entstanden. Dazu, wie Sie für sich den besten und passenden Schutz zu einem angemessenen, nicht billigen, Preis bekommen. In über eintausend Beiträgen habe ich erklärt, Probleme aufgezeigt, über Urteile und neue Produkte geschrieben und nie, niemals einen bezahlten oder beauftragten Beitrag geschrieben. Ich habe das Blog schon immer als eine Art „Infoportal“ gesehen, eine Informationsquelle für Kunden, Interessenten und Kollegen. Viele meiner Stammkunden lesen das Blog mehrfach wöchentlich, einige sogar täglich und das obwohl die Entscheidung für ein Produkt, für einen Versicherer längst zu deren Zufriedenheit erledigt ist.

Informieren und Aufklären, genau das waren die Ziele die sich über die Jahre immer mehr und mehr ausgeprägt haben.

Wie soll es weiter gehen?

Neben den Anpassungen am Design und der Einführung neuer Technologien wird es auch weiter Anpassungen an den Inhalten geben. Oft greife ich Fragen auf, nutze aktuelle Fälle um anonym auf Fehler und Probleme aufmerksam zu machen und habe auch kein Problem damit schwarze Schafe an den Pranger zu stellen.

Die Suchmaske habe ich gestern gleich einmal etwas hervorgehoben und diese so etwas deutlicher dargestellt, soweit es derzeit mit kleinen Eingriffen und vor der Neugestaltung der Seite sinnvoll und machbar ist. Der größte Schritt liegt noch vor mir und verlangt noch einiges an Arbeit ab, damit es einem modernen und „hübschen Design“ entspricht. Aber: Fachliche Kompetenz und fundierte Beiträge stehen auch weiterhin vor Design und grafischen Anpassungen.

Gibt es Bereiche die Ihnen fehlen?

Fragen welche Sie gern beantwortet hätten und die Sie im Blog derzeit nicht finden oder nicht ausreichend beleuchtet sehen? Weit über zwei Millionen Seitenaufrufen im letzten Jahr, drei und mehr Seiten pro Nutzer und über eine halbe Million Nutzer besuchen mich hier und lesen mit. Viele kommen danach mit konkreten Fragen, einem Problem und nutzen den LiveChat oder andere Kontaktmöglichkeiten.

Schreiben Sie mir gern in die Kommentare hier unter dem Beitrag oder schicken auch eine Mail an pkv@online-pkv.de falls Ihnen etwas fehlt, Sie eine Idee für einen Beitrag oder selbst ein aktuelles Problem haben. Oft entstanden viele Beiträge (die am ende vielen halfen) aus den Fragen und Problemen einzelner Leser.

Vielen Dank

und nicht nur nach der Studie möchte ich mich bei allen treuen Lesern recht herzlich bedanken. Sie machen mit mir gemeinsam den Blog zu dem Medium welches er ist, gemeinsam mit Ihnen mache ich gern so weiter. Vielen Dank!

30.
Juni '14

Der Unsinn hat einen Namen „Die beliebtesten Versicherer aus Vermittlersicht“


Es gibt bekanntlich viel Unsinn in der Branche, viele Test die eher gewürfelte Ergebnisse haben und dem Kunden mehr Schaden zufügen, manchmal gar in den Ruin treiben als die erhoffte Hilfe zu bieten. Vermittler wie Kunden wissen irgendwann nicht mehr was und wem sie glauben sollen. Da kommen Auswertungen, Ratings und Test oftmals gerade den „Kollegen“ recht, die noch ein „Verkaufsargument“ brauchen oder eine „Bestätigung für eine Empfehlung“.

Jetzt haben solche Test ja bekanntlich Kriterien. Kriterien welche manchmal unsinnig gewählt sind, manches Mal erfüllen auch die Testsieger nicht einmal die gesetzten Kriterien und dann, wenn Sie denken es geht nicht schlimmer, dann lesen Sie Schlagzeilen wie:

Beste Krankenversicherung aus Maklersicht

Die Favoriten der Vermittler in BU/Arbeitskraftabsicherung

Das passiert so jedes Quartal auf’s Neue und jedes Mal der gleiche Schwachsinn Unfug. Die Idee ist sicherlich dem Leser zu sagen: „Hey, schau her. Deine (Makler-)Kollegen finden den Versicherer XYZ gut und Du verkaufst den noch nicht? Dann mal schnell los, wird ja einen Grund haben warum die Kollegen den toll finden.“

Wie kommen die Ergebnisse der Studien zu Stande? 

Nun, das ist einfach. Der Verlag bzw. das Haus welches die Analysen im Auftrag durchführt, sucht sich nach mir nicht bekannten Kriterien Makler und Mehrfachagenten aus und schreibt diese per Mail an. Dort wird dann ein Link zu einer Umfrage mitgeteilt und in etwa 15 Minuten können die Teilnehmer dann wählen, welcher Versicherer „toll“ ist und welcher eben nicht.

Nachdem die zufälligen Tipps Angaben des Einzelnen ausgewertet worden sind, entsteht dabei eine „Studie“ die zusammen mit etwas Text an die Presse verschickt wird. Branchenzeitschriften, Online-Portale und manchmal auch Endkundenmagazine schreiben dann darüber. Interessierte und einige Versicherer dürfen diesen Unsinn dann käuflich erwerben und machen damit wiederum Werbung bei Maklern, Kunden oder wo auch immer.

Teilnehmer sind Sockenliebhaber

Augenscheinlich, denn wie sonst würden Sie solche Einladung zur Umfrage denn verstehen?

Einladung PKV Umfrage

Bei der Einladung wurden mir- wie allen anderen Teilnehmern- die Verlosung von Socken angeboten. Jeder 20. Teilnehmer gewann somit ein Paar Funktionsstrümpfe. Dazu hab es noch ein Seminar und Abos der Zeitung „Die Welt“ zu gewinnen. Irgendwie müssen die potentiellen Teilnehmer ja dazu überredet werden, bei diesem „größten Schwachsinn der Branche“ mitzumachen.

Manchmal, ja machmal gibt es auch eine Reise zu gewinnen.

Reise Gewinn

Wer kauft das Ergebnis und was kostet es?

Vermutlich (Zahlen und Daten zur Auflage liegen mir nicht vor) werden die Versicherer diese Studie erst einmal kaufen, schließlich muss man ja dort wissen wie gut das eigene Ergebnis war und ob es sich lohnt damit zu werben. Auch können Sie diese Studien kaufen, wenn Sie denn 1.775 EUR netto in den Papierkontainer werfen wollen. Sollten Sie nur ansatzweise darüber nachdenken das zu tun, bitte werfen Sie es hierhin.

Preise Asscompact Studie

Unterstellen wir also einmal, die aktuelle PKV Studie (siehe Einladung oben) wurde von 50 Versicherern, einigen Branchenunternehmen und vielleicht noch ein oder zwei Einzelpersonen gekauft. Dann sähe die Rechnung so aus:

75 * 1.775 EUR = 133.125 EUR

./. Jahresabos Die Welt 15* 500 EUR = 7.500 EUR

./. 369 Makler * 97 EUR = 35.793 EUR wenn alle Teilnehmer zum Seminar gingen und diesen voll zu zahlen wäre

./. 19*40 EUR für Socken = 760 EUR

= 89.072 EUR Gewinn

Wenn Sie also mal… Adressen und Telefonnummern von Maklern gibts ja online. 🙂

Was sagt das Testergebnis über das Unternehmen und Ihre Auswahl?

Dazu muss man unterscheiden an wen Sie geraten. Ein qualifizierter Berater wird Ihnen erklären können wie schwachsinnig solche Ergebnisse sind und auch deutlich machen, warum es für Ihre eigenen Auswertung absolut gar nichts bringt. Es ist so, als fragten Sie 20 Verkäuferinnen welche Marke/ welchen Hersteller sie bei dem neuen Anzug gut findet. Kaufen Sie dann diese Marke?

Nicht? Weil die Marke so gar nicht ihrem Geschmack entspricht, oder vielleicht Anzüge macht die für Ihre Figur oder den Bedarf unsinnig sind? So zinnhaltig wie eine solche Empfehlung ist diese Studie auch.

Wissen Sie warum die Makler/ Mehrfachagenten die Gesellschaften gut finden?

Vielleicht ist die Berechnungssoftware toll? Vielleicht klappt die Betreuung durch den Maklerbetreuer gut, es gab gerade einen Bonus, die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter dort sind besonders hübsch, das Logo ist schön, die Abwicklung geht schnell, oder was auch immer.

Kollegen die es nutzen- Maklerjob verfehlt!

Ganz klar und auch wenn es vielleicht überheblich klingen mag (so ist es nicht gemeint), aber Berater die solche oder auch andere fragwürdige Tests verwenden, haben für mein Verständnis den Beruf des Maklers nicht verstanden. Marktauswahl, Recherche und Begründung der Empfehlung, das ist genau die Tätigkeit.

Ob ein Tarif, Versicherer oder ein Service anderen Kollegen gefällt oder nicht, das kann und muss dem Makler in der Beratung egal sein.

Und nur am Rande: Teilgenommen haben 369 Makler, ja 369! 

22.
August '12

Veränderungen an der Spitze der PKV Unternehmen – Hanse Merkur steigt auf, Central ab


An der Spitze der privaten Krankenversicherungsunternehmen gibt es laut dem Branchendienst dfg- Dienst für Gesellschaftspolitik Veränderungen bei den Zuwächsen. Die Spitzenposition mit den meisten Zuwächsen geht damit an Hanse Merkur Krankenversicherung. Diese hat mit einem Zuwachs von 21,7% (47.680 Personen) die meisten Personen von einer Versicherung im eigenen Haus überreden überzeugen können.

Ich werde hierzu sicher keinen schriftlichen Kommentar abgeben, wie diese Zuwächse zu Stande kommen, jedoch bin ich mir ziemlich sicher das es Großteil der Kunden nicht wirklich weiss, welche Art von Produkt und welche Einschränkungen in diesen Produkten sie gekauft haben. Die Tarife der Hanse Merkur wurden ja unter Vermittlern und Kunden in den letzten Jahren mehr als stark beworben. Aufgrund der vielen Fragen zu den Tarifen hatte ich bereits einen Blogbeitrag dazu veröffentlicht:

“Mir wurde der Wechsel in die Hanse Merkur empfohlen” oder auch Hanse Merkur Start Fit (KVE) – der optimale Schutz wie behauptet?

Bei dem Ranking der Versicherer mit den meisten Zuwächsen rangiert nun die Hanse Merkur auf Rang 1 (vorher 12), gefolgt von der Debeka (vorher 1) und der Axa wie auch im Vorjahr auf Rang 3. Erstaunlich sind die Verteilungen allemal. Während bei der Debeka Zuwächse im Beamtengeschäft die Zahlen noch erklären, so scheinen die Vermittler und Kunden immer noch auf „billig“ aus zu sein, wie sonst sind Zuwächse von 21,7% bei einem Unternehmen zu erklären, welches leistungseingeschränkte Tarife anbietet, die zumindest für meine Kunden nie ein Thema wären, obwohl sich viele von denen die Lücken zumindest teilweise noch leisten könnten.

Bei den Verlierern nach Köpfen über ein Jahr führt die Central Krankenversicherung die Riege der Negativliste an. Aufgrund der massiven Beitragsanpassungen, welche sich teilweise auch in 2013 fortsetzen und der geänderten Geschäftspolitik war auch genau das zu erwarten. Mehr dazu finden Sie auch in den Blogbeiträgen zur Central Krankenversicherung und den aktuellen Zahlen zur Beitrags- und SB Anpassung.

Die beiden weiteren Plätze auf der Top-3-Verliererliste nach Köpfen gehen an die DKV und die Allianz. Beide verlieren mit jeweils knapp über 11.000 Kunden eine ganze Menge an zahlenden Versicherten.

Saldo dennoch positiv:

Betrachtet man die Gesamtbranche und die Systeme GKV und PKV, so sind in dem Jahr 2011 immer noch mehr Versicherte aus den Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) in Richtung der privaten Versicherer gewechselt, als dort gestorben oder weggewechselt sind, so der Branchendienst dfg weiter. Der Dienst beobachtet die Versicherer nach ihren Zahlen, unterteilt in Voll-, Zusatz- und Kooperationsversicherte seit 2004.

14.
September '09

Ratings und Rankings – wirklich hilfreich bei der Auswahl der Privaten Krankenversicherung (PKV)?


Liebe Leser,

fast täglich gibt es neue Schlagzeilen die einem versprechen mit einem Test, einem Rating oder sonst irgendwelcher Tabellen die richtige Private Krankenversicherung (PKV) „auf einen Blick“ zu finden. Das passiert sowohl in Publikumszeitschriften wie finanztest, Capital oder Euro, als auch in Zeitschriften die für den Vermittlermarkt geschrieben werden (Cash etc.).

Dazu kommen noch Ratings von Fitch oder Assekurata die glauben machen wollen, nur wer hier gut geratet ist ist auch gut. Eines ist aber noch anzumerken. Eine Finanzstärke, die Beitragsentwicklung etc. sind zweifelsohne wichtig, aber temporär und eine Momentaufnahme. Die Vertragsbedingungen sind hingegen fest und dauerhaft einklagbar vorhanden.

Begeben wir uns zunächst etwas abseits in andere Gefilde. Stellen Sie sich vor Sie möchten sich ein neues Auto kaufen und kommen zu einem markenunabhängigen Händler. Nach betreten des schönen und riesigen Verkaufsraumes passiert folgender Dialog:

Verkäufer: Guten Tag, schauen Sie sich nur um, hier finden Sie alles wie das Herz begehrt. Besser und billiger als all unsere Mitbewerber. Was kann ich für Sie tun?

Sie: Nun, ich suche ein Auto. Es soll Räder haben, ein Lenkrad, ein Radio und zudem noch Platz für mind. 4 Leute bieten.

Verkäufer: Schauen Sie hier (zeigt nach rechts auf einen Smart) oder den hier, der passt auch zu Ihnen. (zeigt nach links auf einen T5 Transporter mit Platz für 8 Leute.

Merken Sie etwas? Die von Ihnen genannten Kriterien werden von fast allen dort stehenden Fahrzeugen erfüllt. Hilft Ihnen das weiter? Genauso aber ist es meist mit Tests in Publikumszeitschriften. Werfen wir mal einen Blick in die Kriterien für einen Test zur PKV in einer solchen Zeitschrift. Unten, meist am Ende der Tabelle und mit „***“ versehen finden wir die Kriterien:

Arzt- und Zahnarzthonorare über den Höchstsatz der Gebührenordnungen hinaus, Heilpraktikerleistungen, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, Vorsorgeuntersuchungen über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hinaus, Sehhilfen nicht nur bei einer Sehstärkenänderung, weitere Hilfsmittel: über 75 % Erstattung und/ oder über die vorgegebenen Hilfsmittel (große orthopädische Hilfsmittel einschließlich Prothesen und Stützapparate, Hörgeräte und Krankenfahr- stühle) hinaus, Heilmittel (z. B. Massagen) über 75 Prozent der Kosten hinaus, ambulante Psychotherapie über 20 Sitzungen im Jahr hinaus und/oder Therapie auch durch psycho- logische Psychotherapeuten, stationäre Psychotherapie über 20 Behandlungs- tage im Jahr hinaus, Krankentransportkosten zum Krankenhaus über 100 km Entfernung und Fahrtkosten zum Arzt, Anschlussheilbehandlung nach einem Kranken- hausaufenthalt auch ohne Genehmigung, Zahnbehandlung über 90 Prozent hinaus, Zahnersatz und Inlays über 65 Prozent hinaus, Verzicht auf eine Summenbegrenzung für Zahnleistungen in den ersten Vertragsjahren generell oder zumindest für unfallbedingte Kosten, Versicherungsschutz außerhalb Europas.

Das sind Kriterien die m.E. so gewählt werden müssen, denn Ziel ist nicht eine detaillierte individuelle Bewertung sondern viele gut bewertete Tarife, denn nur so lassen sich Zeitungen an den Kunden und Sonderdrucke an möglichst viele Versicherte verkaufen.

Da ist es auch nicht verwunderlich das ein Tarif der „Sieger“ ist, welcher nicht einmal Leistungen für Lebenserhaltende Hilfsmittel erbringt, keine vernünftigen Auslandsregelungen enthält (oder wie ist es zu erklären das der Schutz nach 2 Monaten im Ausland endet, obwohl ich aus medizinischen Gründen nicht zurückkehren kann?) Auch Aufenthalte in gemischten Anstalten sind nicht geregelt, was passiert wenn ich da hin will/ muss und mein Versicherer die Reha/ Anschlussheilbehandlung nicht bezahlen will? In einer Musterauswertung können Sie erkennen wie viele unterschiedliche Kriterien es gibt die hier berücksichtig werden müssen/ sollten. Achten Sie aber darauf, dass hier das bewertet wird, was in den Bedingungen steht, nicht das was Prospekte oder sonstige Schreiben des Versicherers behaupten. Bewusst sind keine Tarife namentlich benannt. Das nützt auch wenig, da die Auswahl und die Wichtigkeit der einzelnen Kriterien individuell und sehr speziell ist.

Ein Tarif der für einen gut ist, kann genauso wie ein Smart oder eine Van für den anderen völlig ungeeignet sein.

Auch Ratings welche Unternehmen bewerten verfolgen den gleichen Zweck. Die positive Bewertung wird veröffentlichst, oder haben Sie schon mal Unternehmen mit schlechten Ratings werben sehen? Logisch, das wäre auch nicht wirklich hilfreich. Daher wird man diese nicht veröffentlichen, schließlich hat man diese ja bezahlt und kann die Verwendung und Veröffentlichung beeinflussen.

Bevor Sie sich also auf Ratings und Auswertungen verlassen die für eine breite Masse gemacht sind, suchen Sie sich einen geeigneten Berater, erläutern Sie diesem Ihre Auswahlkriterien und das was für Sie persönlich wichtig ist.

Das kann ein Smart oder der beschriebene Van mit 8 Sitzen sein- je nachdem.

Und da Sie sich bei der PKV anders als beim Auto sehr langfristig entscheiden, nehmen Sie sich ausreichend Zeit, vergleichen und analysieren Sie mit einem Berater der sich hier spezialisiert hat und finden Sie somit den für Sie passenden Tarif. Denken Sie lieber einen Tag mehr darüber nach und überlegen sich was Prospekte und vermeintliche Aussagen wert sind.

Weiterführende Informationen: Auswahlkriterien zur PKV