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23.
Juli '10

Unsinniger PKV Werbung- wie finde ich einen Dummen der darauf rein fällt- Teil III


Es ist schon einige Monate her. Im Januar schrieb ich bereits über unsinnige Werbung zur PKV, zum Wechsel oder zu vermeintlich tollen Angeboten. Dort gab es die Werbung für eine PKV zu 59 EUR, dann sogar schon für 49 EUR. Was ein Schnäppchen.

Nachdem der Jahreswechsel vorbei war, alle Angestellten die konnten gewechselt sind, wurde es etwas ruhiger um diesen Schwachsinn. Vor knapp 2 Tagen erreichte mich in meinem privaten E-Mail Postfach aber eine so dreiste Mail, das ein Vorgehen dagegen (eigentlich) dringend nötig ist. Darin schrieb man mir (man beachte die Anrede, Hervorhebungen durch mich)

Guten Tag Herr,

haben Sie in den letzten Tagen Ihre Krankenversicherung überprüft?  Wenn nicht sollten Sie sich diese 1 Minute Zeit nehmen, um zu sehen wie Sie

ganz einfach 2.600 Euro und mehr im Jahr sparen können. Länger dauert unser Vergleich nicht, und durch einen Tarifwechsel in der privaten

Krankenversicherung sparen Sie enorm viel Geld.

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Jedem Bürger wird geraten, mindestens einmal im Jahr zu vergleichen, da sich die Tarife ständig ändern. Unser Vergleich ist auf dem neusten Stand von heute. Ebenfalls entgehen Sie so den aktuellen Erhöhung der Krankenkassen, die derzeit durch die Medien gehen!

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Wir freuen uns auf Sie, Ihr Krankenkassen Team

Ah ja. So ist das also. In nur einer Minute verdiene ich „bis zu“ 2.600 EUR. Sehr spannend und wieder einer dieser Seiten die leider in Central America ansässig sind und somit leider nicht für den juristischen Zugriff taugen. Angaben zum ordentlichen Impressum, wer man ist und was man tut gibt es natürlich auch nicht. Warum auch, Information wird hier eh völlig überbewertet.

Schaut man sich die Seite an, so stellt sich auch die Frage welche Informationen hier gegeben werden sollen und gegeben werden.

Leider kommen hier noch zwei weitere Beteiligte hinzu. Die, die solche Anfragen machen (ich in diesem Falle auch mal und ich werde berichten) und die Berater/ Makler/ Vermittler, die solche Anfragen für viel Geld kaufen. Letztgenannte wundern sich dann aber darüber, dass der „Interessent“ kein echtes Interesse hat.

Ich bin in diesem Fall sehr gespannt ob und wann eine Antwort kommt und wie diese aussehen mag. Sollte es ein „Kollege“ sein, so werde ich mal versuchen in Erfahrung zu bringen was dieser für die Anfrage gezahlt hat. Über den weiteren Verlauf werde ich hier natürlich berichten.

Es gab eine Antwort und die und der weitere Verlauf war haarsträubend. Mehr dazu in der nächsten Woche, denn zunächst müssen einige rechtliche Punkte geklärt werden. Dieses erklärt unter anderem den schlechten Ruf (in) der Branche.

Schade. Immer noch scheint es genug windige Seitenbetreiber, Leute die Anfragen vermitteln und verkaufen und (arme) Berater zu geben, denn nur so ist es zu erklären, dass diese (sorry) schwachsinnigen Systeme nicht aussterben.