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27.
Mai '13

Berufsunfähigkeitsrenten lieber auf mehrere Anbieter aufteilen, oder „alles bei einem Versicherer“?


Als ich in der letzten Woche über die Frage nach einer ärztlichen Untersuchung und den SuperGau der dabei entstandenen Diagnosen schrieb, kamen sowohl im Blog, auf Facebook oder auch per Mail fragen, ob man nicht lieber den Versicherungsschutz streuen sollte und bei mehren, statt nur einem Anbieter einen Teil der benötigten Rente(n) abschließen sollte.

„Macht es im Fall einer so hohen Berufsunfähigkeitsrente nicht Sinn, diese bei mehreren Anbietern abzusichern? Zum einen ist dann sicher die Beantwortung der Gesundheitsfragen wie beschrieben nicht mit einer ärztlichen Untersuchung verbunden, zum anderen ist dann im Leistungsfall durch die Streuung auf mehrere Versicherer das Volumen je Vertrag je Versicherer nicht so groß.“

BU Kombi

Welche (vermeintlichen) Argumente sprechen dafür?

  • Risikostreuung, vielleicht zahlt der eine, wenn ein anderer (noch) nicht leistet
  • keine ärztliche Untersuchung, da unter der Untersuchungsgrenze
  • alte Verträge die bereits vorhanden sind
  • unterschiedliche Risikoeinschätzungen

Diese Gründe schauen wir uns also einmal genauer an und gucken, was dafür oder eben auch dagegen spricht. Die Risikostreuung ist ein Argument, welches bei einem Aktienkauf sicher eine sinnvolle Option ist, bei der Absicherung der Berufsunfähigkeit ist dieses aber keine, wenn, ja wenn der Schutz sorgfältig ausgewählt wurde und die Bedingungen dem entsprechen, was an Absicherungsbedarf benötigt und gewünscht wird. Ein sauberes Bedingungswerk (beispielhafte Aussagen im Leitfaden zur Berufsunfähigkeit) ist deutlich mehr wert, als im Leistungsfall „an zwei Fronten“ mit Versicherern diskutieren zu müssen, wo dann jeder unterschiedliche Vorgaben zur Leistungsprüfung und den Nachweisen hat/ haben kann.

Der Grund, wenn ich es verteile benötige ich keine Untersuchung, der bringt so bei den meisten Anbietern auch keinen Erfolg. (mehr …)