Artikel mit ‘Leitfaden’ getagged

09.
April '10

Soll ich oder soll ich nicht und bis zu welchem Alter? … in die PKV


Oft entsteht bei Anfragen oder in der laufenden Beratung die Frage, „Bis zu welchem Alter soll ich in die Private Krankenversicherung wechseln?“ oder „ab wann macht es keinen Sinn mehr?“

So generell kann man das nicht beantworten. Die Frage ist nicht zwingend „bis wann“, sondern ob und warum überhaupt ein Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV) sinnvoll ist.

Dabei sollte zunächst die Frage beantwortet werden, was an der derzeitigen Versicherung, der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) stört und was der Hauptgrund für einen geplanten Wechsel ist.

Grund 1: „Ich will Beiträge sparen

Dann ist der Wechsel in die private Krankenversicherung (meist) der falsche Ansatz. Die Private Krankenversicherung ist in der Regel ungeeignet um langfristig Geld zu sparen. Selbst bei einem „jungen Eintrittsalter“ steigen die Beiträge über die Laufzeit an und es werden Rücklagen nötig. Diese sollten aus dem angesparten Kapital kommen, welches in jungen Jahren gespart wurde.

Eines ist klar: Ein verbesserter Versicherungsschutz (als in der GKV) und somit umfangreichere Leistungen, müssen zwangsläufig auch Geld kosten. Daher ist der Ansatz (den man oft bei Existenzgründern findet) aus Preisgründen in die PKV zu wechseln, definitiv der falsche. Hier bietet sich an, zunächst in der GKV zu verbleiben, da die Beiträge dort einkommensabhängig berechnet werden.

Grund 2: „Ich will bessere/ andere Leistungen“

Eine Private Krankenversicherung (PKV) bietet nicht, wie in vollmundigen Werbeanzeigen versprochen, in jedem Fall bessere Leistungen als in der gesetzlichen Krankenversicherung. Dabei ist der individuelle Anspruch und die gewünschte Absicherung ein entscheidendes Kriterium. Daher ist es gerade bei höheren Eintrittsaltern so, dass so ein deutlich besserer Schutz eben auch mehr Beitrag kosten muss als in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Warum es daher trotz höherem Endbeitrag in der PKV für einen Arbeitnehmer mit hohem Leistungsanspruch optimaler sein kann, in die Private Krankenversicherung zu wechseln, erfahren Sie in einem der nächsten Blogbeiträge.

Nun aber zurück zur Eingangsfrage:

Ein pauschales Endalter bis zu welchem es Sinn macht in die PKV zu wechseln gibt es nicht. Es ist vielmehr von der persönlichen wie auch beruflichen Situation abhängig und sollte daher individuell betrachtet werden.

Auch die Tatsache das dann ja „nicht mehr so viel Zeit zum ansparen bleibt“ ist so nicht richtig. Die Kalkulation in der Privaten Krankenversicherung ist eben nicht die eines reinen Sparvertrages, sondern eines Mixes aus Risikoanteil und (An-)Sparvertrag.

Schauen Sie sich einfach zunächst den Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung an, verstehen die grundsätzlichen Unterschiede und überlegen sich dann, ganz in Ruhe, welche Kriterien der Tarif erfüllen müsste, damit er zu Ihnen passt.

25.
März '10

Berufsunfähigkeitsversicherung – brauch ich nicht?!


In der Presse ist es ja so soft zu lesen. Die Menschen sind gegen alles Mögliche Versichert. Da geht es von Hausratversicherungen über Rechtsschutz, Lebens- und Unfallversicherungen und natürlich die Vollkasko für des Deutschen liebstes Kind- sein Auto.

Das Auto ist ja finanziert- daher muss es doch versichert sein- denn was ist wenn es kaputt ist und die Raten weiter laufen?

Richtig- aber was ist wenn die Raten nicht mehr gezahlt werden können, weil der Fahrer „kaputt“ ist? Wo ist dann die Vollkasko für den Fahrer? Gibts nicht- was soll das denn sein? Eine Vollkasko für den Menschen?

Doch schon- denn die ist quasi die Absicherung gegen die Folgen bei Berufsunfähigkeit. Auf meine Frage an einen Interessenten von gestern wie denn seine BU Absicherung aussähe, erhielt ich folgende Antwort:

Berufsunfähigskeitsversicherung wollte mir einer von der XYZ Versicherung etwas verkaufen. allerdings hatte er mich nicht überzeugt, weil auch wenn ich aufgrund meines Bandscheibenvorfalles oder wie auch immer im Rollstuhl landen würde, ich immer zur Arbeit fahren könnte.

Das einzige manko wäre eine BU, daß ich nicht mehr am Bildschirm arbeiten könnte. Dann wäre ich doch Frührentner denke ich und bekomme auch dann eine Frührente, die sicherlich nicht so hoch ist wie jetzt mein Gehalt.

Diese Aussage zeugt von zwei Problemen:

1.) Der Berater (oder wer auch immer) hat es nicht verstanden dem Kunden sinnvoll und richtig zu erklären was eine Absicherung gegen Berufsunfähigkeit ausmacht

2.) Die Wichtigkeit der Absicherung ist nicht deutlich gemacht worden und auch die Frage „was bedeutet Berufsunfähigkeit“ scheint nach wie vor unklar zu sein.

Dieser Interessent ist Hauptverdiener (nicht Allein- aber der mit dem höheren Einkommen), hat ein (finanziertes Haus) und seit nicht langer Zeit eine kleine Tochter. Das Darlehen ist mit einer Risikolebensversicherung gesichert, die Unfallversicherung wurde- weil „unnütz“ gekündigt.

Was man als Berater alles nicht können muss um es hier an der vernünftigen Erklärung einer Absicherung mangeln zu lassen vermag ich nicht zu beurteilen. Geht mich ja auch nichts an und könnte mir egal sein. Nun habe ich aber ein sehr gutes Verhältnis zu diesem Kunden und möchte den nicht ins offene Messer laufen lassen, falls doch was passiert.

Die Ursachen zur Berufsunfähigkeit sind vielfältig. Dabei sind es nicht nur die organischen, sondern vielmehr auch die psychischen und psychosomatischen Gründe die eine solche B. hervorrufen.

Doch wer zahlt dann?

Der Staat? Nein- denn dieser kennt für die nach 1961 geborenen keine „Berufsunfähigkeit“ mehr. Hierbei wird nur auf die verminderte Erwerbsfähigkeit (Quelle: §43 Sozialgesetzbuch VI)abgestellt und es wird geprüft ob überhaupt irgendeine Tätigkeit am Markt auszuführen ist. Dann stellt sich die Frage ob es noch 3-6 oder weniger als 6 Stunden geht. Ob ich einen Job bekomme, der meiner Qualifikation entspricht oder ich eben nichts mache/ machen kann ist dabei unerheblich.

Auch die Idee mit der Frührente kann hier nicht klappen. Warum? Die Altersrente kann zwar einige Jahre vor dem 67. Lebensjahr mit Abschlägen in Anspruch genommen werden, nur dieser Interessent ist gerade 41 Jahre alt. Wann will der denn in die Altersrente? Mit 45, 50, 55? Geht nicht!

Und auch das Argument „ich hab ja eine Vorerkrankung, die schließt die Versicherung ja eh aus“ zählt hier nicht. Die Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind so vielfältig, dass ein begrenzter und sauber formulierter Ausschluss durchaus denkbar und machbar ist.

Natürlich sollte es nicht heißen: „Ausgeschlossen sind Erkrankungen der Wirbelsäule“ sondern vielmehr „Ausgeschlossen sind Erkrankungen der Wirbelsäule. Nicht vom Ausschluß betroffen sind jedoch Unfälle, Erkrankungen mit knöchernen Verletzungen oder Tumore“ oder so ähnlich.

Mehr zur Gestaltung der Ausschlüsse und Begrenzungen in einem der nächsten Beiträge.

Weiterführende Informationen:

Leitfaden für die Berufsunfähigkeit

Weitere Beiträge zur BU, Rentenhöhe, Laufzeiten, Ausgestaltung des Vertrages etc.

14.
Oktober '09

Leitfaden zur Berufsunfähigkeit – wie finde ich den richtigen Tarif?


Leitfaden nun in der zweiten Auflage verfügbar

Der erste Leitfaden zur Berufsunfähigkeit ist vielen meiner Kunden und Leser des Blogs bereits bekannt. Dieser steht nun in der zweiten, aktualisierten Fassung zum kostenfreien Download bereit und dient als Entscheidungshilfe und Grundlageninformation für jeden der sich für eine Berufsunfähigkeit interessiert.

Themen sind unter anderem:

  • Allgemeine Informationen zur Berufsunfähigkeit
  • Informationen zur gesetzlichen Versorgung
  • Detaillierte „Schritt für Schritt“ Grafiken zur Verdeutlichung der Bedingungen in der BU

Begriffe wie Geltungsbereich, Verweisung, Arztanordnungsklausel, Nachprüfung, Staffelregelung und viele mehr werden ausführlich beleuchtet.

Einzelne entscheidungsrelevante Kriterien für den Abschluss des richtigen BU Produktes werden hier ausführlich und für den Laien verständlich erläutert. Dabei gehen Sie sicher, das Sie sich auf das Beratungsgespräch mit „ihrem Berater“ optimal und detailliert vorbereiten können.

Der Leitfaden steht kostenfrei und ohne Anmeldung hier zur Verfügung. (Direktlink)

03.
August '09

Private und Gesetzliche Krankenversicherung- ein Leitfaden für Wechsler und Interessierte


Die Pressemitteilung zur Neuauflage meines Leitfadens hier für die Blog-Leser vorab.

Private und Gesetzliche Krankenversicherung – Leitfaden für Wechsler und Interessierte

Bergen auf Rügen – Zwei Systeme, ein Ziel: Private und Gesetzliche Krankenversicherungen sollen Patienten bei einer Erkrankung absichern und bestmöglich medizinisch versorgen. Undurchsichtige Tarife und unterschiedliche Systeme erschweren dem Laien die Wahl der passenden Krankenversicherung. Die zweite Auflage des „Leitfadens zur Entscheidungsfindung in der Privaten Krankenversicherung“ von Sven Hennig bringt Licht ins Dunkel.

„Viele verschiedene Tarife und wirklich große System-Unterschiede zwischen Privater und Gesetzlicher Krankenversicherung lassen Laien oft verzweifeln.“, erklärt Sven Hennig, Makler für Private Krankenversicherung und Berufsunfähigkeit. „Wie soll man die richtige Krankversicherung finden, wenn das Regelwerk nicht verstanden wird?“

Gesundheitsfond, Alterungsrückstellungen und Kalkulation: Fachbegriffe, die nicht zum besseren Verständnis von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung beitragen. „Laien geben meist recht schnell auf, wenn sie mit diesen für sie unverständlichen Bezeichnungen konfrontiert werden.“, meint Versicherungsmakler Sven Hennig. „Trotzdem sollten sie sich ausführlich mit dem Thema beschäftigen, zusammen mit ihrem Berater die Begriffe klären und eigene Ansprüche definieren. Erst danach ist es sinnvoll, sich auf die Suche nach dem geeigneten Krankenversicherungstarif zu machen. Denn“, so Sven Hennig, „nur wer weiß was es gibt, kann beurteilen was er will oder braucht.“

Im Dschungel aus Fachbegriffen, Klauseln und Versicherungsbedingungen passiere es schnell, dass Entscheidungen aufgrund eines angeblich neutralen Vergleiches geschlossen werden. Das lebenslange Produkt Krankenversicherung werde dann in nicht mal einer Stunde verkauft.

Um genau das zu verhindern, veröffentlicht Spezialmakler Sven Hennig auf www.online-pkv.de nun die zweite Auflage seines „Leitfadens zur Entscheidungsfindung in der Privaten Krankenversicherung“. Auf mehr als 20 Seiten werden Begriffe geklärt, Hinweise und Hilfestellungen gegeben und Beispiele erläutert. Der zusätzlich erhältliche Kriterienfragebogen rundet das Info-Paket ab. Er unterstützt Versicherungswechsler und Interessierte dabei, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen und festzulegen, was genau versichert werden soll. Durch Leitfaden und Fragebogen kann jeder Versicherungs-Laie dem nächsten Beratungsgespräch in Sachen Privater Krankenversicherung gut gerüstet entgegen sehen.

Beide Dokumente sind kostenlos und ohne Anmeldung als Downloads erhältlich. Leitfaden: http://www.online-pkv.de/files/leitfaden_pkv.pdf. Kriterienfragebogen: http://www.online-pkv.de/files/formular_kv_kriterienfragebogen.pdf

11.
Januar '09

Private Krankenversicherung- soll ich oder soll ich nicht?


 

Immer wieder wird mir in meiner Beratung die Frage gestellt ob ein Wechsel in die Private Krankenversicherung sinnvoll ist. Soll ich oder soll ich nicht? Sollte ich jetzt wechseln oder noch warten? Fragen über Fragen.

Die Antwort: Ja und Nein

Lassen Sie mich hierzu etwas weiter ausführen, denn so pauschal kann keine Antwort gegeben werden. Stellen Sie sich vor Sie wären Vekäufer von Autos eines großen Herstellers. Nun käme ich morgens um kurz nach neun zu Ihnen und sage Ihnen: „Ich möchte ein Auto kaufen, was können Sie mir empfehlen?“

Alles oder nichts würden Sie zuerst antworten. Natürlich denn Sie wissen ja nicht was ich will, was ich brauche und/ oder was ich mir überhaupt leisten kann. Einerseits könnte der Kleinwagen für mich das richtige sein, denn ich möchte vielleicht Benzin sparen, brauche wenig Platz und fahre wenig. Den könnten Sie mir empfehlen.

Ich erzähle Ihnen dann jedoch, dass ich eine Familie mit 2 Kinder und einem Hund habe. Oh, werden Sie entgegnen, das habe ich nicht gewusst. Dann habe ich genau das richtige Fahrzeug für Sie, schauen Sie… und Sie führen mich zu einem schönen Familienauto und sind glücklich mit Ihrer Entscheidung. Ich nicht!

Nachdem Ihre Verwunderung größer wird erzähle ich Ihnen von meinem Plan. Ein Familienauto haben wir letztes Jahr erst gekauft und sind sehr zufrieden. Ich suche ein Auto das „Spaß macht“. Ein Cabrio indem ich mit meiner Frau oder meinem Kind fahren kann, was Spaß macht, spritzig ist und chic.

Sehen Sie, Sie haben mir ein Produkt empfohlen was ich nicht brauchte, nicht wollte und ich werde es nicht gebrauchen können. Genau so ist es auch in der Privaten Krankenversicherung. Eine pauschale Empfehlung ob die Private, die Gesetzliche oder eine Gesetzliche Kasse mit Privater Zusatzversicherung für Sie geeignet ist, ist unmöglich und unseriös.

Bevor eine sinnvolle Beratung zur Absicherung des Gesundheitsrisikos möglich ist, müssen eine ganze Reihe von Vorgaben, Zielen und Wünschen geklärt, analysiert und besprochen werden. Nur wenn Sie wissen was es überhaupt für Möglichkeiten gibt können Sie entscheiden was Sie brauchen und was Ihnen wichtig ist.

Auch der Mythos das die Private Krankenversicherung nicht für Familien geeignet ist, ist Unsinn. Warum darf eine Familie nicht einen hohen Leistungsanspruch an die eigene Gesundheitsvorsorge haben und diesen durch eine Private (Zusatz-) Krankenversicherung absichern? Warum sollte nur der gutverdienende Single in die Private Krankenversicherung?

Sie sehen das es Fragen über Fragen gibt, welche besprochen und geklärt werden müssen und zu denen Sie sich Gedanken machen müssen- es hilft alles nichts.

Eine erste Unterstützung finden Sie unter anderem im Downloadbereich auf meiner Internetseite. Dort können Sie sich im Leitfaden Private Krankenversicherung über die grundsätzlichen Systemunterschiede informieren. Der Kriterienfragebogen hilft Ihnen einen ersten Eindruck zu bekommen an was Sie alles denken sollten/müssen um eine fundierte Entscheidung fällen zu können.

Alles in Allem ist die Krankenversicherung eine Rückversicherung von allem, was Sie nicht selbst zahlen könnten. Nicht mehr und nicht weniger. In der gesetzlichen Variante ist es schwieriger sich die Leistungen auszusuchen. Dieses geschieht zum Teil mit Wahltarifen, welche in der Regel eine 3-Jahresbindung haben. 

Bei allen Varianten gilt aber eins: Alles Risiken die Ihre Existenz bedrohen und Sie in ein finanzielles Loch stürzen gehören vernünftig abgesichert. Auch das ist leider bei einer großen Anzahl der Privaten Krankenversicherungstarifen nicht der Fall- hier ist Beratung zwingend erforderlich um nicht im Leistungsfall eine Vermutung wie „die zahlen das schon, ich bin ja privat“ aufzusitzen.

Weitere Fragen beantworte ich Ihnen gern. Sprechen Sie mich gern an oder schreiben Sie mir.