Artikel mit ‘Krankenversicherung Jahreswechsel’ getagged

30.
Oktober '13

„Sie können erst nach 18 Monaten kündigen“ – Bindungsfrist in der gesetzlichen Krankenkasse bei Übertritt in die PKV?!


Ein sich wacker haltendes Märchen und anscheinend auch bei den MitarbeiterInnen einiger Krankenkassen nicht wirklich bekannter Umstand, um nicht zu unterstellen das man bewusst auf das Unwissen der Kunden setzt und diese weiter in der eigenen Krankenkasse halten will. (Kunden versuchen zu halten ist vollkommen in Ordnung, wenn es dabei fair und mit richtigen Informationen zugeht)

Was ist die Bindungsfrist?

Der Gesetzgeber hat im Rahmen der vor Jahren eingeführten Wechselmöglichkeiten der Gesetzlichen Krankenkasse (GKV) eine so genannte Bindungsfrist eingeführt. Diese regelt, dass der Versicherte in der GKV diese nicht jeden Monat hin und her wechseln kann, sondern mindestens 18 Monate an die Wahl seiner Krankenkasse gebunden ist. Die Regelung findet sich hierzu, wie zu fast allen Fragen der GKV, im Sozialgesetzbuch 5, dort heisst es:

4) Versicherungspflichtige und Versicherungsberechtigte sind an die Wahl der Krankenkasse mindestens 18 Monate gebunden, wenn sie das Wahlrecht ab dem 1. Januar 2002 ausüben. Eine Kündigung der Mitgliedschaft ist zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich, gerechnet von dem Monat, in dem das Mitglied die Kündigung erklärt. Die Krankenkasse hat dem Mitglied unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Kündigung eine Kündigungsbestätigung auszustellen. Die Kündigung wird wirksam, wenn das Mitglied innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse durch eine Mitgliedsbescheinigung oder das Bestehen einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall nachweist.

Ausnahmen von dieser Kündigungsfrist finden sich bei Einführung von Zusatzbeiträgen, welche die Frist außer Kraft setzen.

Erhebt die Krankenkasse ab dem 1. Januar 2009 einen Zusatzbeitrag, erhöht sie ihren Zusatzbeitrag oder verringert sie ihre Prämienzahlung, kann die Mitgliedschaft abweichend von Satz 1 bis zur erstmaligen Fälligkeit der Beitragserhebung, der Beitragserhöhung oder der Prämienverringerung gekündigt werden. Die Krankenkasse hat ihre Mitglieder auf das Kündigungsrecht nach Satz 5 spätestens einen Monat vor erstmaliger Fälligkeit hinzuweisen.

Bindungsfrist

Was ist bei einem Wechsel in die Private Krankenversicherung zu beachten?

Grundsätzlich gilt die Bindungsfrist daher bei einem Wechsel in die Gesetzliche Kasse, bzw. richtigerweise innerhalb des Systems. Wer also von einer gesetzlichen Krankenkasse zur anderen wechseln möchte, der unterliegt der Bindungsfrist. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Versicherungspflichtigen handelt, oder ob es ein Versicherungsberechtigter ist, also jemand der sich in der GKV (freiwillig) versichern darf, aber nicht muss.

Wer jedoch das System der GKV generell verlassen möchte um in eine private Krankenversicherung zu wechseln, für den gilt diese Bindungsfrist eben gerade nicht. Hierfür sieht der §175 eindeutig eine Regelung vor, diese lautet weiterhin im Absatz 4:

Die Sätze 1 und 4 gelten nicht, wenn die Kündigung eines Versicherungsberechtigten erfolgt, weil die Voraussetzungen einer Versicherung nach § 10 erfüllt sind, Satz 1 gilt nicht, wenn die Kündigung erfolgt, weil keine Mitgliedschaft bei einer Krankenkasse begründet werden soll.

Was können Sie tun, wenn die Krankenkasse eine Kündigung ablehnt?

Einen solchen Fall hatte ich die letzten Tage aktuell (mehr …)

28.
Oktober '11

Kundenfrage: „Soll ich noch bei der Central Krankenversicherung bleiben, oder lieber schnell weg?“


Eine der häufigsten Fragen, welche mir in den letzten Wochen von Neukunden gestellt worden ist, ist die zum Verbleib in der Kunden in der Central Krankenversicherung. Die Gründe für die Beunruhigung der dort versicherten Kunden sind vielfältig. Spürbare Beitragsanpassungen in den vergangenen Jahren, welche weit über dem Marktschnitt liegen und lagen sind sicher nur ein Grund und sollten keinesfalls ein Grund für eine Kündigung eines Vertrages sein.

Weiterhin hatte das Unternehmen Tarifschließungen, (erneute) zweistellige Beitragsanpassungen angekündigt und wird somit nicht nur für Bestands- sondern auch für Neukunden eher unattraktiv. Auch die Zugangswege, über die die Kunden noch zum Unternehmen kommen können werden beschränkt und nur noch über die DVAG (Deutsche Vermögensberatung) erfolgen.

Ich hatte bereits in meinem letzten Beitrag „Was können und sollten Bestandskunden der Central nun tun?“ einige Hinweise gegeben, möchte aber einige konkrete Kundenfragen in diesem Beitrag aufgreifen und beantworten.

Muss ich jetzt unbedingt dort weg?

Natürlich nicht. Nur weil ein Unternehmen (s)eine Strategie ändert und ggf. auch Tarife schließt, muss niemand dort „schnell weg“. Bedenken sollten Sie aber andere Punkte. Wie und warum sind Sie damals zu der Central und zu dem Tarif gekommen? Waren es begründete Kriterien für die Tarifauswahl, oder eher der „Rat des Vermögensberaters?“

Wenn es ohne konkrete Auswahl zu einer Entscheidung kam, so prüfen Sie bitte anhand der Auswahlkriterien zunächst einmal was Sie wünschen, wollen und brauchen. Nur wenn die Anforderungen an Ihren Tarif klar sind, nur dann können Sie diese mit dem Tarif und den Tarifleistungen vergleichen und somit entscheiden ob der Tarif „passt“.

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20.
Dezember '10

Private Krankenversicherung 2010 – das war’s, fast!


„Das wird nichts mehr, das Jahr ist vorbei.“

Diesen Satz habe ich am Wochenende einem anfragenden PKV Interessenten am Telefon gesagt und als Antwort ein „Wie bitte? Sind noch noch fast 2 Wochen.“ bekommen. Auch wenn Sie sich jetzt gerade auf die besinnlichen und ruhigen Weihnachtsfeiertage vorbereiten und wir dieses Jahr sehr „arbeitgeberfreundliche“ Feiertage haben, hinsichtlich des Übertritts oder eines Wechsels der Privaten Krankenversicherung ist es das gewesen für dieses Jahr.

Der Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) ist sinnvoll und ohne falsche Entscheidungen zu treffen nicht mehr möglich, dafür sind einfach 2 Wochen deutlich zu kurz.

„Aber mein Berater sagt: Das schaffen wir noch, Sie müssen nur schnell unterschreiben„.

In vorangegangenen Beiträgen hier im Blog „Ist der Wechsel in die Private Krankenversicherung zum 01. 01. 2011 noch möglich.“ oder „Sie müssen sich aber schnell entscheiden- der Unsinn von Verkäufern der PKV.“ habe ich schon so oft erklärt, die Private Krankenversicherung ist eine Lebensentscheidung.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein Haus kaufen… Entscheiden Sie dieses spontan und schnell „nebenbei“? Sicher nicht, kostet ja schließlich viel Geld und muss wohl überlegt sein und genau so ist es in der Privaten Krankenversicherung auch. Nicht nur der Beitrag, der sich über die nächsten Jahrzehnte ansammelt, auch die möglichen Leistungen und Kosten der Gesundheitsvorsorge summieren sich auf große, sechsstellige Beträge.

Doch wer „schafft „es nun noch und wer nicht mehr bis zum 01. Januar 2011?

Dabei muss unterschieden werden wie weit Sie bisher mit Ihrer Auswahl gekommen sind.

Typ 1: Tarifauswahl bereits abgeschlossen

Für den Fall, dass Sie sich bereits länger mit der Auswahl „Ihrer“ Privaten Krankenversicherung (PKV) beschäftigen und kurz vor einer Antragstellung stehen, könnte es sogar noch klappen. Dazu ist zu überlegen, ob eine Voranfrage nötig ist, oder es direkt zur Antragstellung gehen kann. Was genau diese beiden Verfahren unterscheidet und was eine Voranfrage dann genau bewirkt, lesen Sie bitte im Beitrag „Voranfrage oder Antrag- Der richtige Weg zur passenden PKV“ nach.

Bei einer Antragstellung bis spätestens 22. 12. 2010 und keinen gesundheitlichen Rückfragen seitens der Gesellschaft, sollte ein Wechsel zum Januar noch klappen.

Typ 2: Ich möchte auch in die PKV, weiss aber noch nicht wie und in welche

Sie haben gerade erst erfahren, dass Sie als Angestellter zum Januar versicherungsfrei werden und in die private Krankenversicherung wechseln können und noch nicht mit der Auswahl begonnen. Auch wenn Ihnen nun viele „Verkäufer“ raten noch schnell zu wechseln, am besten gleich, so sollten Sie diese Aussage schlichtweg vergessen. Jeder der meint, in 5-10 Tagen eine lebenslange Tarifentscheidung zu treffen oder treffen zu wollen, wird sich schnell eines besseren belehren lassen müssen.

Machen Sie sich lieber in Ruhe Gedanken um „Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung„, Tarif- und Beitragsentwicklung und lesen nebenher schon einmal den Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung. Dann wechseln Sie eben nicht zum 01. Januar, kündigen die gesetzliche Kasse regulär und wechseln eben zum 01. 03. oder 01. 04. 2011.

Typ 3: Sie wechseln aus einer anderen PKV wegen Beitragsanpassung

Auch hier gilt das gleiche, wie bei beiden vorangegangenen „Typen“. Wenn Sie Ihre Auswahl abgeschlossen haben und bereit sind einen Antrags zu stellen, dann ja. Ist die Auswahl noch nicht abgeschlossen ist zu überprüfen ob Sie überhaupt zum 01. Januar wechseln können. Was passiert wenn die Mitteilung zur Beitragserhöhung nicht angekommen ist und wie lang Sie dann Zeit haben, das lesen Sie sicherheitshalber hier nochmals nach. Dann ist auch hier der zeitliche Druck nicht so vorhanden und ein Wechsel noch in Ruhe anzugehen. Sonst gilt auch hier: Besser da bleiben wo Sie sind und im nächsten Jahr einen Wechsel in Ruhe planen.

Da die Versicherer mittlerweile ebenfalls Ihre „Deadlines“ angepasst haben, hier einmal Daten zu meiner Erreichbarkeit und zu dem, was Sie noch tun müssen.

Je nach Gesellschaft ist der allerletzte sinnvolle Termin bei „glatten“ Anträgen (also Anträgen ohne gesundheitliche Einschränkungen) der 27. Dezember. Hier ist es aber dann auch die absolut letzte Chance.

Anträge mit irgendeiner gesundheitlichen Beeinträchtigung müssen bis 21. Dezember gestellt sein. Dieses gilt auch nur dann, wenn Ihnen die Befunde, Krankenhausberichte und sonstige Unterlagen bereits vorliegen.

Ich werde für Sie bis zum 23. Dezember und dann ebenfalls am 27. und 28. erreichbar sein. Danach verabschiede ich mich ins Jahresende. Per Mail erhalten Sie aber auch am 29. und 30. Dezember von meinem Mitarbeiter die entsprechenden Unterlagen noch weitergeleitet. Eine Bearbeitung und Abwicklung ist somit sichergestellt.

Was Sie noch tun müssen:

Egal ob Sie aus der privaten (PKV) oder gesetzlichen (GKV) Vorversicherung wechseln, denken Sie bitte daran eine Folgeversicherungsbestätigung bei der bisherigen Versicherung einzureichen. Diese muss zwingend bis zum Kündigungstermin vorliegen, sonst ist die Kündigung unwirksam und der Vertrag bleibt bestehen.

Nun erstmal eine besinnliche und entspannte Weihnachtszeit und…

wenn nicht dieses Jahr, die PKV wird es auch in 2011 noch geben, auch wenn Sie dann ein Jahr älter sind.

02.
August '10

Die Private Krankenversicherung 2011 und was Sie beachten sollten


Kaum ist die zweite Jahreshälfte angelaufen, schon häufen sich in den letzten Wochen wieder die PopUp Fenster auf Internetseiten. Hier wird oft ein schneller Wechsel der Privaten Krankenversicherung (PKV) versprochen und der schnelle Vergleich suggeriert. Dabei werden „lockende Angebote“ mit möglichst viel Geldersparnis angeboten und natürlich nur die positiven Merkmale herausgestellt.

Bisher hielt ich das XING Netzwerk für eines der solideren Netzwerke. Nachdem aber dort Nutzer Fragen an die anderen Nutzer stellen können, geht so ein Unsinn auch dort weiter. Dabei musste ich letzte Woche eine „Frage“ eines vermeintlichen Kollegen sehen, welcher genau auf den Zug „Jahresende, Ersparnis, PKV“ aufgesprungen zu sein scheint.

T.G. fragt (20.07.2010 )

Wenn Sie die Möglichkeit hätten vor der kommenden Beitragsanpassung Ihren Tarif bei der Privaten Krankenversicherung in einem kurzen Telefonat mit denen aller 42 Gesellschaften zu vergleichen, gemäß Ihren Leistungsvorgaben, würden Sie für ein paar hundert Euro die 30min Zeit investieren?

(Hervorhebungen durch mich)

Da frage ich mich ernsthaft welchen Teil von diesem Unsinn man zuerst in Frage stellen soll. Das eine Beratung in so kurzer Zeit nicht gehen kann, hatte ich bereits in verschiedenen Blogbeiträgen erläutert. Wie bitte soll denn ein Laie in wenigen Minuten verstehen welche Leistungsbereiche es gibt, wie wichtig diese sind und wo die Bedeutung der einen oder anderen Auswahl liegt?

Wie soll ein Laie verstehen, dass ein einzelnes Wort in den Bedingungen die Leistung oder Einschränkung bedeutet und das wo er gar keine Kenntnis über die Auswirkungen hat und diese auch in 30 Minuten nicht bekommen kann?

In einem meiner Blogbeiträge in der letzten Woche ging es genau um eine solche Art von Beratung. Hier wurde in sogar weniger als 30 Minuten eine komplette PKV verkauft und hätte den Kunden definitiv im Leistungsfall deutlich fünfstellige Beträge gekostet.

Ich kann es gar nicht oft genug sagen. Tun Sie nichts ohne ausreichend überlegt zu haben. Auch wenn Ihnen Versicherungsbedingungen nicht unbedingt wie die tollste Bettlektüre vorkommen, lesen Sie Bedingungen, den Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung und die Auswahlkriterien in der PKV. Erst dann entscheiden Sie in Ruhe und wohl überlegt ob ein Wechsel Sinn macht.

Weitere Beiträge:

Kündigung der PKV wegen Beitragserhöhung

So schlimm kann Beratung in der PKV sein- leider

30.
April '10

GKV freiwillig versichert erst ab 01. 01. 2011 – wann, was tun?


UPDATE: Bundestag billigt das GKV-Finanzierungsgesetz-GKV-FinG, 3-Jahresgrenze in der PKV ist Geschichte

Einige Anfragen die mich heute schon erreichen beschäftigen sich mit dem Thema „Private Krankenversicherung 2011“. Warum jetzt schon?

Nun, aufgrund der DreiJahresregel in der gesetzlichen Krankenversicherung sind viele Arbeitnehmer noch nicht in der Lage in die private Krankenversicherung zu wechseln. Gem. §6 in V sind Angestellte unter bestimmten Voraussetzungen versicherungsfrei. Genau heißt es dort:

(4) Wird die Jahresarbeitsentgeltgrenze in drei aufeinander folgenden Kalenderjahren überschritten, endet die Versicherungspflicht mit Ablauf des dritten Kalenderjahres, in dem sie überschritten wird. Dies gilt nicht, wenn das Entgelt die vom Beginn des nächsten Kalenderjahres an geltende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt.

Der Angestellte der in 2008, 2009 und 2010 die Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG)

2008 – 48.150 EUR

2009 – 48.600 EUR

2010 – 49.950 EUR

überschreitet und vorr. auch die für 2011, ist somit versicherungsfrei und kann sich entweder freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) bleiben, oder in die private Krankenversicherung (PKV) wechseln.

Wann sollte nun was unternommen werden?

Grundsätzlich kann der Antrag „irgendwann“ in 2010 gestellt werden, da der Beginn erst der 1. 1. 2011 sein kann. Dieses birgt jedoch heute das Risiko eines schlechteren Gesundheitszustandes durch auftretende Erkrankungen, Veränderungen im Gesundheitszustand die bei einer andren Untersuchung „zufällig“ festgestellt werden und/ oder einem Unfall. All diese Gründe können den Wechsel in die Private Krankenversicherung (PKV) endgültig und abschließend verbauen.

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten:

Variante 1: Abschluss einen so genannten Optionstarifes. Dieser sichert bei Erfüllung der Voraussetzungen den Wechsel in die Private Krankenversicherung ohne neue Risikoprüfung. Dabei handelt es sich also um eine Konservierung der Gesundheitsangaben, so das eine Verschlechterung- wenn diese eintritt- den Wechsel nicht verhindert. Dieser wird beantragt und es werden heute die „normalen“ Risikofragen gestellt. Danach erfolg eine Einschätzung und es ist ein Beitrag zu entrichten.

Variante 2: Bei den meisten Gesellschaften ist ein „vordatieren“ des Antrages maximal 6 Monate lang möglich. Somit bedeutet das bei einem Wechsel zum 01. 01. 2011 die Antragstellung ist ab dem 1. 7. möglich. Dann wird ebenfalls die übliche Risikoprüfung durchgeführt, der Antrag wird angenommen und policiert und auch hier sind somit keine weiteren Erkrankungen mehr nach zu melden.

und nun kommen wir zur elegantesten Variante, da diese auch noch Beitrag sparen kann:

Variante 3: Durch die Berechnung des Eintrittsalters (Beginnjahr minus Geburtsjahr) gilt bei den Varianten 1 und 2 das Eintrittsalter 2010. Da ein Eintritt mit einem jüngeren Eintrittsalter zu dauerhaft geringeren Prämien führt, rate ich zu folgender Variante.

Machen Sie sich im Monat Mai in Ruhe Gedanken welche Auswahlkriterien „ihr“ Tarif erfüllen muss. Schauen Sie sich mit dem Berater gemeinsam mehrere Modelle an und überlegen Sie ganz in Ruhe. Wenn Sie ein Entscheidung getroffen haben, so stellen Sie entsprechende Voranfragen (KEINE Anträge) über den Berater. Dann, bei der Antragstellung beantragen Sie (ab 1.6.) eine Anwartschaft ab 01. 12. 2010. Diese sichert das Eintrittsalter 2010 und ist preislich sehr überschaubar. Für einen Versicherten um die 30 bedeutet dieses einen Mehraufwand an Beitrag für den Monat Dezember von ca. 100 EUR, eine Beitragsersparnis von ca. 8-9 EUR monatlich. So hat sich dieses bereits in 2011 „gerechnet“.

Auch bei dieser Variante ist der Gesundheitszustand nach Policierung gesichert. Einige Gesellschaften bieten den Antrag für 2011 bereits vorher an. Diese Vorgehensweise (Antragstellung mehr als 6 Monate im Voraus) hat in der Vergangenheit jedoch zu einiger Aufregung bei den Aufsichtsbehörden geführt und daher halte ich nichts von dieser Variante.

Weiterführende Informationen:

3 Jahresgrenze erfüllt, und wie nun weiter?

Auswahlkriterien zur PKV als pdf Fragebogen

Leitfaden zur PKV