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10.
Juni '15

Bitte, Bitte nicht vergessen! Der eigene Versicherungsschutz sichert den des (ungeborenen) Kindes


Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich zu diesem Thema schreibe, aber anscheinend haben es einige immer noch nicht verstanden oder ihnen ist der Ernst der Lage nicht bewusst.

Tun Sie sich und Ihrem Kind etwas Gutes

Versicherungsschutz für Neugeborene

Es geht um den Versicherungsschutz des neugeborenen Kindes, welcher entscheidend davon abhängt wie die Eltern versichert sind. Schlechter Schutz der Eltern = schlechte Absicherung des Kindes!

Vor einigen Wochen kontaktierte mich eine bereits privat versicherte Dame mit der Information, dass in den nächsten Wochen ihr Kind geboren wird.

„Es sieht alles gut aus, keine Probleme oder Komplikationen, aber ich wollte mich jetzt schon einmal gern darum kümmern um mein Kind versichert wird.“

Der Ansatz ist mehr als glücklich, denn wenn man sich schon vor Geburt darum kümmert wie das Kind zu versichern ist, ist die Entscheidung nach der Geburt recht einfach und es kann auch vorher schon alles Nötige vorbereitet werden. Nach der Analyse der Auswahlkriterien und besprechen der Wünsche zum Versicherungsschutz wählten wir einen passenden Tarif und bereiteten auch die Antragstellung so weit vor. Der Versicherungsschutz der Mutter, ein alter Tarif in der BisexWelt, war er eingeschränkt und bot nur Leistungen nach dem Hausarztprinzip, eingeschränkte Leistungen bei den Heil-und Hilfsmitteln, begrenzte Versicherungsschutz für eine Reihe anderer Leistungsbereiche. Nach Geburt des Kindes stellte sich jedoch heraus, dass dieses bei der U2 Untersuchung nicht mehr gesund war, sondern es ernst zunehmende Krankheit Befunde gab. IVH Grad III stand unter anderem als Diagnose um Raum.

Hände_Baby_Durch eine Blutung im Gehirn stand zudem eine weitere Operation an, eine andere Alternative als die Anmeldung bei dem Krankenversicherer der Mutter stand daher nicht zur Verfügung. Natürlich kann das Kind noch gegen einen eigenen Beitrag in der gesetzlichen Krankenkasse des Vaters versichert werden, das ist dann die zweite Option. Das was für das Kind jedoch im Moment und wohl auch auf die nächsten Jahre völlig unmöglich sein wird, es ist der Abschluss von höhenwertigem Versicherungsschutz, die Absicherung von privatärztlichen Leistungen, höhere Leistungen bei Heil- und Hilfsmitteln aber auch, und das ist jetzt entscheidend, eine Pflegezusatzversicherung. Aufgrund der Diagnose ist es nicht mehr möglich im Rahmen von normalen Gesundheitsfragen eine entsprechende Annahme zu bekommen.

Wie lässt sich das verhindern?

Nun, die Lösung ist sogar relativ einfach. Allerspätestens drei Monate vor der Geburt (dabei bitte unbedingt beachten dass auch eine Frühgeburt möglich sein kann) können sich die Eltern für sich selbst für einen umfangreichen Versicherungsschutz entscheiden. (Wichtig: Bei Geburt muss der Schutz drei Monate ununterbrochen bestanden haben) Dazu gehört bei gesetzlich Versicherten eine ergänzende Absicherung für den stationären Bereich, je nach Wunsch auch eine Absicherung alternativer Behandlungsmethoden, ergänzende Heilmittelversorgung (was auch Logopädie, Ergotherapie etc. bedeutet) und vieles mehr. Hätte der Vater hier eine solche Absicherung, wäre über die Nachversicherung das Neugeborene unter Umständen heute mit einem deutlich besseren Versicherungsschutz versorgt worden und wir müssen nicht überlegen,wie die Leistungslücken ausgeglichen werden können. Dann wäre unter Umständen die gesetzliche Krankenkasse des Mannes eine Option, welche sogar beitragsfrei wäre, wenn er zukünftig derjenige ist, der mehr verdient. (Wo ist mein Kind zu versichern?)

In der jetzigen Situation werden die Eltern wohl auf einer Reihe von Kosten sitzen bleiben.

Ergänzende Pflegeversicherung vor Geburt ist ein MUSS!

Eine identische Situation haben wir in der Pflegezusatzversicherung. Auch wenn die Notwendigkeit erst langsam von den Menschen erkannt wird, ist doch die Pflegebedürftigkeit eine der größten Herausforderungen in der Zukunft. Doch dabei geht es keinesfalls nur um die Pflegebedürftigkeit der eigenen Eltern, oder im Alter von einem selbst, sondern auch solche Fälle wie den oben geschilderten. Wir wollen es nicht hoffen, aber bleibt das Kind beeinträchtigt, und bekommt eine Pflegestufe, so muss jemand für die Pflegeleistungen aufkommen, 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag. Und der Einwand „kleine Kinder brauchen sowieso viel Zeit“, stimmt natürlich nur so bedingt. In unserem Fall hat die Mutter nicht nur bisher in Vollzeit gearbeitet, sondern auch geplant das relativ schnell wieder zu tun. Sie trägt damit zu mehr als der Hälfte des Familieneinkommens bei, doch was ist wenn das Kind jetzt dauernde Betreuung benötigt? Solche Kosten lassen sich, bei einer festgestellten Pflegestufe, über die Pflegetagegeld Versicherung teilweise erstatten.

Ob die Mutter sich dann entscheidet zuhause zu bleiben und die Betreuung ihres Kindes selbst zu übernehmen, oder ob dafür stunden- oder tageweise ein Pflegedienst beauftragt wird, spielt in der finanziellen Betrachtung keine Rolle. Geht die Mutter/der Vater nicht arbeiten, so erzielte er/sie auch kein Einkommen. Das führt wiederum dazu das ein solches Einkommen woanders herkommen muss, gerade wenn die Kosten eher noch höher sind als bei einem gesunden Kind.

Unbedingt rechtzeitig!

Bevor jedoch auch ein erkranktes Kind versichert werden kann, sind wichtige Voraussetzungen zu prüfen. Es muss Versicherungsschutz für einen Elternteil bestehen, dieser muss auch länger als drei Monate bestanden haben, um überhaupt die Möglichkeit der Nachversicherung zu haben. Der Leistungsumfang des Schutzes von Mutter und/oder Vater stellt die Obergrenze dar, bis zu der eine Nachversicherung möglich ist. Daher ist insbesondere darauf zu achten, dass der eigene Schutz sinnvoll und umfänglich ist.

Allerspätestens sechs Monate vor dem errechneten Geburtstermin sollten Sie sich also Gedanken zu dem nötige Versicherungsschutz machen, den eigenen Versicherungsschutz anpassen oder aufstocken (das geht bei der Mutter nur VOR DER SCHWANGERSCHAFT) und damit die nötigen Voraussetzungen schaffen, dem Kind einen umfangreichen Schutz zu ermöglichen. Es ist aus meiner Sicht unverantwortlich und ein grober Fehler der Eltern, dieses Thema zu verdrängen oder sich nicht damit beschäftigen zu wollen weil „es schon gut gehen wird“.

Daher bitte unbedingt die Gesamtsituation beachten. Dazu gehört immer auch die Frage nach einer Zusatzversicherung für den gesetzlich versicherten Elternteil, eine vernünftige Absicherung für die Pflege und gegebenenfalls sogar eine Option für eine schwere Krankheiten Absicherung.

Lesen Sie auch: Das Kind ist unterwegs- richtige Absicherung für Neugeborene

28.
April '15

Das Kind ist unterwegs- die Auswahl der richtigen Versicherung


Zumindest in der Wahrnehmung und in unseren Anfragen ausgenutzten Wochen scheinen wieder deutlich mehr Kinder geboren zu werden. Damit häufen sich auch die Fragen zum richtigen Versicherungsschutz in der Krankenversicherung und ich möchte dieses nutzen um einige wichtige Punkte hier einmal zusammenzufassen.

Gerade wenn die Eltern in unterschiedlichen Systemen (GKV und PKV) versichert sind, vielleicht sogar (noch) nicht verheiratet, dann ist die Frage nach der richtigen und passenden Krankenversicherung nicht ganz einfach zu beantworten und bedarf etwas Vorbereitung. All diese Schritte können Sie schon vor der Geburt erledigen und so den Aufwand nach der Geburt minimieren und voll und ganz ihre Zeit mit ihrem Kind genießen.

Die Kosten der Geburt

Eine der häufigeren Fragen beschäftigt sich damit, wer die Kosten der Geburt des Kindes und gegebenenfalls den damit zusammenhängenden Krankenhausaufenthalt bezahlt. Dabei ist es zunächst einmal egal, ob die Mutter gesetzlich oder privat krankenversichert ist. Wird das Kind als gesundes Neugeborenes ohne eine eigene Krankheitsdiagnose geboren, so werden die Kosten der Geburt immer der Krankenversicherung der Mutter zugerechnet. Ist die Mutter also gesetzlich versichert, zurzeit auch die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Geburt und den stationären Aufenthalt für Mutter und Kind.

Ist die Mutter privat krankenversichert, so übernimmt der Versicherer die Kosten für die Geburt und soweit versichert auch Kosten für das Ein- oder Zweibettzimmer und/oder eine wahlärztliche Behandlung. Viele Tarife enthalten zudem Leistungen wie eine Geburtspauschale oder eine x-fache Leistung aus dem Versicherten Krankentagegeldtarif, welche nach Geburt des Kindes auf Anforderung ausgezahlt werden. Vergessen Sie also nicht, auch wenn das Kind nicht in ihrer PKV versichert werden soll, eine solche Leistung zu prüfen und gegebenenfalls bei Ihrem Versicherer abzufordern.

Wird das Kind hingegen als nicht gesundes Kind geboren und musste im Krankenhaus behandelt werden, so entstehen die Kosten in der (zukünftigen) Krankenversicherung des Kindes. Dabei muss das Krankenhaus wissen, ob das Kind zukünftig gesetzlich oder privat krankenversichert ist. Ist es in einer privaten Krankenversicherung (bzw. soll es dort rückwirkend zum Tag der Geburt nach versichert werden) so sind die Voraussetzungen der Neugeborenennachversicherung zu prüfen. Hierfür ist es bei den meisten Unternehmen erforderlich, dass ein Elternteil mindestens drei Monate bei diesem Unternehmen versichert war. Der Versicherungsschutz besteht maximal in dem Umfang, in dem ein Elternteil versichert ist. Wer also selbst Leistungen für das Ein- oder Zweibettzimmer versichert und vielleicht noch eine Chefarztbehandlung, der bekommt diese auch für sein Kind. Einige Unternehmen lassen für Kinder auch besseren Versicherungsschutz zu, dieses ist jedoch nicht die Regel. Für das Kind im Rahmen dieser Nachversicherungsgarantie angemeldet, so muss dieses innerhalb von zwei Monaten nach Geburt passieren und erfolgt rückwirkend zum Geburtstag.

Die Kosten für die Behandlung des (nicht gesunden) Kindes

Für die Kosten der Behandlung des nicht gesunden Kindes kommt dann die private Krankenversicherung auf. Soll das Kind in die gesetzliche Krankenkasse, so achten Sie bitte darauf das dem Krankenhaus dieses bekannt ist und nicht versehentlich eine Privatrechnung geschrieben wird.

Die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, meist die U1 (bei Geburt) und U2 (3.-10. Tag) trägt in jedem Fall die Versicherung des Kindes.

Familienversicherung in der GKV oder doch privat?

Generell gilt, wenn die Eltern in unterschiedlichen Systemen versichert sind kann das Kind immer in der gesetzlichen oder aber in der privaten Krankenversicherung versichert werden. Dabei spielt es keine Rolle wer mehr verdient, das ist es dann entscheidend wenn es um die Frage geht ob das Kind in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei versichert werden kann (Familienversicherung gemäß Paragraph 10 SGB V) oder einen Beitrag zahlen muss. In der Krankenkasse der Mutter oder des Vaters kann es auf jeden Fall versichert werden.

Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, ob für das Kind ein Beitrag zu zahlen ist oder beitragsfreie Versicherungsschutz besteht. Kinder wo versichern 2015

Aber selbst wenn sie hier zu dem Ergebnis kommen sollten, das Kind hat keinen beitragsfreien Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse, so kann es doch gegen Beitrag dort angemeldet werden. Die Systeme sind sehr unterschiedlich und haben beide Vor- und Nachteile. Oftmals wird das Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes als entscheidender Vorteil für die gesetzliche Krankenkasse angeführt. Dieses ist ein Leistungsbausteinen den es in der privaten Krankenversicherung (mehr …)

07.
August '14

Wie Sie den Arbeitgeberzuschusses für Eltern und Kinder optimal gestalten


Der Arbeitgeberzuschuss in der privaten Krankenversicherung ist immer wieder ein Thema, welches zu Irritationen führt  und bei falscher „Aufteilung“ der Kinder auch zu einem vermindertem Zuschuss und damit verschenkten Geld.

Durch eine Anfrage in meinem Live Support (der Button mit der Beschriftung „Fragen“ an der linken Bildschirmseite) erhielt ich in der letzten Woche wieder eine Anfrage, welche sich genau mit diesem Thema beschäftigt. Da ich schon davor einige Anfragen in dieser Richtung hatte, nutze ich die Gelegenheit um das Thema für alle Leser einmal etwas ausführlicher zu behandeln.

„meine frau ist selbständig (ärztin) und privat versichert
ich (420€ mtl.) bin privat versichert (320€ mtl.) und arbeite bei einem unternehmen
. unsere tochter ist über meine frau privat versichert
, ich bekomme derzeit nicht die vollen 295, 96 von meinem arbeitgeber an zuschuss gezahlt, sondern „nur“ die 50%. 
besteht die möglichkeit, dass mein arbeitgeber mir die differenz für meine Tochter (Beitrag mtl. 105 €) zahlen muss?“

Was genau ist der Arbeitgeberzuschuss?

Wer privat versichert ist und zudem Arbeitnehmer, der erhält von seinem Arbeitgeber einen Zuschuss zur privaten Krankenversicherung. Dieser Zuschuss soll (im Vergleich zu gesetzlich Versicherten) die eigene Beitragslast senken und ist eine steuerfreie Leistung des Arbeitgebers. Die genauen Regelungen dazu finden Sie in dem Paragraphen 257 des Sozialgesetzbuches V., genau heißt es dort:

(2) Beschäftigte, die nur wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze oder auf Grund von § 6 Abs. 3a versicherungsfrei oder die von der Versicherungspflicht befreit und bei einem privaten Krankenversicherungsunternehmen versichert sind und für sich und ihre Angehörigen, die bei Versicherungspflicht des Beschäftigten nach § 10 versichert wären, Vertragsleistungen beanspruchen können, die der Art nach den Leistungen dieses Buches entsprechen, erhalten von ihrem Arbeitgeber einen Beitragszuschuß.

Der Zuschuss wird in Höhe des Betrages gezahlt, der sich bei Anwendung der Hälfte des um 0,9 Beitragssatzpunkte verminderten Beitragssatzes nach § 241 und der nach § 226 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bei Versicherungspflicht zugrunde zu legenden beitragspflichtigen Einnahmen als Beitrag ergibt, höchstens jedoch in Höhe der Hälfte des Betrages, den der Beschäftigte für seine Krankenversicherung zu zahlen hat. Für Beschäftigte, die bei Versicherungspflicht keinen Anspruch auf Krankengeld hätten, tritt an die Stelle des Beitragssatzes nach § 241 der Beitragssatz nach § 243.

Damit ist eindeutig geregelt, dass ein privat versicherter Arbeitnehmer auch maximal den Zuschuss bekommen kann, welchen der Arbeitgeber für eine gesetzliche Krankenkasse zahlen müsste. Ebenfalls findet sich dort die Regelung, dass der Zuschuss nicht nur für den Versicherten, sondern auch für seine Familienangehörigen gilt.

Wie wird der Arbeitgeberzuschuss berechnet?

Für die Berechnung des Arbeitgeberzuschusses ist es wichtig zu wissen, wie sich der Beitrag zur eigenen privaten Krankenversicherung zusammensetzt. Dabei gelten nicht alle Leistungsbestandteile eines privaten Krankenversicherungsvertrages als zuschussfähig. Zum Beispiel sind Tarifbausteine zur Pflegeergänzungsversicherung zwar oftmals in dem Vertrag der privaten Krankenversicherung enthalten, führen aber nicht dazu, dass Sie hierfür einen Arbeitgeberzuschuss bekommen können.

Um es Ihnen etwas einfacher zu machen, schauen wir uns hier einmal die Berechnung des Arbeitgeberzuschusses genauer an.

Berechnug AG Zuschuss 2014

Was tun wenn das Kind bei dem (selbstständigen) Partner versichert ist?

Wie in der oben genannten Anfrage passiert es ja aus verschiedenen Gründen häufiger, dass das Kind nun bei dem Elternteil versichert ist, welcher selbstständig tätig ist. Nicht nur bei Ärzten (die dann freiberuflich sind) sondern auch in anderen Berufsgruppen. Immer unter der Voraussetzung, dass dann beide Elternteile privat krankenversichert sein müssen (einen Arbeitgeberzuschuss bei dem Elternteil der in der GKV ist gibt es nicht) kann eine Änderung sinnvoll sein. (ob das Kind sonst in die PKV muss, das lesen Sie hier)

In unserem Beispiel hier wäre es durchaus möglich, den Vertrag des Kindes aus dem Hauptvertrag der Mutter herauszulösen und den Vater hier zum (neuen) Versicherungsnehmer zu erklären. Dieser Vorgang hat keine neue Gesundheitsprüfung zur Folge und ändert an den vertraglichen Vereinbarungen mit der Gesellschaft nichts.
Generell muss das Kind auch keineswegs in der gleichen Gesellschaft wie der (ebenfalls privat versicherte) Elternteil versichert sein. (aber nicht alle Gesellschaften versichern Kinder allein, welche das sind gibt es hier in der Übersicht Kinderalleinversicherung)
Nach dieser Vertragsänderung erhält der neue Versicherungsnehmer eine Arbeitgeberbescheinigung von der (bisherigen und neuen) PKV und reicht diese bei seinem Arbeitgeber ein. Nun kann er den noch verbleibenden Arbeitgeberzuschuss für sein Kind nutzen. Ob das für Sie auch sinnvoll ist, können Sie hier nachrechnen 

Je nach Einkommenssituation kann es aber dennoch sinnvoll sein auf den Arbeitgeberzuschuss zu verzichten und stattdessen den steuerlichen Vorteilen bei dem freiberuflich oder selbstständig tätigen Elternteil zu nutzen. Hierfür sprechen Sie bitte vor Änderungen mit Ihrem Steuerberater. Auch ist in jedem Fall zu überlegen, ob ihr derzeitiger Vertrag (der einen niedrigen Beitrag haben muss, wenn noch viel Arbeitgeberzuschuss übrig bleibt) so angemessen ist, oder ob dort die Selbstbeteiligung beziehungsweise der Leistungsumfang überprüft werden sollte.

Wie bereits in meinem Beitrag „Eine private Krankenversicherung muss man sich leisten können und wollen“ beschrieben, ist eine hohe Selbstbeteiligung und dadurch ein geringerer Beitrag meist nicht optimal.

Nachdem mir der Anfragende aus unserem Beispiel die Zahlen übermittelt hat kamen wir zu dem Ergebnis, es kann sinnvoll sein das Kind in seinen Vertrag zu übernehmen. Nach der Änderung bekommt er nun nicht nur 52 € mehr Arbeitgeberzuschusses, sondern hat nach einer Umstellung des Vertrages auch noch eine geringere Selbstbeteiligung (und könnte durch einen Beitragsentlastungsbaustein den Arbeitgeberzuschuss noch weiter erhöhen)

Ob ihr Kind in der privaten Krankenversicherung richtig ist oder ob es sogar einen Anspruch auf beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse haben kann, das habe ich in meinem Beitrag „Mein Kind muss ja dann auch in die PKV“ bereits besprochen.

24.
Juli '14

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung


Es gibt so Fälle, Anfragen und Geschichten, da muss ich als Makler der sich schon mehr als 14 Jahre im PKV und BU Absicherungsgeschäft tummelt, auch schlucken. Gerade wenn es um schwere Krankheiten und Behinderungen bei Kindern geht und diese zudem noch nicht ausreichend abgesichert sind oder einfach falsch/ nicht vollständig beraten wurden.

In der letzten Woche fragte ein Kollege nach einer Absicherung eines Kindes. Das Kind war zu früh geboren und zudem mit einer bzw. wohl mehreren körperlichen und geistigen Behinderungen auf die Welt gekommen. Neben dem Down Syndrom gab es weitere Erkrankungen und auch wenn das heute nicht vorherzusagen ist und niemand weiss wie sich die Medizin entwickelt, eines scheint klar zu sein, das Kind wird lebenslange Pflege benötigen und immer auf fremde Hilfe angewiesen sein.

Wie viel Menschen sind Pflegebedürftig?

Aufschluss über die „Größe des Problems“ gibt die Pflegestatistik des Bundes. Leider liegen derzeit öffentlich nur die Zahlen 2011 vor, was aber unerheblich ist für das Problem, denn die Anzahl steigt eher, als sie fällt:

Pflege nach Alter 2011

Bei Kindern und Jugendlichen handelt es in vielen Fällen um eine sehr lange Pflege, da diese oft auf Krankheiten oder angeborene Schäden zurück zu führen ist. Die finanziellen Folgen einer solchen (lebenslangen) Betreuung sind noch nicht absehbar, klar ist aber: Es wird Geld kosten, viel Geld.

Selbst wenn in jungen Jahren des Kindes die Pflege noch durch die Eltern übernommen werden kann (diese dann aber oftmals nicht mehr arbeiten können und dadurch das Einkommen fehlt), irgendwann ist dieses nicht mehr möglich.

Absicherung der Pflege für Kinder?

Wie in dem oben genannten Bild gut zu erkennen, es gibt derzeit mehr als 67.700 Kinder die Pflegebedürftig sind. Dabei handelt es sich „nur“ um 3% der Pflegebedürftigen insgesamt, das ist jedoch vollkommen irrelevant. Wichtig ist zu wissen, das Kosten im vierstelligen Bereich jeden Monat aufs neue anfallen. Das ist nicht nur die Betreuung, häusliche Krankenpflege, spezielle Kindergärten und Schulen und vieles mehr.

Wird das Kind gesund geboren, ist eine solche Absicherung völlig problemlos zu bekommen. Antrag stellen und fertig! (Man muss es auch machen, nicht nur denken „ich könnte es mal“.

Bestehen aber schon bei Geburt Erkrankungen oder Behinderungen oder werden diese kurz nach Geburt festgestellt, so ist ein Abschluss verbaut. Die Gesundheitsfragen in der Pflege sind zwar bei vielen Gesellschaften reduziert und nicht so umfangreich wie in der Krankenversicherung, dennoch ist es nicht ganz so einfach einen Schutz zu bekommen. Ein Beispiel für die Fragen sähe so aus:

Fragen Hallesche Olga

Es geht doch! Nachversicherung über die Eltern

Etwas anders sieht es aber aus, wenn die Eltern bereits eine eigene Absicherung haben und das Kind danach geboren wird. Auch hier gelten, wie in der Privaten Krankenversicherung, die Optionen zur Kindernachversicherung. So muss das Kind (bis zur Höhe des Schutzes der Eltern) keine Gesundheitsprüfung durchlaufen und kann einfach angemeldet werden. Selbst wenn dann sofort Pflegebedarf besteht, so ist der Versicherer von Beginn an in der Leistungspflicht, im „schlimmsten Fall“ schon dann, wenn noch nicht einmal die erste Prämie abgebucht wurde.

Ungeachtet dessen, das eine Pflegeversicherung sinnvoll und notwenig ist und jeder einen ergänzenden Schutz haben sollte, ungeachtet dessen ist gerade bei Kinderwunsch eine solche Absicherung unerlässlich.

Und nein, kurz vor der Geburt abschließen geht nicht, denn für die Nutzung der Kindernachversicherung muss der Schutz mindestens 3 Monate bestehen.

Was kostet der Schutz? 

50 EUR Tagegeld in der Pflegeversicherung (hier Tarif Olga Flex) und somit monatlich 1.500 EUR zusätzlich verfügbar für Pflege, Förderung und/ oder technische Hilfsmittel erfordern einen Beitragsaufwand von 8 EUR monatlich.

Noch Fragen? Mehr Infos zur Pflegeergänzung auch hier.

18.
Juli '14

Welche Versicherungen Sie nach Geburt ihres Kindes wirklich brauchen und wann es sinnvoll ist für Schutz zu sorgen


Schwangerschaft die nicht zu Ende gehen will, Monate um Monate warten und dann, dann ist er endlich da der große Tag. Das eigene Kind wird geboren, unbeschreibliche Gefühle überkommen die Eltern, Sie können ihr Glück kaum fassen. Ja Sie, Sie die oder der gerade den Beitrag lesen und vielleicht in einer ähnlichen Situation sind.

Alles ist neu, ungewohnt und die neuen, fisch gebackenen Eltern sind übervorsichtig und wollen nur das Beste für Ihr Kind.

Baby_1

Schon Monate zuvor wurde an alles gedacht. Das neue Zimmer eingerichtet, Babysachen gekauft und alles genau geplant und vorbereitet. Oder es ist noch gar nicht soweit und Sie gehören zu denen, die sich im Vorfeld informieren und genau wissen wollen was zu beachten ist, denn ganz im Taumel der Gefühle nach der Geburt gehen wichtige Fragen manchmal unter. Die Fragen nach den nötigen Versicherungen für Neugeborene und Kleinkinder. Daher habe ich einige wichtige Punkte einmal zusammen geschrieben, so vergessen Sie nichts und können unbesorgt ihr neues Glück genießen.

Vor der Geburt

Eine der wichtigsten Versicherungen, wenn nicht die wichtigste für das Neugeborene ist die Krankenversicherung. Kosten für Geburt, Arzt und Untersuchungen wollen schließlich bezahlt werden. Daher ist es schon vor der Geburt wichtig zu wissen, wo das Kind zukünftig krankenversichert sein wird.

Sind beide Eltern in einer gesetzlichen Krankenkasse, so ist es einfach. Das Kind wird im Rahmen der Familienversicherung beitragsfrei mitversichert und hat einen identischen Leistungsanspruch in der GKV wie alle anderen auch. Ist ein Elternteil privat versichert, ändert sich die Frage aber etwas.

Anders als vielfach vermutet haben auch Eltern die NICHT verheiratet sind und wo einer der beiden in der GKV, der andere in der PKV versichert ist ein Wahlrecht wo das Kind versichert werden KANN.

Dazu habe ich Ihnen hier einmal eine Übersicht vorbereitet, hier lassen sich im einfachen Ja-Nein Verfahren die Fragen nach der Versicherung beantworten. Übersicht als pdf: Wo muss das Kind versichert werden 

ACHTUNG: Es besteht aber selbst dann, (mehr …)