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23.
September '09

Ergebnis: GEK Vergleich PKV-GKV – nun korrigiert


Wie Sie hier lesen konnten gab es einen sehr fragwürdigen Vergleich der GEK. Diese hatte sich eine Gegenüberstellung der Privaten Krankenversicherung (PKV) mit dem System der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) gebastelt.

Dieser enthielt eine Reihe von fachlichen Fehlern.

Nach einigem Schriftwechsel und der Anfrage über die zuständige Aufsichtsbehörde, das Bundesversicherungsamt, erhielt ich nun auch hierüber eine korrigierte Fassung des Vergleiches:

Zunächst ist neu das es die Überschrift „internes Argumentationspapier; nicht für Außenstehende“ enthält.

Weiterhin teilte das Bundesversicherungsamt mit:

„wunschgemäß übersenden wir Ihnen den von der GEK vorgelegten neuen „Vergleich PKV und GKV“ Stand 09/2009. Die Gegenüberstellung ist aus Sicht des Bundesversicherugsamtes nicht zu beanstanden. Wir werden die Angelegenheit daher abschließen.“

Das sehe ich auch so und freue mich das es hier die Korrekturen der falsch dargestellten Fakten gegeben hat. Den Vergleich werde ich nicht veröffentlichen, da dieser hier ausschließlich als intern gekennzeichnet ist.

Dennoch eine Bitte: Sollten Sie diesen bei Ihrer Kündigung der GKV bei der GEK doch noch zugestellt bekommen, so bitte ich um eine kurze Nachricht. Damit umginge die GEK die abgegebene Erklärung zur ausschließlich internen Verwendung.

20.
August '09

Wechsel von der gesetzlichen in die Private Krankenversicherung – Teil IV


Liebe Leser,

vor einiger Zeit hatte ich Ihnen von einem, sagen wir etwas eigenartigem, Vergleich der GKV mit der PKV berichtet. Die „Geschichte“ finden Sie hier:

Teil ITeil II und Teil III

Auch hatte ich bereits erwähnt das ich das zuständige Aufsichtsamt, das Bundesversicherungsamt, gebeten hatte dieses einmal zu prüfen. Der zuständige Sachbearbeiter hat mit heute mitgeteilt…

„Wir haben die GEK zu Ihren Vorwürfen um Stellungnahme gebeten. Nach Eingang werden wir die Angelegenheit prüfen und entscheiden ob ein aufsichtsrechtliches Tätigwerden angezeigt ist.“

Es bleibt also spannend…

Und- eins noch. Die GEK wurde mit gleichem Schreiben gebeten Stellung zu nehmen. Dieses geschah am 29. 07. 2009, also aus heutiger Sicht vor knapp 3 Wochen. Das Schreiben ging der GEK nachweislich mit Einschreiben/ Rückschein zu- bis heute gab es weder eine Stellungnahme noch eine sonstige Antwort.

Ich werde berichten…

EDIT: Das Ergebnis finden Sie nun hier.

03.
August '09

Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung – Teil III


Guten Morgen,

nachdem ich bereits hier im Teil I und Teil II über den „Vergleich GKV / PKV“ der GEK geschrieben habe, erreichte mich von dem betreffenden Kunden noch ein E-Mailverkehr, den ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.

Der Kunde kam der Bitte nach einen Fragebogen zur Zufriedenheit zu beantworten und schrieb noch folgenden Text:

Hallo Herr XXXX,

noch ein paar Worte zu der Kündigung und zu Ihrem Wunsch, der Darlegung der Gründe.

Die Gründe der Kündigung liegen nicht explizit bei der GEK. Es sind vielmehr die gesamten Gründe und Entwicklung der letzten Zeit.

-für über 600€ bekomme ich einen perfekten Rundumschutz bei der PKV
-ggf. bei Nichtinanspruchnahme sogar Geld zurück
-frühzeitige Termine bei Fachärzten europaweit

Meine Entscheidung war keine Kosten, sondern eine Leistungsentscheidung, was ich als vordergründig in einer Versicherung sehe.

Dem Anhang entnehmen Sie bitte den Fragebogen und eien Kopie zur Pflegeversicherung.

Mit freundlichen Grüßen
XXXXX

Damit ist m.E. klar kommuniziert, dass es hier nicht um das sparen weniger Euro geht, sondern dem Versicherten an einer Verbesserung seiner Leistungen gelegen war/ ist. Aber gut- hier die Antwort (Kommentare, Hervorhebungen und Anmerkungen von mir dazwischen)

Sehr geehrter Herr XXXX,

vielen Dank für Ihre schnelle und ehrliche Rückantwort zu Ihrer Kündigung. Natürlich verlieren wir nur ungern einen Kunden.

Lassen Sie mich aber noch kurz zu Ihrer Begründung etwas sagen. Sicherlich bietet die private Krankenversicherung (PKV) einige Leistungsvorteile, die Ihnen vom entsprechenden Vertreter wohl auch schmackhaft gemacht wurden. Allerdings gibt es auch Leistungen in der
gesetzlichen Krankenversicherung und speziell bei Ihrer GEK, die es so in der Privatversicherung nicht gibt.

Das ist sicherlich so richtig. Wenn ich mir die Breiche häusliche Pflege, Familienversicherung etc. anschaue ist das so, keine Frage. Jedoch sind die hier genannten „einige Leistungsvorteile“ sicher etwas über das man trefflich diskutieren kann.

Insofern ist die Aussage, die Privatversicherung bietet im Leistungsbereich mehr, so nicht richtig. Erkundigen Sie sich hierzu doch bei der Verbraucherzentrale, die neutral
den Vergleich anstellt – denn sowohl Ihr Privatversicherungsagent als auch die GEK ist natürlich in gewisser Weise voreingenommen.

Naja, das ist wohl mehr der Wunsch der Vater des Gedanken. Schaut man sich den Vergleich GKV/ PKV im ersten und zweiten Teil meiner Beiträge an, so ist das vielleicht so. Stellt man es aber korrekt dar und bleibt bei den Fakten, dann nicht. Und über „Neutralität“ Dritter werde ich hier nichts schreiben.

Viele Leistungen werden von der PKV gar nicht oder unzureichend bezahlt, dies ist auch Grund dafür, dass immer mehr Privatversicherte total unzufrieden sind (unzufriedener übrigens als in der gesetzlichen
Krankenversicherung) und gerne wieder in die gesetzlichen
Krankenversicherung zurück kehren würden.

Das ist sicher so. Problematisch ist das aus meiner Sicht auch deshalb, weil von vielen Beratern die PKV als „Wir zahlen alles“ Schutz verkauft wird und der Versicherte mit einer Erwartung daran geht das es auch so ist. Anders als in der GKV haben wir in der PKV jedoch vertraglich vereinbarte und garantierte Leistungen, die eben bezahlt werden oder auch nicht versichert sind. Jeder kann seinen Schutz so gestalten wie er es möchte. Der eine bekommt eben das genannte Hilfsmittel, die Prothese oder die Versorgung durch den Privatarzt, der andere nicht, da er es nicht versichert hat. Problematisch ist es nur dann, wenn er denkt er hätte es versichert, weil es ihm so „verkauft“ wurde. Solange Berater Angst davor haben dem Kunden auch zu sagen was nicht versichert ist, wird es auch dieses Problem immer geben.

Gerade in der politischen Gemengelage hat die PKV große
Schwierigkeiten, in Zukunft Ihr System bezahlbar darzustellen – in der PKV fehlt „frisches Geld“, da nur noch ein Bruchteil der Versicherten in die PKV (im Gegensatz zu früher) wechselt. Beitragssprünge von 25 % (wie bereits Anfang des Jahres 2009) werden zukünftig immer häufiger werden und Leistungseinschränkungen immer notwendiger.

Solche Aussagen sind zwar (auf bestimmte Tarife bezogen) nicht unbedingt falsch, sie sind aber bewusst verzerrt dargestellt. Warum? Nun, wir haben in der Privaten Krankenversicherung, gleich der GKV mit steigenden Kosten zu tun. Auch die steigende Lebenserwartung zwingt Versicherer Ihre Kalkulation zu überdenken. Daher ist es bei der Auswahl der richtigen PKV eben noch wichtiger denn je, neben der Frage was man gern versichern möchte auch das Bedingungswerk und das Unternehmen konkret und im Detail anzuschauen.

Und noch etwas: Ihre Entscheidung – vorausgesetzt sie bleiben einkommensstabil – ist eine endgiltige Entscheidung. Ein Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung ist nie mehr möglich!

Mir fallen spontan mehrere Gründe für eine Rückkehr ein, aber das war hier nicht der Grund warum das geschrieben wurde. Richtig ist, verändert sich der berufliche Status und das Einkommen nicht, so gibt es keine direkte Möglichkeit der Rückkehr. Bei Arbeitslosigkeit, Reduzierung der Arbeitszeit etc. ist es jedoch u.U. möglich- wenn denn überhaupt gewollt.

Im Klartext: Die Überalterung wie in der gesetzlichen
Krankenversicherung wird nun auch die Privatversicherung treffen, die Schere zwischen Leistung und Beitrag wird in den nächsten Jahren in der PKV dramatisch auseinander gehen.

… sagte ihm seine Glaskugel 😉

Mein Tipp: Erkundigen Sie sich an neutraler Stelle. Gerne stehe ich Ihnen auch auf Wunsch persönlich Rede und Antwort. Rufen Sie mich einfach an.

(…)

Wie bereits im ersten Teil dieser Serie geschrieben, es geht nicht darum das nur das eine oder andere System gut oder schlecht ist. Es muss individuell geprüft werden was tatsächlich für die jeweilige Person und Situation am besten ist. Der Vergleich ist auch durchaus berechtigt, wenn er richtig ist und nachprüfbare Fakten enthält. Schade das es hier nicht so war.

Auf der anderen Seite gilt eben auch für die Berater der PKV, dass es unmöglich ist ein solches Produkt in einer Stunde zu „beraten“ und dem Kunden eine „Du hast jetzt einen Top Schutz mit allem drin“ verbunden mit „und die Hälfte der GKV Beiträge gespart“ zu verkaufen. Das ist ebenso unseriös.

Bei der Auswahl der entsprechenden Kriterien und zur Vorbereitung mit Ihrem Berater können Sie gern meinen Leitfaden und den Auswahlkriterien nutzen.

30.
Juli '09

Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung – Teil II


als Fortsetzung meines gestrigen Artikels… (LINK)

Bei den Massagen schreibt die GEK in Ihrem „Vergleich“:

„Massagen: Die Kosten für Massagen werden in der PKV erstattet. Jedoch muss der Privatversicherte darauf achten, dass er den entsprechenden Tarif abgeschlossen hat. Wer im Standardtarif versichert ist, hat keinen Anspruch auf Leistungen für Massagen.“

Was die GKV damit sagen will ist mir nicht klar, so ist die Aussage aber falsch. 1.) sprechen wir hier von „Heilmittel Anwendungen„. Das ist weit mehr als die Massage. Hierunter versteht man unter anderem auch noch sonstige Arten von physiotherpeutischer Behandlung, Wärmepackungen, Fango aber auch Logopädie und Ergotherapie. Falls mit dem Standardtarif ein „einfacher PKV Tarif“ gemeint sein soll, so stellt sich die Frage wie die GEK darauf kommt. Hier ist es wie immer in der PKV. Ich kann mich bewusst für oder gegen Leistungen entscheiden und diese versichern oder eben nicht. Generelle Regelungen existieren nicht. Und sollte mit „Standard-“ der Basistarif gemeint sein, so ist die Aussage erst recht falsch. Im Basistarif erfolgt im Bereich der Heimlittel die gleiche Versorgung wie in der GKV. Auch die Zuzahlungen von 2 EUR je Heilmittel und 10 EUR pro Versorgung sind identisch.

Fehler Nummer …, ich hab aufgehört zu zählen.

Bei der folgenden Aussage frage ich mich gerade ob hier die Seiten vertauscht wurden, scheint aber ernst gemeint.

„Vorsorge, Prävention: „Für ambulante Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten besteht ein tariflicher Leistungsanspruch nach gesetzlich eingeführten Programmen (gezielte Vorsorgeuntersuchungen)““

Das ist anscheinend bewusst falsch dargestellt, da in der Spalte der GEK (GKV) das eigene Vorsorgeprogramm gelobt wird. Diese Aussage ist falsch. Die private Krankenversicherung erstattet (je nach Tarif) ambulante und stationäre Vorsorgeuntersuchungen, oft ohne Altersgrenzen und ohne die Bindung an gesetzlich eingeführte Programme. Vielfach werden die Kosten weitaus höhe und für umfangreichere Programme übernommen als die GKV diese leisten kann/ darf. Oder seit wann zahlt die GKV wie (einige) PKV Tarife die Vorsorge in Präventionskliniken, sonstige Vorsorgeprogramme und Pauschalen zur eigenen Verwendung?

„Zahnersatz: Versichert sind alle medizinisch notwenigen Leistungen. Der Zahnersatz richtet sich nach den einzelnen Tarifen, meist hat der Versicherte hier einen Eigenanteil zu bezahlen.“

Fast richtig, aber eben nur fast. Versichert ist der tarifliche Umfang, so wie ich es mir vor Vertragsbeginn ausgesucht habe und mich bewusst dafür entschieden habe. Die Leistungen der PKV kennen keine „Regelversorgung“ und keine „wirtschaftlich, zweckmäßige“ Versorgung. Daher wenn schon Vergleich, dann bitte richtig. Es ist nicht nachvollziehbar warum hier bewusst getäuscht wird. Die Leistungen bei Zahnersatz sind- bei entsprechender Tarifwahl, deutlich höher als in der GKV. Auch durch eine entsprechende Zusatzabsicherung lassen sich diese aufwerten. Immerhin, das hat auch die GEK erkannt und verweist mal schnell auf die Kooperation mit einem privaten Krankenversicherer und seine Zusatztarife „GEK Zahn“.

„Beitragsrückerstattung: Wer nur Vorsorge nutzt kann nach Leistungsfreien Jahren bis zu 6 Monatsbeiträge zurück erhalten.“

Mal eine richtige Aussage, wenn auch nicht ganz vollständig.

Spannend ist der Folgende Textteil, man lasse sich die Formulierung mal auf der Zunge zergehen…(Hervorhebungen durch mich)

„Ärzte: Privat Versicherte erhalten nach einem ambulanten Arztbesuch eine Rechnung direkt vom Arzt. Diese (oft nicht unerhebliche)  Rechnung muss in vollem Umfang bezahlt werden (ebenso wie Medikamente). Erst nachdem der Patient die Quittungen bei seiner Versicherung eingereicht hat, erhält er nach Prüfung die Kosten erstattet. Eine 100%ige Kostenübernahme findet oft nicht statt.“

Zunächst einmal ist es ja richtig das der Versicherte eine Rechnung vom Arzt bekommt. Von wem auch sonst, denn dieser ist ja direkter Vertragspartner und der Patient kann die Leistungen so in Anspruch nehmen wie er möchte, auch ohne entsprechende (Rück-)versicherung. Ob er die Rechnung erst bezahlt und dann einreicht oder dieses unbezahlt tut (siehe auch den Beitrag zum Rechnungscheck) ist ihm selbst überlassen. Von dem Einreichen einer Quittung oder eines Nachweises der Zahlung habe ich nie was gehört, dieses ist völliger Unsinn. Hier möchte man dem PKV Versicherten anscheinend suggerieren „Pass auf, so schlimm ist das wenn Du die Rechnungen erst bezahlen musst“. Und die Aussage das meist nicht zu 100% erstattet wird ist nicht nur frech sondern auch falsch. Die Leistung erfolgt so wie versichert. Im ambulanten Bereich bei den meisten Tarifen zu 100% für ärztliche Leistungen und Medikamente.

Alles in Allem zeigt sich hier, das hier mit unfairen Vergleichen gearbeitet wird. Gleichzeitig hat man dem (gekündigten) Kunden noch zwei Zeitungsartikel aus der Welt und dem Handelsblatt vom 17. 04. 2009 mit den Titeln „Privatpatienten sind immer öfter unzufrieden“ und „Privatpatienten zahlen viermal mehr“ (wo es im Übrigen um die Berechnungen von Laboren an die Patienten geht) geschickt. Also auch hier- eher Verunsicherung als klare und faire Information.

Ich habe mich entscheiden diese Informationen mal als Anfrage an den Vorstand der GEK und an das zuständige Aufsichtsamt zu senden. Die Antworten finden Sie dann hier, sobald diese vorliegen.

Den Originalvergleich und die Zeitungsartikel können Sie hier als pdf herunter laden. (Danke an Hr. K. für die Übersendung)

es geht weiter…

Nachdem der Kunde kurz seine Meinung gegenüber dem Mitarbeiter der GEK per Mail kundgetan hat, hat der ähnlichen Unsinn geantwortet. Auch dieses werde ich in der kommenden Woche hier einstellen. Seien Sie gespannt.

29.
Juli '09

Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung


Guten Morgen liebe Leser,

wenn jemand aus der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln möchte, sich ausreichen und lange informiert hat und dann (nach Abschluss der PKV) die GKV kündigt, versucht diese oft den Versicherten zu halten.

Dieses ist nicht nur legitim, sondern auch verständlich und nachvollziehbar, besonders wenn es sich um „Besserverdiener“ handelt. Solange das mit fairen Mitteln und richtigen Aussagen passiert ist es in Ordnung und nachvollziehbar.

Nun passierte genau dieses einem Kunden (*Name bekannt) und dieser erhielt von der GEK einen „Vergleich PKV und GKV“. Dort werden zum Teil falsche, zum anderen Teil unvollständige Aussagen getroffen, die ich nur ansatzweise hier kommentieren möchte.

„Werden bisher attraktive Tarife geschlossen, um wettbewerbsfähige Angebote anzubieten, kann der ehemals günstige Tarif teuer werden.“

So pauschal ist die Aussage natürlich nicht richtig. Ein Tarif in der PKV, wenn er „ordentlich“ kalkuliert ist, wird nicht „vergreisen“ und sehr teuer werden, auch wenn keine neuen Versicherten dazu kommen. Dennoch sollte man sich natürlich vor Vertragsabschluss genau informieren wie die Strukturen und die Kalkulation des Unternehmens aussieht.

Zum Thema Risikoprüfung schreibt die GEK:

„Nachträgliche Leistungsminderungen, Leistungsausschlüsse oder Beitragsaufschläge sind möglich.“

Welch ein Unsinn. Die so genannten Risikozuschläge sind bei Vertragsbeginn festgelegt und gelten dann über den vereinbarten Zeitraum. Hat längere Zeit keine Veränderung/ Verschlechterung stattgefunden und sich „das Risiko normalisiert“, so kann es zu einer Reduzierung oder dem Entfall des Zuschlages kommen. Was aber falsch ist: Nachträglich kommt keine Verschlechterung hinzu. Erst recht keine Leistungsminderungen, dieses ist ein entscheidender Vorteil der PKV. Weiterhin werden in der Krankenvollversicherung grundsätzlich keine Leistungsausschlüsse vorgenommen. (außer Gruppenverträge, dort anstelle von Zuschlägen möglich)

Richtig ist die Aussage:

„Krankengeld: Während des Bezuges von Krankengeld besteht in der PKV Beitragspflicht.“

Da fehlt aber der Hinweis das es keine Rolle spielt, wenn das Krankengeld ausreichend bemessen ist. Wie hoch es sein sollte, können Sie hier nachlesen.

„Selbstbehalte: Jährlich zwischen 300 EUR und 1.500 EUR üblich.“

Schon wieder eine falsche Behauptung. Woher die GEK diese Information hat ist mir schleierhaft. Der Selbstbehalt kann absolut oder prozentual sein und sich zwischen 0 EUR (NULL) und 5.000 EUR (Deckelung des Gesetzgebers) bewegen. Wie die GEK beurteilen möchte was „üblich“ ist, ist mir unklar.

„Künstliche Befruchtung: Wird bei Versicherten nur mit Erfolgsaussicht bezahlt.“

Aha, und die GKV zahlt jeden Unsinn egal wie erfolgreich es ist? Auch diese Aussage ist falsch. 1.) ist es Tarifabhängig welche Erstattungen hier zu Grunde gelegt werden, 2.) gibt es recht umfangreiche Regelungen zur Kostenteilung und 3.) gehen Sie mal in eine solche Klinik oder zu einem Arzt und lassen sich erklären wer welche Kosten übernimmt.

Wie man so viel Unsinn auf 4 Seiten packen kann ist mir unklar. Morgen lesen Sie den 2. Teil Hier geht es nun weiter zum Teil II und zum Download des entsprechenden Dokumentes des „Vergleiches GKV und PKV“ der GEK und erhalten auch den Link zum Original Druckstück.