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14.
März '11

Alte Leipziger mit Verbesserungen bei den Dynamik Bedingungen


Die Tariflandschaften verändern sich. In der Privaten Krankenversicherung (PKV) werden neue Tarife eingeführt oder Bedingungen klargestellt. Solche Klarstellungen gelten nicht nur für das Neugeschäft, meist auch für den Bestand.

Die Alte Leipziger Lebensversicherung hat nun Ihre Bedingungen zur dynamischen Erhöhung (Dynamik) in der Berufsunfähigkeit verbessert.

Bisher fanden sich in den Bedingungen Verpflichtungen zur Prüfung der so genannten Angemessenheit. In der Praxis wurde also im Leistungsfall geprüft, ob die Erhöhung der Berufsunfähigkeitsrente (BU-Rente) zum Zeitpunkt der Erhöhung noch angemessen ist. Auf diese Erhöhung wurde verzichtet, solange die jährliche BU Rente den Betrag von 30.000 EUR unterschritt. Diese 2.500 EUR Monatsrente sind aber bei Angestellten recht schnell erreicht.

Diese Grenze wurde nun von 30.000 EUR auf 40.000 EUR erhöht. Auch wird nun unter bestimmten Voraussetzungen nicht gekürzt. Diese finden sich in den Bedingungen wie folgt wieder:

  

Auszug BU Bedingungen AL

In der Praxis bedeutet dieses dann:

Wenn bei Eintritt des Leistungsfalls die versicherte BU-Rente aller bei der ALTE LIEPZIGER und anderen privaten Versicherungsunternehmen bestehenden Versicherungen (inklusive bereits erfolgter Erhöhungen) nicht mehr als 70 % des durchschnittlichen Bruttoeinkommens der letzten beiden Kalenderjahre (bei Selbständigen 70 % des durchschnittlichen Gewinns vor Steuern) beträgt, besteht voller BU-Schutz!

Ist diese Angemessenheit nicht gegeben/ überschritten, so werden die dynamischen Erhöhungen nicht mehr berücksichtigt, welche die Grenzen überschritten haben. Die zuviel gezahlten Beiträge für diese Anpassungen werden dann rückwirkend (aber unverzinst) zurückerstattet.

Eine weitere Besonderheit bei der Angemessenheit ist folgende:

Die Ansprüche gegen eine gesetzliche Rentenversicherung (die ja keinen Berufsunfähigkeitsschutz sondern einen Erwerbsminderungsschutz bietet) und auch gegen berufsständische Versorgungswerke (zum Beispiel bei Steuerberatern, Wirtschaftsprüfern oder Rechtsanwälten, aber auch Ärzten) werden bei der Angemessenheit nicht berücksichtig.

Neben den bereits geänderten Regelungen finden wir bei vielen Anbietern eine folgende (einschränkende Dynamik-) Regelung in den Bedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherungen:

Sollten Sie mehr als zweimal hintereinander von der Erhöhungsmöglichkeit keinen Gebrauch machen, erlischt Ihr Recht auf weitere Erhöhungen. (Anm. ohne Gesundheitsprüfung im Rahmen der Dynamik)

Diese Regelung entfällt nun bei der Alten Leipziger nicht nur für neue, sondern auch für Bestandsverträge. Demnach kann die Dynamik nun auch öfter ausgesetzt werden, ohne das diese aus dem Vertrag ausgeschlossen wird. Dieses schafft nicht nur mehr Flexibilität, sondern erhält das Recht auch bei finanziellen Engpässen.

Die Änderungen gelten für Sie als Bestandskunden bei der Alten Leipziger Lebensversicherung automatisch.

16.
Februar '10

Dynamische Erhöhungen in der Berufsunfähigkeitsversicherung


(LUH) Bereits in den letzten Beiträgen zum Thema Berufsunfähigkeit ging es unter anderem um die „Ermittlung der Rentenhöhe und Auswahlkriterien„. Doch mit der richtigen Auswahl des Tarifs und der genauen Bestimmung der Rentenhöhe ist es nicht getan.

Was passiert in Zukunft? Wie verändert sich meine Rente und wie kann ich diese (auch wenn es mir gesundheitlich schlecht(er) geht) an neue Situationen anpassen?

Eine Möglichkeit sich an steigende Lebenshaltungskosten anzupassen ist die so genannte Dynamik. Anders als die Nachversicherungsgarantie (wozu Sie in einem der nächsten Beiträge mehr lesen können) handelt es sich um eine optionale Möglichkeit der Anpassung. Nichts muss, alles kann.

Doch wie funktioniert die Dynamik nun?

Bei dieser Option wird jährlich und ohne das Sie etwas tun müssen, eine „automatische“ Erhöhung der Leistungen und natürlich auch der Prämien angeboten. Angeboten deshalb, weil Sie nach der Mitteilung der Anpassung widersprechen können uns somit nicht gezwungen sind diese jedes Jahr „mitzumachen“.

Die Regelungen sind nahezu bei allen Gesellschaften vergleichbar. Zum Beispiel formuliert der Versicherer es so:

Die Erhöhung entfällt rückwirkend, wenn Sie innerhalb eines Monats widersprechen. Die Monatsfrist zählt ab Zugang des Nachtrags, frühestens ab dem Erhöhungstermin. Auf dieses Widerspruchsrecht werden wir Sie in jedem Nachtrag über die Erhöhung hinweisen.

Somit kann die Dynamik auch jederzeit wieder aus dem Vertrag ausgeschlossen werden. Das passiert allerdings auch „automatisch“, wenn der Versicherte es regelmäßig ablehnt. Das finden wir in folgender Regelung:

(2) Sollten Sie mehr als zweimal hintereinander von der Erhöhungsmöglichkeit keinen Gebrauch machen, erlischt Ihr Recht auf weitere Erhöhungen; es kann nur mit unserer Zustimmung neu begründet werden.

Somit sollten Sie spätestens nach zweimal aussetzen der Anpassung die Dritte auf jeden Fall mitmachen. Soll es nach dem Ausschluss der Option wieder neu eingeschlossen werden, muss der Versicherer zustimmen. Dazu ist dann, da es sich um eine Leistungsverbesserung handelt, eine neue Gesundheitsprüfung nötig.

Diese dynamische Anpassung ruht aber auch dann, wenn die Berufsunfähigkeit eingetreten ist. So heißt es:

Solange wegen Berufsunfähigkeit Ihre Beitragszahlungspflicht ganz oder teilweise entfällt, erfolgen keine Erhöhungen.

Doch was passiert nach dem Eintritt der Berufsunfähigkeit?

Es wird eine Rente gezahlt. Diese setzt sich aus der versicherten, garantierten Rente und den erwirtschafteten  (nicht garantierten) Überschüssen zusammen.

Problematisch wird es jedoch, wenn die Berufsunfähigkeit in jüngeren/ mittleren Jahren eintritt. Stellen Sie sich vor die Berufsunfähigkeit tritt mit 37 Jahren ein. Die Restlaufzeit beträgt 30 Jahre.

Selbst wenn die versicherte Rente zu diesem Zeitpunkt richtig bemessen war, reicht es über die Laufzeit nicht mehr aus. So werden Sie ihre Lebensmittel heute kaum zum Preis von vor 20 Jahren bekommen. Auch alle weiteren Kosten steigen über die Jahre an. (Mehr zur Inflation bei Wikipedia)

Um nicht irgendwann eine nicht mehr ausreichende BU Rente zu haben, ist eine Anpassung nötig. Mehr zur „garantierten Leistungssteigerung“ finden Sie in einem der nächsten Beiträge.