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08.
März '18

Datenschutz, Verordnungen, Neuerungen und weitere Einschränkungen


Heute geht es einmal nicht direkt um eine Versicherung, ein Urteil oder einen neuen Tarif. Heute geht es um ganz grundsätzliche Fragen in der Beratung, Fragen zu dem was Sie vor einer Beratung wissen sollen und aus meiner Sicht auch müssen.

Schließlich sollen Sie nicht nach, sondern weit vor Abschluss eines Vertrages wissen, mit wem Sie es zu tun haben und wie genau dessen Status ist.

Zur generellen Einordnung und dem oft nicht klaren Unterschied zwischen Makler, Vertreter oder Versicherungsberatern empfehle ich Ihnen vorab einen Blick auf den folgenden, wenn auch schon etwas älteren Artikel.

Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung zu Versicherungsfragen?

Alles neu macht der Mai, oder ein Vergleichsportal und ein Maklerverband. Die letzten beiden verklagen oder verklagten sich gegenseitig und belegen sich derzeit gegenseitig mit Ordnungsgeldern. Dazu bezieht nun ein Makkerpool Position gegen den Maklerverband, der wiederum ätzt durch seinen Vorsitzenden offen zurück.

Sie als Interessent und Kunde werden jetzt sicher mit dem Kopf schütteln oder halten sich bereits beide Hände vors Gesicht. Leider ein nicht so seltener Vorgang in „meiner Branche“. Wir, und damit meine ich die Branche ganz allgemein, haben es leider an vielen Stellen nicht verstanden. Da gönnt einer dem anderen nichts, jeder meint alles selbst machen zu müssen und bloß nichts abgeben zu wollen. Was dabei herauskommt, das können Sie eindrucksvoll und erschreckend zugleich nachlesen, wenn Kollegen zur PKV beraten möchten und sich dann in einer Facebookgruppe Rat holen.

„Hr. Doktor, ich habe manchmal Kopfschmerzen.“ – „Hey, kein Thema, machen wir eine Gehirn OP“ – leider ist das Alltag in „meiner Branche“

Beratung muss Transparenz bieten

Das was vielleicht hochtrabend klingen mag, ist genau das was ich seit nunmehr 17 Jahren predige und in meiner eigenen Beratung genauso lebe. Ich kenne viele sehr gute Kollegen die in und für ihren Beruf, die Berufung, leben und es genauso umsetzen.

So geht es in vielen Fällen nicht darum einen Rat a la „Gesellschaft A und Tarif B ist für Sie der beste“ zu geben. Es geht um Ausbildung, Ausbildung für Sie als Kunden.

Natürlich sollen Sie, nur weil Sie sich einmal für eine Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden wollen, nicht zum Berater mutieren. Die Beratung muss aber so aufgebaut sein und Sie in die Lage versetzen eine fundierte und begründete Entscheidung zu treffen.

„Woher weiß ich denn, dass Sie neutral beraten?“

Diese Frage kommt fast wöchentlich und ist durchaus legitim. Sie gehen zu einem Berater, einem Versicherungsmakler und wollen natürlich wissen wie neutral dieser berät. Klar ist er per Gesetz zur Neutralität und dem Kundennutzen verpflichtet, steht rechtlich auf der Seite des Kunden und muss allein deshalb dessen Interessen wahren. Aber auch in diesem Telefonat vor einigen Tagen kam genau diese Frage.

„Verdienen Sie vielleicht an einem Tarif mehr? Wie weiß ich das die Empfehlung neutral ist?“

Die Antwort ist so einfach wie offensichtlich. Wenn Sie selbst die Empfehlung oder Entscheidung nachvollziehen können, wenn Ihnen klar ist warum der oder ein anderer Tarif in ihrer Situation und mit dem heutigen Wissenstand der richtige ist. Nur wenn ihr Berater Sie in der Beratung mit Bedingungen, Erklärungen und Fakten in die Lage versetzt eine Empfehlung nachvollziehen zu können und zu erkennen warum diese oder jene Leistung wichtig, diese oder jene Option notwendig ist, erst dann können Sie eine Entscheidung treffen.

Gerade in der Beratung zur PKV oder BU geht es um langfristige Produkte die über die finanzielle Zukunft entscheiden. Nicht nur Ihre, auch die der Kinder und Familie.

Weder Sie noch ich haben eine Glaskugel, weder wissen wir um die privaten, noch um die beruflichen Veränderungen der nächsten Jahrzehnte. Was wir aber kennen sind der Status quo und die Bedingungen eines möglichen Vertrages. Nur wenn Sie daher wissen was es alles gibt, überlegen können was Sie davon benötigen, nur dann wird eine Entscheidung und Empfehlung nachvollziehbar- transparent eben.

Regulierung um der Regulierung Willen

Doch wieder zurück zum Eingangsproblem, denn auch da geht es um Transparenz. Das Vergleichsportal soll, wenn es Makler ist, auch genau das klar und deutlich sagen. Das tat es aber laut Verband und Gericht nicht. Denn wenn Sie nicht wissen, dass ein Makler Ihnen ein Angebot macht, dann ist es nicht transparent. Ihnen als Nutzer wird die Möglichkeit genommen selbst einzuordnen was so ein Vergleichsrechner wert ist.

„Wer bin ich“ auf der Startseite

Wenn Sie sich hier auf der Seite umsehen und durch den Klick auf das Logo oben links zurück auf die Startseite springen, dann lesen Sie seit Jahren eine identische Information. Die, dass ich als Versicherungsmakler tätig bin und mich in meiner Beratung auf wenige Sparten wie die PKV und BU Absicherung konzentriere.

Im Impressum fanden Sie bisher schon immer weitere Informationen zu mir, zum Unternehmen, zum Status und nicht nur da (sondern auch bei den Downloads) die Erstinformation. Es ist dabei nicht weniger als eine Zusammenfassung all derer Informationen, welche der Gesetzgeber für wichtig hält und ich Ihnen damit geben möchte.

Jederzeit, ob vor einem Chat, einer Anfrage oder dem Besuch weiterer Seiten hier stehen und standen Ihnen diese Informationen zur Verfügung. Das bleibt auch weiter so.

Vor einer Beratung bekommen Sie diese dann ebenfalls nochmals zu Gesicht, sei es in einem Link der Mail, der Signatur oder zukünftig nochmals auf jeder Kontaktseite.

Das ist richtig und wichtig, aber dennoch kein Grund warum sich Maklerverbände und Vergleichsportale (auch noch öffentlich) zerfleischen und verklagen müssen. Oder finden Sie das nötig?

Jeder legt das Urteil nun wieder anders aus und am Ende müssen weitere Gerichte entscheiden. Muss es ein PopUp Fenster geben, darf ich Sie erst dann auf die Seite lassen, wenn Sie bestätigen zu wissen wer ich bin und welchen Status ich habe?

Ich traue jedem Besucher der Seite zu, dass er lesen kann und die entsprechende Information auch hier findet, sich abspeichern kann und diese daher verfügbar hat.

Datenschutzverordnung – alles neu macht der Mai

Auch hier reguliert einmal mehr jeder etwas herum. EU, die Regierungen der jeweiligen Länder und am Ende Gerichte und Anwälte werden beteiligt sein. Beteiligt an einer Bürokratieflut, einer die natürlich nur zu Ihrem besten ist.
Daher ist die neue Datenschutzerklärung auch x-fach länger, beschreibt jede noch so kleine Möglichkeit und Nutzung Ihrer Daten.
Noch nie habe ich Ihre Daten weitergegeben, gar verkauft oder unsachgemäß verwendet und das werde ich- das kann ich hier nur nochmals erwähnen und versprechen- auch nicht tun.
Alle Details dazu können Sie ab sofort auch nochmals in der jeweiligen Erklärung nachlesen und sich auch diese bei Bedarf ausdrucken und archivieren.

Am Ende ist es jedoch wie mit allem. Vieles Kleingedruckte wird am Ende leider nicht oder erst zu spät gelesen. Daher hinterfragen Sie, lesen Sie nach und fragen Sie nach. Solange bis Sie für sich alles verstanden haben und eine Entscheidung fundiert treffen können. Nur dann werden Sie am Ende ein gutes Gefühl haben und ruhig schlafen.
Überlegen Sie selbst, kann ich die Entscheidung für einen Tarif oder ein Produkt einem Freund oder Bekannten so erklären, dass sie/ er versteht warum ich mich so entschieden habe? Falls Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann haben sie alles richtig gemacht.

Falls noch nicht, dann fragen Sie nochmals nach.

22.
Februar '18

„Hr. Doktor, ich habe manchmal Kopfschmerzen.“ – „Hey, kein Thema, machen wir eine Gehirn OP“ – leider ist das Alltag in „meiner Branche“


Es ist vielleicht etwas überspitzt und ich bin mir sicher, ich trete damit einigen meiner „Kollegen“ auf die Füße und vielleicht war das auch gleich mein letzter Tag in der internen Facebookgruppe. Aber 1.) will ich niemanden bloßstellen (daher gibt es auch keine Namen oder Profilbilder der Kollegen) und 2.) finde ich es immer noch erschreckend wie zu lebenslangen und bedeutenden Produkten beraten wird. Oder besser, gewürfelt, denn mit Beratung hat das leider nichts, aber auch absolut gar nichts zu tun.

Doch der Reihe nach. Stellen Sie sich vor, Sie wachen morgen mit Kopfschmerzen auf. Nix schlimmes, nur ein bisschen „Aua“. Das haben Sie aber nun zwei, drei Tage. Jetzt wird es dann doch mal Zeit für einen Spezialisten, einen Berater der Ihnen hier helfen kann. Sie machen sich also auf den Weg zu Ihrem Arzt. Nachdem er Sie begrüßt und ins Sprechzimmer gebeten hat, erzählen Sie von Ihren Kopfschmerzen. Ohne weitere Tipps und ohne eine Untersuchung kommt der Rat:

Lieber Herr XYZ, die Lösung gegen Ihre Kopfschmerzen ist eine Gehirn-OP. Ich mache Ihnen da gleich mal einen Termin, morgen um 8 können Sie in den OP.

Was würden Sie wohl tun? Nächsten Morgen zu Ihrer Gehirn-OP aufbrechen, oder dem Arzt „einen Vogel zeigen“ und sich einen neuen suchen?

Jetzt denken wir uns einmal in ein anderes Thema. Sie haben nicht Kopfschmerzen, aber Bauchschmerzen. Die kommen daher, dass Sie sich seit Tagen oder Wochen mit dem Thema Private oder Gesetzliche Krankenkasse beschäftigen. Sie könnten beides, wissen aber nicht so recht wie und wohin. Aber das macht ja nix, denn schließlich gibt es Versicherungsmakler und Berater, dazu noch die Vertreter der einzelnen Gesellschaften. Einen solchen kennen Sie ja schon, er betreut Sie auch in anderen Fragen wie Hausrat, Haftpflicht, Autoversicherung und hilft/ half Ihnen schon bei Geldanlage und anderen Fragen, die „irgendwas mit Versicherungen zu tun hatten.“

Gesagt, getan – den rufe ich an

Das machen Sie dann auch. Anrufen und fragen, ob Sie nicht einmal einen Beratungstermin bekommen können, einen in dem das Thema PKV besprochen werden kann. Klar wird Ihnen der Termin angeboten, Sie freuen sich und machen sich dann in den kommenden Tagen wie vereinbart auf den Weg. Bekommen dort dann Ihren Tarif erklärt/ empfohlen und entscheiden sich dann für einen Abschluss.

Sie fühlen sich gut aufgehoben, denn es gab einen Tarif, einen der Ihnen all die Arbeit abgenommen hat sich Gedanken zu machen, Recherche zu betreiben, Versicherungsbedingungen zu lesen. Ach ja, den Antrag hat man Ihnen auch noch ausgefüllt. Was ein Service, so super und Sie sind einfach rund herum zufrieden… bis… naja…

Was im Hintergrund passierte

Gleich nach dem Anruf und dem Termin, in welchem schon ein paar Daten von Ihnen abgefragt wurden, machte sich Ihre Berater an die Recherche. Bekannt waren einige Daten, alles andere was er wissen musste hat er erfragt. Grundlage der Empfehlung waren also folgende Eckdaten:

  • – Sie sind 29 Jahre alt
  • – Sie möchten keine Kinder
  • – Sie sind gesund
  • – 63.000 € überweist Ihnen Ihr Arbeitgeber jedes Jahr
  • – Ihre PKV darf durchaus etwas kosten. Bis zum GKV Höchstbeitrag is kein Problem, sagten Sie
  • – eher Schulmedizin ist wichtig

Zuerst einmal hat der Kollege festgestellt, er ist nicht mehr „ganz so intensiv in KV unterwegs“. Gut, das ist schon einmal eine gute Einsicht, denn bei einem Produkt welches über die gesundheitliche/ finanzielle Zukunft des Kunden und der nächsten dreißig, vierzig oder wohl fünfzig Jahre entscheidet. Warum dann- statt den Kunden an einen Kollegen zu schicken der es kann und versteht- doch selbst versucht wird zu beraten, darüber werde ich hier sicher nicht spekulieren. Aber, lesen Sie doch mal hier:

Die Versicherungsvertreter, die tausende Euro Provision kassieren…

Also doch keinen Kollegen, doch nicht zu einem Spezialisten, schließlich verdient man dann selbst nichts oder viel weniger, wenn der Kollege dann vielleicht eine kleine Vergütung abgibt für den „Tipp“. Also macht man sich selbst auf die Suche. Schließlich gibt es Pools und Partner. Da muss man nur sagen was man möchte und bekommt dann Tarife, Empfehlungen, Vergleiche und unterlagen. Postwendend und kostenlos.

Das hat auch hier der Berater getan. Er hat bei so einem Servicedienstleister einen Vergleich angefordert. Eben mit den Daten die er da oben schon erfahren hatte, und sicher einigen weiteren Angaben, denn so ein Anfrageformular sieht so aus. (ich habe auch den Namen des Pools und der Serviceplattform ausgeblendet, wie gesagt, es geht mir nur um die Beratung und den Ansatz, keinesfalls um eine Bloßstellung eines Beraters)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mit diesen Angaben- mehr gibt das einseitige Formular nicht her- kommt es dann zu einer Tarifempfehlung oder zumindest zu einem Vergleich von mehreren Tarifen. Irgendwas mache ich wohl falsch, wenn ich vor einem ersten Gespräch einen Fragebogen mit vier Seiten ausfüllen lasse und dazu ein 45-minütiges Erklärvideo verschicke, was jede Frage nochmal erläutert und detailliert bespricht. Das alles vor einem ersten Gespräch in welchem dann mind. eine Stunde lang Wünsche, Ziele und Pläne besprochen werden müssen.

Das allein reicht nicht, mal schauen was die Kollegen so meinen

Doch was dann kommt, das war der Auslöser für diesen Beitrag. Der Kollege sucht sich Hilfe. Hilfe in einer Gruppe von Maklern, in der man unter Kollegen Fragen diskutiert, Probleme zu Tarifen bespricht und sich austauscht. Also etwas wie ein Stammtisch, ok, fast. Zuerst kommt die Frage, dann geht es aber los.

 

Ach, nimm mal die Gesellschaft XYZ, oder mir gefällt Tarif ABC gut. Auch DEF sind ganz nett. Der erste hilfreiche Kommentar auf der erste Seite ist der letzte. Warum? Weil hier der Hinweis auf  „erst Gesundheit und Risiko“, sonst gibt es eh kein Angebot kommt. Aber auch hier sind Tarife in den Raum geworfen, solche die dem Kollegen nicht helfen und ihn eher auf den falschen Weg bringen. Warum? Weil er keine Ahnung von KV hat und damit auch nicht beraten sollte.

Ich habe auch keine Ahnung von

  • – Sachversicherungen
  • – Geldanlagen
  • – Baufinanzierungen
  • – betrieblicher Altersvorsorge
  • – gewerblichen Versicherungen

berate diese aber auch nicht und würde auch nie auf die Idee kommen nach einem Tipp für einen Kunden zu fragen, um es dann selbst machen zu können. Ich gebe- wie viele meiner anderen Kollegen auch- Geschäft ab. Ab an Spezialisten, ab an solche Kollegen deren Kerngeschäft es ist.

Auf der zweiten Seite, das rechte Bild, da wird es dann noch besser. Der erste wirft einen Tarif in den Raum, der sein „persönlicher Favorit ist“, weil der Tarif „unschlagbar von den Bedingungen“ ist und noch 6 Monate Beitragsrückerstattung bietet. Nun, wie unschlagbar der Tarif denn ist, steht auf einem anderen Blatt. (hier zum Continentale Business Tarif lesen)

Nun kommen noch ein paar Empfehlungen, der eine wundert sich über die Tarifempfehlung des anderen und dann geht es weiter:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jetzt, auf Seite 3 unten oder hier im Screenshot auf dem 4. Bild ganz oben kommt der erste und leider auch einzige der es anscheinend verstanden hat und verstehen möchte. Björn… schrieb, er möchte sich nicht unbeliebt machen. Kleiner Tipp: Das hab ich schon, ist also nicht so schlimm. 🙂

Da kommt der Hinweis: „Ich habe mir Frau XYZ als Kooperationspartner gesucht“ und gleich noch der Hinweis:

„KV Voll ist nicht mal eben so runter beraten“

Ja lieber Kollege, SIE HABEN ES VERSTANDEN!

Es ist eben nicht mit Software, einem einseitigen Fragebogen und daraus resultierenden Angeboten getan. ES GEHT EINFACH NICHT. Wenn vorn die Angaben unvollständig, falsch, nicht ausreichend oder schlampig erfasst sind, dann kann am Ende auch keine sinnvolle Empfehlung herauskommen, selbst dann nicht, wenn der Tarif selbst gut sein kann.

Viele der hier genannten Tarife könnten vielleicht passen, ebenso können genau diese Tarife bei diesem Kunden GRUNDFALSCH sein und damit die schlechteste Entscheidung seines Lebens sein und werden. Im schlimmsten Fall kann er nie mehr wechseln, hängt in einer Gesellschaft oder in einem Tarif fest und das alles, weil er sich auf einen vermeintlichen Berater und dessen Rat verlassen hat.

Blöd wenn der Rat auf Empfehlung einer kurzen Frage in einer Facebookgruppe kam und so gar nicht hilfreich war.

Auch aus einer anderen Sicht ist es fatal. Der Kollege haftet (mit seiner Vermögenschadenversicherung gemeinsam) für einen Beratungsfehler. Wie das am Ende ausgeht wenn es hier Tatsächlich zu einem Anschluss kommt, das möchte ich mir lieber nicht ausmalen. Dann können Sie auch ins Casino und Roulett spielen, ist auch mit rot oder grün eine 50:50 Chance ob es gut geht. OK, hier ist die Trefferquote noch deutlich geringer.

Fragen Sie nach Qualifikation und Spezialisierung

Mit einer Krebserkrankung rennen Sie doch auch nicht zum Hautarzt (ja, ich habe mich nicht verschrieben und meine nicht HAUSarzt). Sie suchen sich einen Spezialisten. Auch wenn beide in der gleichen Branche unterwegs sind, hat doch der eine keine Ahnung von dem Fachgebiet des anderen.

Wir müssen endlich weg von dem Bauchladen. Weg von dem „ich kann alles selbst“ und der Einstellung, jeden Euro noch schnell mitnehmen zu wollen. Beratungen wie diese gehören, genau wie andere Spezialthemen wie Baufinanzierung, betriebliche Altersvorsorge, gewerbliche Versicherungen, Anlagen und vieles mehr in die Hände von Spezialisten. Oder der Generalist muss und soll sich Hilfe holen. Diese findet aber NICHT in einem Facebook-Forum oder mit einem einseitigen Fragebogen statt.

Was wäre die Alternative? Richtig, das was der Kollege am Ende empfiehlt. Sich Kontakte suchen, Kontakte zu Spezialisten und den Kunden dorthin abgeben. Warum er das nicht selbst kann? Also Fragen und sich dann im Hintergrund helfen lassen? Weil Nicht-Spezialisten anders fragen, weil FRAGEN die wichtig sind nicht gestellt werden und damit auch die Antworten fehlen. Wenn ich nicht nach Wünschen wie Ausland, beruflichen Veränderungen, AG Wechsel und mehr frage, auch weil ich vielleicht den Hintergrund nicht kenne, dann kann es auch keine sinnvolle Tarifempfehlung geben.

Ein Grund, warum ich Kunden von Kollegen nicht berate. Nur dann, wenn diese wie meine eigenen Kunden komplett hier beraten und betreut werden. Sonst ist eine sinnvolle, bedarfsgerechte und richtige Beratung nicht möglich. Und das mache ich nicht, weil ich Angst vor Haftung habe, sondern weil ich es für

unverantwortlich halte, den Interessenten in ein offenes Messer laufen zu lassen

und damit diesem gar keine Chance auf eine umfangreiche und richtige Beratung zu geben. Was ist denn, wenn sich in der Beratung bei richtigen Fragen herausstellt, es ist gar kein Kandidat für die PKV? Empfehle ich nur Tarife und gebe diese an Kollegen weiter, wer sagt mir, dass es auch genau so ankommt? Das Spiel „Stille Post“ haben Sie als Kind auch gespielt, oder? Dann wissen Sie auch was ich meine.

Wenn Sie also interessiert sind an einem Glücksspiel, fahren Sie ins Casino. Las Vegas soll ja dazu ganz schön sein. Falls es aber um eine Beratung für ein lebenslanges Produkt geht, suchen Sie sich einen Spezialisten und fragen Sie den auch ruhig, ob das Beratungsthema sein Spezialgebiet ist und wie oft er es beträt. Für Glücksspiel ist die PKV definitiv mit einem zu hohen Verlustrisiko verbunden.

Weitere Informationen zum Thema PKV und BU finden Sie hier:

und sonst wandern Sie hier einfach etwas durch den Blog. Viel Spaß beim Lesen !

Ach ja, Freunde und Kollegen sind auch eher so suboptimal.

Meine Kollegen/ Freunde sind bei … versichert. Warum Freunde und Bekannte kein guter Ratgeber bei der Auswahl der privaten Krankenversicherung sind

04.
September '17

PKV – gewollt und bewusst entschieden, aber niemand muss in die private Krankenversicherung


Ich habe vor einigen Jahren schon einmal zu dem Thema geschrieben, damals mit dem recht provokanten Titel:

Eine PKV muss man sich leisten können und wollen

Der letzte Artikel ist nun über fünf Jahre alt, wir sind nun einen Wahlkampf vor der nächsten Bundestagswahl weiter und jeder versucht sich zu positionieren und bei den Wählern so beliebt als möglich zu machen. Das Alles ist auch durchaus verständlich und legitim, wenn wir bitte bei den Wahrheiten und Tatsachen bleiben und nicht jeder mehr Polemik und Unwissen in seine Aussagen streuen sollte, die Zeitungen und Zeitschriften trifft diese Aussage genauso.

Doch schauen wir und einmal die Ausgangslage an, schauen wir einmal wer überhaupt für die private Krankenversicherung in Frage kommt, wer es dürfte aber lieber lassen sollte, wer der passende Kandidat ist und wie sich eine solche Entscheidung heute und im Alter auf die eigene, finanzielle Planung auswirken kann. Zunächst einmal gibt es eine ganz wichtige Aussage, eine die Sie bei der Auswahl der passenden Krankenversicherung niemals vergessen sollten:

Niemand muss in die PKV, wenn er das nicht will

Ich höre oft Aussagen wie:

  • – „Ich mache mich selbstständig und muss nun in die PKV wechseln.“
  • – „Meine Verbeamtung steht an, nun muss ich aus der GKV raus.“
  • – „Wir heiraten, mein Mann/ meine Frau ist privat versichert und ich muss das nun auch.“

All diese Aussagen sind, so wie diese da oben geschrieben stehen, vollkommener Unsinn. Ja, es git einige, wenige Szenarien in denen der Weg in die gesetzliche Krankenkasse auch jetzt nicht geht, solche die aber vorher irgendwann eine eigene oder eine Entscheidung der Eltern für den Weg der PKV voraussetzen und damit auch hier zu einer eigenen Entscheidung geführt haben.

Wer heute in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, der wird nie in die Situation kommen, diese auch verlassen zu müssen. Klar kann sich der Status ändern und aus einem versicherungspflichtigen Mitglied ein freiwilliges werden. Natürlich kann es damit auch zu höheren/ hohen Beitragen in der gesetzlichen Kasse kommen, denn diese haben einen Mindestbeitrag, ein Mindesteinkommen welches zugrunde gelegt wird oder andere Bemessungssätze. Auch kann es durchaus passieren, eine Ehefrau/ ein Ehemann bekommt einen Teil des Einkommens ihres/seines Partners angerechnet. Alle diese Szenarien können eintreten, führen aber nie dazu die GKV in Richtung der PKV verlassen zu müssen, zu können schon.

Schauen wir uns aber einmal einige spezielle Fälle an, Szenarien die immer und immer wieder auftreten und damit auch oft zu den gleichen Fragen und Problemen führen können und werden. Einer dieser Szenarien? Ein Ehepartner ist PKV, der andere GKV versichert und nun werden Kinder geboren. Oh, ganz ungeplant, wie das im Leben manchmal verläuft. Vor Jahren wollten Sie noch nicht mal an Kinder denken, heute steht Hochzeit, Hausbau, Baum pflanzen und Kind auf dem Programm. Herzlichen Glückwunsch, habe ich alles auch, geht aber auch mit der PKV, also, keinen Stress. Viele Sachen werden zudem durch falsche Entscheidungen unterstützt, viele Situationen geschaffen, die so wären vermeidbar und besser lösbar gewesen. Leider laufen da draußen (ja, das hören jetzt auch viele der Kollegen nicht gern) genug „Berater“ herum, die jedem der eine PKV will, oder eine haben könnte, auch eine solche empfehlen müssen und dem diese natürlich auch verkaufen. Oftmals einfach billig, mit grünem oder blauem Logo, oder einfach unpassend.

Eine PKV ist wie ein Paar Schuhe – passt es nicht, macht es ein Leben lang irgendwann unerträgliche Schmerzen

Daher, überlegen Sie die Entscheidung gut, sorgfältig und lieber eine Woche länger, lieber lesen Sie einmal mehr Bedingungen, machen sich Gedanken zur privaten und beruflichen Planung, überlegen was Sie wollen, denn letzteres ist eine der entscheidenden Fragen. WAS WOLLEN SIE?

  • – Wo liegen Ihre persönlichen Präferenzen?
  • – Was wünschen SIE SICH von Ihrem Versicherungsschutz?
  • – Was wollen Sie anders, besser, umfangreicher absichern als bisher?
  • – Bei welchen Fällen (Krebs, Unfälle, Zahnersatz, im Krankenhaus) ist Ihnen eine hochwertige Absicherung wichtig, ggf. auch wichtiger als der Preis einer solchen Versicherung?

Aber überlegen Sie auch:

  • – Wie sieht Ihre berufliche Lebensplanung aus? Neuer Job, mehr Einkommen?
  • – Aufenthalte im Ausland und Karriere?
  • – Selbstständig mit weniger Einkommen, dafür aber mehr Ruhe und Spaß am Job?
  • – Wie soll es privat weitergehen? Kinder? Partner/in, Haus? Wohnung?

Auch sollten Sie für sich eine weitere Frage stellen, eine die oftmals vorab aber auch in der Beratung vergessen wird, egal ob direkt angesprochen oder im Zusammenhang mit erfragt.

  • – Was für ein Typ sind Sie? Eher ängstlich? Eher sicherheitsorientiert?
  • – Eher der Sparbuch oder der Aktientyp?

Was das mit der Entscheidung die die richtige Krankenversicherung zu tun hat? Nun, es beeinflusst die Auswahl. Wer eher der Sparbuchtyp ist, der braucht einen anderen Schutz, der braucht Sicherheitsmechanismen. Wechseloptionen, garantierte Beitragssenkungen, Begrenzungen auf Höchstbeiträge. Wenn ein Versicherer anbietet einen Beitrag immer und dauerhaft auf den Betrag der GKV zu begrenzen, wäre das was? Also etwas was Ihnen wichtig ist?

Oder sind Sie eher der „Aktientyp“, einer der ein gewisses, kalkulierbares Risiko für vertretbar hält, einer der in der Lage ist ein Risiko ab- und einzuschätzen und auch bei fallenden Kursen das langfristige Ziel im Auge behält und nicht gleich davon rennt? Einer der bereit ist für mehr Leistung aus mehr zu zahlen?

Mehr Leistung kostet mehr Geld – wer etwas anderes verspricht, lügt!

So oft werden Aussagen getroffen, da sträuben sich mir die Haare. Aussagen die sowohl von Versicherern, aber insbesondere von Vertretern, Maklern, Beratern getroffen werden, Aussagen die manchmal schon auf den ersten Blick gegen den gesunden Menschenverstand sprechen. Leider, leider hört der Kunde oftmals aber nur das was er hören will. Warnungen, Gefahren werden ignoriert, es ist ja schließlich billig(er).

Lesetipp: Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung?

NEIN, Freunde, Kollegen, Bekannte die „seit Jahren bei der Gesellschaft ABC zufrieden sind“, die sind keine passenden Ratgeber, keine die eine Lebensentscheidung, welche individueller ist als wenig sonst, beeinflussen sollten und sinnvoll können.

Lesetipp: Warum Freunde und Kollegen in der PKV nicht die passenden Ratgeber sein können

Natürlich mag deren Entscheidung richtig gewesen sein, damals, vor drei, fünf oder gar zehn Jahren. Natürlich bin ich bei einem Versicherer zufrieden, wenn dessen Aufgabe darin bestand, mir eine Beitragsrückerstattung zu überweisen und zwei, drei, acht Rechnungen zu erstatten. Aber beurteilen können Sie das nicht, nein, Sie als versicherter der „nix hat“ nicht.

Tun Sie sich und Ihrem Bekannten, Kollegen, Ihrer Freundin oder Ihrem Freund einen großen Gefallen und halten Sie sich mit Tipps zurück. Möchten Sie später „schuld“ sein, wenn die Empfehlung falsch war? Wenn der Versicherer in elementaren Fragen nicht zahlt, nicht weil er nicht will, nein- weil es einfach im Tarif nicht versichert ist?

„You get what you pay for“ oder: „Qualität hat einen Preis“

Klingt eher wie ein Kalenderspruch, ist es vielleicht auch, aber es ist noch viel mehr. Wofür ich nicht bezahle und welche Leistungen ich nicht vertraglich garantiert bekomme, diese werde ich auch nicht erhalten. Leistungen kosten Geld und niemand kann doch eigentlich so naiv sein zu glauben, für mehr Leistung, tolle stabile Beiträge und absoluten Luxus zahle er plötzlich nur die Hälfte eines Schutzes verglichen mit der -schlechteren- gesetzlichen Krankenkasse?

Wo soll das Geld denn herkommen? Woher soll der Versicherer das Geld nehmen, sicherzustellen die Leistungen auch in zehn, zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren erbringen zu können? Klar, wir sprechen über zwei gänzlich verschiedene Systeme. Wir reden von einer Umlage in der GKV, das Geld kommt heute rein und wird gleich wieder für Leistungen ausgegeben. Oder einem System wie der PKV, dem kapitalgedeckten. Das Geld kommt heute auch rein, wird teilweise wieder verwendet um Kosten zu decken, aber ein großer Teil fließt in die kapitalgedeckte Rücklage und spart an, spart für das Alter wenn die Kosten deutlich höher sind. Detaillierter geht das in meinem

Leitfaden zur Entscheidungsfindung zur PKV 

nachzulesen. Doch es ist doch Illusion zu glauben, ist stecke heute weniger Geld in ein System, in einen Tarif und dennoch verspricht dieser mir langfristig weniger Beitrag, mehr Leistung und viel Stabilität? Ich bitte Sie, wenn Sie das glauben, dann glauben Sie auch an ein Perpetuum Mobile.

Ganz vereinfacht und simpel. Nehmen wir drei Varianten an, drei Kunden mit vergleichbaren Eckdaten und folgenden Vorgaben. Ende 20, Anfang 30, mit dem Studium fertig und die Festanstellung in der Tasche. Im Arbeitsvertrag strahlen und große Zahlen entgegen, Jahreseinkommen von 60.000 €, schließlich hat sie/ er lange darauf hin gearbeitet:

  • – Kunde 1: heute GKV versichert zum Höchstbeitrag, 756 € plus GKV Zusatzbeitrag monatlich
  • – Kunde 2: entschied sich gerade für die PKV, einen Leistungstarif, Wechseloptionen, etwas BRE für 700 € Beitrag
  • – Kunde 3: war viel schlauer in seinen/ Ihren Augen, PKV Tarif klang ähnlich gut, aber nur 500 € Beitrag stehen auf der Police, nicht 700, ein echtes Schnäppchen hat er/ sieh da gemacht, glauben sie zumindest bis jetzt

Jetzt gibt es einige Unterschiede. Unser Kunde 1 will auch gern Leistungen verbessern, ja, zumindest im Krankenhaus, bei den Zähnen und vielleicht noch ein, zwei kleine Bereiche wären schön. Luxus brauchen sie nicht, aber ganz so, nur GKV? Ne auch nicht, also machen Sie sich auf die Suche nach Zusatzschutz und werden fündig. Krankenhaus, Zahn, Naturheilkunde waren gewünscht und sind nun für 65 € monatlich auf dem Kontoauszug zu sehen.

Die anderen beiden lachen sich ins Fäustchen, haben diese doch für weniger Beitrag mehr Leistung? OK, bei dem Kunden 2 mag das stimmen und wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird es auch so sein. Tarifbausteine sind wählbar und veränderbar, Wechseloptionen, Beitragsfreiheit in der Elternzeit (die übrigens Kunde 1 nicht wirklich hat) und viele Leistungen mehr. Sogar Impfungen und Vorsorge zahlt sein Tarif, ins Ausland kann er auch noch und ja, der Beitrag ist hoch, aber er muss den ja nicht allein zahlen. Arbeitgeber und Finanzamt beteiligen sich auch noch.

Kunde 3 denkt sich „wie schlau ich bin“, auch mein Tarif ist toll, auch ich habe bessere Leistungen. Aber im Gegensatz zu Kunde 2 bleiben noch 200 € für meine Tasche, gegenüber Kunde 1 gar 256 € Euro, JEDEN MONAT, überlegt mal. Über 3.000 € sind das im Jahr, 3.000 € die die anderen beiden „Trottel“ mehr zahlen. Was unser Kunde 3 vergessen hat, er bekommt vom Arbeitgeber auch nur 250 € zurück, unsere Kunde 2 schon 317 € + 14 €, also 331 € und der erste, der bekommt auch solche Beiträge erstattet.

Während Kunde 2 noch 379 € zahlt, Kunde 1 in der GKV dann 383 € plus Zusatzes. von 60, ist unser letzter Kunde mit 250 € dabei. Siehst’e werden Sie nun denken, 250 statt 379 € macht immer noch 129 € im MONAT Ersparnis. Was das wohl werden mag im Alter. Stimmt, nur nicht ganz. Was wir nicht bedacht haben sind Fragen wie Steuer, Beitragsentwicklung, Rücklagen und, am wichtigsten: Leistungen.

Was nützt ein geringerer Beitrag, wenn eine höhere Lohnsteuer und ein schlechterer Tarif? Klar, solange mir nichts passiert, ich nur meine Erkältung und mal Bauchschmerzen habe, solange ist alles gut. Aber wenn eben nicht, dann knallt es eben irgendwann und das planbar und erwartet.

„Warum möchten Sie wechseln?“ – Ich möchte Geld sparen!

Das geht nicht. Niemals und in keiner Konstellation, zumindest nicht dann, wenn wir uns das Szenario wirklich bis zu Ende anschauen und nicht nur einen kurzen Blick auf die nächsten Monate und Jahre werfen. Wichtig ist bei der Wahl des Systems zur Krankenversicherung nicht nur der Zeitpunkt heute, wichtig ist die Gesamtbetrachtung, heute, in den nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahren. Wer sich hier nur einen kurzen Zeitraum ansieht, der macht einen Fehler, einen großen und einen den er zudem nur sehr schwer oder vielleicht gar nicht mehr korrigieren kann.

Im Alter ändern sich die Eckdaten. Im Alter werden Sie mit großer Wahrscheinlich ein kleines Einkommen haben, eine andere Familiensituation und auch einen anderen, meist geringeren Steuersatz. Es ist also leicht widersinnig heute, wo Einkommen da ist und die Steuerbelastung hoch, Geld sparen zu wollen (was da ist) um im Alter (wenn es geringer ist) einen hohen Beitrag zu zahlen.

In der Privaten Krankenversicherung passiert zu bestimmten Altersstufen etwas, das ist wiederum planbar, wenn auch nicht in Euro genau zu beziffern, klar ist aber wann was passiert.

  • – gesetzlicher Zuschlag von 10% (was ist das?) entfällt mit 60
  • – Beitrag für den Krankentagegeldbaustein entfällt mit Ende des Arbeitslebens. Das kann mit 55, 60, 63, 67 oder später sein.

Bildlich sieht das dann in etwa so aus.

Und ja, es wird teurer, deutlich teuer sogar. Beiträge steigen aus mehreren Gründen:

  • – höhere Kosten in der Medizin (Medikamente, Arzthonorare, Nebenkosten)
  • – höhere Kosren durch höhere Lebenserwartung (je länger wir leben, desto länger werden wir auch krank)
  • – immer mehr heilbare Krankheiten, oder therapiebare Erkrankungen

(mehr …)

08.
Juli '17

Ups, da fühlt sich jemand auf den Schlips getreten. Einfach weitergehen. Bitte, danke, gerne.


Manchmal frage ich mich, aber das kennen andere Blogger auch, ich habe das zum Glück nicht so oft und lösche diese meist ungesehen. Heute morgen, wohlgemerkt am Samstagvormittag gegen  11:47 Uhr erreichte mich eine Mail, eine so genannte Offlinenachricht.

Das passiert immer dann, wenn einer der Besucher meiner Website diese besucht, auf „LiveChat“ klickt und auf der anderen Seite (also bei mir) niemand online ist. Eine zusätzliche Dienstleistung, eine die kostenfrei zur Verfügung steht, eine für Kunden und Nichtkunden und eine welche ich in meiner freien Zeit wirklich gern erbringe (sonst würde ich es ja nicht machen).

Manchmal sind es nur „ein paar schnelle Fragen“, Fragen die sich oft binnen Minuten in einem Chat erledigen lassen. Problem gelöst, ganz schnell und kostenfrei. Seit langem scheint es heute aber mal wieder einen/ eine getroffen zu haben, dem eine kostenfrei zur Verfügung gestellte Hilfe nicht passt. Denn er schrieb dann eine „Offline-Nachricht“.

Für den eigenen Namen hat es leider nicht gerreicht, so muss man sich zudem eine FakeE-Mail ausdenken, aber ich will es gern erklären. Direkt geht es ja nicht, Namen und E-Mail habe ich leider nicht, nur eine IP Adresse.„Wieso eine E-Mailadresse in einem Chat?“

Fangen wir mit der einfachen Frage an. Erstens ist es eine optionale Angabe, geht in jedem Fall auch ohne. Oftmals gibt es aber im Chat hilfreiche Informationen, Links und Erklärungen und die wären direkt danach weg. Daher lassen sich mit einer E-Mailadresse weitere Infos und insbesondere der Verlauf des Chats versenden. So können Sie, WENN SIE ES DENN WOLLEN, die Mailadresse genau dazu angeben. Falls nicht, auch gut, dann lassen Sie es einfach.

Wieso bieten sie eigentlich einen Live Chat an, wenn nie jemand online ist wenn ich drauf schaue?

Nun, das kann ich Ihnen auch nicht sagen, da ich nicht weis wann Sie „drauf schauen“. In der Regel bin ich die Woche über online, immer dann wenn ich im Büro bin, nicht gerade eine andere Beratung habe und die Zeit es erlaubt. Das sind im Durchschnitt (zumindest wenn ich mir die Statistik anschaue) in den letzten Wochen und Monaten ca. 35 Stunden die Woche.

Noch etwas Zahlen? Der frühste Login war 6:12 Uhr morgens, die letzte „Sitzung“ endete um 23:43 Uhr abends. Also waren sie wahrscheinlich immer dann online, wenn ich gerade nicht da oder mit anderen Beratungen beschäftigt war, aber hey…. dafür gibt es ja E-Mails und den Offline-Modus.

Was hat das hier mit live Unterhaltung zu tun?

Nichts, deswegen heisst es ja auch „Offline Nachricht“ und nicht Online Nachricht.

und jetzt wird es freundlich…

Nutzen Sie doch lieber die Zeit, die sie damit verbringen andere Mitbewerber unsachlich fertig zu machen,

Habe ich etwas verpasst? Wo war das denn? Also wenn es jemand findet, bitte einfach als „offline Nachricht“ oder auch gern per E-Mail oder als Kommentar unter diesen Beitrag schreiben, ich schaue mir das gern an und ändere es gern ab, also falls es so ist.

ihre Internetseite User freundlich zu gestalten und nicht mit pseudo features ausstatten….

Nun, mobil besser lesbar wird die Seite mit dem Relaunch Ende des Sommers/ Anfang Herbst, da gebe ich zu, das Felt. Wo Sie aber hier „pseudo-features“ sehen weiss ich nicht. Gleiches Angebot- entweder Sie schreiben mir als Kommentar, oder auch gern direkt mit einer Mailadresse, dann bekommen Sie auch gern eine Antwort.

„sie wollen doch nicht mit den Playern verglichen werden, die sie hier so offensichtlich diffamieren…..“

Hm, anscheinend haben wir eine unterschiedliche Auffassung. Aber was ist denn diffamieren aus Ihrer Sicht? Fragen wir doch einmal Wikipedia…

„Als Diffamierung (von lateinisch: diffamare = Gerüchte verbreiten) bezeichnet man heute allgemein die gezielte Verleumdung Dritter. Dies kann durch die Anwendung von Schimpfwörtern oder durch diverse Unterstellungen geschehen.

Vor allem im Bereich der Politik bezieht sich die Diffamierung auf die Ehrverletzung, Hetze sowie die Gerüchteverbreitung gegen partei- oder staatspolitische Gegner. Die dabei angewendeten Methoden können sowohl physischer als auch psychischer Natur sein und haben stets den Zweck, den Betroffenen gesellschaftspolitisch auszuschalten, mundtot zu machen oder gar zu ruinieren.

Eine moderne Form des Vertreibens einer Person aus der Zugehörigkeit und Anerkennung ist das sogenannte Mobbing, das sich u. a. durch öffentliche Diffamierung auszeichnet.“

Das wiederum setzt aber voraus, es müssten Gerüchte verbreitet worden sein. Von mir? OK, wo denn? Ich habe auch keine wirkliche Idee auf wen sich das bezieht, auch nicht mal eine auf was es sich beziehen könnte. Eines habe ich in 16 Jahren bloggen nie gemacht, Gerüchte zu verbreiten. Alle Aussagen zu Tarifen, Gesellschaften und Themen können Sie nachlesen, dazu sind meist sogar die entsprechenden Bedingungen hinterlegt und ein einfacher Klick bringt Sie genau dahin.

 

Den Rest erspare ich Ihnen

Weitere Aussagen aus der und einer weiteren Nachricht erspare ich Ihnen lieber, nicht jede Beleidigung und jeden Unsinn muss man aufgreifen. Aber eins möchte ich dennoch sagen:

Ich mache das gerne und kostenfrei. Dieser LiveChat ist eine Ergänzung zu dem normalen Beratungsangebot und kostet den Anfragenden nichts. Manches kann man dort beantworten, anderes wiederum nicht und am Ende jedes Chats steht Ihnen ein Sternesystem zur Bewertung und eine Kommentarfunktion zur Verfügung, einfach nutzen. Danke !

Und nun wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Dem der es nutzen möchte viel Spaß um Chat. Wer es nicht nutzen mag, dem stehen genug andere Wege zur Verfügung, auch passende Berater und Portale im Internet bieten Ihren Service an.

Nur eine Bitte an den Schreiber dieser Nachricht heute: Sparen Sie sich doch Beleidigungen und Behauptungen und nutzen Sie gern eine andere Seite. Und wenn Sie schon stänkern möchten, dann doch gern mit „offenem Visier“, also mit Namen und richtiger Mailadresse, dann kann (und werde) ich Ihnen auch antworten.

08.
Juni '17

passt24.de – wenn so gar nichts passt, dann passt(s) – noch mehr Unsinn in der Branche


Seit 1996 bin ich in dieser Branche unterwegs, seit 2000 Makler und seitdem auch nahezu vollständig im Bereich der Kranken- und Berufsunfähigkeitsabsicherung beratend unterwegs, seit nun über 17 Jahren ausschließlich per Telefon und Mail/online. Warum ich das zuerst schreibe? Weil ich einer der ersten Makler war, die online umfangreiche Themen wie PKV und BU beraten haben und weil ich neue Technologien liebe. Fintechs, auch wenn diese teilweise viel Mist bauen, wie Knip und Clark uns ja hier und hier zeigen, haben diese etwas geschafft, was Jahre zuvor undenkbar war. Versicherer denken nach und glauben nicht mehr „wie vor 30 Jahren bleibt es immer“.

Vor über 17 Jahren gab es einmal Datensatzanbieter, damals hieß einer der ersten financescout24, da habe ich damals mal Datensätze gekauft, also Kundendaten von Menschen, die im Internet eine Beratung gesucht haben. Diese Kunden fragten auf der Seite von financescout an, dieser prüfte die Daten auf Richtigkeit und verkaufte diese dann an Makler, der Kunde wusste das und wartete auf den Anruf. 63,80 DM (!) hat ein Datensatz damals gekostet.

Auch heute funktioniert das „Geschäft“ der Datensatzhändler noch genau so. finanzen.de ist einer der größeren. Diese bieten Datensätze an, welche über Websites generiert werden, der Makler zahlt heute einen Betrag von bis zu 250 € für eine Adresse und eine Telefonnummer für die PKV und davon sind viele Fakeanfragen. Da wundern wir uns über Qualität in der Beratung? aber das nur am Rande.

Ein neues anderes Konzept verfolgt „passt24“. Makler/ Berater können für einen festen monatlichen Betrag da „mitspielen“ und bekommen Anfragen, auf welche Sie anonym angeboten abgeben können. HEY… Super. ich wollte das schon immer mal.

Damit Sie aber verstehen was da passiert und erfahren wie es mir erging (als Interessent wohlgemerkt, nicht als Berater) die ganze Geschichte. Ein Interessent erzählte mir von der Plattform, aber nicht ob es ihm gut oder schlecht ergangen ist. OK, er war danach bei mir, hätte ich mir auch denken, aber ok. Also schaute ich mich mal auf der Seite um und versuchte das System zu verstehen.

Das Modell von passt24 erklärt

Zunächst der Hinweis. Alle Screenshots dieses Beitrages dienen der Beschreibung des Systems und meiner Erfahrung damit. Das (c) und die Bildrechte liegen weiter bei passt24.

Letztendlich ist es nichts anderes als eine Vermittlungsplattform zwischen Kunde und Berater, also das was andere Datensatzanbieter und Datensammelseiten auch tun. Dort ist es aber etwas anders. Der Kunde fragt an, gibt seine persönlichen Daten an, bekommt (im besten Fall) den Hinweis „Ihre Daten werden an einen Berater weitergeben, der meldet sich dann“ und wartet dann auf den Anruf/ die E-Mail etc.

So funktioniert das System für den Interessenten

Als Interessent, der sich nach einem neuen Versicherungsprodukt umsehen möchte, gehen Sie auf die Seite von passt24 und schauen sich die Sparten oben an. Dann ist ein Formular auszufüllen, welches die Sparte und die entsprechenden Daten abfragen soll. Schließlich muss der Berater auf der anderen Seite auch wissen, für was genau er überhaupt ein Angebot erstellen soll.

 

Modell bei passt24, (c) passt24

Ich habe es mir ausschließlich im Bereich der Privaten Krankenversicherung angeschaut, zur BU folgt das etwas später, dort warte ich auf die Unterlagen des Kunden, welcher das bereits „absolviert hatte“ und mir erst davon erzählte. Schauen wir uns das dann einmal genauer an.

Anfrage zur PKV, bei der passt24 Seite

Interessant ist zudem, eine Beschränkung auf unabhängige Berater scheint es nicht zu geben. Also kann auch passieren, ein Angebot wird von einem Vertreter abgegeben. Das ist nicht schlimm, muss nur der Interessent wissen, es kann dann aber kein unabhängiges Angebot sein.

Lesetip: So finden Sie unabhängige Beratung in Finanz- und Versicherungsfragen

Vertreter sind an eine (oder manchmal mehrere, Mehrfachagenten) Gesellschaften gebunden und für diese tätig. Eine andere Gesellschaft lässt sich dann nicht vermitteln. (mehr …)