Artikel mit ‘Beratung’ getagged

08.
Juli '17

Ups, da fühlt sich jemand auf den Schlips getreten. Einfach weitergehen. Bitte, danke, gerne.


Manchmal frage ich mich, aber das kennen andere Blogger auch, ich habe das zum Glück nicht so oft und lösche diese meist ungesehen. Heute morgen, wohlgemerkt am Samstagvormittag gegen  11:47 Uhr erreichte mich eine Mail, eine so genannte Offlinenachricht.

Das passiert immer dann, wenn einer der Besucher meiner Website diese besucht, auf „LiveChat“ klickt und auf der anderen Seite (also bei mir) niemand online ist. Eine zusätzliche Dienstleistung, eine die kostenfrei zur Verfügung steht, eine für Kunden und Nichtkunden und eine welche ich in meiner freien Zeit wirklich gern erbringe (sonst würde ich es ja nicht machen).

Manchmal sind es nur „ein paar schnelle Fragen“, Fragen die sich oft binnen Minuten in einem Chat erledigen lassen. Problem gelöst, ganz schnell und kostenfrei. Seit langem scheint es heute aber mal wieder einen/ eine getroffen zu haben, dem eine kostenfrei zur Verfügung gestellte Hilfe nicht passt. Denn er schrieb dann eine „Offline-Nachricht“.

Für den eigenen Namen hat es leider nicht gerreicht, so muss man sich zudem eine FakeE-Mail ausdenken, aber ich will es gern erklären. Direkt geht es ja nicht, Namen und E-Mail habe ich leider nicht, nur eine IP Adresse.„Wieso eine E-Mailadresse in einem Chat?“

Fangen wir mit der einfachen Frage an. Erstens ist es eine optionale Angabe, geht in jedem Fall auch ohne. Oftmals gibt es aber im Chat hilfreiche Informationen, Links und Erklärungen und die wären direkt danach weg. Daher lassen sich mit einer E-Mailadresse weitere Infos und insbesondere der Verlauf des Chats versenden. So können Sie, WENN SIE ES DENN WOLLEN, die Mailadresse genau dazu angeben. Falls nicht, auch gut, dann lassen Sie es einfach.

Wieso bieten sie eigentlich einen Live Chat an, wenn nie jemand online ist wenn ich drauf schaue?

Nun, das kann ich Ihnen auch nicht sagen, da ich nicht weis wann Sie „drauf schauen“. In der Regel bin ich die Woche über online, immer dann wenn ich im Büro bin, nicht gerade eine andere Beratung habe und die Zeit es erlaubt. Das sind im Durchschnitt (zumindest wenn ich mir die Statistik anschaue) in den letzten Wochen und Monaten ca. 35 Stunden die Woche.

Noch etwas Zahlen? Der frühste Login war 6:12 Uhr morgens, die letzte „Sitzung“ endete um 23:43 Uhr abends. Also waren sie wahrscheinlich immer dann online, wenn ich gerade nicht da oder mit anderen Beratungen beschäftigt war, aber hey…. dafür gibt es ja E-Mails und den Offline-Modus.

Was hat das hier mit live Unterhaltung zu tun?

Nichts, deswegen heisst es ja auch „Offline Nachricht“ und nicht Online Nachricht.

und jetzt wird es freundlich…

Nutzen Sie doch lieber die Zeit, die sie damit verbringen andere Mitbewerber unsachlich fertig zu machen,

Habe ich etwas verpasst? Wo war das denn? Also wenn es jemand findet, bitte einfach als „offline Nachricht“ oder auch gern per E-Mail oder als Kommentar unter diesen Beitrag schreiben, ich schaue mir das gern an und ändere es gern ab, also falls es so ist.

ihre Internetseite User freundlich zu gestalten und nicht mit pseudo features ausstatten….

Nun, mobil besser lesbar wird die Seite mit dem Relaunch Ende des Sommers/ Anfang Herbst, da gebe ich zu, das Felt. Wo Sie aber hier „pseudo-features“ sehen weiss ich nicht. Gleiches Angebot- entweder Sie schreiben mir als Kommentar, oder auch gern direkt mit einer Mailadresse, dann bekommen Sie auch gern eine Antwort.

„sie wollen doch nicht mit den Playern verglichen werden, die sie hier so offensichtlich diffamieren…..“

Hm, anscheinend haben wir eine unterschiedliche Auffassung. Aber was ist denn diffamieren aus Ihrer Sicht? Fragen wir doch einmal Wikipedia…

„Als Diffamierung (von lateinisch: diffamare = Gerüchte verbreiten) bezeichnet man heute allgemein die gezielte Verleumdung Dritter. Dies kann durch die Anwendung von Schimpfwörtern oder durch diverse Unterstellungen geschehen.

Vor allem im Bereich der Politik bezieht sich die Diffamierung auf die Ehrverletzung, Hetze sowie die Gerüchteverbreitung gegen partei- oder staatspolitische Gegner. Die dabei angewendeten Methoden können sowohl physischer als auch psychischer Natur sein und haben stets den Zweck, den Betroffenen gesellschaftspolitisch auszuschalten, mundtot zu machen oder gar zu ruinieren.

Eine moderne Form des Vertreibens einer Person aus der Zugehörigkeit und Anerkennung ist das sogenannte Mobbing, das sich u. a. durch öffentliche Diffamierung auszeichnet.“

Das wiederum setzt aber voraus, es müssten Gerüchte verbreitet worden sein. Von mir? OK, wo denn? Ich habe auch keine wirkliche Idee auf wen sich das bezieht, auch nicht mal eine auf was es sich beziehen könnte. Eines habe ich in 16 Jahren bloggen nie gemacht, Gerüchte zu verbreiten. Alle Aussagen zu Tarifen, Gesellschaften und Themen können Sie nachlesen, dazu sind meist sogar die entsprechenden Bedingungen hinterlegt und ein einfacher Klick bringt Sie genau dahin.

 

Den Rest erspare ich Ihnen

Weitere Aussagen aus der und einer weiteren Nachricht erspare ich Ihnen lieber, nicht jede Beleidigung und jeden Unsinn muss man aufgreifen. Aber eins möchte ich dennoch sagen:

Ich mache das gerne und kostenfrei. Dieser LiveChat ist eine Ergänzung zu dem normalen Beratungsangebot und kostet den Anfragenden nichts. Manches kann man dort beantworten, anderes wiederum nicht und am Ende jedes Chats steht Ihnen ein Sternesystem zur Bewertung und eine Kommentarfunktion zur Verfügung, einfach nutzen. Danke !

Und nun wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende. Dem der es nutzen möchte viel Spaß um Chat. Wer es nicht nutzen mag, dem stehen genug andere Wege zur Verfügung, auch passende Berater und Portale im Internet bieten Ihren Service an.

Nur eine Bitte an den Schreiber dieser Nachricht heute: Sparen Sie sich doch Beleidigungen und Behauptungen und nutzen Sie gern eine andere Seite. Und wenn Sie schon stänkern möchten, dann doch gern mit „offenem Visier“, also mit Namen und richtiger Mailadresse, dann kann (und werde) ich Ihnen auch antworten.

08.
Juni '17

passt24.de – wenn so gar nichts passt, dann passt(s) – noch mehr Unsinn in der Branche


Seit 1996 bin ich in dieser Branche unterwegs, seit 2000 Makler und seitdem auch nahezu vollständig im Bereich der Kranken- und Berufsunfähigkeitsabsicherung beratend unterwegs, seit nun über 17 Jahren ausschließlich per Telefon und Mail/online. Warum ich das zuerst schreibe? Weil ich einer der ersten Makler war, die online umfangreiche Themen wie PKV und BU beraten haben und weil ich neue Technologien liebe. Fintechs, auch wenn diese teilweise viel Mist bauen, wie Knip und Clark uns ja hier und hier zeigen, haben diese etwas geschafft, was Jahre zuvor undenkbar war. Versicherer denken nach und glauben nicht mehr „wie vor 30 Jahren bleibt es immer“.

Vor über 17 Jahren gab es einmal Datensatzanbieter, damals hieß einer der ersten financescout24, da habe ich damals mal Datensätze gekauft, also Kundendaten von Menschen, die im Internet eine Beratung gesucht haben. Diese Kunden fragten auf der Seite von financescout an, dieser prüfte die Daten auf Richtigkeit und verkaufte diese dann an Makler, der Kunde wusste das und wartete auf den Anruf. 63,80 DM (!) hat ein Datensatz damals gekostet.

Auch heute funktioniert das „Geschäft“ der Datensatzhändler noch genau so. finanzen.de ist einer der größeren. Diese bieten Datensätze an, welche über Websites generiert werden, der Makler zahlt heute einen Betrag von bis zu 250 € für eine Adresse und eine Telefonnummer für die PKV und davon sind viele Fakeanfragen. Da wundern wir uns über Qualität in der Beratung? aber das nur am Rande.

Ein neues anderes Konzept verfolgt „passt24“. Makler/ Berater können für einen festen monatlichen Betrag da „mitspielen“ und bekommen Anfragen, auf welche Sie anonym angeboten abgeben können. HEY… Super. ich wollte das schon immer mal.

Damit Sie aber verstehen was da passiert und erfahren wie es mir erging (als Interessent wohlgemerkt, nicht als Berater) die ganze Geschichte. Ein Interessent erzählte mir von der Plattform, aber nicht ob es ihm gut oder schlecht ergangen ist. OK, er war danach bei mir, hätte ich mir auch denken, aber ok. Also schaute ich mich mal auf der Seite um und versuchte das System zu verstehen.

Das Modell von passt24 erklärt

Zunächst der Hinweis. Alle Screenshots dieses Beitrages dienen der Beschreibung des Systems und meiner Erfahrung damit. Das (c) und die Bildrechte liegen weiter bei passt24.

Letztendlich ist es nichts anderes als eine Vermittlungsplattform zwischen Kunde und Berater, also das was andere Datensatzanbieter und Datensammelseiten auch tun. Dort ist es aber etwas anders. Der Kunde fragt an, gibt seine persönlichen Daten an, bekommt (im besten Fall) den Hinweis „Ihre Daten werden an einen Berater weitergeben, der meldet sich dann“ und wartet dann auf den Anruf/ die E-Mail etc.

So funktioniert das System für den Interessenten

Als Interessent, der sich nach einem neuen Versicherungsprodukt umsehen möchte, gehen Sie auf die Seite von passt24 und schauen sich die Sparten oben an. Dann ist ein Formular auszufüllen, welches die Sparte und die entsprechenden Daten abfragen soll. Schließlich muss der Berater auf der anderen Seite auch wissen, für was genau er überhaupt ein Angebot erstellen soll.

 

Modell bei passt24, (c) passt24

Ich habe es mir ausschließlich im Bereich der Privaten Krankenversicherung angeschaut, zur BU folgt das etwas später, dort warte ich auf die Unterlagen des Kunden, welcher das bereits „absolviert hatte“ und mir erst davon erzählte. Schauen wir uns das dann einmal genauer an.

Anfrage zur PKV, bei der passt24 Seite

Interessant ist zudem, eine Beschränkung auf unabhängige Berater scheint es nicht zu geben. Also kann auch passieren, ein Angebot wird von einem Vertreter abgegeben. Das ist nicht schlimm, muss nur der Interessent wissen, es kann dann aber kein unabhängiges Angebot sein.

Lesetip: So finden Sie unabhängige Beratung in Finanz- und Versicherungsfragen

Vertreter sind an eine (oder manchmal mehrere, Mehrfachagenten) Gesellschaften gebunden und für diese tätig. Eine andere Gesellschaft lässt sich dann nicht vermitteln. (mehr …)

03.
März '17

Beraten Sie unabhängig oder sind Sie an Gesellschaften gebunden?


und: Haben Sie Favoriten, welche Sie immer oder bevorzugt vermitteln?

Lesezeit: ca. 10 Min.

Da diese Frage immer wieder gestellt wird und allein heutigen LiveChat dreimal aufkam, brauche ich eigentlich einen Blogbeitrag dafür, den ich in solchen Fällen verlinken kann. Also erscheint dieser Beitrag zum einen als Information für Sie, zum anderen als kleine „Arbeitserleichterung“ bei zukünftigen Fragen, für mich.

Natürlich ist es durchaus verständlich und vollkommen berechtigt, dass Sie vor einer Beratung eine solche Frage stellen und vor allem, dass sie hinterfragen, wer Ihnen gegenübersitzt. Daher nutze ich diese Gelegenheit, einmal etwas mehr zu erklären, was mein beruflicher Status ist und wie eine Beratung in der privaten Krankenversicherung, aber auch der Berufsunfähigkeit oder Teilbereichen der Altersvorsorge aussehen kann.

Versicherungsmakler – eine Einstellung

Bereits in der Vergangenheit habe ich des Öfteren darüber geschrieben, wo Sie eine unabhängige Beratung in Finanz-und Versicherungsfragen bekommen können. Das hier wird ganz sicher keine Lobesrede an die Makler und ein Schlechtreden aller anderen Berater, denn in allen Beratungszweigen werden Sie sowohl gute und engagierte Berater finden, als auch welche, die vorwiegend auf das eigene Portemonnaie achten.

Natürlich leben wir als Makler, wie jeder andere Berater in der Branche auch, von unseren Kunden. Der Gesetzgeber legt den Maklern besondere Aufgaben auf und hat dieses vor vielen Jahren bereits durch das Sachwalterurteil klargestellt. Der Versicherungsmakler steht in seiner Beratung auf der Seite des Kunden. Wenn Sie also zu mir oder einem Kollegen kommen, der den Status des Versicherungsmaklers innehat, dann werden Sie (hier kann ich jedoch nur für mich sprechen, bei vielen anderen Kollegen ist das auch so) eine neutrale und unabhängige Bewertung ihres Versicherungsbedarfes und ein entsprechendes Angebot bekommen.

Der Versicherungsmakler kann, soll und muss über eine hinreichende Marktkenntnis verfügen und aus den am Markt verfügbaren Produkten, das für den beratenden Kunden geeignete und passende rausfiltern können. Dazu gehört jedoch auch, von bestimmten Produkten abzuraten oder eine andere Absicherungsmöglichkeit zu empfehlen.

Kennen Sie denn alle Tarife?

Ein kleines Vorurteil, welches manchmal von gebundenen Vermittlern entgegengebracht wird, der Makler könne gar nicht alle Produkte am Markt kennen und daher wählt er auch eher unter einem kleinen Produktkreis aus. Natürlich nehme ich nicht für mich in Anspruch, jeden Tarif am Markt und jedes Detail sofort zu kennen. Ich kann aber zumindest von meiner Seite behaupten, dass es durch eine hohe Spezialisierung auf wenige Produktbereiche (bei mir sind das die private Krankenversicherung, Zusatzversicherungen, die Berufsunfähigkeit und eine kleine Auswahl der Altersvorsorge ohne die BAV) einen sehr hohen Marktüberblick gibt. Zudem nehme ich für mich durchaus in Anspruch, die Bedingungen aller von mir empfohlenen Produkte vorher vollständig und detailliert gelesen und verglichen zu haben.

Eine solche Marktauswahl ist damit gesichert und führt dazu, dass sich mithilfe geeigneter Software und den originalen Druckstücken der jeweiligen Versicherungsbedingungen sehr detailliert darstellen lässt, was ein Tarif kann und was eben nicht kann.

Kommen neue Tarife auf den Markt, welche sich in den von mir beratenen Versicherungssparten wiederfinden, dann beschäftige ich mich zwingend mit solchen Tarifen. Auch wenn sich das andere nicht vorstellen können, mir macht das Lesen von Versicherungsbedingungen mit einem Textmarker tatsächlich viel Spaß. So lassen sich schnell und präzise Unterschiede zwischen den jeweiligen Versicherungsbedingungen herausfinden und kenntlich machen.

Meist habe ich zu neuen Produkten schon einen Beitrag veröffentlicht und meine Einschätzung abgegeben, bevor diese letztendlich in den verschiedenen Programmen der Vergleichssoftwareanbieter auftauchen. Das hat weniger etwas damit zu tun, dass ich diesen nicht vertraue, sondern mit meiner Grundeinstellung. Ich möchte nicht nur, dass Sie als Kunde vollständig verstehen, was Sie kaufen, das kann ich aber nur erreichen, wenn Sie auf der anderen Seite die Bedingungen lesen und wir Ihre entsprechende Fragen gemeinsam besprechen.

  • Daher ist die Devise: wissen oder wissen wo steht!

Natürlich werden sich immer mal wieder, gerade bei vor Jahrzehnten abgeschlossenen Verträgen, Versicherungsbedingungen finden, die man nicht sofort kennt. Zu einer guten Beratung gehört es dann aber, so zumindest mein Verständnis, sich gerade mit diesem alten Versicherungsbedingungen zu beschäftigen und zu überprüfen, ob diese heute noch marktfähig sind.

Bei Neuabschluss von Verträgen ist die Vergleichssoftware zwar hilfreich, jedoch ersetzt diese keine Beratung und kein langjähriges Wissen. Wer sich jedoch täglich mit Versicherungsbedingungen beschäftigt, der wird sehr schnell eine Systematik erkennen. Schauen wir uns Versicherungsbedingungen in der privaten Krankenversicherung an, so lässt sich schnell ablesen, wie diese strukturiert (mehr …)

28.
November '16

Jetzt noch schnell den Berufsunfähigkeitsschutz beantragen, oder doch warten?


Das Jahresende ist nicht mehr lang hin und viele versuchen noch alles was auf den To-Do Listen steht zu erledigen. Das sind oftmals auch Dinge die jetzt nicht so viel Spaß machen- Versicherungen stehen dort auch weit oben auf der Liste.

Dennoch habe ich bereits in einem älteren Beitrag beschrieben,

…  warum es unverantwortlich ist keinen Versicherungsschutz für den Fall der Berufsunfähigkeit zu haben

und zum Glück steigt das Bewusstsein in der Bevölkerung durchaus an. Das sieht man auch an den Anfragen die mich hier erreichen, immer öfter sind dort Auszubildende dabei, oftmals beschäftigen sich die Eltern mit dem notwendigen Versicherungsschutz für die Kinder und sorgen damit für einen wichtigen Baustein zu Beginn der Ausbildung oder des Studiums.

Warum ein rechtzeitiger Beginn so wichtig ist?

Zwei Drei Gründe gibt es, welche den Versicherungsschutz gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit teurer machen. Der erste und noch am einfachsten nachvollziehbare Grund, ist das Eintrittsalter. Je älter Sie bei Vertragsbeginn sind, desto höher ist die Versicherungsprämie. Während Schüler, Auszubildende oder Studenten aber auch Berufsanfänger noch einen günstigeren Versicherungsschutz bekommen können, wird es mit steigendem Alter schwieriger. Aber da sind wir auch schon bei dem zweiten Grund, dem Gesundheitszustand. Natürlich gibt es Erkrankungen die im Kindes-/Jugendlichenalter auftreten und später wieder verschwinden, Allergien gehören dazu, auch einige Hauterkrankungen und anderes. Im Wesentlichen nehmen aber die Erkrankungen im Alter zu. Und umso mehr Erkrankungen vorliegen, umso mehr Untersuchungen und Behandlungen stattgefunden haben, desto schwerer wird es einen entsprechenden Versicherungsschutz zu bekommen. Irgendwann bleibt nur die Wahl zwischen

Zuschlag oder Ausschluss- für was soll ich mich entscheiden?

Doch damit wird der Versicherungsschutz entweder teurer oder er wird ausgehöhlt. Damit das nicht passiert sollten Sie sich rechtzeitig um eine entsprechende Absicherung bemühen. Ein späterer Berufswechsel ist damit in der Regel nicht mehr anzeigepflichtig und somit bleibt eine bereits abgeschlossene Police gültig. Auch wenn der neue Beruf risikoreicher ist und damit nur zu einer höheren Prämie versicherbar wäre, ändert das an einem bestehenden Vertrag nichts. Und damit sind wir auch schon bei dem dritten Grund für einen frühzeitigen Vertrag, der Berufsgruppeneinstufung. Diese entscheidet über die Höhe der Versicherungsprämie, nicht über die Qualität des Versicherungsschutzes. Dennoch gilt auch hier eine möglichst gute Einstufung früh zu sichern. Auf der anderen Seite kommen mit steigendem Alter durchaus auch risikoreichere Hobbys dazu, für welche einige Versicherer deutliche Zuschläge verlangen.

Die am häufigsten gestellte Frage in den letzten Wochen ist:

Wird im nächsten Jahr wirklich alles teurer?

Diese ist ganz eindeutig mit ja zu beantworten. Das bedeutet aber nicht, dass Sie übereilt und voreilig eine Entscheidung treffen sollen. Machen Sie sich in Ruhe Gedanken, wägen Sie ab welchen Versicherungsschutz sie benötigen und lassen Sie sich ausführlich dazu beraten. Am Ende nützt ein schnell abgeschlossener, schlechter Versicherungsschutz viel weniger und Sie hätten besser gewartet.

Warum wird es denn überhaupt teurer?

Das hat im speziellen zwei Gründe. Der erste Grund liegt auch hier ganz simpel im Eintrittsalter. Wie oben bereits erläutert sind sie im nächsten Jahr „vermutlich“ ein Jahr älter. Und genau deshalb werden sie auch die Versicherungsprämie für ein höheres Eintrittsalter zahlen müssen. Ob das nun 5, 10 oder 15 % sind ist vom Versicherer abhängig und wird auch durch die Art und den Umfang des Versicherungsschutzes bestimmt. Richtig ist aber, es wird teurer. Dabei ist zu beachten, dass sie dann diese höhere Prämie über die gesamte Vertragslaufzeit zahlen müssen.

Der zweite Grund warum es speziell zum 1. Januar 2017 teurer wird ist der sogenannte Garantiezins, dieser wird nämlich gesenkt. Weniger Garantiezins bedeutet mehr Beitrag. Nehmen wir diese beiden Faktoren zusammen, so kann es für viele durchaus sinnvoll sein, sich noch in diesem Jahr um einen entsprechenden Versicherungsschutz zu kümmern.

„Dieses Jahr“ bedeutet aber bitte nicht nach Weihnachten

Ich weiß, die Vorweihnachtszeit, man hat viel zu tun, die Kinder haben Weihnachtsfeier, in der Firma geht es drunter und drüber und irgendwie weiß man nicht wo einem der Kopf steht. Das mag alles sein, aber fangen Sie bitte nicht nach Weihnachten mit der Auswahl des entsprechenden Versicherungsschutzes an, wenn es dieses Jahr noch etwas werden soll.

Die Antragstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung erfordert ein wenig Aufwand. Da müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden, vielleicht noch bei Ärzten angefragt oder Befunde besorgt werden und diese Unterlagen entsprechend aufbereitet. Und ja, auch für mich- Ihrem Versicherungsmakler- ist nicht nur Weihnachten, sondern auch Jahresende. Auch hier kommen teilweise so viele Anfragen für eine Beratung herein, dass nicht alle gleichzeitig erfüllt werden können. Aus diesem Grund wird es für einige keine andere Variante geben, als dann doch auf eine Beratung im nächsten Jahr auszuweichen.

Aber ich brauch doch noch, dann wird es doch teurer…“ ja, warum es teurer wird habe ich oben erklärt, das wissen wir aber nicht erst seit gestern. Die Garantiezinssenkung ist seit längerem bekannt, und auch die Tatsache, dass Sie versicherungstechnisch ab dem 1. Januar bei den meisten Gesellschaften ein Jahr älter sind ist nicht ganz neu. Sollten Sie also noch eine Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen, so tun Sie mir bitte einen großen Gefallen und melden sich rechtzeitig. Rechtzeitig heißt nicht mehr nach Weihnachten.

Was Sie für eine gute Beratung tun können…

Nicht nur ich als ihr Berater, auch sie können dazu beitragen, dass eine Beratung erfolgreich wird. Anfragen wie „schicken Sie mir doch mal ein Angebot“ oder „sagen Sie mir einfach welchen Vertrag ich abschließen soll“ helfen uns beiden nicht weiter. Mit einer Beratung sollen Sie so viel Wissen bekommen, dass Sie fundiert und begründet eine Entscheidung treffen können. Diese Entscheidung kann für den Abschluss eines Vertrages ausfallen, kann aber im Gegenzug auch gegen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausfallen. Dann gibt es durchaus rechts und links davon andere Produkte die manchmal besser geeignet sind. Aus diesem Grund ist eine Beratung unerlässlich. Eine solche lässt sich aber nicht in 10 Minuten mal nebenbei abhanden und auch mein Tag hat nur eine begrenzte zeitliche Kapazität. Wenn diese Beratungsstellen ausgeschöpft sind ist es eben nicht mehr möglich.

„Dann gehe ich woanders hin“

Auch das steht Ihnen natürlich frei und es gibt viele einige sehr qualifizierte Kollegen zu denen ich Ihnen uneingeschränkt raten würde und auch werde. Jedoch werden Sie bei den „guten“ und qualifizierten Kollegen das gleiche Problem haben und eben nicht innerhalb von Tagen einen Beratungstermin bekommen können, denn auch diese haben viel zu tun.

Es wird sich immer ein Berater Verkäufer finden, der Ihnen schnell und unkompliziert einen entsprechenden Vertrag verkauft. die qualifizierten und umsichtigen Kollegen sind es aber, die solchen Unsinn später wieder ausbaden müssen. Darauf habe ich, wie viele meiner Kollegen, keine große Lust.

Treffen Sie die Entscheidung richtig und begründet, oder gar nicht!

Doch eben hatte ich ja bereits angekündigt, dass Sie auch etwas dazu tun können. Besorgen Sie sich entsprechende Unterlagen Ihrer Ärzte, tragen Sie Ihre Gesundheitshistorie zusammen und schauen Sie sich schon einmal Gesundheitsfragen an. Bei mir hier auf der Seite im Downloadbereich können Sie sich unter dem unter Begriff „Antragsunterlagen“ einfach einmal einige dieser Formulare ansehen und so ein Gefühl dafür bekommen, was der Versicherer alles wissen möchte.

Vor einer Beratung füllen Sie bitte den Kriterienfragebogen zur Berufsunfähigkeit aus. Auch eine gute Idee ist es, den Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung zumindest ansatzweise gelesen zu haben. Und wenn Sie dann noch Zeit und Lust haben sich eingehender und tiefgründiger mit dem Thema zu beschäftigen, dann schauen Sie sich hier einmal die Auswahlkriterien an und lesen einige der Beiträge zum Thema Berufsunfähigkeit im Blog.

01.
November '16

Die 1-Minuten-BU von Knip – ein Marketing Gag der zum Verlust des Versicherungsschutzes führen kann, aber keine seriöse Beratung


Zunächst einmal ist es mehr als positiv, dass auf die Wichtigkeit und Notwendigkeit einer Berufsunfähigkeitsversicherung hingewiesen wird, dabei ist es völlig egal von wem dieses geschieht.

Artikel: Warum es unverantwortlich ist keinen BU Schutz zu haben

Und auch wenn das Handelsblatt in seiner unsäglichen Geschichte vor einigen Wochen eine etwas andere Meinung vertreten hat, hat man selbst dort dieses inzwischen revidiert. Doch gerade die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Absicherung der eigenen Arbeitskraft und damit die Sicherung aller anderen Vorhaben im Leben, gehört zu den wichtigsten Vorhaben.

Artikel: Ohne Einkommen ist alles andere nichts

Ohne ein regelmäßiges Einkommen sind die Finanzierung der laufenden Ausgaben, die Bezahlung der Ausbildung der Kinder, eigene (Urlaubs-) Reisen natürlich auch die Altersvorsorge nicht möglich. Wer kein Einkommen mehr erzielen kann, da er krankheits- oder unfallbedingt keine Erwerbstätigkeit mehr nachgehen kann, der benötigt jemanden der für dieses Einkommen sorgt, die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Nun haben die sogenannten Insurtechs, also Unternehmen die eine Verwaltung ihrer Versicherungen über eine App auf dem Smartphone anbieten, auch „schon“ das Thema und die Wichtigkeit der Berufsunfähigkeitsversicherung erkannt.

Artikel: Knip, Clark und Co – ein neuer Ansatz der Beratung?

Getreu nach dem Motto „die Geister die ich rief“ muss natürlich speziell bei diesen Fintechs alles möglichst einfach, unkompliziert und mit wenigen Klicks erledigt sein. Da wundert es mich nicht, dass man dort die so wichtige Berufsunfähigkeitsversicherung, also die Absicherung der eigenen Arbeitskraft als „1-Minuten-Produkt“ bewirbt. In seinem aktuellen TV Spot heißt es an wörtlich:

„Dabei dauert es nur eine Minute sich vor dem Ernstfall (Anmerkung: Berufsunfähigkeit) zu schützen. Nimm dir jetzt die Zeit!“

knip-video-screenshot

Als gewissenhafter Berater und jemand der sich bereits seit über 16 Jahren mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung beschäftigt sträuben sich mir die Nackenhaare. Hier wird suggeriert, dass eine Absicherung gegen das elementare Risiko der Berufsunfähigkeit mit einem Zeitaufwand von nur einer Minute möglich sein soll. Hier wird eine Illusion geschaffen die nur ein einziges Ziel hat, den möglichen Interessenten auf die eigene Internetseite zu locken.

Lassen Sie mich eines vorwegnehmen. Ich habe genau das getan, ich habe mich der Website umgesehen und versucht eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu berechnen. Unabhängig davon, dass selbst ich (und im Gegensatz zu dem Laien weiß ich sogar wo ich klicken muss und was vielleicht wichtig sein könnte) in einer Minute nicht ansatzweise so einen sinnvollen Vorschlag gekommen bin, ist diese „1 Minuten BU“ ein wahrer Hohn. Wer ernsthaft glaubt, dass die Auswahl einer existenzsichernden und damit „lebenswichtigen“ (zumindest finanziell) Police innerhalb von einer Minute erledigt sein kann, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.

Schauen wir uns doch die „Beratung“ einmal etwas genauer an und wählen dabei einen Musterkunden. Dieser Kunde in meinem Test war ein Diplom-Informatiker. Ich habe ein fiktives Bruttoeinkommen von 3.200 €/ netto 2.000€ vorgegeben, dazu ein Endalter bis zum 67. Lebensjahr.

knip-bu-dateneingabeNach Eingabe dieser Daten (mehr wird auch nicht abgefragt) offeriert mir der Onlineanbieter sofort die drei passenden Angebote.

knip_bu_drei_angebote_1

Cool, geht jedoch ganz schnell und in wenigen Minuten kann ich mich entscheiden. Die Kriterien zum Versicherungsumfang sind auf einer Seite zusammengefasst, und es gibt sogenannte Comfortleistungen. Zum unterstützen meiner Auswahl ist der mittlere Tarif mit dem Zusatz „unsere Preis/Leistung Empfehlung passen zu deiner Lebenssituation“ noch farblich hervorgehoben. Für 90,55 € im Monat bekomme ich einen Versicherungsschutz von 1.500 € monatliche Rente.

Stopp! Warum stehen denn da 1.500 €? Ich habe doch gerade bei meinem Nettoeinkommen 2.000 € vorgegeben und das Bruttoeinkommen beträgt 3.200 €? Selbst wenn ich eine Rechnung von 65 % des Bruttoeinkommens (wie das einige Gesellschaften tun) zu Grunde legt, liegt meine versicherbare Rente bei knapp 2.000€. Das kann der Onlinerechner natürlich nicht wissen, denn das Bruttoeinkommen wird gar nicht erst abgefragt.

Doch im oberen Bereich des Bildschirms geht es eine Möglichkeit das Angebot zu individualisieren. „Super“ denke ich und klicke drauf. Daraufhin erscheint die folgende, durchaus interessante Auswahlmaske.

knip-bu-individuelle-eingaben

Geht also der Onlinerechner davon aus, ich hätte keinen Schulabschluss. Klingt logisch, habe ich doch als Beruf Informatiker eingegeben, dazu braucht man sicherlich keine Ausbildung. Also korrigiere ich diesen Unsinn auf Diplom. Klicke danach auf Filter anwenden und warten was passiert.

Es folgen drei neue Angebote, dummerweise ist das günstigste Angebot von 63 auf 68€ angestiegen, was angesichts der besseren Berufsausbildung völliger Unfug ist. Aber ich als unbedarfte Kunde tue genau das was von mir erwartet wird und klicke auf „online beantragen“ unter dem mittleren Angebot, schließlich ist dieses die Empfehlung des Anbieters.knip-bu-drei-angebote-ii

Zu meiner großen Überraschung funktioniert ab jetzt fast nichts mehr. Meinen Namen, das Geschlecht und mein Geburtsdatum kann ich noch eingeben, ebenso meine Handynummer zur Verifikation. Den Code der mir per SMS umgehend auf mein Smartphone geschickt wird gebe ich sofort ein. Ebenso trage ich dann auf der folgenden Seite meine Anschrift und Bankverbindung ein. Interessant ist die Unterschrift im Feld darunter. Nach meiner Unterschrift sieht das nicht aus, wie sollte es auch schließlich habe ich nirgendwo unterschrieben.

knip-bu-pers-datenIch ging weiter und komme zur nächsten Seite mit Gesundheitsfragen. Um den Versicherungsschutz auf mich und meinen Versicherer abstimmen zu können, dazu benötigt Knip nun meine Gesundheitsangaben. Naiv wie ich bin dachte ich ernsthaft, die Produktauswahl wäre beendet und man hätte mir bereits eine Empfehlung gegeben?

knip-bu-gesundheitsfragen

Übrigens funktioniert bei dem Klick auf die Dokumente auf der rechten Seite nur die Beratungsdokumentation (hier ein Beispiel) und die erst Information. Wer jedoch glaubt er könnte den Versicherungsvertrag oder die zugrundeliegenden Versicherungsbedingungen einmal nachlesen, der wird enttäuscht.

knip-bu-fehler-ii

Nachdem es bei meinem Versuch gestern gar keine Informationen gab, erhalte ich heute beim Klick auf „Erstinformation“ eine Information für Vertriebspartner. Das ist nett, bringt aber rein gar nichts und ist am Ende auch nichts für den Kunden. Klick auf „Versicherungsvertrag“ und „AVB“ führen zu einer Fehlermeldung und dem Hinweis diese Infos gibt es erst im Antrag. Die „Beratungsdokumentation“ gibt es hier nachzulesen.knip-bu-fehler-i

Doch nun mache ich mich an das Ausfüllen der Gesundheitsfragen, kommen jedoch nicht wirklich weiter. Nachdem ich die Frage nach bestehenden Erkrankungen der letzten fünf Jahre wahrheitsgemäß mit ja beantwortet habe, geht es nicht mehr weiter.

knip-bu-hinweis-mail-oder-tel

Nachdem ich dann auf die Kontaktvariante E-Mail geklickt habe, kommt nur noch ein Hinweis, dass ich es jetzt geschafft habe und man mir die Unterlagen zusenden wird. Blöd nur, dass diese nicht kamen.

knip-bu-geschafft

Viel interessanter ist jedoch etwas Anderes, denn während mir die Produktempfehlung von einem Beitrag von über 90 € verkauft werden sollte, ergab die Berechnung bei der AXA direkt eine Prämie von 76,53 € und damit eine viel geringere Prämie. Über die Laufzeit gesehen hätte ich bei einem voreiligen Abschluss über Knip immerhin 4.710,72 € zu viel bezahlt.

knip-bu-axa-angebot

Ebenfalls fragwürdig ist die Produktempfehlung selbst, denn andere Anbieter weisen einen durchaus umfangreicheren Versicherungsschutz auf und bieten diesen für eine geringere (als die von Knip ausgewiesene) Prämie an. So müsste ich für einen vergleichsweise identischen Versicherungsschutz mit 1.500 € Rente bis zum 67. Lebensjahr und einem umfangreicheren Bedingungswerk bei der Alte Leipziger Versicherung nur 83 statt 90 € Monatsprämie zahlen, auch hier immer noch eine Ersparnis von 2.352 € über die Vertragslaufzeit von 28 Jahren.

knip-bu-al-vergliech

Auch die Gesundheitsfragen in dem Formular bei Knip sind nicht identisch mit den Gesundheitsfragen im Antrag der AXA. Das führt dazu, dass selbst bei wahrheitsgemäßer Beantwortung aller Fragen eine Abweichung zu den Angaben im Antrag besteht. Mal unterstellt der Interessent bekommt nach diesem Onlineformular den Antrag noch per E-Mail zugeschickt und vertraut darauf, dass seine Angaben richtig übernommen worden, besteht hier eine weitere große Gefahr. Durch die abweichenden Formulierungen entsteht die Gefahr einer Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht. Dieses führt zu einer Verweigerung des Versicherungsschutzes im Leistungsfall und am Ende war die gesamte Police nichts wert.

knip-bu-axa-gesundheitsfragen

Es scheint sich übrigens nicht um ein Problem in der Datenübermittlung an die AXA zu handeln, sondern um ein generelles technisches Problem. Alternativ habe ich ein Angebot für eine Altenpflegerin mit einer monatlichen BU Rente von 1.500 € berechnet. Hier wird als Empfehlung ein Versicherungsschutz bei der Allianz ausgesprochen, mit einer monatlichen Rente bis zum 67. Lebensjahr und einer Prämie von 355,19 €. Klickt der Interessent hier auf die Dokumente und erwartet dann seinen Versicherungsvertrag oder die erst Information, so bekommt er ein Musterangebot für Max Muster einer Rente von 1000 € und einer Prämie von 60 €. Die Schnittstellen zu den Versicherern scheinen hier also nicht nur manchmal, sondern ganz generell nicht zu funktionieren, und eine entsprechende Aufbereitung der Angebote findet nicht statt.

knip-bu-allianz knip-bu-allianz-muster-max

Eine 1-Minuten-BU ist eine Marketinglüge

Hier wird bewusst versucht ein kompliziertes und beratungsintensives Thema irgendwie kompatibel mit dem Ansatz eines Insurtechs zu machen. Mit dem heutigen Stand ist dieses jedoch nicht machbar und ein Abschluss über diesen Weg nicht zu empfehlen.

Der Interessent bekommt unpassende und viel zu teure Angebote, bekommt keine umfangreichen Leistungsvergleiche und Vertragsinformationen und ihm werden wahllos drei Tarife auf den Bildschirm geworfen. Zudem scheint in der Berechnungsroutine einiges nicht zu funktionieren, denn selbst nach Eingabe eines höherwertigen Berufsabschlusses (in unserem Fall dem Diplom) erscheint im zweiten Schritt eine höhere Prämie.

Zusammengefasst sich das Angebot zur 1-Minuten-BU wie folgt beschreiben

knip-bu-fazit

Nach den derzeitigen Informationen und mit dem derzeitigen Ablauf ist von einem online Abschluss über die Knip Plattform dringend abzuraten. Das von Knip online gestellte Video mit dem BU Experten (der keiner zu sein scheint) ist noch viel schlimmer… Dazu mehr in einem anderen Artikel. Generell stehe ich jedoch auch der neuen Entwicklung sehr positiv gegenüber, habe ich doch bereits vor 16 Jahren mit der Onlineberatung begonnen und berate seit dem ausschließlich im Rahmen der Fernberatung am Telefon und online. Eine App und damit ein schneller Kontakt mit dem Berater und die Verfügbarkeit von Informationen über den eigen Vertrag kann durchaus hilfreich sein.

Jedoch dauert bei mir eine Beratung zu Berufsunfähigkeit mehrere Stunden, erfordert die Auswahl mit passenden Kriterien und ein individuelles Ausarbeiten und Festlegen der Berufsgruppe, der Risikofaktoren und der Erstellung eines persönlichen Angebots. Erst das Zusammenspiel aller Faktoren führt zu einer individuell passenden Absicherung und bedarfsgerechten Konditionen Weitere Informationen finden Sie auch unter folgenden Links. Bei Fragen sprechen Sie mich gern an, eins kann ich aber versprechen: Ohne einige Stunden investierte Zeit werden Sie niemals zu einem passenden Schutz kommen.