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09.
Oktober '17

Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) mit hohen Beitragsanpassungen in Alttarifen


Vor einigen Tagen hatte ich von einem Versagen der Kalkulation bei der Axa geschrieben und im Verlauf auch zu dem gerichtlichen Prozess um die Unabhängigkeit des Treuhändlers. Hier zeigt sich bei den Anpassungen der AXA ein sehr hoher Bedarf, die Hallesche hatte hingegen deutlich moderatere Entwicklungen angekündigt. Nun folgt der nächste im Bunde, auch die SDK veröffentlicht nun bereits das, was die Kunden nach dem 14. 11. 2017 als Post nach Hause bekommen.

–> Beitragsanpassungen zum Januar 2018 können Sie aktualisiert immer wieder hier nachlesen. 

Doch nun zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrages, den angekündigten Anpassungen der Süddeutschen Krankenversicherung, welche in den letzten Jahren immer wieder auf die „Ein-Traifwerk Strategie“ hingewiesen haben und damit nach eigenen Aussagen sehr gut gefahren sind. Zum Mai diesen Jahres kamen dann die neuen Tarife mit einem der höchsten, wenn nicht dem höchsten Leistungsniveau in der deutschen PKV. Mit „mehr geht nicht“ lassen sich die Leistungen der Tarife am besten umschreiben.

–> Neue Tarife der Süddeutschen Krankenversicherung – mehr Leistung, noch mehr Leistung

Diese neuen, gerade erst eingeführten Tarife „Gesundheit fair“ sind von der Anpassung nicht betroffen. Wie auch, sind diese nun auch erst wenige Monate alt. Zudem hatte die SDK den Bestandskunden in den Alttarifen bereits bei der Tarifeinführung der neuen „Gesundheit Fair“ Serie ein Wechselrecht ohne Gesundheitsprüfung eingeräumt, was ich persönlich für- vorsichtig formuliert- schwierig halte, aber das ist ein anderes Thema.

Beitragsanpassung 2018 – welche Tarife sind betroffen?

Grundsätzlich kann man sehr vereinfacht sagen, fast alle Tarife in dem alten Tarifwerk FLEXOPrivat sind von der Anpassung betroffen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um die

  • FLEXOPrivat Tarife in der alten Bisex Welt

  • FLEXOPrivat Tarife in der neuen Bisex Welt

  • FLEXOPrivat Tarife in der Unisex Welt

  • Beamtentarife in der alten Bisex Welt

  • Beamtentarife in der neuen Bisex Welt

  • Beamtentarife in der Unisex Welt

  • Pflegetagegelder PG in Bisex (nur bei Männern)

  • Zusatztarife (dort teilweise aus Senkungen)

  • Krankentagegelder in Bisex

  • Krankentagegelder in Unisex

  • Firmentarife

  • Kassentarife

  • Alttarife

handelt, all diese Tarife sind betroffen und werden teilweise sehr deutlich angehoben. Damit keine Missverständnisse entstehen und wie ich es auch sonst immer schrieb, Anpassungen finden nicht in Prozent sondern am Ende in Euro statt. Die SDK besitzt Bausteintarife, bedeutet also auch es kann nur ein Baustein (ambulant, stationär und/oder Zahn) angepasst werden, dennoch sind die Anpassungen gravierend.

Beitragsanpassung 2018 – wie hoch können die Anpassungen sein?

Nun, die SDK hat bereits Prämien veröffentlicht, Prämien für das Neugeschäft welche sich nicht direkt 1:1 auf den Bestand übertragen lassen, dennoch bieten diese Anpassungen im Neugeschäft einen Ausblick auf die Bestandstarife. Ich werde einfach mal hier zu den Tarifen / Tarifgruppen einige Anpassungszahlen schreiben. Alle Angaben sind in %.

FLEXOPrivat Tarife in der alten Bisex Welt, Tarife A100, A107, A80

ambulante Tarife A100n, A107n, A80n, A210n, A75n – Anpassungen bis 20% bei Kindern, bis 25% bei Erwachsenen, Frauen bis 43%
AZn – Anpassungen bis 1,6% bei Kindern, Schüler bis 60%, bis 23% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S102n, S101n – keine Anpassungen bei Kindern, bis 20% bei Schülern, bis 21% bei Erwachsenen

FLEXOPrivat Tarife in der neuen Bisex Welt

ambulante Tarife A100n, A107n, A80n, A210n, A75n – Anpassungen bis 20% bei Kindern, bis 25% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 1,6% bei Kindern, Schüler bis 60%, bis 10% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S102n, S101n – keine Anpassungen bei Kindern, bis 43% bei Schülern, bis 21% bei Erwachsenen

FLEXOPrivat Tarife in der Unisex Welt

ambulante Tarife A100U, A107U, A80U, A210U, A75U – Anpassungen bis 22% bei Kindern, bis 21% bei Erwachsenen, Frauen bis 39%
AZU – Anpassungen bis 2% bei Kindern, Schüler bis 50%, bis 12% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S102U, S101U – keine Anpassungen bei Kindern, bis 20% bei Schülern, bis 8% bei Erwachsenen

Beamtentarife in der alten Bisex Welt

ambulante Tarife A30a, R30a, BW1a – Anpassungen bis 37% bei Schülern, bis 23% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 17% bei Kindern, Schüler bis 38%, bis 11% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S30a – 20% Anpassungen bei Kindern, keine bei Schülern, keine bei Erwachsenen

Beamtentarife in der neuen Bisex Welt

ambulante Tarife A30n, R30n, BW1n – Anpassungen bis 38% bei Schülern, bis 23% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 17% bei Kindern, Schüler bis 38%, bis 9% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S30n – 20% Anpassungen bei Kindern, keine bei Schülern, keine bei Erwachsenen

Beamtentarife in der Unisex Welt

ambulante Tarife A30U, R30U, BW1U – Anpassungen bis 15% bei Schülern, bis 11% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 17% bei Kindern, Schüler bis 28%, bis -3 bis 4% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S30a – 20% Anpassungen bei Kindern, keine bei Schülern, keine bei Erwachsenen

Pflegetagegelder PG in Bisex (nur bei Männern)

PG1, 2, 3, 4, 5 (S) Keine bei Kindern und Schülern, bis zu 67% bei Erwachsenen

Zusatztarife (dort teilweise aus Senkungen)

Zusatztarife AG, AG80, NH, ZGBm WGZ Senkungen bis 40%, Erhöhungen bis 15%

Zusatztarife Unisex: Senkungen bis 40%, Erhöhungen bis 24%

Krankentagegelder in Bisex

TA2-52: geringe Senkungen, in hohen Karenzzeiten bis 60% Anpassung

Krankentagegelder in Unisex

TA2-52: geringe Senkungen, in hohen Karenzzeiten bis 80% Anpassung

Firmentarife, Kassentarife

geringe Senkungen, Anpassungen bis 30%

Alttarife

Anpassungen auch hier von Senkungen bis 12% bis hin zu Erhöhungen von 29%

Beitragsanpassung 2018 – was Sie tun können?

Nun, zunächst sei nochmals erwähnt, es handelt sich hier um Neugeschäftsbeiträge. Allerdings von Tarifen die so aktiv nicht mehr angeboten werden. Die SDK hat sich mit Einführung des neuen Tarifwerkes entschieden, hier den Bestandskunden ein Wechselrecht anzubieten.

Dieses können Sie nutzen und damit ggf. sogar (temporär) Geld sparen und sich einen besseren Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung erkaufen. Sie sollten sich dabei aber zunächst Gedanken machen (je mehr, desto länger Sie bereits in den Tarifen sind) welche Leistungen Sie STAND HEUTE wirklich brauchen, was Ihnen wichtig ist und wie diese Leistungen abgeschlossen werden können. Dazu bietet der

KRITERIENFRAGEBOGEN zur PKV

eine kleine, erste Hilfestellung. Danach benötigen Sie Beratung, Beratung in welche Tarife ein solcher Wechsel möglich ist. Vorrangig bei der SDK selbst, ist dieses dort aber gar nicht zu bekommen, so wären selbst anderweitige Alternativen denkbar.

02.
Oktober '17

Hallesche Krankenversicherung – Beitragsanpassung und Tendenzen zum 01. 01. 2018


Das Jahresende naht und so folgen immer mehr Unternehmen und veröffentlichen die Beitragsanpassungen für das kommende Jahr. Hier auch die Hallesche, wobei wir auch hier zunächst Zahlen für das Neugeschäft sehen, es handelt sich daher nicht unbedingt auch um die Anpassungen im Bestand. Zudem: Es sind Tendenzen und Beitragsanpassungen finden wie immer in Euro und nicht in Prozent statt.

Dennoch ist es ein Anhaltspunkt und ein Blick in Richtung 2018, daher habe ich mich auch hier entschlossen die Infos so zu veröffentlichen. Bitte beachten Sie daher aber immer, es ist eine allgemeine Aussage, Aussagen zu speziellen Konstellationen kann ich Ihnen bei den Neugeschäftsbeiträgen ab sofort verbindlich nennen, da die Prämien 2018 veröffentlicht sind. Bei den Bestandstarifen hingegen, gibt es noch keine Aussage. Die Hallesche passt aber auch hier durchaus im Frühjahr und nicht zwingend zum 01.Januar an.

Hallesche Krankenversicherung – Beitragsanpassungen 2018

Nicht angepasst werden dieses Jahr die Vollkostentarife (UNISEXTARIFE)

  • – NK. 3 (Tarifstufe mit 300 € SB)
  • – KS. 3
  • – Primo. Tarife (Erwachsene und Kinder)

Die Tarife der Beitragsentlastung im Alter (Unisex, MBZ.flex) bekommen erstmals seit der Einführung eine geringe Anpassung. In der Größenordnung 1 Cent mehr Beitrag auf 5 € Beitragsentlastung). Auch bei den Krankentagegeldern erfolgt eine Anpassung, da hier die neuen Leistungsausgaben bei Mutterschutz berücksichtigt werden müssen.

Angepasst werden zum 01. 01. 2018 im Neugeschäft die Beiträge in folgenden Prozentangaben (ca.) (UNISEXTARIFE)

  • NK. Tarife zwischen 5 und 9%
  • KS. Tarife ca. 8%
  • MAS. Tarife 6-9 %

Interessant sind dabei durchaus die Anpassungen seit 2013, also seit dem die neuen Unisextarife am Markt sind und angepasst wurden. Die genauen Zahlen und eine Beitragsentwicklung ist auf der folgenden Grafik gut zu erkennen:  (zum Vergrößern klicken)

08.
September '17

AXA Krankenversicherung mit völligem Versagen in der Kalkulation? Neue Beitragsanpassung zum 01.01.2018


Manchmal frage ich mich, was Aktuare machen und da wundert es dann am Ende auch nicht, das hier ein Verfahren gegen die Axa zur Frage der Unabhängigkeit des Aktuars läuft.  Bereits im vorletzten und letzten Jahr bekamen die Kunden in den AXA Vital und EL, EL Bonus Tarifen Post zu der Anpassung. Klar waren die Tarife zu günstig, aber 34% Anpassung in den Bisextarifen waren damals schon heftig.

–> 34% Anpassung in den AXA VITAL Tarifen – was Sie tun können

Schon in dem oben verlinkten Beitrag hatte ich eine Berechnung angestellt, eine die einmal die Beitragsentwicklung und die Höchstbeiträge der GKV gegenübergestellt. Da war schnell zu sehen, Versicherte die über Jahre mehrere hundert Euro in die eigene Tasche gesteckt haben, müssen diese nachzahlen. Das geht nur in Form einer Beitragsanpassung. Doch schauen wir uns nun die aktuellen Zahlen einmal an:

Was passiert hier eigentlich?

Zunächst einmal gilt, Beiträge werden niemals in % angepasst, sondern in Euro. Bedeutet aber im Umkehrschluss auch, Anpassungen sind nötig, wichtig und erforderlich um die Leistungsfähigkeit der Krankenversicherung und auch der gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten.

In der gesetzlichen Krankenkasse finden die Anpassung auf zwei Arten statt. Eine betrifft alle, eine nur die freiwillig versicherten Kunden. Die erste ist eine Anpassung/ Anhebung des Zusatzbeitrages. Dieser wird direkt und vollständig von dem Versicherten bezahlt, der Arbeitgeber beteiligt sich hier nicht. Die zweite Anpassung betrifft nur die Versicherten über der Beitragsbemessungsgrenze. Hier wird durch Anhebung der Grenze (Zahlen für 2018 sind noch nicht bekannt, aber vorr. auch hier vergleichbar zu den Anpassungen 2017) mehr Einkommen beitragspflichtig. Doch die Axa und/ oder deren Aktuar scheinen nicht so richtig vernünftig kalkuliert zu haben, denn die aktuelle Anpassung betrifft die UNISEX Tarife, also eigentlich Tarife welche mit geringeren Zinserträge kalkuliert wurden.

Warum so hohe Anpassungen?

Am Ende wird es teilweise Spekulation bleiben, es sei denn wir kennen die vollständigen Unterlagen, auf die hat aber nur der Kunde in einem Gerichtsverfahren oder mit Einsicht durch einen anderen Treuhändler eine Chance. Die AXA scheint es hier in den neuen Tarifen der Unisexwelt nicht ansatzweise in den Griff zu bekommen.

Es ist nicht nur peinlich für die Axa und schlimm für den Kunden, es ist einfach eine Schande für alle Versicherer welche sauber und seriös kalkulierten.

Die Anpassungen in einem Beispiel

Doch um das ganze etwas plastischer und verständlicher zu machen und weg zu kommen von pauschalen Prozentaussagen, schauen wir und einmal eine Kundin an. Im Jahr 2016 versicherte sich diese in den Tarifen der AXA. 27 Jahre ist die Kundin heute, 26 Jahre also bei Abschluss des Vertrages.

Neben dem Haupttarif, dem BA6-U (einem Tarif für Ärzte) wurde der Kundin der passende Zahntarif, das Krankentagegeld und die Pflegeversicherung verkauft. Dazu, weil der Beitrag ja bisher zu niedrig war und man ja keinen AG Zuschuss verschenken will, ein Beitragsentlastungsbaustein mit 150 € monatlicher Entlastung und einem Beitrag von 49,65 €.

Nach Abzug des Arbeitgeberanteils bleibt der Kundin ein Eigenanteil in Höhe von 298 €, dort sind alle Vertragsbausteine berücksichtigt. Wäre die Kundin in der GKV geblieben, so läge Ihr Beitrag in 2017 bei:

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2017: 383,89 € zuzüglich des Zusatzbeitrag der GKV, einkommensabhängig wenn erhoben.

Jetzt müssen wir fairerweise drei weitere Punkte berücksichtigen.

  1. Der Beitrag von 49,65 € muss raus, den eine Beitragsentlastung im Alter gibt es so in der GKV nicht.
  2. Das Krankengeld beträgt in der GKV knapp 90 €, nicht 120. Fehlen also weitere 7,80 €
  3. Die Tarife sind deutlich leistungsfähiger geübter der GKV. Um hier wenigstens ansatzweise einen Vergleich herzustellen, benötigen wir Zusatzversicherungen. Besonders im Bereich stationär, ambulant ebenfalls (auch wenn der volle Zustand Privatpatient so nicht herzustellen ist), dazu Zahnzusatz und eine mehr. Realistisch werden wir wohl bei dem Alter bei ca. 70-100 € für die Zusatzversicherungen herauskommen.

In der Praxis und im direkten Vergleich sieht das dann so aus:

GKV PKV
Krankenversicherung 635,10 € 520,86 €
Pflegeversicherung 121,80 € 26,68 €
Zusatzbeitrag GKV 43,50 € –   €
Beitragsentlastung –   € 49,65 €
Zusatzversicherungen 80,00 € –   €
AG Zuschuss KV -317,55 € -298,60 €
AG Zuschuss PV -55,46 € -13,34 €
Arbeitnehmeranteil 507,39 € 285,26 €
ERSPARNIS m. Entlastung 222,14 €
ERSPARNIS ohne Entlastung 172,49 €
ERSPARNIS ohne Zusatzvers. 142,14 €

Machen wir also einen ehrlichen Vergleich, so hat der Kunde/ die Kundin hier einen monatlichen Differenzbetrag, also eine Ersparnis von 222 € JEDEN MONAT. Selbst wenn wir die benötigten Zusatzversicherungen wieder rausnehmen und damit Äpfel mit Birnen vergleichen, dann bleiben immer noch 142,14 € übrig.

DAS IST ABER DAS PROBLEM. Es ist einfach illusorisch zu glauben, mit 1/3 oder mehr weniger Beitragszahlung kann etwas seriös kalkuliertes herauskommen. SO und genau so kam es auch. Hier kam die Anpassung nach dem ersten Jahr. So sah es aus:

Knapp 70 € mehr Beitrag wollte die AXA zum 01. 01. 2017 von der Versicherte Kundin. Das ist schon mal eine Ansage, denn gegenüber dem ursprünglichen KV Beitrag (nur dem Anteil für den VA-6) war es eine deutliche Anpassung. 18% oder eben 70 € ist etwas deutlich spürbares, auch wenn wir hier noch einen Teil vom Arbeitgeber wieder bekommen. Die Verärgerung auf Kundenseite kann ich nachvollziehen, bedingt.

Der Berater hätte hinweisen müssen, hinweisen auf mögliche Anpassungen, auf Tarife die zu billig sind, aber dann klappt ja das Argument „Geld sparen nicht“. Blöd nur, in der PKV ist kein Geld zu sparen, nicht ein Cent.

–> In der Privaten Krankenversicherung sparen Sie kein Geld 

–> Niemand muss in dei Private Krankenversicherung

Dabei sollte die AXA es doch besser wissen, denn die alten Vital Tarife in der Bisexwelt sind auch schon so katastrophal gelaufen, nicht weil diese zu stark angepasst sind, sondern weil der Tarif zu billig ist. BILLIG ist aber KEIN Auswahlkriterium in der Privaten Krankenversicherung. Alles was Sie heute nicht zahlen, zahlen Sie nach. Mit Zinsen, Zinseszinsen und mehr.

Die Anpassungen der AXA zum 01. 01. 2018

Einige Kunden werden die Tage Post bekommen, deutliche Aussagen und unangenehm wird es auch, denn hier zeigt sich der nächste Kalkulationsfehler der Axa.

Beitragserhöhungen in den UNISEXTARIFEN der AXA

Tarif Kompakt Zahn U, Erhöhung zwischen 9 und 17%

Tarif Prem Zahn U, Erhöhung bei Kindern bis 11%

EL BONUS U, Erhöhung 11 bis 20%

KSG-U (Schwere Krankheiten) Beitragssenkungen

Komfort Zahn U, Beitragserhöhungen bei Kindern bis 13%

VITAL 300 U, Beitragserhöhungen 6% (Kinder), Erwachsene bis 38%!

VITAL 900 U, Beitragserhöhungen 4- 10 %

Ärztetarif VZ600-U, Erhöhungen 19- 28%

Durchschnittliche Anpassung (über 76 Tarife) 3 bis 14%

Ganz deutlich:

Das was die AXA hier an Kalkulation abliefert und an Anpassungen erforderlich macht ist teilweise hausgemacht. Wenn man billige, billiger und am billigsten sein will und meint Kunden mit solchen Tarifen zu ködern, dann rächt sich das irgendwann. Dazu gibt es noch einige weitere Beispiele in der Branche.

Wer Ihnen heute verspricht, Sie sparen Geld und alles ist besser und billiger, dann sollten Sie das schnell und deutlich hinterfragen und auf solche Tarife verzichten. Es muss nicht jeder in die PKV der es darf, aber wer es kann und will, der sollte sich im Klaren sein. UNTER GKV Höchstbeitrag hat es einen Haken.

PKV ist NICHTS ZUM GELD SPAREN

Wer in die PKV wechselt, weil der Berater ihm sagt damit spart er Geld, der sollte den schnell wieder vor die Tür setzten. Ganz schnell. Bereist vor Jahren habe ich in diversen Beiträgen geschrieben, eine „PKV muss man sich leisten können und wollen“ und diese eignet sich nicht zum Geld sparen. Das ist auch einfach erklärt. Leistung muss irgendwo her kommen. Diese muss schlechtweg bezahlt werden.

Aber wer hat 1500 € Beitrag im Alter?

Das nächste Szenario. Horrorvorstellungen von 1.500 € Beiträgen im Alter, die dann bei kleiner Rente nicht mehr zu bezahlen sind. Dabei sind aber viele vergessene Punkte. Zum einen wird nicht einmal hinterfragt was genau sind denn 1.500 € dann wert? So viel wie heute 500, 700, 900 oder 1500? Wie wird sich die Rente und der Beitrag der GKV entwickelt haben? Und eine weitere Frage die sich stellt… auf WAS genau zahlen Sie Beiträge? Neben gesetzlicher Rente bestehen bei Menschen die heute aufgrund Ihres Einkommens in die PKV dürfen oft andere Einkünfte. Zur gesetzlichen Rente kommen dann Leistungen wie die private Altersvorsorge, betriebliche Renten oder Direktversicherungen, Einkünfte aus Kapitalanlagen oder Mieten- all dieses sind Einkünfte die schon heute oder im Alter mit einem Beitrag in der GKV belegt werden (können), je nach Lust und Laune des Gesetzgebers.

Auch das ist ein nicht unerheblicher Punkt. Was nützt mir ein Beitrag von 200 € in der GKV auf meine Rente, wenn weitere X Euro auf andere Einkünfte anfallen?

Bitte: Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen !

Natürlich kann eine Entscheidung für eine PKV oder speziell für einen Tarif oder eine Gesellschaft falsch gewesen sein. Natürlich sind einige Gesellschaften in der Vergangenheit nicht in der Lage gewesen die Beiträge so zu kalkulieren, dass diese auch stabil bleiben können und es ging vielfach um billig, statt gut. Geld verschwindet in der PKV aber auch nicht. Kommt aber seit Jahrzehnten zu wenig Beitrag herein, sind die Leistungen noch größer als in der GKV, wo soll denn das Geld herkommen um noch etwas für’s Alter zu investieren?

Was können Sie konkret tun?

1.) Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz auf die notwenigen Leistungen. Unter dem Punkt –> Auswahlkriterien finden Sie neben den Tipps was „drin sein sollte oder kann“ auch Hinweise wie Sie Ihren Schutz finden.

2.) Machen Sie sich klar, das Geld sparen mit der PKV nicht funktioniert und legen Sie Geld zurück. Das kann (steuerlich begünstigt und AG Zuschuss optimiert) in der PKV erfolgen, dazu bieten sich so genannte Beitragsentlastungsbausteine an, aber auch die haben nicht nur Vorteile

3.) Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft sind teilweise sinnvoll. Aber nicht jeder was dieser Tarifwechselhaieberater erzählt, ist auch zu Ihrem Besten… Also hinterfragen Sie auch hier und überlegen was Sie tun können.

4.) Natürlich können Sie heute wechseln. In der aktuellen Unisextarifwelt gibt es auch heute passende(re) Tarife, manchmal. Das will aber sehr gut überlegt sein und ist keinesfalls nur von der Prämie heute abhängig. Bei Frauen macht eine Überprüfung oft Sinn, ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Wechselempfehlung, da hier noch andere Punkte eine Rolle spielen.

Ich hoffe zumindest etwas Licht ins Dunkel bringen zu können. Falls Sie weiter Fragen haben, senden Sie mir gern eine E-Mail an pkv@online-pkv.de oder nutzen das Anfrageformular. Gern überlegen wir gemeinsam oder ich empfehle Ihnen eine Versicherungsberater der Ihnen dann weiter helfen kann, schauen wir mal.

Übrigens: Auch die RuV bekleckert sich in diesem Jahr mal wieder nicht mit Ruhm und seriöser Kalkulation, dazu aber in einem anderen Beitrag mehr.