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21.
März '13

Versicherungsschutz in der Auslandsreisekrankenversicherung bei bereits bestehenden Erkrankungen- Ein Urteil des OLG Köln, Az. 20 U 111/11


Die Auslandsreisekrankenversicherung wird nicht nur von den Versicherern selbst angeboten, auch gesetzliche Krankenkassen vermitteln einen solchen Schutz über Kooperationspartner, Kreditkartenunternehmen schließen Leistungen dafür in die „Versicherungspakete“ ein und viele der Auslandsreisenden haben einen solchen Schutz. Klar- denn die meisten Reisenden sind sich bewusst, das Gesundheitsrisiko im Ausland abdecken zu wollen und müssen.

Dabei besteht Versicherungsschutz immer nur dann, wenn die Erkrankung unerwartet und plötzlich auftritt. Beispielhaft dafür ein Blick in die Versicherungsbedingungen eines Anbieters, hier der ADAC Auslandsreisekrankenversicherung.

ADAC

Das ist durchaus verständlich, denn nur unerwartete und akute Erkrankungen lassen sich versicherungstechnisch sinnvoll erfassen und versichern. Wenn bereits Erkrankungen bestehen, so kann der Versicherer das Risiko hierfür nicht zu akzeptablen Prämien decken.

Mit einem solchen Fall hatte sich auch das OLG Köln zu beschäftigen. Hier ist zwar nicht bekannt um welchen Versicherer es sich dabei handelt, das ist aber für die weitere Betrachtung des Urteils auch nicht entscheidend.

Um was ging es in dem Urteil?

Die versicherte Ehefrau des Klägers befand sich 2008 in einer stationären Behandlung wegen eines Pleuraergusses, einer Ansammlung von Flüssigkeit im Brustraum. Dazu wurde die mitversicherte Dame bis zum 17. 07. 2008 stationär behandelt. Am 19. 07. 08, also nur zwei Tage später, reiste diese mit ihrem Mann zu Verwandten nach Spanien. Leider verschlechterte sich der Zustand bzw. trat neu auf und so wurde diese am 25. 07. 2008 notfallmäßig in ein spanisches Krankenhaus eingeliefert. (mehr …)