23.
April '14

Finanztest- Kritik an vielen Ecken… hoffentlich fruchtet diese auch bei den “Testern”


In der letzten Woche veröffentlichte Finanztest den neuen “PKV Test”. Leider war es wie befürchtet, oder anders… es war viele, viel Schlimmer als gedacht.

Finanztest verunsichert Verbraucher erneut mit dilettantischem Test zur Privaten Krankenversicherung (PKV)

Aus dem Debakel und der Kritik des BU Tests im letzten Jahr wurde nichts, aber auch gar nichts gelernt und Finanztest steht immer noch auf dem hohen Ross “wir sind besser, können alles besser und sind über jeden Zweifel erhaben”. Schließlich haben sie gegenüber Maklern und Beratern einen ganz großen Vorteil, die Redaktion, die Tester und keiner sonst dort haftet für den Unsinn den man verbreitet, auch dann nicht, wenn der Leser/ Kunde nachweislich Schaden durch so eine Empfehlung nimmt.

In diesem Beitrag daher mal einige Kritiken zusammengefasst.

Die Ärztezeitung hat das Thema letzte Woche schon aufgegriffen: “Falsche Hochrechnungen, PKV kontert Stiftung Warentest

Der Versicherungsmonitor berichtetet, der Versicherungsbote brachte ein Interview mit mir.

Arne Lotse vom finanzdiskurs geht auf die Fehler im Test in deinem Bligbeitrag ein und hat einen schönen “Apfelvergleich”.

Will sagen: Mal angenommen, ich habe einen Apfelbaum und daran wachsen so wenig Äpfel, dass ich mir von jemandem 14 Äpfel leihen muss, um alle mit Äpfeln zu versorgen. Und am Ende bleiben 8,5 Äpfel übrig. Wie viele Äpfel sind dann an meinem Baum zu viel gewachsen? Richtig. Keiner. Ich hätte mir einfach nur 5,5 Äpfel, die ich zu WENIG hatte, leihen müssen.  LINK zum Beitrag

Thorulf Müller, Versicherungsberater und Publizist schrieb ebenfalls dazu und geht nochmals auf inhaltliche Fehler ein und stellt die kostenpflichtige Analyse in Frage.

Insgesamt stellt sich aber die Frage, ob man nicht aus Sicht der Versicherer und der Versicherungsvermittler Finanztest einfach mal den Stecker ziehen sollte. Auch das Analyseangebot halte ich für unzulässig. Finanztest begibt sich meines Erachtens hier auf dünnes Eis, wenn Sie im Einzelfall konkrete Beratung anbietet. Das sollte meiner Ansicht nach einmal rechtlich gewürdigt werden. Dies ist aber den Juristen und Richtern in diesem Land vorbehalten. weiterlesen…

Der Versicherungsmakler Thomas Schösser kommt ebenfalls zu einem vernichtenden Ergebnis und schreibt:

Ich glaube, dass einen kranken Menschen in erster Linie interessiert, ob und in welcher Höhe er anfallende Krankheitskosten erstattet bekommt, egal wie häufig diese statistisch gesehen vorkommen. Man kann sich ja nicht aussuchen, welche Krankheiten und damit im Zusammenhang stehenden Kosten auf einen zukommen. Die Frage müsste meines Erachtens vielmehr lauten, welche Krankheitskosten bzw. Konstellationen können dem Kunden finanziell quasi das Genick brechen? weiterlesen…

Der erste nutzt leider den vermeintlichen Test auch schon, obwohl die Concordia unberechtigt in dem Test ist, da diese die von FT selbst besetzten Mindestkritierien so nicht erfüllt, aber das mach dem Versicherer so gar nichts. Was so ein Siegel kostet und warum es die Versicherer nutzen? Das lesen Sie in meinem Beitrag von gestern.

Der erste nutzt den Unsinn schon: Concordia Krankenversicherung zum Finanztest PKV Test und was der “Spaß” kostet

Als “faules Osterei” beschreibt Makler Frank Rindermann den Finanztest und geht auch noch einmal auf die Zulässigkeit der “Beratung” ein:

Ich frage mich, ob nicht der Verkauf der „Analysen“ gegen Gebühr und auch die Versicherungsvergleiche selbst, als „Versicherungsberatung“ gewertet werden könnten, die gesetzliche geregelt wird und für die eine offizielle Zulassung erforderlich ist (welche Finanztest meines Wissens nicht besitzt). Die Auszeichnung von „Testsiegern“ und deutlich gekennzeichnete „Empfehlungen“ von Versicherungstarifen, kommen einer „Beratung“ durch die Klassifizierung von Musterkunden und Musterkriterien, in denen sich einzelne Personen wiederfinden können, meinem Verständnis nach zumindest sehr nahe. Dieser Umstand sollte einmal juristisch geprüft werden.

Etwas mehr aus Sicht der Beihilfe und daher der Beamten, für die Finanztest die PKV uneingeschränkt und immer empfahl, “zerlegt” Kollege Lars U. Harms den Test und weisst auf die deutlichen Gefahren hin.

Finanztest hätte vieles besser machen können als noch 2006. Will man es nicht oder kann man es nicht besser? Vielleicht wird es finanziell auch uninteressant, wenn man Verbrauchern keinen billigen Versicherer mehr mit umfangreichen Leistungen präsentieren kann – das vermag ich nicht zu beurteilen. Leid tun mir Verbraucher, wenn sie Schaden nehmen würden, weil sie sich auf solche Testergebnisse für einen unpassenden Tarif entscheiden. weiterlesen…

Finanztest hat bisher- in ihrer charmant ignoranten Art- noch nicht einmal reagiert. Nur der Twitter Account schrieb mit einem Kollegen, antwortete dann aber auf meine Frage(n) nicht mehr.

Warten wir einmal ah, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.

 

22.
April '14

Der erste nutzt den Unsinn schon: Concordia Krankenversicherung zum Finanztest PKV Test und was der “Spaß” kostet


Das hat nicht lange gedauert…

Am 15. 04. 2014 hat die FINANZTEST ihren dilettantischen Test vorgestellt, wo sowohl die Kriterien als auch viele andere Punkte im Test nicht nachvollziehbar und unlogisch waren und zu einem absolut dilettantischen Ergebnis führen. Die detaillierte Kritik können Sie in meinem 11seitigen Kommentar zum Finanztest nachlesen.

Nun dauert es meist nicht lang, bis ein Versicherer auf den “ach wir sind so toll” Zug aufspringt und seiner Vertriebsmanschaft das Zeug in die Hand gibt um damit Werbung zu machen.  Dieses Mal ging es sehr, sehr schnell, achten Sie mal auf das Datum der folgenden Mail, die mir freundlicherweise ein Kollege zur Verfügung gestellt hat.

Noch am Erscheinungstag können die Vertreiber damit los laufen und nun erzählen “wie toll die Concordia nun ist” und selbst die “neutrale” Stiftung Warentest bestätigt das.

Sie sind Beamter? Schreiben Sie mir doch mal ob und wann diese Information von Seiten des Versicherers bei Ihnen ankam. 

Interessant ist auch ein anderer Satz in der Mail, der Beginn mit “Damit Sie das Testsiegel… beantragen wie die Nutzungsrechte.”

Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, was so eine Nutzung kostet? Sie können das Logo von Finanztest natürlich nicht umsonst nutzen, denn irgendwo von muss die (teilweise steuerfinanzierte) Institution ja leben ihre Kosten bestreiten.

FT2 FT 1

Was kostet die Nutzung eines Finanztest Logos?

Um das Herauszufinden, begeben wir uns mal etwas auf die Suche. Auf der Seite http://www.test.de/unternehmen/werbung/ beschreibt die Stiftung Warentest erst einmal, was genau erlaubt und was verboten ist und welche Nutzungsmöglichkeiten bestehen. Zum einen können Sie als Unternehmen einen Sonderdruck nutzen, das ist Ihnen von Versicherern sicher auch schon einmal begegnet. Das sieht dann etwa so aus, wie auf diesem Link. (Finanztest Sonderdruck, da ich die Lizenzrechte nicht besitze, nur als externer Link)

Für Sonderdrucke gibt es keine Information zu den Kosten, nur ein Anfrageformular auf der Homepage von Finanztest. Ich habe am Freitag einmal angefragt (15.000 Exemplare für Druck, Online auf der Homepage nutzen etc.) und stelle die Preise (wenn ich sie denn überhaupt erhalte) gern hier ein. Solange hier keine Preise zu finden sind, wollte man mir (noch) keine sagen. :-) Hier nun die Preise:

Print-Sonderdrucke werden nur von der Stiftung erstellt. So kostet ein 16-seitiger Sonderdruck bei einer Mindestauflage von 5 000 Exemplaren 11.900 €; 15.000 Exemplare kosten 17.000 € zzglch. gesetzl. MwtSt und Fracht.
Ein 10-seitiger Sonderdruck” Der beste Vertrag” ( Seite 67 bis 75 in Ftest 05/14) liegt bei 5 000 Exemplaren bei 9.800 € bei 15.000 Ex bei 15.300 € zzglch. gesetzl. MwtSt. und Fracht.

Das ist aber nicht das eigentliche Nutzungsziel. Meistens wird das Logo in Zusammenhang mit dem Testergebnis genutzt und dafür ist eine Lizenz zu erwerben. Dazu hat Finanztest im letzten Jahr die Preise erhöht und vermarktet die Logolizenzen nicht selbst.  Dazu bedient man sich einer gemeinnützigen GmbH, welche auch andere Logos lizensiert. Die RAL gGmbh übernimmt für die Stiftung Warentest die Vermarktung. Also schauen wir uns mal etwas weiter auf deren Seite um, dort finden sich detailliertere Informationen zur Nutzung und den Preisen.

Die Nutzung ist maximal für 2 Jahre möglich, um nicht mit alten Tests zu werben, wie es in der Vergangenheit immer wieder vorkam. Das ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. So heißt es also dort:

Wenn Sie mit dem Testurteil für Ihre Produkte oder Dienstleistungen werben möchten, können Sie
- zwischen einer Regelaufzeit von zwei Jahren oder
- einer Kurzlaufzeit von einem Jahr wählen. Die Kurzlaufzeit kann einmalig um ein weiteres Jahr verlängert werden.

Die Lizenz kann in zwei unterschiedlichen Modellen erworben werden und schließt die TV- und Kinowerbung ein- oder aus. Auf der Seite der RAL gGmbh heisst es dazu:

Hinsichtlich des Umfanges der Lizenz kann zudem zwischen dem
Silbermodell und dem
Goldmodell gewählt werden.
Das Silbermodell umfasst die Werbung mit dem Testurteil-Logo auf dem Produkt in allen Medien, ausgenommen TV- und Kinowerbung. Beim Goldmodell ist die TV- und Kinowerbung eingeschlossen.
Während der Lizenzlaufzeit ist ein Upgrade vom Silber- zum Goldmodell jederzeit möglich.
Die Logonutzung ist – unabhängig vom Zeitpunkt des Lizenzerwerbs und der Lizenzlaufzeit – nur in einem Zeitraum von
2 ½ Jahren nach Erstveröffentlichung des Testergebnisses zulässig.

Welche Kosten kommen auf das Unternehmen zu?

Das unterscheidet sich dann, abhängig welches Modell Sie gekauft haben. Hier einmal die Übersicht dazu. ( (c) RAL gGmbH )

Finanztest Logolizenzen

(c) RAL gGmbH

Unterstellen wir bei der Concordia Krankenversicherung nun eine Nutzung von 2 Jahren (schließlich kam man bisher mit den Produkten eher selten in den Genuss “Testsieger” zu sein) so entstehen dem Versicherer Kosten in Höhe von 11.190 EUR brutto, oder 29.750 EUR zzg. Druck, Verteilung etc.. Sollten Sie also TV Werbung der Concordia sehen, oder das Logo auf einem Prospekt, Briefkopf etc. finden, dann wissen Sie jetzt auch was es kostet.

Ob das Geld in Anbetracht des desolaten Test wohl gut angelegt ist?  Hier der komplette Kommentar: „Wir machen das mit den Würfeln“- wie Finanztest leider gar nichts aus dem letzten Test und der Kritik gelernt hat und den Verbraucher mit wieder neuem Unsinn verunsichert

16.
April '14

„Wir machen das mit den Würfeln“- wie Finanztest leider gar nichts aus dem letzten Test und der Kritik gelernt hat und den Verbraucher mit wieder neuem Unsinn verunsichert


Bis heute dachte ich jeder Mensch wäre lern- und kritikfähig und würde sich zumindest an das halten, was er selbst versprochen hat. Das scheint zumindest bei den Damen und Herren von Finanztest nicht so zu sein und so verunsichert man lieber weiter Verbraucher und verkauft dilettantische Tests für drei Euro und ebenso schlimme Analysen für 29 Euro. Wer dazu die „geschichtlichen“ Hintergründe verpasst hat, dem sei nur soviel gesagt: Im letzten Jahr veröffentlichte die Zeitschrift Finanztest, welche leider immer noch aus Steuermitteln (mit-)finanziert wird, einen Test zur Berufsunfähigkeitsversicherung und löste damit massenweise Kritik in den Medien aus. Begonnen bei meinem geschätzten Kollegen Helberg, der auch den Slogan „Avanti Dilettanti“ prägte, setzte sich die Kritik nicht nur im Markt, sondern auch in die Medien fort. In offenen Briefen und Gesprächsangeboten und in einer Facebook Gruppe gelobte der Chefredakteur Herr Tenhagen Besserung. So hieß es nicht nur „man werde sich Rat holen“, sondern auch die „Testmethoden überdenken“.

Runter vom hohen Ross? Aber „wir doch nicht“, glaubt Finanztest anscheinend

Finanztest_PKAlle das scheint nur wenige Monate nach dem Versprechen nun wieder vergessen und/ oder der Druck sein eigenes Blatt verkaufen zu müssen höher denn je. Nur so ist es zu erklären, was Finanztest in der Mai Ausgabe an Halbwissen, Falschaussagen und Unsinn verbreiten wird. Auf der Pressekonferenz am heutigen Dienstag (15.4.2014) stellte Finanztest seinen „Test zur Privaten Krankenversicherung 2014“ vor und ich hatte bereits gestern, nach der Ankündigung, den Jahresvorrat an Baldrian herbei gesehnt, wie in meinem Facebook Beitrag und auf dem Bild schon augenzwinkernd zu erkennen ist.

Falsche Aussagen, falsche Annahmen, falscher Test

Kurz nach der Pressekonferenz lag mir (Danke an die Quelle) der komplette Test nebst allen Erläuterungen vor, leider kann ich diesen aus urheberrechtlichen Gründen weder verlinken, noch hier zur Verfügung stellen. Eines ist aber sicher: Die drei Euro welche der Test online kostet, sind in einem Kaffee oder Baldriantropfen deutlich besser angelegt. Um Ihnen jedoch zu zeigen wo genau die Falschaussagen und Fehler liegen, seziere ich den Test mal etwas und will damit keinesfalls einfach meckern, sondern vielmehr zeigen wo die handwerklichen Fehler liegen.

Finanztest PKV Übersicht

Dazu stelle ich einige Aussagen aus dem Test vor und füge passende Erläuterungen und Erklärungen an. Wer den Test dennoch gekauft hat, kann diese gern selbst gegenüberstellen und

WEITERLESEN in den (sorry, ging nicht kürzer) 11 Seiten als pdf.

Link zur pdf:  Finanznews zum dilettantischen Finanztest PKV Test in der Ausgabe Mai 2014

14.
April '14

Signal Iduna Lebensversicherung mit (dauerhaft) verkürzen Gesundheitsfragen in der Berufsunfähigkeit für Berufsgruppen A+ und A++ und BU Aktion bis 30.09.2014


Die Berufsunfähigkeitsversicherung zählt zweifelsfrei zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Leider ist es nicht für jeden gleich und einfach, eine entsprechende Absicherung zu bekommen. Die Gesellschaften teilen die Antragsteller- je nach beruflicher Tätigkeit- in unterschiedliche Berufsgruppen ein. Aus Versicherersicht gibt es daher “beliebte” und eher unbeliebte Berufsgruppen. Der Dortmunder Versicherer Signal Iduna hat hier eine neue Aktion für den Einkommenschutz geschaffen und fociert diesen in einer BU Aktion 2014 und weiteren Änderungen welche dauerhaft gelten.

Was ändert die Signal Iduna nun?

Für Personen in den Berufsgruppen A gilt dauerhaft die Anwendung von verkürzten Gesundheitsfragen. Dieses gilt unter bestimmten Voraussetzungen und ermöglicht somit auch vorhandenen Vorerkrankungen eine entsprechende Absicherung zu bekommen.

- bis 1.000 EUR BU Rente (bis zum 30. 09. 2014 gilt dieses für A+ und A++ sogar bis zu einer monatlichen Rente von 2.000 EUR)

- Eintrittsalter maximal 40 Jahre

- keine Dynamik (aber Ausbaugarantie)

- gilt nicht für Existenzgründer

Was ist bei den neuen Fragen besser/ anders als im normalen Antrag?

Die Gesundheitsfragen sind drastisch vereinfacht, was in der folgenden Tabelle gut zu sehen ist.

Signal_BU_Aktion_2014_BG_A

Wie sehen die (reduzierten) Gesundheitsfragen genau aus?

2.1 Waren Sie in den letzten drei Jahren mindestens in einem Jahr länger als insgesamt 15 Arbeitstage aus medizinischen Gründen arbeitsunfähig? Wenn ja, aus welchen Gründen?

2.2 Befanden Sie sich in den letzten drei Jahren in einer medizinischen Behandlung wegen Erkrankungen des Herzens, der Nieren, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Wirbelsäule, Gelenke, Atmungsorgane, Leber, Psyche, Suchterkrankungen, Nerven, Gehirn, Krebs, Tumore, Epilepsie, HIV-Infektion? Wenn ja, Was genau? Wann? Folgen?

2.3 Nehmen oder nahmen Sie innerhalb des letzten Jahres verschreibungspflichtige Medikamente ein? Nehmen oder nahmen Sie innerhalb des letzten Jahres rezeptfreie Medikamente länger als eine Woche ununterbrochen ein? Wenn ja: Name der Medikamente, warum, wann und wie oft eingenommen?

Für wen gelten die vereinfachten Bedingungen? 

Grundsätzlich ist diese Aktion für die Versicherten der A Berufsgruppen, also A (527 Berufe, A+ 321 Berufe und A++ 77 Berufe maßgebend. Die Erweiterung bis 2.000 EUR gilt nur für die Berufsgruppen A+ und A++ und auch nur bis zum 30.09.2014)

Zu denen, die von der Aktion profitieren gehören auch Schüler (diese sind BG A), Studenten (A+), die Handwerkerregelung (A) und Beamte (A). Gerade diese Berufsgruppen sollten sehr genau prüfen, ob ein Antrag nach diesen erleichterten Bedingungen Sinn macht und ob damit vielleicht ein Schutz ohne Einschränkungen möglich wird.

Bleibt die Berufsgruppe auch bei Änderung des Berufes bestehen? 

Ja, denn anders als in anderen Sparten ist die Einstufung des Risikos bei Antragstellung maßgebend. Wer also heute einen “A/1++ oder A/1+” Beruf hat, oder noch Schüler, Auszubildender oder Student ist, der sollte sich schnell um seinen Versicherungsschutz kümmern und sich somit eine der interessanten Berufsgruppen “zu sichern”? Wie bereits im Beitrag “BU Absicherung so früh als möglich” erklärt, ist dieses ein Grund nicht länger zu warten.

Weitere Veränderungen in der Annahmepolitik?

Die Signal Iduna ändert zudem ab April 2014 die Untersuchungsgrenzen in der BU. Je nach Berufsgruppe sind nun höhere BU Renten ohne die sonst nötige Untersuchung möglich. Kunden der Berufsgruppen A+++ und A+ können nun bis 2.000 EUR mtl. Rente ohne Untersuchung beantragen, früher waren es 1.500 EUR. Zudem gilt im Rahmen der Aktion bis 30.09. eine Grenze von 2.500 EUR.

In den anderen Berufsgruppen (A, B, C+, C, P) ist die Grenze ebenfalls erhöht. Nun gilt auch hier dauerhaft ein Antrag bis 2.000 EUR monatlicher Rente ohne ärztliche Untersuchung.

Was muss ich noch beachten?

Nur weil es eine neue BU Aktion gibt, muss dieser Versicherer, der Tarif oder das Gesamtpaket aber nicht zwingend passen. Daher ist es erforderlich zuerst einmal die Fragen nach dem gewünschten Versicherungsschutz zu beantworten, sich Gedanken zu Auswahlkriterien zur Berufsunfähigkeit zu machen und sich allgemeine Informationen anzueignen. (Infos dazu im Leitfaden für die Berufsunfähigkeit)

Weitere Unterlagen:

Signal Iduna LV, Antrag auf Berufsunfähigkeitsversicherung 2014

Signal Iduna LV, Gesundheitsfragen BU 2014

Signal Iduna LV, VERKÜRZTE Gesundheitsfragen BU 2014

Signal Iduna LV, Untersuchungsgrenzen BU 2014

10.
April '14

Der Unsinn stirbt nicht aus- wie aus “PKV für 59 EUR!” jetzt “sparen Sie 40% ohne Wechsel der Gesellschaft” wurde


Es ist nicht verwunderlich, dennoch macht es das Leben für die seriös arbeitenden Vermittler nicht wirklich einfacher und fördert keineswegs den (teilweise berechtigt) schlechten Ruf der gesamten Branche. Gemeint sind Werbeanzeigen, Pop-up Fenster und sinnlose Werbemails von zweifelhaften Anbietern.

Waren es in den letzten Jahren noch Versprechungen wie “59 EUR für die Private Krankenversicherung” und wurde mit solchem Unsinn nicht nur der falsche Ansatz gesetzt, sondern auch völlig “verkehrte” Zielgruppen in die Private Krankenversicherung geschickt, so sind es heute genau diese Menschen, denen skrupellose Vermittler ein zweites Mal Geld abnehmen wollen.

Eine private Krankenversicherung muss man sich leisten können und wollen, schrieb ich schon vor Jahren und meine das nach wie vor so. Es gibt eine große Gruppe von Menschen die in die Private Krankenversicherung könnten, es aber definitiv nicht sollten.

PKV- Zielgruppen

Nun ist es natürlich nicht so, das für jede Person aus jeder Gruppe identische Voraussetzungen gelten und nicht auch ein Existenzgründer der “richtige Kandidat” für die PKV sein kann, aber für viele ist es daher keine Option. Gerade wenn sich der Gründer die “Beiträge in der GKV nicht leisten kann”, dann ist es die falsche Option in die Private Krankenversicherung (PKV) zu gehen. Hier sind die Kostenrisiken, Eigenbeteiligungen und die Entwicklung dann nicht nur unüberschaubar, sondern bergen auch große Risiken.

Deckelung der Courtagen, Weniger Neugeschäft?!

Der Gesetzgeber hat diesen “Alle müssen in die PKV”-Vertrieben das Leben schwerer gemacht und durch Begrenzung der Vergütung in der PKV, über längere Stornohaftungszeiten Zum Rest des Artikels »


%d Bloggern gefällt das: