24.
November '14

Überschussdeklaration 2015 – Ideal und Alte Leipziger Lebensversicherung preschen vor


Keiner will der erste sein, zumindest scheint es so als wolle bei der Bekanntgabe der Überschüsse für das Folgejahr niemand der erste sein. Doch bereits in der letzten Woche hatte die Ideal Lebensversicherung die Deklaration der Überschüsse für das Jahr 2015 bekannt gegeben.

Laufende Verzinsung im Branchendurchschnitt

Auch an der Lebensversicherung gehen natürlich die sinkenden Entwicklungen der Kapitalmärkte nicht vorbei und gerade in Zeiten von Strafzinsen bei Banken sind die Zinsen für die Lebensversicherer ein entscheidendes Argument. Schauen wir uns die Entwicklung der Zinsen im Branchendurchschnitt an, so haben diese sich bereits halbiert. (2000: 7,15%, 2013: 3,4%)

Laufende Zinsentwicklung

 

Neue Überschüsse ab 2015

Die Ideal Lebensversicherung hat nun bekannt gegeben, die Gesamtverzinsung beträgt auch in 2015 beachtliche 4,8% (darin enthalten ist eine laufende Verzinsung von 4%). Die Alte Leipziger Lebensversicherung gibt nun bekannt, die Gesamtverzinsung beträgt 2015 nun 3,85%, darin enthalten ist eine laufende Verzinsung von 3,05%.

Was passiert mit meinem Vertrag?

Sollten Sie einen alten Lebensversicherungsvetrag besitzen, mit einer Verzinsung von 4% zum Beispiel, so ändert sich hieran nichts. Der Garantiezins beschreibt hierbei die Mindestversorgung in Ihrem Vertrag.

19.
November '14

Beitragserhöhung in der PKV bekommen- und nun? Nur nichts überstürzen und genau überlegen!


Hat Sie eine Suchmaschine und die Begriffe wie Beitragsanpassung und PKV auf diesen Beitrag gebracht? Vielleicht haben Sie dann in den letzten Tagen auch Post bekommen und sind von Ihrer Krankenversicherung mit einer Beitragserhöhung überrascht worden? Meist hinterlässt ein solcher Brief mehr Fragen als Antworten und zuerst denken sicher auch Sie “Warum schon wieder eine Anpassung?”. Daher erkläre ich Ihnen hier einmal etwas zu den Hintergründen der Anpassung und zu Möglichkeiten wie Sie hier reagieren können.

Warum Beitragsanpassungen?

Beiträge in der privaten Krankenversicherung sind (theoretisch) so kalkuliert, dass diese über die gesamte Laufzeit konstant bleiben. Das ist natürlich Illusion, da Faktoren wie höhere Gesundheitskosten, geringere Zinserträge und höhere Lebenserwartungen (und damit längere Zahlungen der PKV) zu steigenden Beiträgen führen. Weitere Details habe ich bereits unter dem Punkt “Beitragsanpassungen” (KLICK!) hier auf der Seite geschrieben.

Haben Sie nun eine solche Anpassung bekommen, dann können Sie hiergegen zunächst nicht viel unternehmen, da der Versicherer hier ein Recht zur Anpassung hat. Natürlich können Sie eine solche Anpassung über einen Gutachter überprüfen lassen, dieser muss dann prüfen ob die rechtlichen und versicherungsmathematischen Voraussetzungen erfüllt sind.

Darf der Versicherer auch die Selbstbeteiligung erhöhen?

Bei gestiegenen Leistungsausgaben und damit höherem Leistungsbedarf hat der Versicherer zwei Möglichkeiten. Neben der Anpassung der Beiträge bleibt auch die Möglichkeit eine vereinbarte Selbstbeteiligung zu erhöhen. Eine solche Erhöhung der Selbstbeteiligung kann aber nur erfolgen, wenn bereits eine SB im Vertrag vereinbart ist. Einen Einschluss einer neuen SB in den Vertrag, welcher bisher keine hatte, ist nicht möglich.

Von der Möglichkeit der SB Erhöhung machen durchaus eine Reihe von Versicherern Gebrauch. Dieses hat (wie alles im Leben) Vor- und Nachteile. Während eine Anhebung der Beiträge alle Kunden gleichermaßen trifft, wirkt sich eine Anpassung der SB nur auf die “Kranken” aus, ist also etwas einseitig. Wer also keine Leistungen einreichen möchte oder besser muss, der wird mit einer SB Anpassung vielleicht sogar besser gestellt, vielleicht deshalb, weil sich auch steuerliche Aspekte noch auswirken, dazu unten mehr.

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Kann ich zwischen SB Erhöhung und Beitragsanpassung wählen?

Nein, der Versicherer entscheidet ob er die Selbstbeteiligung erhöht oder die Beiträge anpassen möchte, oder aber auch beides. Auch ist eine solche Anpassung keinesfalls für alle Kunden eines Tarifs gleichermaßen wirksam, so unterscheiden sich die Anpassungen bei Kunden in Bi- oder Unisextarifen und auch in den unterschiedlichen Altersstufen.

Steht mir ein Kündigungsrecht zu?

Werden die Beiträge vom Versicherer angehoben, so steht dem Kunden ein Sonderkündigungsrecht zu. Dieses ist in den Musterbedingungen geregelt und liest sich dort wie folgt:

(5) Erhöht der Versicherer die Beiträge aufgrund der Beitragsanpassungsklausel oder vermindert er seine Leistungen gemäß § 18 Abs. 1, so kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb eines Monats nach Zugang der Änderungsmitteilung zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderung kündigen. Bei einer Beitragserhöhung kann der Versicherungsnehmer das Versicherungsverhältnis auch bis und zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung kündigen.

Wer also gesunkene Leistungen in Form einer Erhöhung der SB bekommt, der kann seinen Vertrag ebenso kündigen wie der, dessen Beiträge erhöht werden. Diese Kündigung ist an die Schriftform gebunden und muss gegenüber dem Versicherer rechtzeitig erklärt werden. Einen entsprechenden Vordruck zur Kündigung einer Krankenversicherung finden Sie im Downloadbereich.

Reicht die Erhöhung eines Bausteins (z.Bsp. des Krankentagegeldes) oder einer Person aus?

Die Kündigung des Gesamtvertrages ist nicht in jedem Fall möglich. Wird also nur ein Teil, so das Krankentagegeld erhöht, so ergibt sich hieraus kein Sonderkündigungsrecht zu dem Gesamtvertrag. Bei einer Erhöhung der Krankenversicherung ist jedoch eine Beendigung der Pflegepflichtversicherung durchaus möglich.

Auch wenn nur die Beiträge für einzelne Personen erhöht werden, so lassen sich nicht ohne weitere automatisch alle versicherten Personen kündigen.

Kündigen Sie niemals voreilig

Generell sollten Sie niemals voreilig kündigen! Ist ein Vertrag einmal gekündigt und der Versicherer “möchte Sie loswerden”, so wird eine Rücknahme der Kündigung problematisch. Trotz Versicherungspflicht und der Tatsache das Sie nachweisen müssen anderweitig versichert zu sein, könnte eine voreilige Kündigung dazu führen, kein Krankentagegeld mehr zu haben oder kein neues zu bekommen.

Auch könnte es passieren, das Bausteine im Tarif, wie Krankenhaus- oder Kurtagegeld, Kurkosten oder sonstige Tarifbausteine nicht mehr zu bekommen sind, wenn die Kündigung beim Versicherer bereits vorliegt und nun zurückgenommen werden soll.

Was tun gegen Beitragserhöhungen?

Zuerst schauen Sie sich also einmal an, welche Tarifbausteine in ihrem Vertrag angepasst werden.

- Wann fand die letzte Anpassung statt?

- Wie hoch (in EURO) ist die Erhöhung?

- Passt der Tarif (noch) zu Ihren Anforderungen? (Hilfe zu Auswahlkriterien)

- Wird neben der Beitragsanpassung auch die Selbstbeteiligung erhöht?

Stellt sich also heraus, dass der heutige Bedarf von dem Tarif abweicht, so ist ungeachtet der Beitragserhöhung eine Änderung notwenig. Natürlich kann diese bei dem gleichen Unternehmen gemacht werden, andererseits kann auch ein Wechsel zu einem anderen Versicherer (unter Umständen verbunden mit anderen Nachteilen). Weiterhin wäre zu prüfen, in welcher SB Stufe Sie derzeit versichert sind und ob der Versicherer noch andere Leistungsstufen in Ihrem Tarif anbietet.

Unisex- statt Bisextarif?

Sind Sie heute noch in einem alten Tarif, also einem Tarif der Bisexwelt (Männer und Frauen mit unterschiedlichen Prämien), so wäre auch ein Wechsel in die neue Welt zu prüfen und mit abzuwägen. Neben Leistungsverbesserungen in dem neuen Tarif, ändern sich dort auch die Kalkulationszinsen und damit unter Umständen die mögliche Beitragsstabilität.

Was nun tun?

1.) Füllen Sie einmal für sich den Kriterienfragebogen aus

2.) Lassen Sie sich eine Übersicht zu den Leistungen Ihres Tarifss erstellen (Leistungsübersicht hier anfordern!)

3.) Überlegen Sie bitte genau, welche Tarifalternativen in Frage kommen und ob ein Tarifwechsel nach § 204 VVG möglich uns sinnvoll ist

4.) Überprüfen Sie bitte auch die Anpassung der Beitragsentlastungkomponente und weitere Tarifbestandteile

17.
November '14

Der Weg zur passenden Berufsunfähigkeitsversicherung, Klauseln oder Zuschläge und wie der Schutz bei Berufsunfähigkeit eingeschränkt wird und was Sie tun können


Der Schutz bei Berufsunfähigkeit und damit vor den finanziellen Folgen bei Verlust der Arbeitskraft ist nicht nur eine der wichtigsten Absicherungen überhaupt, diese wird auch zum 01. Januar 2015 zum Teil deutlich teurer. (Warum wird es teurer? HIER klicken für mehr Information!)

Dennoch gilt es insbesondere bei einer so wichtigen Frage wie der Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, genau zu überlegen und in keinem Fall eine solche Entscheidung voreilig zu treffen. Lieber überlegen Sie einmal mehr, einen Tag, eine Woche oder einen Monat länger und nehmen eine höhere Prämie in Kauf, als das Sie später merken, der Versicherer oder der Tarif waren falsch, denn eine solche Entscheidung ist oftmals kaum noch zu korrigieren.

Die Schritte zur richtigen, passenden Berufsunfähigkeitsversicherung

Zuerst geht es einmal darum, einen möglichst sinnvollen und passenden Schutz zu finden. Dazu sollten Sie sich mit dem Thema BU beschäftigen, Bedingungen lesen und verstehen und erkennen, das die Unterschiede in den einzelnen Bedingungswerken elementar sind und am Ende darüber entscheiden, ob Sie eine Rente bekommen oder die Beiträge Ihr Leben lang “umsonst” bezahlt haben. Hilfestellungen bei dem Thema bietet unter anderem mein “Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung” aber auch die Auswahlkriteien können eine grundlegende Unterstützung bieten.

Schritt 1:

Bevor es losgehen kann, ist zu überlegen welche Bedingungskriterien erfüllt sein sollen. Neben den “üblichen” Punkten denken Sie bitte auch daran, wie veränderbar der Vertrag sein soll, so zum Beispiel Möglichkeiten zur Erhöhung bieten und daher sich an zukünftige Veränderungen im Leben anpassen zu können.

Auch die Ausgestaltung des Vertrages mit einer garantierten Rentensteigerung, einer dynamischen Anpassung oder sonstigen Karriereklauseln ist elementar, denn wer weiss schon wie sich das eigenen Einkommen und die berufliche Laufbahn verändern. Weitere Informationen auch hier:

Garantierte Rentensteigerung in der Berufsunfähigkeitsversicherung KLICK!

Dynamik in der Berufsunfähigkeitsversicherung KLICK!

Nachversicherungsoptionen in der BU KLICK!

Berufsunfähigkeit auch bei “nur 6monatiger Arbeitsunfähigkeit” KLICK!

Schritt 2:

Mindestens so wichtig wie Bedingungen ist aber die richtige Rente. Das beste Produkt und die besten Bedingungen nützen so gar nichts, wenn die Rente nicht ausreicht. Auch 1.500€ können schnell zuwenig sein, denn oftmals wird schlichtweg vergessen Rentenbeiträge bzw. die Altersvorsorge zu bedenken. Bisher zahlen Sie als Angestellte(r) knapp 20% ihres monatlichen Einkommens in die geseztliche Rentenversicherung. Diese Zahlungen erfolgen direkt vom Arbeitgeber und werden oftmals gar nicht als “so viel” wahrgenommen. Bei einem Bruttoeinkommen von 3.000 EUR fließen somit run 600 EUR monatlich in die Rentenkasse.

Wird unser Beispielkunde nun mit 40 Jahen berufsunfähig, so erhält er seine mit 1.500 EUR versicherte Rente. Aufgrund der garantierten Rentensteigerung steigt die Rente um 2% pro Jahr. In der Grafik ist dieses die blaue Line, welche nun bis zum 67. Lebensjahr ansteigt, danach endet die Rentenzahlung und fällt somit auf null.

Da die Beitragszahlung in die gesetzliche Rentenversicherung bei Verlust des Berufes nicht mehr erfolgt, muss von der privaten Berufsunfähigkeitsrente Geld in die Altersvorsorge investiert werden. Nutzt unser Kunde hierfür 10% seines bisherigen Bruttos, also 300 EUR, resultieren daraus knappe 700 EUR Rente. Die rote Linie zeigt daher eine negaive Linie (weil Beiräge zu zahlen sind), dann die Rente nach dem 67. Lebensjahr. Die grüne Line zeigt die Werte für 20%, also 600 EUR Beitrag und knappe 1.400 EUR Rente.

BU und AV RenteSchritt 3:

Nun wissen Sie zumindest was Sie brauchen, also welche Bedingungen erfüllt sein müssen und wie hoch die Rente sein soll. Jetzt braucht es “nur noch” einen Versicherer der das Risiko zeichnet und Sie wie gewünscht versichert.

Erst einmal ist nun die Einstufung in die richtige Berufsgruppe wichtig. Diese bestimmt entscheidend die Präme mit und sollte daher sehr gewissenhaft ermittelt werden. Hierbei sind alle Ausbildungen zusammenzutragen, die erreichten Abschlüsse aber auch die Anzahl der verantworteten Mitarbeiter zu berücksichtigen und ein genaues Tätigkeitsbild zu erstellen. Eine Hilfestellung hierbei ist eine Tätigkeitsbeschreibung, welcher unter anderem verschiedene Versicherer nutzen. Hier ein Beispiel der Tätogkeitsbeschreibung der Alten Leipziger Lebensversicherung.

Steht die Berufsgruppe nun fest, so geht es an die gesundheitliche Prüfung. Dazu sind alle Fragen des Versicherers hinsichtlich heutiger und vergangener Erkrankungen, innerhalb der abgefragten Fristen, zu beantworten um dem Unternehmen eine Prüfung des Risikos zu ermöglichen. Hier ist meist einiges an Verhandungen nötig um später eine entsprechende Entscheidung zu kommen. Sind Sie nicht gesund oder bestanden in der Vergangenheit Krankheiten und Beschwerden, so kann dieses zu einem Zuschlag oder einem Ausschluß führen.

Formulierung extrem wichtig

Klausel ist nicht Klausel. Hier einmal drei Ausschlußklauseln. Diese werden so von Unternehmen angeboten und bei Erkrankungen der Augen in den Versicherungspolicen vereinbart.

1.) “Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind Erkrankungen beider Augen und deren Folgen. Bei Prüfung der Berufsunfähigkeit werden diese nicht berücksichtigt.”

2.) “Es gilt als vereinbart, dass jegliche Einschränkungen des Sehvermögens der Augen einen Leistungsanspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bedingen und bei der Feststellung des Grades der Berufsunfähigkeit aus anderen Gründen unberücksichtigt bleiben. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind Tumorerkrankungen, Infektionen und Unfallfolgen im betroffenen Bereich.”

3.) “Es gilt als vereinbart, dass jegliche Einschränkungen des Sehvermögens der Augen einen Leistungsanspruch aus der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht bedingen und bei der Feststellung des Grades der Berufsunfähigkeit aus anderen Gründen unberücksichtigt bleiben. Eingeschlossen in den Versicherungsschutz sind Infektionen, Tumorerkrankungen und Unfallfolgen im betroffenen Bereich, sowie Sehschäden welche nicht durch die Myopie entstanden sind.”

Um so genauer die Klausel also formuliert ist, desto genauer ist das Risiko abgesteckt und die Erkrankungen bezeichnet, welche eben nicht unter den Versicherungsschutz fallen sollen. Klauseln sind zwar in der Zukunft durchaus überprüfbar, aber erst einmal ist deise natürlich in dem Vertrag enthalten und eine heutige Garantie zum Entfall gibt es eben nicht.

dann doch lieber Zuschlag?

Bei manchen Erkrankungen, insbesondere solchen die nicht klar abgrenzbar sind, kann anstelle einer Ausschlußklausel auch ein Zuschlag vereinbart werden. Dieses führt zwar zu einer höheren Prämie, andererseits höhlt es den Versicherungsschutz nicht aus und gilt eben auch für Vorerkrankungen die schon bekannt sind.

Bei den meisten Unternehmen gibt es aber keine Wahlmöglichkeit ob eine Klausel oder ein Zuschlag vereinbart wird. Abgrenzbare Erkrankungen (Kniebeschwerden, Rückenleiden, Sehschäden z.Bsp.) sind einfacher mit einem Ausschluß zu behandeln, Erkrankungen die nicht so einfach Abgrenzbar sind bekommen eher einen Zuschlag. So werden Magenbeschwerden eher mit einem Zuschlag versehen und dann doch wieder in den Schutz eingeschlossen.

Nahezu alle Unternehmen kalkulieren zwischenzeitlich mit dauerhaften Zuschlägen. Das bedeutet das eine Überprüfung und ein Entfall in der Regel nicht möglich ist. Will der Kunde eine solche Überprüfung doch, so muss er einen neuen Vertrag (mit neuen Risikofragen, neuem Alter und neuen Prämien) in Kauf nehmen, was aber in Einzelfällen durchaus besser sein kann.

Fazit

Der Weg zur richtigen, passenden und individuellen Berufsunfähigkeitsversicherung kann durchaus steinig sein. Wichtig ist es jedoch sich ausführlich damit zu beschäftigen und mit dem Spezialisten alle Steine aus dem Weg räumen zu können. Das kann durchaus mal Wochen oder gar Monate dauern und Anfragen, Ausschreibungen, Vorprüfungen und einiges an Analyse und Berung enthalten.

Glauben Sie mir- es lohnt sich hier genug Zeit zu lassen!

11.
November '14

Sozialversicherungswerte 2015- darunter auch der Arbeitgeberzuschuss und die (steigende) Jahresarbeitentgeldgrenze (JAEG 2015)


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Und jährlich grüßt das Murmeltier, oder so ähnlich. Die noch vorläufigen Werte zur Sozialversicherung 2015 sind nun bekannt und sollen im Oktober vom Bundeskabinett verabschiedet werden. Bis dahin gelten diese zwar nur unter Vorbehalt der Zustimmung, in der Vergangenheit wurden diese jedoch immer so gebilligt. Daher hier für Sie die neuen Werte, wonach sich auch der Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung richtet, der so genannte Arbeitgeberzuschuss für 2015. (Werte für 2014 zum nochmals nachlesen)

Die Zahlen für die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung und die der Versicherungspflichtgrenze werden immer sehnsüchtig erwartet, entscheidet diese Grenze doch auch darüber wer sich privat versichern darf und ob ein PKV Versicherter Angestellter ggf. wieder versicherungspflichtig wieder in die gesetzliche Krankenkasse (GKV) muss.

Die Jahresarbeitentgeltgrenze 2015 wird demnach bei 54.900 € (mtl. 4.575 €) liegen und steigt damit gegenüber den Vorjahreswerten um 1.350€, der gleiche absolute Anstieg wie im letzten Jahr (2014 lag diese bei 53.550 €), ebenso ändert sich daher die besondere Versicherungspflichtgrenze (für alle bis zum 31. 12. 2002 PKV Versicherten) auf 49.500€ (2014: 48.600 €, + 900€) .

Da auch die Beitragsbemessungsgrenze in der Krankenversicherung um 900 € pro Jahr oder 75 € pro Monat steigt (diese liegt dann bei 49.500 € oder 4.125€ pro Monat), ändert sich auch der Höchstbeitrag zur Gesetzlichen Krankenkasse und der Arbeitgeberzuschuss. Dieser berechnet sich dann in 2015 wie folgt:

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2015

Für das Jahr 2015 ergibt sich somit folgende Berechnung:

14,6% GKV Beitrragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

+ ggf. einkommensabhängiger Zusatzbeitrag in der GKV

7,3% x 4.125€ = 301,13 € (bisher 295,65 €, +5,48 €) = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2015 

Der Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung berechnet sich wie folgt:

2,35% Pflegevers. Beitragssatz, davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 1,175%

1,175% x 4.125€ = 47,44 € (bisher 41,51 €, +5,93 €) = AG Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung 2015

Der Höchstbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung steigt demnach ebenfalls an und berechnet sich für das Jahr 2015 wie folgt:

Gesamtbetrag zur GKV:

Krankenversicherung: 4.125 € * 14,6% = 602,25 € (bisher 627,75 €, -25,50 € + Zusatzbeitrag für AN allein)

Pflegepflichtversicherung: 4.125 € * (2,35% + 0,25% (Kinderlose)) =  107,25 € (bisher 93,15 €, +14,10 €)

GESAMT sind in der Krankenversicherung dann 709,05 € pro Monat von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu entrichten, + Zusatzbeitrag den die Kasse prozentual (vom eigenen Einkommen) erheben kann

Davon zahlt der (kinderlose) Arbeitnehmer allein:

KV: 4.125 € * (7,3%) = 301,13 €

Pflege: 4.125 € * (1,175% + 0,25%)= 58,78 €

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2015: 359,91 € (+ Zusatzbeitrag der GKV, einkommensabhängig wenn erhoben)

Hier noch einmal alle Zahlen im Überblick:

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31.
Oktober '14

Versicherungsschutz für Kinder: bis zu 1500 € für die kieferorthopädische Behandlung, der Tarif KDBE der DKV


Bereits in der Vergangenheit hatte ich einige Tarife vorgestellt, welche Leistungen für die kieferorthopädischen Versorgung der Kinder sicherstellen. Die gesetzliche Krankenversicherung arbeitet hier mit so genannten Indikationsstufen, welche ich in dem BeitragKieferorthopädische Leistungen bei Kindern in der gesetzlichen Krankenkasse bereits beschrieben habe.

KIG I bis 5

Im Rahmen eines Newsletter wurde mir heute von einer Bank der Versicherungsschutz der DKV als “hochwertiger Zahnschutz” angeboten und daher schauen wir uns diesen Tarif gern einmal im Detail an.

Welche Leistungen erbringt der Tarif KDBE der DKV?

Es handelt sich um eine Versicherung welche den Bereich der kieferorthopädischen Behandlung abdeckt, zusätzlich auch eine Leistung für Zahnprophylaxe leistet.

Eine der wichtigsten Voraussetzungen: die kieferorthopädische Behandlung muss vor dem 18. Lebensjahr begonnen haben, darf Zeitpunkt der Antragstellung angeraten oder begonnen und der Antragsteller muss Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse sein.

Die Leistungen in Zahlen:

2 professionelle Zahnreinigungen (PZR) je Kalenderjahr zu 100%, maximal 75 EUR je PZR.

Führt ein mit uns kooperierender Zahnarzt die PZR durch, erhöht sich der Höchstbetrag je PZR auf 100 EUR.

parodontologische Leistungen und Wurzelbehandlungen, falls die Abrechnung im Rahmen der Gebührenordnung für Zahnärzte erfolgt.

Kieferorthopädie mit vorbereitenden Maßnahmen bei den kieferorthopädischen Indikationsgruppen 1 bis 5, ohne Bindung an eine Vorleistung der GKV, inklusive der entsprechenden Material-und Laborkosten, Berechnung muss auch hier im Rahmen der Gebührenordnung für Zahnärzte erfolgen.

Die Höchstgrenze für die Leistungen aus dem Bereich der Kieferorthopädie trägt 1.500 € je Behandlungsfall

Welche Wartezeiten gelten?

Bevor der Versicherungsschutz beginnt, sind so genannte Wartezeiten zu erfüllen. Bei den Wartezeiten handelt es sich um den Zeitraum, für den Sie einen Beitrag für den Versicherungsschutz zahlen, aber noch keine Leistungsanspruch haben.

Die Wartezeit beträgt acht Monate, Leistungen für die professionelle Zahnreinigung werden ohne Wartezeit erstattet.

Für bestimmte Personengruppen gelten Sonderregelungen. (Kunden der Volkswagen Bank GmbH oder einer anderen Tochtergesellschaft der Volkswagen Financial Services AG (z. B. Volkswagen Leasing GmbH, Volkswagen Versicherungsdienst GmbH), alle Mitarbeiter und Betriebspensionäre des Volkswagen Konzerns (einschließlich der Tochterunternehmen und Beteiligungsgesellschaften und dessen Handels- und Serviceorganisation) sowie die Ehegatten und eingetragenen Lebenspartner, Lebenspartner in häuslicher Gemeinschaft, und Kinder (auch Stief-, Adoptiv- und Pflegekinder) des beschriebenen Personenkreises, außerdem auch Mitarbeiter und Versicherte der AUDI BKK.)

Die Sonderregelungen sind unter anderem eine 6 Monate-Geld-zurück-Garantie: Nach dem Versicherungsvertragsgesetz haben Sie 14 Tage Zeit, einen Antrag auf Abschluss einer Versicherung zu widerrufen. Für unsere Kunden verlängern wir dieses Recht beim Erstantrag bis zum Ablauf von 6 Monaten. Auch das Optionsrecht ist eine Zusatzleistung: Zum ersten des Monats, in dem Sie Ihren 25., 30., 35., 40., 45. oder 50. Geburtstag feiern, bieten wir Ihnen jeweils einmal die Möglichkeit, Ihren Versicherungsschutz bei der DKV um eine weitere Erstattungsstufe ohne eine erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen, sofern Sie sich nicht schon zu Beginn für die optimale Absicherung entschieden haben.

Interessanter ist jedoch der Verzicht auf Wartezeiten. Die allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankenversicherung beinhalten Wartezeiten von bis zu 8 Monaten. Wir verzichten auf diese Wartezeiten.

Was kostet der Versicherungsschutz?

Zunächst einmal sei noch erwähnt, dass es sich um einen Tarif nach Art der Schadensversicherung handelt. Es sind und werden also keine Altersrückstellungen mit einkalkuliert.

Kinder und Jugendliche von 0-19 Jahren zahlen monatlich 9,86 €

Erwachsene ab 20 Jahren zahlen monatlich 8,47 €

Für wen ist der Tarif interessant?

Der wohl wichtigste Punkt diesem Tarif ist die kieferorthopädische Leistung. Daher dürfte die Hauptzielgruppe dieses Tarifes bei den Kindern und Jugendlichen liegen, wobei natürlich noch keine Behandlung angeraten sein darf. Interessant ist es unter anderem für Behandlungen nach der Indikationsgruppe 1-2, da hier eine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse ausgeschlossen ist.

Schließen Sie einen solchen Tarif zum Beispiel für ihren sechsjährigen Sohn ab, diese benötigt mit dem achten Lebensjahr kieferorthopädische Leistungen, so ergibt sich folgende Rechnung:

9,86 € * 12 Monate = 118,32 €, * 7 Jahre (bis zum Abschluss der KFO) = 828,24 € Beitragsaufwand

Demgegenüber stehen bis zu 1.500 € Leistung für die kieferorthopädische Behandlung, zweimal maximal 75 € pro Jahr für die Zahnprophylaxe und gegebenenfalls weitere Leistungen gemäß Tarif.

Ob dieser Tarif für Sie interessant ist, hängt somit von den persönlichen Gegebenheiten ab. Alternativen sie sich natürlich auch bei anderen Versicherungsunternehmen, welche ähnliche Tarife anbieten. Daher ist eine Auswahl und ein Vergleich der Bedingungen unerlässlich.


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