22.
Mai '15

Kein Krankentagegeld aus privater Krankenversicherung bei Wiedereingliederung nach Hamburger Modell, Urteil des Bundesgerichtshofes IV ZR 54/14


Krankentaggeld, das ist die Leistung welche eine private Versicherung ihrem dort versicherten Kunden zahlt, wenn nach Ablauf der Karenzzeit weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit besteht. Die Krankentagegeldversicherung also insbesondere dazu, ein durch Krankheit wegfallen des Arbeitseinkommen auszugleichen und somit die finanzielle Existenz des Versicherten zu sichern. Dabei bestehen jedoch grundsätzliche Unterschiede zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Während in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) das Krankentagegeld maximal über einen Zeitraum von 78 Wochen gezahlt wird, ist die Zahlung in der privaten Krankenversicherung (PKV) grundsätzlich zunächst einmal unbegrenzt.

Unbegrenzt jedoch nur so lange, wie eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in dem versicherten Beruf besteht. Die gesetzliche bzw. richtigerweise vertragliche Grundlage findet sich hierzu in den entsprechenden Versicherungsbedingungen, den so genannten Musterbedingungen für die private Krankentagegeldversicherung (MB/KT). Bevor wir uns jedoch mit dem Urteil beschäftigen, hier noch einmal der Hinweis, was genau unter einer „Arbeitsunfähigkeit“ zu verstehen ist. Die Definition laut den eben angesprochenen Musterbedingungen lautet:

(3) Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt vor, wenn die versicherte Person ihre berufliche Tätigkeit nach medizinischem Befund vorübergehend in keiner Weise ausüben kann, sie auch nicht ausübt und keiner anderweitigen Erwerbstätigkeit nachgeht.

Es sind also einer Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen, damit der Leistungsfall im Sinne der Bedingungen erfüllt ist. Ganz vereinfacht heißt das also:

  1. aus medizinischen Gründen nicht arbeiten können
  2. es muss ein vorübergehender Zustand sein
  3. es darf weder die versicherte noch eine andere Erwerbstätigkeit ausgeübt werden

Nur wenn diese Vorgaben erfüllt sind, löst es eine Leistungspflicht für den Versicherer aus.

Worum ging es in dem Urteil des Bundesgerichtshofes?

Der Bundesgerichtshof musste sich mit einer so genannten Wiedereingliederung beschäftigen, also einer Maßnahme die zunächst einmal in dem Sozialgesetzbuch fünf und dort genauer im Paragraphen 74 geregelt ist. Bei dieser Maßnahme geht es darum, den Versicherten einen langsamen und schrittweisen Wiedereinstieg in seine berufliche Tätigkeit zu ermöglichen und ihn nicht sofort mit einer 100-prozentigen Tätigkeit zu überfordern. Auch hier zunächst ein Blick in das Gesetz:

Stufenweise Wiedereingliederung
Können arbeitsunfähige Versicherte nach ärztlicher Feststellung ihre bisherige Tätigkeit teilweise verrichten und können sie durch eine stufenweise Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit voraussichtlich besser wieder in das Erwerbsleben eingegliedert werden, soll der Arzt auf der Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit Art und Umfang der möglichen Tätigkeiten angeben und dabei in geeigneten Fällen die Stellungnahme des Betriebsarztes oder mit Zustimmung der Krankenkasse die Stellungnahme des Medizinischen Dienstes (§ 275) einholen.

Die Vorgaben des Sozialgesetzbuches 5, einer gesetzlichen Grundlage für die gesetzliche Krankenkasse, gelten nicht automatisch zwangsweise für privatrechtliche Verträge und somit auch nicht unbedingt für das private Krankentagegeld. Indem Streitfall ging es nun darum, dass ein Versicherter nach längerer Krankheit langsam wieder in die berufliche Tätigkeit integriert werden sollte. Dazu vollzog dieser im April 2010 eine so genannte Wiedereingliederung. Er begann also mit einer geringen Wochenarbeitszeit, schloss dazu eine entsprechende Vereinbarung mit dem Arbeitgeber und ging (teilweise) wieder arbeiten. Der Arbeitgeber zahlte in diesem Falle keinen Lohn, da der Arbeitnehmer mit seiner Arbeitsleistung nicht vollständig zur Verfügung stand. Nachdem der private Krankenversicherer nun eine Leistung abgelehnt hat da keine vollständige Arbeitsunfähigkeit mehr vorlag, zog der Versicherte bis vor den Bundesgerichtshof.

Nach seiner Burn-Out Erkrankung versuchte der Versicherte eine Rückkehr ins Berufsleben. In den ersten beiden Wochen arbeitete der Kunde 3 Stunden, in der dritten und vierten Woche 6 Stunden am Tag. In beiden Fällen bezog er keinen Lohn. Der Bundesgerichtshof kam jedoch zu dem Schluss, dass die Revision keinen Erfolg hat und der Versicherte keinen Anspruch auf eine Krankentagegeldzahlung während der Wiedereingliederungsmaßnahme.

Die Begründung hierzu ist relativ einfach und auch für den Laien sehr gut nachvollziehbar. Schauen Sie sich einmal oben nochmal unsere drei Voraussetzungen für den Bezug von Krankentagegeld an. Dann vergleichen wir diese mit dem konkreten Fall. Unser Kunde war aus medizinischen Gründen nicht in der Lage arbeiten zu können, zumindest nicht vollständig. Auch die zweite Voraussetzung war erfüllt, denn es handelte sich um einen vorübergehenden Zustand. Aber jetzt kommen wir zu dem Problem, denn der Kunde übte die versicherte Tätigkeit (wenn auch nur teilweise) wieder aus.

Laut Auffassung der Richter handelt sich es nicht um einen so genannten Arbeitsversuch, dagegen spricht der Umfang und die Regelmäßigkeit der ausgeübten Tätigkeit.

„Ferner setzte die stufenweise Wiedereingliederung nach Paragraph 74 SGB V voraus, dass der Versicherte nach ärztlicher Feststellung seine bisherige Tätigkeit teilweise verrichten könne und eine entsprechende Belastbarkeit vorhanden sei. unerheblich sei demgegenüber, dass der Kläger kein Arbeitsentgelt erhalten, sondern weiterhin Krankentaggeld bezogen habe. Nach den Versicherungsbedingungen komme es nicht auf dem Verlust des Arbeitseinkommens, sondern vielmehr darauf, dass der Versicherungsnehmer seine berufliche Tätigkeit nicht ausübe.”

 Weiterhin führen die Richter in ihrer Urteilsbegründung aus:

„Ebenso stünden der Charakter der Krankentagegeldversicherung und ihr soziale Schutzzweck einer Einordnung der beruflichen Wiedereingliederung als Berufsausübung nicht entgegen. (…)  Damit fehlt es für diesen Zeitraum an bedingungsgemäßer Arbeitsunfähigkeit als Voraussetzung für den Leistungsanspruch nach Paragraph 1 (1) Satz 2 MB/KT.

Gibt es eine Möglichkeit dieses Risiko dennoch zu versichern?

Es gibt durchaus einige private Krankenversicherung, welche eine Versicherungsleistung auch bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit erbringen. Einige Unternehmen lösen das generell in den Bedingungen, andere wiederum haben spezielle Regelungen für diese Wiedereingliederung, zum Beispiel die Regelung der HALLESCHE Krankenversicherung.

2 In Erweiterung von § 1 (3) MB/KT 2009 leistet der Versicherer auch bei Teilarbeitsunfähigkeit im Rahmen einer Wiedereingliederung in das Erwerbsleben für bis zu 8 Wochen. Diese Leistung wird nur für Arbeitnehmer mit einem festen Anstellungsverhältnis erbracht, für die beim Versicherer eine Krankheitskostenvollversicherung für ambulante und stationäre Behandlung besteht. Eine Wiedereingliederung in das Erwerbsleben liegt vor,

– wenn im unmittelbaren Anschluss an eine vollständige Arbeitsunfähigkeit gemäß § 1 (3) MB/KT 2009 von mindestens zwölfwöchiger Dauer die berufliche Tätigkeit wieder stufenweise aufgenommen wird und
– solange eine Arbeitsunfähigkeit von mehr als 50%, welche vom Arzt zu bescheinigen ist, besteht. Das vom Arbeitgeber gezahlte Entgelt wird auf das Krankentagegeld angerechnet.

Oder hier die Regelung der Mannheimer Krankenversicherung:

§ 6 Versicherungsleistungen

3. Nimmt die versicherte Person im unmittelbaren Anschluss an eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens zwölfwöchiger Dauer ihre berufliche Tätigkeit nur teilweise wieder auf, zahlt der Versicherer das vereinbarte Krankentagegeld in der ersten und zweiten Woche zu 75 %, in der dritten und vierten Woche zu 50 %, solange die versicherte Person nach medizinischem Befund zu mehr als 50 % arbeitsunfähig ist.

Die Regelung der Mannheimer geht damit noch einen Schritt weiter, denn diese ist nicht zwingend an eine Wiedereingliederung geknüpft und auch nicht nur für Arbeitnehmer.

Das vollständige Urteil können Sie im Downloadsbereich als Volltext nachlesen.

PDF-IconUrteil des Bundesgerichtshofes vom 11.03.2015, Az. IV ZR 54/14 zur Krankentaggeldzahlung bei Wiedereingliederungsmaßnahmen

21.
Mai '15

Falls Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft bedenken sollten, zu spät bedeutet nie mehr


Manchmal häufen sich die weniger schönen Nachrichten, gestern war so ein Tag. Nachdem erst ein schwer kranker Mensch Hilfe benötigte, welche diese derzeit auch zu bekommen scheint, erreichte mich gestern noch ein anderer Fall. Auch hier ist eine Situation eingetreten, welche sich nicht mehr korrigieren lässt, gerade deshalb möchte ich aber unbedingt darauf hinweisen. Zunächst einmal sei jedoch klar, es lässt sich nicht jedes Lebensrisiko versichern, man kann sich nicht vor allem und jedem schützen, aber es gibt bestimmte Bereiche, da sichert ein rechtzeitiges Handeln die finanzielle Existenz.

In meinem etwas älteren Beitrag „Tun Sie Ihrem Kind und sich einen Gefallen, da habe ich bereits zum Thema der Pflegeergänzungsversicherung für Kinder geschrieben und (hoffentlich) deutlich machen können, wie wichtig diese Absicherung bzw. die Gedanken daran bereits weit vor der Geburt sind.

Doch was war passiert?

Ein Paar entschließt sich eine Familie zu gründen, ein Kind zu bekommen und auswärts Zweisam- eine Dreisamkeit werden zu lassen. Das ist nicht allzu ungewöhnlich und passiert, zum Glück, viele Male im Jahr. Gerade wenn die Schwangerschaft festgestellt wird und die werdenden Eltern das erste Ultraschallbild mit noch zittrigen Händen festhalten, dann beginnen auch die Wünsche und Gedanken, das hoffentlich alles gut geht.

Jede Entwicklung in der Schwangerschaft wird verfolgt, der Bauch wird größer, der Geburtstermin rückt näher und zwischendurch gibt es durchaus auch die Bedenken, dass etwas nicht ganz glatt laufen könnte. Aber natürlich passiert einem das selbst nicht, natürlich hofft man das alles gut geht und somit überwiegt die Freude und „schlechte Gedanken schnell verdrängt“. Sowas auch in dem Beispiel, von dem ich heute erzählen möchte, erzählen deshalb weil es so richtig ist sich rechtzeitig Gedanken zu machen und sprechende Vorkehrungen zu treffen.

Die Mutter des Kindes informierte also ihren Versicherungsvertreter bei einer großen Gesellschaft über die Schwangerschaft und fragte noch nach welcher Besonderheiten es für die Untersuchungen zu beachten gibt. Dabei sollte noch bedacht werden, für die Mutter bestand Versicherungsschutz für so genannte Regelleistungen, also Mehrbettzimmer und den Dienst habenden Arzt. Nachdem die Fragen geklärt waren, gibt es also nur noch abzuwarten bis zur Geburt.

Leider dann nicht so erfreulich

Neben der Freude über die Geburt des Kindes kam auch die bittere Wahrheit, dass das lang erwartete Baby leider nicht als kerngesundes Kind auf die Welt kam. Eine Vorerkrankung, mehrere kleinere Beeinträchtigungen und ein Tumor bedeuten auf jeden Fall, eine Reihe von weiteren Behandlungen wird nötig sein, Ärzte werden in den nächsten Jahren einer der ständigen Begleiter des kleinen Kindes und es wird natürlich eine ganze Reihe von Kosten verursachen.

Wie sich genau diese Kosten auswirken, ob es Kosten für ärztliche Behandlungen, Krankenhausaufenthalt, Heil-und Hilfsmittel oder gar Kosten bei Pflegebedürftigkeit sein werden, das ist heute noch endlich offen und überhaupt nicht zu sagen. Da bringt auch Spekulationen wenig, wichtig ist nur zu klären wie diese Kosten übernommen werden können.

… und hier liegt der Fehler

Das nun erkrankte Kind, oder besser das nicht vollständig gesund geborene Kind, kann natürlich im Rahmen eines normalen Antrages nicht mehr nachversichert werden. Die Anträge auf eine Kranken- oder Pflegezusatzversicherung werden bei bestimmten Vorerkrankungen schlichtweg abgelehnt. Aber da gibt es durch die Neugeborenennachversicherung, der Versicherer muss doch das Kind versichern? Vollkommen richtig, aber diese Nachversicherung erstreckt sich nun einmal (falls keine andere, verbesserte Regelung in den Bedingungen zu finden ist) nur auf den Versicherungsumfang, den die Eltern abgeschlossen haben.

Die (nun nicht mehr machbar) Lösung

In diesem Falle sind also stationäre Zusatzleistungen nicht nach versicherbar, da die Mutter diese nicht in ihren Versicherungsschutz eingeschlossen hat und der Vater gesetzlich krankenversichert ist. Auch eine stationäre Zusatzversicherung besteht hier leider nicht, auch hier wäre sonst die Option der Nachversicherung zu prüfen.

Leider hat der damalige Berater auch an die Pflegezusatzversicherung nicht gedacht. Wäre es ein Leichtes gewesen, bei Beginn der Schwangerschaft eine entsprechend umfangreiche Absicherung für die Eltern zu wählen. Es wäre simpel zu lösen gewesen, hätte man sich dort entweder um eine Verbesserung des Versicherungsschutzes der Mutter (was zu dem Zeitpunkt problemlos funktioniert hätte) oder um eine stationäre, ambulante und/oder zahnärztliche Ergänzungsvereinbarung zur gesetzlichen Krankenkasse des Vaters gekümmert. Und was noch viel wichtiger ist: die Absicherung der Eltern durch eine Pflegezusatzversicherung hätte auch hier eine Nachversicherung des Kindes und somit eine Absicherung ohne neue Gesundheitsprüfung ermöglicht.

Aufgaben für Kunden und Vermittler

Bereits bei der Familienplanung:

Schauen Sie sich unbedingt den eigenen Versicherungsschutz an. In welchem Umfang sind sie selbst versichert? Welcher Versicherungsschutz besteht für den Vater/die Mutter?

Spätestens bei Beginn der Schwangerschaft, besser vorher:

Jetzt geht es die letzten, wichtigen Vorkehrungen zu treffen. Ist die Mutter und/oder der Vater in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, so prüfen Sie unbedingt die Möglichkeit einer ambulanten/stationären und/oder zahnärztlichen Ergänzungsvereinbarung zur GKV. Diese sichert entsprechende (Mehr-) Leistungen und ermöglicht Eltern wie auch dem Neugeborenen einen angepassten und umfangreichen Versicherungsschutz.

Denken Sie jetzt unbedingt an die Bereiche der Pflegeversicherung und sorgen Sie dafür das mindestens ein Elternteil eine entsprechende Absicherung mindestens drei Monate vor Geburt besitzt. Und nehmen Sie bitte nicht den errechneten Geburtstermin, sondern beantragen Sie den entsprechenden Versicherungsschutz sofort. Eine Frühgeburt torpediert sonst die Dreimonatsregel und verhindert den vielleicht dann doppelt wichtigen Versicherungsschutz.

Ist ein Elternteil privat krankenversichert (PKV) so machen sie sich noch einmal Gedanken zu den Auswahlkriterien der privaten Krankenversicherung und überlegen ob die Leistungen, die Selbstbeteiligung und der Versicherungsumfang dementsprechend, was aktuell für Sie wichtig und gewollt ist.

Die letzten Wochen vor der Geburt

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man es kaum erwarten kann das der/die Kleine nun endlich da. Man möchte das Lächeln sehen, es berühren und fühlen und einfach nur eine tolle Zeit zusammen verbringen. Daher bereiten Sie bereits jetzt alles notwendige vor, damit die entsprechende Nachversicherung reibungslos verläuft.

Schon jetzt können die notwendigen Tarife besprochen, nach Meldeformulare oder Anträge ausgefüllt werden und fertig vorbereitet zuhause liegen. Informieren Sie Ihren Berater oder nehmen Sie direkt Kontakt zu mir auf, sobald das Kind auf der Welt ist um alles notwendige zu veranlassen und keine wichtigen Schritte zu vergessen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Kind den passenden, notwendigen und vor allem zeitgemäßen Versicherungsschutz bekommt.

Und die Familie aus unserem Beispiel?

Durch die fehlerhafte nicht vollständige Beratung des damaligen Vertreters wurde hier nicht nur die Möglichkeit verspielt dem Kind weitere Leistungen (zum Beispiel gezielte, freie Krankenhauswahl, privatärztliche Behandlung, besondere Leistungen bei Alternativmedizin und vieles mehr) zu sichern, es wurde auch die Bilder zusätzliche Absicherung verschlafen. Dazu gehört neben der Absicherung bei Pflegebedürftigkeit auch zum Beispiel die Option auf eine Nachversicherung in einer Schwere-Krankheiten-Versicherung.

Nochmals und in aller Deutlichkeit. Man kann, muss und soll keineswegs jedes mögliche Lebensrisiko versichern. Aber gerade wenn das Kind krank oder mit Beeinträchtigungen/Behinderungen geboren wird, dann können alle betroffenen Eltern ein Lied davon singen wie schwer ist ohnehin schon ist, auch ohne zusätzlich finanzielle Probleme zu haben. Diese lassen sich auch nicht in jedem Fall mit einer Versicherung lösen, aber Geld zu haben sich mehr oder andere/bessere Behandlungsmethoden zu erkaufen oder sich finanzielle Freiräume für eine optimale Betreuung des Kindes zu sichern, sind zu diesem Zeitpunkt goldwert und sichern im schlimmsten Fall die Zukunft des Kindes.

Und falls Sie diesen Artikel bis hier gelesen haben, aber gar nicht Kunde sondern Berater oder Versicherungsvertreter sind, dann denken Sie bitte bei jedem Gespräch Ihrem Kunden, indem er eine Familienplanung, Schwangerschaft oder dergleichen erwähnt, daran diesen umfassend über seine Möglichkeiten aufzuklären. Die Entscheidung darüber, ob die zukünftigen Eltern bereit und in der Lage sind sich einen solchen umfassenden Versicherungsschutz zu erkaufen, überlassen Sie doch bitte den Eltern selbst und zeigen Ihnen die entsprechenden Möglichkeiten auf. Entscheidet sich der Kunde dagegen, ist auch dieses überhaupt kein Problem, aber informiert werden muss er erst einmal um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

20.
Mai '15

Hilfe dringend nötig: “Ich bitte euch alle – kauft sein Buch, wenn es euch gefällt”


Es gibt so Tage, dann macht man sich auf und ist geschockt über ein Bild, einen Post oder eine kurze Mitteilung die einen in die Tannen gespielt wird. Sowas bei mir gestern und heute habe ich dazu den Beitrag bei Kai gelesen und mir gedacht, mit etwas Reichweite hier aus dem Blog können wir vielleicht noch etwas mehr bewegen.

Worum es geht, lässt sich am einfachsten indem Beitrag der Frau des Patienten nachlesen, einem Mann der mitten im Leben stand, nun mit nicht einmal 45 Jahren um selbiges kämpfen muss. Ich will auch keinesfalls großartige Texte dazu schreiben, ist einfach den Beitrag von der Ehefrau und überlegt euch ihr vielleicht mit dem Kauf des Buches oder sonst irgendwie helfen könnt.

Auch wenn ich Kai-Eric Fitzner nicht persönlich kannte, ich wünsche ihm doch alles erdenklich Gute und das keine weiteren Folgen aus der Erkrankung zurückbleiben und er schnell wieder auf den Beinen ist. Link zum Facebook Post

Kai-Eric Fitzner PostWenn ihr auf das BuchCover unten blickt, kommt ihr direkt zur Bestellung “Willkommen im Meer” bei Amazon.

Willkommen im Meer

Von dem Erlös des Buches landen leider nur knapp 3 € beim Author. Daher habe ich mich entschlossen direkt den Preis von zwei Büchern zu spenden, die kommen dann auch direkt an. Das geht am einfachsten über das Konto  welches Johannes eingerichtet hat. Dazu mehr in seinem Beitrag. Natürlich gibt es dann kein Buch. :-)

19.
Mai '15

Garantierte Rentensteigerung, Leistungsdynamik, Anpassung bei bestehender Berufsunfähigkeit- eine der wichtig(st)en Optionen in der BU-Absicherung


Die Versicherer verwenden völlig unterschiedliche Bezeichnungen dafür, der eine nennt es „garantierte Rentensteigerung” ein anderer schreibt lieber über „Leistungsdynamik“ und wieder andere verwenden noch andere Namen und Bezeichnungen. Alle haben jedoch eines gemeinsam, sie bezeichnen einen wichtigen Baustein in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung, einen Baustein der die Absicherung für die Zukunft garantieren und aktuell halten soll.

Bereits in der Vergangenheit habe ich über die Möglichkeit einer garantierten Rentensteigerung in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung geschrieben halte diese weiterhin für eine wichtige Option. Hiermit wird die Möglichkeit geschaffen, eine versicherte Rente auch dann zu erhöhen, wenn bereits der Leistungsfall eingetreten ist. Im Gegensatz zu der dynamischen Erhöhung, welche eine Anpassung der Versichertenrente und des Beitrages vor Eintritt des Leistungsfalles ermöglicht, handelt es sich bei dieser Option um eine Rentenerhöhung nach Eintritt der Berufsunfähigkeit. Ist diese Möglichkeit in dem eigenen Vertrag nicht vorhanden, so bedeutet dieses auch, jemand der vielleicht mit Anfang 40 berufsunfähig wird muss mit der Rente zum Rentenalter auskommen.

Wird die versicherte Person erst kurz vor dem Rentenalter berufsunfähig, so reicht die versicherte Rente unter Umständen auch dann aus, wenn diese nicht erhöht wird. Je früher jedoch eine Berufsunfähigkeit eintritt und der Versicherer seine Rentenzahlung erbringt, desto wichtiger wird die Erhöhung. Eine Anpassung der Rente auf eigenen Wunsch ist dann, aufgrund des eingetretenen Leistungsfalles und des Gesundheitszustandes nicht mehr möglich. Diese mögliche Rentenerhöhung soll unter anderem dafür sorgen, dass eine Entwertung des Geldes und/oder eine Steigerung der Lebenshaltungskosten nicht dazu führen muss, dass die versicherte Berufsunfähigkeitsrente zu klein ist. Dazu hier ein Blick auf die Entwicklung der Inflation in Deutschland, angefangen im Jahre 1970.

Inflationsrate

Natürlich gab es auch hier Jahre, in denen die Inflation sehr klein oder (wie 1986) sogar negativ war. Andererseits gab es viele Jahre in denen diese deutlich über 2 % lag. In den Verträgen zur privaten Berufsunfähigkeitsversicherung ist oftmals nur ein feststehender Prozentsatz versicherbar. Einige Versicherer lassen zudem eine Leistungsdynamik zwischen einem und 3 % zu.

Das ist aber ein ganz schöner Mehrbeitrag, warum?

In einer Beratung schrieb mir eine Kundin folgende E-Mail:

Hätte nicht gedacht, dass die Rentensteigerung, die ja nur im Leistungsfall eintritt, so viel an Beitrag kostet.
Die Rente steigt ja nur um 2 % p.a., nachdem man berufsunfähig geworden ist, d.h. wenn mit 66 der Fall eintritt, steigt diese nur noch 1x auf dann 2040 € richtig?
Interessant ist es demnach v.a., wenn man jung BU wird... (…) Garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall von 2% p.a. ist uns jedenfalls keine 13,50 € Unterschied im Monatsbeitrag wert

Die Argumentation ist durchaus berechtigt und interessant, denn für denn Versicherer bedeutet die Vereinbarung einer solchen Steigerung eine immens hohe Mehrleistung. Warum das so ist, lässt sich sehr einfach an der folgenden Tabelle ersehen. Unterstellen wir eine versicherte Rente von 2.000 € und eine garantierte Rentensteigerung von 2 % und tritt der Leistungsfall zum Beispiel mit 33 Jahren ein, so bedeutet die Versicherte Option eine Mehrleistung des Versicherers von 359,867 €, bei dauerhaft bestehende Berufsunfähigkeit. In dieser Tabelle lässt sich gut erkennen, wie sich die Rente durch die jährliche Anpassung erhöht und wie hoch der Unterschied zu der Ursprungsrente pro Monat bzw. pro Jahr ist.

Mehrleistung garantiete Rentensteigerung

Selbst wenn die Berufsunfähigkeit „erst“ mit 60 Jahren eintreten sollte, so reden wir immer noch über sieben Jahre, in denen die Rente um jährlich 2 % steigt. Sie später die Berufsunfähigkeit eintritt, desto weniger Jahre bis zum Ablauf sind natürlich vorhanden, um die Rente jährlich steigen zu lassen. Wer natürlich bis zu diesem Zeitpunkt eine dynamische Rentenerhöhung Jahr für Jahr mitgemacht hat, für den ist die Rente zu diesem Zeitpunkt auf ein durchaus ausreichendes Maß gestiegen, der Beitrag natürlich ebenfalls.

Mehrleistung bis 67

Kann ich die garantierte Rentensteigerung nachträglich ein-oder ausschließen?

Wurde bei Vertragsbeginn eine solche Rentensteigerung im Leistungsfall beantragt, kann diese auch wieder ausgeschlossen werden. Die Versicherer haben hierzu unterschiedliche Regelungen, hier zum Beispiel die Aussage in den Versicherungsbedingungen der Alten Leipziger.

Eine vereinbarte garantierte Rentensteigerung kann während der Beitragszahlungsdauer zum Beginn des nächstfolgenden Monats, frühestens zum Schluss des ersten Versicherungsjahrs, verringert bzw. ganz ausgeschlossen werden.

Wer also sich zu Beginn des Vertrages für eine solche Option entschieden hat, durch veränderte Umstände oder durch eine dynamisch angepasste Rente aber nun ausreichend hoch versichert ist oder eigene Rücklagen zusätzlich gebildet hat, der kann diesen Baustein wieder aus dem Vertrag entfernen und zahlt dann weniger Beitrag. Für die Vergangenheit, in der der Schutz standen hat, sind die Beiträge natürlich „verbraucht“. Klar, denn bei eingetretenen Versicherungsfall hätte auch die jährliche Anpassung stattgefunden.

Ein späterer (Wieder-)Einschluss dieser Komponente in den Vertrag führt natürlich zu einer neuen Gesundheitsprüfung, und einem höheren Beitrag.

Ich bin schon versichert, wie bekomme ich diese Option in meinen Vertrag?

Wenn Sie bereits einen Versicherungsschutz haben und eine solche garantierte Rentensteigerung dort nicht enthalten ist, so kann dieses mehr Gründe haben. War eine solche Option bei Vertragsabschluss gar nicht verfügbar, so kann dieser auch nachträglich nicht ohne weiteres eingeschlossen werden. Hierzu müsste dann eine Umstellung heute gültigen Tarife stattfinden, die jedoch ein neues Eintrittsalter und/oder eine neue Gesundheitsprüfung zur Folge. Einige Gesellschaften verzichten bei gleicher Rentenhöhe oder bieten eine vereinfachte Gesundheitsprüfung an. Es gibt durchaus Fälle, wo trotz höherem Eintrittsalters die Prämie gegenüber der ursprünglichen Vertragsgestaltung sinkt, da die Gesellschaften in den letzten Jahren eine differenziertere Berufsgruppen Einstufung eingeführt haben. Daher ist eine generelle Aussage schlecht möglich.

War eine solche Leistungsdynamik schon bei Vertragsabschluss vorhanden, Sie haben sich aber dagegen entschieden, so kann diese mit entsprechender Gesundheitsprüfung heute meist den Vertrag eingeschlossen. Die zu zahlende Mehrbeiträge werden dann ab dem Zeitpunkt des Einflusses erhoben.

Bevor Sie also jetzt voreilig handeln, lesen Sie bitte auch den Beitrag zur Überprüfung einer bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherung und schauen sich einmal genau die Auswahlkriterien für die Berufsunfähigkeitsversicherung an.

15.
Mai '15

Warum Sie ihre bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung jetzt überprüfen sollten


„Aber ich habe doch schon eine Berufsunfähigkeitsversicherung” ist einer der häufigsten Sätze, welcher in der Beratung immer mal wieder vorkommt. Das Problem daran ist, dass es für viele einfach auch schön bequem ist, sich mit dem Thema nicht noch einmal oder immer wieder auseinander zusetzen. Leider ist das in der Praxis er der falsche Weg. Denn wie viele andere Sachen im Leben auch, verändern sich die Bedingungswerke in der Berufsunfähigkeitsversicherung und wurden in den letzten Jahrzehnten stetig verbessert. Auf der anderen Seite ändert sich die persönliche Einkommenssituation, vielleicht sind Kinder in der Familie dazugekommen und es bedarf nun einer ganz anderen Art von Absicherung.

Verbesserte Bedingungswerke automatisch auch für mich?

Schauen wir uns die Bedingungswerke in der Berufsunfähigkeit der letzten Jahre oder gar Jahrzehnte an, so hat sich hier viel getan. Waren früher Verweisung auf andere Berufe, umfangreiche Ausschlüsse und Leistungseinschränkungen die Regel, so geht es in heutigen Bedingungswerken sehr verbraucherfreundlich zu. Versicherer haben zusätzliche Komponenten, so zum Beispiel die garantierte Rentensteigerung im Leistungsfall oder die Leistung schon bei Arbeitsunfähigkeit eingeführt und somit die Möglichkeit seine Leistung schnell und dauerhaft zu bekommen deutlich erhöht.

Leider gelten diese Leistungsverbesserungen nicht automatisch für Bestandskunden, da diese in den alten Bedingungswerken nicht kalkuliert worden sind und dafür dementsprechend keine Prämie zur Verfügung steht. Wer also als Bestandskunde von solchen Verbesserungen profitieren möchte, der muss aktiv werden und gemeinsam mit seinem Berater überprüfen, ob eine Anpassung des bestehenden Versicherungsschutzes möglich ist.

Dazu sollte im Rahmen einer anonymen Voranfrage geklärt werden, wie die heutige Risikoeinschätzung für den Versicherten aussieht. Dabei geht es zunächst einmal nicht um das höhere Eintrittsalter, es geht vielmehr um den heutigen Gesundheitszustand. Leistungsverbesserungen sind in der Regel mit einer neuen Gesundheitsprüfung versehen und sollten daher genau überlegt sein.

Risikozuschläge, veränderte Gesundheit, neuer Bedarf

Auch die Risikopolitik hat sich bei den Versicherern durchaus positiv verändert. Für viele Berufsgruppen ist der Versicherungsschutz in der Vergangenheit günstiger geworden, das hängt aber auch damit zusammen das risikoreichere Berufe in noch detaillierter gefächerte Berufsgruppen eingeteilt wurden und Versicherer sich hier die „guten Risiken“ sichern möchten. In der Praxis bedeutet das für Ingenieure, kaufmännische Angestellte, Personen in den Berufsgruppen 1-2 eine teilweise deutliche Verbesserung. So ist es in der Praxis durchaus möglich, dass jemand trotz eines fünf, sechs oder gar sieben Jahre höheren Eintrittsalters ein verbessertes Bedingungswerk zu einer fast identischen Prämie bekommen kann. Auf der anderen Seite hat das zur Folge, dass die „schlechten Berufsgruppen“ deutlich mehr für ihren Versicherungsschutz bezahlen müssen.

Daher kann es keine generelle Empfehlung für einen möglichen Wechsel geben, sondern es geht vielmehr darum genau zu prüfen wie das bestehende Bedingungswerk im Vergleich zum heute möglichen Versicherungsschutz aussieht, das gilt insbesondere für die Leistungsseite aber natürlich auch für die zu zahlende Versicherungsprämie.

Schlechteres Bedingungswerk ohne Ausschluss oder neue mit besseren Leistungen und Ausschlüssen

Nun ist es nicht so unüblich, dass sich der Gesundheitszustand von Personen mit steigendem Alter verändert und damit auch die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden. Auf der anderen Seite verändert sich der Gesundheitszustand oftmals auch positiv, Menschen machen mehr Sport, verlieren Gewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen können sich durchaus wieder verbessern. Auch einmal aufgetretene Allergien oder sonstige körperliche Beeinträchtigungen können ausheilen oder keine Beschwerden mehr verursachen. Wer hier aus „alten Zeiten“ dann noch Risikozuschläge oder Ausschlüsse in seinem Versicherungsschein hat, der könnte womöglich einen besseren und umfangreicheren Versicherungsschutz bekommen, wenn er sich dann darum kümmern würde.

In die andere Richtung ist es natürlich auch möglich. Haben Sie früher ein schlechteres Bedingungswerk abgeschlossen, waren damals aber gesund und haben dementsprechend keine Einschränkungen wie Ausschlüsse oder Zuschläge in ihrem Vertrag, so ist es genau zu überlegen ob ein heute deutlich größerer Leistungsumfang einen vielleicht zu vereinbarenden Ausschluss aufwiegt.

AU Übersicht in BU Verträgen

Arbeitsunfähigkeit als neues, leistungserleichterndes Kriterium

Noch im letzten Jahr war es ein einziger Anbieter und vielleicht ein, zwei kleinere Regelungen, welcher eine Berufsunfähigkeitsrente auch dann erbrachte, wenn eine bestimmte Zeit Arbeitsunfähigkeit vorlag. Gerade bei länger andauernden Krankheiten, Unfällen aber auch der kompletten Palette der psychischen-und psychosomatischen Erkrankungen (das muss nicht zwingend das Burn-Out sein) ist es oft für Ärzte sehr schwierig eine Prognose darüber zu treffen, ob die- oder derjenige jemals wieder in seinen Beruf zurückkehren kann und wann das sein wird. Im eigenen Bekanntenkreis war die Dame mehr als drei Jahre nicht in der Lage ihren Beruf auszuüben, da stellt sich recht schnell die Frage wie lange Arbeitsunfähigkeit besteht und wann dieses fließend in eine Berufsunfähigkeit übergeht. Die große Gefahr besteht dann darin, dass der Krankentagegeldversicherer nicht mehr leistet, der Berufsunfähigkeit Versicherer aber noch nicht leistet. Da nützt die beste Absicherung wenig, wenn die beiden Verträge sich nicht vertragen und somit einer nicht mehr unter anderen noch nicht zahlt.

Die neuen Regelungen bei Arbeitsunfähigkeit in den Berufsunfähigkeitsverträgen sicherlich kein Allheilmittel, schaffen aber eine zusätzliche Sicherheit und erleichtern den Bezug von Leistung sehr. So haben neben der Condor auch Versicherer wie die Allianz, die Nürnberger, die Continentale, der Volkswohl Bund, die Gothaer, Alte Leipziger, Generali und die LV1871 mittlerweile Lösungen und Leistungsverbesserungen bei Arbeitsunfähigkeit fest in ihrer Verträge geschrieben.

Umstellung bei dem eigenen Anbieter oder woanders hin?

Das ist eine Frage, welche sich pauschal nicht beantworten lässt. Es gibt eine Reihe von Versicherern welche eine Umstellung in ein neues Bedingungswerk wie einen Neuvertrag handhaben. Das bedeutet dass sie neben einem neuen Eintrittsalter auch den neuen Gesundheitszustand zur Bewertung heranziehen. Der Nachteil kann hierbei sein, dass dem Versicherer auch aus dem Altvertrag Daten bekannt sind, die nach den neuen Antragsfristen gar nicht mehr abgabepflichtig wären. Liegt dem neuen Vertrag zudem noch ein neues Eintrittsalter zu Grunde, so kann es durchaus sinnvoll sein, sich nicht nur bei dem eigenen Anbieter umzuschauen sondern sich die anderen Lösungen am (heutigen) Versicherungsmarkt genauer anzusehen.

bu_kriterien_1Beschäftigen Sie sich mit Kriterien

Bevor es also an die weitere Auswahl geht, sollten Sie alle relevanten Daten des alten Vertrages besorgen. Dabei geht es insbesondere um:

  • Beginn und Endalter des bisherigen Versicherungsschutzes (oftmals passt das Endalter nicht mehr)
  • Genauer Stand des Bedingungswerke, der Gesellschaft und des Tarifes
  • Wie ist Ihr Beruf definiert? Welche Berufsgruppe liegt dem Vertrag zu Grunde und gilt der Beruf noch?
  • Sind Sie noch in diesem Beruf tätig? (Bei Verbesserungen der Berufsgruppe erfolgt keine automatische Umstufung)
  • passt die Rente noch? (Hilfe zur Rentenhöhe)
  • sind Bausteine wie zum Beispiel die garantierte Rentensteigerung im Vertrag enthalten?

Erst wenn diese Punkte geklärt sind, dann beschäftigen Sie sich bitte mit den Auswahlkriterien des (potentiellen) neuen Vertrages. Hierbei sollten Sie so vorgehen, als würden sie sich heute neu versichern. Starten Sie also mit der Berechnung der richtigen Rente, und legen Sie dann mit Hilfe der Kriterien und des umfangreichen Kriterienfragebogens fest, was für sie heute wichtig ist.

Erst wenn der neue Leistungsumfang klar ist, sollten Sie mit einem Berater gemeinsam prüfen, ob es auch bei ihren bisherigen Gesellschaft einen neuen Tarif gibt, der Ihnen diese Leistung bieten kann. Falls dem so ist, sollten Sie mit Verhandlungen über eine Umstellung bei Ihrem bisherigen Versicherer beginnen. Parallel dazu gilt es einmal zu prüfen was andere Unternehmen Ihnen mit heutigen Gesundheitszustand, Eintrittsalter und Leistungswunsch und Versicherungsschutz bieten können, danach lässt sich aufgrund dieser Daten fundiert entscheiden. Sollten Sie dann zu dem Schluss kommen, dass der bisherige Versicherungsschutz nicht passend ist, dann können sich hier nachlesen, wie sie eine unpassende Versicherung gegen Berufsunfähigkeit beenden können.

Zur besseren Übersicht stelle ich Ihnen gerne einen ausführlichen Leistungsvergleich zwischen ihren bestehenden Versicherungsschutz und möglichen Alternativen bei der eigenen oder anderen Gesellschaften. Hierzu senden Sie mir bitte eine Anfrage mit den Tarifdetails des derzeitigen Schutzes. Sie können auch den LiveChat links am Bildschirm nutzen, oder mir eine E-Mail senden.