23.
März '15

Alte Leipziger mit neuem Pflegerentenprodukt AL vita – auch mit vereinfachter Risikoprüfung


Das Thema Pflegezusatzversicherung ist und wird immer wichtiger. Die Leistungen der gesetzlichen und auch privaten Pflegepflichtversicherung sind keinesfalls ausreichend und Kinder haften zudem für ihre Eltern. (–> Link)

Um die Lücken auszugleichen ist neben eines Pflegetagegeldes auch die Pflegerentenversicherung eine Variante der Absicherung. (–> Mehr Infos zu Pflegepflicht vs. Pflegetagegeld)

Bereits im letzten Jahr hat die Hallesche Krankenversicherung, ebenfalls aus dem Konzern der Alten Leipziger, ihr neues Pflegetagegeldprodukt OLGAflex vorgestellt und nun folgt im gleichen Konzern die Pflegerente. Die Alte Leipziger ergänzt damit die eigene Vorsorge bei Berufsunfähigkeit um den wichtigen Baustein des Pflege(renten)schutzes.

Das Produkt wird in zwei Varianten, mit und ohne Wartezeit angeboten, welches sich daher auch in den Gesundheitsfragen unterscheidet und für unterschiedliche Zielgruppen angeboten werden soll.

AlteLeipziger_ALvita_ÜbersichtWer sich für die Option mit der verkürzten Risikoprüfung entscheidet, dem stehen entweder 100% Leistung bei Pflegestufe III, oder die Abstufung 100% PT III und 50% PT II zur Verfügung. Dieses Modell wird gegen Einmalbeitrag angeboten und steht somit Kunden zur Verfügung, welche mit den Mitteln, z.Bsp. aus einer freiwerdenden Lebensversicherung die Pflegeversorgung sicher stellen möchten.

In der Variante mit monatlicher Zahlung kann zwischen drei Möglichkeiten gewählt werden. Neben einer reinen Leistung bei Pflegestufe 3 ist auch eine zusätzliche Zahlung bei Pflegestufe II (50%) oder II und I mit 75 und 25% versicherbar.

Pflegebedürftigkeit aufgrund einer mittelschweren oder schweren Demenz wird in die Pflegestufe II eingestuft. Bei leichten oder mäßigen Demenz werden keine Leistungen fällig.

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12.
März '15

Krankentagegeld zwar steuerfrei, unterliegt aber (in der GKV) der Progression (Urteil des Bundesfinanzhofes III R 36/13)


In dem gestern veröffentlichten Urteil bestätigt der Bundesfinanzhof seine Auffassung, das es auch nach Einführung des so genannten Basistarifs rechtmäßig ist, einen Unterschied zwischen Krankentagegeld aus der gesetzlichen (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) zu machen.

Krankentagegeld steuerfrei

Die Leistungen zum Krankengeld, ungeachtet der Tatsache ob diese von einer gesetzlichen Krankenkasse oder einer privaten Krankenversicherung gezahlt werden, sind steuerfreie Leistungen im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Das bedeutet zunächst, diese Beträge sind nicht mit der Einkommensteuer belegt und fließen dem Steuerpflichtigen brutto wie netto zu.

Progressionsvorbehalt

Nun gibt es Einkünfte, welche zwar steuerfrei sind, aber die Steuer der anderen Einkünfte im jeweiligen Jahr erhöhen. Da die Einkommensteuer in Deutschland abhängig von der Höhe des Einkommens ist, zahlen Sie prozentual mehr Steuern, je mehr Sie verdienen. Nehmen wir also ein Beispiel, welches das etwas verdeutlichen soll.

Hat ein Arbeitnehmer ein zu versteuerndes Einkommen im Jahr 2015 von 40.000 €, so zahlt dieser in der Grundtabelle hierfür 8.976 € Steuern, also 22%. Der Grenzsteuersatz liegt bei 36%. Inklusive Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer ergibt sich ein durchschnittlicher Steuersatz von 26 und ein Grenzsteuersatz von 41%. Nehmen wir weiter an, der Kunde kann aufgrund von Krankheit nur noch ein halbes Jahr arbeiten und hat daher (vereinfacht) auch nur das halbe zu versteuernde Einkommen, also 20.000 €. Dann sind mitnichten die Hälfte der bisherigen Einkommensteuer, sondern nur 2.634 € zu zahlen. Dabei ist der Durchschnittssteuersatz dann bei 13, der Grenzsteuersatz bei 27%.

KT Einkommen Steuer

Da er aber vom halben Einkommen nicht leben kann, hat unser Kunde vorgesorgt und ein versichertes Krankentagegeld. Genau hier ergibt sich nun der entscheidende Unterschied zwischen gesetzlicher und privater Versicherung. Ist der Kunde gesetzlich versichert, so ist das Krankentagegeld steuerfrei unterliegt aber dabei dem Progressionsvorbehalt. Der BFH meint hierzu:

Auch nach der Einführung des sog. Basistarifs in der privaten Krankenversicherung ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass zwar das Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung, nicht aber das Krankentagegeld aus einer privaten Krankenversicherung in den Progressionsvorbehalt nach § 32b Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. b EStG einbezogen wird.

Das bedeutet in der Praxis Zum Rest des Artikels »

11.
März '15

Aber da zahlt doch meine Krankenkasse- warum die trügerische Sicherheit beim Krankenheld finanziell böse ausgehen kann


Gestern klingelte mein Telefon, eine aufgeregte ältere Dame am Telefon, ob sie mich einmal etwas fragen dürfte, sie wisse nicht mehr weiter und glaubt, “die gesetzliche Krankenkasse betrügt” sie.

Das ist ein schwere Vorwurf und auch wenn nicht immer alles glatt läuft, das eine GKV bewusst betrügt, kann ich mir nicht so recht vorstellen, also fragte ich nach. Dabei ergab sich folgender Fall.

Der Ehemann meiner Anruferin war technischer Leiter eines Herstellers für Autozubehör, ist derzeit 53 Jahre alt und in der DAK versichert. Als er Mitte Januar einen Herzinfarkt erlitt, wurde er krank geschrieben und befand sich in stationärer Behandlung. Im Laufe dieser wurde auch festgestellt, dass der Kunde wohl- so die erste Aussage des Arztes- kaum wieder in seine berufliche Tätigkeit zurückkehren kann, dazu aber später mehr.

Mit einem Bruttoeinkommen von knapp 6.000 € habe Ihr Mann immer gut verdient, erzählt sie weiter. Gebaut haben sie vorletztes Jahr und die Kreditraten waren ziemlich hoch, weil es ja immer noch den Bonus von fast 20.000 € im Jahr gibt und damit der Kredit schnell zurück gezahlt werden kann. Von dem Bruttoeinkommen bleiben durch die Steuerklasse III nach Sozialabgaben noch 3.837 € netto übrig, Geld was auch gebraucht wird, da nur ein Verdiener vorhanden ist und allein die Darlehen mit 1.250 € getilgt werden.

Doch nun, nun kam dieser “böse Brief mit dem uns die Kasse betrügt”. Folgende Berechnung hat die DAK dem Kunden geschickt:

Bruttoeinkommen: 6.000 €
maximales KT sind davon 70% sind 4.200 €
es werden max. 90% des Nettoeinkommens gezahlt, also 3.453 €

Aber jetzt kommt der Haken. Da der Mann deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze von 4.125 € verdient, werden auch maximal 70% hiervon angerechnet, also 2.887 €

Damit ist schon mal eine Lücke von mindestens 950 € monatlich entstanden, was aber durchaus noch schlimmer wird, denn weiter schreibt die GKV:

“Hiervon sind abzuziehen, die hälftigen Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung 9,3%, die Arbeitslosenversicherung 1,5% und die Pflegepflichtversicherung 1,425% (inkl. Kinderlosen-Zuschlag).”

Also ergibt sich folgende Rechnung:

max. 2.887 € (also 96,23 € täglich)
– 12,225% SV Abgaben = 352,94 (also 11,76 €)

Daraus ergibt sich damit ein Krankentagegeld von maximal 2.534,06 € (täglich dann 84,46 €)

Gegenüber dem bisherigen Nettoeinkommen fehlen somit jeden Monat 1.303 €.

Das tut nicht nur “ein bisschen weh”, sondern reisst ein riesiges Loch in die Haushaltskasse Zum Rest des Artikels »

06.
März '15

Neuer Vorsorgetarif V/ VP der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) für gesetzlich und privat versicherte Kunden


Vorsorge und das Bewusstsein seine Gesundheit durch Prävention zu verbessern und Krankheiten durch Vorsorge zu erkennen, steigt weiter.

Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK), welche bereits im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung einen Vorsorgetarif anbietet, offeriert diesen nun auch für das Privatkundengeschäft. Der neue Tarif V bzw. VP bietet gesetzlich und privat Krankenversicherten eine Absicherung für die Bereiche Prävention und Vorsorge.

– Offener Leistungskatalog – keine Begrenzung auf bestimmte, vom Versicherer vordefinierte Vorsorgeuntersuchungen
– Arbeitgeberzuschussfähig im Rahmen einer Vollversicherung (Tarif VP)
– Anpassung an medizinischen Fortschritt durch offene Formulierung
– freie Entscheidung über Art, Umfang und Häufigkeit der Vorsorge im Rahmen der Höchstgrenzen

Weitere Tarifmerkmale des V/VT:

SDK Tarif V Vorsorge Grafik
Abgeschlossen werden kann der Tarif daher von nahezu jedem, da es keine Gesundheitsprüfung und auch kein Höchstalter gibt.

Beispiele für Vorsorgeuntersuchungen und deren Kosten:

Früherkennung des Grünen Stars, 15-40€, keine GKV Leistung
Vorsorgeuntersuchung Schlaganfall, 43-79€, keine GKV Leistung
erweiterte Schwangerschaftsvorsorge wie TripleTest, 45-80€, GKV Leistung ab 35. LJ
zusätzliche Sonographie in der Schwangerschaft, 23-51€, GKV Leistung 3 Regel-Sono
Hautkrebsscreening, 60-80€, GKV Leistung ab 35. Jahren alle 2 Jahre
Darmkrebsvorsorge, 50€ Guajak-Test, 300€ Darmspiegelung, GKV: ab 50.LJ Guajak, ab 55LJ 2 Darmspiegelungen im Abstand von 10J.

Beispiele für Vorsorgekurse:
Pilates, Beckenbodengymnastik, Rückentraining, Yoga, Tai Chi, Autogenes Training

Was kostet der Tarif?

SDK Tarif V und VP Prämien

Für wen ist der Tarif geeignet?

Alle Versicherten, egal ob gesetzlich oder privat, welche Wert auf Vorsorge und Prävention legen und mit den Leistungen der GKV und / oder der eigenen PKV nicht zufrieden sind.

Zudem ist der Tarif geeignet, einen bestehenden PKV Schutz aufwerten möchten oder eine bestehende Beitragsrückerstattung nicht gefährden wollen. Auch wer eine hohe Selbstbeteiligung im eigenen Tarif vereinbart hat, für den ist diese Vorsorgevariante durchaus interessant.

Bei weiteren fragen zum Tarif nutzen Sie gern das Kontaktformular oder den LiveChat am linken Bildschirmrand.

Weitere Informationen:

Süddeutsche KV (SDK), AVB Zusatztarife, Stand 2015

Süddeutsche KV (SDK), Antrag auf Zusatzversicherung (Gesundheitsfragen sind nicht auszufüllen)

04.
März '15

Kolumbus- der neue Auslandsschutz der HALLESCHE Krankenversicherung


Wenn einer eine Reise tut… dann braucht er eine Auslandsreisekrankenversicherung. So oder so ähnlich klang der Satz doch, oder sollte er zumindest.

Was ist versichert?

Versichert sind die Kosten für medizinische Leistungen im Ausland. Besteht eine Erkrankung schon im Inland, so ist auch die Verschlechterung dieser im Ausland versichert, zudem muss die Heilbehandlung vor Beginn der planmäßigen Rückreise erforderlich sein. Versicherungsschutz besteht im Ausland, also allen Ländern in der der Versicherte keinen ständigen Wohnsitz hat.

Maximal erstreckt sich der Schutz auf eine Reisedauer von 8 Wochen, oder aber der Versicherte binnen dieser Zeit reise- und/ oder transportunfähig ist. Bei Reiseunfähigkeit verlängert sich der Schutz um weitere 7 Tage und begründet einen Anspruch auf Rücktransport. Ist der Versicherte hingegen transportunfähig, so verlängert sich der Schutz solange, bis der Versicherte wieder transportfähig ist und der Rücktransport angetreten werden kann. Reisen Kinder mit und ist ein Elternteil reise- und transportunfähig, so besteht auch für die Kinder längerer Versicherungsschutz, wenn diese noch keine 16 Jahre alt sind.

Neben Leistungen durch (frei wählbare) Ärzte. Zahnärzte und Heilpraktiker sind auch Chirotherapeuten und Osteopathen (wenn ärztlich verordnet) zulässig. Ebenso steht dem Versicherten die Wahl des Krankenhauses frei. Versichert ist auch der medizinisch notwenige Transport zum Arzt oder ins Krankenhaus.

Bei Zahnersatz ist darauf zu achten, das nur die schmerzstillende Behandlung, med. nötige Füllungen in einfacher Ausfertigung und die Reparatur von Zahnersatz oder Provisorien versichert sind. Ausgenommen Sehhilfen und Hörgeräte, besteht auch Schutz für medizinisch notwenige und während der Reise erstmalig nötige Hilfsmittel. Entbindungen sind nur dann versichert, wenn eine solche vor der 37. Schwangerschaftswoche stattfindet.

Interessant sind die Regelungen zum Rücktransport. Hier ist dieser versichert, wenn der Rücktransport medizinisch sinnvoll ist. Auch bei so schwerer Erkrankung, dass ein stationärer Aufenthalt von mehr als zwei Wochen im Ausland erforderlich wäre, ist der Rücktransport versichert. Dazu kommt noch eine wirtschaftliche Komponente. Ist die Behandlung im Ausland teurer als ein eventueller Rücktransport (zBsp. in den USA, Kanada oder Japan), so ist auch hier ein solcher Rücktransport versichert. Kinder und Mitreisende unter 16 Jahren haben Anspruch auf eine Begleitperson. Versichert ist- bei allen Transporten- das günstigste, geeignete Transportmittel.

Was ist nicht versichert?

Ausschlüsse und Einschränkungen sind meist wichtiger als versicherte Leistungen. Nur wer weiss wann und wo der Schutz eingeschränkt ist, nur der kann sich darauf einstellen. Reisen ins Ausland zu einer geplanten Heilbehandlung sind nicht versichert, ebenso nicht solche, eo eine Diagnose schon vor der Reise feststeht, die der Versicherte dann im Ausland behandeln lassen muss. Weitere Einschränkungen und Ausschlüsse sind in §4 der AVB geregelt, zudem werden Leistungen für Psychotherapie nicht erbracht. (das ist verständlich, kann aber im Einzelfall bei Verbrechen oder Unglücken problematisch sein)

Die Beiträge

Der neue Tarif Kolumbus ersetzt den bisher vorhandenen Auslandstarif und ist für folgende, feste Prämien zu bekommen:

bis zu einem Alter von 17 Jahren: 8,50 € pro Jahr

Alter 18 bis 59: 12,50 € pro Jahr

ab Alter 60: 48 € pro Jahr 

* Bei Erreichen des Alters 18 und 60 erhöht sich der Beitrag entsprechend, auch im laufenden Tarif.

Noch weiterer Schutz? 

Besteht noch Versicherungsschutz über eine Kreditkarte oder anderweitige Absicherung, so können Sie die Rechnungen auch dort einreichen. Beteiligt sich ein anderer Versicherer an den Leistungen, so erhalten Sie von der HALLESCHE einen Bonus. Dieser ist Zum Rest des Artikels »