21.
November '17

Wie die Deutsche Familienversicherung (DFV) ihre Kunden am Telefon zu einem schlechteren Vertrag überreden will – Achtung bei Anruf!


Es ist wie eine Geschichte aus einem schlechten Film und zeigt einmal mehr, am Telefon und ohne Unterlagen sollten keine Geschäfte gemacht werden, schon gar keine die eine lebenslange Folge haben können und für solche, wo es keine Unterlagen vorab für gibt. Doch einmal der Reihe nach, dann sehen und verstehen Sie auch schnell, warum die Masche nicht nur unfair, sondern sehr grenzwertig ist.

Die Vorgeschichte und der Altvertrag

Im Jahre 2012 beriet ich eine Kundin in Sachen Pflegezusatzversicherung. Diese wichtige und notwenige Absicherung dient dazu, im Pflegefall eine ergänzende Vorsorge zu haben und damit bei Eintritt in die Pflegebedürftigkeit die Sicherheit zu haben gut versorgt zu sein. Neben der zu geringen und gesetzlich vorgeschriebenen Pflegepflichtversicherung entschied sich meine Kundin gemeinsam mit mir für einen Pflegezusatzschutz nach dem Tarif Pflege Plus der Deutschen Familienversicherung. Das war in 2012, der Antrag wurde durch mich als Makler bei der DFV eingereicht und sodann auch problemlos policiert.

Als Zusatzbaustein sollte eine Beitragsrückgewähr gewählt werden. Durch diesen Baustein wird sichergestellt, auch im Falle des Todes der versicherten Person wird es hier eine Rückzahlung geben, die Beiträge fließen also ggf. an die Erben wieder zurück. Ein Blick in die Bedingungen von damals zeigt und die genaue Verfahrensweise dieses Rückzahlungsmodell, welches einiges an Mehrbeitrag kostete.

Durch das Modell der Rückerstattung wird also, bei Tod der versicherten Person, die Summe der Beiträge ausgezahlt. Klar gibt es keine Zinsen, aber die Beiträge fließen zurück. Doch soviel zur Vorgeschichte, der Versicherer hat es damals so angeboten und ich es geneinsam mit meiner Kundin so abgeschlossen. Es besteht also ein Vertrag welcher von uns als Makler vermittelt und betreut wird und regelmäßig bezahlt wird.

Der Anruf bei der Kundin, oder besser mehrere

Nun, fast fünf Jahre nach dem Abschluss des Vertrages und während der laufenden Beitragszahlung gab es einige Veränderungen in der Pflegeversicherung. Aus den damals vorhandenen Pflegestufen (0 bis 4) sind heute Pflegegrade geworden. Diese gesetzliche Änderung wirkt sich natürlich auch auf die Pflegezusatzversicherung aus und führt zu einer zwingenden Anpassung der Verträge. Dabei wurden diese Änderungen zum 01. Januar 2017 eingeführt und vom Gesetzgeber durch die Pflegereform beschlossen. Für die Versicherer bedeutet das aber auch, alle Verträge müssen angepasst werden und damit an neues, geltendes Recht angepasst.

Soweit ist es auch kein Problem, haben andere Unternehmen die Anpassungen und Überleitungen längt gemacht, schließlich besteht das neue Gesetz schon seit Anfang des Jahres. Nicht aber die Deutsche Familienversicherung, denn diese hat noch ein anderes Problem. Man hat wohl etwas Stress, Stress mit dem Aufsichtsamt.

Makler wird ignoriert, Kundin mehrfach angerufen

Nun versucht man sich irgendwie aus der Affäre zu ziehen und da kommt ja die Umstellung gerade recht. Die zuständige Aufsichtsbehörde findet nämlich die Lösung mit der Beitragsrückgewähr gar nicht so schön und daher muss die irgendwie weg. Weg oder eben gelöst werden. Was macht also die Deutsche Familienversicherung? Sie versucht die Kunden anzurufen und denen das möglichst schmackhaft zu verkaufen.

Ein solcher Anruf ist zudem etwas fragwürdig, denn in dem damaligen Antrag findet sich keine wirkliche Zustimmung zur telefonischen Kontaktaufnahme, warum auch. Die Kundin hatte sich damals bewusst über einen Makler beraten lassen und dann für einen solchen Abschluss entschieden. Warum dieser Makler nicht informiert wird und ich daher von der Umstellungsidee gar nichts weiss, ist die eine spannende Frage. Mit welcher Erlaubnis und Berechtigung die Deutsche Familienversicherung dann aber mehrfach bei der Kundin anruft und telefonisch eine Umstellung machen möchte, das ist schon dreist.

Kundin möchte nichts am Telefon abschließen, dann kommt eine Mail

So gibt es einen Anruf, dann noch einen, dann wieder einen. Irgendwann reicht es meiner Kundin und Sie teilt mit, man möchte doch bitte eine E-Mail schicken mit dem Anliegen, damit sie dieses besprechen kann, damit dieses ggf. auch mit dem (damaligen und heutigen) Berater kontrolliert und überprüft werden kann und man einfach etwas in der Hand hat. Daraufhin bekam die Versicherte dann eine E-Mail, die sah so aus:

Hier sind gleich mehrere Dinge spannend.

Ich habe dann der DFV einmal mitgeteilt, ich hätte schon gern mal Bedingungen des neuen, geplanten Vertrages und der Umstellungen und das alles gern vorher. Jetzt kann man sagen: „OK, haben die vielleicht vergessen“, aber ich habe dann als Antwort bekommen:

Bedingungen verschicken wir nicht, schon gar nicht vorher. Sie als Makler müssten das ja wissen und ich verstehe gar nicht, warum Sie sich so aufregen. (Anm. ich habe mich gar nicht aufgeregt, nur nach der Faxnummer des Vorstandes gefragt und eine Beschwerde beim BaFin angekündigt).“

Auf meinen Hinweis, weder wir noch die Kundin werden etwas am Telefon abschließen oder unterschreiben, wo der Versicherer nicht einmal in der Lage und Willens ist, simple Vorschriften des Versicherungsvertragsgesetzes und der sonstigen Verordnungen zu erfüllen, wurde mir ernsthaft gesagt:

Die Kundin kann das doch einfach machen und dann, wenn es ihr nicht gefällt, dann später widersprechen.

Ja, das könnte diese tatsächlich, es gäbe wohl sogar ein nahezu unbegrenztes Widerspruchsrecht, denn einen Hinweis auf die Möglichkeit oder gar die rechtlichen Rahmenbedingungen hält die Deutsche Familienversicherung ja nicht für nötig.

Erst nach einem weiteren Telefonat mit dem/ einem „Direktor Direktvertrieb“ war es dann möglich, mir Bedingungen zuzusenden. Eine Zusendung per E-Mail war nicht möglich oder gewünscht, aber auf dem Postwege sollte es gehen. Bekommen habe ich dann nach ca. einer Woche folgende Unterlagen:

  • – Anschreiben
  • – Musteranschreiben an die Kundin zur Umstellung auf den neuen Tarif
  • – Muster der neuen Police mit Gegenüberstellung der Beiträge und Leistungen
  • – Versicherungsbedingungen
  • – nochmals den Hinweis, dass es doch nun 6.007 € zurück gibt und dieser Betrag sofort ausgezahlt werden kann

Interessant an der Geschichte ist jedoch, warum jetzt? Warum erst nach langen Diskussionen und Androhungen einer Beschwerde bei Vorstand und Aufsichtsbehörden? Als Makler erwarte ich von einem Versicherer eine vernünftige und faire Zusammenarbeit und kein „hinter dem Rücken dem Kunden telefonisch irgendetwas ausquatschen zu wollen“. Vor welchem rechtlichen Hintergrund der Versicherer hier überhaupt Anrufe tätigt und am Telefon eine Vertragsumstellung machen will, ist mir völlig unklar.

Mit einer fairen und sauberen Zusammenarbeit hat das nichts zu tun, weder mit dem Kunden noch mit dem Makler.

Sie haben auch einen Anruf der DFV bekommen?

Dabei spielt es anscheinend gar keine Rolle über welchen Weg Sie dieses Produkt abgeschlossen haben. Die DFV scheint alle die Kunden anzurufen, welche einen Vertrag mit Beitragsrückgewähr haben, denn hier hat man anscheinend ein Problem mit den Aufsichtsbehörden und will die Kunden gern loswerden. Dazu bietet man Ihnen

  • – die Rückzahlung der Beiträge an
  • – die Umstellung in eine neue Pflegezusatzversicherung mit oder ohne Dynamik (wer macht sowas ohne?)
  • – einen Bonus von 5% der bisher gezahlten Beiträge als „Geschenk“

Sollten Sie das Angebot annehmen?

Ich weiss es nicht, zumindest nicht pauschal für alle. Hier kann es durchaus sinnvoll sein, einmal die Modelle durchzuspielen und zu überlegen. 5% ist nicht wirklich viel, zumal das Geld dort bereits viele Jahre lag. 5% entspricht auch nicht einer wirklichen Rendite, aber es ist besser als nichts. Die neuen Bedingungen sollten Sie sich hierbei genauestens anschauen und überlegen, ob das neue Produkt geeignet ist, oder ob es nicht alternativen gibt. Alternativen bei Unternehmen, welche fairer und ehrlicher mit dem Kunden umgehen vielleicht und nicht nach Jahren merken, diese wieder loswerden zu wollen (in bestimmten Tarifen und Konstellationen).

Bei weiteren Fragen, auch wenn der Vertrag bisher nicht bei uns betreut wird, sprechen Sie mich gern an. Natürlich können Sie sich auch an den alten Berater wenden, oder einfach am Telefon eine Umstellung abschließen. 🙂

10.
November '17

Central will Anwartschaft nur mit Gesundheitsprüfung aktivieren – dürfen die das denn?


Es gibt so Tage, da häufen sich Fälle eigenartigerweise. Wer weiss wie viele meiner Blogbeiträge entstehen, der weiß auch, ich sammle durchaus häufige Fragen aus dem LiveChat und mache daraus einen Beitrag. Nachdem nun über zehnmal die Frage kam und es immer wieder vorzukommen scheint, nutze ich mal diesen Beitrag um Grundlagen zur Aktivierung einer Anwartschaft zu erklären. Dieses ist hier gerade auf die Central Krankenversicherung bezogen, trifft aber auf die meisten anderen Unternehmen nahezu identisch zu.

Erst einmal zur Erklärung und zum bessren Verständnis, was eine Anwartschaft ist, wie diese funktioniert und wozu man so ein „Ding“ eigentlich abschließen sollte. Ein Beispiel habe ich im Beitrag von gestern erklärt, die Sicherung des Eintrittsalters in der PKV.

Die Anwartschaft

Eine solche Anwartschaft sichert mir ein Recht. Ein Recht auf den Abschluss eines Vertrages bei einem Versicherer in einem bestimmten Tarif. Es ist also nicht unbedingt vergleichbar mit Optionen, welche auch ein Recht sichern, aber meist nicht auf einen Tarif ausgelegt sind.

Anwartschaft – eine Sicherung des Alters und Gesundheitszustandes in der PKV

Aber nicht nur vor dem Weg in die PKV, auch während des bestehenden Vertrages kann eine solche Anwartschaft sinnvoll und nützlich sein. Gründe für eine Nachträgliche Umwandlung in eine Anwartschaft sind zum Beispiel:

  • – vorübergehende Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenkasse
  • – Arbeitslosigkeit
  • – wirtschaftliche Notlagen (Achtung bei Vers. Pflicht)
  • – und andere mehr

Wann endet die Anwartschaft?

Genau diese Frage ist immer wieder ein Problem, so auch hier in der Anfrage aus dem LiveChat. Lesen Sie selbst:

Hier ist genau so ein Fall eingetreten. Nach einigem Nachfragen und „Hin- und Herschreiben“ kamen weitere Fakten und Umstände zu Tage. Es bestand damals schon ein Vertrag mit der Central Krankenversicherung und dieser wurde dann, nachdem Versicherungspflicht eingetreten war, auf „Anwartschaft gestellt“. Es wurden also weiterhin Beiträge gezahlt und monatlich pünktlich abgebucht. Aus dem damaligen Krankenversicherungsschutz wurde aufgrund der bestehenden GKV eine Anwartschaft. Grund war hier die Sicherung des Eintrittsalters und der Erhalt der gebildeten Altersrückstellungen. Eine solche große Anwartschaft ist nicht so günstig, die Beiträge sind problemlos vierstellig pro Jahr, sichern diese doch langfristig eine Rückkehr zu den alten Vertragskonditionen.

Auch hier besteht die Anwartschaft noch heute. Schon einige Jahre ist die Versicherte hier wieder in einem neuen Job und überschreitet die JAEG (Also die Grenze welche die Versicherungspflicht regelt) seit längerem wieder und kann somit in die PKV Zurückwechseln. Bisher hatte sie dieses aber nicht getan.

Nun sollte es aber endlich passieren, also schrieb die Kundin die Versicherung an, worauf diese recht einfach antwortete:

„Sie können gern wechseln, aber dann bitt mit neuer Gesundheitsprüfung.“

Die Kundin dachte, es handle sich um einen Fehler, schließlich habe sie genau darum doch die Anwartschaft die letzten 22 Jahre pünktlich bezahlt und nun soll sie dennoch eine neue Gesundheitsprüfung machen und sich dem Risiko eines Zuschlages oder der Ablehnung aussetzen? Das kann doch wohl nicht war sein, oder?

Bedingungen zur Aktivierung der Anwartschaft eindeutig

Doch nicht immer ist der Versicherer einfach nur böse und möchte den Kunden ärgern. Für eine solche Anwartschaft gelten Bedingungen, also das berühmte Kleingedruckte. Wir schauen uns einmal diese Bedingungen (hier im Stand 1/2011) genauer an, daran lassen sich gut die Regelungen erkennen.

und hier die Bedingungen aus den 90er Jahren, also die hier geltenden:

Entscheidend sind hier die Regelungen zum Aufleben des Schutzes. Dort heißt es ganz eindeutig:

„Der Wegfall der Voraussetzung für die große AW ist innerhalb einer Frist von 2 Monaten anzuzeigen…“

Dieses ist eine sogenannte Ausschlussfrist. Wird diese versäumt (dabei spielt es keine Rolle warum das passiert), so ist die Frist vorbei und eine Aktivierung der Anwartschaft ist ausgeschlossen. Daher ist es elementar wichtig, hier schnell zu handeln und den Versicherer zu informieren. Ist eine solche Info erfolgt und braucht der Versicherer dann weitere Unterlagen oder sonstige Papiere, so kann dieses auch dann noch erfolgen. Sammeln Sie aber erst alle Nachweise zusammen und dadurch verstreichen die zwei Monate, so ist die Chance auf Anwartschaft vertan.

Auch hat die Central noch eine besondere Lösung für Menschen, welche in einem GKV Wahltarif versichert sind, also einem Tarif der Sie zwar als freiwilliges Mitglied versichert, aber eine Kündigung erst nach Jahren zulässt. (Hinweis: –> Wahltarife nun doch kündbar)Wer hier dann aber an das Ende des Wahltarife kommt, der MUSS wechseln und damit die Anwartschaft aktivieren oder es aber lassen. Danach verfallen aber die Rechte aus der Anwartschaft und es besteht keine Möglichkeit mehr, ohne eine neue Gesundheitsprüfung in die Tarife zu wechseln, der Vorteil ist also futsch.

Beiträge weiterzahlen nützt nix

Aber hier scheint es die Kundin wohl nicht gewusst zu haben, oder kann sich zumindest nicht mehr daran erinnern. Der Versicherer hatte vor 22 Jahren die Bedingungen der Anwartschaft zugeschickt, aber wer „liest schon das Kleingedruckte“. Damit war es in Vergessenheit geraten und niemand hatte sich Gedanken gemacht, schließlich wurden die Beiträge jeden Monat pünktlich bezahlt. So war die Verärgerung jetzt natürlich groß:

Dabei folgt dann gleich die nächste Frage. Wenn „die mich nicht wechseln lassen ohne neue Gesundheitsprüfung“, was ist denn dann mit den Beiträgen? Nun, diese sind leider weg. Warum steht auch in den Bedingungen:

Wer also die Rechte nicht nutzt und den Vertrag (auch aus Unwissenheit) nicht aktiviert, der zahlt leider umsonst. Der Versicherer selbst weiss ja gar nichts von dem Umstand, dass hier eine Aktivierung möglich ist oder möglich sein könnte und kann daher nicht einmal wenn er wollte proaktiv reagieren.

Daher ist diesem hier auch gar kein Vorwurf zu machen. Es ist leider ein Fall von „nicht richtig gelesen“, „nicht vollständig gelesen“ oder auch „falsch beraten worden“. Aber das trifft alles auch nur bedingt zu, denn auch der Berater weiss nicht zwingend, was der Kunde verdient und ob er über der Grenze ist. Daher ist der Nachweis auch hier durch diesen nicht zu führen.

Warum kann die Central hier nicht kulant sein?

Nun, Kulanz existiert in der privaten Krankenversicherung nicht, darf sie auch nicht. Es gibt Regelungen in den Bedingungen, welche die Vorgaben für den Vertrag bilden und die Grundlage für jedwede Leistung. Die Leistung einer Anwartschaft ist die Aktivierung des Vertrages ohne Gesundheitsprüfung und eine solche Leistung ist an Bedingungen geknüpft. Würde die Central oder jeder andere Krankenversicherer hier nach Jahren noch aktivieren, so verschleudert diese das Geld der anderen Versicherten. Bei einer rechtzeitigen Aktivierung wären längst höhere Beiträge (damit Einnahmen für das Kollektiv) vorhanden gewesen und auch ein damaliger Gesundheitszustand aktuell. Was ist denn, wenn die Kundin bewusst so lange gewartet hätte, bis eine Krankheit eintritt und erst dann den teureren aber besseren Schutz der PKV nutzen wollte? Ist hier vielleicht nicht so, ist aber ein Beispiel dafür, dass dieses „Rosienenpicken“ nicht funktionieren kann und dann deutlich höhere Prämien fällig wären.

Daher hat der Versicherer hier richtig gehandelt und sich an das gehalten, was er mit seiner Kundin vertraglich vereinbart hatte. Natürlich ist es schade, wenn die Beiträge futsch sind und der Kundin hier ein Nachteil entsteht, aber leider ist die Entscheidung hier auf einen Fehler / Unkenntnis seitens der Kundin zurückzuführen und nicht auf einen Fehler des Versicherer.

Daher… lesen Sie die Bedingungen, lassen Sie sich wichtige Fristen und Termine erläutern und notieren diese. Nur so lassen sich solche (kostspieligen) Fehler vermeiden.

Ach, eines noch: Wenn sich etwas verändert, beruflich, am Status oder dergleichen, schreiben Sie Ihrem Berater eine kurze Mail, er wird Ihnen gern sagen was wann zu tun ist.

 

08.
November '17

Kauft sich die AXA die Kunden mit dem Treuebonus ein und verhindert so eine Kündigung bis 2019


Es gibt schon so Kuriositäten am Markt und manchmal fragt man sich dann doch: „Sind wir auf einem Basar?“ oder „macht einfach jeder alles wie er will?“

Die Axa Krankenversicherung hat es derzeit nicht leicht. Erst wurde die Beitragsanpassung gerichtlich in Frage gestellt und liegt nun weiter beim Bundesgerichtshof, dann gibt es erneute Beitragsanpassungen in den Tarifen VITAL und EL, ELO Bonus, wo man sich die Frage nach einem Versagen der Kalkulation durchaus stellen darf.

Doch nun kommt die nächste interessante Nummer. Der Versicherer hatte nicht unbedingt den besten Ruf in der Vergangenheit und fördert diesen durchaus auch durch eigenwillige Interpretationen von Anzeigepflichtverletzungen und nachträglichen Risikozuschlägen. Daher hat man anscheinend mit schwindenden Kunden zu kämpfen, denn Kunden und Versicherte werden aufgeklärter. Aufgeklärt durch tolle Kollegen und Berater am Markt und das Verständnis „billig kann nicht langfristig gut und stabil sein“ steigt durchaus. Bei einem Mitbewerber aus Köln, der Central Krankenversicherung die nun ja verschwindet, gab es das schonmal. Dort hatte das Ganze den Namen „Tarifbonus“ und war ein Nachlass auf den Beitrag.

Grundlage: Kündigung bei Beitragsanpassung

Bevor wir uns aber mit dem eigentlichen Thema beschäftigen, hier eine Grundlage zur Beitragsanpassung und Ihren Rechten als Kunde. Eine Anpassung von Beiträgen ist in der gesetzlichen wie der privaten Krankenversicherung normal und notwenig. Mehr dazu habe ich auch unter dem Punkt „Beitragsanpassung“ zusammengefasst.

Wer also eine Beitragsanpassung in seinem Tarif bekommt, sollte keineswegs sofort und unüberlegt kündigen, sondern ggf. über einen Tarifwechsel nachdenken. Auch hierzu gibt es einen älteren Artikel, der im Wesentlichen aber immer noch gilt. „Tarifwechsel statt Kündigung in der privaten Krankenversicherung

Aber ungeachtet der Frage, ob Sie kündigen sollten, allein die Tatsache „Sie könnten“ scheint der Axa aktuell etwas Sorgen zu machen. Ich würde nicht soweit gehen, dass ich behaupte es macht der Axa Angst, aber irgendwas muss ja dran sein, denn sonst würde man nicht vorsorglich mit allen Mitteln versuchen, die Kunden zu halten. Wie ich darauf komme? Nun, es gibt derzeit bei Kunden der Axa ein Schreiben, welches genau das belegt. Aber einmal der Reihe nach:

Wir schenken Ihnen Geld, wenn Sie bloß nicht kündigen

So liest sich das Schreiben zumindest, welche die Axa derzeit an Kunden verschickt. Keineswegs ist es dabei das Schreiben mit den Informationen zur Beitragsanpassung und dort bei Beilegen oder ähnliches, nein, es wird extra vorher verschickt um den Versicherten auf die schlechte Nachricht der Anpassung vorzubereiten und das Gefühl von „alles nicht so schlimm“ zu vermitteln. Eine schöne Überschrift hat es zudem, die AXA schreibt nämlich:

Ihre Treue wird belohnt

Klingt doch gut, oder? Belohnung ist immer gut, treu sein möchte man auch gern, Sie etwa nicht? Doch dann folgt der weitere Text in dem klingt es dann schon etwas anders, denn so ohne Haken und Ösen ist es dann nicht mehr. Zunächst die schlechte Nachricht, denn man möchte ja mit der guten enden, die bleibt eher in Erinnerung bis zum nächsten Schreiben.

1.) Wir müssen Ihre Beiträge anpassen, das machen wir zum 01. 01. 2018

Die Anpassung ist, wie beschrieben, auch nicht ungewöhnlich, solange alles im Rahmen bleibt. Menschen leben länger, verursachen somit mehr und länger Kosten und damit ist der Versicherer auch darauf angewiesen mehr Geld zurückzulegen. Soweit auch so unkompliziert.

Aber dann folgt der Treuebonus und auch die erste Zahl. 400 €, somit über 33 € pro Monat bietet die Axa den Kunden an. Ein Angebot um den Kunden versöhnlich zu stimmen, ihn zu „überreden“ doch nicht zu kündigen, keinen Tarif zu wechseln und damit das Problem im EL Bonus womöglich noch zu verschlimmern? Ein Angebot um zu zeigen:

„Hey, wir nehmen Dir mehr Geld ab, aber geben auch etwas wieder.“

Woher stammt das Geld?

Auch diese Beträge stammen aus den RfB Mitteln. Also den Geldern die der Versicherer für eine eventuelle Beitragsrückstellung „angespart“ hat und mit denen er neue Kunden locken und leistungsfreie Bestandskunden „bei der Stange halten will“. Denn wer leistungsfrei ist und keine Rechnungen einreicht, der wird belohnt. Alle anderen Kunden, welche krank sind, Unfälle haben, Medikamente benötigen, die nicht.

Und schon kommen wir zu dem Haken an der ganzen Nummer, denn es gelten Bedingungen, einige sogar und diese schränken den Teil derer schon einem die es überhaupt bekommen.

  • Bonus entspricht in etwa dem durchschnittlichen Mehrbeitrag der Erhöhung zum 1.1.18

  • Bonus gibt es nur einmalig für das Jahr 2018

  • der Bonus wird nur dann gezahlt, wenn Sie bis zum 30. 06. 2019 noch in dem Tarif versichert sind (es darf also keinen Tarifwechsel gegeben haben, keine Kündigung bis Juni 2019, also ist ein Wechsel oder eine Änderung erst weiter zum 1.1.2020 möglich. Ein teuer erkaufter Bonus

  • Sie müssen für 2017 UND 2018 leistungsfrei sein (wer also auch nur eine Rechnung in 2017 eingereicht hat, der ist schon jetzt raus)

  • Auszahlung erfolgt erst im August 2019

  • Höhere Beiträge aus der Anpassung sind aber ab 1.1.2018 zu zahlen, und für 2019 dann ggf. auch + weitere Anpassung wenn erforderlich

  • Beiträge müssen inkl. eventueller Mahnkosten bezahlt sein

  • kein Rechtsanspruch für Folgejahre

Schauen wir uns also einmal die Regelungen und Einschränkungen genauer an, hat das eher etwas von „Lockangebot“ und „Gut-Wetter-machen“, aber eben nichts mit ehrlicher Kalkulation zu tun. Nochmals, Anpassungen sind wichtig, diese aber einseitig einigen wenigen Kunden zu erstatten, ist zumindest fragwürdig.

Steuerlich schadet es zusätzlich

Auch hier lohnt sich ein Anruf beim Steuerberater und ggf. einmal die genaue Nachfrage und Berechnung. Denn: Die Beitragsrückzahlung (und nichts anderes ist es) ist eben auch ein Betrag X, welcher den Aufwand zur privaten Krankenversicherung mindert und damit den Betrag verkleinert, welcher sich steuerlich anrechnen lässt. So können je nach persönlicher Situation und dem eigenen Steuersatz aus den angekündigten 400 Euro auch schnell 300, 280 oder weniger werden. Steht da nicht, macht ja nix. Es ist auch ein Versicherer und kein Steuerberater.

Daher ist es schon heute so, dass bei einigen Versicherten das Einreichen der Rechnungen besser ist. Nicht alle die einen Anspruch auf eine Beitragsrückerstattung haben sollten diese auch wählen. Manchmal reicht man die Rechnungen einfach ein.

Arbeitgeberzuschuss – macht das was?

Nein, am Arbeitgeberzuschuss ändert sich dabei nichts, denn auch wenn der Treuebonus eine Auszahlung ist, mindert dieser erst im Folgejahr oder später. Daher ändert sich der Arbeitgeberanteil nicht und teilen müssen Sie mit dem AG auch nichts.

Wer hat etwas von dem Bonus?

Als allererstes die Axa. Denn ich wette darauf, viele lesen nur halb oder überfliegen solche Schreiben. Dann bleibt das hängen, was in der Mitte steht und das war nun mal:

„Treuebonus in Höhe von 400 €“

Auch einige Versicherte werden davon etwas haben, wenn diese

  • die PKV als Sparplan sehen

  • keine Rechnungen in 2017 einreichen, keine Rechnungen in 2018 einreichen

  • eventuelle Aufwendungen (außer Schutzimpfungen/ Vorsorge wenn im Tarif geregelt) einfach selbst zahlen

  • nicht auf die Idee kommen den Tarif zu wechseln bis 2019

  • auf keinen Fall vor dem Termin 1.1.2020 kündigen

All diejenigen werden sogar den Bonus bekommen. Blöd nur, von dem Geld was dann irgendwann im August 2019 zurück gezahlt werden wird, bleibt nix über. Warum? Das Geld wurde im Jahre 2018 schon als höhere Beiträge bei den Kunden wieder abgebucht. (OK, wenn noch ein AG Anteil da ist, bleibt vielleicht noch ein bisschen übrig für das Jahr 2019, spätestens dann ist es aber verbraucht.

Gibt es zum 01. Januar 2019 eine weitere Anpassung, so kommt diese noch obendrauf. Kündigen dürfen Sie dann ja dennoch nicht vorschnell, den Tarif wechseln auch nicht.

Und nun?

Da hat sich einer aus der Marketingabteilung gedacht: „Hey, bevor wir dem Kunden schreiben wir wollen mehr Geld, schreiben wir ihm erstmal er kriegt welches“. Damit machen wir mal Gute Stimmung und dann tut die Erhöhung auch nicht so weh.

Schöne Idee, wären dann nicht die Haken und Ösen, Einschränkungen und Bedingungen welche das Angebot für all die Kunden uninteressant machen, welche die Krankenversicherung als das sehen was sie ist. EINE KRANKENVERSICHERUNG. Eine die leisten soll wenn es nötig ist, die vor finanziellen Folgen bei Krankheit und Unfall schützen soll. Schauen wir uns aber die Leistungen des EL Bonus an und vergleichen mal mit der GKV und anderen Tarifen, stellt sich eh die Frage ob es nicht einfach ein Sparstrumpf ist.

Machen Sie sich selbst ein Bild. Haben Sie das Schreiben auch bekommen?

Welchen Bonus hat man Ihnen angeboten? Auch 400 €? Mehr? Weniger? Schreiben Sie es gern in die Kommentare.

07.
November '17

Das jährliche Rennen zum Jahresende startet in 3, 2, 1… und warum es machmal unsinnig ist


und täglich jährlich grüßt das Murmeltier. So oder so ähnlich könnte dieser Blogbeitrag auch anfangen, geht es doch jedes Jahr auf’s neue um die Frage, wie sich noch schnell das alte Eintrittsalter nutzen lässt. Dieses ist immer dann wichtig, wenn es sich um Produkte und Verträge handelt, welche mit steigendem Alter teurer werden.

Bei den Produkten zur

ist dieses immer so. Hier richtet sich der Beitrag unter anderem danach, wie alt der oder die Versicherte bei Beginn des Vertrages ist. Dabei spielt aber nicht unbedingt das tatsächliche Alter, also das was wir uns vorstellen, eine Rolle. Entscheidender ist das versicherungstechnische Alter.

Es geht also nicht darum, wie alt Sie wirklich sind oder gar wie alt Sie sich fühlen, es geht um ein bestimmtes Eintrittsalter bei der jeweiligen Versicherung. Bis auf wenige Ausnahmen verwenden die meisten Unternehmen dabei die Kalenderjahres-Regel.

Kalenderjahres-Regel – so alt sind Sie für die Versicherung

Dabei ist es recht einfach zu verstehen und auch schnell nachvollziehbar. Entscheidend ist hier, nicht das Geburtsdatum bzw. der wirkliche Geburtstag entscheidet über das Alter, sondern einfach das entsprechende Jahr. Damit es einfacher Verständlich wird, hier eine kleine Erklärung.

Unser Beispielkunde Maximilian ist am 12. Juni 1987 geboren und überlegt nun, wie alt er wirklich und wie alt er für die Versicherung ist. Das „wirkliche“ Alter bekommt er noch schnell hin. Am 12. Juni 2017 hatte er seinen 30. Geburtstag, das weiss er ganz genau, hat er doch mit Freuden und Familie eine große Sause gemacht. Daher dachte er bisher auch, er wäre für die Versicherung nun auch bis zum nächsten Geburtstag 30 Jahre alt. Doch leider hat er hier „falsch gedacht“. Die Versicherung rechnet da etwas anders und überlegt nicht, wann der GeburtsTAG ist, sondern fragt eigentlich nur nach dem GeburtsJAHR.

Geboren ist Max im Jahre 1987, also ist er im Jahr 2017 genau 30 Jahre alt. Dabei spielt es keine Rolle, ob seine Versicherung am 01. 01., 01.07., 01.12. oder (theoretisch) am 31.12. beginnt. Wichtig ist hier nur ein Beginn im Jahre 2017.

Lesetipp: formeller, materieller und technischer Beginn – die Begriffe

Ab dem 01. Januar 2018 ist aber dann auch nicht mehr das Altert 30 relevant, dann ist Maximilian 31, egal ob er schon Geburtstag hatte oder noch haben wird. Auch hier spielt es daher keine Rolle an welchem tag er wirklich feiern kann und Geburtstag hat. Entscheidend ist auch hier wieder das Kalenderjahr, und das ausschließlich

Doch zurück zu unserem Fall und der Frage, ob ein frühes Eintrittsalter sinnvoll ist und ob es lohnenswert ist, schnell zu handeln. Dazu gilt auch hier wieder:

schnell handeln JA, unüberlegt handeln NEIN.

Nachdem wir nun geklärt haben wie alt Max wirklich ist, stellt er sich natürlich die Frage, ob ein schneller Antrag in 2017 noch ausreicht um sich die Konditionen zu sichern, oder ob er sich einfach im kommenden Jahr damit beschäftigt.

Der Versicherungsbeginn entscheidet, nicht das Antragsdatum

Entscheidend ist aber immer der Versicherungsbeginn, nicht das Antragsdatum. Es nützt also rein gar nichts, am 31. 12. noch schnell einen Antrag zu stellen und den Beginn dann mit „1. März“ auszuwählen. Der Vertrag muss wirklich begonnen haben und entscheidet dann auch darüber, welches Alter gilt. Unterschiedliche Regelungen und Möglichkeiten sich ein Alter zu „sichern“.

Daher ist es nicht nur wichtig ggf. eine Entscheidung zu treffen, sondern auch den Antragsbeginn in 2017 zu wählen. Während das in der Absicherung bei der Berufsunfähigkeit eher unkompliziert ist, lassen sich hier doch die Anträge per 1.12. noch problemlos stellen (selbst im Dezember noch), kann es in der privaten Krankenversicherung ein Problem werden.

Wer aus der gesetzlichen Krankenkasse wechseln möchte, der benötigt einen Beginn in 2017. Das ist aber, aufgrund der Kündigungsfrist zum Ende des übernächsten Monats ein Problem. Wer also die GKV im November kündigt, dessen Schutz endet erst zum 31. Januar 2018. Ein Wechsel in eine private Versicherung ist damit erst dann möglich. Eine Lösung kann bei einigen Unternehmen eine Anwartschaft sein. Genauere Abläufe und Hintergründe finden Sie im Beitrag:

Noch schnell ein Jahr jünger in die PKV

Zu beachten ist hier, eine solche Anwartschaft wird nicht von allen Unternehmen für zwei Jahre angeboten, bei einigen ist diese nur für den Monat Dezember abschließbar. Dennoch loht sich (auch bei extra Beitrag) eine solche Lösung in den meisten Fällen, denn hier ist die Ersparnis auf Dauer größer.

In Ruhe überlegen, nichts überstützen

Eines gilt aber immer. Es ist nicht ratsam eine Entscheidung unter Zeitdruck zu treffen, auch nicht wenn diese vielleicht dann zu dauerhaft günstigen Beiträgen führt. Es geht bei solchen Verträgen, die sich langfristig anpassen (müssen) immer um eine solide und begründete Auswahl des passenden Tarifes oder/ und der passenden Gesellschaft. Nur bei einer sorgfältigen Auswahl ist ein sinnvoller Schutz möglich.

Bevor Sie also schnell oder besser vorschnell eine Entscheidung treffen, beschäftigen Sie sich bitte in Ruhe mit den Auswahlkriterien und lesen einmal etwas mehr in den Leitfäden.

Erst nachdem genug „Grundlagenwissen“ vorhanden ist, lassen sich auch begründete und fundierte Entscheidungen treffen. Sind Sie nicht sicher, so lassen Sie es bitte sein.

25.
Oktober '17

Deutschlands bestes Versicherungsblog für Endkunden – Vielen Dank


Sieger! Vielen, vielen Dank dafür. Doch immer ganz langsam und der Reihe nach.

Bei der letzten Auswertung und Prämierung wurde mein, dieses Blog hier, auf den dritten Platz gewählt. In meinem Artikel

„Unter den Top 3 der deutschen Versicherungsblogs“

habe ich damals bereits über Details und Hintergründe der Auszeichnung geschrieben. Neben dem dritten Platz in der Gesamtwertung, konnte ich auch dort Sieger bei der „fachlichen Qualität“ werden und habe mich sehr darüber gefreut. Dieses Mal ging es an eine erneute Bewertung. Dazu wurden statt der bisherigen zwei, nun drei Kategorieren untersucht. Neben den Corporate Blogs, welche von Versicherungsunternehmen betrieben werden, geht es auch hier wieder um die Bewertung von Fachblogs. Getrennt aber nach den Non-Corporate Blogs (wie meiner), welche sich an die Endkunden richten und die Blogs für Mitarbeiter oder Makler in der Versicherungsbranche.

In die Kategorie „Non-Corporate Blogs“ fallen laut Analyse der

Blogs, die von Privatpersonen, Versicherungsmaklern oder Beratungsfirmen betrieben werden und nicht ausschließlich einer Versicherung zuzuordnen sind; Zielgruppe: Endkunden

Durchgeführt wurde die Analyse wiederum von Wissenschaftlern der TU Dresden im Auftrag des IT-Unternehmens 3m5. In der Analyse werden unterschiedliche Kriterien bewertet, um so einen differenzierten Überblick über die Landschaft der Versicherungsblogs zu bekommen und eine fachliche Bewertung vornehmen zu können.

Die Kommunikationswissenschaftler untersuchten die Blogs auf Merkmale wie fachliche Qualität, Sichtbarkeit, Interaktion und Nutzerfreundlichkeit. Zudem holten sie die Bewertung einer Fachjury ein, die mit Fachjournalisten, Verbrauchern, Versicherungs- und Blogexperten besetzt war. „Der Blog ist in vielen Fällen die inhaltliche Grundlage für andere Kanäle, die Versicherungen für den digitalen Vertrieb nutzen“, sagte Michael Eckstein, Geschäftsführer von 3m5.

Auch im zehnten Jahr des Bestehens meiner Seite online-pkv.de und des Blogs auf eben dieser Seite stehen für mich weiterhin die identischen Kriterien im Vordergrund. Mit dem Blog möchte ich nicht nur informieren und mehr Hintergründe zu den Themen der Privaten Krankenversicherung, Absicherung biometrischer Risiken und der aktuellen Rechtsprechung geben. Vielmehr ist es eines meiner Hauptziele, auch oder gerade auf Missstände und Probleme in Beratungen, Abwicklungen oder bei der Leistung aus den Versicherungsverträgen hinzuweisen. Ein Problem „jemandem damit auf die Füße zu treten“ habe ich nicht, da ich immer nur das blogge, was ich sicher belegen kann.

Ein wenig stolz bin ich durchaus darauf, dass auch bei kritischen Berichten über Versicherungsunternehmen, Konzerne, Vertriebe und Mitbewerber kein einziger in all den Jahren eine juristisch angreifbare Aussage gefunden hat und gegen diese vorgehen konnte. Genaue Recherche und belegbare Aussagen sind Grundlage eines jeden fachlich fundierten Blogs.

Es ist mir eine persönliche Herzensangelegenheit, mit dem Blog fachliche Themen so aufzuarbeiten, damit diese auch von Laien und Endkunden schnell verstanden und erfasst werden können. So gelangen wichtige Informationen und Hintergründe nicht nur in verklausulierter Form, sondern klar, einfach und auf den Punkt an den Leser.

Platz 1 (82,62 Punkte (Anmerkung: 70,21 im Vorjahr)): Online-PKV-BU-Blog von Sven Hennig (http://www.online-pkv.de/pkv-bu-blog/)

Den größten Vorsprung vor den anderen Top-5-Blogs in der Kategorie Non-Corporate sichert sich der Blog von Sven Hennig durch seine überdurchschnittliche Sichtbarkeit und Vernetzung. Darüber hinaus schneidet er bei der fachlichen Qualität seiner Beiträge im Vergleich am besten ab. Beides kann die schwächeren Einschätzungen in den Bereichen Design, Navigation und Anwenderfreundlichkeit ausgleichen und ihm den ersten Platz (2016: Platz 3) im Jahr 2017 sichern. Von den Versicherungsexperten besonders gelobt werden die „gut geschriebenen Artikel“, die „sich auf das Wesentliche konzentrieren“.

Es freut mich zudem sehr, dass die „gut geschrieben Artikel“ genau so angekommen sind. Gerade in den Bereichen der Versicherung und den Bedingungen ist es unmöglich, kurze und werbewirksame Artikel zu verwenden. Daher finden sich im Blog auf sehr lange, umfangreiche Artikel, denn nur so ist es möglich detailliert aufzuklären und weitere Handlungsempfehlungen zu geben.

Ein Ausblick

Ein Blog muss leben, sich entwicklen und anpassen. Die schwächeren Einschätzungen in den Bereichen Design, Navigation und Anwenderfreundlichkeit sind derzeit bereits in der Überarbeitung, wie im letzten Artikel bereits angekündigt. Dabei geht es vorwiegend um ein Re-Design der gesamten Seite, so werden sich in naher Zukunft auch die Suchoptionen, das Design und die Nutzerfreundlichkeit nochmals entscheidend verbessern. Auch eine Anpassung der mobilen Inhalte, optimiert auf Smartphone und Tablett ist seit längerem in der Planung, macht aber eben nur mit dem kompletten Redesign einen Sinn. Daher gedulden Sie sich noch einige Wochen, wir befinden uns derzeit bereits in der Testphase des neuen Designs und ich hoffe es noch in diesem Jahr final vorstellen zu können.

Wichtiger aber ist mir nach wie vor die fachliche Qualität und die Ausführlichkeit in den Artikeln. Daher haben die Auswahl der Themen, das Aufgreifen von Fragen und Wünschen der Leser und aktuelle Ereignisse und Rechtsprechung weiterhin die Priorität Nummer eins.

Was fehlt Ihnen, was würden Sie ändern?

Auch hier möchte ich die Gelegenheit nutzen und einmal gezielt nachfragen. Gibt es Themen, Schwerpunkte oder andere Kritikpunkte, welche Sie gern geändert haben wollen? Lesen Sie regelmäßig oder sporadisch, nutzen Sie RSS Feeds oder besuchen Sie die Seite einfach regelmäßig und schauen selbst, was „da ist“?

  • – Gibt es Wünsche hinsichtlich Suchfunktion und Design? und natürlich auch die andere Seite, also
  • – Was gefällig Ihnen besondern? Warum lesen Sie hier und wie häufig tun Sie das?
  • – Benötigen Sie mehr Funktionen um Artikel zu teilen? Weiterzuleiten, auszudrucken?

Schreiben Sie mir dazu gern eine E-Mail (HIER KLICKEN) oder antworten einfach mit einem Kommentar hier auf den Artikel.

Zum Schluss bleibt mir auch diesmal einfach nur,

VIELEN DANK

zu sagen. Vielen  Dank für über zehn Jahre und Millionen von treuen und wiederkehrenden Lesern. DANKE für Ihre Zeit, Danke für’s Lesen, Weiterempfehlen und Danke auch an alle, die immer wieder spannende Themen liefern.