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09.
Juli '14

Der Weg zum passenden Berater in Versicherungs- und Finanzfragen, ein Schaubild


Die Welt er Vermittler, Makler, Vermögens- und Finanzberater ist nicht nur voller Missverständnisse, auch Mythen halten sich wacker und über Generationen hinweg. Selbst vermeintliche (Fach-) Journalisten bekommen „es nicht auf die Reihe“ den Versicherungsvertreter von einem Versicherungsmakler auseinander zu halten.

Auch bei Vermögensberatern denken die meisten an unabhängige Berater die das Vermögen der Kunden mehren. Das diese an bestimmte Gesellschaften gebunden sind und auch nur diese vermitteln können, das ist nicht nur wenig bekannt, wird von diesen auch gekonnt hinter tollen Begriffen wie „Konzeptberatung“ und Vermögensplanung verborgen. Bereits in meinem Beitrag zu den unsäglichen Aussagen des DVAG Beraters habe ich (ganz passend zur Fußball-WM) einmal dargestellt, wer bei und mit wem in einer Mannschaft spielt.

Nur der Makler (und der Versicherungsberater der hier auf dem Feld fehlt) spielt mit dem Kunden, andere Vermittlertypen sind mit dem Versicherer in einem Team.

Makler Vertreter Fussball

Um das Ganze aber etwas einfacher zu machen und Ihnen einen Weg an die Hand zu geben, den passenden Berater zu finden und sich auch über die Konsequenzen der Auswahl (wie Bindung an Gesellschaften und den rechtlichen Status) klar zu werden, habe ich gestern das alles einmal in ein Schaubild gegossen.

Beginnen Sie einfach oben links und hangeln sich durch die Fragen. Am Ende steht nicht nur der für Sie passende Vermittlertyp, Sie kennen dann auch gleich noch die Kerneigenschaften dieses Typus. Die Übersicht können und sollen Sie gern verteilen, vielleicht bringt es etwas Aufklärung und verhindert falsche, alte Ansichten.

Für die Kollegen gilt: Teilen erlaubt, solange die Bilder und die pdf unverändert bleiben. Auch ein Einbinden auf der eigenen Seite ist kein Problem.

Die pdf Version der Datei finden Sie unter dem Link: Der Weg zum passenden Berater in Versicherungs- und Finanzfragen

Der Weg zum passenden Berater II

Und sollten Sie bisher gedacht haben, der Berater wäre unabhängig und es wäre einfach nur das passende Produkt, dann können Sie diese „Empfehlung“ nun einmal hinterfragen. Wie ich bereits gestern bei twitter schrieb…

27.
Juni '13

Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung zu Versicherungsfragen?


Eine immer wieder währende Frage, eine immer wieder interessante Antwort. So auch im Chat der Zeitschrift Finanztest zum Thema Berufsunfähigkeit am Mittwoch dieser Woche. Grade bei komplexen Themen, existenziellen Risiken oder der Vorsorge für einen sorgenfreien Lebensabend ist dem Verbraucher eines besonders wichtig, unabhängig und fair beraten zu werden.

Was genau ist „unabhängig“?

unabhängig„Seien wir ehrlich zueinander.“ Das trifft es ganz gut, hat einmal ein Kunde zu mir gesagt. Grundlage jeder fairen Beratung ist zunächst einmal Ehrlichkeit, Ehrlichkeit des Kunden gegenüber dem Berater, damit dieser die Situation und den Bedarf richtig einschätzen kann und seine Tipps und Ratschläge fundiert geben kann. Genau so aber Ehrlichkeit des Beraters, offene und nachvollziehbare Tipps und Ratschläge für die entsprechenden Produkte.

Zudem soll die Beratung „unabhängig“ sein. Doch was ist das eigentlich? Und kann ein Berater, der ja mit seiner Beratung Geld verdient oder für die Beratung Geld bekommt, unabhängig sein und neutral beraten? Dazu sind zunächst einige Begrifflichkeiten der unterschiedlichen Typen von Beratern zu klären, welche in der Praxis immer wieder einmal durcheinander geworfen werden. Da wird von „Mein Makler von der Gesellschaft XYZ“ genauso gesprochen, wie dem „unabhängigem Vertreter“.

Welche Arten von Beratern gibt es überhaupt?

BeratertypenDie Breite an Beratern ist schwer zu überblicken, zumal sich diese nach außen hin oftmals gleich anfühlen, es aber im Detail nicht sind. Dazu zunächst einmal ein kleiner schematischer Überblick über die Beratertypen. Jede Form von Berater hat neben einigen typischen Vorteilen auch Nachteile, die der Kunde kennen sollte bevor er entscheidet.

Der Versicherungsvertreter:

Der Vertreter ist, wie der Name schon sagt, ein Vertreter eines Unternehmens, hier eines Versicherungsunternehmens. Dieses beauftragt den Vertreter, die eigenen Produkte an den Mann oder die Frau zu bringen, dafür erhält er eine Provision. Ob der Versicherungsvertreter bei dem Unternehmen angestellt, oder in Form eines Handelsvertreters bei dem Unternehmen unter Vertrag steht, das spielt bei der Ausübung seiner Tätigkeit eine untergeordnete Rolle. Rechtlich gesehen ist er jedoch auf der Seite des Versicherungsunternehmens und kann/ darf nur dessen Produkte vertreiben.

Eine Sonderform hiervon ist der Mehrfachagent. Grundsätzlich ist dieser auch auf der Seite des Unternehmens und vergleichbar mit dem Vertreter, jedoch ist er nicht auf eine Gesellschaft beschränkt, sondern vertreibt die Produkte mehrerer Unternehmen. Dabei ist noch wichtig zu wissen, dass dieser zwar aus mehreren Produkten auswählen kann, eine solche Beratung aber immer noch nicht unabhängig ist, denn hier besteht eine rechtliche Bindung an die Interessen des Versicherungsunternehmens.

Haftung: Für falsche Ratschläge, Fehlberatungen oder Entscheidungen die zum Nachteil des Kunden ausfallen, haftet der Berater und mit ihm die Gesellschaft. Dabei ist (soweit beweisbar) eine Kenntnis des

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21.
Mai '13

Rückwirkend doch versicherungspflichtig in der GKV- und was wird nun mit der Privaten Krankenversicherung?


Zunächst wird sich die Frage stellen, wie man überhaupt in eine solche Situation kommen kann, denn eigentlich kann man ja nur gesetzlich oder privat kranken(voll)versichert sein und nicht beides gleichzeitig. Doch manchmal ergeben sich Situationen, die etwas anders sind, aus welchen Gründen auch immer. So auch in einem meiner aktuellen Fälle, den ich hier als Grundlage nehmen möchte.

Folgende Ausgangssituation ergab sich:

Herr S., Angestellter bei einem Softwareunternehmen, bekam zum 01. 01. 2012 ein Angebot für einen neuen Job. Bisher war dieser schon privat versichert in einer PKV und wollte das auch gern bleiben. So verhandelte er mit seinem neuen Arbeitgeber das Gehalt so, das er damit die Jahresarbeitentgeldgrenze (JAEG) überschreiten wird um so nicht versicherungspflichtig zu werden. (Link: Was gehört denn überhaupt alles zur JAEG?)

Man wurde sich einig, es gab Boni, Sonderzahlungen, einen Firmenwagen und dergleichen und so waren beide glücklich. Hr. S. weil er in seiner PKV bleiben konnte und der neue Arbeitgeber auch, denn dieser zahlte sogar etwas weniger an Arbeitgeberzuschuss als er für die GKV zahlen müsste. Da der Beitrag in der PKV bei 500 EUR zzgl. 18 EUR Pflegepflichtversicherung lag, betrug der AG Zuschuss hier 259 EUR.

Doch was passierte nun?

Der Arbeitgeber bekam Anfang 2013 Post und ihm wurde eine SV Prüfung angekündigt. Grundlage für eine solche Prüfung, die mindestens alle 4 Jahre bei den Arbeitgebern erfolgt, ist der §28p des Sozialgesetzbuches IV. In diesem heißt es:

§ 28p Prüfung bei den Arbeitgebern

(1) Die Träger der Rentenversicherung prüfen bei den Arbeitgebern, ob diese ihre Meldepflichten und ihre sonstigen Pflichten nach diesem Gesetzbuch, die im Zusammenhang mit dem Gesamtsozialversicherungsbeitrag stehen, ordnungsgemäß erfüllen; sie prüfen insbesondere die Richtigkeit der Beitragszahlungen und der Meldungen (§ 28a) mindestens alle vier Jahre. Die Prüfung soll in kürzeren Zeitabständen erfolgen, wenn der Arbeitgeber dies verlangt. Die Einzugsstelle unterrichtet den für den Arbeitgeber zuständigen Träger der Rentenversicherung, wenn sie eine alsbaldige Prüfung bei dem Arbeitgeber für erforderlich hält. Die Prüfung umfasst auch die Entgeltunterlagen der Beschäftigten, für die Beiträge nicht gezahlt wurden. Die Träger der Rentenversicherung erlassen im Rahmen der Prüfung Verwaltungsakte zur Versicherungspflicht und Beitragshöhe in der Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung sowie nach dem Recht der Arbeitsförderung einschließlich der Widerspruchsbescheide gegenüber den Arbeitgebern; insoweit gelten § 28h Absatz 2 sowie § 93 in Verbindung mit § 89 Absatz 5 des Zehnten Buches nicht. Die landwirtschaftliche Krankenkasse nimmt abweichend von Satz 1 die Prüfung für die bei ihr versicherten mitarbeitenden Familienangehörigen vor.

Bei dieser Prüfung fiel nun auf, dass der Arbeitgeber den Hr. S. als freiwilliges Mitglied in der GKV gemeldet hatte und daher keine Pflichtbeiträge für ihn abgeführt hatte. Dafür hatte er diesem aber den Zuschuss zur Privaten Krankenversicherung nach §257 SGB V gezahlt. Durch die (fälschlicherweise) Berücksichtigung von Fahrkosten und Überstunden war der AG von einem höheren Einkommen ausgegangen. Auch die gleich bei Beginn abgeschlossene Direktversicherung war dort noch berücksichtigt. (Link: Wie der Abschluss einer Direktversicherung zur Versicherungspflicht führen kann)

Diese Meldung war nun aber falsch, wie der Rentenversicherungsträger in seinem Bescheid nun feststellte und so teilte er dieses auch dem Arbeitgeber mit. In dem Bescheid hierzu hieß es:

SV Prüfung

Was ist nun zu tun?

Der Arbeitgeber erhält mit dem Bescheid nun die Aufforderung, die Beiträge für den Arbeitnehmer binnen eines Monats nachzuzahlen. Dabei sind die Beträge durchaus beachtlich. So ergeben sich (geschätzt) folgende Werte:

SV pflichtiges Bruttoeinkommen 01. 01. bis 31.12. 3.980 EUR monatlich (p.a. 47.760EUR)

abzuführende Beiträge GKV 15,5% (AG 7,3%, AN 8,1%) = 616,90 EUR (mehr …)

22.
Februar '13

Die MEG AG, „komische Vertriebe“ und die Folgen für Versicherungsnehmer und Versicherer


Da lief er wieder, der Film „Versicherungsvertreter – Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker“. Der WDR zeigte den Film gestern Abend und berichtetet daher eindrucksvoll wie Vertrieb in der privaten Krankenversicherung ausgesehen hat. Herr Göker hat nicht nur den Zuschauern, sondern gerade den Versicherern gezeigt wie man sich erfolgreich von Vertrieben abhängig macht und natürlich will heute von den meisten Gesellschaften niemand mehr etwas davon wissen. Leider gibt es auch heute noch teilweise sinnlose und unsinnige Umdeckungen in der privaten Krankenversicherung, aber eben auch in anderen Versicherungssparten.

Was der Zerfall des Göker Vertiebes MEG für die Kunden bedeutet hat, das habe ich bereits in einem älteren Blogbeitrag ausführlich beschrieben und empfehle daher diesen noch einmal aufzurufen. –> MEG AG meldet Insolvenz an – was bedeutet das für Kunden?

Auch wenn durch gesetzliche Regelungen wie die Verlängerung der Stornohaftung und die Deckelung der Courtagen die Anreize für solche Methoden verringert worden sind, so schaffen es auch heute noch Unternehmen (vermutlich im größeren Stil) umzudecken, wie man an diesem Beispiel der Impuls AG sehen konnte. Doch welche Folgen hat das für die Vertriebe, Versicherer und natürlich zuerst für den Kunden? Dazu schauen wir uns zunächst einmal die Unterschiede der Vertriebsmethoden an.

Welche unterschiedlichen Vermittler kennt der Markt?

Zuerst einmal der bekannteste und am weitesten verbreitetste Vertriebsweg, der Versicherungsvertreter. In Zeiten wo Hr. Kaiser als Werbefigur der Hamburg Mannheimer die deutschen Fernsehbildschirme betrat, da war schien die Welt noch in Ordnung. Der Versicherungsvertreter ist auch vom Kunden leicht zu erkennen, denn er arbeitet für eine Gesellschaft und tritt als deren Vertreter auf. Daher kann er auch nur diese eine Gesellschaft anbieten, was der Kunde in den meisten Fällen einfach erkennen kann.

Dann gibt es die so genannten Mehrfachagenten. Sie stehen wie der Vertreter rechtlich auf der Seite des Versicherers und vertreten auch dessen Interessen. Unterschied zum erstgenannten besteht aber darin, dass dieser Mehrfachagent aber durchaus für mehrere Gesellschaften tätig sein kann. Das heisst nicht, das die Beratung unabhängig ist, denn die rechtliche Stellung im Lager des Versicherers bleibt bestehen.

Der dritte und nach aktuellen Studien ansteigende Weg ist der, des Versicherungsmaklers. Als solcher bin ich auch tätig und wir sind als Makler gesetzlich dem Lager des Kunden zugeordnet. Der Makler ist als so genannter Sachwalter des Kunden nur diesem verpflichtet und muss seine Tätigkeit unabhängig von Interessen des Versicherers ausüben.

Mehr Infos und Details zu den Vertriebswegen gibt es im Beitrag: Wie finde ich den passenden Makler, Berater, Vertreter und woran erkenne ich diesen? Nur weil ein Vermögensberater oder Finanzberater als solcher auftritt, heisst es nicht das dieser unabhängig ist. Am Beispiel der Deutschen Vermögensberatung (DVAG) ist das gut zu erkennen, denn diese sind als „Gebundener Versicherungsvermittler“ eben an die Partnergesellschaften gebunden und nicht unabhängig (als Makler) tätig.

Wer ist denn gut und an wen soll ich mich wenden?

Eine pauschale Aussage welcher Vertriebsweg für Sie der richtige ist, die gibt es nicht. Auch die weiterhin am Markt agierenden Versicherungsberater sind nicht für jeden geeignet. Diese sind nicht als Vermittler tätig, sondern beraten gegen ein Honorar über ein bestimmtes Produkt oder eine Absicherung. Auch Vertreter einer Gesellschaft können eine gute Beratung abliefern und tun das durchaus nach meiner Erfahrung. (mehr …)

23.
Mai '11

Wie finde ich den passenden Makler, Berater, Vertreter und woran erkenne ich diesen?


Das Thema der Privaten Krankenversicherung (PKV) oder auch der Absicherung gegen die Berufsunfähigkeit ist schon von Natur aus kompliziert genug. Da gilt es sich Gedanken zu machen, was man denn als Versicherungsschutz braucht, welche Folgen Krankheiten haben können und was man sich wie noch „gerade so“ selbst leisten kann.

Ja, es gibt sicher interessanteres, also sich vorzustellen man bekomme einen Herzinfarkt, hat einen schweren Unfall oder wird dauerhaft krank. Dazu kommen Fragen wie Familienplanung, berufliche Zukunft und zig andere Fragen.

Und all das… ja all das ist noch soooo weit weg, am besten es passiert nie, man bleibt immer gesund. Aber wozu brauche ich dann eine Krankenversicherung? Gut das es noch die Beitragsrückerstattung gibt. Bis zu 6 Monatsbeiträge versprechen einige Anbieter. Das klingt toll, oder?

Und dann merkt man irgendwann, meist sehr schnell. Ich schaff‘ das nicht alleine und brauch dringend einen Berater. Und da gehen spätestens die „Probleme“ los.

Versicherungsvertreter, -berater oder Makler – die Unterschiede sind meistens nicht klar und werden auch so nicht wahrgenommen. Für die meisten Kunden ist es doch immer gleich. Der „Versicherungsfuzi“ will mir doch nur was verkaufen und lebt vom Verkauf. Doch worin unterscheiden sich denn die Beratertypen?

Der Versicherungsvertreter

Am häufigsten in der Branche vorzufinden ist dieser Typ von Berater. Er ist bei einem Versicherer angestellt oder Handelsvertreter gem. §84 Handelsgesetzbuch (HGB) und vermittelt auch nur für dieses Unternehmen Verträge. Andere Unternehmen darf er nicht anbieten, auch nicht vermitteln. Würde er dieses tun, so verstieße er gegen seinen Vertrag mit dem Unternehmen.

Vorteile:

Der Berater sollte kennt seine Produkte genau. Durch die begrenzte Anzahl der Tarife sollte der Vertreter alle Fragen zum Produkt und den passenden Bedingungen beantworten können.

Nachteile:

Er kann dem Kunden eben nur die Produkte des eigenen Unternehmens anbieten. Da dieser Vertreter Provision bekommt, werden oft nur die guten Seiten eines Produktes gezeigt und hervorgehoben, klar- denn er möchte muss ja was verkaufen. Rechtlich gesehen steht der Versicherungsvertreter auf der Seite des Versicherers (siehe auch §84 HGB)

Vorurteile:

Viele glauben, der Vertreter kann im Schaden-/ Leistungsfall bestimmt „was drehen“. Er hat im eigenen Unternehmen ja gute Kontakte und oftmals sitzt dieser auch direkt vor Ort. So glaubt der Kunde (oder es wird ihm so verkauft) das es alles viel besser, schneller und einfacher geht. Leider ist dieses ein Trugschluss. Gerade in den Bereichen der Privaten Krankenversicherung (PKV) und Berufsunfähigkeit (BU) werden die Leistungsfälle weder vom Vertreter noch von einem anderen Makler oder Berater beeinflusst. Es gibt eindeutige Bedingungen und die Abrechnung erfolgt zentral bei dem Versicherer. Daher ist es auch völlig egal, ob der Berater bei Ihnen um die Ecke sitzt, oder per Telefon, Mail oder Internet für Sie erreichbar ist- allein das ist wichtig.

Der Versicherungsberater

Anders als der Vertreter und auch der Makler darf dieser keine Vergütung (Provision oder Courtage) vom Versicherer bekommen. Bezahlt wird dieser (erfolgsunabhängig) vom Kunden. Dabei sind pauschale Beratungshonorare oder Stundensätze möglich.

Vorteile:

Es ist sollte kein Verkaufsdruck vorhanden. Der Berater wird durch ein Honorar bezahlt, welches individuell vereinbart werden kann. Dabei werden dann so genannte Nettotarife genutzt, bzw. können genutzt werden. Diese enthalten in Ihrer Kalkulation keine Courtage oder Provision, was sie teilweise etwas günstiger macht. Rechtlich gesehen, steht der Berater auf der Seite des Kunden.

Nachteile:

Nicht in allen Sparten und Produkten existieren NettoTarife. Gerade in der Privaten Krankenversicherung sind solche Tarife sehr rar. Gerade hier bedeutet ein Honorar an den Berater somit eine Doppelzahlung. Der Berater bekommt dieses Honorar zwar nicht, jedoch ist es kalkuliert und bleibt somit als „Gewinn“ bei dem Versicherer. Sie zahlen also für etwas, was Sie nicht in Anspruch nehmen und bekommen dadurch keine geringere Prämie oder sonstige Erstattung.

Vorurteile:

Das klassische Vorurteil, „da bekomme ich ja eine neutrale Beratung, denn der Berater muss ja nichts verkaufen„. Das ist nur zum Teil richtig. Der Berater „verkauft Ihnen seine Beratungsdienstleistung„, also ein Stunden- oder Pauschalhonorar. Dieses allein macht die Beratung aber nicht besser als bei einem Vertreter oder Makler. Gerade bei Versicherungsberatern sollten Sie auf die Spezialisierung achten. Gerade auch diese können nicht alle Sparten gleich gut abdecken. Was nützt eine Beratung gegen Honorar, wenn der Berater nicht oder nicht ausreichend auskennt?

Der Versicherungsmakler

Vorteile:

Der Versicherungsmakler steht rechtlich auf der Seite des Kunden und ist nur diesem verpflichtet. Er ist „Sachwalter“ des Kunden und muss sich für diesen einsetzen, notfalls auch gegen den Versicherer. Der Makler wählt aus den Tarifen und Angeboten des Marktes den passenden Schutz für seinen Kunden aus und besorgt diesen bei dem entsprechend passenden Unternehmen. Er ist nicht an ein Unternehmen gebunden.

Nachteile:

Was nützt es, aus „den Tarifen des Marktes“ auswählen zu können, wenn der Makler nicht weiss was es gibt. Auch ein Makler ist nicht per se gut oder schlecht. Entscheidend ist hier die Qualifikation, Erfahrung und Marktkenntnis. Auch ein Makler kann nicht alle Gebiete abdecken. Achten Sie daher auf eine ausreichende SPEZIALISIERUNG und hinterfragen Sie ruhig, wie oft, wie lange und warum genau der Makler das tut, was er tut.

Vorurteile:

Am häufigsten ist die Aussage: „Der Makler vermittelt mir doch auch nur das, wo er die meiste Courtage bekommt.“ Wenn Sie dieses Gefühl bei „ihrem“ Makler haben, wechseln Sie ihn, am besten schnell. Dieses ist keine Basis für eine langfristige Zusammenarbeit. Der Makler sollte ihnen aufzeigen, welche Vor- und Nachteile bestimmte Tarife und Angebote haben und dann mit Ihnen gemeinsam entscheiden, was auf Ihren Bedarf passt. Tut er dieses, so werden Sie schnell sehen, das die Courtage die er bekommt nicht im Vordergrund steht, denn Sie gemeinsam finden den passenden Tarif.

Fazit:

Wie in jeder Branche gibt es auch, oder besonders in der Finanz- und Versicherungsbranche viele schwarze Schafe. Viele Berater (vollkommen egal welcher Typ) sehen beim Kunden oftmals die Dollarzeichen und verkaufen was das Zeug hält. Das hat in den letzten Jahren zu dem teilweise schlechten Ruf der Branche geführt. Damit Ihnen das nicht passiert, hinterfragen Sie die Empfehlungen, beurteilen Sie selbst die Tarife, Bedingungen und Angebote soweit Sie dieses können. Fragen Sie alles, was Ihnen unklar ist und trennen Sie sich von dem Berater, wenn Sie das Gefühl haben, nicht zusammen zu passen.

Gerade bei persönlichen Bekannten, Verwandten und Freunden die in der Branche sind ist es oft schwer „nein“ zu sagen. Oftmals kommen dann Aussagen wie „wir kennen uns doch schon so lange, ich würde Dir das nie anbieten wenn es schlecht wäre“. Gerade auch große Vertriebe bauen auf diesen Vertrauensvorschuss und wissen genau um diesen Umstand. Vergessen Sie so etwas schnell wieder und holen sich in jedem Fall eine 2. Meinung ein. Danach können Sie ja, wenn gewünscht, die Kontakte des Bekannten, Freundes, Verwandten nutzen und auch dort Angebote einholen. Es sollte auch hier der gleiche „Maßstab“ wie an jeden anderen Berater gelten.