Artikel mit ‘Versicherungspflichtgrenze’ getagged

13.
Februar '14

Sozialversicherungswerte zur Krankenversicherung für 2014 in der Übersicht


Jedes Jahr ändern sich einige der Werte in der Sozialversicherung. Sei es nun die Jahresarbeitentgeltgrenze, die Grenze zur Versicherungspflicht oder auch dann die Werte für die Höchstbeiträge, die studentische Krankenversicherung und vieles mehr.

Damit keine Zahl „abhanden kommt“, hier einmal die Werte in der Übersicht. Wer diese lieber als pdf Datei herunterladen möchte, der findet eine entsprechende Übersicht im Downloadbereich.

SVGroessen2014

07.
Januar '13

Arbeitgeberzuschuss 2013, steigende Beitragsbemessungsgrenze und auch die Versicherungspflichtgrenze steigt (mal wieder)


Update: Sie suchen die Zahlen für 2014? Bitte hier entlang –> Arbeitgeberzuschuss 2014, Beitragsbemessungsgrenze und JAEG

Update: Mehr zum AG Zuschuss für Kinder und mitversicherte Partner finden Sie im weiteren Beitrag „Arbeitgeberzuschuss für Kinder und Familienangehörige in der privaten Krankenversicherung (PKV)

Es sind für viele Arbeitnehmer wichtige Zahlen. Nicht nur Berufseinsteiger interessiert, ob diese in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben müssen oder sich privat versichern dürfen, auch andere Arbeitnehmer warten gespannt auf die Zahlen. Auch Anfang 2013 werden sich diese Bezugsgrößen wieder ändern, auch diesmal bedeuten diese höhere Beiträge in der GKV. Doch schauen wir uns die -vorläufigen- Zahlen einmal an.

Beitragsbemessungsgrenze:

Diese “Zahl” bezeichnet die Höhe des Einkommens, bis zu der die Beitragspflicht für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung besteht. Einkünfte darüber werden nicht mehr mit einem Beitrag belegt. Im Jahr 2012 lag diese bei 45.900 EUR (3.825 EUR monatlich).

Für das Jahr 2013 ERHÖHT sich diese Grenze um 1.350 EUR jährlich auf 47.250 EUR (monatlich 3.937,50). Damit steigt diese um 2,94% im Vergleich zur Vorjahresgrenze. Dieses führt zu einer Erhöhung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Auch von 2011 zu 2012 gab es die gleiche absolute Erhöhung von 1.350 EUR.

Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG):

Die Versicherungspflichtgrenze (oder Jahresarbeitentgeltgrenze, kurz JAEG) bezeichnet die Einkommensgrenze, ab der sich ein Arbeitnehmer privat krankenversichern kann. Erst wenn das Jahreseinkommen den Betrag von (50.850 EUR in 2012) überschreitet, ist ein Verlassen der GKV und ein Eintritt in die Private Krankenversicherung (PKV) möglich. Diese Grenze steigt für das Jahr 2013 erneut um 1.350 EUR auf 52.200 EUR. Prozentual entspricht das einer Steigerung von 2,65%.

Aus den oben genannten Änderungen resultieren auch veränderte Größen für den Arbeitgeberzuschuss gem. §257 Sozialgesetzbuch V. Dieser Zuschuss bestimmt den maximalen Wert, den der Arbeitgeber bei privat Krankenversicherten Arbeitnehmern dazu bezahlt.

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2013

Für das Jahr 2013 ergibt sich somit folgende Berechnung:

15,5% GKV Beitrragssatz, davon tragen Arbeitnehmer 7,3 + 0,9% und Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 3.937,50 EUR = 287,44 EUR = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2013 (in 2012 waren es 279,23 EUR)

Dieses entspricht einem Mehrzuschuss von 8,21 EUR pro Monat oder einem jährlichen Mehrzuschuss von 98,52 EUR. Weiterhin ist dabei auch der neue Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung zu beachten. Der Maximalzuschuss berechnet sich wie folgt:

2,05% Pflegevers. Beitragssatz, davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 1,025%

1,025% x 3.937,50 EUR = 40,36 EUR = AG Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung 2013 (2012 waren es noch 37,29 EUR)

Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenkasse:

Durch eine Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze ergeben sich auch höhere Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse. So ergab sich im Jahr 2011 ein Gesamt(höchst)beitrag von 675,13 EUR bei einem kinderlosen Versicherten, im Jahr 2012 steig die Mehrbelastung um weitere 10,60 EUR. Davon entfielen auf den Arbeitnehmeranteil mehr als die Hälfte, also 349,91 EUR (2011) und 360,51 EUR in 2012.

Im Jahr 2013 erhöht sich die Beitragsbelastung wie folgt:

Gesamtbetrag zur GKV:

Krankenversicherung: 3.937,50 EUR * 15,5% =610,31EUR

Pflegepflichtversicherung: 3.937,50 EUR * (2,05% + 0,25% (Kinderlose)) = 90,56 EUR

Davon zahlt der (kinderlose) Arbeitnehmer allein:

KV: 3.937,50 EUR * (7,3%+0,9%) = 322,88 EUR

Pflege: 3.937,50 EUR * (1,025% + 0,25%)= 50,20 EUR

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2013: 373,08 EUR (in 2012 galt: 360,51 EUR)

Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich also eine Mehrbelastung des Arbeitnehmers von monatlich 12,57 EUR für die Kranken- und Pflegeversicherung.

Ihr Einkommen liegt in 2012 über 50.850 EUR aber unter 52.200 EUR?

Dann werden Sie durch die neue Beitragsbemessungsgrenze zunächst versicherungspflichtig. Das bedeutet ihre Private Krankenversicherung muss beendet werden, da Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) eintritt. Wer dennoch in der privaten Krankenversicherung bleiben möchte, der muss sich für diesen speziellen Grund befreien lassen, was aber gut zu überlegen ist. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Berater!

Weitere Informationen finden Sie auch in folgenden Beiträgen:

Was zählt zur Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG) dazu? Kann ich mich privat versichern?

Wie finde ich eine billige/ günstige Private Krankenversicherung zum Einstieg?

Warum GKV + Zusatzversicherung auch (k)eine Lösung ist – die unterschiedlichen Zahlbeiträge bei Arbeitnehmern

Versicherungspflicht und Befreiungsmöglichkeiten

09.
September '11

Arbeitgeberzuschuss, Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2012


Es war zu befürchten. Die Grenzen für die Beitragsbemessung in der gesetzlichen Krankenkasse steigen im Jahr 2012 nach den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums wieder an. Bevor wir aber zu den Zahlen kommen, jeweils eine kurze Erklärung dieser Grenzen, denn dabei kommt es oftmals zu Missverständnissen.

Beitragsbemessungsgrenze:

Diese „Zahl“ bezeichnet die Höhe des Einkommens, bis zu der die Beitragspflicht für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung besteht. Einkünfte darüber werden nicht mehr mit einem Beitrag belegt. Im Jahr 2011 lag diese bei 44.550 EUR (3.712,50 EUR monatlich).

Für das Jahr 2012 ERHÖHT sich diese Grenze um 1.350 EUR jährlich auf 45.900 EUR. Damit steigt diese um 3,03% im Vergleich zur Vorjahresgrenze. Dieses führt zu einer Erhöhung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkassen (GKV).

Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG):

Die Versicherungspflichtgrenze (oder Jahresarbeitentgeltgrenze, kurz JAEG) bezeichnet die Einkommensgrenze, ab der sich ein Arbeitnehmer privat krankenversichern kann. Erst wenn das Jahreseinkommen den Betrag von (49.500 EUR in 2011) überschreitet, ist ein Verlassen der GKV und ein Eintritt in die Private Krankenversicherung (PKV) möglich. Diese Grenze steigt für das Jahr 2012 um 1.350 EUR auf 50.850 EUR. Prozentual entspricht das einer Steigerung von 2,72%.

Aus den oben genannten Änderungen resultieren auch veränderte Größen für den Arbeitgeberzuschuss gem. §257 Sozialgesetzbuch V).

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2012

Der Arbeitgeber beteiligt sich an den Beiträgen für die Private Krankenversicherung des Arbeitnehmers (und ggf. mitversicherter Personen) bis zum Höchstsatz. In 2011 lag dieser Zuschuss bei maximal 271,01 EUR. Berechnungshilfe im Blogbeitrag Arbeitgeberzuschuss 2011)

Für das Jahr 2012 ergibt sich somit folgende Berechnung:

15,5% GKV Beitrragssatz, davon tragen Arbeitnehmer 7,3 + 0,9% und Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 3.825 EUR = 279,23 EUR = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2012

Dieses entspricht einem Mehrzuschuss von 8,22 EUR pro Monat oder einem jährlichen Mehrzuschuss von 98,64 EUR. Weiterhin ist dabei auch der neue Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung zu beachten. Der Maximalzuschuss berechnet sich wie folgt:

1,95% Pflegevers. Beitragssatz, davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 0,975%

0,975% x 3.825 EUR = 37,29 EUR = AG Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung 2012

 

Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenkasse

Ist ein Arbeitnehmer nun gesetzlich krankenversichert, so zahlt dieser Beiträge bis zu dem Höchstbeitrag. Die Beitragsberechnung im Jahre 2011 bedeutete einen Höchstbeitrag (AG + AN) von 575,45 EUR in der Krankenversicherung und weiteren 72,39 EUR in der Pflegepflichtversicherung (Kinderlose zahlen 81,68 EUR.

So ergab sich im Jahr 2011 ein Gesamt(höchst)beitrag von 675,13 EUR bei einem kinderlosen Versicherten. Davon entfielen auf den Arbeitnehmeranteil mehr als die Hälfte, also 349,91 EUR

Im Jahr 2012 erhöht sich die Beitragsbelastung wie folgt:

Gesamtbetrag zur GKV:

Krankenversicherung: 3.825 EUR * 15,5% = 592,88 EUR

Pflegepflichtversicherung: 3.825 EUR * (1,95% + 0,25% (Kinderlose)) = 84,15 EUR

Davon zahlt der (kinderlose) Arbeitnehmer allein:

KV:  3.825 EUR * (7,3%+0,9%) = 313,65 EUR

Pflege:  3.825 EUR * (0,975% + 0,25%) = 46,86 EUR

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2012:  360,51 EUR

Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich also eine Mehrbelastung des Arbeitnehmers von monatlich 10,60 EUR für die Kranken- und Pflegeversicherung. Das entspricht einer prozentualen Steigerung von etwas mehr als 3% pro Jahr.

 

Weitere Informationen finden Sie auch in folgenden Beiträgen:

Was zählt zur Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG) dazu? Kann ich mich privat versichern?

Wie finde ich eine billige/ günstige Private Krankenversicherung zum Einstieg?

Warum GKV + Zusatzversicherung auch (k)eine Lösung ist – die unterschiedlichen Zahlbeiträge bei Arbeitnehmern

12.
September '09

Neue Versicherungspflichtgrenze (JAEG) und Beitragsbemessungsgrenze 2010


Liebe Leser,

das Bundesgesundheitsministerium hat eine erste, vorläufige Zahl für die Versicherungspflichtgrenze 2010 genannt.

Diese Zahl entscheidet nicht nur darüber ob ein freiwillig Versicherter Angestellter in die Private Krankenversicherung wechseln darf, sondern auch darüber ob ein bereits PKV Versicherter Arbeitnehmer zurück in die GKV muss.

Somit steigt die Grenze von derzeit 48.600 EUR Bruttojahreseinkommen um 1.350 EUR (2,77%) auf voraussichtlich 49.950 EUR (mtl. 4.162,50 EUR). Für derzeit freiwillig Versicherte die in die Private Krankenversicherung wechseln möchten bedeutet dieses, das Sie neben den letzten 3 Jahren auch die vorr. neue Grenze für das Jahr 2010 überschreiten müssen um in die PKV wechseln zu können.

Zur Verdeutlichung seien hier die Entwicklung von 2003 bis heute dargestellt: Die Werte in Klammern stellen die Besondere Grenze für im Jahr 2002 bereits privat Versicherte dar.

2000 – 39.574 EUR
2001 – 40.034 EUR
2002 – 40.500 EUR
2003 – 45.900 EUR (41.400)
2004 – 46.350 EUR (41.850)
2005 – 46.800 EUR (42.200)
2006 – 47.250 EUR (42.750)
2007 – 47.700 EUR (42.750)
2008 – 48.150 EUR (43.200)
2009 – 48.600 EUR (44.100)
2010 – 49.950 EUR (vorr.)

Dieses entspricht einer Steigerung um 10.076 EUR oder 25,46% in den letzten 10 Jahren.

Die Beitragsbemessungsgrenze soll von 44.100 EUR auf 45.000 EUR steigen, somit ein Anstieg um 900 EUR. Dieses bedeutet bei einem Beitragssatz von 14% + 0,9% AN Anteil eine Steigerung des GKV Beitrages von monatlich 11,18 EUR. Durch den Mehrbeitrag von 0,9% zahlt der Arbeitnehmer davon 5,93 EUR. Neben den Leistungseinschränkungen der GKV auch ein Grund für viele freiwillig versicherte den Weg in die PKV zu suchen. Ob das der richtige ist, ist jedoch von der persönlichen Situation und den eigenen Ansprüchen und Kriterien abhängig.

Weiterführende Informationen:

Was zählt zur JAEG?

Auswahlkriterien für dei Private Krankenversicherung