Artikel mit ‘Unsinn’ getagged

08.
Februar '10

Lieber Kasse als privat? Kommentar Teil II zum Stern Artikel 6/2010


(LUH) Bereits in der letzten Woche konnten Sie den ersten Teil des Artikels “Lieber Kasse als privat? Kommentar zum Stern Artikel 6/2010″ hier im Blog lesen.

Dabei wurde bereits deutlich, das es nicht generell das beste/ bessere System gibt. Zunächst einmal muss die persönliche Situation geprüft werden und dann Vor- und Nachteile abgewogen. Pauschal zu sagen das dieses oder jenes System besser ist halte für für falsch.

In dem Artikel des Stern ging es unter anderem um einen Fall des Robert Langner, 57. Dieser sollte an den Stimmbändern operiert werden, um eine Zyste zu entfernen. Die Allianz als private Krankenversicherung des Kunden lehnte die Kostenübernahme mit dem Verweis ab, dieses sei nicht medizinisch notwendig. (lenkte aber noch vor einem Urteil ein).

Diese Situation ist einer der Hauptgründe für die Ablehnungen. Neben der Tatsache das Leistungen (bewusst oder unbewusst) nicht abgeschlossen wurden, ist die medizinische Notwenigkeit immer Grundlage der Erstattung.

In §1 (2) der Musterbedingungen der privaten Krankenversicherung heiß es:

(2) Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen.

und weiter:

Als Versicherungsfall gelten auch

a) Untersuchung und medizinisch notwendige Behandlung wegen Schwangerschaft und die Entbindung,

b) ambulante Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nach gesetzlich eingeführten Programmen (gezielte Vorsorgeuntersuchungen),

c) Tod, soweit hierfür Leistungen vereinbart sind.

Und genau hierin liegt das Problem. Die Auffassungen was denn medizinisch notwendig ist und was nicht gehen oft weit auseinander. Es wird geprüft und entschieden und der Kunde muss sich wehren wenn er der Meinung ist das es nicht gerechtfertigt ist, was der Versicherer hier schreibt.

Pauschal lässt sich dieses jedoch nicht vorhersagen. Auch lassen sich zumeist keine Aussagen treffen welche Versicherer “streng oder lax” entscheiden. Dieses wäre auch nicht zielführend, denn eine laxe Entscheidung hat höhere Kosten/ Beiträge zur Folge.

Natürlich möchte jeder so schnell als möglich eine schnelle Entscheidung/ Zusage. Jedoch sollte man dem Unternehmen auch Zeit geben Befunde auszuwerten und einen Arzt zur Beurteilung zu konsultieren. Leider ist dieses dann oft nicht das, was sich der Kunde unter einer schnellen Prüfung vorstellt.

Weiterhin schreibt der Autor in seinem Artikel aber einen sehr interessanten Satz:

“Denn wer privat versichert ist, lebt keineswegs automatisch günstiger und meist auch nicht besser.”

Mit Ausnahme des Wortes “meist” sehe ich es genau so!

Private Krankenversicherung (PKV) bedeutet nicht günstig. Weder automatisch noch geplant. Aussagen wie “PKV für 59 EUR” sind nicht nur Unsinn, sondern sollten meines Erachtens verboten werden. Es ist unmöglich vermeintlich mehr Leistung zu einem deutlich günstigeren Preis zu bekommen. Die PKV kommt wie die gesetzliche Krankenkasse (GKV) um die Faktoren wie “älter werden”, höhere Kosten der Medizin, neue/ teure Medikamente nicht herum.

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen sich privat zu versichern, so machen Sie es sorgfältig und lassen sich ausreichend Zeit. Nehmen Sie sich Zeit die Kriterien auszuwählen die genau für Sie wichtig sind. Machen Sie sich mit einem spezialisierten und qualifizierten Berater Gedanken darüber, was Lücken im Schutz für finanzielle Auswirkungen haben. Ein Brille mit 400 EUR ist noch schnell selbst bezahlt, eine Prothese für mehrere tausend Euro eben nicht mehr.

Weder das System der GKV noch das der PKV passt pauschal und immer für jeden. Auswahl und individueller Bedarf und die Planung der eigenen Zukunft sind hierbei elementar wichtig. Dieses klar und deutlich zu sagen hätte auch dem Stern gut getan. Denn es gibt tausende von Fällen in der GKV und PKV wo es zu Streit und Auseinandersetzungen kommt. Oftmals in der GKV eben auch wegen solcher, hier geschilderter Fälle. Warum man dieses nicht schrieb bleibt wohl das Geheimnis des Autors.

Weiterführende Informationen:

Leitfaden Private Krankenversicherung

Auswahlkriterien zur PKV

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05.
Februar '10

Lieber Kasse als privat ? – Kommentar zum Stern Artikel 6/2010


(LUH) “Warum es trotz Zuzahlung besser ist, gesetzlich versichert zu sein”

so titelt die Zeitschrift Stern in Ihrer aktuellen Ausgabe. Auf dem Titelbild schaut und eine fröhlich lachende Familien mit zwei Kindern an. Doch wie kommt es zu dieser Headline? Wie kommt es das so eindeutig eine vermeintliche Empfehlung für ein System ausgesprochen wird?

Plötzlich soll es mit dem Gesundheitsfond doch gar nicht so schlimm sein? Der Fond den der stern in seiner Ausgabe 41/2008 noch als “großen Pfusch” betitelt hatte?

Der Artikel beginnt ab Seite 22 mit einer Reihe von Beispielen und Fällen wo Leistungen verweigert wurden. Klar, so ist (Durchschnitts-) Journalismus. Irgendwie auf die Tränendrüse drücken, ohne tatsächliche Hintergründe ausführlich zu erläutern. Das will ja auch keiner lesen und schließlich soll die Zeitung ja verkauft werden.

Da werden nun Fälle von einem Aufstehrollstuhl von einem Koma Patienten aufgeführt. Kosten- rund 10.000 EUR. Die gesetzliche Krankenkasse eines anderen Patienten habe den problemlos gezahlt, die (böse) private nicht. Die AXA habe geantwortet: “Dieser Rollstuhl ist nicht in unserem Hilfsmittelverzeichnis in den vertraglichen Bedingungen aufgeführt.”

Danach folgen Fälle die sich mit der Nichtzahlung einer Stimmbandoperation oder dem Aufenthalt in einer Klinik zur Behandlung der Diabetisfolgen. Auch der Fall von Frau Hofmann, welche nach einem Hörsturz so genannte “Cochlear-Ohrimplantate” bekommen sollte ist sicher nicht zufällig gewählt. Die Private Krankenversicherung (Alte Oldenburger) lehnte diese Kosten zunächst ab. Die Kosten für die 50.000 EUR teure OP wolle man nicht zahlen, es handelt sich um “eine Operation hoher Kosten mit fraglichem Erfolg”.

Im Verlauf des Artikels wird, wie im Titel, eine klare Empfehlung “bleiben Sie in der GKV” deutlich. Dabei ist dieses meines Erachtens weder so pauschal zu sagen, noch sollte so für das eine oder andere System geworben werden. Genau so wenig sind solche Werbeaussagen wie “Patient erster Klasse für 59 EUR” sinnig.

Beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Auch wenn viele Berater “pro PKV” beraten, denn das ist ihr Job, gehört zu einer guten und ausgewogenen Beratung auch mal der Hinweis das eine oder andere eben nicht zu tun, vielleicht in der GKV zu bleiben und diese mit einer Zusatzversicherung zu ergänzen.

Doch zurück zu den aufgeführten Fällen. Einer der Hauptgründe für Leistungsablehnungen sind nicht versicherte Leistungsbausteine. Hierbei ist (so wie bei der AXA der Aufstehrollstuhl” nicht in den Bedingungen genannt. Da die Formulierung der Hilfsmittel abschließend ist/ hier war, sind die nicht genannten Hilfsmittel eben auch nicht versichert. Der Gegensatz dazu ist ein so genannter “offener Hilfsmittelkatalog“.

Dieser nennt nicht spezielle Hilfsmittel und zählt diese abschließend auf, sondern ist offen formuliert um auch zukünftige Hilfsmittel einzuschließen. Aber auch das ist nicht ohne Risiko. Offene Formulierungen schaffen auf der einen Seite mehr Sicherheit, denn “es ist ja alles drin”, auf der anderen Seite sind diese auch für den Versicherer schwerer zu kalkulieren und führen unter Umständen zu schnelleren Beitragsanpassungen in den Tarifen. Auch ist wichtig zu wissen: Einige der offenen Kataloge beschränken die Leistungen dann auf “mittlere Preislage” oder “einfache Ausführungen” was zu Streit und Diskussionen führen kann.

Ein weiterer Streitpunkt der Leistungen ist oftmals die so genannte Medizinische Notwenigkeit. Hier ist die entscheidende Frage für jede Leistung, ob die geplante Behandlung/ der geplante Eingriff medizinisch notwenig ist. Dabei ist die individuelle Situation zu berücksichtigen und eine sorgfältige Prüfung vorzunehmen.

Durchaus richtig stellt der Stern in seinem Artikel fest “Kein Mythos: Gefährliche Überversorgung”. Viele Ärzte behandeln und diagnostizieren bei Privatpatienten vielleicht mehr als medizinisch erforderlich. Das führt zu Streit. Warum auf der anderen Seite im Artikel die strenge Prüfung der Leistungen durch die Versicherer dann wieder scharf kritisiert wird, ist nicht ganz nachvollziehbar.

Was das aber bedeutet und welche Folgen aus laxer oder strenger Prüfung entstehen können lesen Sie in der nächsten Woche im Teil II zu dem Artikel.

Den zweiten Teil lesen Sie hier: “Kommentar zum Stern Artikel Teil II

Hier sehen Sie bereist an sehr wenigen Beispielen wie wichtig eine solide und umfangreiche Auswahl ist. Es ist unmöglich mit einer kurzen Beratung und/ oder einem 3 seitigen Vergleich in die private Krankenversicherung (PKV) zu wechseln. Wechsel und seine so langfristige Entscheidung brauchen ZEIT, eine ausgewogene BERATUNG, das verstehen von VERSICHERUNGSBEDINGUNGEN und auch die Einsicht das “eine PKV nicht immer alles zahlt”.

(UM)

Weiterführende Informationen:

Leitfaden Private Krankenversicherung

Auswahlkriterien zur PKV

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22.
Januar '10

Unsinnige PKV Werbung – wie finde ich einen Dummen Teil II


Vorgestern hatte ich bereits über eine meines Erachtens fragwürdige Werbung zur Privaten Krankenversicherung geschrieben und bin nun auf eine weitere dieser Art aufmerksam gemacht worden.

Die folgende Werbeanzeige taucht auf verschiedenen Seiten im Internet auf:

Was erwarten Sie wenn Sie auf der rechten Seite oben auf “JETZT BERECHNEN” klicken. Genau- zu recht eine Berechnung. Aber da muss ich Sie leider enttäuschen. Nachdem Sie da geklickt haben kommt unten ein weiteres Feld und dort werden Sie gebeten Ihre persönlichen Angaben zu machen. Zwingend sind natürlich EMail und Telefonnummer.

Aber dann, gleich nachdem Sie das dann nun getan haben, klicken Sie auf “Kostenloses Angebot Berechnen” und erwarten nun…. ja, die Berechnung des Angebotes bzw. der Ausdruck einer Tabelle.

Leider nein, denn jetzt wird Ihnen mitgeteilt das man ihre Anfrage erhalten hat und sich bei Ihnen jemand meldet.

Ups, wo stand das man anfragt? Sie haben doch nur auf “Berechnen” geklickt.

Zumal auch die Werbung “leicht” unsinnig ist, oder glauben Sie ernsthaft das man einen vernünftigen Krankenversicherungsschutz für einen Betrag von 59 EUR (AN Anteil) bekommt? – Ich nicht!

Was Sie also tun sollten:

Bevor Sie sich für eine PKV entscheiden machen Sie sich Gedanken über die Auswahlkriterien und über die Möglichkeiten und Folgen des entsprechenden Versicherungsschutzes. Sie entscheiden unter Umständen heute ein- und letztmalig über den Gesundheitsschutz des weiteren Lebens.

Und eins… lassen Sie sich Zeit. Fällen sie Entscheidungen zu lang bestehenden Produkten und Lösungen erst nach sorgfältiger Information, Aufklärung und nach fundierten Gesprächen mit Spezialisten.

Weiterführende Informationen:

Leitfaden Private Krankenversicherung

Auswahlkriterien zur PKV

Kriterienfragebogen als ausfüllbare pdf Datei

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19.
Januar '10

Unsinnige Werbung für die PKV oder wie finde ich einen der darauf reinfällt?


Eigentlich liegt es mir fern die Werbekampagnen von “Kollegen” zu kommentieren. Aber eigentlich ist es auch kein Kollege, wenn man es korrekt betrachtet. Warum? – das lesen Sie weiter unten.

Gestern erreichte mich eine Mail mit einer “interessanten” Betreffzeile. Hier wurde mir doch eine Private Krankenversicherung (PKV) angeboten und ich sollte noch Steuern sparen. Genau lautete die Zeile wie folgt:

Patient 1.Klasse ab 49 Euro und Steuern sparen

Da ja immer alle oft und gern auf “Schnäppchensuche” sind schaute ich mir das doch mal genauer an. Da öffnete ich die Mail und mich lachte folgendes Bild an:

Da sollte es doch möglich sein mich für 49 EUR pro Monat in der Privaten Krankenversicherung zu versichern. Steuern spare ich dabei auch noch- besser geht es kaum.

Im Kleingedruckten unter dem Bild findet sich dann zunächst dieses:

Das ist natürlich dumm, denn 20 bin ich leider schon seit einigen Jahren nicht mehr. Aber nun interessieren mich doch brennend die Details des Tarifes, welche dort angeboten werden. Durch kicken auf das “hier” sollen mir ja die wesentlichen Leistungsmerkmale des Tarifes angezeigt werden. Zu meiner Überraschung werden dort aber folgende, sehr allgemeine Informationen angezeigt:

Was das nun bitte mit den “wesentlichen Leistungsmerkmalen” der ausgewählten Privaten Krankenversicherung zu tun hat ist mir noch nicht ganz klar.

Fazit:

Vergessen Sie solchen Unsinn. Glauben Sie wirklich man kann das Krankheitsrisiko monatlich für weniger Geld absichern als man für eine Mobilfunk Flat bezahlt? Das wird und kann nicht vernünftig funktionieren. Der Versicherer der dieses anbietet wird immer mit entscheidenden Ausschlüssen und Einschränkungen arbeiten, Lücken in den Bedingungen ausgleichen die privat dann nicht mehr zu finanzieren sind.

Und nun noch zu der oben angesprochenen Frage warum es kein “Kollege” ist:

…zumindest keiner im eigentlichen Sinne.  Trotz der Zulassung als Versicherungsmakler (kann man im Register und im Impressum nachlesen) ist der Betreiber ein Leadportal. Eigene Aussage:

Qualifizierte Neukunden für unabhängige Finanzexperten!

Jetzt können Sie Ihre Umsätze vervielfachen. Wir liefern Ihnen Neukunden aus Ihrem PLZ-Gebiet. Buchen Sie Leads aus unserem vorselektierten Bestand und wählen Sie hierbei aus bis zu 30 verschiedenen Versicherungs- und Finanzsparten.

Es werden Adressen generiert welche an Berater und Finanzdienstleister verkauft werden. Das ist selbst durchaus legitim und keinesfalls verwerflich, denn das Betreiben von Internetportalen kostet natürlich Zeit, Geld und Aufwand.

Bedenklich finde ich nur die Aussagen hier in der Werbung. Da wird mit vermeintlich billiger Absicherung geworben, dazu für ein lebenslanges Produkt und der Berater trifft auf einen Interessenten mit einer völlig falschen Vorstellung.

Angeboten wird dann in dem Formular:

Wir helfen Ihnen dabei, die optimale Private Krankenversicherung zu finden. Vergleichen Sie unverbindlich und individuell Tarife aus bis zu 50 Gesellschaften. Jetzt das Formular ausfüllen:

Ob dann das Angebot von dem Anbieter kommt wage ich zu bezweifeln. Eher wird es so sein das ein Berater, welcher die Adresse teuer gekauft hat (LINK zu den Preisen/ Anbieter), Sie anruft und mit seiner Beratung beginnen will/ wird.

Auch das ist nicht schlimm und legitim, nur sollte dann die Werbung eben auch so sein.

Was Sie also tun sollten:

Bevor Sie sich für eine PKV Entscheiden machen Sie sich Gedanken über die Auswahlkriterien und über die Möglichkeiten und Folgen des entsprechenden Versicherungsschutzes. Sie entscheiden unter Umständen heute ein- und letztmalig über den Gesundheitsschutz des weiteren Lebens.

Und eins… lassen Sie sich Zeit. Fällen sie Entscheidungen zu lang bestehenden Produkten und Lösungen erst nach sorgfältiger Information, Aufklärung und nach fundierten Gesprächen mit Spezialisten.

Weiterführende Informationen:

Leitfaden Private Krankenversicherung

Auswahlkriterien zur PKV

Kriterienfragebogen als ausfüllbare pdf Datei

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22.
Oktober '09

PKV Beratung in 29 Minuten – Teil II


Wie bereits im Blogbeitrag zur PKV Beratung hier geschrieben mache ich wohl vieles falsch. Warum nur dauert meine Beratung zur PKV mehrere Stunden, warum sind viele verschiedene Termine nötig und warum müssen meine Kunden vorher den Kriterienfragebogen und Gesundheitsfragebogen ausfüllen?

Klar, weil man nur dann festlegen kann was man versichern möchte, welche Ansprüche gestellt werden und wie diese erfüllt werden. “Nebenbei ist es noch nicht ganz unwichtig zu wissen, ob überhaupt eine Versicherung möglich ist. Was alles anzugeben ist bei den Gesundheitsfragen schrieb ich in meinem Beitrag “Gesundheitsfragen – was muss ich alles angeben?“.

Wie bereits geschrieben war die Beratung zur Privaten Krankenversicherung in diesem speziellen Fall nicht gerade hilfreich. In den angekündigten 29 Minuten und 10 Sekunden wurden auch noch die Gesundheitsfragen beantwortet. Fragen nach einer Allergie, welche ich seit Jahren habe, wurden mit der Antwort “können Sie weglassen, ist nicht so schlimm beantwortet. Dazu kamen Fragen nach mehrmaliger Einnahme von Asperin, wegen öfter mal auftretender Kopfschmerzen. Diese wurden nicht durch einen Arzt untersucht, sondern durch Einnahme einer Tablette kuriert. Auch hier hieß es salopp “das wäre nicht so wichtig”.

Einem anderen meiner Kunden wurde von der gleichen Beraterin, welche im Übrigen “Diplom Gesundheitswirtin” ist (suchen Sie mal im Internet was das ist), gesagt das er sein Gewicht ruhig ein bisschen reduzieren kann, denn schließlich schwankt das ja meist und man muss das nicht so genau angeben.

Auch Fragen nach Metall im Körper (nach einer Operation) wurden als “nicht relevant” abgetan. Dabei sind diese Angaben schlichtweg “lebensnotwendig” da die Folgen recht unangenehm sind. Der Versicherer nutzt dieses berechtigter Weise als Rücktrittsmöglichkeit.

Ergebnis: Der Kunde steht ohne Versicherungsschutz dar bzw. kommt im schlechtesten Fall nur noch in den Basistarif bei einem anderen Unternehmen. Wie ein Berater so “beraten” kann ist mir unklar. Natürlich verdient er mit dem Abschluss Geld- ich übrigens auch- aber wie dieses so, in nicht mal einer halben Stunde gehen soll- ich versteh es nicht.

Heute sind die Antrags-/ Vertragsunterlagen angekommen…

Hm, schon erstaunlich. Eine gesetzlich vorgeschriebene Erstinformation gibt es nicht. Auf der Visitenkarte sind fast keine Informationen, geschweige denn wird dort der Status oder ähnliches genannt. Ich werde berichten wie es weiter geht. Nach zwei Telefonaten werden wir mal sehen was die zuständigen Aufsichtsbehörden dazu antworten.

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