Artikel mit ‘Unisex’ getagged

04.
Mai '15

AXA Krankenversicherung mit Beitragsgarantie in der UnisexWelt teilweise bis 2017


Es wird immer früher, wir werden wohl noch Jahre erleben in denen die Beitragsgarantien für die private Krankenversicherung bereits im Januar angekündigt werden. Der Versicherer meint er müsste der schnellste, erste und beste sein und verkünden wie stabil sein Beiträge sind.

Wann werden Beiträge angepasst?

Die Beitragsanpassungen der privaten Krankenversicherung hat mehrere Gründe. Zum einen leben die Menschen länger, was zu einer längeren Leistungspflicht des Krankenversicherers führen kann und dementsprechend zu höheren Kosten. Zum anderen gibt es im Gesundheitswesen durchaus steigende Kosten, Elche sich in höheren Beiträgen bemerkbar machen können.

Axa BAP

Beitragsgarantie bis 2017

Und so haben wir mit der AXA Krankenversicherung einen der ersten Krankenversicherer, welche freudig verkünden dass ein Großteil ihrer Tarife in der UnisexWelt beitragsstabil bis zum Jahr 2017 bleiben, das bedeutet konkret das es zum 1. Januar 2016 keine Beitragserhöhung geben wird. Liest man die Beitragsgarantie etwas genauer, so steht dort:

Wir garantieren Ihnen, dass die Neugeschäftsbeiträge in der Unisex-Tarifwelt von AXA Krankenversicherung, bis auf ganz wenige Ausnahmen, vor dem 01.01.2017 nicht erhöht werden.*

* Ausgenommen von der Beitragsgarantie sind die Tarife Vital 900-U (nur Erwachsene), EG080-U und ARL-U (jeweils nur Kinder und Jugendliche). Zu den Tarifen Pflege- vorsorge Flex-U und GEPV, sowie zum Basistarif, können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden.

Und jetzt lesen wir nochmal die einzelnen Worte und stellen fest, es geht um das Neugeschäft, nicht in den Bestandskunden. Weiterhin geht es um eine Beitragsstabilität bis 2017, die Garantie sagt also aus es gibt die nächste Anpassung der Beiträge frühestens am 1.1.2017. Ich persönlich würde von einer Garantie für das Jahr 2016 sprechen, aber das System der Unterschied zum Marketing.

Was bringt diese Beitragsgarantie?

Ganz vereinfacht würde ich behaupten nichts. Natürlich ist es für den Neukunden, welche sich heute in den Unisextarifen der AXA versichert nicht schlecht zu wissen, dass er nicht gleich am nächsten Jahresanfang mit einer Beitragserhöhung rechnen muss. Ansonsten ist mit solchen Aussagen leider wenig anzufangen, da es eben weder den Bestand betrifft (der Kunde der sich also heute versichert, ist am 1.1.2016 Bestandskunde, was bedeutet der Bestand könnte eine Anpassung bekommen) noch dieses eine verbindliche Aussage für die Zukunft sein kann. Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung sind schlichtweg notwendig um die Leistungsfähigkeit des Versicherers zu erhalten und sich ansteigende Kosten und längere Lebenserwartung anzupassen.

Ist solch eine Garantie eine Entscheidung für einen Versicherer?

Ganz sicher nicht, denn die Beitragsanpassungen ist eine Momentaufnahme. Auch wenn ein Versicherer Ihnen heute garantiert dass sich die Neugeschäftsbeiträge die nächsten beiden Jahre nicht verändern, was haben Sie davon? Bei der Auswahl des passenden Tarifes zu privaten Krankenversicherung geht es vielmehr um das gewünschte Leistungsniveau, welches abgesichert werden soll und darum, diese Absicherung möglichst optimal auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Natürlich gehört dabei die Qualität der Gesellschaft, Bilanzkennzahlen und sonstige Informationen über die bisherige Beitragsentwicklung zur notwendigen Information, liefern aber keinen berechtigten Anhaltspunkt für oder gegen eine Gesellschaft.

07.
Mai '13

Central.privat – die neue Vollversicherung – so besonders wie angekündigt?


Die Central Krankenversicherung, in der Vergangenheit eher negativ in der Berichterstattung vertreten durch überdurchschnittliche Beitragsanpassungen, Veränderungen in der Tarifwelt und eigenwilliger Auslegung von Aussagen in den Bedingungen, diese verkauft nun wieder Vollversicherungstarife in der Unisexwelt, welche auf den Namen „centra.privat“ hören.

Eine grundlegende Änderung fällt sofort auf. Entgegen der bisherigen Tarife, welche mit absoluten Selbstbeteiligungen ausgestattet waren, welche bei der letzten Anpassung mit erhöht wurden und wie bei allen Gesellschaften auch mit angepasst werden können, setzten die neuen Tarife auf prozentuale Eigenbeteiligungen. Das verhindert eine sofortige und ggf. hohe Belastung, denn es sind z. Bsp. nit 750 EUR Eigenanteil bei der ersten Rechnung zu zahlen, sondern nur 10, 20 oder 30%, welche dann auf einen Maximalbetrag von 750, 1.500 oder 3.000 EUR gedeckelt sind.

(c) Website Central.de

(c) Website Central.de

Die Eigenbeteiligung gilt dabei für alle Bereiche, Krankenhaus, Arzt oder Zahnarzt, wobei bei letztem die maximalen Anteile die der Kunde selbst tragen muss, nicht nach oben gedeckelt sind.

Welche besonderen Leistungen sind es denn?

Die „Werbung“ spricht von „Besonderen Highlights für Kinder und Jugendliche“. Dabei handelt es sich um zusätzliche Leistungen, welche hier erbracht werden sollen.

Zusätzliche Leistungen für Kinder und Jugendliche bis Alter 20 Bis zu 25.000 € bei Eintritt einer schweren Erkrankung, schweren Unfallfolge oder Pflegebedürftigkeit, z.B. für besondere Therapieformen (wie Delfintherapie und Reittherapie) oder behindertengerechter Umbau der Wohnung.

Darüber kann man nun geteilter Meinung sein. Klar ist es im Fall der Fälle nett, Geld „on top“ zu haben um weitere Kosten zu zahlen, dieses ist aber sicher kein Grund der Tarifentscheidung, da die Leistungen auch über andere Leistungsträger abgedeckt werden können. (mehr …)

06.
Mai '13

Kindernachversicherung in Bisextarifen oder doch in Unisex? Die Allianz stellt (für ihre Tarife) klar


Die Kindernachversicherung in der privaten Krankenversicherung ist ein nicht unwichtiger Punkt in der privaten Krankenversicherung, sichert er doch die Nachversicherung des Kindes, auch wenn dieses zum Zeitpunkt der Geburt bzw. Antragstellung nicht gesund ist oder mit Behinderungen geboren wurde.

Wie funktioniert die Kindernachversicherung?

Die Regelungen hierzu finden sich in den Musterbedingungen der Privaten Krankenversicherung, den MB/KK.  Die entsprechende Regelung findet sich hierzu im §2, Pkt. 2 der MBKK, denn dort heisst es:

(2) Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

Wer sich also an die „Kriterien“ hält und sein neugeborenes Kind rechtzeitig anmeldet, der kann dieses in den gleichen, oder aber allen nicht besseren Tarifen des Versicherers ohne eine Risikoprüfung versichern. Das sichert in jedem Fall den Versicherungsschutz, ungeachtet des Zustandes des Neugeborenen, eine Ablehnung ist daher ausgeschlossen.

Welche Tarife/ Tarifgenerationen existieren denn überhaupt?

Derzeit können die Eltern des Kindes in unterschiedlichen Tarifgenerationen versichert sein. Wurde der Vertrag vor 2009 abgeschlossen, (mehr …)

27.
Februar '13

Ein „Pokal“ für die Gothaer Krankenversicherung – Umsetzung der Mindestkriterien auch für die Bestandskunden


UPDATE: (Ich habe mal einige Aussagen noch ergänzt, alles in kursiv“) Weitere Interpretation erübrigt sich damit meines Erachtens und nun wieder zurück zum Tagesgeschäft. Hierzu hier die Pressemitteilung der Gothaer.

In der Vergangenheit waren die Gothaer Krankenversicherung und ich nicht immer die besten „Freunde“. Da gab es die „berühmte“ Hilfsmittelgarantie die in meinem Blog zuerst kritisiert wurde und dann wie ein Lauffeuer durch die Branche ging. Doch Versicherer sind lernfähig und die Gothaer hatte danach bereits reagiert. Das es hier aber tatsächlich Veränderungen und ein Umdenken im Konzern gibt und die Gothaer sich verändern und verbessern möchte, das zeigt ein aktuelles Beispiel.

Die so genannten Mindestkriterien, eine Empfehlung des PKV Verbandes, die zu einem (Mindest-) Leistungsumfang in der Privaten Krankenversicherung führen, werden von den meisten Unternehmen umgesetzt. Nicht nur ich schreibe und spreche von den Mindestkriterien, auch die Gesellschaften tun das. Das Druckstück des PKV Verbandes liegt mir vor. Jedoch muss klar sein, das es eine Empfehlung und keine verbindliche Anforderung an die Unternehmen ist, das stünde dem PKV Verband im Übrigen auch nicht zu. Während es die Hanse Merkur nicht wirklich schafft die Kriterien umzusetzen, geht die Gothaer noch einen Schritt weiter als andere Unternehmen. Als erstes und derzeit einziges Unternehmen genießen nicht nur die Neukunden in den neuen Unisextarifen die Vorteile der Mindestkriterien, sondern auch für den Bestandskunden wurde eine Lösung geschaffen. In einer mir vorliegenden Mail teilte die Gothaer Krankenversicherung mit, wie dieses umgesetzt wird.

Wie funktioniert die Umsetzung?

Es wird ein Zusatzbaustein geschaffen, welcher den Namen MediMPlus trägt. Dieser Tarifbaustein stockt die Leistungen für Kunden der Uni- und Bisextarife MediVita und Medi Start auf. So heißt es weiter:

Folgend noch einige Rahmendaten zur anstehenden Produkteinführung:

– frühster Versicherungsbeginn: 1. April 2013

– Policierbarkeit ab 1. Juli 2013

Leistungsumfang: PKV-Mindestleistungen (offener Hilfsmittelkatalog, 50 Sitzungen amb. Psychotherapie, Suchtentwöhnung; darüber hinaus Hospizversorgung und Palliativleistungen)

– Tarifbaustein ist Unisex – Kombinationsmöglichkeit auch mit Bisex-Tarifen MediVita und MediStart möglich

Welche Leistungen sind versichert?

Der Tarifbaustein wertet somit die Leistungen der bestehenden Tarife auf und ermöglicht ohne Veränderung des alten Tarifs eine Erhöhung der Leistungen. In den Versicherungsbedingungen sind die Leistungen dann auch detailliert beschrieben und es sind folgende Bereiche Bestandteile des Versicherungsschutzes:

Psychotherapie: 70% der 21.- 50. Sitzung (die ersten 20 Sitzungen kommen aus dem Grundvertrag). Voraussetzung ist jedoch eine vorherige schriftliche Leistungszusage vor Beginn der Behandlung

Entziehungs-/ Entwöhnungsbehandlungen: 80% für eine 2. und 3. stationäre Entziehungsmaßnahme, dabei wie üblich nur die allgemeinen Krankenhausleistungen, weiterhin 80% für drei ambulante Entziehungsmaßnahmen. Dabei ist jedoch eine Begrenzung auf die Regelhöchstsätze (2,3fach) der Gebührenordnung vorhanden, das hätte man durchaus etwas „großzügiger“ lösen können. Wie auch bei anderen Unternehmen üblich, ist hier vorher eine schriftliche Zusage erforderlich, um die Erfolgsaussichten zu prüfen.

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25.
Februar '13

„Lohnt“ die Umstellung von Bestandskunden in die neuen Unisextarife


Nun sind schon fast 8 Wochen seit Einführung der neuen Unisextarife vergangen und immer mehr Bestandskunden stellen sich die Frage nach einem Wechsel. Obwohl in den meisten Fällen die Gesellschaften die Mindestkriterien des PKV Verbandes umgesetzt und somit die Leistungen verbessert haben, gibt es auch welche wo mehr drauf steht als drin ist. Bereits im Beitrag zu der Hanse Merkur und der Erfüllungen der Mindestkriterien habe ich dieses beschrieben.

Die Mindestkriterien stellen daher bei dem Großteil der Versicherten eine Verbesserung gegenüber dem derzeitigen Schutz dar und werden im Neugeschäft, also der Unisexwelt eingeführt. Im Bestand passiert das nicht, zumindest ist derzeit kein Unternehmen bekannt, aber vielleicht findet sich ja noch ein Versicherer. Grund warum es nicht alle machen ist einfach, denn die Leistungserweiterungen durch die Mindestkriterien kosten Geld und eine solche Verbesserung ist nicht ohne weiteres prämienneutral umzusetzen.

Doch auch der Versicherte im Bestand kann, wenn er dieses möchte, eine Umstellung verlangen. Ob und in welchem Umfang hierzu eine neue Risikoprüfung anfällt, das handhaben die Gesellschaften unterschiedlich. Bei den Kindertarifen des Deutschen Rings (Esprit) sind die verbesserten Leistungen durch die Umsetzung der Kriterien sogar günstiger als der Bestandstarif. Diese Umstellung kann hier beantragt werden, für die Mehrleistungen gelten aber Wartezeiten gemäß den Bedingungen.

Günstigere Prämien in der neuen Tarifwelt wird aber eher die Ausnahme sein. Der Grund sind nicht nur verbesserte Leistungen, sondern auch die Kalkulation von geschlechterneutralen Beiträgen (Unisex) und die Senkung der Mindestverzinsung. Die Hallesche, einer der wenigen die nicht auf 2,75% sondern (sicherheitshalber) gleich auf 2,5% gesenkt haben, berechnet für die Bestandskunden auf Wunsch auch die Umstellung in die Tarife der neuen Welt. An meinem eigenen Vertrag hier mal ein Beispiel. Zu beachtet ist hierzu noch, das der Tarif seit 1998 besteht und daher nicht nur ein deutlich geringeres Eintrittsalter hatte, aber auch mit den alten Bisexzinsen von 3,5% berechnet ist.

Der Baustein des KT 15 (Krankengeld ab dem 15. Tag einer Arbeitsunfähigkeit) besteht nur in der alten Tarifwelt und wird auch später nicht in der Unisexwelt angeboten. Somit kann dieser auch nicht umgestellt werden. Die Komponente zur Beitragsentlastung bei der Halleschen (Tarif Mbz flex) steht auch erst Mitte des Jahres als neuer Tarif zur Verfügung und kann daher bei neuen Anträgen nicht abgeschlossen werden derzeit.

Bei dem Tarif NK für Kinder sieht man einen leichten Beitragsanstieg von 8 EUR monatlich, dieses kann sich jedoch dennoch lohnen. (mehr …)