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21.
Dezember '17

Termine und Fristen zum Jahresende – freie Beratungszeiten und ein kurzes Fazit


So, nun ist es wieder soweit. Die letzten Tage vor Heiligabend und nur noch wenige Tage bis Silvester und damit dem Ende des alten Jahres. Auch in diesem Jahr ist es nicht anders, das kennt jeder aus anderen Branchen genau so. Anfragen, Tarifumstellungen oder Neuanträge sollen irgendwie noch bis zum Jahresende erledigt werden, auch wenn dieses in vielen Fällen recht unmöglich oder unwahrscheinlich erscheint. Daher möchte ich die Gelegenheit nutzen um einige wichtige Daten und Abläufe hier kurz zusammenzufassen und für einige Situationen und Anliegen Hinweise zu geben.

Muss ich jetzt schnell entscheiden oder geht das in 2018 auch noch?

Generell gilt, Sie müssen gar nichts. Wer nun meint schnell eine Entscheidung für oder gegen eine Absicherung bei Berufsunfähigkeit oder einen Schutz in der privaten Kranken(zusatz)Versicherung treffen zu wollen, den muss ich leider enttäuschen. Es ist illusorisch jetzt noch anzufangen und ohne bisherige Vorarbeit oder Tarifauswahl noch einen Antrag stellen zu wollen. Jedes Jahr auf’s neue überlege ich, zwischen den Tagen einmal „frei“ zu machen, tue es dann aber aufgrund eigener Fristsachen doch nicht. Dennoch möchte ich Ihnen den guten Rat geben, falls noch nicht final entschieden und damit alle Vorarbeit geleistet, machen Sie es im nächsten Jahr, ganz in Ruhe. Entscheidungen sollten gut überlegt, durchdacht und begründet sein.

Hier einige Lesetips:

Ich habe eine Beitragserhöhung bekommen, was muss ich bis wann tun?

Wenn die Gesellschaft Ihren Tarif angepasst hat und Sie über einen Tarifwechsel innerhalb der eigenen Gesellschaft nachdenken (was immer erst eine Option ist), dann können Sie auch im Januar oder zu einem anderen Termin in 2ß18 noch problemlos wechseln. Dazu ist es nicht nötig jetzt etwas zu überstürzen. Zudem sind die Gesellschaften jetzt zwischen den Tagen so überlastet, das es sinnvoll nicht möglich ist eine Berechnung für Umstellungen zu bekommen. Daher… lassen Sie es bleiben und genießen Sie die Weihnachtstage und den Start in das neue Jahr. Danach schauen Sie sich ganz in Ruhe einmal den Kriterienfragebogen an und überlegen dann, welche Leistungen Ihnen wie wichtig sind. Mit Hilfe dieser Daten lässt sich eine entsprechende Tarifumstellung planen und überlegen, ganz ohne Zeitdruck und Stress.

Auch in dem Artikel

Wenn Sie jedoch zu einem anderen Versicherer wechseln möchten oder „müssen“, dann ist es nun schon nahezu zu spät. Eine Beratung heute neu zu beginnen und alles noch fristgerecht schaffen zu können ist nahezu unmöglich. Durch die Beitragsanpassung ist ein Sonderkündigungsrecht vorhanden, hier ist also eine Beendigung des alten Vertrages noch möglich, bis Jahresende zumindest.

Grundlage ist hier der Paragraph 205 des VVG:

(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

Aber Achtung. Die Versicherung muss den Nachweis ggf. erbringen, wann Ihnen die Beitragsanpassung zugegangen ist. Schreibt diese zum Beispiel nur „im November“ auf Ihre Schreiben, so besteht ein Kündigungsrecht ggf. auch noch länger. Denn ein Zugang wäre auch am 30.11. oder gar 1.12. noch möglich und es sind von da an zwei Monate Zeit.

ABER: Eine Kündigung wird nur wirksam, wenn der neue Versicherer rechtzeitig angenommen hat und eine entsprechende Folgeversicherungsbestätigung ausgestellt hat.

(6) Abweichend von den Absätzen 1 bis 5 kann der Versicherungsnehmer eine Versicherung, die eine Pflicht aus § 193 Abs. 3 Satz 1 erfüllt, nur dann kündigen, wenn er bei einem anderen Versicherer für die versicherte Person einen neuen Vertrag abschließt, der dieser Pflicht genügt. Die Kündigung wird nur wirksam, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigungserklärung nachweist, dass die versicherte Person bei einem neuen Versicherer ohne Unterbrechung versichert ist; liegt der Termin, zu dem die Kündigung ausgesprochen wurde, mehr als zwei Monate nach der Kündigungserklärung, muss der Nachweis bis zu diesem Termin erbracht werden.

Nun gibt es Fälle, wo jemand seine Anpassung bzw. das Schreiben nicht bekommen hat, es bei der Post verloren ging oder sonst eine solche Info nicht zugestellt wurde. Diese Menschen bekommen es dann erst mit, wenn im Januar ein höherer Beitrag ab gebucht wurde. Was dann zu tun ist und wie und wo sich die Fristen dann verlängern, das lesen Sie hier:

Meine Krankenkasse lässt mich nicht raus, weil die 18 Monate nicht erfüllt sind

Das ist das nächste Problem, die Bindungsfrist in der GKV. Einige gesetzliche Krankenkassen legen das Gesetz gern so aus, wie es ihnen gerade in den Kram passt. Da wird schnell einmal behauptet „Sie können nicht kündigen, weil Sie ja noch keine 18 Monate versichert sind.“ Das ist leider totaler Unsinn. Auch wenn die Kassen das gern meinen, eine Bildungsfrist gibt es beim Wechsel in die PKV nicht. Was Sie nun tun können, lesen Sie hier:

Anders sieht es bei Wahltarifen aus, diese sind nicht immer so ohne weiteres kündbar, auch nicht bei einem PKV Wechsel.

Gibt es sonst Fristen zu beachten?

Wichtig ist in dem Zusammenhang noch eins. Denken Sie in jedem Fall, auch falls Sie schon einen Antrag gestellt haben, an die Übersendung des Nachweises zur Vorversicherung an die Krankenkasse oder den letzten Versicherer. Nur dann wird eine Kündigung wirksam. In der Absicherung bei Berufsunfähigkeit gilt hier zudem ein neues Eintrittsalter im Jahr 2018, bis auf wenige Ausnahmen. Einige wenige Versicherer haben die 6-Monatsregel, was nichts anderes bedeutet, als das Sie 6 Monate vor und nach Ihrem Geburtstag das gleiche Alter haben. Wer also im August geboren ist, hat noch bis Februar zeit das Alter „2017“ zu nutzen.

Frohe und ruhige Weihnachten

Auch in diesem Jahr einen ganz großen Dank. Dank insbesondere an großartige Kunden und Interessenten, Leser des Blogs und alle Kollegen. Es ist mir eine riesige Freude in der Beratung zu erklären und auch durchaus dem oder der einen oder anderen abzusagen und den Rat zu geben, nichts zu tun oder da zu bleiben wo man ist.

Nicht alle die in eine PKV könn(t)en müssen und gehören auch dahin. Anscheinend liege ich mit meiner Beratung nicht so falsch, wie Sie unter den aktuellen Referenzen hier gern nachlesen können.

KUNDENREFERENZEN

Ihnen und Ihren lieben wünsche ich nun eine wunderbare besinnliche Zeit. Ich werde vom 27. bis voraussichtlich 29. oder 30. Dezember auch erreichbar sein, wenn Sie also Fragen haben, fragen Sie gern! Sonst lassen Sie sich aber nicht hetzen und schon gar nicht überreden. Überzeugen und hinter einer Entscheidung stehen ja, Verkaufsdruck und ein „Sie müssen aber unbedingt heute“ sind eher die falschen Ratgeber.

Ihnen alles Gute für ein tolles Jahr 2018 und wir lesen, sehen oder hören und dann.

Ihr Sven Hennig

02.
Dezember '15

Und, bin ich jetzt zu spät oder wie komme ich noch „ein Jahr jünger“ in die PKV, BU oder sichere mir bis zu 10% mehr Ertrag bei der Vorsorge?


Manchmal ist es schon nicht so einfach. Bereits vor Wochen schrieb ich einen Beitrag zu der Frage, welche Folgen ein verspäteter Abschluss in der Berufsunfähigkeitsversicherung hat und wie Sie schnell und ohne großen Aufwand mehr als 4.500€ an Beiträgen sparen können. Der Schlüssel zum Erfolg war ist das Eintrittsalter, denn dieses ist nicht abhängig davon wann Sie wirklich geboren sind, sondern davon in welchem Kalenderjahr der Vertrag beginnt. Wer also im kommenden Jahr 30 wird, der ist (auch wenn er erst am 31.12.2016 die 30 erreicht) bereits ab dem 1. Januar 2016 genau so alt, wie er in dem Jahr wird.

Grundsätzlich ist dagegen ja auch nichts einzuwenden, würde nicht das um ein Jahr erhöhte Eintrittsalter bei der Beantragung der Versicherung zu deutlich höheren Prämien führen, welche sich einfach vermeiden lassen. All das ändert aber nichts daran, dass die Auswahl des Produktes, des Versicherers und des richtigen und individuell passenden Tarifs elementar wichtig ist und auch nicht zu einem überstürzen Abschluss führen sollte.

Auch wenn das Jahresende keinesfalls überraschend kommt- Sie werden es kaum glauben, aber es kommt immer und immer wieder- so arbeiten (und entscheiden) Menschen oftmals Fragen zum Versicherungsschutz erst wenn es zu spät ist, oder wenn der nötige Druck da ist. Exemplarisch eine Antwort eines meiner Interessenten auf eine SMS von mir.

SMS_ EntscheidungFür den einen ist lange hin- und her überlegen die richtige Wahl, andere brauchen eine „Deadline“ um sich entscheiden zu müssen/ können. Eine generelle Lösung gibt es hierfür auch nicht und nur weil eine Frist abläuft sollte man auch keinen Abschluss tätigen, das ist ganz sicher der falsche Weg. Eine Entscheidung der so wichtigen Absicherung gegen die Folgen des Verlustes der Arbeitskraft hingegen, die sollte auch nicht immer und immer wieder aufgeschoben werden. Warum ist schnell und einfach gesagt. Das Eintrittsalter ist der eine Punkt, die Frage nach dem Gesundheitszustand die andere. Und ja…

„Ich war die letzten Jahre nicht krank, warum sollte es gerade jetzt passieren?

ist auch so eine typische Antwort, mit der Sie sich selbst gut einreden können eine Entscheidung nicht oder noch nicht treffen zu müssen. Ist ja auch schön bequem, so ist man selbst „nicht schuld“ wenn was schief läuft und kann das eigene Gewissen beruhigen. Solange Sie ledig sind und keine Verpflichtungen haben, so lange mag das auch noch gehen. Sie werden berufsunfähig und dann zum Sozialfall? So what, ist ja keiner der zu versorgen ist. Kritischer und auch unverantwortlich wird es aber dann, wenn Frau/ Mann/ Partner(in) zu versorgen sind oder Kinder geboren werden. Jetzt und spätestens jetzt ist eine umfangreiche Absicherung nötig und unumgänglich.

Auch davor war diese für den Fall der BU schon wichtig. Warum? Weil es nur bedingt schön ist als Sozialfall zu enden und auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein? Weil es ein selbstbestimmtes Leben erst dann ermöglicht, wenn auch die Mittel dazu da sind. Selbst wenn die Sozialhilfe (Hartz IV) gerade so ausreicht um die laufenden Kosten zu decken, Geld für eine Altersvorsorge bleibt hier sicher keines mehr übrig. Das hat dann aber zur Folge, das auch mit Beginn des Rentenalters keine Leistungen da sind und nur die Mindestrente, also die so genannte Grundsicherung vorhanden ist. Wollen Sie genau das?

Eine Absicherung für den Fall der Berufsunfähigkeit kann dieses Problem lösen, ist aber auch keine Garantie. Natürlich ist es so, das der Versicherer nur dann zahlt wenn er es muss. Daher sind die Auswahl des richtigen Versicherers und die Beantwortung der Gesundheitsfragen von entscheidender Bedeutung und das braucht Zeit.

Erfolgt der Abschluss nun zum 1.12., so gilt das Eintrittsalter 2015, erfolgt der Abschluss erst zum 1.1., so sind Sie ein Jahr älter.

Aber der 1. Dezember war doch schon?

Richtig, den Termin haben Sie nun mal verpasst. Je nach Versicherungssparte gibt es aber derzeit noch Möglichkeiten ein Eintrittsalter 2015 zu sichern, das geht aber eben nicht ewig und ist ggf. mit Kosten verbunden. Daher schauen wir einmal in die unterschiedlichen Bereiche:

Berufsunfähigkeitsabsicherung

In der BU Absicherung gibt es- je nach Gesellschaft- unterschiedliche Fristen die zu beachten sind. So ist es bei vielen Unternehmen durchaus noch möglich, einen Antrag auf den 1.12. zurück zu datieren.Der Vorteil liegt in einem deutlich geringeren Monatsbeitrag, da das Alter ein Jahr geringer ist. Aber: Sie zahlen natürlich für einen Versicherungsschutz rückwirkend, wo keine Leistung eingetreten sein kann. Daher ist ein solcher Abschluss oft begrenzt. Bei vielen Unternehmen ist dieses bis zum 15. Dezember möglich, einige andere lassen auch bis Jahresende eine Rückdatierung zu. So müssen Sie 1-31 Tage Beitrag für einen Schutz zahlen, den Sie gar nicht mehr haben können, dennoch ist dieses oft sinnvoll, da schon die Beitragsersparnis im ersten Versicherungsjahr einen solchen Mehrbeitrag ausgleicht.

Haben Sie noch einen bestehenden Versicherungsschutz und passt dieser nicht mehr, so muss dieser natürlich noch gekündigt werden. Wie Sie eine unpassende Berufsunfähigkeitsversicherung beenden können, habe ich bereits in meinem Beitrag geschrieben –> KLICK!. Ob das nötig ist, oder der bestehende Vertrag auch einfach angepasst und umgestellt werden kann, das lässt sich nicht pauschal beantworten und erfordert weitere Beratung. Dazu sollten Sie einmal den Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung lesen, sich die –> Auswahlkriterien anschauen und dann den –> Fragebogen zur BU ausfüllen. Auch prüfen Sie bitte unbedingt die höhe der versicherten Rente, denn eine zu kleine BU Rente sichert Ihnen auch gleich den Bezug von Hart IV, dann können Sie von den Beiträgen lieber gleich jeden Monat schön essen gehen, also: Richtige Rente oder gar nicht!

BU Leitfaden BU Kriterienfr

Merke: Ein fehlender (oder falscher) BU Schutz kostet nicht nur die finanzielle Existenz im BU Fall, sondern „sichert“ damit auch in den meisten Fällen die Altersarmut, denn Beiträge in die gesetzliche oder private Altersvorsorge können dann nicht mehr aufgebracht werden.

Private Krankenversicherung 

Wer au der gesetzlichen (oder einer anderen privaten) Krankenversicherung in die PKV wechseln möchte (oder muss), für den gibt es noch einiges mehr zu beachten. Hier sind die Kriterien für einen Wechsel zudem weitaus umfangreicher und müssen nochmals mehr bedacht werden. Neben der gewünschten Absicherung, welche Sie (mehr …)

23.
Dezember '09

Termine zur Antragstellung


Wieder ist fast ein Jahr vorbei und wieder ist es wie in jedem Jahr. Um Sachen die schon länger liegen will man sich noch „schnell“ kümmern. So auch bei vielen der Wechsel der Privaten Krankenversicherung bzw. aus der Gesetzlichen in die Private Krankenversicherung. Hier hatte ich bereits einiges dazu im Blog geschrieben.

Dabei muss unterschieden werden woher man kommt.

Besteht ein Privater Vollkostentarif und soll dieser wegen Beitragserhöhung gewechselt werden, so ist dieses nur dann möglich, wenn am Stichtag (31.12.) nicht nur die Kündigung vorliegt, sondern auch ein Nachweis der Folgeversicherung. Ist dieses nicht so, so besteht der Vertrag weiter fort.

Bestand bisher ein GKV Schutz, so ist auch hier der gleiche Nachweis bis zum 31. 12. vorzulegen. Hier jedoch ist das „Problem“ nicht so gravierend. Merken Sie das es nicht klappt, so kündigen Sie einfach Ihre GKV nochmals, zum nächstmöglichen Termin. Dann können Sie zum 01. 03. in die PKV wechseln.

Um der Gesellschaft aber noch eine Bearbeitung zu ermöglichen, müssen die Unterlagen (Antrag, alle medizinischen Unterlagen) bis spätestens 28. 12. um 12 Uhr vorliegen. Für alles was später kommt wird man Ihnen keine Abwicklung in 2009 mehr garantieren können.

Dennoch sollten Sie sich selbst keinen Druck machen. Wenn es nicht zu schaffen ist oder Sie ein schlechtes Gefühl dabei haben, so bleiben Sie vorerst da wo Sie sind und kümmern sich nächstes Jahr um einen Wechsel.

Weiterführende Informationen:

Auswahlkriterien zur PKV

Leitfaden zur PKV