Artikel mit ‘Tarifeinführung’ getagged

27.
Juni '17

ottonova – Ein Blick in die Bedingungen von First- und BusinessClass PKV (Teil II)


Nachdem ich mir vor Kurzem gerade die grundlegende Struktur und die Besonderheiten des neuen, privaten Krankenversicherers ottonova angeschaut habe, (den ersten Artikel zu ottonova und den NoGo’s gibt’s hier) geht es heute deutlich detaillierter in die Versicherungsbedingungen, Leistungen der Tarife und eventuelle Lücken und Probleme. Auch werde ich in diesem Beitrag etwas zur Prämienhöhe, der Einordnung in den derzeitigen Versicherungsmarkt und den Zusatzbausteinen zur ottonova Krankenversicherung schreiben.

ottonova – das Tarifwerk zur Krankenversicherung

Der neugegründete private Krankenversicherer bietet ausschließlich zwei Tarife an, diese tragen die Namen FIRST-CLASS und BUSINESS-CLASS. Einen Einstiegstarif, also eine Economy, gibt es augenscheinlich nicht. Jedes Tarifwerk existiert zudem in zwei verschiedenen Stufen, welche sich in der Höhe der Selbstbeteiligung unterscheiden.

Dabei bedeutet eine „1“ in der Tarifstufe, dass diese eine Selbstbeteiligung von 10 %, maximal 500 € pro Versicherungsjahr enthält, eine „2“ sagt uns, die Selbstbeteiligung beträgt 25 %, maximal 1.250 € pro Versicherungsjahr. In der Summe stehen dem Kunden somit vier unterschiedliche Tarifvariationen zur Verfügung.

Im Detail sieht das dann so aus, wie oben im Schaubild dargestellt. Wer sich also für einen Versicherungsschutz bei dem neu gegründeten Krankenversicherer entscheidet, muss sich zunächst einmal für ein Leistungspaket und eine Selbstbeteiligungsstufe entscheiden. Wie wir jedoch gleich sehen werden, ist an diesem Versicherungsschutz tatsächlich wenig „First Class“, betrachtet man insbesondere die Leistungsaussagen und die Regelungen in den Versicherungsbedingungen. Zudem: Ein Wechsel zwischen den Leistungsstufen oder ein Optionsrecht ist nicht vorgesehen. Natürlich kann der Versicherte seine Leistungen reduzieren, die SB erhöhen, aber eben nicht verbessern/reduzieren (der SB).

Aber es muss auch nicht für jeden der „top“ Versicherungsschutz sein, wer die Einschränkungen bei den Auswahlkriterien zur privaten Krankenversicherung kennt und akzeptiert, der kann auch durchaus einem schlechteren Versicherungsschutz zufrieden sein.

Zusätzlich zu dem Haupttarif kann ein Baustein zur Beitragsentlastung im Alter gewählt werden. Dieser kann entweder ab dem 64. Lebensjahr oder erst zum 67. Lebensjahr in Anspruch genommen werden. Ab diesem Zeitraum reduziert sich dann (unter Weiterzahlung des Tarifbeitrages) der zu zahlende Krankenversicherungsbeitrag um den versicherten (Reduzierungs-)Betrag. Eine solche Komponente hat durchaus Vorteile, da der heute (mehr) investierte Betrag steuerlich wirksam und arbeitgeberzuschussfähig ist.

Weiterhin existieren für Arbeitnehmer und Selbstständige getrennte Tarife für die Absicherung des Krankentagegeldes. Arbeitnehmer können sich zwischen einer Leistung ab dem 42., 91. und 182. Tag entscheiden, für Selbstständige steht der Tarif nur ab dem 42. Tag zur Verfügung. (mehr dazu gibt es im Teil III dieser Artikelserie in den kommenden Tagen)

Versicherungsbedingungen der ottonova Krankenversicherung

Grundlage dieses Beitrages und meiner Einschätzung sind die Allgemeinen Versicherungsbedingungen und die Tarifbedingungen, Stand 25.6.2017. Die entsprechenden Druckstücke habe ich am Ende dieses Beitrages verlinkt. Beginnen wir mit den Versicherungsbedingungen zur Krankenversicherung, wobei die Allgemeinen Versicherungsbedingungen in der Ausgabe 06/2017 für beide Tarifwerke gelten.

Primärarztmodell in der Business Class

Der wesentliche Unterschied liegt in einem Primärarztmodell, welches zwingend vorschreibt, dass Versicherte der Business Class für die Inanspruchnahme von Fachärzten eine entsprechende Überweisung durch einen Primärarzt oder den ottonova Concierge Service benötigen. Liegt diese nicht vor, so werden die erstattungsfähigen Aufwendungen um 20 % gekürzt.

Schauen wir uns doch zuerst etwas weiter in den allgemeinen Versicherungsbedingungen um. Dabei fallen einige Besonderheiten auf, wie zum Beispiel die Regelung der Kindernachversicherung. Diese ist möglich, falls zum Zeitpunkt der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert (mehr …)

26.
Juni '17

ottonova – neu, digital aber mit vielen Schwachstellen und NoGo’s (Teil I)


ottonova, eine neue digitale Krankenversicherung, eine neue PKV, die anderes sein will und besser. Besser als alles bisher bekannte im Bereich der Privaten Krankenversicherung.

Mehr als eine Versicherung.
Vergiss, was du bisher über Krankenversicherung gedacht hast. Wir sind ein Team von Andersdenkern: Mit Versicherungsexperten, Ärzten, Designern und Entwicklern. Gemeinsam verwirklichen wir unsere Vision von einer besseren Krankenversicherung. Die wirklich einen Unterschied für dein Leben macht. Die 100% an deiner Seite steht. Ja, das hast du schon tausendmal gehört. Warte, was wir daraus machen. Dies ist erst der Anfang.

Grundsätzlich wäre ich selbst der beste Kunde für so ein Projekt, passe in die Zielgruppe, interessiere mich für Digitalisierung und freue mich über jeden Zettel, jeden Brief und jede Bescheinigung die nicht in Papierform bei mir landet. Daher bin ich ein großer Fan von Rechnungs-Apps und nutze meine, also die der Hallesche KV, seit Einführung. Früher kamen Arztrechnungen auf den Stapel, wenn der groß genug war reichte ich die Rechnungen ein und bekam meine Erstattung. Die Zeiten sind lange vorbei. Heute: Rechnung kommt, Handy an, App auf, Foto gemacht, drei Tage später zeigt mir die Konto-App auf dem iPhone die Erstattung der Rechnung.

Digitalisierung kommt, auch oder gerade in der PKV

Das ist natürlich nur ein Weg, ein kleiner Schritt in Richtung Digitalisierung aber einer, den der Kunde und damit ich auch, direkt merke. Auch in der Antragstellung ist Digitalisierung das Ziel um Prozesse zu vereinfachen. Nachdem viele Versicherer nicht mehr zwingend ein Original vom Antrag wollen ist das per Mail, Fax oder elektronisch möglich, ob es rechtlich bei einem lebenslangen Vertrag sinnvoll ist, das steht auf einem anderen Blatt.

Doch noch immer haben Versicherer und damit auch die private Krankenversicherung eher den Ruf behäbig, altmodisch und konservativ zu sein. Nix digital, nix hipp oder fancy. Im Bereich der Verwaltung kommen Fin- und Insurrechs und treten den Versicherern auf die Füße. Gut so, denn das was wir als Makler seit Jahren wollen (schlanke Prozesse, elektronische Unterlagen) kommt nun so nach und nach und nicht ohne Druck der Masse.

Braucht es eine neue Private Krankenversicherung?

Darüber kann man vortrefflich streiten, denn gerade in der privaten Krankenversicherung ist Qualität und eine konservative Ausrichtung nicht unbedingt schlecht. Auf der anderen Seite sind Innovation, neue Tarife und Modelle und generelle Innovationen sicher nicht nur gut für den einen, oftmals verändern diese auch den Markt und die Mitbewerber. Natürlich müssen sich die Versicherer weiter entwickeln, neue Märkte und Chancen erkennen und dennoch ist nicht jeder neue Hype einer, den man auch mitmachen muss.

Schauen wir einmal auf die Homepage und betrachten das, was anders ist, anders sein soll als die normale Private Krankenversicherung. Zunächst einmal ist der Prozess von Antragstellung bis Abrechnung und Abwicklung digital. So zumindest verspricht es der Gründer und sein Team. 40 Millionen Euro wurden dazu eingesammelt, 10 Millionen kamen von der Debeka, welche damit in einen Mitbewerber investiert.

Mitbewerber? Ja, denn bei Ottonova handelt es sich nicht um einen Makler oder Vermittler von Versicherungen, sondern um ein neues Unternehmen, eines welche eigene Tarife und damit eigenen Versicherungsschutz anbietet. Solchen den diese nicht als Vermittler woanders einkaufen, sondern selbst abbilden. Nicht umsonst sind solche Gründungen aufwändig und kostenintensiv, denn es handelt sich um einen lebenslangen Vertrag. Schließt ein heute 25jähriger eine private Krankenversicherung ab, so muss er sich darauf verlassen können, dieses Unternehmen mit den Tarifen auch in den nächsten 50, 60 oder 70 Jahren vorzufinden, denn solange wird er seinen Vertrag unter Umständen behalten wollen.

Was macht ottonova anders?

So, nun vergessen wir mal das Marketing und die Aussagen, und schauen uns die Fakten an. Ottonova will die erste, voll digitale private Krankenversicherung werden. Dazu haben sich ein Arzt, ein Designer und ein Informatiker zusammengetan und wollen die neue, private Krankenversicherung werden. Ein ehrgeiziger Ansatz, in jedem Fall Hut ab vor dem Mut.

ottonova wurde 2015 von Dr. med. Roman Rittweger (Mediziner & MBA), Sebastian Scheerer (Designer) und Frank Birzle (Informatiker) gegründet. Sie kommen aus unterschiedlichen Welten, teilen aber eine gemeinsame Vision: Eine Krankenversicherung zu schaffen, die neue Maßstäbe setzt.

So etwas geht nicht nur mit Versicherungskaufleuten der alten Schule. Darum finden sich bei ottonova neben Versicherungsexperten und Mathematikern auch Programmierer, Ärzte und Designer. Genau dieses außergewöhnliche Team ist es, dass den Nährboden für unsere Innovationskraft schafft. Zusammen verfolgen wir unsere Vision und denken frische, aufregende Gedanken. Das macht einfach Spaß!

Auch ottonova zahlt in den Sicherungsfond der private Krankenversicherung ein, in einen Fonds der die dauerhafte Leistungsfähigkeit und damit die Erfüllung der Leistungen sicherstellen soll. Damit unterscheidet ottonova erstmal rein rechtlich nichts von einem anderen Krankenversicherung, die „digitale“ Krankenversicherung wäre dann eine, wie jede andere auch.

Anders sein soll aber der Prozess, also von Antragstellung bis Abwicklung. Dazu soll es zudem eine App geben, eine App die eine Art „Concierge“ ist, eine Hilfestellung bei Fragen, Hilfe wie die Suche nach einem Arzt und die auch eine Einreichung der Rechnungen zur Erstattung ermöglicht.

OK, eine App mit einem LiveChat haben andere Krankenversicherungen meist noch nicht, eine App zum Rechnungen einreichen mittlerweile viele, ein Servicetelefon mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten nahezu alle.

Was unterscheidet nun ottonova? Auf den ersten Blick nur die App, denn alle anderen Dienstleistungen (mehr …)

15.
Mai '14

Die Bayerische mit neuem „Übergangstarif“ zur Berufsunfähigkeit – einige Worte zu den Bedingungen der „BU PROTECT“


DIE BAYERISCHE, ein Versicherer aus dem Süden der Republik, hat im Januar diesen Jahres Makler eingeladen. Versicherungsmakler die in (ich glaube es waren vier) Workshops an unterschiedlichen Standorten eingeladen waren, die eigenen Wünsche und Gedanken für den „perfekten“ Berufsunfähigkeitsschutz zusammen zu stellen und mit Verantwortlichen des Versicherers zu diskuieren.

Grundsätzlich ein Lob an den Versicherer, diesen Schritt zu gehen und ersthaft Interesse am Markt zu haben um so zu erfahren was die Berater draußen bewegt und welche Problem diese mit den Bedingungen haben. Ich war zunächst auch angemeldet für Berlin, musste dann aber krankheitsbedingt absagen, so das der Workshop ohne mich stattfand. Im Anschluss wurden dann die Ergebnisse als Foto-„Protokolle“ verschickt, alles in allem war ich mehr als zuversichtlich. Einige der Kollegen vertragen die Auffassung, es würde ein „revolutionäres Produkt werden“, andere (mich eingeschlossen) waren da etwas zurückhaltender.

Nun, keine 3 Monate später liegen zumindest die Bedingungen für das- wie es ein Kollege nannte- Übergangsprodukt vor. Das ist noch nicht das wo man hin will, sondern der erste von drei Schritten, welche dann zum 1.6. und 1.1.15 weiter umgesetzt werden sollen.

Warum „ein bisschen“ Änderung?

Änderungen an Versicherungsbedingungen sind ein Prozess, etwas was sicher nicht von heute auf morgen zu machen ist. Da ist nicht nur der Versicherer selbst (schon hier gibt es neben Vertrieb, Produkt, Leistung viele Menschen die mitreden möchten) sondern auch ein eventueller Rückversicherer. Auch der will gerade bei den Bedingungen, der Annahmepolitik und/ oder den Antragsfragen mitreden, denn auch er trägt einen großen Teil des neu eingekauften Risikos.

Warum man aber nun mit einem- wie ich finde- halbfettigen Produkt an den Markt geht, das ist mich persönlich unerklärlich.

Ein Blick in die Bedingungen des Produktes BU PROTECT PRESTIGE

Angeboten wird der neue Tarif BU PROTECT in drei Leistungsstufen.

Bayerische BU Protect

Ich habe mich nur mit dem leistungsfähigsten Baustein, der PRESTIGE Variante, beschäftigt und alle Aussagen beziehen sich auf diesen Tarif. Grundlage ist weiterhin das Bedingungswerk Stand 04/2014 mit der Druckstücknummer 14L07 (im Downloadbereich als pdf verfügbar).

Zunächst einmal hat die Bayerische Sonderleistungen in den Vertrag gelegt, ob man diese nun braucht oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden. Dazu gehören Leistungen bei schwerer Krankheit (eine Art Schwere Krankheiten Vorsorge in der BU), Sonderzahlungen bei BU die durch einen Unfall ausgelöst wurde und, und, und.

Doch schauen wir mal etwas genauer auf die Punkte, welche aus meiner Sicht beachtet werden sollten. Diese sind auch nicht zwingend schlimm, jedoch sollte sich jeder der sich versichern möchte genau klar darüber sein, was er da eigentlich kauft. Das gilt für die Bayerische genau wie für alle anderen Unternehmen eben auch.

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person (das ist die Person, auf deren Berufsfähigkeit die Versicherung abgeschlossen ist) infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfall, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich sechs Monate ununterbrochen ihren zuletzt ausgeübten Beruf – so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war – nicht mehr zu mindestens 50 % ausüben kann und auch keine andere Tätigkeit konkret ausübt (konkrete Verweisung), die ihrer bisherigen Lebensstellung entspricht.

Der Kräfteverfall muss nicht „mehr als altersentsprechend“ sein, so wie das in anderen Bedingungswerken steht, so auch bei der Canada Life im neuen Tarif. Eine Leistungsdynamik, also eine garantierte Leistungs-/ Rentensteigerung bei Bezug der Rente kann vereinbart werden, gegen einen entsprechenden Aufpreis wie marktüblich.

Für einige Fälle ist noch etwas mehr Leistung möglich. Wird die BU erstmalig unbefristet anerkannt, so leistet der Versicherer eine einmalige Kapitalzahlung von bis zu drei Monatsrenten (aber maximal 6.000 EUR), gleiches gilt bei weiteren Leistungsfällen wie unfallbedingter Berufsunfähigkeit und auch bei einer Wiedereingliederung. Die genauen Vorgaben wann und wie geleistet wird, die (mehr …)

02.
Mai '14

Tarifeinführung: Canada Life mit neuer Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU)


In dem Produktbereich der „Absicherung der Arbeitskraft bei Berufsunfähigkeit“ passiert derzeit bei einigen Unternehmen etwas. Neue Produkte, innovative Lösungen (ein anderes Unternehmen kommt in wenigen Tagen mit einem Kombiprodukt aus Pflege und BU) und Veränderungen in den bestehenden Produkten.

Die Canada Life, eher bekannt aufgrund ihres Produktes für die Absicherung schwerer Krankheiten, möchte auch von dem steigenden Bewusstsein der Kunden profitieren und bietet ab sofort eine neue Berufsunfähigkeitsversicherung an. Bevor das Produkt in den kommenden Tagen vorgestellt wird, hatte ich die Chance einmal etwas genauer auf die Bedingungen zu schauen und daher gibt es hier schon etwas zu den Regelungen im Bedingungswerk und ein Prämienbeispiel. Wie in meinen bisherigen Kommentaren zu Tarifeinführungen auch, werfen wir daher gemeinsam einen Blick in die Bedingungen und schauen uns die Regelungen genauer an.

Finanznews

Eine der wichtigsten Fragen in der BU ist: „Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen?

Berufsunfähigkeit liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder mehr als altersentsprechenden Kräfteverfalls, was ärztlich nachzuweisen ist, voraussichtlich mindestens 6 Monate ihren zuletzt ausgeübten Beruf, so wie er ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ausgestaltet war, zu mindestens 50 % nicht ausüben können wird.

Hier verwendet Canada Life die Regelung aus dem VVG, es heißt also „mehr als altersentsprechender Kräfteverfall“. Ob diese nun zwingend schlechter ist, darüber streiten sich selbst Experten der Branche vortrefflich. Ich gehöre zu denen, die eine Regelung ohne den Zusatz „altersentsprechend“ bevorzugen, aber ein Bedingungswerk mit dem Zusatz ist keinesfalls zwingend schlecht.

Wer 6 Monate bereits „ununterbrochen außerstande“ war, der gilt ebenfalls als berufsunfähig im Sinne dieser Bedingungen.

Auf eine abstrakte Verweisung wird in den Bedingungen verzichtet, bedeutet also es wird nicht geprüft, ob der Kunde eine beliebige, andere Tätigkeit noch ausüben kann. Nicht verzichtet wird aber auf die konkrete Verweisung, was auch weiterlesen…

Wer die Bedingungen gern nachlesen möchte, diese finden sich im Downloadbereich als pdf.

20.
Februar '14

ARAG Lebensversicherung mit neuer Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (Tarif B159)


Gerade habe ich noch über die Einführung des neuen Tarifes für das Pflegetagegeld der ARAG Krankenversicherung geschrieben, nun ist der Konzern schon mit dem nächsten neuen Produkt am Markt. Dabei ist es jedoch ein Produkt der Lebensversicherung und es handelt sich um eine Berufsunfähigkeitszusatzversicherung.

So startete am 17.2.2014 die neue Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (Tarif B159). Schauen wir uns einmal die Bedingungen und den Aufbau des Tarifes dazu an. Grundlage für diese Finanznews sind die folgenden Druckstücke, welche ich im Downloadbereich verlinkt habe.

Bedingungen für die Zusatzversicherung, Druckstück Nr. B703, Stand 2.2014

Aufbau des Tarifs

Es handelt sich um einen Zusatztarif, welcher zu einer bestehenden Lebens- oder Rentenversicherung der ARAG hinzu versichert werden kann. Anders als eine selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) ist hier immer ein „Hauptprodukt“ notwendig und muss auch während der kompletten Vertragslaufzeit weiter bestehen.

Auch wenn oft eine Trennung von Risikovorsorge und anderen Produkten empfohlen wird, ist dieses meiner Meinung nach nicht in jedem Falle zeitgemäß und es spricht nichts gegen eine Zusatzversicherung Bereich der Berufsunfähigkeit.

Die Leistungen

Neben der reinen Beitragsbefreiung, welche im Falle der Berufsunfähigkeit die Beitragszahlung aus der Hauptversicherung übernimmt (Tarif B158) ist die Tarifkombinationen B159 eine Absicherung einer monatlichen Rente im Falle der Berufs-/Erwerbsunfähigkeit und auch eine Absicherung für den Fall der Schulunfähigkeit.

Maßgebend für die Leistungen des Tarifes sind die „Bedingungen für die Berufs-und Erwerbsunfähigkeits-Zusatzversicherung mit Absicherung ihrer Schulunfähigkeit“, welche sie auf der Seite 15 in dem Bedingungsheft…

Da der Kommentar etwas ausführlicher geworden ist, habe ich diesen als PDF Datei im Downloadbereich zur Verfügung gestellt.

Finanznews 01-2014, ARAG Lebensversicherung, Tarifeinführung BUZ