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28.
November '16

Jetzt noch schnell den Berufsunfähigkeitsschutz beantragen, oder doch warten?


Das Jahresende ist nicht mehr lang hin und viele versuchen noch alles was auf den To-Do Listen steht zu erledigen. Das sind oftmals auch Dinge die jetzt nicht so viel Spaß machen- Versicherungen stehen dort auch weit oben auf der Liste.

Dennoch habe ich bereits in einem älteren Beitrag beschrieben,

…  warum es unverantwortlich ist keinen Versicherungsschutz für den Fall der Berufsunfähigkeit zu haben

und zum Glück steigt das Bewusstsein in der Bevölkerung durchaus an. Das sieht man auch an den Anfragen die mich hier erreichen, immer öfter sind dort Auszubildende dabei, oftmals beschäftigen sich die Eltern mit dem notwendigen Versicherungsschutz für die Kinder und sorgen damit für einen wichtigen Baustein zu Beginn der Ausbildung oder des Studiums.

Warum ein rechtzeitiger Beginn so wichtig ist?

Zwei Drei Gründe gibt es, welche den Versicherungsschutz gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit teurer machen. Der erste und noch am einfachsten nachvollziehbare Grund, ist das Eintrittsalter. Je älter Sie bei Vertragsbeginn sind, desto höher ist die Versicherungsprämie. Während Schüler, Auszubildende oder Studenten aber auch Berufsanfänger noch einen günstigeren Versicherungsschutz bekommen können, wird es mit steigendem Alter schwieriger. Aber da sind wir auch schon bei dem zweiten Grund, dem Gesundheitszustand. Natürlich gibt es Erkrankungen die im Kindes-/Jugendlichenalter auftreten und später wieder verschwinden, Allergien gehören dazu, auch einige Hauterkrankungen und anderes. Im Wesentlichen nehmen aber die Erkrankungen im Alter zu. Und umso mehr Erkrankungen vorliegen, umso mehr Untersuchungen und Behandlungen stattgefunden haben, desto schwerer wird es einen entsprechenden Versicherungsschutz zu bekommen. Irgendwann bleibt nur die Wahl zwischen

Zuschlag oder Ausschluss- für was soll ich mich entscheiden?

Doch damit wird der Versicherungsschutz entweder teurer oder er wird ausgehöhlt. Damit das nicht passiert sollten Sie sich rechtzeitig um eine entsprechende Absicherung bemühen. Ein späterer Berufswechsel ist damit in der Regel nicht mehr anzeigepflichtig und somit bleibt eine bereits abgeschlossene Police gültig. Auch wenn der neue Beruf risikoreicher ist und damit nur zu einer höheren Prämie versicherbar wäre, ändert das an einem bestehenden Vertrag nichts. Und damit sind wir auch schon bei dem dritten Grund für einen frühzeitigen Vertrag, der Berufsgruppeneinstufung. Diese entscheidet über die Höhe der Versicherungsprämie, nicht über die Qualität des Versicherungsschutzes. Dennoch gilt auch hier eine möglichst gute Einstufung früh zu sichern. Auf der anderen Seite kommen mit steigendem Alter durchaus auch risikoreichere Hobbys dazu, für welche einige Versicherer deutliche Zuschläge verlangen.

Die am häufigsten gestellte Frage in den letzten Wochen ist:

Wird im nächsten Jahr wirklich alles teurer?

Diese ist ganz eindeutig mit ja zu beantworten. Das bedeutet aber nicht, dass Sie übereilt und voreilig eine Entscheidung treffen sollen. Machen Sie sich in Ruhe Gedanken, wägen Sie ab welchen Versicherungsschutz sie benötigen und lassen Sie sich ausführlich dazu beraten. Am Ende nützt ein schnell abgeschlossener, schlechter Versicherungsschutz viel weniger und Sie hätten besser gewartet.

Warum wird es denn überhaupt teurer?

Das hat im speziellen zwei Gründe. Der erste Grund liegt auch hier ganz simpel im Eintrittsalter. Wie oben bereits erläutert sind sie im nächsten Jahr „vermutlich“ ein Jahr älter. Und genau deshalb werden sie auch die Versicherungsprämie für ein höheres Eintrittsalter zahlen müssen. Ob das nun 5, 10 oder 15 % sind ist vom Versicherer abhängig und wird auch durch die Art und den Umfang des Versicherungsschutzes bestimmt. Richtig ist aber, es wird teurer. Dabei ist zu beachten, dass sie dann diese höhere Prämie über die gesamte Vertragslaufzeit zahlen müssen.

Der zweite Grund warum es speziell zum 1. Januar 2017 teurer wird ist der sogenannte Garantiezins, dieser wird nämlich gesenkt. Weniger Garantiezins bedeutet mehr Beitrag. Nehmen wir diese beiden Faktoren zusammen, so kann es für viele durchaus sinnvoll sein, sich noch in diesem Jahr um einen entsprechenden Versicherungsschutz zu kümmern.

„Dieses Jahr“ bedeutet aber bitte nicht nach Weihnachten

Ich weiß, die Vorweihnachtszeit, man hat viel zu tun, die Kinder haben Weihnachtsfeier, in der Firma geht es drunter und drüber und irgendwie weiß man nicht wo einem der Kopf steht. Das mag alles sein, aber fangen Sie bitte nicht nach Weihnachten mit der Auswahl des entsprechenden Versicherungsschutzes an, wenn es dieses Jahr noch etwas werden soll.

Die Antragstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung erfordert ein wenig Aufwand. Da müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden, vielleicht noch bei Ärzten angefragt oder Befunde besorgt werden und diese Unterlagen entsprechend aufbereitet. Und ja, auch für mich- Ihrem Versicherungsmakler- ist nicht nur Weihnachten, sondern auch Jahresende. Auch hier kommen teilweise so viele Anfragen für eine Beratung herein, dass nicht alle gleichzeitig erfüllt werden können. Aus diesem Grund wird es für einige keine andere Variante geben, als dann doch auf eine Beratung im nächsten Jahr auszuweichen.

Aber ich brauch doch noch, dann wird es doch teurer…“ ja, warum es teurer wird habe ich oben erklärt, das wissen wir aber nicht erst seit gestern. Die Garantiezinssenkung ist seit längerem bekannt, und auch die Tatsache, dass Sie versicherungstechnisch ab dem 1. Januar bei den meisten Gesellschaften ein Jahr älter sind ist nicht ganz neu. Sollten Sie also noch eine Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen, so tun Sie mir bitte einen großen Gefallen und melden sich rechtzeitig. Rechtzeitig heißt nicht mehr nach Weihnachten.

Was Sie für eine gute Beratung tun können…

Nicht nur ich als ihr Berater, auch sie können dazu beitragen, dass eine Beratung erfolgreich wird. Anfragen wie „schicken Sie mir doch mal ein Angebot“ oder „sagen Sie mir einfach welchen Vertrag ich abschließen soll“ helfen uns beiden nicht weiter. Mit einer Beratung sollen Sie so viel Wissen bekommen, dass Sie fundiert und begründet eine Entscheidung treffen können. Diese Entscheidung kann für den Abschluss eines Vertrages ausfallen, kann aber im Gegenzug auch gegen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausfallen. Dann gibt es durchaus rechts und links davon andere Produkte die manchmal besser geeignet sind. Aus diesem Grund ist eine Beratung unerlässlich. Eine solche lässt sich aber nicht in 10 Minuten mal nebenbei abhanden und auch mein Tag hat nur eine begrenzte zeitliche Kapazität. Wenn diese Beratungsstellen ausgeschöpft sind ist es eben nicht mehr möglich.

„Dann gehe ich woanders hin“

Auch das steht Ihnen natürlich frei und es gibt viele einige sehr qualifizierte Kollegen zu denen ich Ihnen uneingeschränkt raten würde und auch werde. Jedoch werden Sie bei den „guten“ und qualifizierten Kollegen das gleiche Problem haben und eben nicht innerhalb von Tagen einen Beratungstermin bekommen können, denn auch diese haben viel zu tun.

Es wird sich immer ein Berater Verkäufer finden, der Ihnen schnell und unkompliziert einen entsprechenden Vertrag verkauft. die qualifizierten und umsichtigen Kollegen sind es aber, die solchen Unsinn später wieder ausbaden müssen. Darauf habe ich, wie viele meiner Kollegen, keine große Lust.

Treffen Sie die Entscheidung richtig und begründet, oder gar nicht!

Doch eben hatte ich ja bereits angekündigt, dass Sie auch etwas dazu tun können. Besorgen Sie sich entsprechende Unterlagen Ihrer Ärzte, tragen Sie Ihre Gesundheitshistorie zusammen und schauen Sie sich schon einmal Gesundheitsfragen an. Bei mir hier auf der Seite im Downloadbereich können Sie sich unter dem unter Begriff „Antragsunterlagen“ einfach einmal einige dieser Formulare ansehen und so ein Gefühl dafür bekommen, was der Versicherer alles wissen möchte.

Vor einer Beratung füllen Sie bitte den Kriterienfragebogen zur Berufsunfähigkeit aus. Auch eine gute Idee ist es, den Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung zumindest ansatzweise gelesen zu haben. Und wenn Sie dann noch Zeit und Lust haben sich eingehender und tiefgründiger mit dem Thema zu beschäftigen, dann schauen Sie sich hier einmal die Auswahlkriterien an und lesen einige der Beiträge zum Thema Berufsunfähigkeit im Blog.

07.
Juni '16

Warum ich keine Angebote für die Private Krankenversicherung verschicke


Die private Krankenversicherung gehört mit Abstand zu den beratungsintensivsten Versicherungssparten in Deutschland. Wir sprechen über eine (unter Umständen) lebenslange Entscheidung, eine Entscheidung die nicht ohne weiteres wieder revidiert werden kann und daher genauestens überlegt werden sollte. (Eine private Krankenversicherung muss man sich leisten können und wollen) Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung sind manchmal ärgerlich, oftmals verständlich und nachvollziehbar und dennoch führen diese immer wieder zu den Gedanken und Überlegungen den Vertrag zu kündigen und zu einem anderen Versicherer zu wechseln. In einer Anfrage der letzten Woche ging es genau darum. Jemand war bereits seit 2010 in einem Tarif der privaten Krankenversicherung versichert und hat nun im Rahmen der Beitragsanpassung eine Erhöhung bekommen.

Beitragserhöhung und die Kündigungsmöglichkeiten

Eine Beitragserhöhung in der privaten Krankenversicherung bedeutet auch ein Sonderkündigungsrecht. Dieses Recht lässt sich innerhalb bestimmter Fristen ausüben und bietet dem Versicherten die Möglichkeit sich nach einem anderen Tarif oder einem anderen Versicherer umzusehen. Der Wechsel der privaten Krankenversicherung hingegen bedeutet immer einen (teilweisen) Verlust der Alterungsrückstellungen, bedeutet eine neue Gesundheitsprüfung und bedeutet den Neubeginn von Wartezeiten und Summenbegrenzungen. Die Entscheidung für oder gegen einen Tarif sollte daher sehr sorgfältig gewählt werden.

„Sind Sie bitte so nett und erstellen mir ein Angebot der xxx“

Dieser Wunsch eines Kunden mag durchaus legitim sein, er möchte ein Angebot, eine für sich passende Empfehlung für oder gegen einen Tarif. In diesem Fall gab es sogar eine konkrete Vorgabe zur Gesellschaft, nicht jedoch final zu dem Tarif. Sollte es doch ein Tarif sein welcher keine absolute Selbstbeteiligung enthält sondern eine sogenannte fallbezogene. Damit ist die Versichererauswahl arg beschränkt, denn es gibt nur die Continentale mit den Tarifen Economy und Comfort, die eine solche fallbezogene Selbstbeteiligung anbieten. Nun hat dieser Tarif durchaus Vorteile, ebenso wie er mindestens genauso viele Nachteile hat. (Lesehinweis: Kommentar zur Einführung des Continentale-Tarifs)

Doch darum soll es in diesem Artikel gar nicht gehen, es geht darum wie Sie zu dem richtigen, für Sie passenden Tarif der privaten Krankenversicherung kommen. Natürlich können Sie hingehen und können jedem oder mehreren Beratern eine E-Mail schreiben mit dem Hinweis, Sie bräuchten ein Angebot. Genauso wie man das mit dem Einbau einer Heizung, der Renovierung des Bades oder anderen Sachen tut, die man sich anschaffen möchte. Der entscheidende Unterschied liegt jedoch darin, dass Sie nicht eine „schnelle Anschaffung“ tätigen, sondern eine Lebensentscheidung treffen.

Das Angebot ist nur so gut, wie die Fragen die davor gestellt wurden

Ich verwende in meiner Beratung einen sogenannten Kriterienfragebogen. Dieser Fragebogen ist vier Seiten lang und enthält unterschiedlichste Fragen zu dem eigenen Wunsch an die zukünftige private Krankenversicherung. Diese Wünsche sollten Sie für sich so spontan als möglich festlegen, denn es gibt mir in der Beratung einen ersten Hinweis darauf, was Sie gern hätten wenn Sie es frei entscheiden. Ohne Hintergedanken über den Preis, das Unternehmen oder andere Vorgaben- einfach Wünsche festlegen. Das bedeutet auch, das diese Anforderungen, die Sie in dem Kriterienfragebogen zunächst festlegen in 99,9% der Fälle nicht erfüllbar sind. Das macht auch gar nichts, denn genau darum geht es. Es geht darum zu verstehen welche eigenen Anforderungen erfüllbar sind, wo Abstriche gemacht werden müssen und welche Vorgaben in der Tarifkombination oder bei der gewünschten Gesellschaft gar nicht vorhanden und damit nicht machbar sind. Würde ich dem Wunsch nachkommen und diesem Interessenten ein Angebot der Gesellschaft XY schicken, vielleicht sogar beider Tarife die diese anbietet, dann verstieße ich hiermit gegen die eigenen Qualitätsmaßstäbe und den eigenen Anspruch an meine Beratung. Eine private Krankenversicherung ist eine so lebenslange Entscheidung, dass ich es persönlich nicht verantworten kann und möchte, dass diese auf  Zuruf  zum Angebot führt. Natürlich muss der Interessent am Ende wissen welcher Tarif in Frage kommt, welche Bausteine er braucht und was diese kosten. Natürlich muss er (irgendwann im Laufe der Beratung) die Unterlagen gemäß Vertragsversicherungsgesetz bekommen, natürlich muss er auch wissen welche Belastung in Form von Beiträgen auf ihn zukommt. Diese Entscheidungen lassen sich aber erst dann begründet treffen und damit auch erst dann begründet Empfehlungen abgeben, wenn ich als Berater einschätzen kann, welche Ansprüche Sie an ihren eigenen Versicherungsschutz haben.

Dabei hilft mir der Kriterienfragebogen als erster Anhaltspunkt. Im Anschluss an den Fragebogen ist ein längeres Telefonat erforderlich um

  • –  persönliche Verhältnisse in Beruf und Familienplanung zu klären
  • –  persönliche Wünsche hinsichtlich spezieller Leistungen zu klären
  • –  individuelle Vorgaben und zukünftige Veränderungen zu berücksichtigen

Erst unter Kenntnis all dieser Umstände und Berücksichtigung des Wissens über Gesellschaften, Tarife und Beitragsentwicklungen, erst jetzt kann ich einen fundierten Rat und eine Empfehlung für mehrere Tarife abgeben. Es wird am Ende dennoch niemals eine konkrete Empfehlung für einen Tarif dabei herauskommen. In den meisten Fällen wird Ihnen der Berater, und genauso tue ich das auch, eine Empfehlung oder eine Entscheidungsgrundlage liefern (mehr …)

10.
Juni '14

BU Aktionsantrag oder doch eine „normale Risikoprüfung“?


Berufsunfähigkeit- das passiert mit doch nicht, oder doch? Über die Notwendigkeit einer entsprechenden Absicherung für den Verlust der Arbeitskraft besteht sowohl bei Verbraucherschützern als auch bei uns Maklern Einigkeit. Doch nur weil es wichtig ist und die Absicherung jeder haben sollte, nur deshalb bekommt sie leider nicht jeder. Die Risikoprüfung der Versicherer ist- vorsichtig formuliert- manchmal nicht ganz einfach, ist doch auch das Risiko entsprechend hoch. Versichert der Antragsteller mit Anfang dreißig „nur“ eine Berufsunfähigkeitsrente von 1.000 € pro Monat, so bedeutet dieses ein finanzielles Risiko von 420.000 €.

Wie komme ich nun an den begehrten Schutz?

Nach der Bestimmung der passenden Rente geht es an die Auswahl der passenden Tarife und Versicherer. Dabei spielen die Tarifbedingungen eine entscheidende Rolle, denn nur wenn der Tarif und die Bedingungen auch passen, nur dann muss im Leistungsfall auch die versicherte Rente ge-/bezahlt werden. Um dieses herauszufinden können Sie zunächst einmal die Auswahlkriterien unter dem folgenden Link durchgehen und weitere Details im Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung nachlesen.

Dann geht es an die Risikoprüfung und hier beginnt für einige Versicherte das Problem. Die Antragsfragen haben es teilweise in sich und der Versicherer will das Risiko welches er „sich einkauft“ genau kennen. Ist der Kunde nicht gesund, hatte vorher schon einmal Erkrankungen, so führt dieses zu einer Einschränkung bei der Annahme.

Aktionsanträge mit vereinfachten Fragen

Wer eine normale Annahme nicht bekommt, für den sind unter Umständen die BU-Aktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen ein Ausweg. Bei diesen befristeten Aktionen bietet der Versicherer Versicherungsschutz mit Einschränkungen an. Als Gegenleistung bietet der Versicherer vereinfachte Fragen,verkürzte Zeiträume in der Abfrage und somit eine erleichterte Annahme an.

Doch natürlich hat die Sache einen „kleinen Haken“. Wer sich für solche Angebote und Aktionen entscheidet, der bekommt nicht all das, was er gern möchte. So fehlen bei allen angeboten Bausteine wie die garantierte Rentensteigerung, welche ich persönlich durchaus für wichtig halte.

Auch ist die Nachversicherungsoption meist vollständig ausgeschlossen, oder sehr stark eingeschränkt. Hierzu muss man fairerweise sagen, diese greift bei hohen Startrenten sowieso nicht mehr. (Link: Warum Nachversicherungen oft nicht greifen)

Wo bekomme ich derzeit BU Renten zu vereinfachten Fragen? 

Im Augenblick (Stand Juni 2014) gibt es einige laufende BU Aktionen. So bieten unterschiedliche Gesellschaften unterschiedliche Renten an, welche sich auch in der Art und Weise der Gestaltung unterscheiden.

HDI mit aktueller BU Aktion bis 1.000 EUR Rente für viele Berufsgruppen

Signal Iduna mit bis zu 2.000 EUR Rente für BG A, A+ und auch für Beamte

Basler BU mit Aufstocket BU für Versicherte die schon einen Schutz haben

Volkswohlbund mit einer BU Aktion (ohne eigenen Blogbeitrag)

VDI für Ingenieure im Verband mit befristeter Aktion

Aktionsantrag oder Zuschlag bzw. Ausschluss bei „normalem Antrag“

Wer nun überlegt einen solchen Abschluss zu tätigen und weiss das es gesundheitlich nicht ganz „glatt ist“, der überlegt oftmals eine solche Aktion zu nutzen, dafür sind diese schließlich da. Aber ist dieses wirklich immer die beste Lösung?

In vielen Fällen bietet sich statt einer Annahme ohne Zuschlag und Ausschluss auch eine normale Annahme an. Vielleicht wird dann ein Zuschlag fällig, vielleicht will der Versicherer auch bestehende Erkrankungen ausschließen. Das hört sich auf den ersten Blick schlechter an, muss es aber gar nicht sein. So kann ein begrenzter und sauber formulierter Ausschluss durchaus eine Alternative zu einem Antrag in der BU Aktion sein. Der Grund ist einfach. Die flexibleren Bedingungen, die ggf. höhere Rente und versicherbare Rentensteigerungen und Dynamik können durchaus interessanter sein, als eine Annahme ohne Zuschlag oder Ausschluss. Was sinnvoller ist, das hängt von der individuellen Situation ab. Aber: Prüfen Sie immer beide Varianten.

Bevor Sie einen Antrag stellen:

Drei wichtige Schritte vorher, diese bitte in jedem Fall beachten und gemeinsam mit einem qualifizierten Berater besprechen.

1.) Genauen Bedarf ermitteln, Risiko einschätzen und den Leitfaden lesen.

2.) Eigenen Gesundheitszustand prüfen und genaue Diagnosen ermitteln, ggf. den Arzt anfragen.

3.) Kriterienfragebogen und die Anfrage zur BU ausfüllen, dann schauen wir gern gemeinsam.

03.
Juni '14

Der Maßanzug für Ihre Gesundheitsvorsorge, wie die PKV, BU und Pflege wirklich passt


Nach der Frage ob die Private Krankenversicherung das richtige System für Sie ist, folgt sogleich die weitaus schwierige, die nach der richtigen Gesellschaft und dem passenden Tarif. Dabei steht der Interessent meist vor einer fast unlösbaren Aufgabe.

Wie komme ich zu der passenden Gesellschaft und finde den richtigen Tarif?

Hierzu gibt es völlig unterschiedliche Wege und Ansätze, diese und „den einzig richtigen“ gibt es dabei nicht. Zunächst einmal ist zu klären, welche Kriterien überhaupt erfüllt sein müssen um den „richtigen“ Tarif zu finden. Dabei geht es nicht darum was generell richtig oder falsch ist, sondern vielmehr um sehr individuelle Kriterien und Bedürfnisse welche der Tarif erfüllen muss.

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„Aber meine Kollegen sind …“

Eine immer wieder gern gehörte Aussage, die Kollegen, Freunde oder Bekannte sind bei der Gesellschaft X versichert und sind da ja so zufrieden. Zu Gesellschaft Y möchte man aber überhaupt nicht, da steht so viel schlechtes in diesem Internet, da scheinen alle unzufrieden.

Schweifen wir ein klein wenig ab und überlegen einmal, wie es in anderen Lebensbereichen ist. Kaufen Sie ein Auto nur weil der Nachbar auch so eins hat? Ein Haus weil es gerade die Kollegen getan haben? Einen Maßanzug wie ihn der Freund der Schwester hat?

„Nein, der Maßanzug würde mir ja nicht passen.“ mögen Sie vielleicht bei der letzten Frage gedacht haben. Genau das ist aber auch die Lösung bei der Auswahl der passenden Privaten Krankenversicherung. Genau darum geht es in der Beratung, „nur“ darum den passenden Maßanzug zu finden. Klar ist die Farbe oder der Stoff noch reine Geschmacksache, was nützt das schöne blau aber, wenn er nicht passt?

Diesen Maßanzug zu finden, das genau ist die Aufgabe einer ausführlichen Beratung in der privaten Krankenversicherung, genau das ist das Ziel. Sie sollen sehen, welche Bereiche wichtig sind, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um den Anzug passend zu machen.

Möglichkeiten der Auswahl

Einen Anzug können Sie an zig verschiedenen Stellen kaufen. Gehen Sie in ein Kaufhaus und nehmen einen von der Stange. Etwas individueller geht es dann schon in einem kleinen Geschäft, so eines wie Sie es von früher kennen, eines wo der Chef noch persönlich bedient und mit Leib und Seele seine Kunden individuell berät. Dumm nur, wenn der auch die nur die Standardgrößen im Laden hat und diese oft nicht richtig passen. Zu lange Ärmel, zu kurze Beine, ganz nett, aber irgendwie noch sitzt das noch nicht so recht, Sie fühlen sich nicht 100%ig wohl.

„Das lassen wir für Sie ändern.“ schallt es Ihnen vom Chef persönlich entgegen, dann sitzt der wie angegossen.

Und nun denken Sie sich wieder zurück in die Private Kranken-, Pflege- oder Berufsunfähigkeitsversicherung. Genau so eine Auswahl ist dort auch wichtig. Das Kaufhaus, das ist der Test in einer Zeitschrift. Klar kann der Ihnen sagen was ein Tarif kostet, er kann auch einige Leistungen aufzählen und Ihnen den Namen des Herstellers (also der Gesellschaft) nennen. Boss, Armani, Gucci- klingt toll, oder? Blog_Massanzug_Bild_2Passt nur nicht jedem. DKV, Allianz, Debeka, HUK und viele mehr. Klingt auch groß und bekannt, passt aber eben auch nicht jedem. Und so wie der schicke, hippe Designeranzug eben nicht zu jedem nicht ganz so optimalen Sixpack passt, so passt auch der Tarif vom Kollegen, Freund und Bekannten nicht zu Ihnen. Nicht weil der Tarif schlecht ist, sondern weil er nicht zu Ihnen passt.

Maßanzug statt Designerteil

Nachdem Sie sich nun von den Modezeitschriften verabschiedet haben, da irgendwie alles darin für Typen mit idealem Körper gemacht zu sein scheint, dann verabschieden Sie sich auch gleich von den Tests in Finanztest & Co. Denen unterstelle ich zwar nicht, das die Werbung im Heft den Test beeinflusst, oder andere Faktoren den Ausschlag geben, aber leider haben gerade die nicht verstanden wie man testet. Da gewinnen Tarife, welche die selbst gesetzten Kriterien nicht erfüllen, werden im Rahmen der „Finanztest PKV Analyse“ Tarife empfohlen, die Leistungen (mehr …)

03.
April '14

Welche PKV ist gut, welche Gesellschaft soll ich wählen? – Der Weg zur passenden privaten Krankenversicherung (PKV)


Die Frage aus der Überschrift ist wohl die am häufigsten gestellte Frage auf dem Weg zur Privaten Krankenversicherung. Nicht nur Kunden stellen (sich) diese Frage regelmäßig, sondern auch bei Kollegen aus der Versicherungsbranche ist es keineswegs so, dass diese Frage einfach zu beantworten ist.

Anlass für diesen Beitrag ist daher auch eine Frage eines Kollegen in einem geschlossenen Maklerforum, welche ich zum Anlass nehmen möchte, den Weg in die private Krankenversicherung zu erklären und zu zeigen „so schwer ist es nicht, aber es macht Arbeit“, nicht nur für den Berater.

(…) ich beschäftige mich gerade mit dem Thema PKV, da ich aktuell noch gesetzlich versichert bin. Ich habe zwar einen Favoriten für mich, hätte aber gerne noch mehr Input, damit ich nicht einen Anbieter übersehe. Wo würdet Ihr euch aktuell versichern und ich welchem Tarif und warum würdet Ihr diesen Anbieter wählen.

PKV_GKV1

Der Ansatz sich bei Kollegen Hilfe zu holen ist nicht nur richtig, sondern wichtig. Nur mit ausreichender Information lässt sich eine solche Lebensentscheidung zur PKV beurteilen und nur so lassen sich die entsprechenden Fakten sammeln um fundiert eine Auswahl treffen zu können. Das gilt für jeden Kunden genau so und der Kollege ist in dem Fall nichts anderes als ein Kunde für den Versicherer. Daher schauen wir uns einmal die Hintergründe an und betrachten einige wichtige Fragen.

Ist das System überhaupt das richtige für mich?

Die Systeme der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) und der privaten Krankenversicherung (PKV) unterscheiden sich grundlegend. Daher ist es zunächst einmal wichtig die Unterschiede zu kennen und zu wissen, wo die entscheidenden Vor- und Nachteile eines jeden Systems liegen. Das bedeutet auch, das es erst einmal heißt: Lesen, Lesen, Lesen! Eine erste Lektüre findet sich dazu in meinem Leitfaden zur privaten Krankenversicherung.

Weiterhin sollten Sie alles, was Sie an Informationen finden, auch hinterfragen. So werden gesetzliche Kassen eher das „pro GKV und gegen PKV“ darstellen, private Versicherer werden versuchen das System PKV als das „beste und tollste“ hinzustellen. Daher heißt es nicht nur lesen, sondern auch verstehen und hinterfragen.

Dazu kommen noch viele Adresssammler im Internet. Adress… was? werden Sie vielleicht fragen. Nun, dabei handelt es sich um so „tolle“ Seiten, welche Ihnen versprechen ganz schnell einen Vergleich zur PKV zu erstellen und „die PKV schon ab 58 EUR anzubieten„.

Dazu sind noch Fragen zur Familienplanung, der beruflichen Zukunft und vielem mehr zu stellen und zu beantworten. Ich weiss, es ist extrem schwer heute vorherzusagen wie das eigenen Leben in X Jahren aussehen wird. Auch die Mythen „wenn einmal PKV dann immer PKV“ oder „meine Frau muss ich dann ja mit versichern, wenn sie mit den Kindern zu Hause bleibt“ sollten besprochen werden.

Schritt 1 also: Informieren über beide Systeme! Neutral und umfangreich!

Nimmt mich dann ein Versicherer (zu akzeptablen Konditionen) überhaupt?

Auch das ist eine Frage die vorab grob geklärt werden sollte. Weder Ihnen noch dem Berater bringt es etwas, Sie über Wochen zu beraten und sich in das Thema PKV zu knien (ja, es dauert Wochen) um das festzustellen das eine chronische Erkrankung vorliegt oder eine „Ablehnungsdiagnose“ gegen die generelle Aufnahme in die PKV spricht. Dann haben Sie sich zwar fachlich fit gemacht und können nun mehr als viele Berater, aber es nützt ihnen wenig. Daher machen Sie sich schon einmal Gedanken zu diesen Antragsfragen im Rahmen der Vorprüfung und schauen in der Tabelle einmal nach, wie lange die Unternehmen so zurück fragen.

Schritt 2 nun: Ärzte anfragen, Gedanken zu Gesundheitsfragen machen!

Die richtige Gesellschaft? 

Die private Krankenversicherung (PKV) existiert grundsätzlich in zwei Unternehmensformen. Da gibt es die so genannten Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit (VVaG’s), also eine Art „Verein“ in dem Sie Mitglied sind, entstanden aus Zusammenschlüssen von vielen die sich gegen Gesundheitsrisiken absichern wollten, das schon vor mehr als 100 Jahren.

Die weitere Rechtsform ist die Aktiengesellschaft. Neuer als die VVaG’s und natürlich mit einem Aktionär versehen, der natürlich auch irgendwas von seinem „Investment“ haben will und sein Geld nicht nur aus Spaß dort investiert.

Aber: Keine der beiden Rechtsformen ist grundsätzlich besser oder schlechter, sondern es entscheiden die Gesamtumstände und viele weitere Faktoren. Versuchen Sie bitte auch nicht eine einzelne Kennzahl zu nehmen und von dieser auf das ganze Unternehmen zu schließen. Kennzahlen sind zum einen Momentaufnahmen und zum anderen bilden diese nur (mehr …)