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01.
Februar '18

Kinderkrankengeld – Wer zahlt, wenn mein Kind krank ist – unterschiedliche Regelungen für GKV und PKV versicherte Kinder


Es gibt so Themen, über die habe ich in der Vergangenheit bereits mehrfach geschrieben und dennoch führen diese immer und immer wieder zu Rückfragen und Unverständnis. Daher möchte ich das Thema Kinderkrankengeld durchaus noch einmal aufgreifen und anhand einfacher Schaubilder und Übersichten einmal die unterschiedlichen Möglichkeiten und Regelungen klarmachen. Es geht um das Thema Krankengeld, genauer ein Krankentagegeld bei der Erkrankung eines Kindes. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, wie die Eltern versichert sind und wo das Kind damit einen entsprechenden Versicherungsschutz hat. Auch ist es wichtig zu wissen, wer sich genau mit dem Kind krankschreiben lässt. All diese Szenarien schauen wir uns heute einmal an und beleuchten die unterschiedlichen Varianten.

Wann benötige ich überhaupt ein „Kinderkrankengeld“?

Der Begriff ist nicht normiert und soll nur der Veranschaulichung dienen. Es geht- korrekter- um das „Kranken(tage)geld bei der Erkrankung eines Kindes. Wer selbst Kinder hat oder solche plant, der wird sich früher oder später mit dem Thema auseinandersetzen müssen, denn Kinder werden nun einmal krank. Sei es das kleine „Wehwehchen“, welches aber dazu führt, dass ein Besuch der Kindertagesstätte oder der Schule unmöglich macht, oder eine schwere Erkrankung die eine intensive Betreuung des Kindes erfordert.

Regelungen im Gesetz

Das Sozialgesetzbuch regelt dabei die Fragen zur Freistellung eines Elternteils, falls das Kind eine Betreuung bedarf. Dabei ist zunächst einmal zu unterscheiden. Einerseits geht es um die Frage wer wann und wie lange zu Hause bleibt, auf der anderen Seite geht es um die Weiterzahlung des Einkommens in diesem Fall. Grundlage bildet hier der Paragraph des Gesetzes. So ist hier geregelt:

§ 45 Krankengeld bei Erkrankung des Kindes

(1) Versicherte haben Anspruch auf Krankengeld, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, daß sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben, eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist. § 10 Abs. 4 und § 44 Absatz 2 gelten.

(2) Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 besteht in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens für 10 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte längstens für 20 Arbeitstage. Der Anspruch nach Satz 1 besteht für Versicherte für nicht mehr als 25 Arbeitstage, für alleinerziehende Versicherte für nicht mehr als 50 Arbeitstage je Kalenderjahr. Das Krankengeld nach Absatz 1 beträgt 90 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts aus beitragspflichtigem Arbeitsentgelt der Versicherten, bei Bezug von beitragspflichtigem einmalig gezahltem Arbeitsentgelt (§ 23a des Vierten Buches) in den der Freistellung von Arbeitsleistung nach Absatz 3 vorangegangenen zwölf Kalendermonaten 100 Prozent des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts aus beitragspflichtigem Arbeitsentgelt; es darf 70 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze nach § 223 Absatz 3 nicht überschreiten. Erfolgt die Berechnung des Krankengeldes nach Absatz 1 aus Arbeitseinkommen, beträgt dies 70 Prozent des erzielten regelmäßigen Arbeitseinkommens, soweit es der Beitragsberechnung unterliegt. § 47 Absatz 1 Satz 6 bis 8 und Absatz 4 Satz 3 bis 5 gilt entsprechend. (Anm. Berechnung und weitere Infos hier)

(3) Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 haben für die Dauer dieses Anspruchs gegen ihren Arbeitgeber Anspruch auf unbezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung, soweit nicht aus dem gleichen Grund Anspruch auf bezahlte Freistellung besteht. Wird der Freistellungsanspruch nach Satz 1 geltend gemacht, bevor die Krankenkasse ihre Leistungsverpflichtung nach Absatz 1 anerkannt hat, und sind die Voraussetzungen dafür nicht erfüllt, ist der Arbeitgeber berechtigt, die gewährte Freistellung von der Arbeitsleistung auf einen späteren Freistellungsanspruch zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege eines erkrankten Kindes anzurechnen. Der Freistellungsanspruch nach Satz 1 kann nicht durch Vertrag ausgeschlossen oder beschränkt werden.

(4) Versicherte haben ferner Anspruch auf Krankengeld, wenn sie zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres erkrankten und versicherten Kindes der Arbeit fernbleiben, sofern das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat oder behindert und auf Hilfe angewiesen ist und nach ärztlichem Zeugnis an einer Erkrankung leidet,

a) die progredient verläuft und bereits ein weit fortgeschrittenes Stadium erreicht hat,
b) bei der eine Heilung ausgeschlossen und eine palliativmedizinische Behandlung notwendig oder von einem Elternteil erwünscht ist und
c) die lediglich eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten erwarten lässt.
Der Anspruch besteht nur für ein Elternteil. Absatz 1 Satz 2, Absatz 3 und § 47 gelten entsprechend.

(5) Anspruch auf unbezahlte Freistellung nach den Absätzen 3 und 4 haben auch Arbeitnehmer, die nicht Versicherte mit Anspruch auf Krankengeld nach Absatz 1 sind.

Der Arbeitgeber muss also, bei nachgewiesener Erkrankung eines Kindes, die Mutter oder den Vater von der Tätigkeit freistellen. Hierbei gibt es zunächst noch keinen Unterschied ob das Kind und/ oder die Elternteile in der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sind. Dabei zählt hier einzig und allein die Verpflichtung dem Arbeitnehmer die Betreuung seines Kindes zu ermöglichen.

Ist es nur ein Tag, oder vielleicht auch zwei oder drei, so sollte sich die Frage der Lohnfortzahlung auch nicht weiter problematisch darstellen. Teilen Sie Ihr Einkommen durch dreißig Tage, ist der Lohnausfall durchaus überschaubar. Auch hier gelten dann die Höchstgrenzen und die entsprechende Beitragsbemessungsgrenze. Im Jahre 2018 gelten maximal 4.425 EUR als anrechenbares Einkommen. Die vollständigen Sozialversicherungswerte finden Sie im Beitrag.

Krankengeld in der gesetzlichen Krankenkasse

Für die ersten sechs Wochen einer Erkrankung ist der Arbeitgeber zunächst verpflichtet, bei einer Erkrankung des Arbeitnehmers selbst, diesem das Gehalt/ den Lohn zu 100% weiter zu zahlen. Die so genannte Lohnfortzahlung sichert dem Arbeitnehmer somit auch dann ein Einkommen zu, wenn dieser krankheitsbedingt ausfällt.

Krankentagegeld in der privaten Krankenversicherung

Auch wer privat krankenversichert ist, hat in der Regel einen entsprechenden Tarifbaustein versichert. Dieses Krankentagegeld ist ein Baustein in der PKV, welcher den Verlust des Einkommens bei Angestellten ab der 6. Woche (bei Selbstbestätigung und Freiberuflern auch vorher), absichert und damit für die finanzielle Sicherheit sorgt.

Dennoch haben wir hier auch eine vergleichbare Situation, denn auch hier müsste das Kind eine entsprechende Absicherung abschließen, „seinen“ Verdienstausfall somit versichern und dann dafür sorgen, diesen ersetzt zu bekommen. Nun hat das Kind aber auch kein Einkommen und damit auch keinen direkten Verdienstausfall, es sorgt eben mit seiner Erkrankung nur für einen „Folgeeffekt“ bei Mama und Papa, denn wenn diese zu Hause bleiben müssen, haben die kein Einkommen.

Fehlende Versicherbarkeit des Kindes

Ist also Mama und auch Papa gesund, dann greift deren Krankenversicherung nicht, denn hier fehlt es zunächst am Versicherungsfall. Dieser setzt eine Erkrankung voraus. Nun kommen einige Ärzte auf die Idee, bei Magen-Darm-Erkrankungen oder Schnupfen des Kindes einfach die Mutter auch „krank“ zu schreiben, was aber Betrug ist, wenn diese doch gesund ist.

Stationär – Rooming In oder Krankenhaustagegeld

Wird das Kind stationär aufgenommen, so ist ein solcher Fall durchaus versicherbar. Bei vielen Versicherern ist dabei ein so genanntes „Rooming-In“, also die Miteinweisung eines Elternteils versicherbar. Damit kann Mama oder Papa mit ins Krankenhaus und das Kind da betreuen. Möchte man nun genau diesen Fall absichern, so ist der Abschluss eines KrankenHAUStagegeldes möglich. Dieses zahlt dann bei Erkrankung des Kindes diesem einen festen Eurobetrag pro Tag in dem dieses im Krankenhaus liegt.
Für ein Krankenhaustagegeld von 100 EUR pro Tag müssen Sie bei einem kleinen Kind ca. 0,70 € monatlich, pro 10 Euro Tagessatz an Beitrag aufwenden und haben so das Problem zumindest für den schlimmsten Fall gelöst. Ambulant bleibt das Problem aber weiterbestehen.

Daher schauen wir uns nun die unterschiedlichen Konstellationen in der privaten Krankenversicherung und gesetzlichen Krankenkasse an. Mit dem nun folgenden Schema können Sie ganz einfach herausfinden, ob es einen Anspruch auf Lohnfortzahlung/ Krankengeld gibt.

Wichtig: In der privaten Krankenversicherung gibt es derzeit zwei Versicherer mit einer entsprechenden Lösung. Die SIGNAL (siehe auch hier im älteren Beitrag) und die SDK in den neueren Tarifen (und nur in denen)

Doch die Regelungen in den beiden Tarifen sind auch noch unterschiedlich. Fangen wir mit der SDK an.

SDK mit Leistungen aus dem ambulanten Haupttarif

Eine Regelung findet sich in den Tarifbedingungen. Dort heißt es:

19. Pauschale zur Kinderbetreuung

Erkrankt ein nach diesem Tarif versichertes Kind, zahlen wir für die Betreuung eine Pauschale von 250 EUR.

Voraussetzungen:

o Das Kind hat das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet und
o eine andere im Haushalt des versicherten Kindes lebende Person kann das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen und
o ein Elternteil muss zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege des erkrankten Kindes mindestens vier Arbeitstage nacheinander der Arbeit fernbleiben. Dafür benötigen wir eine ärztliche Bescheinigung. Wir erstatten die Pauschale einmal im Kalenderjahr. Dabei berücksichtigen wir die Leistungen für eine Pauschale für die Kinderbetreuung aus anderen Tarifen.

Hier ist die Hürde schon ziemlich hoch, wenn es auch ausreicht, dass nur das Kind in dem Tarif versichert ist. Wer also selbst anderweitig in der PKV versichert ist und nur sein Kind bei der SDK versichern möchte, der hat auch hier Anspruch auf einmal jährlich maximal 250 EUR.

Lösung der Signal Krankenversicherung – aus KT Tarif

Zunächst einmal ein entscheidender Unterschied. Hier bei der Signal folgt die Leistung nicht aus dem Krankenversicherungstarif (ambulant oder stationär), sondern aus dem Tarif für das Krankentaggeld des versicherten Elternteils. Die Hürden sind hier höher, die Leistung jedoch auch. Schauen wir auch hier in die Bedingungen.

4 Krankentagegeld bei Erkrankung des Kindes

Es besteht ein Anspruch auf Krankentagegeld, wenn es nach ärztlichem Zeugnis erforderlich ist, dass die versicherte Person zur Beaufsichtigung, Betreuung oder Pflege ihres nach Versicherungsbeginn erkrankten und beim Versicherer privat krankheitskostenvollversicherten Kindes der Arbeit fernbleibt, eine andere in ihrem Haushalt lebende Person das Kind nicht beaufsichtigen, betreuen oder pflegen kann und das Kind das zwölfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat.
Anspruch besteht in jedem Kalenderjahr für jedes Kind längstens für 10 Arbeitstage, jedoch für nicht mehr als insgesamt 25 Arbeitstage.
Die zeitliche Begrenzung verlängert sich einmalig auf 100 Arbeitstage, wenn das Kind nach ärztlichem Zeugnis an einer Erkrankung leidet,
a) bei der eine Heilung ausgeschlossen, diese austherapiert ist und
b) die lediglich eine begrenzte Lebenserwartung von Wochen oder wenigen Monaten erwarten lässt.

Der Anspruch auf Krankentagegeld bei Erkrankung des Kindes entfällt, wenn gegen den Arbeitgeber ein Anspruch auf bezahlte Freistellung von der Arbeitsleistung besteht. Arbeitnehmer haben einen Nachweis ihres Arbeitgebers über unbezahlte Freistellung vorzulegen.

Gegenüber der SDK ist die Lösung hier deutlich umfangreicher. Es gibt nicht nur eine Pauschale von 250 EUR und es müssen auch zudem nicht vier Tage am Stück sein. Aber: Es muss hier auch der privat versicherte Elternteil dann zuhause bleiben. Dann zahlt die Signal hier aber das versicherte Krankengeld und das bis zu 10 Tagen pro Kind und maximal 25 bzw. bei unheilbaren Krankheiten für 100 Tage. Das können schnell tausende Euro sein, da ein Tagegeld von 100 EUR und mehr nicht so selten ist.

Eine entscheidende Voraussetzung haben wir aber noch. Eltern und auch das Kind müssen bei der Signal versichert sein, beide vollkostenversichert und es muss ein Krankentagegeld nach dem Tarif ESP-VA 43, ESP-VA 92, ESP-VA 183, ESP-VA 274 oder ESP-VA 365 bestehen.

Gilt das nun auch für Kunden des Deutschen Rings?

Nach dem Zusammenschluss (ich berichtete hier)

*** LINK **

sind auch ehemalige Deutsche Ring Kunden nun Kunden der Signal. Diese haben aber auch das alte Tagegeld des Deutschen Rings nach den Tarifen pro43 oder pro43v. Würde der Versicherte den Tarif umstellen, was innerhalb der Gesellschaft durchaus praktikabel ist, so bestünde auch hier ein Leistungsanspruch.

Eine Umstellung sollte aber nicht voreilig erfolgen. Vielmehr sind hier die Leistungen im Detail zu vergleichen und auch Punkte wie „10faches KT bei Geburt eines Kindes“ beim Dt. Ring zu berücksichtigen. Dennoch kann hier- durch eine Umstellung- eine Leistung nachträglich eingeschlossen werden.

Leistungen in GKV und PKV hier nicht vergleichbar

Eines konnten Sie nun schnell erkennen. Die Leistungen in der privaten Krankenversicherung sind nicht immer besser und auch nicht immer direkt vergleichbar. Auch wenn es im Einzelfall wichtig sein kann, eine Krankenversicherung sollte keinesfalls anhand dieses einzelnen Kriteriums ausgewählt werden und die Leistungen in der GKV sind auch hier begrenzt. Je kleiner das Einkommen des GKV versicherten Elternteils, so kleiner auch die tatsächlichen Zahlungen und der Verdienstausfall. Zudem sind- siehe oben im Text- auch die Leistungen der GKV hier sehr begrenzt und keineswegs für eine dauerhafte Versorgung bei chronischen Krankheiten und die Kompensation aller Kosten ausreichend.

09.
Oktober '17

Süddeutsche Krankenversicherung (SDK) mit hohen Beitragsanpassungen in Alttarifen


Vor einigen Tagen hatte ich von einem Versagen der Kalkulation bei der Axa geschrieben und im Verlauf auch zu dem gerichtlichen Prozess um die Unabhängigkeit des Treuhändlers. Hier zeigt sich bei den Anpassungen der AXA ein sehr hoher Bedarf, die Hallesche hatte hingegen deutlich moderatere Entwicklungen angekündigt. Nun folgt der nächste im Bunde, auch die SDK veröffentlicht nun bereits das, was die Kunden nach dem 14. 11. 2017 als Post nach Hause bekommen.

–> Beitragsanpassungen zum Januar 2018 können Sie aktualisiert immer wieder hier nachlesen. 

Doch nun zurück zum eigentlichen Thema dieses Beitrages, den angekündigten Anpassungen der Süddeutschen Krankenversicherung, welche in den letzten Jahren immer wieder auf die „Ein-Traifwerk Strategie“ hingewiesen haben und damit nach eigenen Aussagen sehr gut gefahren sind. Zum Mai diesen Jahres kamen dann die neuen Tarife mit einem der höchsten, wenn nicht dem höchsten Leistungsniveau in der deutschen PKV. Mit „mehr geht nicht“ lassen sich die Leistungen der Tarife am besten umschreiben.

–> Neue Tarife der Süddeutschen Krankenversicherung – mehr Leistung, noch mehr Leistung

Diese neuen, gerade erst eingeführten Tarife „Gesundheit fair“ sind von der Anpassung nicht betroffen. Wie auch, sind diese nun auch erst wenige Monate alt. Zudem hatte die SDK den Bestandskunden in den Alttarifen bereits bei der Tarifeinführung der neuen „Gesundheit Fair“ Serie ein Wechselrecht ohne Gesundheitsprüfung eingeräumt, was ich persönlich für- vorsichtig formuliert- schwierig halte, aber das ist ein anderes Thema.

Beitragsanpassung 2018 – welche Tarife sind betroffen?

Grundsätzlich kann man sehr vereinfacht sagen, fast alle Tarife in dem alten Tarifwerk FLEXOPrivat sind von der Anpassung betroffen. Dabei spielt es keine Rolle ob es sich um die

  • FLEXOPrivat Tarife in der alten Bisex Welt

  • FLEXOPrivat Tarife in der neuen Bisex Welt

  • FLEXOPrivat Tarife in der Unisex Welt

  • Beamtentarife in der alten Bisex Welt

  • Beamtentarife in der neuen Bisex Welt

  • Beamtentarife in der Unisex Welt

  • Pflegetagegelder PG in Bisex (nur bei Männern)

  • Zusatztarife (dort teilweise aus Senkungen)

  • Krankentagegelder in Bisex

  • Krankentagegelder in Unisex

  • Firmentarife

  • Kassentarife

  • Alttarife

handelt, all diese Tarife sind betroffen und werden teilweise sehr deutlich angehoben. Damit keine Missverständnisse entstehen und wie ich es auch sonst immer schrieb, Anpassungen finden nicht in Prozent sondern am Ende in Euro statt. Die SDK besitzt Bausteintarife, bedeutet also auch es kann nur ein Baustein (ambulant, stationär und/oder Zahn) angepasst werden, dennoch sind die Anpassungen gravierend.

Beitragsanpassung 2018 – wie hoch können die Anpassungen sein?

Nun, die SDK hat bereits Prämien veröffentlicht, Prämien für das Neugeschäft welche sich nicht direkt 1:1 auf den Bestand übertragen lassen, dennoch bieten diese Anpassungen im Neugeschäft einen Ausblick auf die Bestandstarife. Ich werde einfach mal hier zu den Tarifen / Tarifgruppen einige Anpassungszahlen schreiben. Alle Angaben sind in %.

FLEXOPrivat Tarife in der alten Bisex Welt, Tarife A100, A107, A80

ambulante Tarife A100n, A107n, A80n, A210n, A75n – Anpassungen bis 20% bei Kindern, bis 25% bei Erwachsenen, Frauen bis 43%
AZn – Anpassungen bis 1,6% bei Kindern, Schüler bis 60%, bis 23% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S102n, S101n – keine Anpassungen bei Kindern, bis 20% bei Schülern, bis 21% bei Erwachsenen

FLEXOPrivat Tarife in der neuen Bisex Welt

ambulante Tarife A100n, A107n, A80n, A210n, A75n – Anpassungen bis 20% bei Kindern, bis 25% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 1,6% bei Kindern, Schüler bis 60%, bis 10% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S102n, S101n – keine Anpassungen bei Kindern, bis 43% bei Schülern, bis 21% bei Erwachsenen

FLEXOPrivat Tarife in der Unisex Welt

ambulante Tarife A100U, A107U, A80U, A210U, A75U – Anpassungen bis 22% bei Kindern, bis 21% bei Erwachsenen, Frauen bis 39%
AZU – Anpassungen bis 2% bei Kindern, Schüler bis 50%, bis 12% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S102U, S101U – keine Anpassungen bei Kindern, bis 20% bei Schülern, bis 8% bei Erwachsenen

Beamtentarife in der alten Bisex Welt

ambulante Tarife A30a, R30a, BW1a – Anpassungen bis 37% bei Schülern, bis 23% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 17% bei Kindern, Schüler bis 38%, bis 11% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S30a – 20% Anpassungen bei Kindern, keine bei Schülern, keine bei Erwachsenen

Beamtentarife in der neuen Bisex Welt

ambulante Tarife A30n, R30n, BW1n – Anpassungen bis 38% bei Schülern, bis 23% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 17% bei Kindern, Schüler bis 38%, bis 9% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S30n – 20% Anpassungen bei Kindern, keine bei Schülern, keine bei Erwachsenen

Beamtentarife in der Unisex Welt

ambulante Tarife A30U, R30U, BW1U – Anpassungen bis 15% bei Schülern, bis 11% bei Erwachsenen
AZn – Anpassungen bis 17% bei Kindern, Schüler bis 28%, bis -3 bis 4% bei Erwachsenen
stationäre Tarife S30a – 20% Anpassungen bei Kindern, keine bei Schülern, keine bei Erwachsenen

Pflegetagegelder PG in Bisex (nur bei Männern)

PG1, 2, 3, 4, 5 (S) Keine bei Kindern und Schülern, bis zu 67% bei Erwachsenen

Zusatztarife (dort teilweise aus Senkungen)

Zusatztarife AG, AG80, NH, ZGBm WGZ Senkungen bis 40%, Erhöhungen bis 15%

Zusatztarife Unisex: Senkungen bis 40%, Erhöhungen bis 24%

Krankentagegelder in Bisex

TA2-52: geringe Senkungen, in hohen Karenzzeiten bis 60% Anpassung

Krankentagegelder in Unisex

TA2-52: geringe Senkungen, in hohen Karenzzeiten bis 80% Anpassung

Firmentarife, Kassentarife

geringe Senkungen, Anpassungen bis 30%

Alttarife

Anpassungen auch hier von Senkungen bis 12% bis hin zu Erhöhungen von 29%

Beitragsanpassung 2018 – was Sie tun können?

Nun, zunächst sei nochmals erwähnt, es handelt sich hier um Neugeschäftsbeiträge. Allerdings von Tarifen die so aktiv nicht mehr angeboten werden. Die SDK hat sich mit Einführung des neuen Tarifwerkes entschieden, hier den Bestandskunden ein Wechselrecht anzubieten.

Dieses können Sie nutzen und damit ggf. sogar (temporär) Geld sparen und sich einen besseren Versicherungsschutz ohne Gesundheitsprüfung erkaufen. Sie sollten sich dabei aber zunächst Gedanken machen (je mehr, desto länger Sie bereits in den Tarifen sind) welche Leistungen Sie STAND HEUTE wirklich brauchen, was Ihnen wichtig ist und wie diese Leistungen abgeschlossen werden können. Dazu bietet der

KRITERIENFRAGEBOGEN zur PKV

eine kleine, erste Hilfestellung. Danach benötigen Sie Beratung, Beratung in welche Tarife ein solcher Wechsel möglich ist. Vorrangig bei der SDK selbst, ist dieses dort aber gar nicht zu bekommen, so wären selbst anderweitige Alternativen denkbar.

15.
Mai '17

Die neue private Vollversicherung der SDK – ein modulares Tarifwerk mit vielen Möglichkeiten (Teil I)


Wer „SDK – Süddeutsche Krankenversicherung“ hört, der denkt schnell an ein „altes Unternehmen“, welches in der Privaten Krankenversicherung durchaus positiv gemeint ist. Seit über 40 Jahren bietet die SDK im Rahmen der Vollversicherung ihre Modularen Tarifwerke an. Ambulant, stationär und Zahnschutz konnten schon immer in einzelnen Bausteinen nach dem eigenen Bedarf angepasst und abgeschlossen werden.

Dennoch, nach so langer Zeit sind die Tarifwerke nicht mehr up tp date und somit auch nicht mehr wirklich marktfähig. Viele Berater und Makler hatten daher Bedenken, ob und wie diese Tarife zeitgemäß umgestellt werden können, denn ein neues Tarifwerk war zwar mehrfach angekündigt, aber bisher nicht da.

Das ist nun anders.

Die SDK hat mit dem neuen Tarifwerk in der Vollversicherung ein innovatives Tarifwerk geschaffen und bietet wieder Modulare Aufteilung der einzelnen Bereiche. Neben ambulantem und stationären Schutz (welcher zur Erfüllung der Versicherungspflicht zwingend erforderlich ist) bietet sich auch im Zahnbereich mehr Leistung und bessere Möglichkeiten um den Schutz an den persönlichen Bedarf anzupassen.

Ambulanter Schutz mit hoher bis keiner Selbstbeteiligung

Im ambulanten Bereich kann sowohl eine „Grundabsicherung“ mit einer maximalen Selbstbeteiligung von 2.400 € gewählt werden, aber auch die Tarifstufe AM10 gänzlich ohne Selbstbeteiligung. Dazwischen sind sowohl weitere absolute, als auch prozentuale Selbstbeteiligungen (mit einem entsprechenden Maximalbetrag) möglich.

Stationär von Regel- bis Luxusleistung

Stationär hängt auch hier der gewünschte Schutz vom eigenen Bedarf ab. So sind sowohl Regelleistungen und die Unterbringung im Mehrbettzimmer als Basisleistung möglich, aber auch Einbettzimmer und chefärztliche Versorgung.

Dazwischen fällt jedoch eine andere Stufe auf, welche den Namen S1DD trägt, DD für Dread Disease, also eine Absicherung bei schweren Krankheiten) und genau so funktioniert der Schutz auch. Die Grundleistung wird bei bestimmten Erkrankungen auf eine chefärztliche Versorgung und das Einbettzimmer ausgedehnt. So besteht gerade bei schwerwiegenden Erkrankungen ein maximaler Schutz und eine bessere Absicherung, bei „Bagatellerkrankungen“ hingegen nicht. Damit reduziert sich der Beitrag, schafft aber dennoch eine erhöhte Sicherheit.

Zahnschutz mit oder ohne Selbstbeteiligung und 90% Zahnersatz

Im Bereich der Zahnvorsorge starten die Tarifmodelle bei einer Absicherung von 60% bei Zahnersatz und einer Selbstbeteiligung von 480 Euro, hier handelt es sich jedoch eher um einen absoluten Grundschutz und einen Tarif bzw. eine Tarifkombination, welche eher zum Einstieg gedacht ist. In Summe ergeben sich, gemeinsam mit der ambulanten Selbstbeteiligung hier beachtliche Eigenanteile, welche vorab kalkuliert und mindestes in doppelter Höhe vorhanden sein sollten.

In der bestmöglichen Versorgung sind hier 100% bei Zahnbehandlung aber auch weitere 90% bei Zahnersatz und zudem Leistungen über den Höchstsätzen der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) möglich. Das dieses sinnvoll sein kann, zeigt meine eigene Erfahrung mit Implantaten, welche Sie hier im Beitrag „Implantate, Narkose und was die PKV zahlt“ nachlesen können.

Mit dem Beitragsrechner auf der SDK Internetseite finden Sie eine Möglichkeit, einen ersten Überblick über die Prämienunterschiede zu bekommen, wobei dieses natürlich keine individuelle Beratung ersetzen kann und soll.

Meine weitere fachliche Auswertung und Analyse zu dem Tarif werde ich in den nächsten Wochen ebenfalls hier veröffentlichen, dort geht es dann insbesondere um die Tarif- und Versicherungsbedingungen, die Ausgestaltung von Wechseloptionen und Wahlmöglichkeiten und die genauen Formulierungen und Ausschlüsse. Eine erste Übersicht über die Tarife und weiteres Infomaterial steht ebenfalls (hier jedoch speziell für die Makler) auf der Internetseite zur Verfügung.

06.
März '15

Neuer Vorsorgetarif V/ VP der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) für gesetzlich und privat versicherte Kunden


Vorsorge und das Bewusstsein seine Gesundheit durch Prävention zu verbessern und Krankheiten durch Vorsorge zu erkennen, steigt weiter.

Die Süddeutsche Krankenversicherung (SDK), welche bereits im Bereich der betrieblichen Krankenversicherung einen Vorsorgetarif anbietet, offeriert diesen nun auch für das Privatkundengeschäft. Der neue Tarif V bzw. VP bietet gesetzlich und privat Krankenversicherten eine Absicherung für die Bereiche Prävention und Vorsorge.

– Offener Leistungskatalog – keine Begrenzung auf bestimmte, vom Versicherer vordefinierte Vorsorgeuntersuchungen
– Arbeitgeberzuschussfähig im Rahmen einer Vollversicherung (Tarif VP)
– Anpassung an medizinischen Fortschritt durch offene Formulierung
– freie Entscheidung über Art, Umfang und Häufigkeit der Vorsorge im Rahmen der Höchstgrenzen

Weitere Tarifmerkmale des V/VT:

SDK Tarif V Vorsorge Grafik
Abgeschlossen werden kann der Tarif daher von nahezu jedem, da es keine Gesundheitsprüfung und auch kein Höchstalter gibt.

Beispiele für Vorsorgeuntersuchungen und deren Kosten:

Früherkennung des Grünen Stars, 15-40€, keine GKV Leistung
Vorsorgeuntersuchung Schlaganfall, 43-79€, keine GKV Leistung
erweiterte Schwangerschaftsvorsorge wie TripleTest, 45-80€, GKV Leistung ab 35. LJ
zusätzliche Sonographie in der Schwangerschaft, 23-51€, GKV Leistung 3 Regel-Sono
Hautkrebsscreening, 60-80€, GKV Leistung ab 35. Jahren alle 2 Jahre
Darmkrebsvorsorge, 50€ Guajak-Test, 300€ Darmspiegelung, GKV: ab 50.LJ Guajak, ab 55LJ 2 Darmspiegelungen im Abstand von 10J.

Beispiele für Vorsorgekurse:
Pilates, Beckenbodengymnastik, Rückentraining, Yoga, Tai Chi, Autogenes Training

Was kostet der Tarif?

SDK Tarif V und VP Prämien

Für wen ist der Tarif geeignet?

Alle Versicherten, egal ob gesetzlich oder privat, welche Wert auf Vorsorge und Prävention legen und mit den Leistungen der GKV und / oder der eigenen PKV nicht zufrieden sind.

Zudem ist der Tarif geeignet, einen bestehenden PKV Schutz aufwerten möchten oder eine bestehende Beitragsrückerstattung nicht gefährden wollen. Auch wer eine hohe Selbstbeteiligung im eigenen Tarif vereinbart hat, für den ist diese Vorsorgevariante durchaus interessant.

Bei weiteren fragen zum Tarif nutzen Sie gern das Kontaktformular oder den LiveChat am linken Bildschirmrand.

Weitere Informationen:

Süddeutsche KV (SDK), AVB Zusatztarife, Stand 2015

Süddeutsche KV (SDK), Antrag auf Zusatzversicherung (Gesundheitsfragen sind nicht auszufüllen)

28.
Mai '14

Beitragsanpassungen und -garantien der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) zum Januar 2015


Auch die Süddeutsche veröffentlicht schon erste Daten zur Beitragsanpassung in den UNISEX Tarifen für das Neugeschäft. Diese Anpassungen sind teilweise (*) noch vorbehaltlich der Zustimmung des Treuhändlers und nicht verbindlich derzeit.

Welche Anpassungen im Bestand zu erwarten sind und wie hoch diese und auch die hier genannten Tarife angepasst werden müssen, ist derzeit noch nicht bekannt.

Beitragsanpassung Neugeschäft (Unisex) zum 01.01.2015 (Stand: 23.05.2014)

Nein*/ja*: Bei allen so gekennzeichneten Tarifen zeigt der Zusatz „*“ an, was voraussichtlich kommen wird, vorbehaltlich abschließender Gespräche mit dem Treuhänder.

Tarif Erwachsene Kinder
Vollversicherung
A100 nein nein*
A80 nein ja
A80B ja nein
A103 nein* nein*
A105 nein* nein
A107 nein* nein
A109 nein* ja
A75 nein ja
A210 nein nein
A220 nein nein
AZ nein ja
ZS75 nein ja
Z250 nein* nein*
Z260 nein* nein*
S101 nein* ja
S102 nein* nein*
S103 nein ja
TA2 nein*  
TA4 nein*  
TA6-TA52 nein  
PN ?  
Beamte
A% nein nein*
Z% nein nein
B nein* ja
BW1 nein* ja
BW2 ja  
S%, SE nein* nein
R% ja nein
W nein nein
PB ?  
Zusatzversicherung
AG80 ja nein
AGZ nein* nein*
WG nein* nein*
ZG20 – ZG70 nein* nein*
ZH40 nein* nein
ZGB nein* nein*
NH nein* nein*
SG1 nein* nein
SG2 nein nein*
10 nein* nein
PS nein*      ja*
PZ nein* ja*
V80 nein ja
V09 nein* ja
WGZ2 nein*  
WGZ3 nein*  
WGZ4 nein*  
Gruppentarife (F, M)
AGF, AGM nein nein
AGZF, AGZM nein nein
WGF, WGM nein* nein*
ZG3/5/7F (M) nein nein
ZH4F, ZH4M nein nein
ZGBF, ZGBM nein* nein*
SG1F, SG1M nein* nein*
SG2F, SG2M nein* nein*
10F, 10M ja ja
NHF, NHM nein nein
TG6F, TG6M nein*