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27.
Januar '14

Absicherung gegen das Risiko Berufsunfähigkeit und warum lieber jetzt als gleich sinnvoll ist


Dass die Absicherung der eigenen Arbeitskraft gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit richtig ist und neben der privaten Haftpflichtversicherung mit Abstand zu den wichtigsten Produkten überhaupt gehört, dass es mittlerweile hinreichend bekannt. Sogar die oft sehr versicherungskritischen Verbraucherschützer lassen hieran nicht ansatzweise einen Zweifel.

Doch in vielen Fällen ist nicht alleine der Wunsch nach einer solchen Absicherung ausreichend, vielmehr ist es immer schwieriger eine entsprechende Versicherung zu bekommen, da die Versicherer zunehmend wählerischer werden. Der Grund ist auch relativ einfach, denn sprechen wir doch in der Risikoabsicherung über sehr hohe Versicherungssummen und am Ende im Vergleich doch geringe Prämien. (Auch wenn natürlich für den Einzelnen eine Berufsunfähigkeit Absicherung natürlich dennoch viel Geld kostet)

So ergab sich in der letzten Woche in einem Forum unter Maklerkollegen eine interessante Diskussion darüber, dass es doch in der Annahme immer öfter zu ausschließen oder relativ hohen Risikozuschlägen bei Anträgen auf Berufsunfähigkeit kommt. Eine sehr interessante Aussage eines Kollegen bewegte mich dann am Ende zu diesem Beitrag, denn er schrieb:

Mein Problem ist eher wie kann man das Problem lösen und auch Jungen Leuten eine BU ermöglichen bzw. den Zugang zu Ihnen finden. Das sollte wie schon oft erwähnt eigentlich in der Schule schon angesprochen werden…denn ich war auch mal jung und wollte nichts von BU etc. wissen

Doch warum ist eine frühzeitige Beantragung so wichtig?

Die Absicherung gegen das Risiko von Berufsunfähigkeit und den daraus resultierenden finanziellen Folgen ist natürlich nur dann möglich, wenn die Antragsprüfung positiv ausfällt. Das Ziel jedoch nur dann, wenn entweder keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen bestehen, oder auf der anderen Seite diese so gering sind dass sie (statistisch gesehen) keine Auswirkungen auf den möglichen Eintritt eines Leistungsfalles haben. Eine frühzeitige Beantragung für die eigenen Kinder, Enkel und die Ansprache des Themas bei Eltern und jungen Leuten ist daher sicherlich unerlässlich. Es ist durchaus nachvollziehbar, das man mit dem ersten Geld genug andere Wünsche hat. Das eigener Auto, Motorrad, der erste Urlaub und auch sonst gibt es Tausende Wünsche. Wer denkt schon in jungen Jahren daran, dass es auch anders kommen könnte. Da kommt der „pessimistische Makler oder Berater“ und will nun etwas erzählen von Statistiken, Gefahren, und Risiken im Leben.

 „mir passiert schon nichts“ oder „in meinem Job werde ich nicht berufsunfähig

 aber auch: „Aus Kostengründen habe ich mich gegen eine Berufsunfähigkeitsversicherung entschieden

Solche Aussagen höre ich nicht nur einmal, sondern oft und ich will und werde weder meine Kunden noch deren Kinder versuchen zu belehren oder bekehren, dass versicherbar dennoch versuche ist gezielt auf bestimmte Punkte hinzuweisen und die eigene Entscheidung in die richtige Richtung zu fördern.

Warum ist es so wichtig sich früh zu versichern?

Schauen Sie sich doch einmal in Ihrem Bekannten und Verwandtenkreis um. Da geht es schon bei Schülern in den unteren stufenlos, der eine hat Kopfschmerzen, steht unter „Stress“, Allergien gehören genauso zur Tagesordnung wie eine Vielzahl anderer Beschwerden. Jetzt stellen Sie sich vor, Sie wären Versicherer und so ein junger Mensch will sich bei ihnen gegen das Risiko einer späteren Berufsunfähigkeit versichern. Nehmen wir auch nur eine kleine monatliche Rente von vielleicht 500 € zum Start, so reden wir bei einem Eintrittsalter von 15 Jahren und einer Laufzeit von über 50 Jahren auch hier schnell im Bereich von 300.000 € und mehr.

Doch dabei bleibt es natürlich nicht, denn wir alle wollen gute Bedingungswerke, umfangreiche Leistungen und Optionen und haben daher auch Nachversicherungsgarantien, Erhöhung Optionen und Veränderungsmöglichkeiten des geplanten Versicherungsschutzes. Gerade die Produkte im Bereich der „Einsteiger-BU“ bieten hier vielfältige Möglichkeiten den Versicherungsschutz später an das neue Leben, den neuen Bedarf anzupassen.

Schnell steigen natürlich dann die möglichen Leistungen für den Versicherer problemlos auf siebenstellige Beträge und natürlich möchte der Versicherer bei Antragstellung so weit als möglich bewerben, wie hoch denn das mögliche Risiko sein kann.

Wie beschränken Versicherer das Risiko bei bekannten Vorerkrankungen?

Im Rahmen der Antragsprüfung gibt es grundsätzlich mehrere Möglichkeiten für den Versicherer.

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Die Normalannahme ist der Optimalzustand für den Antragsteller, denn hier bekommt er den vollen Versicherungsschutz zu der vom Versicherer kalkuliertem Prämie. Doch in vielen Fällen sprechen Vorerkrankungen und Einschränkungen gegen eine solche Annahmemöglichkeit und nun greifen zwei weitere Optionen. Die erste besteht in einem Ausschluss. Der Versicherer schließt also bestimmte Erkrankungen (mehr …)

14.
Januar '11

GASTBEITRAG: Wird der Beitrag einer PKV bei Tarifumstellung mit höherer Selbstbeteiligung immer günstiger?


Dieses ist ein Gastbeitrag meines Kollegen Thomas Schösser.

Nun ist man schon einige Zeit in einem Tarif einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert und möchte seinen Beitrag reduzieren. Was ist naheliegender als einfach die Selbstbeteiligung des Vertrags zu erhöhen und dadurch die Prämie zu verringern?

So wird es oftmals dargestellt. In der Praxis muss dies aber nicht immer so funktionieren wie ein Beispiel eines meiner Bestandskunden zeigt.

Der Kunde hat einen Tarif mit einem momentanen gesamten Monatsbeitrag von € 217,39. Der Tarif sieht für ambulante Leistungen einen jährlichen Selbstbehalt von € 600,- vor und ist mit umfangreichen Wechseloptionen, wie z.B. dem Sprung in leistungsstärkere Tarife ausgestattet.

Nun wurden zwei Umstellungsangebote beim Krankenversicherer angefordert.

Einmal der gleiche Tarif wie bisher, nur mit € 1.200,- jährlichen Selbstbehalt auf alle ambulanten Leistungen und ein Wechsel in einen leistungsstärkeren Tarif. Interessant wird es nun bei der Betrachtung der ersten Alternative, bei welcher der gleiche Tarif mit € 1.200,- Selbstbeteiligung ausgewählt wurde. Hier landet die monatliche Prämie bei € 216,76.

Hier würde also, im Vergleich zur bisherigen Tarifvariante, nur eine „Ersparnis“ von € 0,63 im Monat bei gleichzeitiger Erhöhung der Selbstbeteiligung um jährlich € 600,- erzielt werden.

Sie wünschen eine Alternative zu Ihrem bisherigen Tarif, oder eine andere Selbstbeteiligung (SB)? Dann sollten Sie sich vorab ein verbindliches Angebot von Ihrem Versicherer einholen und prüfen, ob eine solche Veränderung überhaupt Sinn macht.

Beachten Sie dabei nicht nur die Beitragsseite sondern auch, ob sich die Leistungsinhalte der PKV dadurch verändern würden.

Bereits beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung sollten die unterschiedlichsten Ausgestaltungen der Selbstbeteiligung betrachtet werden. Mehr dazu finden Sie auch im folgenden BLOG-Beitrag „Welche Selbstbeteiligung ist die beste?“ oder „Welche Selbstbeteiligung ist für Angestellte angemessen

Auch die bedingungsgemäßen Möglichkeiten einer späteren Reduzierung oder Erhöhung einer Selbstbeteiligung oder aber auch die generellen Wechseloptionsmöglichkeiten in andere Tarife sollten beleuchtet werden. Dies könnte unter Umständen später vorteilhaft sein, da sich im laufe der Jahre ein Tarif mit einer anderen SB-Variante beitragstechnisch besser entwickelt könnte als der ursprünglich gewählte. Mehr dazu unter „Optionsrechte im Vertrag