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13.
November '11

Versicherungspflichtig oder doch freiwillig versichert? Was ist, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer falsch meldet?


Es passiert nicht selten, da stellen Arbeitnehmer erst bei einen gewünschten Wechsel in die private Krankenversicherung fest, dass diese plötzlich gar nicht als freiwilliges, sondern als pflichtiges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) versichert sind.

Doch was kann ein Arbeitnehmer in einer solchen Situation tun?

Die Meldung, welche Art von Versicherungsstatus der Arbeitnehmer hat, obliegt in jedem Fall dem Arbeitgeber. Ist diese Meldung jedoch falsch, verhindert dieses einen Wechsel in die private Krankenversicherung (PKV).

Viele Arbeitnehmer reagieren dann etwas hilflos, da sie sich auf der einen Seite nicht mit dem eigenen Arbeitgeber streiten möchten, auf der anderen Seite aber dennoch gerne das System der gesetzlichen Krankenkasse verlassen wollen. Zunächst sollte immer versucht werden, direkt mit der Lohnabteilung des Arbeitgebers zu sprechen und zu versuchen den Fehler zu korrigieren. Ein Arbeitgeber kann eine falsch abgegebene Meldung direkt gegenüber der Krankenkasse korrigieren, auch wenn dies einigen Aufwand bedeutet. Denn je nachdem, ab welchem Termin der Arbeitnehmer schon freiwillig versichert war, müssen alle vergangenen Lohnabrechnungen korrigiert werden. Die Grundlage für diese Korrektur bietet das Sozialgesetzbuch 5 (SGB).

Jedoch ist es häufig so, dass die Lohnbuchhaltung der Meinung ist: „wir haben alles richtig gemacht“. Teilweise beruht diese Aussage auf falschen Annahmen. Spätestens jetzt hat der Arbeitnehmer das Problem, dass er sich nun mit seinem Arbeitgeber auseinandersetzen muss.
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07.
Dezember '09

Pflichten bei einem Krankenhausaufenthalt


Sie müssen ins Krankenhaus? Das allein ist schon unschön aber haben Sie auch an die Fristen zur Meldung an Ihre Private Krankenversicherung gedacht?

Die Musterbedingungen für die Private Krankenversicherung sehen folgende Regelung vor:

§ 9 Obliegenheiten

(1) Jede Krankenhausbehandlung ist binnen 10 Tagen nach ihrem Beginn anzuzeigen.

Dabei wird nicht unterschieden ob diese planbar oder akut aufgetreten ist, auch nicht ob es sich um einen Notfall handelt.

Es gibt aber Gesellschaften die durch verbesserte Bedingungen darauf verzichten oder die Fristen verlängern. Generell gilt aber eine Pflicht zur Anzeige, die sonst zu Folgen führt.

§ 10 Folgen von Obliegenheitsverletzungen

(1) Der Versicherer ist mit den in § 28 Abs. 2 bis 4 VVG vorge- schriebenen Einschränkungen ganz oder teilweise von der Ver- pflichtung zur Leistung frei, wenn eine der in § 9 Abs. 1 bis 6 ge- nannten Obliegenheiten verletzt wird.

Was also tun?

1.) Besprechen Sie vorher bereits mit einem Angehörigen das dieser eine Meldung an die Krankenversicherung vornimmt.

2.) Sollten Sie in der Lage sein, so rufen Sie Ihren Makler oder Versicherer an und notieren Sie sich Zeit, Ansprechpartner und weitere Details zur Meldung

3.) Die Aufnahme im Krankenhaus und die Angabe der Daten der Versicherung ist als Meldung nicht ausreichend.

Eins vielleicht noch:

Wenn Sie Wahlleistungen wie das Zwei- oder Einbettzimmer und die Privat- Chefarztbehandlung versichert haben und nutzen möchte, so teilen Sie es bei der Aufnahme deutlich mit und bestehen auch darauf.

Nun wünsche ich Ihnen eine gesunde Zeit.