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14.
November '16

Beitragsanpassung der privaten Krankenversicherung und was sie jetzt tun können


Am letzten Wochenende haben viele Versicherte Post von ihrer privaten Krankenversicherung bekommen und wurden darüber informiert, dass die Beiträge für den eigenen Versicherungsschutz zum 1. Januar 2017 steigen. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle, ich möchte daher diesen Beitrag nutzen um etwas mehr Klarheit in dieses Thema zu bringen.

Die Ursachen der Beitragsanpassung

Für eine Anpassung der Beiträge gibt es ganz unterschiedliche Ursachen, daher sind diese Anpassungen auch keineswegs bei allen Versicherern und auch nicht bei allen Versicherten in einem Tarif identisch. Anpassungen werden daher abhängig von den Altersstufen, dem gewählten Tarif, der Frage ob sie in Bisex oder Unisex sicher sind und weiteren Faktoren beeinflusst. Zum Jahr 2017 kommt noch ein anderer Punkt dazu. Auch in der privaten Krankenversicherung in der es im eigentlichen Tarif keine Anpassung gibt, führt eine Erhöhung der Beiträge in der Pflegepflichtversicherung zu einem höheren Gesamtbeitrag im Jahr 2017.

Beitragsanpassung in der Pflegepflichtversicherung

Diese Beitragserhöhung kann durchaus 20% und mehr (auf den Beitrag der Pflegeversicherung) betragen. Dabei sollten wir jedoch so realistisch sein, dass wir hier über Anpassungen von 5 bis 8 Euro reden und zumindest bei Angestellten diese zur Hälfte dem Arbeitgeber landet. Während der Beitrag in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung im Jahr 2017 auf 121,80 € als Höchstbeitrag ansteigt, zahlen Versicherte in der privaten Pflegepflichtversicherung (mit identischen Leistungen) oftmals Beiträge von deutlich unter 50 €, selbst nach der Erhöhung.

Steigende Kosten bei Ärzten und Behandlern

Auf der Ausgabenseite stehen viele private Krankenversicherer vor dem Problem der steigenden Kosten, welches diese nur sehr bedingt beeinflussen können. Natürlich lassen sich in die Versicherungsbedingungen Regelungen schreiben, welche dem Versicherer ermöglichen den Bezug von zum Beispiel Hilfsmittel über einen eigenen Großhändler zu organisieren, Medikamente oder sonstige Leistungen mit Rabattverträgen einzukaufen, im wesentlichen jedoch ist man Kostenerstatter. Dabei möchte ich gar nicht die Schuld auf die Ärzte oder andere Berufsgruppen abwälzen, wir haben jedoch allgemein das Problem, dass die Kosten für eine hochwertige medizinische Versorgung ansteigen.

Nun könnte man durchaus meinen das „hätte man wissen können“ oder zumindest „ahnen können“ und manche Versicherer haben dieses durchaus besser im Griff als andere. Auf der anderen Seite haben wir leider die Situation dass vielfach die private Krankenversicherung immer noch nach dem Motto: „Wer versichert mich denn billiger“ oder „Wer nimmt mich dann ohne Zuschlag“ beraten wird. So werden Entscheidungen für die private Krankenversicherung oftmals nach dem Preis, nicht aber nach der Leistung, dem Versicherer oder anderer Fakten getroffen. Einige Beispiele und weitere Erklärungen dazu finden Sie unter anderen in den folgenden Beiträgen:

Niedrigzinsphase und deren Folgen

Wer noch vor einigen Jahren Geld anlegen wollte, der bekam selbst auf ein Tagesgeldkonto zu guten Zeiten 4 %. Vier Prozent für eine Geldanlage, welche täglich verfügbar war, nahezu vollständig sicher und ohne Risiken. Auch in der privaten Krankenversicherung wird Geld angelegt. Denn das Prinzip einer kapitalgedeckten Versorgung ist nun einmal, dass in jungen Jahren weniger Kosten verursacht werden als Beiträge gezahlt. Diese Differenz geht- ganz vereinfacht- in den großen Topf der Altersrückstellungen und vermindert den Beitrag im Alter. Natürlich ist das eine sehr vereinfachte Darstellung und die Zuführung zu den Altersrückstellungen sind deutlich komplizierter. So ist es auch davon abhängig wie leistungsfähig ein Tarif ist, welche Leistungen also heute (und in Zukunft) versprochen werden und wie sich diese entwickeln.

zins-und-endkapital-bei-unterschiedlichem-zins

Wer monatlich 100 € spart, hierfür 4 % Zins bekommt und das ganze 30 Jahre durchhält, der profitiert am Ende von 32.760 € Zinsertrag und hat ein Gesamtkapital von über 68.000 €. Sinkt der Zins nur um ein (niedriges) halbes Prozent, so vermindern sich die Zinsen um 5.639 € und betragen damit nur noch 20.121 €.

Was Sie nach der Beitragsanpassung tun sollten

Bereits vor einiger Zeit habe ich in einem Beitrag ausführlich beschrieben, was Sie nach Erhalt der Information zur Beitragsanpassung tun sollten. Dabei geht es insbesondere darum, keine übereilten Entscheidungen zu treffen und sich genau vor Augen zu führen welche Folgen eine solche Entscheidung hat.beitrag-bap

So lassen sich übereilt getroffene Entscheidungen oft nicht mehr rückgängig machen oder nur mit gravierenden Folgen wieder korrigieren. Wer dabei zu schnell oder übereilt zum Beispiel seine Selbstbeteiligung erhöht, der wird später Probleme haben diese wieder zu reduzieren. Eine Reduzierung der Selbstbeteiligung ist eine Leistungsverbesserung, welches in den meisten Fällen eine neue Gesundheitsprüfung nach sich zieht.

Nicht in eine Tarifstufe wechseln, welche heute nicht angepasst wird

Eine beliebte Empfehlung von überforderten Beratern ist oftmals ein schneller Wechsel in eine höhere Selbstbeteiligungsstufe. Dabei verringert sich der Beitrag sofort, oftmals wird jedoch nicht bedacht dass dieses weit reichende Folgen haben kann. Nicht nur, dass genau zu berücksichtigen ist wie viele Kosten denn nun (mehr) selbst getragen werden müssen, nein auch die folgenden Anpassungen spielen eine Rolle. so ist es in den allerwenigsten Fällen sinnvoll, heute in eine Tarifstufe zu wechseln die nicht angepasst war. Auch dieser Tarifstufe steht (dann vielleicht im nächsten Jahr) eine entsprechende Anpassung ins Haus.

Soll ich zu einer anderen Gesellschaft wechseln?

Diese Frage wird mir oftmals gleich nach der Beitragsanpassung gestellt. Auch hier ist eine seriöse Empfehlung und Beratung nicht möglich, ohne zumindest weitere Umstände zu kennen. Dazu spielt es eine entscheidende Rolle ob sie in der alten Tarifwelt oder schon in neuen Tarifen sind. Auch stellt sich die Frage wie alt sie sind, seit wann sie bei der bisherigen Gesellschaft und in den bisherigen Tarifen versichert sind und ob die Anforderungen an die Tarife noch denen entsprechen die es bei der Einführung der Tarife bzw. beim Abschluss waren. Leider erlebe ich nur zu oft, dass damals bei der Entscheidung für die private Krankenversicherung damit bei der Entscheidung für den Tarif die Gesellschaft keine wirkliche Beratung stattfand. Der Berater entschied welche Gesellschaft und Tarif die richtige ist, der Berater musste es ja wissen und die oder der Versicherte haben einfach geglaubt. Geglaubt ohne zu hinterfragen ob es Alternativen gibt, geglaubt ohne zu überlegen warum denn gerade diese Gesellschaft oder dieser Tarif empfohlen wurde.

Versteckte Probleme in den Gesundheitsangaben

Dazu kommt in verschiedenen Altverträgen das Problem, Gesundheitsangaben sind nicht korrekt und vollständig gemacht worden. Da schlummern also Pulverfässer in den Bestand, und in vielen Fällen kann der Versicherer zumindest in den nächsten Jahren problemlos die rote Karte in Form einer Anzeige Pflichtverletzung ziehen. Wenn dieses so ist und Gesundheitsangaben bei“ nicht, nicht vollständig gemacht worden sind, so ist auch dieses ein Problem welches gelöst werden muss.

Eine solche Lösung kann ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft sein, wenn diese aus anderen Gründen sowieso ansteht. Ein Wechsel der Gesellschaft ist kein Allheilmittel. In den meisten Fällen wird dieser mit einem erhöhten Beitrag einhergehen, Denn das Eintrittsalter hat sich gegenüber der ursprünglichen Tarifauswahl verändert. Weiterhin sind Tarife angepasst worden, haben sich Rahmenbedingungen geändert und auch hier führen diese Veränderungen meist zu einer höheren Prämie.

Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft

Der Wechsel des Tarifes innerhalb der eigenen Gesellschaft ist für viele Versicherte der letzte Strohhalm. So gibt es in der privaten Krankenversicherung natürlich genügend Versicherte, welche die Leistungen auch genutzt haben. Wer also in den letzten Jahren krank war und vielleicht zudem schon etwas älter ist, für den macht ein Wechsel der Gesellschaft in den meisten Fällen keinen Sinn. Für all diese hat der Gesetzgeber jedoch eine Möglichkeit geschaffen die Versicherungsbeiträge ohne Gesellschaftswechsel zu reduzieren. Der sogenannte Tarifwechsel, geregelt im Paragrafen 204 des Versicherungsvertragsgesetzes nicht einen Wechsel in einen gleichartigen Versicherungsschutz. Für diesen Wechsel darf der Versicherer keine Zuschläge erheben, und muss diesen auch nicht mehr gesunden Bestandskunden erlauben.

Leider ist es bei vielen Gesellschaften nach wie vor ein Problem, die entsprechenden Angebote zu bekommen. Auch wenn inzwischen Angebote zu dem Tarifwechsel verschickt werden, wer sagt dem Versicherten das hier der optimale Tarifwechsel angeboten wurde. Auch die Gegenüberstellung der Leistungen zwischen dem alten Versicherungsschutz und den neu angebotenen Tarif stellt für viele Versicherte ein großes Problem dar. Hier kann professionelle Hilfe unterstützend tätig sein und einen solchen Tarifwechsel erleichtern. Dazu gibt es eine Unmenge an seriösen, aber noch eine viel größere Anzahl unseriöser Anbieter. Hier werden horrende Honorare verlangt, hier werden Vollmachten gefordert welche jedwede Kontaktaufnahme durch den Versicherer bieten, hier werden Gespräche geführt die er aggressiven Verkauf in einer Beratung ähneln.

Einen solchen Tarifwechsel sollten Sie Profis überlassen. Bei unseren eigenen (Makler-) Kunden gehört auch eine solche Tarifwechselberatung zu dem eigenen Beratungsanspruch. Ich halte es für fatal vor Jahren eine private Krankenversicherung vermittelt zu haben und dann heute nicht mehr bei Fragen für einen Wechsel zur Verfügung zu stehen. Für Fremdkunden, also Kunden wo der Vertrag nicht durch uns vermittelt wurde, ist so eine Beratung sehr schwierig. Nicht nur dass wir weder die damaligen Grundlagen, noch die Gegebenheiten heute kennen, wenden Sie sich bei Fragen gerne an mich, ich kann Ihnen gegebenenfalls direkt oder mit einem Kontakt helfen.

Einige trifft es besonders hart, mal wieder

Fast genau vor einem Jahr habe ich über die gravierenden Beitragsanpassungen bei der AXA Krankenversicherung geschrieben.

Es gab Versicherte die im Jahr 2015 mit einer Anpassung von über 34 % zu kämpfen hatten. Einige haben sich dann entschieden dieses Risiko nicht weitertragen zu wollen und das Unternehmen verlassen. Andere wiederum waren der Meinung dass dieses wohl ein Ausreißer war und zukünftig dann Stabilität einkehren würde. Leider trat dieses für Versicherte im  Tarif Vital oder auch dem EcoRA nicht ein. Auch in diesem Jahr sind Versicherte von größeren Anpassungen betroffen. So sind auch zum 1.1.2017 Anpassungen von 20-30 % für bestimmte Altersgruppen möglich, und zwar auch in Tarifen die im letzten Jahr bereits angepasst worden.

Debeka mit 19 % Anpassung

Aber auch bei anderen Gesellschaften sind Anpassungen nötig. So erreichte mich vor einigen Tagen diese E-Mail von einem Leser:

debeka-mail-bap

Es handelt sich hierbei um den Tarif für Angestellte, nicht Beamte, bei der Debeka. Hier kann ich die Entrüstung über 19 % Beitragsanpassung auf der einen Seite verstehen, bei genauerem Lesen relativiert sich dieses etwas. Es handelt sich hier um eine Anpassung von 70 €, diese sind für eine monatliche Erhöhung durchaus happig. Aber, und jetzt kommen die Einschränkungen:

Wir sprechen über eine Beitrag von 440 € (zuzüglich Pflege, Krankengeld usw.) aber wir sprechen auf der anderen Seite immer noch über einen Beitrag der etwas mehr als die Hälfte des Beitrages für die gesetzliche Krankenversicherung beträgt. Dazu besteht eine Absicherung in einem deutlich höheren Leistungsniveau. In meinem Beitrag zu der AXA Beitragserhöhung im letzten Jahr habe ich bereits eine Tabelle mit dem Vergleich zur gesetzlichen Krankenkasse veröffentlicht. (hier direkt die Tabelle aufrufen)

Nehmen wir diese als Grundlage, so sparte der Versicherte bisher (bei einem Beitrag von 370 €+ Krankengel+ Pflege gegenüber dem Höchstbeitrag der gesetzlichen Krankenkasse (den er als Angestellter über der Grenze zahlen müsste) immerhin 250 € monatlich. O. k., die Ersparnis reduziert sich nun auf knapp 190 €. Dennoch gilt genau die Aussage, welche ich im letzten Jahr getroffen haben. Die Ersparnis gegenüber der gesetzlichen Krankenkasse ist im Moment noch so groß, dass genügend Mittel zur Verfügung stehen zusätzlich Vorsorge für das Alter zu treffen. Auch in den letzten Jahren (dieser Kunde ist ja schon seit acht Jahren in dem Tarif) gab es genügend Möglichkeiten Rücklagen zu bilden.

Dabei haben wir noch nicht berücksichtigt das für die Mehrleistungen seines Tarifes in der privaten Krankenversicherung Zusatzversicherungen notwendig wären. Auch hierfür wäre irgendetwas zwischen 50 und 100 € monatlicher Beitragsaufwand erforderlich.

RuV, Hanse Merkur, Continentale

und dabei könnte ich diese Liste unendlich weiterführen, haben natürlich ebenfalls mit Anpassungen ihrer Tarife zu kämpfen. Und natürlich fällt eine Anpassung in einen Tag mit sehr hohen Leistungen und vielleicht noch ohne Selbstbeteiligung in absoluten Beträgen höher aus, als eine prozentual gleichwertige Anpassung in einem Basisschutz. 10 % von 400 € sind eben nun mal weniger als 10 % von 700 €.

Jetzt muss man hinterfragen, wie weit eine solche Anpassung einmalig oder öfter vorkommt, ob der angepasste Beitrag noch im finanziellen Rahmen liegt und worauf gegebenenfalls verzichtet werden kann. Das kann eine Leistungseinschränkung sein (setzt aber dann natürlich voraus das zu viel Leistungen derzeit versichert sind), ein Tarifwechsel oder der Wechsel zu einer anderen (voraussichtlich beitragsstabileren) Gesellschaft.

Welche Schritte soll ich unternehmen?

Diese Frage kommt immer unmittelbar nach der Beitragsanpassung. Hier ist es wichtig zu wissen dass es keine pauschale Empfehlung gibt. Wichtig ist dass sie sich intensiv mit ihrem Versicherungsschutz auseinandersetzen. Überlegen Sie gut, ob die Leistungen die dort versichert sind so benötigt werden. Weiterhin schauen Sie sich die Beitragsentwicklung in der Vergangenheit an. Trauen Sie dem Versicherer zu, langfristig eine gewisse Art von moderater Beitragsentwicklung zu gewährleisten?

Diese Frage hat zwar auf der einen Seite was mit hellsehen zu tun, auf der anderen Seite ist diese durchaus berechtigt. Denn wenn sie kein Vertrauen in ihren Vertragspartner (den sie noch die nächsten Jahrzehnte haben werden) mehr haben, dann muss hier eine Entscheidung getroffen werden. Diese Entscheidung kann zu einem Tarifwechsel, einem Wechsel der Gesellschaft oder eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung führen. Alle diese Entscheidungen sind mit gravierenden Folgen verbunden.

Daher kann ich Ihnen nur raten, sich hier vertrauensvoll an einen Berater ihrer Wahl zu wenden und sich mit einer Entscheidung Zeit zu lassen. Ein Wechsel und ein schneller Antrag bei einer neuen Gesellschaft und dort am besten noch mit allen Gesundheitsfragen mit Nein beantwortet, wird sie zu viel größeren Problemen führen die Beitragsanpassung jemals gehabt hätte.

Bei weiteren Fragen nutzen Sie gern das Kontaktformular oben rechts, den Live Chat unten links oder das Anfrageformular unter dem Menüpunkt private Krankenversicherung. Für alle Entscheidungen gilt:

Überlegen Sie gut was sie tun, schnelle Entscheidungen sind fast nie hilfreich!

06.
September '16

Hallesche Krankenversicherung mit Beitragsanpassung und Garantien zum 01.01.2017


Das Jahresende ist nah, auch die Zeit in der nun wieder fast täglich neue Informationen zu geplanten und erforderlichen Beitragsanpassungen eintreffen und ich diese hier veröffentlichen werde.

Nach bisher bei einigen Unternehmen schon ausgesprochenen Beitragsgarantien für einige Tarife, hat die Hallesche nun Zahlen für eine Anpassung bekannt gegeben. Hierbei handelt es sich um die Anpassung zum 1.1.2017 im Neugeschäft.

Beitragsstabil bleiben dabei folgende Tarife

Vollkostentarif NK1 (1200 Euro SB)
Vollkostentarif NK3 (300 SB)
Vollkostentarif KS1 und KS Bonus
im KS3 findet eine SENKUNG der Beiträge um ca. 5% statt

Ebenfalls beitragsstabil bleiben folgende Tarife aus der PRIMO Serie

PRIMO Bonus Z
PRIMO Bonus Z plus
PRIMO SB Z 1
PRIMO SB Z 1 plus
PRIMO SB Z 3 und 3 plus

In den Tarifen PRIMO SB Z2 und Z2 plus finden SENKUNGEN um ca. 8% statt

Die Ärztetarife MAS (SB Stufen 2 und 3) sind beitragsstabil. Der MAS 1 wird ca. 1% gesenkt, ebenso der MAS Bonus.

Eine Beitragserhöhung bekommen lediglich folgende Tarife:

NK 2 (600 Euro SB) mit ca. 5%
NK 4 mit ca. 8% Steigerung
NK Bonus mit 4% Anpassung

Alles in Allem ist dieses eine sehr erfreuliche Entwicklung und wird die meisten Kunden der HALLESCHE sicher freuen. Die Angaben sind beispielhaft für einen 38jährigen Kunden, in anderen Altersstufen können die Beträge/ Prozentsätze abweichen.

Auch für den Bestandskunden ist diese Angabe nicht geeignet, denn hier gelten andere Anpassungen, die aber erst im Frühjahr kommen sollten.

Hinweis: Die Beitragsanpassung als einzelne Zahl ist weder aussagekräftig zur Qualität des Tarifes, noch gibt es eine Entscheidungsgrundlage für oder gegen einen Abschluss. Dazu lesen Sie bitte den Leitfaden zur privaten Krankenversicherung und schauen sich einmal die Auswahlkriterien genauer an. Bei Fragen melden Sie sich gern.

01.
August '16

Hallesche Krankenversicherung mit neuen Zahntarifen von SMART.Dent über MEGA.Dent bis GIGA.Dent


Neue Tarife in der privaten Krankenversicherung und natürlich auch bei entsprechend benötigtem Zusatzversicherungsschutz müssen sein, schließlich verändert sich der Markt und die Anforderungen genau so schnell und die Gesellschaften müssen entsprechend reagieren. Nachdem die Allianz vor nicht allzulanger Zeit die neuen Tarife angekündigt und auf den Markt gebracht hat (lesen Sie hier die Details über die Allianz Zahntarife Dental Plus und Dental Best), folgt nun auch die Hallesche Krankenversicherung.

Smart, Mega oder Giga?

Klingt ein bisschen wie höher, weiter, schneller oder so ähnlich, sind aber die Tarifbezeichnungen der neuen Zahnzusatzversicherung der HALLESCHE Krankenversicherung. Der Aufbau der Tarife entspricht einem Baukastensystem. Das bietet den Vorteil, die Tarife sind so auf nahezu jeden Bedarf anpassbar und jeder findet den Schutz, welchen er für sich und seine Absicherung benötigt.

Auch Jugendliche und Kinder können nach den neuen Tarifen versichert werden und bekommen so einen Schutz bei Kieferorthopädie und das schon ab der KIG 1, also der geringsten Indikationsstufe, einer in der die gesetzliche Krankenkasse so keine Leistungen erbringt. Viele Eltern möchten Ihren Kindern jedoch auch dann eine passende, kierferorthopädische Behandlung ermöglichen, wenn dieses zwar nicht in jedem Fall unbedingt nötig ist, aber rein aus kosmetischen Gründen den Grundstein für später gesunde und gerade Zähne setzten kann.

Eine Übersicht über die unterschiedlichen Indikationsstufen im Bereich der KFO Behandlung habe ich bereits in meinem Beitrag zu den Tarifen der DKV erstellt und so können Sie diese und die damit verbundene Erstattung der Gesetzlichen Krankenkasse dort nachlesen. Doch nun zurück zu den neuen Tarifen der Hallesche KV.

SMART.Dent über MEGA.Dent bis GIGA.Dent – Tarifaufbau

Die Tarife sind in einer Art Baukastensystem angeordnet und so lassen sich diese sowohl als Einzeltarife, aber auch in entsprechender Kombination abschließen. In der folgenden Übersicht wird deutlich, welche Tarife wie kombiniert werden können und welche Leistungen dann damit enthalten sind.

Hallesche Zahntarife Dent Bausteine

Zunächst ist wichtig zu wissen, der Vorsorgetarif dentPRO.80, welcher zweimal im Jahr bis zu 80 Euro für Vorsorge und Zahnprofylaxe erstattet ist erst ab dem 18. Lebensjahr abschließbar, die Kinder bekommen die Vorsorgeleistungen und Zahnreinigung ggf. auch aus der gesetzlichen Krankenkasse.

Wer also nur einen der Tarifbausteine absichern möchte, der kann dieses tun. Die Kombination von mehreren Tarifen jedoch, sichert eine höhere Absicherung in mehreren Bereichen. So lassen sich zum Beispiel die Tarife dentPRO.80 + dentZB.100 und dentE.90 zu einem Gesamtpaket, dem MEGA.Dent kombinieren.

SMART.Dent über MEGA.Dent bis GIGA.Dent – Tarifleistungen

Die Leistungen unterscheiden sich, je nach Tarif und versichertem Paket. Eine kleine Zusammenfassung hier zeigt, welche Leistungen im Wesentlichen in den Tarifen enthalten sind, welche Leistungsbeschränkungen fehlen und worauf Sie achten müssen.

Hallesche-Zahntarife-Dent-Details

Zunächst einmal ist der Tarif dentZB.100 für die Zahnbehandlung verantwortlich, daher auch ZB. Hierfür werden aus dem Tarif bei medizinisch notwendigen Behandlungen 100% der Kosten, inkl. der Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse geleistet. Auch Leistungen für Narkose und Akupunktur, welche die GKV in den meisten Fällen nicht übernimmt sind hier versichert, begrenzt jedoch auf einen Betrag von maximal 250 Euro pro Kalenderjahr. Hier geht es vor allem um die Absicherung der Mehrkosten für zum Beispiel Kunststoff- bzw. Komponist Füllungen.

Kieferorthopädie aus Tarif dentZB.100

Vielleicht etwas schwierig zu verstehen, aber die Leistungen der Kieferorthopäde für Kinder- und Jugendliche kommen nicht aus dem Baustein des ZE (Zahnersatz) Tarifes, sondern aus dem Tarif der ZB Zahnbehandlung. Dieser leistet bei Kindern und Jugendlichen UNTER 18 Jahren in allen Indikationsstufen KIG 1-5 einen maximalen Betrag von 1.000 Euro in der Vertragslaufzeit.

KIG I bis 5

Dabei spielt es keine Rolle, ob die gesetzliche Krankenkasse in den KIG 1 und 2 vorher geleitet hat, denn hier wird aus der gesetzlichen Krankenkasse KEINE Leistung erbracht. Die Begrenzung von 1.000 Euro ist jedoch zu beachten. Dabei spielt es dann auch keine Rolle, ob und wieweit die Behandlung mit den 1.000 Euro schon fortgeschritten ist, dieses stellt eine absolute und feste Grenze dar.

Gerade für Ansprüche aus der KIG 1 und 2 ist die Leistung durchaus als gut zu bezeichnen. Im Leistungsbereich der KIG 3-5 gibt es am Markt jedoch Tarife, die bei einer KFO Behandlung hier höhere maximale Grenzen haben. Die Tarife mit höheren Grenzen (2.000/3.000€ aber nur 75% bzw. 90% Erstattung) sind zum Beispiel die Dental.Plus und Best Tarife der Allianz. Meine Tarifvorstellung finden Sie hierzu hier:

SMART.Dent über MEGA.Dent bis GIGA.Dent – Tarifprämien

Die Prämien können Sie aus der unterstehenden Tabelle entnehmen. Dabei ist es einerseits möglich, nur einzelne Pakete zu versichern, andererseits die Pakete zu nutzen. ACHTUNG: Der Tarif DentPRO.80 als Vorsorgetarif ist NICHT EINZELN abschließbar, nur in der Kombination mit mindestens einem anderen Tarif.

Hallesche Dent Tarife Prämien

SMART.Dent über MEGA.Dent bis GIGA.Dent – Antragstellung

Für die Antragstellung steht ein kurzer Prospektantrag zur Verfügung. Bitte auch hier beachten, bei der Beantwortung der Frage 4 nach Fehlenden Zähnen gelten Einschränkungen. Bei einem bis drei fehlenden Zähnen reduzieren sich die Höchstgrenzen der Tarife in den ersten Jahren. Statt der oben in der Übersicht angegebenen Höchstgrenzen von 500/1000… liegen diese im ersten Jahr bei 250€, in den ersten beiden Jahren bei 500€, den ersten drei bei 750€, sann bei 1.000€ und in den ersten 5 Jahren bei 1.250€. Danach entfällt auch hier die Begrenzung.

Eine Antragstellung ist auch über den folgenden Online-Rechner möglich. Dort können Sie ebenfalls einfach und bequem die Prämien der Tarife und die unterschiedlichen Kombinationen berechnen und das rund um die Uhr. Hallesche Zahntarife online-rechner

Bei weiteren Fragen zu dem Tarif, weiteren Möglichkeiten oder zu sonstigen Zusatzversicherungen sprechen Sie mich gern an. Die Kontaktdaten finden Sie oben rechts durch Klick auf „Kontakt„,, oder nutzen Sie einfach den LiveChat auf der linken Seite.

Weitere Unterlagen:

02.
Mai '16

Anpassung des Krankentagegeldes bei der Halleschen ohne Gesundheitsprüfung


Das Krankentagegeld gehört- neben einer ordentlichen Absicherung bei Berufsunfähigkeit- zu einer der wichtigsten Absicherungen im Krankheitsfall. Dieses sichert nicht nur die Weiterzahlung der eigenen Beiträge zur Privaten Krankenversicherung und damit auch den dauerhaften Erhalt des Versicherungsschutzes.

Aus diesem Grund enthalten die meisten Verträge der privaten Krankenversicherung so genannte Dynamisierungsoptionen. Damit ermöglicht der Versicherer eine Erhöhung des Krankengeldes auch dann, wenn der gesundheitliche Zustand keinen Neuabschluss oder keine Erhöhung mehr zulassen würde. In den Versicherungsbedingungen finden sich daher meist zwei Optionen. Eine individuelle und eine allgemeine. Auch bei der Hallesche finden wir in den Bedingungen eine solche Erhöhungsoption:

§ 4 Umfang der Leistungspflicht

1 Erhöht sich das Nettoeinkommen aus der beruflichen Tätigkeit, so kann das Krankentagegeld im Verhältnis der Steigerung des Nettoeinkommens auf Antrag höher versichert werden. Verkürzt sich bei Arbeitnehmern die Dauer des Anspruchs auf Fortzahlung des Entgelts im Falle der Arbeitsunfähigkeit, so kann Versicherungsschutz in einer Tarifstufe mit entsprechend kürzerer Karenzzeit beantragt werden. Ein solcher Antrag wird ohne erneute Risikoprüfung angenommen, wenn er innerhalb von 2 Monaten zum nächsten Monatsersten gestellt wird. Vom Zeitpunkt der Vertragsänderung an wird die Mehrleistung auch für einen laufenden Versicherungsfall gezahlt, soweit hierfür im Rahmen des bisher versicherten Krankentagegeldes Leistungspflicht besteht.
Die Erhöhung des Nettoeinkommens bzw. die Verkürzung der Dauer des Anspruchs auf Fortzahlung des Entgelts im Falle der Arbeitsunfähigkeit sind auf Verlangen nachzuweisen. Im Falle der Beendigung eines Arbeitnehmerverhältnisses und Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit gilt die Regelung über die Verkürzung der Karenzzeiten bei einer Änderung der Entgeltfortzahlungsdauer bei Arbeitnehmern sinngemäß.

Diese Anpassungsmöglichkeit sichert somit den passenden Versicherungsschutz über die Vertragsdauer. Doch nicht jeder Versicherte hat während der Versicherungszeit entsprechende Lohnerhöhungen und auch dort denkt nicht jeder Versicherte dann daran. Daher bieten die Versicherungen, auch die Hallesche, von Zeit zu Zeit eine weitere, freiwillige Option an um das Krankentagegeld (KT) an neue Gegebenheiten anzupassen. Eine solche Anpassung läuft derzeit.

Wer kann bei der Halleschen das KT anpassen?

Die Hallesche verschickt derzeit entsprechende Anpassungsschreiben an Versicherte, welche eine Anpassung für das Jahr 2015 noch nicht vorgenommen haben. Das Ganze sieht dann so aus:

Hallesche KT Anpassung 2016

Wie hoch darf das Krankentagegeld bei der Halleschen sein?

Die Regelungen sind nicht einheitlich in der Branche. Daher gelten die nun folgenden Aussagen so nur für die versicherten Krankentagegelder bei der HALLESCHE Krankenversicherung. Die Höhe des Krankentagegeld berechnet sich nach dem Einkommen:

KT Anpassung - HALLESCHE Einkommen

Zunächst einmal ist zu berechnen, wie hoch das neue Krankentaggeld sein muss. Dabei gelten grundsätzlich dreißig Tage als Grundlage. Wer also 4.500 Euro Bruttoeinkommen hat, dafür aber 13 Gehälter bekommt, für den sieht die Rechnung wie folgt aus:

4.500 Euro * 13 Monate = 58.500 Euro. Das kalkulatorische Monatsbrutto liegt also bei:

58.500 Euro / 12 Monate = 4.875 Euro, davon 80% = 3.900 Euro

bei 30 Tagen liegt der (mehr …)

15.
März '16

Gemeinsames Leistungsmanagement in der Privaten Krankenversicherung? Barmenia, Hallesche, Gothaer und Signal wollen Joint Venture


Die Beitragsentwicklung in der privaten Krankenversicherung wird maßgeblich von der Ausgabenseite beeinflusst. Schon heute versuchen die privaten Krankenversicherer die Kosten zu optimieren. Dies kann durch die Ausgliederung von Prozessen bei der Leistungsabrechnung, aber auch die Einführung von Apps oder Zusammenarbeit mit Krankenhäusern geschehen. Dennoch ist die Marktmacht im Vergleich zu der Größe von gesetzlichen Krankenkassen teilweise dennoch gering, so das große Rabatte oder sonstige Vorzugskonditionen oftmals nicht erreicht werden kann.

Diesen wollen jetzt einige Krankenversicherer mit einem Novum begegnen. Dem Bundeskartellamt liegt eine entsprechende Anfrage für ein Joint Venture vor, nachdem die privaten Krankenversicherer Barmenia, Hallesche, Gothaer und Signal ein solches planen.

„Die Anmeldung zu dem Vorhaben ist bei uns eingegangen. Die Prüfungsfrist läuft allerdings noch nicht, da die Anmeldung nicht alle notwendigen Informationen enthielt.“ (Bundeskartellamt)

Sollten hier alle Unterlagen vorliegen und das Bundeskartellamt zustimmen, so könnten sich diese Versicherer mit einem gemeinsamen Unternehmen im Leistungsmanagement deutlich besser positionieren, Kosten einsparen und Synergieeffekte nutzen. Allein die Größe der entsprechenden Gesellschaften und damit verbunden die deutlich höhere Anzahl von Versicherten erlauben eine andere Verhandlungsposition gegenüber Ärzten, Pharmaindustrie und Kliniken. Im Moment haben die Versicherer mit einer versicherten Anzahl etwas über einer halben Million (Gothaer) und knapp an zwei Millionen (Signal Iduna) zwar durchaus eine gewisse Größe, durch die Bündelung entsteht aber ein Unternehmen welches die Interessen von fast 4,5 Millionen Versicherten vertreten kann.Join Venture Signal, Gothaer, Hallesche, Barmenia

Was ändert sich für Versicherte?

Zunächst einmal bleibt der Vertrag mit ihrem Versicherer so bestehen, sie ihn damals abgeschlossen haben. So gibt es weder Anpassungen im Leistungsbereich, noch werden sich die Versicherungsprämien dadurch ändern. Auch die Leistungsabwicklung bleibt unverändert. Langfristig dürften sich (bei Genehmigung durch das Kartellamt und erfolgreiche Einführung) durchaus Kostenvorteile ergeben, die sich für die Versicherten in weniger Ausgaben und damit geringeren Beitragssteigerungen bemerkbar machen könnten. Das ist aber aus heutiger Sicht alles noch sehr viel Spekulation.

Gibt es solche Kooperationen und Erfahrungen schon?

Nein, der Zusammenschluss von mehreren Krankenversicherern in Form eines Joint Venture ist ein Novum und existiert bisher nicht. Es gibt zwar durchaus Versicherer die in einem Verbund organisiert sind (wie die Signal Iduna und der Deutsche Ring innerhalb einer Holding), jedoch sind die Bestände vollkommen autark und auch die Leistungsabrechnung derzeit separiert.

Der Weg der Zukunft?

Ich glaube schon dass sich in der Welt der privaten Krankenversicherung und insbesondere auf der Ausgabenseite einiges ändern wird. Rabattverträge, Vereinbarungen mit Kliniken und Ärzte verwenden sind in der gesetzlichen Krankenkasse durchaus Gang und gebe und führen auch in der privaten Krankenversicherung zu einer Reduzierung der Kosten. Da die Leistungen vertraglich festgeschrieben sind und diese nicht zum Nachteil des Versicherten verändert werden können, sehe ich im Moment auch keinerlei Nachteile für den Versicherten.