Artikel mit ‘Beitragssatz’ getagged

02.
November '11

Die Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)


Nach der Kundenfrage zur Central, welche ich in einem der letzten Blogbeiträge beantwortet habe (Kundenfrage: “Soll ich noch bei der Central Krankenversicherung bleiben, oder lieber schnell weg?”), heute mal keine Frage, sondern eine (Wunsch-)Aussage.

Wer will das nicht. Jeder der aus der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) wechselt, der erwartet neben hochwertigen Leistungen auch stabile Beiträge. Das ist einer der Voraussetzungen, um langfristig hochwertigen Versicherungsschutz bezahlbar halten zu können.

In diesem und einem der kommenden Blogbeiträge geht es daher um die Entwicklung der Beiträge in beiden Systemen.

Die gesetzliche Krankenversicherung

Dort steigen Beiträge aus mehreren Gründen. Einer der Gründe ist die Anhebung des so genannten Beitragssatzes, ein anderer die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze.

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt, bis zu welcher Höhe des Einkommens Beiträge an die gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen sind. Diese hat sich in den letzten Jahren durch Anpassungen erhöht und wird jährlich neu festgelegt. Verantwortlich für die Festsetzung der BBG ist Bundesregierung, die eine jährliche Anpassung vornimmt. In der folgenden Grafik lässt sich die Entwicklung der jährlichen Grenze ablesen.

Neben der Beitragsbemessungsgrenze gibt es einen weiteren Faktor, der die Beiträge in der GKV beeinflusst, der Beitragssatz. Dieser war bis zum Jahre 2009 abhängig von der gewählten Kasse. Diese konnte den Beitragssatz selbst, nach ihrer wirtschaftlichen Lage, festlegen und somit den Wettbewerb beeinflussen.

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12.
August '10

Wie finde ich eine billige/ günstige Private Krankenversicherung zum Einstieg?


In verschiedenen Foren, Anfragen und Anfragen wird immer wieder der (berechtigte) Wunsch geäußert, eine günstige private Krankenversicherung zu finden.

Der Wunsch ist legitim und liegt in der Natur des Menschen. Viele versuchen, die gewünschte Leistung möglichst billig zu bekommen und so möglichst viel Geld zu sparen. Oftmals wird als Argument noch angeführt: „Ich bin ja eh gesund und jung.“ oder „Als Selbstständiger/ Existenzgründer kann ich mir gar nicht leisten krank zu sein.“

In der weiteren Betrachtung möchte ich daher zwischen Angestellten (die aus der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) kommen) und Selbstständigen, hier besonders Neugründern unterscheiden.

DER ANGESTELLTE:

Als freiwillig in der GKV versicherter Angestellter zahlen Sie derzeit den Höchstbeitrag. Dieser berechnet sich aus dem Produkt der Beitragsbemessungsgrenze (in 2010 mtl. 3.750€) und dem Beitragssatz der gesetzlichen Krankenkasse. Dieser beträgt derzeit 14,9%, wovon der Arbeitgeber 7% und der Arbeitnehmer 7,9% zu tragen hat. Daraus resultiert ein maximaler Beitrag von 558,75€ (AG: 262,50€, AN: 296,25€) Das ist aber nicht alles, die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung in Höhe von 1,95% (bzw. 2,2% bei Kinderlosen) von somit maximal 82,50€ dazu.

Ein kinderloser Arbeitnehmer zahlt somit monatlich (inkl. AG Anteil und Pflegeversicherung) 641,25€ und bekommt einen maximalen Zuschuss von 298,13€.

Dieser Betrag ändert sich aber zum 1.1.2011 dadurch, dass der Beitragssatz auf 15,5% (7,3% AG, 8,2% AN). In Zahlen ausgedrückt führt dieses zu einer Mehrbelastung von 56€ monatlich.

Der Wunsch nach einer „billigen“ Privaten Krankenversicherung (PKV) ist daher gerade bei jungen Arbeitnehmern sehr groß. Dabei ist diese eben nicht für jeden interessant und sollte die Familienplanung und die spätere Mitversicherung genau so bedenken, wie eine ausgewogene Kalkulation und tariflich garantierte Leistungen. Gerade hier wird es sehr schwer für den Laien den Überblick zu bekommen und zu verstehen, welche Leistungsbausteine wie große finanzielle Belastungen nach sich ziehen.

Nehmen wir als Beispiel einen Tarif, welcher Prothesen bis zu einem Betrag von 5.000€ versichert hat. Klingt doch toll- oder? Klar, es ist solange toll, wie die Kosten dieser Hilfsmittel nicht bekannt sind. Weiss der Interessent nämlich, dass ein solches Hilfsmittel schon einmal 20.000€ oder mehr kosten kann, so relativiert sich ein Betrag von 5.000€ sehr schnell und führt zu hohen, unkalkulierbaren Eigenleistungen.

Schlecht ist der Tarif deswegen allein aber sicher nicht. Er passt aber leider auf viele Personen nicht. Haben Sie genügend finanzielle Mittel, welche auch noch sofort und jederzeit verfügbar sind, so „dürfen“ Sie einen solchen Tarif gern abschließen.

Hier sind wir aber schon bei „unserem“ EXISTENZGRÜNDER:

Gerade diese müssen zu Beginn ihrer Selbstständigkeit besonders auf die Kosten achten. Da ist es schon entscheindend, ob der monatliche Beitrag 300 oder 400€ beträgt. Doch wenn schon diese Beträge an die finanzielle Belastungsgrenze führen, wie soll ein solcher Versicherter dann mehrere tausend Euro für Leistungslücken aufwenden können?

Bei vielen Gründern und jungen Selbstständigen ist es daher ratsam, zunächst in der GKV zu bleiben und einmal zu prüfen wie sich die Umsätze und das Einkommen entwickeln. Da diese gesetzliche Krankenkasse mit einer Frist zum Ende des übernächsten Monats kündbar ist, ist niemand gehindert später in die PKV zu wechseln.

Welche Nachteile ergeben sich dadurch:

Möglicherweise verschlechtert sich der Gesundheitszustand und ein Wechsel in die PKV ist verbaut. (Lösung kann eine Anwartschaft oder eine Zusatzversicherung mit Option sein)

Weiterhin ist ein höheres Eintrittsalter denkbar, dieses wiederum führt zu einem höheren Beitrag.

Dritter Nachteil dieses „länger in der GKV Bleibens“ ist eine mögliche Nachforderung der GKV. mehr zu diesem Thema erfahren Sie in einem kommenden Blogbeitrag, welchen ich dann hier verlinken werde.

Neben dem hier gezeigten Beispiel des Hilfsmittels bergen gerade „billige“ Tarife und Lockangebote in der privaten Krankenversicherung zahlreiche Leistungslücken. Teilweise auch solche, die in der gesetzlichen Kasse so nicht existieren. Daher hüten Sie sich vor vermeintlichen Schnäppchen, lassen sich ausreichend Zeit für die Entscheidung und bleiben ggf. lieber etwas länger „da wo Sie jetzt sind“.

Dann steht einem überlegten und geplantem Wechsel in Ihre, individuelle Private Krankenversicherung nichts im Wege.

Weiterführende Informationen:

Auswahlkriterien, die Ihnen bei der Suche nach der PKV helfen

Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung

21.
Juli '09

Arbeitgeberzuschuss zur PKV zum 1.7. gesunken !


Bitte beachten Sie die NEUEN WERTE ab 1. 1. 2010

Diese finden Sie im Blogbeitrag „Arbeitgeberzuschuss 2010

Guten Tag liebe Leser,

unter dem Blogbeitrag (LINK) hatte ich bereits Anfang des Jahres die Sozialversicherungswerte 2009 veröffentlicht.

Wie jedoch berichtet wurde der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung zum 01. 07. 2009 gesenkt. Somit beträgt der Einheitsbeitragssatz in der GKV ab 01. 07. nunmehr 14,9%.

Somit sinkt für privat Krankenversicherte der maximale Arbeitgeberzuschuss zur Krankenversicherung.

Ab 01. 07. 2009 gelten folgende Größen:

Zuschuss zur PKV 50% des Beitrages, maximal jedoch 257,25 EUR (bis 1.7. 268,28 EUR)

Zuschuss zur Pflegevers. 50%, max. 35,83 EUR (Ausnahme Sachsen, hier 17,46 EUR) – unverändert.

Bitte beachten Sie dieses bei der Berechnung der Beiträge bzw. der Kalkulation Ihrer privaten Krankenversicherung.

Die vollständige Übersicht mit den Sozialversicherungsgrößen 2009 finden Sie unter den Downloads. (Direktlink)

Bitte beachten Sie auch, das bei der Kurzarbeit besondere Regelungen gelten, diese finden Sie auch in dem hier verlinkten Blogbeitrag.

21.
Januar '09

Beitragssatz in der gesetzlichen Kasse soll gesenkt werden


Nun doch?

So oder so ähnlich wird sich mancher fragen. Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung soll wurde nun doch zum 01. 07. 2009 wieder gesenkt werden.

Dabei handelt es sich um eine vorr. Senkung in Höhe von 0,5 Prozentpunkten, also von 15,5% auf 14,9%. Hierbei wird der Arbeitgeber- und der Arbeitnehmeranteil gleichermaßen gesenkt.

Ob das denn so kommt?- warten wir es ab.