Artikel mit ‘BAP 2011’ getagged

05.
April '11

Beitragsanpassung der Bayrischen Beamtenkrankenkasse (BBKK) zum 01. 05. 2011


Die Kunden haben die Information zur Anpassung bereits bekommen bzw. bekommen diese in den kommenden Tagen. Die Post wird eher unerfreulich sein, denn es handelt sich um teils drastische Anpassungen zum 01. 05. 2011. Einige der Kunden trifft es ziemlich hart, denn bereits mit der Beitragsanpassung der BBKK zum 01. 05. 2010 waren die Anpassungen nicht gerade klein.

Natürlich sind Beitragsanpassungen nötig und bei allen Unternehmen vorhanden, jedoch stellt sich die Frage in welchem Umfang.

Reale Beitragsanpassungen bei einigen Tarifen finden Sie ebenfalls im Blog. Warum Beitragsanpassungen nötig sind, lesen Sie in der Unterrubrik „Beitragsanpassungen“ hier auf der Homepage.

Welche Tarife werden nun angepasst und wie hoch ist die Anpassung?

(Hinweis zur Übersicht: M = Männer, F = Frauen, K = Kinder, mJ = männliche Jugendliche, wJ = weibliche Jugendliche)

Tarif A0 und A0A wird angepasst bei M mit + 8 von 9%

Tarife A1500 und A420 bei mJ und wJ +43%, dazu K +43%, F mit +12%

Tarife A80 bei M mit + 10%

Compact Privat / S bei M mit +10 bis 11%

S 1 führt bei M und F zu Beitragssenkungen

S3 und S3A mit +7% bis +14%

Weitere Anpassungen finden ebenfalls in den Beihilfetarifen statt. Angepasst werden hier unter anderem die folgenden Tarife:

B20/2 in diversen Varianten bei F mit +6 bis +7%

BawPrivat 30 und 50 bei mJ und M und auch bei wJ und F von +21% bis +36%

Diese Anpassungszahlen beziehen sich auf das Neugeschäft. Dabei ist zu beachten, das nach mir vorliegenden Kundenfällen durchaus höhere Anpassungen im Bestand stattfinden.

Was kann ich tun, falls mein Tarif (schon wieder) angepasst wird?

Generell ist zunächst zu überlegen, ob der bestehende Tarif zu den heutigen Auswahlkriterien passt. In jedem Fall ist neben dem Verbleib in dem Tarif auch ein Tarifwechsel nach §204 VVG innerhalb der Gesellschaft möglich. Auch wenn es nicht unbedingt von den Gesellschaften gewünscht wird, bleiben Sie beharrlich oder wenden sich an einen Berater, der Ihnen bei dem Tarifwechsel unterstützen wird.

Weitere Beiträge zum Thema:

Sie müssen sich aber schnell entscheiden – Der Unsinn von Verkäufern in der PKV

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Ich möchte einen (Kranken-) Versicherer der kulant ist

09.
Februar '11

Beitragsanpassung der HUK Coburg Krankenversicherung zum 01. 03. 2011


Im letzten Jahr haben viele Gesellschaften der Privaten Krankenversicherung (PKV) die Beiträge für das Neu- und Bestandsgeschäft angepasst/ anpassen müssen. Nun fehlen noch einige, welche turnusmäßig nie zum 01. 01. sondern zu anderen Terminen im Jahr anpassen.

Zum 01. 03. 2011 wird die HUK Coburg Krankenversicherung die Prämien im Neugeschäft anpassen. Welche Tarife im Bestand angepasst werden, ist noch nicht bekannt.

Folgende Tarife erhalten eine Anpassung. ( Angaben in % ) (c) GewaComp

Tarif A0 bei Männern/ männlichen Jugendlichen zwischen +5 und +16%
Tarif A0S bei Männern/ männlichen Jugendlichen bis zu 16%
Tarif A1200 bei Männern zwischen +12 und +18% und Frauen +11 bis +21%
Tarif A300 bei Männern zwischen +6 und +8%, Jugendliche (männl.) bis 20%
Tarif A300S bei Männern bis +6%, Jugendliche (m) bis 21%
Tarif A600 und A600S bei männl. Jugendl. bis 22%. Frauen +14 bis +16%

Tarif E100 bei Männern +5 bis +6%
Tarif E1000 bei Männern von Senkungen bis +11%

Select 0 und 0S bei Männern zwischen +11 bis +12% und weibl. Jugendlichen ca. + 12%
Select 600 und 600S bei männlichen Jugendlichen bis +12, weiblichen Jgdl. +10%

Tarif SM und SMS bei Männern bis 18%
Tarife Z100, Z100S, Z80 und Z80S bei Kindern und Jugendlichen (m/w) zwischen +13 und +37%

Ebenfalls finden in einigen Beihilfetarifen Anpassungen statt. Darunter sind u.a. folgende Tarife:

BA201, BA201 SB 300, BA301, BA301 SB 300, BA30 SB 300, BA50, BA 501, BA501 SB300 und BA50 SB 300
in diesen Tarifen nur bei Frauen Anpassungen von +1 bis +12%
In den Tarifen BE, BEZ1, BEZ1 plus, BEZ3 und BEZ3 plus gibt es bei Männern und Frauen Anpassungen und teilweise Senkungen

Anpassungen/ Senkungen finden auch in den Krankentagegeldtarifen statt.

KT1, KT2, KT13, KT3, KT6, KT26, KT39, KT52

Auch hier gilt:

Keinesfalls voreilig Kündigen bei einer Beitragsanpassung und stattdessen die eigenen Anforderungen und Auswahlkriterien (erneut) überprüfen und die Gelegenheit nutzen, sich intensiv mit den vertraglich zugesicherten Leistungen zu beschäftigen.

Weitere Beiträge zum Thema:

Lohnsteuer und Private Krankenversicherung

Arzthonorare (Serie) in der Privaten Krankenversicherung

25.
November '10

Beitragsanpassung in der Provinzial / VGH Versicherungen zum 01. 01. 2011


Auch die Provinzial Versicherung kommt aus verschiedenen Gründen nicht um eine Beitragsanpassung herum. Warum es zu Beitragsanpassungen kommt, lesen Sie auf meiner Seite „Private Krankenversicherung – Beitragsanpassungen

Welche Tarife werden bei der Provinzial/ VGH Versicherungen nun angepasst?

VKAn (270 EUR SB) bei Männern +16 bis 18%, Frauen +17 bis 19% und Kinder ca. +6%

VKAn A Männer ca. + 15% und Frauen +12%

VKKn A bei Männern + 12% und Frauen ca. +9%

VKSn (900 EUR SB) bei Männern + 17- 19%, Frauen ca. + 7% und Kinder +3%. Jugendliche +22- 32%

Weiterhin finden Anpassungen in den Krankentagegeldtarifen (SKG 10, 15, 5) statt

in den GKV Ergänzungenversicherungen AZP, AZZ, ZE30, ZE30 A (hier drastische Anpassungen der Prämien NACH UNTEN)

Das bedeutet nicht, das Sie wegen einer Beitragsanpassung kündigen sollen, müssen oder dergleichen. Vielmehr machen Sie sich Gedanken zu den Kriterien unter denen Sie sich für einen Versicherungsschutz entschieden haben, welche Leistungen Ihnen wichtig sind und was es sonst noch an Kriterien und offenen Leistungsbereichen gibt.

Passende Artikel zum Thema:

Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung

Beschluss des GKV Finanzierungsgesetzes GKV-FinG

Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung (PKV)

23.
November '10

Und wenn die Beitragserhöhung der PKV bei mir nicht angekommen ist?


Sie haben bereits einiges zu Beitragsanpassungen der Privaten Krankenversicherung zum 01. 01. 2011 gelesen und auch „ihren“ Tarif in der Liste der Erhöhungen gefunden? Nun warten Sie mehr oder minder gespannt auf den Brief. Aber so lang Sie auch warten, er kommt und kommt nicht.

Hat die Post den Brief verlegt?

War die Aussage falsch und mein Tarif wird doch nicht angepasst?

Was muss/ kann/ sollte ich tun?

Um zu klären was nun passiert, schauen wir uns zunächst die gesetzlichen Grundlagen an. Diese ist ist unter anderem in dem § 205 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) zu finden. Dort heiß es:

(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb eines Monats nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

In diesem Text stecken mehrere spannende Informationen. Zunächst einmal muss es zu einer ERHÖHUNG des Beitrages kommen. Eine Beitragsanpassung, welche eine Senkung der Beiträge zur Folge hat, reicht somit NICHT aus. Auch eine Steigerung im ambulanten Tarif um 10 EUR und eine Verminderung des Beitrages bei Stationär- oder Zahnbaustein um 12 EUR bedeutet somit eine Senkung für den Vertrag im Ganzen und löst kein Sonderkündigungsrecht aus.

Weiterhin ist dieses nicht nur bei einer Prämienerhöhung, sondern auch einer Leistungsminderung möglich. Dieses kann durch eine Erhöhung der Selbstbeteiligung ausgelöst werden. Die Erhöhung der Selbstbeteiligung, welche dem Versicherer zweifelsfrei möglich ist, bedingt eine Kündigungsmöglichkeit. Diese stellt nämlich eine Leistungsminderung dar, denn es wird ja nun zum Beispiel nicht mehr ab 300 EUR geleistet, sondern z. Bsp. erst ab 350 EUR.

Doch wann erhalten Sie nun Kenntnis von der neuen Prämie:

Ein Anruf des Beraters, Vertreters oder des Maklers reichen natürlich nicht aus. Maßgebend ist hier der ZUGANG der Änderungsmitteilung. Diese verschickt der Versicherer in der Regel zum Jahresende. Beweispflichtig ist der Versicherer. Kommt die Anpassungsmitteilung (Nachtrag zur Police) nicht an, so ist es zunächst Aufgabe des Versicherers dieses zu beweisen. Lassen Sie sich von Aussagen wie „wir haben die aber geschickt und auch nicht zurück bekommen“ nicht beeindrucken. Nur weil ein Brief (ohne Einschreiben) nicht bei Ihnen ankommt, heißt es nicht das dieser auch zurückgekommen ist und weiterhin ist es natürlich fraglich, wie Sie den Versand oder das Zurückkommen beweisen sollten.

Auch, wenn der Versicherer die neue Prämie einfach abbucht ohne Sie vorher zu informieren reicht nicht aus. So hat das LG Neuruppin (VersR 02, 602 LS) eine Kenntnisnahme der Erhöhung hierdurch eindeutig verneint.

Was können Sie tun, falls Sie keine Kenntnis haben oder der Versicherer einfach abgebucht hat?

Informieren Sie den Versicherer umgehend. Haben Sie den Beitrag bereits zurückgebucht oder ist die Lastschrift zurück gegangen, so überwiesen Sie umgehend den alten Beitrag um nicht in Verzug und somit ggf. in Schwierigkeiten zu kommen und keine Leistungen zu bekommen. Teilen Sie dem Versicherer auch mit, das Sie von der Abbuchung keine Kenntnis hatten.

Was passiert dann?

Auch hierfür gibt es eine gesetzliche Regelung. Diese ist im § 203 Abs. 5 geregelt:

(5) Die Neufestsetzung der Prämie und die Änderungen nach den Absätzen 2 und 3 werden zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Mitteilung der Neufestsetzung oder der Änderungen und der hierfür maßgeblichen Gründe an den Versicherungsnehmer folgt.

Dieses bedeutet somit in der Praxis folgende Änderungen. Angenommen, Sie haben erst durch die Abbuchung im Januar von der Anpassung erfahren und den Versicherer nun informiert, dass Ihnen die neue Police nicht vorliegt, so verschiebt sich die BEITRAGSERHÖHUNG auf 01. März, falls die neue Police erst im Februar eingeht, auf den 1. April. Bis zu diesem Termin sind die alten Beiträge fällig. Die erhöhten Beiträge müssen nicht nachgezahlt werden.

Wie können Sie dieses verhindern oder Probleme vermeiden?

1.) notieren Sie sich umgehend den Eingang des Schreibens der Beitragsanpassung

2.) kontrollieren Sie alle Fakten, Zahlen und Tarife auf der Police

3.) Erhalten Sie keine Anpassung, so vergleichen Sie im Januar Ihre Kontoauszüge und kontrollieren die Beiträge die abgebucht werden

4.) Widersprechen Sie einer Erhöhung ggf. und lassen sich alle Unterlagen (erneut) mit den korrigierten Terminen zusenden

Weitere Artikel, die zum Thema passen:

Die unendliche Geschichte mit einem Kölner Krankenversicherer

Die unendliche Geschichte mit einem Kölner Krankenversicherer Teil II

Sie müssen sich aber schnell entscheiden – Der Unsinn von Verkäufern in der PKV

17.
November '10

Axa mit (teils deutlichen) Beitragsanpassungen im Bestand für 2011


Bereits im Juli hatte die Axa Krankenversicherung die Beitragsgarantien für das Neugeschäft veröffentlicht. Anders als im Neugeschäft werden in den Beständen meist andere Tarife und zu anderen Prozentsätzen angepasst. In einem Rundschreiben wies die Axa nun auf die Daten für das Bestandsgeschäft hin.

Falls Sie also bereits in Tarifen der AXA Krankenversicherung versichert sind, hier die Tarife die eine Anpassung zum 01. 01. 2011.

Vital 750 (Alte Welt) bei Männern und Frauen (bei Männern durchschnittlich 24% bei Frauen 16%)

EL/ EL 400 (Elementar) bei Kindern und Frauen (durchschnittlich 19% bei Frauen)

EL Bonus bei Männern (durchschnittlich 7%)

ECO 1300 bei Kindern, Männern und Frauen

Vital Z bei Kindern, Z100S bei Männern und Frauen

AM/ K unterschiedliche Anpassungsgruppen

KG 2 bei Männern und Frauen

Vision 1 und Vision 1F bei Männern und Frauen (durchschnittlich im Vision 1 bei Männern 13%, Frauen 4,5% und im Vision 1F bei Männern wie Frauen 22%)

Vision 2 und 3 bei Männern und Frauen (im Vision 3 auch bei Kindern und Jugendlichen)

Vision Start bei Kindern und Jugendlichen

Tarife 14/ 34 in unterschiedlichen Gruppen

VA 100-2 bei Männern

PRAXMed bei Männern und Frauen

VisionMed bei Frauen

11/ 31 in unterschiedlichen Gruppen

KG-SU bei Männern und Frauen

Pflegetagegeld PTG Dyn bei Männern, Frauen und auch Kindern

Beihilfetarife B3 15- B3 70 bei Männern

BS 15A – BS 70 A bei Jugendlichen, Männern und Frauen

B3 25A – B2 70A bei Jugendlichen und Männern

CKB20 / CKB 30 bei Kindern und Männern

Auch wenn die Anpassungen zum Teil durchaus besorgniserregend sein können, bitte handeln Sie nicht voreilig. Bevor Sie überstürzt handeln beachten Sie bitte auch den Blogbeitrag zum Thema “Nicht voreilig kündigen bei Beitragsanpassung” und informieren sich unter der Rubrik BAP hier im Blog über andere Anpassungen bei den Mitbewerbern.

Denken Sie bitte dran, Kostensteigerungen in der PKV resultieren aus mehreren Faktoren. In diesen Anpassungen sind die Stornoentwicklung und neue Sterbetafeln, wie auch gestiegene Leistungsausgaben berücksichtigt.

Versicherte im (alten) Tarif VITAL der Axa, welche letztes Jahr wegen einer Beitragsanpassung von 250 EUR in 750 EUR Selbstbeteiligung gewechselt sind, haben einmalig die Möglichkeit in den Tarif mit kleinerer SB (250 EUR) OHNE Gesundheitsprüfung zurückzukehren.

Aufgrund der Anpassung ist es bis zum 23. 11. 2010 nicht möglich Umstellungsangebote zu rechnen oder Ersatz- und Änderungsanträge policiert zu bekommen.