Artikel mit ‘Anwartschaft’ getagged

10.
November '17

Central will Anwartschaft nur mit Gesundheitsprüfung aktivieren – dürfen die das denn?


Es gibt so Tage, da häufen sich Fälle eigenartigerweise. Wer weiss wie viele meiner Blogbeiträge entstehen, der weiß auch, ich sammle durchaus häufige Fragen aus dem LiveChat und mache daraus einen Beitrag. Nachdem nun über zehnmal die Frage kam und es immer wieder vorzukommen scheint, nutze ich mal diesen Beitrag um Grundlagen zur Aktivierung einer Anwartschaft zu erklären. Dieses ist hier gerade auf die Central Krankenversicherung bezogen, trifft aber auf die meisten anderen Unternehmen nahezu identisch zu.

Erst einmal zur Erklärung und zum bessren Verständnis, was eine Anwartschaft ist, wie diese funktioniert und wozu man so ein „Ding“ eigentlich abschließen sollte. Ein Beispiel habe ich im Beitrag von gestern erklärt, die Sicherung des Eintrittsalters in der PKV.

Die Anwartschaft

Eine solche Anwartschaft sichert mir ein Recht. Ein Recht auf den Abschluss eines Vertrages bei einem Versicherer in einem bestimmten Tarif. Es ist also nicht unbedingt vergleichbar mit Optionen, welche auch ein Recht sichern, aber meist nicht auf einen Tarif ausgelegt sind.

Anwartschaft – eine Sicherung des Alters und Gesundheitszustandes in der PKV

Aber nicht nur vor dem Weg in die PKV, auch während des bestehenden Vertrages kann eine solche Anwartschaft sinnvoll und nützlich sein. Gründe für eine Nachträgliche Umwandlung in eine Anwartschaft sind zum Beispiel:

  • – vorübergehende Versicherungspflicht in der Gesetzlichen Krankenkasse
  • – Arbeitslosigkeit
  • – wirtschaftliche Notlagen (Achtung bei Vers. Pflicht)
  • – und andere mehr

Wann endet die Anwartschaft?

Genau diese Frage ist immer wieder ein Problem, so auch hier in der Anfrage aus dem LiveChat. Lesen Sie selbst:

Hier ist genau so ein Fall eingetreten. Nach einigem Nachfragen und „Hin- und Herschreiben“ kamen weitere Fakten und Umstände zu Tage. Es bestand damals schon ein Vertrag mit der Central Krankenversicherung und dieser wurde dann, nachdem Versicherungspflicht eingetreten war, auf „Anwartschaft gestellt“. Es wurden also weiterhin Beiträge gezahlt und monatlich pünktlich abgebucht. Aus dem damaligen Krankenversicherungsschutz wurde aufgrund der bestehenden GKV eine Anwartschaft. Grund war hier die Sicherung des Eintrittsalters und der Erhalt der gebildeten Altersrückstellungen. Eine solche große Anwartschaft ist nicht so günstig, die Beiträge sind problemlos vierstellig pro Jahr, sichern diese doch langfristig eine Rückkehr zu den alten Vertragskonditionen.

Auch hier besteht die Anwartschaft noch heute. Schon einige Jahre ist die Versicherte hier wieder in einem neuen Job und überschreitet die JAEG (Also die Grenze welche die Versicherungspflicht regelt) seit längerem wieder und kann somit in die PKV Zurückwechseln. Bisher hatte sie dieses aber nicht getan.

Nun sollte es aber endlich passieren, also schrieb die Kundin die Versicherung an, worauf diese recht einfach antwortete:

„Sie können gern wechseln, aber dann bitt mit neuer Gesundheitsprüfung.“

Die Kundin dachte, es handle sich um einen Fehler, schließlich habe sie genau darum doch die Anwartschaft die letzten 22 Jahre pünktlich bezahlt und nun soll sie dennoch eine neue Gesundheitsprüfung machen und sich dem Risiko eines Zuschlages oder der Ablehnung aussetzen? Das kann doch wohl nicht war sein, oder?

Bedingungen zur Aktivierung der Anwartschaft eindeutig

Doch nicht immer ist der Versicherer einfach nur böse und möchte den Kunden ärgern. Für eine solche Anwartschaft gelten Bedingungen, also das berühmte Kleingedruckte. Wir schauen uns einmal diese Bedingungen (hier im Stand 1/2011) genauer an, daran lassen sich gut die Regelungen erkennen.

und hier die Bedingungen aus den 90er Jahren, also die hier geltenden:

Entscheidend sind hier die Regelungen zum Aufleben des Schutzes. Dort heißt es ganz eindeutig:

„Der Wegfall der Voraussetzung für die große AW ist innerhalb einer Frist von 2 Monaten anzuzeigen…“

Dieses ist eine sogenannte Ausschlussfrist. Wird diese versäumt (dabei spielt es keine Rolle warum das passiert), so ist die Frist vorbei und eine Aktivierung der Anwartschaft ist ausgeschlossen. Daher ist es elementar wichtig, hier schnell zu handeln und den Versicherer zu informieren. Ist eine solche Info erfolgt und braucht der Versicherer dann weitere Unterlagen oder sonstige Papiere, so kann dieses auch dann noch erfolgen. Sammeln Sie aber erst alle Nachweise zusammen und dadurch verstreichen die zwei Monate, so ist die Chance auf Anwartschaft vertan.

Auch hat die Central noch eine besondere Lösung für Menschen, welche in einem GKV Wahltarif versichert sind, also einem Tarif der Sie zwar als freiwilliges Mitglied versichert, aber eine Kündigung erst nach Jahren zulässt. (Hinweis: –> Wahltarife nun doch kündbar)Wer hier dann aber an das Ende des Wahltarife kommt, der MUSS wechseln und damit die Anwartschaft aktivieren oder es aber lassen. Danach verfallen aber die Rechte aus der Anwartschaft und es besteht keine Möglichkeit mehr, ohne eine neue Gesundheitsprüfung in die Tarife zu wechseln, der Vorteil ist also futsch.

Beiträge weiterzahlen nützt nix

Aber hier scheint es die Kundin wohl nicht gewusst zu haben, oder kann sich zumindest nicht mehr daran erinnern. Der Versicherer hatte vor 22 Jahren die Bedingungen der Anwartschaft zugeschickt, aber wer „liest schon das Kleingedruckte“. Damit war es in Vergessenheit geraten und niemand hatte sich Gedanken gemacht, schließlich wurden die Beiträge jeden Monat pünktlich bezahlt. So war die Verärgerung jetzt natürlich groß:

Dabei folgt dann gleich die nächste Frage. Wenn „die mich nicht wechseln lassen ohne neue Gesundheitsprüfung“, was ist denn dann mit den Beiträgen? Nun, diese sind leider weg. Warum steht auch in den Bedingungen:

Wer also die Rechte nicht nutzt und den Vertrag (auch aus Unwissenheit) nicht aktiviert, der zahlt leider umsonst. Der Versicherer selbst weiss ja gar nichts von dem Umstand, dass hier eine Aktivierung möglich ist oder möglich sein könnte und kann daher nicht einmal wenn er wollte proaktiv reagieren.

Daher ist diesem hier auch gar kein Vorwurf zu machen. Es ist leider ein Fall von „nicht richtig gelesen“, „nicht vollständig gelesen“ oder auch „falsch beraten worden“. Aber das trifft alles auch nur bedingt zu, denn auch der Berater weiss nicht zwingend, was der Kunde verdient und ob er über der Grenze ist. Daher ist der Nachweis auch hier durch diesen nicht zu führen.

Warum kann die Central hier nicht kulant sein?

Nun, Kulanz existiert in der privaten Krankenversicherung nicht, darf sie auch nicht. Es gibt Regelungen in den Bedingungen, welche die Vorgaben für den Vertrag bilden und die Grundlage für jedwede Leistung. Die Leistung einer Anwartschaft ist die Aktivierung des Vertrages ohne Gesundheitsprüfung und eine solche Leistung ist an Bedingungen geknüpft. Würde die Central oder jeder andere Krankenversicherer hier nach Jahren noch aktivieren, so verschleudert diese das Geld der anderen Versicherten. Bei einer rechtzeitigen Aktivierung wären längst höhere Beiträge (damit Einnahmen für das Kollektiv) vorhanden gewesen und auch ein damaliger Gesundheitszustand aktuell. Was ist denn, wenn die Kundin bewusst so lange gewartet hätte, bis eine Krankheit eintritt und erst dann den teureren aber besseren Schutz der PKV nutzen wollte? Ist hier vielleicht nicht so, ist aber ein Beispiel dafür, dass dieses „Rosienenpicken“ nicht funktionieren kann und dann deutlich höhere Prämien fällig wären.

Daher hat der Versicherer hier richtig gehandelt und sich an das gehalten, was er mit seiner Kundin vertraglich vereinbart hatte. Natürlich ist es schade, wenn die Beiträge futsch sind und der Kundin hier ein Nachteil entsteht, aber leider ist die Entscheidung hier auf einen Fehler / Unkenntnis seitens der Kundin zurückzuführen und nicht auf einen Fehler des Versicherer.

Daher… lesen Sie die Bedingungen, lassen Sie sich wichtige Fristen und Termine erläutern und notieren diese. Nur so lassen sich solche (kostspieligen) Fehler vermeiden.

Ach, eines noch: Wenn sich etwas verändert, beruflich, am Status oder dergleichen, schreiben Sie Ihrem Berater eine kurze Mail, er wird Ihnen gern sagen was wann zu tun ist.

 

07.
November '17

Das jährliche Rennen zum Jahresende startet in 3, 2, 1… und warum es machmal unsinnig ist


und täglich jährlich grüßt das Murmeltier. So oder so ähnlich könnte dieser Blogbeitrag auch anfangen, geht es doch jedes Jahr auf’s neue um die Frage, wie sich noch schnell das alte Eintrittsalter nutzen lässt. Dieses ist immer dann wichtig, wenn es sich um Produkte und Verträge handelt, welche mit steigendem Alter teurer werden.

Bei den Produkten zur

ist dieses immer so. Hier richtet sich der Beitrag unter anderem danach, wie alt der oder die Versicherte bei Beginn des Vertrages ist. Dabei spielt aber nicht unbedingt das tatsächliche Alter, also das was wir uns vorstellen, eine Rolle. Entscheidender ist das versicherungstechnische Alter.

Es geht also nicht darum, wie alt Sie wirklich sind oder gar wie alt Sie sich fühlen, es geht um ein bestimmtes Eintrittsalter bei der jeweiligen Versicherung. Bis auf wenige Ausnahmen verwenden die meisten Unternehmen dabei die Kalenderjahres-Regel.

Kalenderjahres-Regel – so alt sind Sie für die Versicherung

Dabei ist es recht einfach zu verstehen und auch schnell nachvollziehbar. Entscheidend ist hier, nicht das Geburtsdatum bzw. der wirkliche Geburtstag entscheidet über das Alter, sondern einfach das entsprechende Jahr. Damit es einfacher Verständlich wird, hier eine kleine Erklärung.

Unser Beispielkunde Maximilian ist am 12. Juni 1987 geboren und überlegt nun, wie alt er wirklich und wie alt er für die Versicherung ist. Das „wirkliche“ Alter bekommt er noch schnell hin. Am 12. Juni 2017 hatte er seinen 30. Geburtstag, das weiss er ganz genau, hat er doch mit Freuden und Familie eine große Sause gemacht. Daher dachte er bisher auch, er wäre für die Versicherung nun auch bis zum nächsten Geburtstag 30 Jahre alt. Doch leider hat er hier „falsch gedacht“. Die Versicherung rechnet da etwas anders und überlegt nicht, wann der GeburtsTAG ist, sondern fragt eigentlich nur nach dem GeburtsJAHR.

Geboren ist Max im Jahre 1987, also ist er im Jahr 2017 genau 30 Jahre alt. Dabei spielt es keine Rolle, ob seine Versicherung am 01. 01., 01.07., 01.12. oder (theoretisch) am 31.12. beginnt. Wichtig ist hier nur ein Beginn im Jahre 2017.

Lesetipp: formeller, materieller und technischer Beginn – die Begriffe

Ab dem 01. Januar 2018 ist aber dann auch nicht mehr das Altert 30 relevant, dann ist Maximilian 31, egal ob er schon Geburtstag hatte oder noch haben wird. Auch hier spielt es daher keine Rolle an welchem tag er wirklich feiern kann und Geburtstag hat. Entscheidend ist auch hier wieder das Kalenderjahr, und das ausschließlich

Doch zurück zu unserem Fall und der Frage, ob ein frühes Eintrittsalter sinnvoll ist und ob es lohnenswert ist, schnell zu handeln. Dazu gilt auch hier wieder:

schnell handeln JA, unüberlegt handeln NEIN.

Nachdem wir nun geklärt haben wie alt Max wirklich ist, stellt er sich natürlich die Frage, ob ein schneller Antrag in 2017 noch ausreicht um sich die Konditionen zu sichern, oder ob er sich einfach im kommenden Jahr damit beschäftigt.

Der Versicherungsbeginn entscheidet, nicht das Antragsdatum

Entscheidend ist aber immer der Versicherungsbeginn, nicht das Antragsdatum. Es nützt also rein gar nichts, am 31. 12. noch schnell einen Antrag zu stellen und den Beginn dann mit „1. März“ auszuwählen. Der Vertrag muss wirklich begonnen haben und entscheidet dann auch darüber, welches Alter gilt. Unterschiedliche Regelungen und Möglichkeiten sich ein Alter zu „sichern“.

Daher ist es nicht nur wichtig ggf. eine Entscheidung zu treffen, sondern auch den Antragsbeginn in 2017 zu wählen. Während das in der Absicherung bei der Berufsunfähigkeit eher unkompliziert ist, lassen sich hier doch die Anträge per 1.12. noch problemlos stellen (selbst im Dezember noch), kann es in der privaten Krankenversicherung ein Problem werden.

Wer aus der gesetzlichen Krankenkasse wechseln möchte, der benötigt einen Beginn in 2017. Das ist aber, aufgrund der Kündigungsfrist zum Ende des übernächsten Monats ein Problem. Wer also die GKV im November kündigt, dessen Schutz endet erst zum 31. Januar 2018. Ein Wechsel in eine private Versicherung ist damit erst dann möglich. Eine Lösung kann bei einigen Unternehmen eine Anwartschaft sein. Genauere Abläufe und Hintergründe finden Sie im Beitrag:

Noch schnell ein Jahr jünger in die PKV

Zu beachten ist hier, eine solche Anwartschaft wird nicht von allen Unternehmen für zwei Jahre angeboten, bei einigen ist diese nur für den Monat Dezember abschließbar. Dennoch loht sich (auch bei extra Beitrag) eine solche Lösung in den meisten Fällen, denn hier ist die Ersparnis auf Dauer größer.

In Ruhe überlegen, nichts überstützen

Eines gilt aber immer. Es ist nicht ratsam eine Entscheidung unter Zeitdruck zu treffen, auch nicht wenn diese vielleicht dann zu dauerhaft günstigen Beiträgen führt. Es geht bei solchen Verträgen, die sich langfristig anpassen (müssen) immer um eine solide und begründete Auswahl des passenden Tarifes oder/ und der passenden Gesellschaft. Nur bei einer sorgfältigen Auswahl ist ein sinnvoller Schutz möglich.

Bevor Sie also schnell oder besser vorschnell eine Entscheidung treffen, beschäftigen Sie sich bitte in Ruhe mit den Auswahlkriterien und lesen einmal etwas mehr in den Leitfäden.

Erst nachdem genug „Grundlagenwissen“ vorhanden ist, lassen sich auch begründete und fundierte Entscheidungen treffen. Sind Sie nicht sicher, so lassen Sie es bitte sein.

09.
Mai '16

Gibt es eine Anwartschaft für das ungeborene Kind, oder wie sichere ich Versicherungsschutz für mein noch Ungeborenes


Manche Fragen sind einfach zu interessant und wichtig, um diese nur in geschlossenen Foren zu beantworten und daher greife ich neben Leserfragen immer mal wieder Themen auf, welche nicht nur für wenige wichtig sind. Dazu gehört zweifelsohne die Versicherung von Kindern, welche vielleicht bei der Geburt nicht gesund sind. Das kann durchaus auch im Rahmen von Schwangerschaftsvorsorge bereits aufgefallen sein oder es gibt einfach eine Familie Vorgeschichte, oder einfach Vorsicht!

So fragte ein Kollege in einem Maklerforum in der letzten Woche

Frage Anwartschaft Kind

Bevor wir uns aber nun der Lösung widmen, sollten dazu vorher einige Begriffe geklärt werden. Nur wenn Begrifflichkeiten klar sind, nur dann lässt sich auch der Lösungsweg und, oder eine Lösung nachvollziehen und verstehen. Beginnen wir also mit einzelnen Begriffen und versuchen einmal etwas Ordnung in die Sache zu bringen.

KV Zusatz(versicherung)

Darunter verstehen wir in der Regel eine Ergänzungsversicherung, welche den Schutz in einer gesetzlichen Krankenkasse erweitert oder Leistungen absichert, welche in der gesetzlichen Kasse nicht vorhanden sind. Im Rahmen der Erweiterung ist vielen der Begriff „Zahnzusatzversicherung“ bekannt. Hände_Baby_Ein Schutz welcher eingeschränkte Zahnleistungen der GKV erweitert. Aber auch der Versicherungsschutz für ein Ein- oder Zweibettzimmer oder die privatärztliche Behandlung sind solche Möglichkeiten für Zusatzversicherungen. Ein weiterer und sehr wichtiger Bereich ist die Pflegezusatzversicherung. Hier besteht zwar auch ein Schutz über die gesetzliche (und auch private) Pflegepflichtversicherung, die Leistungen reichen aber oft nicht aus und lassen sich daher ergänzen. Eine solche Zusatzversicherung kann auch zu einer bestehenden privaten Krankenversicherung abgeschlossen werden, während viele andere eine Mitgliedschaft in der GKV voraussetzen.

Pflegezusatzversicherung

Bereits in meinem Artikel „Tun Sie ihrem Kind etwas Gutes“ habe ich über die Notwendigkeit der Pflegezusatzversicherung für Neugeborene geschrieben. Einen solchen Versicherungsschutz können Sie natürlich auch nach der Geburt abschließen, dann aber nur mit einer Gesundheitsprüfung. Gerade bei Kindern die nicht gesund geboren sind, kann das dann zum Problem werden und einen solchen Versicherungsschutz im schlimmsten Fall lebenslänglich verhindern.

Anwartschaft

Die Anwartschaft existiert in zwei Varianten. Es gibt neben der großen auch die- wen wundert es- kleine Anwartschaft. In meinem Artikel zu Anwartschaft habe ich weitere Details beschrieben. Ganz vereinfacht bedeutet Anwartschaft nichts anderes, als sich das Recht zu sichern ohne Gesundheitsprüfung einen Versicherungsschutz zu bekommen, der sonst nur mit Risikoprüfung zu bekommen wäre. Anwartschaften kosten dabei einen Beitrag, bieten aber keinen Versicherungsschutz in der Zeit der Anwartschaft.

Optionstarife statt Anwartschaften

Im Gegensatz zu einer Anwartschaft ist eine Option ein wenig anders. Optionstarife gibt es eigenständig, also von der Funktionsweise wie eine Anwartschaft, oftmals enthalten die Zusatzversicherungen aber eine Option. Damit stellen Sie sicher, nach Ende der Versicherungspflicht kann die Zusatzversicherung dann, ohne neue Risikoprüfung, in eine Vollversicherung mit mehr Leistungen umgestellt werden. Während der Zeit mit der Zusatzversicherung besteht aber Leistungspflicht für die dort versicherten Leistungen.

Anwartschaften, Optionen und Zusatzversicherungen für noch nicht geborene Kinder

Für eine Person die noch nicht einmal auf der Welt ist, lassen sich auch keine Versicherungen abschließen. Dabei ist es völlig unerheblich ob der Vater oder die Mutter Versicherungsnehmer wird, es ist einfach keine Person vorhanden, welche als versicherte Person auftreten kann. Dennoch kann es interessant und wichtig sein, den noch ungeborenen selbst dann einen Versicherungsschutz anbieten zu können, wenn diese später in der GKV bleiben, krank geboren sind und dabei sonst nie die Chance haben würden in einen solchen Schutz zu kommen.

Da aber ein Anschluss vor Geburt nicht möglich ist, gibt es einen weg „über die Hintertür“. Schauen wir uns einmal die Bedingungen der Zusatzversicherungen an. Ganz exemplarisch und keineswegs als Auswahl gedacht, nehmen wir einen stationären Ergänzungstarif der Barmenia. Besteht also Versicherungsschutz für ein Elternteil, so kann das Kind einen solchen auch bekommen. Dazu heisst es erst einmal ganz allgemein in den Bedingungen:

„2. Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

2.1 Für Neugeborene, die nach Absatz 2 ab Geburt mitversichert werden, besteht ab Geburt Versicherungsschutz auch für alle vor Vollendung der Geburt entstandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Geburtsschäden sowie angeborenen Krankheiten und Anomalien.“

Hat also der Vater oder die Mutter bei Geburt schon drei Monate Versicherungsschutz, kann das Kind den auch bekommen. Aber… nicht mehr Leistungen als die Eltern in dem Schutz. Fällt also den Eltern erst einen Monat vor Geburt ein: „Wir brauchen ja noch Schutz für das Kind“, dann ist es meist recht knapp. Dennoch ist es nicht unmöglich, denn auch hier gibt es Lösungen. Die Barmenia sagt:

2.2 Der Versicherer verzichtet auf die Voraussetzung, dass ein Elternteil am Tage der Geburt mindestens drei Monate bei ihm versichert sein muss. Die Voraussetzung, dass ein Elternteil beim Versicherer versichert sein muss, bleibt unberührt.“

Auch hier ändert das nichts an der Voraussetzung. Ich höre schon die ersten die erklären, eine Schwangere kann man im letzten Monat gar nicht mehr versichern. Das stimmt bei einigen Unternehmen und ab gewissen Daten schon. Aber Eltern hat das Kind meist zwei und schwanger werden die Väter nie, auch wenn manche ab und zu so aussehen mögen.

Also: Im Zweifel den Antrag rechtzeitig für den Vater stellen, auch hier besteht dann für das Kind das Recht der Nachversicherung.

Aber Achtung: Der Vertrag für den Vater besteht und kann nicht bei Geburt wieder gekündigt werden, sondern nur ganz regulär mit Frist von drei Monaten zum Ablauf. Daher sollte der Schutz nicht nur wegen des Kindes, sondern deshalb abgeschlossen werden, weil dieser sinnvoll und wichtig ist.

In meinem Artikel „Tun Sie sich und Ihrem Kind etwas Gutes“ geht es unter anderem auch um die Vorsorge bei Pflegebedürftigkeit. Auch hier besteht ein entsprechendes Nachversicherungsrecht und auch hier sichert der Schutz der Eltern den zukünftigen Schutz des Kindes.

Fazit

Wenn eine Schwangerschaft geplant ist oder der Kinderwunsch in die nähere Planung rückt, schauen Sie sich unbedingt den eigenen Versicherungsschutz an. Bestehende Tarife gehören jetzt überprüft. Für die Mutter heisst das auch, sich den bestmöglichen und gewünschten Schutz für sich und das Kind zu sichern. Für den werdenden Vater bedeutet es, er kann etwas tun damit seinem zukünftigen Sohn oder der Tochter der bestmögliche Schutz zur Verfügung steht und das auch dann, wenn nicht alles „glatt läuft bei der Geburt“ oder das Kind leider nicht ganz gesund ist.

Wichtig ist aber dann auch, nicht nur den Schutz oder die Möglichkeit zu haben, sondern auch zu nutzen! Auch hier gibt es Fristen und Vorgaben, denn wer sein Kind nicht rechtzeitig zur neuen Versicherung anmeldet, der verwirkt all die guten Optionen. Daher bedenken Sie die zweimonatige Frist und sprechen Ihren Makler, Berater oder die Gesellschaft unbedingt innerhalb der Frist an und melden das Kind zur Versicherung an.

06.
Juli '15

Option auf späteren Versicherungsschutz, doch welches ist der richtige Tarif, welche die richtige Gesellschaft?


Optionen oder auch Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenkasse mit dem späteren Anrecht auf eine Umwandlung in eine private Krankenvollversicherung (PKV) können gerade in jungen Jahren interessant sein, da der Gesundheitszustand konserviert werden kann. So können sich junge und meist gesunde Kunden den Weg in einer PKV sichern, auch wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht in der Lage dazu sind und als Pflichtmitglieder der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) angehören.

Um einen Gesundheitszustand zu konservieren gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, eines gemeinsam haben jedoch alle: die Auswahl des richtigen, passenden Tarifs ist fast so aufwändig, wie die Auswahl der privaten Krankenversicherung, denn schon jetzt entscheiden Sie sich in den meisten Tarifen für den späteren Umfang des Versicherungsschutzes, zumindest aber in jedem Falle für einen Versicherer. Stellt sich die Auswahl später als falsch heraus, so können Sie natürlich auch dann noch einen anderen Versicherer wählen, dann war jedoch die Vorarbeit durch eine Option oder andere Möglichkeiten schlichtweg „für die Katz“. Daher gilt gerade jetzt, sich ausführlich Gedanken zu machen welchen Versicherungsschutz sind vielleicht später einmal benötigen, welche der Auswahlkriterien zur privaten Krankenversicherung erfüllt sein müssen und natürlich auch, wie flexibel ein solcher Tarif später sein soll.

Die Möglichkeit einer Konservierung des heutigen Gesundheitszustandes, gibt es in unterschiedlichen Modellen. Um etwas einfacher einen Überblick dazu zu bekommen, betrachten wir doch diese Varianten einmal etwas genauer.Option Anwartschaft ZusatzV

Die Anwartschaft

Anwartschaft bedeutet letztendlich nichts anderes, als schon heute einen speziellen Tarif bei einem Versicherer auszuwählen, um diesen später zu aktivieren. Eine solche Anwartschaft sichert also das Anrecht auf den heutigen Gesundheitszustand (dann ist es eine kleine Anwartschaft) oder zusätzlich zu dem Gesundheitszustand auch das Anrecht auf eine  spätere Versicherung mit dem heutigen Eintrittsalter (dann sprechen wir von einer großen Anwartschaft).

Die Anwartschaft ist interessant für all diejenigen, welche heute schon in der privaten Krankenversicherung versichert sind, jetzt aber vorübergehend versicherungspflichtig werden und nahezu sicher sind, eine Rückkehr in die private Krankenversicherung wird später erfolgen. Die kleine Anwartschaft ist natürlich preiswerter, da hier keinerlei Alterungsrückstellungen gebildet werden müssen, dadurch wird jedoch eine der Aktivierung der Beitrag der späteren Versicherung höher. Die große Anwartschaft hingegen sichert auch Alterungsrückstellungen und ermöglicht daher später einen geringeren Beitrag.

Für Kinder von Lehrern oder anderen Beamten, welche schon seit ihrer Geburt in der privaten Krankenversicherung versichert waren, kann eine Anwartschaft auch die richtige Wahl sein. Hiermit sichern Sie sich zum einen das Anrecht auf Rückkehr in die PKV (für den Fall, dass die Versicherungspflicht später einmal endet) zum anderen erhalten Sie auch das Recht auf Rückkehr ohne eine neue Gesundheitsprüfung, denn oftmals sind die Kinder schon seit Geburt dort versichert.

Der Optionstarif

Im Gegensatz zur Anwartschaft, welche auf einen bestimmten Tarif bezogen ist, ermöglicht ein Optionstarif den Wechsel in einen (meist) beliebigen Tarif der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Sie müssen sich also bei Abschluss der Option noch nicht darauf festlegen in welchem Tarif sich später versichert werden wollen, sondern nur auf den jeweiligen Versicherer. Damit ist die spätere Gestaltung des Versicherungsschutzes etwas flexibler, es gibt hier aber keine Möglichkeit das Eintrittsalter zu sichern und die Alterungsrückstellungen aufzubauen. Auf der anderen Seite sind die Kosten für solche Optionstarife in der Regel geringer und selbst wenn es später nicht zu einer Aktivierung kommt, so ist nicht allzu viel Geld verloren. Eines gemeinsam haben diese beiden Varianten jedoch, auch hier gilt eine sorgfältige Auswahl und die detaillierte Betrachtung der –> Auswahlkriterien,  um einen späteren Versicherungsschutz so optimal als möglich sicherzustellen.

Der Optionstarif eignet sich daher für all diejenigen, die heute noch nicht wissen ob ein späterer Weg in die private Krankenversicherung möglich sein wird. Hiermit lässt sich die Gesellschaft vorher festlegen, es bleibt aber viel Flexibilität und Wahlmöglichkeit für den Umfang der späteren Versicherungsschutzes. Diese Optionstarife gibt es in unterschiedlicher Ausgestaltung, meist müssen diese jedoch in einer bestimmten Frist nach Wegfall der Versicherungspflicht aktiviert werden. Wer also zunächst einmal angestellt tätig ist und die Grenze zur privaten Krankenversicherung nicht erreicht, sich dann selbstständig macht, der muss die Option dann auch nutzen. Er kann nicht unbegrenzt warten und erst in der GKV bleiben und irgendwann später die Option nutzen. Hierbei sind immer die individuellen Regelungen in den Versicherungsbedingungen maßgebend.

Auch wenn Sie heute angestellt sind, später aber vielleicht einer Laufbahn als Beamtin oder Beamter anstreben, dann wählen Sie den Versicherer bitte so aus, dass sie später auch als Beamter ein entsprechendes Tarifangebot dort vorfinden. Eine Option die später nicht aktiviert werden kann weil der Versicherer kein passendes Produkt anbietet, ist nichts wert.

Die Zusatzversicherung mit integrierter Option

Die letzte Möglichkeit sich den späteren Weg in die PKV zu erleichtern, heute aber schon von einem verbesserten Versicherungsschutz zu profitieren, schauen wir uns nun genauer an. Hierbei handelt es sich um eine Zusatzversicherung zur gesetzlichen Krankenkasse, welche unterschiedliche Leistungsbereiche abdecken kann. Dazu gehören neben den Kosten für ambulante Behandlungen oder Alternativmedizin auch Leistungen im Bereich der stationären Versorgung, Leistungen für Zahnbehandlungen oder Kieferorthopädie. Eine dieser Zusatztarifbausteine enthält dann eine entsprechende Option. Diese sichert die Möglichkeit später diese Zusatzversicherung in einen Vollversicherungsschutz umzuwandeln und die private Krankenversicherung zu „aktivieren“.

Auch hierbei legen Sie sich natürlich auf die jeweilige Gesellschaft fest, zudem überlegen Sie genau welchen Versicherungsschutz Sie heute bereits im Rahmen der Zusatzversicherung benötigen und wählen beide Bausteine getrennt aus. Zuerst schauen Sie nach dem passenden Zusatzversicherungsschutz, dann nach dem passenden Versicherer für die spätere Vollversicherung (und die notwendige Option) und nur dann wenn beide zusammenpassen, dann stellen Sie den Antrag für beide Vertragsteile einer Gesellschaft. In allen anderen Fällen spricht nichts dagegen die Zusatzversicherung heute bei dem einen und die Optionstarife bei dem anderen Unternehmen zu beantragen.

Die Option auf Krankentagegeld

Leider wird oftmals einer der wichtigsten Bausteine vergessen, dass Krankentagegeld. Dieses sichert einem privat Krankenversicherten Kunden den Verdienstausfall für den Fall, dass der Arbeitgeber nach sechs Wochen keine Leistungen mehr zu erbringen hat. Das sichert auch die Möglichkeit für den Selbstständigen oder Freiberufler, ein solches Krankentagegeld überhaupt zu haben und damit seinen Verdienstausfall auszugleichen. Diese Option auf Abschluss einer Krankentagegeldversicherung ist keinesfalls selbstverständlich. Schließen Sie zum Beispiel nur eine Anwartschaft ab und dabei wird keine Anwartschaft für ein Krankentagegeld abgeschlossen (auch weil einige Versicherer jetzt in jungen Jahren gar nicht anbieten), so besteht später keinerlei Möglichkeit ohne Gesundheitsprüfung an eine Absicherung zu kommen. Gab es in der Zwischenzeit Erkrankungen, so ist ein Abschluss für das Krankentagegeld unter Umständen unmöglich.

Und eine private Krankenversicherung (egal ob als Angestellter, Selbstständiger oder Freiberufler) ohne ein Krankentagegeld ist existenzgefährdend und sollte niemals abgeschlossen werden. Heute existieren leider viele Anwartschaften ohne diesen wichtigen Baustein und verhindern damit den Weg in die PKV. Denn wer auf Grund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen kein Krankentagegeld mehr versichern kann, oder dieses nur mit erheblichen ausschließen oder Risikozuschlägen, der kann dann auch nicht die Anwartschaft nutzen, weil eine Absicherung des Verdienstausfalls nicht möglich wird.

Welche MöglichkeitIst die richtige für mich?

Eine generelle Empfehlung was „richtig“ oder „falsch“ ist, die gibt es auch hierbei nicht. Das kennen wir schon von anderen Bereichen meiner Homepage, es gibt immer nur das auf die eigene Situation am besten passende Produkt.

01.
September '14

Optionstarif oder Anwartschaft- wie sichern sich Medizinstudenten die Krankenversicherung für später?


Da hat das Studium noch nicht einmal ganz angefangen und schon sind einige wichtige Fragen zu klären, Fragen wo sich erst in Jahren zeigen wird, ob die Entscheidung richtig war. Dazu kommt, das ganz viele „Spezialisten“ und „Ärzteberater“ plötzlich „auf der Matte stehen“ und kostenlose Seminare und Benefits für Studenten anbieten, ganz ohne Eigennutz natürlich… nicht!

Warum das Ganze?

Nun, Studenten der (Zahn-)Medizin sind ein typisches Klientel für die spätere private Krankenversicherung. Nicht nur weil diese sehr genau wissen, wie Budgetierung funktioniert und was der Kassenpatient oftmals alles nicht (mehr) bekommt, sondern auch weil diese aufgrund Ihres Einkommens in der Lage sein werden, in die private Krankenversicherung zu wechseln. Gute Voraussetzungen also, um sich schon zu Beginn des Studiums oder gar schon davor hierzu Gedanken zu machen.

Wie sind Studenten krankenversichert?

Zunächst gilt hier ein wichtiger Grundsatz: Jeder, egal ob er vorher privat oder gesetzlich versichert war, hat mit Beginn des Studiums eine Wahlmöglichkeit. Sie oder er kann selbst entscheiden ob für die Dauer des Studiums eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden soll, oder als Student die gesetzliche Krankenkasse die Absicherung übernehmen soll. Wer schon über die Eltern privat versichert war oder ist, der bleibt in der Regel auch da. Eine Gesundheitsprüfung fällt hier nicht mehr an und so wird der bestehende Schutz einfach umgestellt.

Wer hingegen bisher in der GKV versichert war, der muss eine Entscheidung treffen. Diese gilt- bei allen- verbindlich für das komplette Studium. Ein Wechsel der Versicherung oder der Krankenkasse ist natürlich möglich, nicht aber der Wechsel des Systems. GKV bleibt also während des ganzen Studiums GKV, privat bleibt privat.

Wer sollte in die Private Krankenversicherung?

Pauschal ist so eine Aussage natürlich nicht zu treffen und es kommt in jedem Fall auf die persönliche Situation an. Fakt ist in jedem Fall, ein Wechsel in die PKV weil „es billiger ist“ sollten Sie gleich bleiben lassen, denn wie hier beschrieben, eine PKV muss man sich leisten können und wollen.

Gerade bei Ärzten, die nach dem Studium oft über der JAEG verdienen und sich daher dann privat versichern dürfen, stellt sich die Frage, ob sich der Gesundheitszustand und vielleicht sogar das Eintrittsalter nicht irgendwie mitnehmen lassen, so wäre der spätere Versicherungsschutz auf jeden Fall sicher.

Wie sichert man Gesundheitszustand und/ oder Eintrittsalter?

Auch hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die „Konservierung“ des heutigen Zustandes der Gesundheit kann der Student mit einer Anwartschaft oder einem Optionstarif erreichen. Dabei wird die Gesundheitsprüfung heute durchgeführt und spätere Veränderungen werden nicht berücksichtigt. Oftmals nutzen Studenten während der stressigen Prüfungszeit psychologische Sitzungen um damit klar zu kommen und Stress abzubauen. Eine solche Therapie führt meist später zu einer Ablehnung des Antrags und kann hier mit Options- oder Anwartschaftstarifen verhindert werden.

Die Unterschiede liegen im Detail. Wer heute in der GKV ist und sich auch während des Studiums für die gesetzliche Krankenkasse entscheidet, der kann einen Optionstarif abschließen. Dieser ist einzeln zu bekommen (bei einigen Unternehmen) oder an eine Zusatzversicherung gekoppelt. Das bedeutet dann, es besteht Versicherungsschutz neben der GKV, zum Beispiel für das Zweibettzimmer und eine privatärztliche Behandlung und gleichzeitig ist ein Optionsrecht zur Umwandlung in die Vollversicherung enthalten.

Option und Anwartschaft
Wer heute schon in der PKV ist oder das während des Studiums möchte, der sollte genau schauen ob hierbei Optionen noch machbar sind, oftmals verbieten die Versicherer den Abschluss neben einer anderen PKV.

Was ist noch zu beachten? 

Wie oben gut zu sehen entscheidet bei der Option die heutige Auswahl über den Versicherer, nur bei dem lässt sich zukünftig der Vorteil mit dem Gesundheitszustand nutzen. Wer also heute einen Optionstarif abschließen möchte, der sollte sich genau überlegen welcher Versicherer es werden soll und die Auswahlkriterien beachten.

Gerade Medizinstudenten beachten bitte auch den Beitrag zu der Auswahl von Ärztetarifen und Normaltaifen, denn nicht immer ist nur weil „Arzt“ drauf steht auch das beste für Ärzte drin.