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17.
Juni '16

Deutscher Ring Krankenversicherung wird Signal Iduna – was sich für Kunden ändert


Der Deutsche Ring gehört seit Jahren und sicherlich mit Abstand zu den empfehlenswertesten Krankenversicherern in der privaten Krankenversicherung. Er war einer der ersten, die erkannt haben, dass Leistung und garantierte Aussagen in den Bedingungen ein entscheidendes Kriterium für die Auswahl der privaten Krankenversicherungen sein müssen. Nur was in den Bedingungen garantiert ist, nur das kann auch am Ende in einem Fall der Fälle eingeklagt werden und auch nur auf dieses entsteht ein entsprechender Rechtsanspruch. Aus diesem Grund haben sich die Bedingungen der privaten Krankenversicherung in den letzten Jahren drastisch verändert. Von schwammigen und unvollständigen Aussagen hin zu klaren Bedingungsaussagen und deutlich verbesserten Formulierungen. Auf der anderen Seite haben sich die Versicherer verändert, die Reduzierung auf tatsächliche Bedingungsaussagen und der Wegfall von Kulanzleistungen sind nur zwei dieser Punkte. Zu Recht beschränken sich die Versicherer bei ihrer Leistungserstattung darauf, was in den Bedingungen geregelt ist und verzichten auf Kulanzleistungen. Kulanz ist am Ende eine Veruntreuung von Versichertengeldern. Die Krankenversicherer stellen jedoch auch fest, dass unter steigendem Kostendruck und geringerer Kapitalerträge Fusionen und Zusammen-schlüsse unumgänglich sind. So wurde schon vor einigen Jahren der Deutsche Ring Krankenversicherung in die Signal Iduna eingegliedert, blieb aber bisher als völlig eigenständiger Versicherer bestehen. Ich halte nach wie vor die Tarife Esprit und Comfort+ für durchaus empfehlenswerte Tarife, wenn der Leistungsumfang zu den gewünschten Vorstellungen passt.Signal Iduna und Dr Ring

Aus Deutscher Ring wird nun (mittelfristig) Signal Iduna

Aktuell sehen wir jedoch eine Veränderung, die ich persönlich nur bedingt gut finde. Ich kann nachvollziehen, dass Versicherer auch aus Kostengründen versuchen, Leistungsmanagement und andere Kostenträger zusammen zu legen und daraus eine Ersparnis zu generieren. So ist es natürlich gegenüber einem Hersteller einfacher als großer Versicherer mit vielen Versicherten aufzutreten um vielleicht über Rabatt-verträge oder sonstige Vergünstigungen zu sprechen. Versicherte des Deutschen Ring haben in der letzten Woche Post bekommen. Darin wird ihnen mitgeteilt, dass der Vertrag, in dem sie bisher versichert waren, zwar unverändert bestehen bleibt, aber eine neue Versicherungsnummer bekommt. Diese Versicherungsnummer ist an die Signal Iduna – Systematik angegliedert und so verschwinden die mit K beginnenden Versicherungsnummern des Deutschen Ring und werden durch eine Zahlenkombination in der Systematik der Signal Iduna ersetzt. Auch wenn Erfahrungen mit Krankenversicherern und zwar insbesondere der Leistungsabwicklung eher subjektiv sind, dennoch sind meine Erfahrungen mit der Abrechnung bei der Signal Iduna eher schlecht. Leider hat sich dieses auch bei Abrechnungen des Deutschen Ring in der letzten Zeit durchgesetzt, so zumindest die Erfahrung von Kunden die am Ende als Feedback bei mir ankommt. Viele meiner Kunden nehmen die Abrechnung selbst vor, sodass ich die Rechnungen gar nicht zu Gesicht bekomme. Dennoch hört man immer wieder, dass das neue, vorgeschaltete Servicecenter nicht die nötige Kompetenz besitzt und oftmals zugesicherte Rückrufe nicht erfolgen. Hoffen wir mal, dass sich das mit der Umstellung und Eingliederung in die Signal Iduna ändert.

Was passiert mit meinem Vertrag?

Eine der wohl wichtigsten Fragen, die Kunden beschäftigt ist diese, was passiert mit meinem Vertrag in der privaten Krankenversicherung, was wird aus meinen Leistungen und was passiert mit meinen Prämien. Zunächst einmal ist diese Frage relativ einfach zu beantworten, es passiert nichts. Der große Vorteil der privaten Krankenversicherungen ist die Tatsache, dass Leistungen garantiert sind, sich diese während der Vertrags-laufzeit keinesfalls einseitig verändern können. Das bedeutet, dass die Leistungen  für die Sie sich seinerseits bei Vertragsabschluss entschieden haben unverändert bestehen bleiben, egal ob auf Ihrer zukünftigen Versicherungskarte „Deutscher Ring“ oder „Signal Iduna“ als Versicherer geschrieben steht. Was sich ändern kann, das sind die Modalitäten in der Leistungsabwicklung und die Frage wann und wie schnell und durch wen die Leistungen erstattet werden. Der Vertrag, die derzeitige Prämie und der Leistungsumfang ändern sich nicht.

Muss ich jetzt handeln?

Aktuell besteht für Versicherte des Deutschen Ring, die zukünftige Versicherte der Signal Iduna werden könnten, kein konkreter Handlungsbedarf. Wie eben schon beschrieben bleibt der Leistungsumfang der Tarife identisch. Es bestehen auch weiterhin zwei separate Krankenversicherer, was bedeutet, dass die Kollektive nicht miteinander vermischt werden. Sollten Sie also Veränderungen in Ihrem Vertrag vornehmen wollen, so können Sie das im Rahmen Ihrer Möglichkeiten bei dem Deutschen Ring Krankenversicherung tun. Tarifwechsel aus dem Esprit in den Comfort+ aus dem Comfort+ in den Esprit sind weiterhin uneingeschränkt möglich, wobei bei Mehrleistungen eine neuerliche Gesundheitsprüfung erforderlich ist. Für Versicherte mit dem Zusatzbaustein „Futura“ bestehen auch weiterhin die vertraglich vereinbarten Optionsrechte. Sodass hier in den ersten fünf Jahren jeweils zum 1. Januar eines Jahres in einen höherwertigen Tarif gewechselt werden kann. Dieser höherwertige Tarif ist nach wie vor der Comfort+ des Deutschen Ring, und kein Tarif der Signal Iduna.

Tarifwechsel zwischen den Gesellschaften

In der privaten Krankenversicherung existiert zudem ein sogenanntes Tarifwechsel-recht, geregelt ist dieses im Paragraphen 204 des Versicherungsvertragsgesetzes.  Mit diesem Tarifwechselrecht wird dem Kunden die Möglichkeit geschaffen, eine Tarifleistung zu verbessern oder in einen neueren Tarif mit  sogenanntem „gleichartigen Versicherungsschutz“ zu wechseln. Dieser Wechsel ist möglich innerhalb der Tarife einer Gesellschaft. Das bedeutet, dass Versicherte des Deutschen Ring nicht in Tarife der Signal Iduna wechseln können, zumindest im Moment noch nicht. In der Vergangenheit haben wir in der Branche einige solche Wechselmöglichkeiten jedoch gesehen. So gab es für Versicherte der damaligen Globale Krankenversicherung oder auch der späteren Viktoria Krankenversicherung nach der Eingliederung  in die DKV entsprechende Tarifwechselmöglichkeiten. Auch wenn Gesellschaften diese Tarifwechsel ungern erwähnen, so ist ein solcher Wechsel innerhalb der gleichen Gesellschaft, also rechtlich zusammengefasst im gleichen Unternehmen, durchaus möglich. Ein solcher Tarifwechsel könnte sich somit auch zukünftig für Versicherte des Deutschen Ring in Richtung Signal Iduna Tarife und für Versicherte der Signal Iduna  in Richtung der Tarife des Deutschen Ring ergeben. Dieses ist aktuell und Stand heute nicht möglich.

Wohin schicke ich meine Rechnungen?

Auch die Erstattung von Rechnungen ist derzeit unverändert. Mit dem Schreiben, welches Sie vom Deutschen Ring in der letzten Woche erhalten haben sollten, sind neue Versicherungsnummer und auch die neue Adresse beziehungsweise aktuelle Telefonnummern mitgeteilt worden. Die Leistungsabwicklung erfolgt wie bisher über die gewünschten Kontaktwege. Anders als bisher können Sie das Portal „Meine Signal“ zukünftig ebenfalls für Ihre Verträge der Deutschen Ring Krankenversicherung nutzen und somit die Erweiterungen für die Einsicht in Abrechnungsunterlagen, Änderung von Kundendaten und das Einreichen von Rechnungen nutzen. Die geplante Fusion oder die geplante Zusammenlegung der Bestände war wohl auch ein Grund dafür, warum es beim Deutschen Ring in der Vergangenheit keine App oder alternativ eine andere Möglichkeit der elektronischen Einreichung von Rechnungen gab. Dieses ist zukünftig anders.

Fazit

Auch zukünftig sind Sie mit Ihrem Tarif Esprit oder Comfort+, welcher seiner Zeit beim Deutschen Ring  Krankenversicherung abgeschlossen wurde, genauso gut aufgehoben wie bisher. Dennoch gilt es nicht nur jetzt sondern auch in der Vergangenheit schon den Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung regelmäßig zu überprüfen und zu hinterfragen ob die gewünschten Leistungen noch dem entsprechen, was an Leistungsniveau gewünscht ist. Auch zukünftig sollten Sie daher den Tarif und den Versicherungsschein nicht einfach gelesen in der Schublade liegen lassen, sondern regelmäßig sich mit Hilfe der Auswahlkriterien der privaten Krankenkasse dazu Gedanken machen, ob ein solcher Versicherungsschutz noch den Wünschen und Zielen entspricht. Ist dem nicht so, so bieten sich Anpassungsmöglichkeiten innerhalb der Tarife des Deutschen Ring, zukünftig wohl auch innerhalb der Tarife der Signal Iduna. Eine Kündigung oder ein Wechsel zu einer anderen Gesellschaft allein aufgrund der Tatsache, dass die Gesellschaften nun fusionieren oder in sonstiger Form zusammengelegt werden, besteht in jedem Fall nicht. Dennoch ist zu beachten, dass sich Kennzahlen, Beitragsentwicklung und die Veränderung der Unternehmenskennzahlen aus einer solchen Entwicklung ergeben könnten. Sollten Sie dazu Fragen haben, so zögern Sie bitte nicht Ihren Berater, mich oder den Versicherer direkt anzusprechen. Auch bei Vertragsänderungen, der Nachversicherung von Kindern nach der Geburt oder der Veränderung von Kranken-tagegeldtarifen hat sich gegenüber dem derzeitigen Stand nichts geändert. Vielleicht können Sie zukünftig Ihr Kind nicht nur in dem Esprit oder Comfort, sondern auch in den Tarifen der Signal Iduna Krankenversicherung nachversichern. Dieses bleibt dann zu diskutieren, wenn die Geburt ansteht oder die Nachversicherung aktuell wird. Auch der Übergang zwischen Krankentagegeld– und Berufsunfähigkeitsversicherung ist neu zu überprüfen und im Auge zu behalten. Gerade wenn die Krankenversicherung und die Berufsunfähigkeitsversicherung eine unterschiedliche Definition verwenden, und unterschiedliche Auffassungen darüber haben, wann Berufsunfähigkeit eingetreten ist, kann hier schnell eine Lücke entstehen.

Lesetip: Übergang von Krankentagegeld zu Berufsunfähigkeit

Lesetip: Warum sechs Monate Krankschreibung nicht automatisch Berufsunfähigkeit bedeuten

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch hier auf der Seite unter dem Punkt Berufsunfähigkeit bzw. unter dem Menüpunkt Krankenversicherung und dann Krankentagegeld.

25.
November '13

Kündigung der privaten Krankenversicherung nun länger möglich


Wer in einer privaten Krankenversicherung versichert ist, der kennt die Mitteilungen zum Jahresende. Aufgrund gestiegener Kosten, längerer Lebenserwartung und weiteren Faktoren kann es passieren, dass eine Anpassung der Beiträge erforderlich ist. Eine solche Beitragserhöhung ist „normal“ und auch sicherlich kein Grund eine Kündigung des Vertrages vorzunehmen.

Dennoch gibt es Situationen, wo entweder der gewünschte Leistungsumfang mit dem eigenen Tarif nicht abgesichert werden kann, die Auswahlkriterien bei Abschluss des Vertrages nicht genau genug geprüft wurden oder andere Gründe für eine Beendigung des Versicherungsverhältnisses sprechen können. Auch eine Tarifwechsel gemäß §204 VVG sollte zuvor in jedem Fall geprüft werden. Ist eine Beendigung dennoch gewünscht, so haben sich die Fristen etwas geändert. Die Vorgaben zur Kündigung der privaten Krankenversicherung sind in dem Paragraphen 205 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) geregelt. Unter Punkt vier heißt es dort:

(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

BAP_Kuendigung

Das bedeutet also, anders als bisher, bleibt etwas mehr Zeit und der Versicherungsnehmer muss sich nicht unbedingt zwischen Weihnachten und Neujahr zu einer Entscheidung durchringen, wo viele sowieso eher den Kopf für etwas anderes haben, nicht unbedingt für Versicherungen. Aber auch hier ist es wichtig genau zu wissen und zu dokumentieren, wann genau die Beitragsanpassung bei Ihnen angekommen ist. Klar, der (mehr …)

05.
November '12

Das wohl größte Geheimnis der Branche- welche Bedingungsänderungen bekommen die Unisextarife?


Es wurde viel geredet, geschrieben und am Ende doch fast nichts gesagt. Die privaten Krankenversicherer machen aus den zukünftigen Bedingungen ihrer Unisextarife ein großes Geheimnis. Keiner will der Erste sein der mit seinen neuen Bedingungen an die Öffentlichkeit kommt. Jeder möchte noch soviel als möglich aus dem „Schlussverkaufrausch“ mitnehmen und bloß nicht riskieren dass ein Kunde vielleicht warten möchte. Die Unsicherheit wird insbesondere auf die weniger informierten Vermittler übertragen. Auch diese wissen nicht mehr wem und was sie glauben sollen, was mit den Tarifen, Bedingungen und vor allem den Prämien ab dem 1. Januar passieren wird.

Alles nicht so schlimm?

Doch was passiert genau am 1. Januar? Die privaten Krankenversicherer werden die geschlechterneutralen Tarife nicht einfach so einführen, sondern gleichzeitig ihre Versicherungsbedingungen verändern. Dabei geht es um die Einführung von Mindestkriterien um sich von der gesetzlichen Krankenversicherung abzugrenzen, aber auch darum die bestehende Leistungspraxis mittels Klarstellungen in die Versicherungsbedingungen zu bekommen. Doch genau hier liegt anscheinend der Grund des großen Geheimnisses. Einer der großen Unternehmen der Branche antwortete auf Nachfrage: „Wir wollen auf keinen Fall die ersten sein, die mit den neuen Bedingungen am Markt sind.“ Ob die Angst begründet ist und was einen Versicherer dazu bewegt nicht der erste sein zu wollen, ist schwer nachzuvollziehen. Wer seine Hausaufgaben gut macht der könnte sich als erster oder zumindest einer der ersten positiv darstellen.

Die Branche hält sich geschlossen zurück

Zumindest hierbei scheint man sich einig zu sein, denn niemand wagt sich einen Schritt vor. Klar ist jedoch das uns zum 1. Januar neue und zum Teil deutlich verbesserte Bedingungen in den Tarifen der privaten Krankenversicherung erwarten werden. Da geht es um die Einführung der Mindestkriterien wie zum Beispiel den offenen Hilfsmittelkatalog, Leistungen bei Rehabilitation und in gemischten Anstalten und andere mehr. Mit der Einführung solche Kriterien soll der Branche der Sprung aus den negativen Schlagzeilen gelingen. Es soll nicht mehr passieren dass Tarife elementare Lücken und für den Versicherten unüberwindbare Hürden enthalten, die im schlimmsten Fall in den Ruin führen können. Doch das alles kostet, es kostet Geld, viel Geld. (mehr …)

10.
Februar '12

Axa Krankenversicherung mit neuem Antrag für die Vollversicherung – Änderungen bei den Gesundheitsfragen


Auch die Axa Krankenversicherung ändert (mal wieder) das Antragsformular zur Beantragung einer Krankenversicherung. Dabei ändern sich einige der Gesundheitsfragen und somit vermutlich auch die ein oder andere Risikoentscheidung.

Der Versicherer reagiert damit auf aktuelle Entwicklungen und eigene Erfahrungen bei der Leistungsinanspruchnahme.

In der Frage 2 hieß es im alten Antragsformular:
2. Bestehen oder bestanden in den letzten 3 Jahren Krankheiten, Anomalien, Behinderungen, Fehlstellungen,Fehlbildungen oder Funktionsbeeinträchtigungen (z. B. auch Augenerkrankungen)?

Im neuen Formular fehlt nun die Einschränkung auf die 3 Jahre. Es wird nun gefragt:

2. Bestehen Krankheiten (z. B. auch Augenerkrankungen), Behinderungen, Fehlstellungen, Fehlbildungen oder Funktionsbeeinträchtigungenauch wenn sie derzeit nicht behandelt werden?

Die Fragestellung allein ist eine deutliche Verschlechterung für den Kunden. Dabei werden nun auch nicht behandelte Erkrankungen einbezogen, ebenso ist es eine zeitlich offene Frage. Das bedeutet auf der anderen Seite für den Versicherer eine umfangreichere Information, für den Kunden aber einmal mehr die Gefahr einer Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

In den folgenden Fragen kommt es ebenfalls zu Veränderungen. So wird die Frage 3 mit einem Zusatz versehen, welche sich nicht nur auf Behandlungen durch Ärzte, sondern auch

„durch Ärzte oder andere Leistungserbringer im Gesundheitswesen statt?“

bezieht. Auch hier wieder eine klare „Mehrinformation“ für den Versicherer, wenn auch eine klare Aussage für den Kunden. Die generellen Fristen von 3 Jahren ambulant und 5 Jahren stationär sind geblieben, jedoch auch hier die Erweiterung auf die Frage der Medikamente. Regelmäßige Einnahme bedeutet für die Axa mehr als 10 Tage hintereinander. Auch hier die Erweiterung auf all das, was nicht vom Arzt verordnet und ggf. nicht rezeptpflichtig war. Wer also zum Beispiel Mariendiestel, als Naturpräparat für die Stabilisierung der Leber einnimmt, der muss es hier natürlich angeben.

Eine andere Frage ist auch eher ungünstiger formuliert worden. Hieß es in dem alten Antrag der Axa (Stand 1/2010) noch:

5. Werden oder wurden in den letzten 3 Jahren täglich oder annähernd täglich Alkohol oder Drogen konsumiert oder besteht / bestand jemals eine Abhängigkeit? Bitte geben Sie Art und Menge an.

So will man im neuen Antrag auch alle anderen Substanzen wissen. Ist eigentlich Kaffee etwas, was abhängig machen kann?

5. Besteht oder bestand jemals eine Abhängigkeit von Medikamenten, Alkohol, Drogen oder anderen berauschenden Substanzen?

Die Erweiterung der Frage ist an sich nicht schlimm, zeigt aber wieder eine neue „Falle“ im Antrag und eine weitere Frage die so nicht ganz einfach zu beantworten ist.
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24.
Oktober '09

Neue Festbetragsregelungen beim Dt. Ring Krankenversicherungsverein und Beitragsanpassungen im Bestand


Im Zuge der Entwicklung der Kosten in der Privaten Krankenversicherung hatte ich bereits über die Beitragsanpassung des Dt. Rings berichtet.

Nun sind auch die nötigen Anpassungen in den Bestandstarifen und die Änderungen in den Festbeträgen (teilweise) bekannt gegeben. Hier einige Auszüge:

In den Bausteintarife A,S,D finden kleinere Erhöhungen der Selbstbeteiligungsbeträge statt (256 auf 280, 512/560, 1.24/1120, 1.536/1.680 EUR)

In dem Tarif Comfort+, Comfort

Die pauschale Abgeltung (Rückzahlung) erhöht sich von 330 EUR auf 390 EUR

Jahreshöchstgrenzen für Zahnbehandlungen steigen von 2.560 auf 3.000 EUR (3.585/4.200 und 4.610 auf 5.400) und die Grenze zur Einreichungspflicht für den Heil- und Kostenplan von 2.560 EUR auf 3.000 EUR.

Ebenso erhöht sich die Erstattung für das Brillengestell von 110 auf 125 EUR und das Ersatzkrankenhaustagegeld generell von 26 auf 30 EUR.

Tarif Esprit:

Anhebung der Kostenerstattung bei Sehilfen von 200 EUR auf 225 EUR

Grenzbetrag für den Heil- und Kostenplan von 2.500 EUR auf 3.000 EUR erhöht

Die Zahngrenzen steigen auf 1.200/ 2.400/ 3.600/ 4.800/ 6.000/ 12.000 (alt: 1.000/ 2.000/ 3.000/ 4.000/ 5.000/ 10.000)

Zu den Bedingungsverbesserungen/ Klarstellungen des Deutschen Rings in den Bereichen Heilmittel, Hilfsmittel, Rücktransport aus dem Ausland und Auslandsbehandlung im Comfort+ lesen Sie bitte den folgenden Beitrag.

Zu den Beitragsanpassungen im Bestand (Auszug)

Die Zahl in Klammern stellt die LIMITIERUNG, also die max. mögliche Anpassung in EUR dar.

Angepasst werden im Bestand u.a. der

ESPRIT Tarif bei Männern (max. 35 EUR, durchschnittlich 30,72)

Comfort+ bei Frauen (max. 42 EUR, durchschnittlich 33,80)

Comfort bei Frauen (max. 43, durchschnittlich 32,89)

Classic, Classic+ und Classic ++ bei Kindern/Jgl. und Frauen (max. 15 bei Ki/Ju, 15, 28, 30 bei Frauen)

Profi S bei Männern und Frauen (max. 60 bei Männern, 44 bei Frauen)

Beihilfetarife B, BS bei Männern (max. 2,60-8,40 je nach Tarifstufe)

Beihilfetarife BK bei Männern und Frauen (max. 15-25 je nach Tarifstufe)

Beachten sind bei solchen Zahlen generell die auslösenden Faktoren, das Datum der letzten Anpassung und die Entwicklung.

Meines Erachtens ist die Anhebung der Festbeträge eine sehr wünschenswerte Lösung, damit bleiben Zahngrenzen, Erstattungen und sonstige Festbeträge auf einem vergleichbaren Niveau der Preis und Inflationsentwicklung.

Weitere Änderungen und Klarstellungen der Bedingungen im nächsten Artikel: „Klarstellungen und Bedingungsänderungen