Archiv für die Kategorie ‘Gastbeiträge’

21.
August '09

Strategien für Immobilienfinanzierungen – Unterscheidung verschiedener Darlehensarten


Spezialisierung- Sie kennen das von mir- empfinde ich als elementar wichtig in den heutigen Märkten. Da ich nicht alle Bereiche abwickeln kann arbeite ich mit Spezialisten aus anderen Produktbereichen zusammen.

Heute möchte ich einen Gastbeitrag des, ebenfalls sehr spezialisierten, Kollegen Thomas Kliem veröffentlichen, da das Thema Immobilien und somit auch langfristige Sicherheit immer komplizierter wird und ohne Beratung nicht mehr zu realisieren ist. Weitere Auskünfte erhalten Sie einfach über das Kontaktformular, ich leite das gern weiter und der Kollege meldet sich bei Ihnen.

Jeder, der eine Immobilie finanzieren möchte oder diese aktuell noch finanziert hat, interessiert sich für den Zinssatz. Das ist grundsätzlich richtig. Jedoch lohnt es sich, einmal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und sich mit den unterschiedlichen Strategien und den unterschiedlichen Darlehensarten vertraut zu machen.

Förderprogramme der Bundeländer

Die meisten Bundeländer bieten unter bestimmten Voraussetzungen zusätzliche Förderungen. Dies können zum Teil mit KfW-Mitteln oder mit andern Darlehensarten kombiniert werden. Die Förderungen sind häufig an bestimmte Einkommensgrenzen gebunden und sollen Insbesondere jungen Familien bei Erwerb oder Neubau einer Immobilie unterstützen. Da jedes Bundeland unterschiedliche Förderprogramme anbietet, soll hier nur auf die grundsätzliche Existenz dieser Darlehen hingewiesen werden.

Der folgende Überblick soll als Entscheidungshilfe oder als Vorbereitung auf ein Beratungsgespräch dienen.

Beachten Sie aber bitte, dass nicht jeder Baufinanzier alle Darlehensarten im Angebot hat bzw. aus Ertragsaspekten bestimmte Darlehensarten nicht anbietet. Bestehen Sie notfalls auf die Ihnen interessant erscheinende Darlehensform und fragen Sie gezielt nach.

Annuitätendarlehen

Das Annuitätendarlehen ist nach wie vor die verbreitetste Darlehensart. Es wird über die gesamte Zinsbindungsdauer eine gleichbleibende Rate (Annuität) gezahlt. Die Annuität ist in Zins und Tilgung aufgeteilt. Die Tilgung ist im Regelfall frei wählbar, muss aber im Normalfall mindestens 1% betragen. Da die Restschuld im Laufe der Zeit immer geringer wird, wird der Anteil der Tilgung innerhalb der Annuität immer größer, während der Zinsanteil sich immer weiter reduziert. Ein Annuitätendarlehen bietet hohe Planungssicherheit und ist leicht verständlich. Zusätzlich zur Regeltilgung können häufig Sondertilgungen bis zu 10% jährlich vorgenommen werden. Das beschleunigt die Entschuldung der Immobilie. In der aktuell noch vorherrschenden Niedrigzinsphase, sollte die Zinsbindungsfrist so lange wie möglich (bis zu 30 Jahren) gewählt werden.

Konstantdarlehen

Auch das Konstantdarlehen erfreut sich hoher Beliebtheit. Im Grunde handelt es sich hier um zwei Komponenten. Auf der einen Seite wird ein Bausparvertrag bespart. Das kann entweder durch periodische (z. B. monatliche) Sparraten oder durch eine Einmalzahlung erfolgen. Mischvarianten sind ebenfalls möglich. Auf der anderen Seite wird ein Festdarlehen abgeschlossen. Während der ersten Jahre werden ausschließlich die Zinsen aus dem Festdarlehn und die Sparrate für den Bausparvertrag fällig. Ist der Bausparvertrag zuteilungsreif, löst das Bausparguthaben das Festdarlehen teilweise ab. Der Restbeitrag wird als Bauspardarlehen weiter geführt. Dabei ändert sich die monatliche Rate nicht. Jedoch wird ab sofort getilgt. Nach Zuteilung des Bausparvertrages sind jederzeit Sondetilgungen bis zu 100% möglich. Auch hier gibt es eine sehr hohe Planungssicherheit, da das Konstantdarlehen durch die Einbindung des Bausparvertrages keinen Zinsschwankungen unterliegt.

Kombinationsdarlehen

Die benötigte Darlehenssumme wir in zwei Tranchen aufgeteilt. Die eine Tranche besteht aus einem klassischen Annuitätendarlehen. Die zweite Tranche besteht entweder aus einem variabel verzinsten Darlehen. Diese Variable verzinsten Darlehen können jeweils monatlich oder vierteljährlich ganz oder teilweise getilgt werden. Für Kunden, die für einen Teilbereich des Darlehens sofort und jederzeit unbegrenzte Sondertilgungen vornehmen wollen und von den überaus geringen Zinsen der variabel verzinsten Darlehn profitieren wollen, ist das Kombinationsdarlehen geeignet.

Festdarlehen

Das Festdarlehen wird im Regelfall ohne Tilgung ausgereicht. Während der Zinsbindungsfrist sind ausschließlich die Zinsen zu bezahlen. Der eigentlich auf die Tilgung anfallende Betrag wird separat in einer anderen Anlageform angespart. Wenn die separat angesparte Anlageform einen höheren Ertrag erzielt als die Zinsbelastung aus dem Darlehen kostet, kann hier ein zusätzlicher Gewinn erzielt werden. Diese Darlehensart wird insbesondere von Darlehensnehmern gewählt, die ihre Immobilie nicht selber bewohnen, sondern vermieten. Da hier die Zinsen steuerwirksam angesetzt werden können, ergeben sich zusätzliche Vorteile.

Flex-Darlehen

Hier handelt es sich um ein Darlehen mit variabler Verzinsung. Der Zins kann monatlich oder vierteljährlich an den aktuellen Geldmarktzins angepasst. Im Gegensatz zu reinen variabel verzinsten Darlehen, ist hier die Anpassung an den EURIBOR gebunden und nicht willkürlich von der Bank festzulegen. Geeignet ist diese Darlehensart in Märkten mit fallenden Zinsen bzw. wenn die jederzeitig Tilgung des Darlehens im Vordergrund steht.

Cap-Darlehen

Ähnlich wie beim Flex-Darlehen können auch beim Cap-Darlehen die Zinsen angepasst werden. Das Cap-Darlehen schützt den Darlehensnehmer jedoch vor einem unkontrollierbaren Zinsanstieg, da eine Zinsobergrenze vereinbart wird. Die Zinsobergrenze variiert je nach Laufzeit. Für Kunden mit der Erwartung fallender Zinsen, die jedoch für den Fall der Fälle eine Absicherung wünschen, ist diese Darlehensform interessant.

Volltilgungsdarlehen

Es handelt sich hier grundsätzlich um ein Annuitätendarlehen. Der Tilgungssatz wird hier so berechnet, dass nach einer bestimmten Anzahl von Jahren eine vollständige Rückzahlung des Darlehens erfolgt ist. Dafür gewähren viele Banken zusätzliche Zinsvorteile. Für Kunden, die Ihr Darlehen schnell und mit hoher Planungssicherheit abzahlen wollen, ist dies eine interessante Option.

Forwarddarlehen

Dieses Instrument ermöglicht es, bis zu 60 Monaten im Voraus eine Anschlussfinanzierung zu verbindlichen Konditionen zu vereinbaren. Vom Charakter her handelt es sich um ein Annuitätendarlehen. Kunden, die steigende Zinsen in der Zukunft befürchten, finden hier ein ideales Instrument mit hoher Planungssicherheit vor.

Wohnriester-Darlehen

Wohnriester wurde rückwirkend zum 1. Januar 2008 eingeführt. Die Riesterförderung kann nun unter bestimmten Voraussetzungen für die Finanzierung einer Immobilie eingesetzt werden. Da die Regelungen im Detail sehr komplex sind und sich persönliche Änderungen der Lebensumstände sehr stark auswirken können, ist hier eine Beratung von besonderer Wichtigkeit. Das Bundesministerium der Finanzen bietet hier eine Übersicht.

KfW-Darlehen

Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet zahlreiche Darlehensvarianten an. Diese Darlehen müssen stets über eine Geschäftsbank beantragt werden und können in viele Modelle integriert werden. Die KfW-Konditionen liegen unten den Marktkonditionen. Dafür sind teilweise strenge Auflagen zu erfüllen. Die beliebtesten KfW-Programme sind das Wohneigentumsprogramm, unterschiedliche Modernisierungsprogramme sowie Kredite zur Förderung energieeffizienter Maßnahmen. Eine Übersicht und weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Fragen beantworten wir Ihnen gern.

07.
August '09

Die „Box“ bleibt der Gewinner – Eine Story zum Containerinvestment


Spezialisierung- Sie kennen das von mir- empfinde ich als elementar wichtig in den heutigen Märkten. Da ich nicht alle Bereiche abwickeln kann arbeite ich mit Spezialisten aus anderen Produktbereichen zusammen.

Heute möchte ich einen Gastbeitrag des, ebenfalls sehr spezialisierten, Kollegen Peter Lüpcke veröffentlichen, da ich diese Investition durchaus für interessant halte. Weitere Auskünfte erhalten Sie einfach über das Kontaktformular, ich leite das gern weiter und der Kollege meldet sich bei Ihnen.

Ein eckiger Klotz ist er, in verschiedenen Größen und Farben anzutreffen, und bereits in jungen Jahren meist weit gereist: Der Container. 1956 verließ das erste Containerschiff, ein umgebauter „Tanker” mit einer Ladung von gerade mal 58 Containern New Jersey in Richtung Texas. Erst 10 Jahre später erreichte die „Fairland” mit 99 „Boxen” an Bord, die Hansestadt Bremen. Der Container hatte Europa erreicht.

Seitdem hat sich viel getan. Moderne Containerschiffe haben eine Kapazität von bis zu 11.000 Containern, es gibt verschiedene Boxen für unterschiedliche Ansprüche und ein Großteil des Transportverkehrs wurde auf Container verlagert. Aus einer unscheinbaren Erfindung entwickelte sich eine weltumspannende Erfolgsgeschichte. Ohne Container wäre die heutige globale Wirtschaft nicht denkbar.

Etwa zwölf Millionen Standard-Container (TEU) sind derzeit auf den Meeren unterwegs, noch einmal so viele sind an Land anzutreffen und jedes Jahr kommen im Schnitt etwa zwei Millionen Container hinzu.

Das Besondere daran: Sinkt die Nachfrage, kann die Containerproduktion gesenkt oder gar gestoppt werden. So geschehen Mitte 2008. Überkapazitäten können also gar nicht erst entstehen. Steigt jedoch die Nachfrage wieder, ist innerhalb weniger Tage (!) eine Normalisierung der Produktion möglich. Diese Flexibilität ist eines der herausragenden Merkmale des Containermarktes. Das wichtigste Element jedoch ist die Stabilität. Selbst in der Wirtschaftskrise verzeichnete der Containermarkt lediglich einen Rückgang um 5% – und die Prognosen der Experten sagen bereits ab 2011 wieder ein stabiles Wachstum von ca. 7% p.a. voraus. Die zunehmende Öffnung von neuen Märkten fördert diese Entwicklung zusätzlich.

Wem gehören nun all diese Container?
Ein Teil ist wie zu erwarten Eigentum verschiedener Reedereien. Der größere Teil (mehr als 50%) aber wird von weltweit agierenden Container-Leasinggesellschaften verwaltet und an Transportunternehmen und Reedereien verleast.

Und hier kommt der private Anleger ins Spiel: Eigentumsrechte an den eingesetzten Containern können im Rahmen verschiedener Angebote erworben werden. Sie bieten die Möglichkeit einer ertragreichen und vom Grundsatz her sicheren Anlage. Bei der Wahl des Anbieters sollten jedoch einige Punkte berücksichtigt werden, um nicht Schiffbruch zu erleiden. Wichtig ist hier insbesondere die Finanzierungsart der Container: War die Aufnahme von Fremdmitteln (Kredite) nötig? Oder wurde das Angebot ausschließlich über Eigenkapital finanziert? Auch die Einbettung des Anbieters in den Markt und in Netzwerke sollte unbedingt beachtet werden: Wie lange ist die Firma bereits am Markt? Wie viele bonitätsstarke Container-Leasing-Partner stehen ihr zur Verfügung? Was geschieht im Falle der Insolvenz eines Anbieters?

Diese Fragen sind nicht nur elementar, sondern auch grundsätzlich für den Anlageerfolg entscheidend.

Größtmögliche Sicherheit und eine attraktive Rendite bieten hier die Angebote des Marktführers P&R, welche ausschließlich zu 100% mit Eigenkapital finanziert sind. Durch eine marktkonforme Geschäftsstrategie ist die Containerflotte des Unternehmens auch in der Krise zu über 90% ausgelastet. Bisher kam es zu keinerlei Mietausfällen. Diese Stabilität verdankt P&R unter anderem der bewährten Strategie, ausschließlich an Gesellschaften zu vermieten, die bereits langjährig am Markt erfolgreich sind, sprich die Top 15 des Marktes. Somit setzt sich die über 30-jährige Erfolgsgeschichte des Unternehmens auch in turbulenten Zeiten fort. Das bedeutet für den Anleger: Das gute Gefühl maximaler Sicherheit, ohne auf attraktive Erträge verzichten zu müssen. Es trifft deshalb auch den Kern, wenn P&R sein Investitionsprogramm mit nur drei simplen Wörtern beschreibt: Einfach. Ertragreich. Sicher.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, die sich durch den Marktführer bietenden Vorteile zu nutzen? P&R bietet zwei rentable Optionen.

Klassisch: Beim seit 1975 bewährten P&R Container-Investitions-Programm (CIP) werden die Investoren Eigentümer von bereits langfristig an die Containerindustrie vermieteten neuen Transportcontainern. Der Investor kauft die Container zu einem Festpreis (ohne Agio) und beauftragt P&R für 5 Jahre mit der Verwaltung.

Innovativ: Das Prinzip ist gleich, nur die Beschaffung der Container anders. Beim P&R Gebrauchtcontainer-Investitions-Programm (GCIP) kauft P&R nach sorgfältiger Prüfung gebrauchte Container aus bestehenden Flottenbeständen auf und vermietet diese wieder an die Flottenbetreiber zurück (sale and lease back).

Bei beiden Programmen garantiert P&R die Mieterträge über die gesamte Vertragslaufzeit und sorgt für die Rücknahme der Container am Ende der Laufzeit zu einem vorher festgelegten Wert. Die Container sind gegen praktisch alle Gefahren versichert (marine all risk insurance). Im Falle eines Containertotalverlustes ist P&R vertraglich verpflichtet für 100%igen Ersatz zu sorgen. Sämtliche Mietzahlungen an P&R, inklusive der Mieten für den hohen Anteil der im Besitz von P&R befindlichen Container, fließen in einen Pool. Aus diesem erfolgen dann alle drei Monate die Mietauszahlungen an die P&R-Kunden. (Modellrechnung)

Warum ist diese Anlage so rentabel? Ein nicht unwesentlicher Faktor ist sicherlich die Möglichkeit der steuerlichen Abschreibung (AfA). Einnahmen aus der Containervermietung sind „Sonstige Einkünfte” und somit nicht abgeltungssteuer- und bis zu einer bestimmten Freigrenze auch nicht einkommenssteuerpflichtig. Das beigefügte Rechenbeispiel verdeutlicht die Profitabilität der P&R-Programme.

Fazit: Der Container (die „Box”) schrieb in den letzten fünfzig Jahren eine phänomenale Erfolgsgeschichte – und ein kleines Unternehmen aus Grünwald bei München partizipierte daran. In über drei Jahrzehnten wurde es durch Know-How, langfristig angelegte Strategien und absoluter Orientierung an einer anlegerorientierten Devise, zum unangefochtenen Marktführer bei Container-Investments. Über sechzigtausend zufriedene Kunden haben Box und Firma in diesen Jahren begleitet und gehen mit ihnen in die Zukunft.

Wann kommen Sie mit ins Boot?

Sabine Lüpcke, Quellen: Internet und ProClient Archiv

Eine Modellrechnung finden Sie hier als pdf.

Hinweis: Dieses ist keine Anlageempfehlung. Fragen zu der Anlagemöglichkeit beantwortet Ihnen der Spezialist Peter Lüpcke gern. Senden Sie uns einfach Ihre Anfrage über das Kontaktformular.