22.
April '11
Heute nur ein ganz kurzer Beitrag und so gar nichts zum fachlichem Thema.
Ich wünsche Ihnen ein paar schöne und ruhige Osterfeiertage im Kreise derer, die sie gern um sich haben möchten.
Genießen Sie die freie Zeit und entspannen Sie an diesem schönen, sonnigen und langen Wochenende.

Tags: Ostern
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14.
April '11
Ein Twitter Nutzer hat heute morgen kurz geschrieben, diese Abzocke wäre schon manchmal lustig. Beim weiteren Lesen auffiel, das es diesmal nicht um irgendwelche tollen Mittelchen oder um viel Geld gehen sollte, nein es ging um das Thema Private Krankenversicherung. Nachdem mir nun die Mail vorliegt, hab ich mir das ganze mal genauer angeschaut.
Im Text ging es dann um die Abzocke durch den Makler beim Abschluss der Privaten Krankenversicherung. Dort schrieb der Absender nämlich folgendes:

Hallo Christoph,
leider hat meine Email keinen erfreulichen Grund.
Ich muss dir leider mitteilen, dass du abgezockt wirst. Und zwar ohne es zu merken!
Wie das passieren konnte? Wahrscheinlich hast du dich nicht ordentlich beraten lassen oder dein Makler hat dich absichtlich falsch informiert.
Das musst du nicht länger hinnehmen.
Unter http://www.sie-werden-abgezockt.com habe ich einen Vergleich online gestellt, der dir schnell, kostenlos und unverbindlich eine Prüfung deines Versicherungstarifes ermöglicht.
Lass dich nicht länger über den Tisch ziehen. Du hast die beste Leistung verdient. Und zwar ohne dabei zuviel zu zahlen!
Also zöger nicht länger und mache den Vergleich.
Mit freundlichen Grüßen
Dein Markus Beese
Klar, alle anderen sind schlecht und man will ja nur helfen, meinen wohl die Versender dieser “Müll Mails”. Grundsätzlich ist ja nichts verwerfliches daran, eine Empfehlung eines Maklers überprüfen zu lassen. Gerade in der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist es nicht nur wichtig einen umabhängigen, sondern vielmehr einen spezialisierten Berater zu haben.
In der Mail ist auch gleich ein Link enthalten, den kann jeder gern selbst überprüfen. Wird dieser angeklickt, findet eine Umleitung auf die Domain “http://www.spar-profis.com/2/” statt.

Diese offeriert in (sogar normaler Sprache) einen Vergleich zur Privaten Krankenversicherung. Doch was genau passiert nun mit der Seite, wer ist der Betreiber und was genau wird mit meinen Daten gemacht?
Klar, zunächst einmal spart man Unmegen von Geld. (bis zu) 2.400 EUR im Jahr sind da schon mal locker drin. Dabei ist es natürlich alles kostenfrei und harmlos. Durch einen Wechsel der Krankenkasse (komisch das es keine Privaten, sondern nur Gesetzliche Krankenkassen (GKV) gibt, die Privaten Anbieter heißen Krankenversicherungen)
Wer steht hinter der Seite?
Das ist eine spannende Frage, die leider nicht vollständig geklärt werden konnte, bisher. Laut Impressum sitzt der Betreiber der Seite im schönen, südamerikanischen Land Belize. Wer nachschauen möchte, kann die Domain einfach abfragen.
Dabei ist sonst im Impressum nichts weiter vermerkt. Kein Name, keine Pflichtangaben für eine AG, keine Kontaktdaten, nur ein einsames E-Mail Anfrageformular fristet sein einsames Dasein auf der Seite.

Nur durch die Angaben von Name, Anschrift und Kontaktdaten sollte bereits eins klar sein. Ziel ist nicht eine Beratung oder so etwas, Ziel ist es eine Adresse zu erhaschen, die der Anbieter dann gewinnbringend weiter verkaufen kann. Dazu gibt es- vollkommen legitime und seriöse Anbieter. Diese vermitteln ordentlich generierte Adressen aus Internetanfragen an Makler, Berater oder Vermittler, welche diese käuflich erwerben müssen. Das Augenmerk liegt aber dann auf der Generierung. So werden Datenschutzhinweise gegeben, es wird mitgeteilt was weiter passiert und wer die Adresse bekommen hat und dergleichen.
Was sollte dann (normalerweise) mit der Adresse passieren oder was passiert damit?
Der Berater muss diese vom Seitenbetreiber oder einem Portal kaufen. Die Preise liegen zwischen 100 und 300 EUR für eine Adresse mit einer Anfrage zur Privaten Krankenversicherung. Dabei unterscheiden sich jedoch die Vorstellungen meist.
Der Anfragende erwartet, einen Online Vergleich oder eine zugeschickte Übersicht. Der Berater hingegen, der ja viel Geld bezahlt hat, will bzw. muss in diesem Fall ein “schnelles” Geschäft machen. Dadurch entsteht Verkaufsdruck, die Beratung wird “unentspannter” und die Erwartungen gehen weiter auseinander. Ob man letztendlich dann noch von neutraler Beratung sprechen kann, vermag ich nicht zu beurteilen. Das ist natürlich auch von dem Berater abhängig.
In der Privaten Krankenversicherung sind mehr als 30 Auswahlkriterien nötig, es sind eine Vielzahl von Fragen zur privaten und Beruflichen Plänen und Vorstellungen zu besprechen und es sind weiter viele, viele Punkte zu klären.
Das geht weder in einem, noch in mehreren Formularen. Dazu ist eine ausführliche (telefonische, online oder persönliche) Beratung unumgänglich und nicht zu ersetzen.
Wie verhindere ich, dass ich auf solchen Unsinn hereinfalle?
Eigentlich ist es recht simpel. Bevor Sie auf solche Anfragen, Mails oder dergleichen reinfallen, suchen Sie sich lieber direkt einen Berater. Doch die große Frage ist ja immer: Wie finde ich einen guten Makler, einen guten Berater?
Pauschale Lösungen und Empfehlungen gibt es leider auch hier nicht. Nicht jeder Makler ist gut, nicht jeder (Einfirmen-)Vertreter ist schlecht oder voreingenommen. Daher sollten Sie zunächst einmal auf die Suche gehen.
Bemühen Sie google, sehen Sie sich in Foren um und bilden sich eine Meinung. Ist da jemand, der nur auf die schnelle Kundenanfrage aus ist, oder erhalten Sie (in ihren Augen) neutrale Antworten auf Fragen? Dann suchen Sie sich einen, zwei oder auch drei raus und telefonieren einfach mal mit diesen. Danach entscheiden Sie, bei wem Sie weiter anfragen.
So es die Zeit zulässt, werde ich die Tage mal eine Art BeraterGuide verfassen, mal sehen wann.
Und ein kleiner Tipp noch, da ich es immer wieder erlebe. Makler heißt nicht per se gut, auch nicht per se neutral. Fragen Sie nach Spezialisierungen und Erfahrungen. Der gute Makler auf anderen Gebieten, der vielleicht Ihre Sachversicherungen macht, die Finanzierung begleitet oder die Geldanlage überwacht, glauben Sie der kann auch noch die Komplexe der PKV und BU Absicherung mit abdecken? Kann man Spezialist in allem sein?
Tags: Adressen, Internetseiten, Leads, Unsinn
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07.
Februar '11
Ein aktueller Anlass, eine Mail eines Kollegen, bewegt mich dann doch einmal etwas ausführlicher über einen Tatbestand zu schreiben, der anscheinend in der Branche immer noch als “normal” empfunden wird. Es geht um Provisionsabgabe.
Anscheinend haben einige “Kollegen” den Abschluss so nötig, das dem Interessenten ein oder zwei Monatsbeiträge der Privaten Krankenversicherung (PKV) oder auch der Lebens-/ Rentenversicherung erstattet werden. Soweit so gut.
Ist es denn dem Vermittler erlaubt eine solche Vergütung abzugeben?
Eindeutige Antwort: Nein. Geregelt ist dieses unter anderem im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG). Dort finden wir im §81 Abs. 3 folgende Regelung:
(…) allgemein oder für einzelne Versicherungszweige den Versicherungsunternehmen und Vermittlern von Versicherungsverträgen zu untersagen, dem Versicherungsnehmer in irgendeiner Form Sondervergütungen zu gewähren; ebenso kann es allgemein oder für einzelne Versicherungszweige den Versicherungsunternehmen untersagen, Begünstigungsverträge abzuschließen und zu verlängern.
Kann man dieses “legal” umgehen?
Einige Vermittler versuchen diese Ordnungswidrigkeit (Strafe bis zu 100.000 EUR für den Vermittler, nicht den Verbraucher) zu umgehen. Es wird dann keine Vergütung für den eigenen Vertrag abgegeben, sondern der Frau, Freundin oder dem guten Bekannten des Versicherungsnehmers wird eine TippProvision versprochen und überwiesen. Dann ist es ja keine Provisionsabgabe und somit nicht verboten.
Warum tun die Versicherungsvermittler, Vertreter oder auch Makler es dennoch und geben Provision/ Courtage ab?
Klassischer Spruch eines Freundes von mir: “Er war jung und brauchte das Geld.”
Dieser, eher im Spaß gemeinte Satz trifft es allerdings ganz gut. Viele “Kollegen” hecheln tatsächlich dem PKV oder BU Kunden hinterher. Freu nach dem Motto: “Bevor er gar nichts kauft, gebe ich lieber was ab.”
Meine Meinung dazu:
Ich tue es nicht und das konsequent. Warum sollte ich auch? Die qualifizierte Beratung in der Privaten Krankenversicherung (PKV) aber auch in allen anderen beratungsintensiven Bereichen, erfordert Zeit, Recherche und KnowHow bei dem Berater. Wer es professionell macht, davon gibt es zum Glück viele Kollegen, der lebt zum Einen natürlich auch von der Courtage/ Provision, zum Anderen hat er neben der Haftung für seine Beratung auch eine Vergütung verdient.
Gehen Sie zum Bäcker und erwartet das Brötchen billiger zu bekommen, wenn Sie es bei ihm kaufen?
Klar, wenn Sie das alte Brot vom Vortag kaufen, oder bei einem Kollegen mit minderwertigen Produkten. Ich sage nicht, das jeder der Provision abgibt auch minderwertige Beratung abliefert. Wenn jedoch ein Kollege Geld anbieten muss, damit der Kunde gerade bei ihm unterschreibt, dann muss er es so tun. Ich verzichte dann lieber auf den Kunden.
Eine langfristige Vertrags-/ Kundenbeziehung, welche so anfängt kann meines Erachtens nicht funktionieren. Beratung mit Qualität kostet Geld. Da diese in Deutschland durch eine Courtage/ Provision in den Versicherungsprämien enthalten ist, sehe ich keinen Grund, davon etwas zurück zu zahlen, nur das der Interessent bei mir unterschreibt. Dann bitte bei dem Kollegen, wenn er es doch so nötig hat.
Fazit:
Sollten Sie also einen Vertrag zur Privaten Krankenversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen wollen, so suchen Sie sich einen Berater der sein Handwerk versteht. Dieser sollte nicht verkaufen, sondern eben beraten. Dazu gehört gerade nicht der rosarote Blick durch die Brille und alles ist toll, sondern auch der Verweis auf Lücken und Einschränkungen.
Der Berater verdient mit dem was er für Sie tut seinen Lebensunterhalt. Der der das Geschäft so nötig hat, das er davon etwas abgibt, ist vielleicht doch nicht der richtige, langfristige Partner. Glauben Sie das 500 EUR einmaliges “Geschenk vom Vermittler” entscheidend sind bei einem Produkt der nächsten 10, 20 oder 30, 40 Jahre? Aber…
Entscheiden Sie selbst !
Tags: Provisionsabgabe, Provisionsabgabeverbot, Unsitte, Vermittler
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14.
Januar '11
Dieses ist ein Gastbeitrag meines Kollegen Thomas Schösser.
Nun ist man schon einige Zeit in einem Tarif einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert und möchte seinen Beitrag reduzieren. Was ist naheliegender als einfach die Selbstbeteiligung des Vertrags zu erhöhen und dadurch die Prämie zu verringern?
So wird es oftmals dargestellt. In der Praxis muss dies aber nicht immer so funktionieren wie ein Beispiel eines meiner Bestandskunden zeigt.
Der Kunde hat einen Tarif mit einem momentanen gesamten Monatsbeitrag von € 217,39. Der Tarif sieht für ambulante Leistungen einen jährlichen Selbstbehalt von € 600,- vor und ist mit umfangreichen Wechseloptionen, wie z.B. dem Sprung in leistungsstärkere Tarife ausgestattet.
Nun wurden zwei Umstellungsangebote beim Krankenversicherer angefordert.
Einmal der gleiche Tarif wie bisher, nur mit € 1.200,- jährlichen Selbstbehalt auf alle ambulanten Leistungen und ein Wechsel in einen leistungsstärkeren Tarif. Interessant wird es nun bei der Betrachtung der ersten Alternative, bei welcher der gleiche Tarif mit € 1.200,- Selbstbeteiligung ausgewählt wurde. Hier landet die monatliche Prämie bei € 216,76.
Hier würde also, im Vergleich zur bisherigen Tarifvariante, nur eine „Ersparnis“ von € 0,63 im Monat bei gleichzeitiger Erhöhung der Selbstbeteiligung um jährlich € 600,- erzielt werden.
Sie wünschen eine Alternative zu Ihrem bisherigen Tarif, oder eine andere Selbstbeteiligung (SB)? Dann sollten Sie sich vorab ein verbindliches Angebot von Ihrem Versicherer einholen und prüfen, ob eine solche Veränderung überhaupt Sinn macht.
Beachten Sie dabei nicht nur die Beitragsseite sondern auch, ob sich die Leistungsinhalte der PKV dadurch verändern würden.
Bereits beim Abschluss einer privaten Krankenversicherung sollten die unterschiedlichsten Ausgestaltungen der Selbstbeteiligung betrachtet werden. Mehr dazu finden Sie auch im folgenden BLOG-Beitrag “Welche Selbstbeteiligung ist die beste?” oder “Welche Selbstbeteiligung ist für Angestellte angemessen”
Auch die bedingungsgemäßen Möglichkeiten einer späteren Reduzierung oder Erhöhung einer Selbstbeteiligung oder aber auch die generellen Wechseloptionsmöglichkeiten in andere Tarife sollten beleuchtet werden. Dies könnte unter Umständen später vorteilhaft sein, da sich im laufe der Jahre ein Tarif mit einer anderen SB-Variante beitragstechnisch besser entwickelt könnte als der ursprünglich gewählte. Mehr dazu unter “Optionsrechte im Vertrag“
Tags: Gastbeitrag, Krankenversicherung, Optionsrechte, PKV, Schösser, Selbstbeteiligung, Tarifumstellung
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13.
Januar '11
Sie kennen das, klar- deshalb sind Sie ja hier. Meine Spezialisierung liegt ausschließlich in den Bereichen der Privaten Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsabsicherung und Vorsorge.
In den anderen, ebenso wichtigen Bereichen, wie Versorgung von Beamten, Sachversicherungen, Immobilien oder Geldanlage kann und will ich Ihnen keine Ratschläge geben und bediene mich einem Netzwerk von spezialisierten Kollegen.
Diese und die kommende Woche werden Sie hier im Blog einige Gastbeiträge lesen können. Dabei geht es neben der Krankenversicherung auch um Absicherung bei Dienstunfähigkeitsrisiken bei Beamten, das Verhalten im Schadenfall und einiges mehr.
Sie dürfen also gespannt sein, was einem bei einem kleinen Blick über den eigenen Tellerrand so erwartet.
Die bisherigen und neuen Gastbeiträge habe ich in einer eigenen Rubrik “Gastbeiträge” zusammengefasst und ebenfalls als solche gekennzeichnet.
Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre in den kommenden Tagen und mir eine kleine Auszeit.
Tags: Ankündigung, Gastbeiträge
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