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08.
März '18

Datenschutz, Verordnungen, Neuerungen und weitere Einschränkungen


Heute geht es einmal nicht direkt um eine Versicherung, ein Urteil oder einen neuen Tarif. Heute geht es um ganz grundsätzliche Fragen in der Beratung, Fragen zu dem was Sie vor einer Beratung wissen sollen und aus meiner Sicht auch müssen.

Schließlich sollen Sie nicht nach, sondern weit vor Abschluss eines Vertrages wissen, mit wem Sie es zu tun haben und wie genau dessen Status ist.

Zur generellen Einordnung und dem oft nicht klaren Unterschied zwischen Makler, Vertreter oder Versicherungsberatern empfehle ich Ihnen vorab einen Blick auf den folgenden, wenn auch schon etwas älteren Artikel.

Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung zu Versicherungsfragen?

Alles neu macht der Mai, oder ein Vergleichsportal und ein Maklerverband. Die letzten beiden verklagen oder verklagten sich gegenseitig und belegen sich derzeit gegenseitig mit Ordnungsgeldern. Dazu bezieht nun ein Makkerpool Position gegen den Maklerverband, der wiederum ätzt durch seinen Vorsitzenden offen zurück.

Sie als Interessent und Kunde werden jetzt sicher mit dem Kopf schütteln oder halten sich bereits beide Hände vors Gesicht. Leider ein nicht so seltener Vorgang in „meiner Branche“. Wir, und damit meine ich die Branche ganz allgemein, haben es leider an vielen Stellen nicht verstanden. Da gönnt einer dem anderen nichts, jeder meint alles selbst machen zu müssen und bloß nichts abgeben zu wollen. Was dabei herauskommt, das können Sie eindrucksvoll und erschreckend zugleich nachlesen, wenn Kollegen zur PKV beraten möchten und sich dann in einer Facebookgruppe Rat holen.

„Hr. Doktor, ich habe manchmal Kopfschmerzen.“ – „Hey, kein Thema, machen wir eine Gehirn OP“ – leider ist das Alltag in „meiner Branche“

Beratung muss Transparenz bieten

Das was vielleicht hochtrabend klingen mag, ist genau das was ich seit nunmehr 17 Jahren predige und in meiner eigenen Beratung genauso lebe. Ich kenne viele sehr gute Kollegen die in und für ihren Beruf, die Berufung, leben und es genauso umsetzen.

So geht es in vielen Fällen nicht darum einen Rat a la „Gesellschaft A und Tarif B ist für Sie der beste“ zu geben. Es geht um Ausbildung, Ausbildung für Sie als Kunden.

Natürlich sollen Sie, nur weil Sie sich einmal für eine Kranken- oder Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden wollen, nicht zum Berater mutieren. Die Beratung muss aber so aufgebaut sein und Sie in die Lage versetzen eine fundierte und begründete Entscheidung zu treffen.

„Woher weiß ich denn, dass Sie neutral beraten?“

Diese Frage kommt fast wöchentlich und ist durchaus legitim. Sie gehen zu einem Berater, einem Versicherungsmakler und wollen natürlich wissen wie neutral dieser berät. Klar ist er per Gesetz zur Neutralität und dem Kundennutzen verpflichtet, steht rechtlich auf der Seite des Kunden und muss allein deshalb dessen Interessen wahren. Aber auch in diesem Telefonat vor einigen Tagen kam genau diese Frage.

„Verdienen Sie vielleicht an einem Tarif mehr? Wie weiß ich das die Empfehlung neutral ist?“

Die Antwort ist so einfach wie offensichtlich. Wenn Sie selbst die Empfehlung oder Entscheidung nachvollziehen können, wenn Ihnen klar ist warum der oder ein anderer Tarif in ihrer Situation und mit dem heutigen Wissenstand der richtige ist. Nur wenn ihr Berater Sie in der Beratung mit Bedingungen, Erklärungen und Fakten in die Lage versetzt eine Empfehlung nachvollziehen zu können und zu erkennen warum diese oder jene Leistung wichtig, diese oder jene Option notwendig ist, erst dann können Sie eine Entscheidung treffen.

Gerade in der Beratung zur PKV oder BU geht es um langfristige Produkte die über die finanzielle Zukunft entscheiden. Nicht nur Ihre, auch die der Kinder und Familie.

Weder Sie noch ich haben eine Glaskugel, weder wissen wir um die privaten, noch um die beruflichen Veränderungen der nächsten Jahrzehnte. Was wir aber kennen sind der Status quo und die Bedingungen eines möglichen Vertrages. Nur wenn Sie daher wissen was es alles gibt, überlegen können was Sie davon benötigen, nur dann wird eine Entscheidung und Empfehlung nachvollziehbar- transparent eben.

Regulierung um der Regulierung Willen

Doch wieder zurück zum Eingangsproblem, denn auch da geht es um Transparenz. Das Vergleichsportal soll, wenn es Makler ist, auch genau das klar und deutlich sagen. Das tat es aber laut Verband und Gericht nicht. Denn wenn Sie nicht wissen, dass ein Makler Ihnen ein Angebot macht, dann ist es nicht transparent. Ihnen als Nutzer wird die Möglichkeit genommen selbst einzuordnen was so ein Vergleichsrechner wert ist.

„Wer bin ich“ auf der Startseite

Wenn Sie sich hier auf der Seite umsehen und durch den Klick auf das Logo oben links zurück auf die Startseite springen, dann lesen Sie seit Jahren eine identische Information. Die, dass ich als Versicherungsmakler tätig bin und mich in meiner Beratung auf wenige Sparten wie die PKV und BU Absicherung konzentriere.

Im Impressum fanden Sie bisher schon immer weitere Informationen zu mir, zum Unternehmen, zum Status und nicht nur da (sondern auch bei den Downloads) die Erstinformation. Es ist dabei nicht weniger als eine Zusammenfassung all derer Informationen, welche der Gesetzgeber für wichtig hält und ich Ihnen damit geben möchte.

Jederzeit, ob vor einem Chat, einer Anfrage oder dem Besuch weiterer Seiten hier stehen und standen Ihnen diese Informationen zur Verfügung. Das bleibt auch weiter so.

Vor einer Beratung bekommen Sie diese dann ebenfalls nochmals zu Gesicht, sei es in einem Link der Mail, der Signatur oder zukünftig nochmals auf jeder Kontaktseite.

Das ist richtig und wichtig, aber dennoch kein Grund warum sich Maklerverbände und Vergleichsportale (auch noch öffentlich) zerfleischen und verklagen müssen. Oder finden Sie das nötig?

Jeder legt das Urteil nun wieder anders aus und am Ende müssen weitere Gerichte entscheiden. Muss es ein PopUp Fenster geben, darf ich Sie erst dann auf die Seite lassen, wenn Sie bestätigen zu wissen wer ich bin und welchen Status ich habe?

Ich traue jedem Besucher der Seite zu, dass er lesen kann und die entsprechende Information auch hier findet, sich abspeichern kann und diese daher verfügbar hat.

Datenschutzverordnung – alles neu macht der Mai

Auch hier reguliert einmal mehr jeder etwas herum. EU, die Regierungen der jeweiligen Länder und am Ende Gerichte und Anwälte werden beteiligt sein. Beteiligt an einer Bürokratieflut, einer die natürlich nur zu Ihrem besten ist.
Daher ist die neue Datenschutzerklärung auch x-fach länger, beschreibt jede noch so kleine Möglichkeit und Nutzung Ihrer Daten.
Noch nie habe ich Ihre Daten weitergegeben, gar verkauft oder unsachgemäß verwendet und das werde ich- das kann ich hier nur nochmals erwähnen und versprechen- auch nicht tun.
Alle Details dazu können Sie ab sofort auch nochmals in der jeweiligen Erklärung nachlesen und sich auch diese bei Bedarf ausdrucken und archivieren.

Am Ende ist es jedoch wie mit allem. Vieles Kleingedruckte wird am Ende leider nicht oder erst zu spät gelesen. Daher hinterfragen Sie, lesen Sie nach und fragen Sie nach. Solange bis Sie für sich alles verstanden haben und eine Entscheidung fundiert treffen können. Nur dann werden Sie am Ende ein gutes Gefühl haben und ruhig schlafen.
Überlegen Sie selbst, kann ich die Entscheidung für einen Tarif oder ein Produkt einem Freund oder Bekannten so erklären, dass sie/ er versteht warum ich mich so entschieden habe? Falls Sie diese Frage mit Ja beantworten können, dann haben sie alles richtig gemacht.

Falls noch nicht, dann fragen Sie nochmals nach.