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20.
Juni '18

Wenn der Arzt durchs Display schaut – Videosprechstunde nun auch für Kunden der HALLESCHE Krankenversicherung


Es ist keine wahnsinnig neue Idee, denn andere Unternehmen arbeiten mit Partnern wie der Teleclinic bereits zusammen, wie Sie in einem älteren Beitrag hier auf dem Blog nachlesen konnten. (Barmenia Medien App- der Arzt per Videoberatung)

Doch vor uns liegt ein weiter Weg. Im Vergleich zu anderen Ländern in Europa oder der Welt ist das erst der Anfang. Die Hallesche hat sich für deren Kunden für einen anderen Partner entschieden, MD Medicus. Das Unternehmen bietet seit langem Beratungen, Assistenz- und Gesundheitsdienstleistungen an und steht nur auch Kunden der HALLESCHE als Partner zur Seite.

Wer kann die Videosprechstunde nutzen?

Aktuell steht allen Kunden der Hallesche Krankenversicherung dieser Service zur Verfügung. Im Vergleich zur Teleclinic der Mitbewerber jedoch noch etwas eingeschränkter. Voraussetzung ist daher eine bestehende Krankenvollversicherung bei der Hallesche und eine Anmeldung über eine spezielle Website.

Was geht, was nicht?

Derzeit wird den Kunden noch keine echte Sprechstunde geboten, sondern eher eine „Gesundheitsberatung“. Dazu stehen Ärzte verschiedener Fachrichtungen und spezialisiertes Personal zur Verfügung. Dennoch, es ersetzt keinen Arztbesuch. Auch das Ausstellen von Rezepten und/ oder Krankschreibungen ist derzeit noch nicht möglich. Die Videosprechstunde über MD Medicus ist ein erster Schritt, derzeit aber noch nicht viel mehr.

Zugegeben, das können andere Mitbewerber derzeit schon besser. Auch der Weg ist noch etwas umständlicher. Da es keine Smartphone App gibt, ist der einzige Weg die Anmeldung einer gewünschten Beratung über eine spezielle Webseite.

Größte Einschränkung, der Dienst steht nur eingeschränkt zur Verfügung. Die Termine und Beratungen können nur Montag bis Freitag von 8-20 Uhr stattfinden. Ein echtes No-Go, wenn man bedenkt diese Dienste gerade im Ausland oder zu den Zeiten geschlossener Arztpraxen nutzen zu wollen.

Welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Neben den vertraglichen Voraussetzungen (bestehender Vertrag zur PKV bei der Hallesche) sind einige technische Voraussetzungen zu erfüllen. So benötigen Sie

  • – einen PC, Laptop oder ein Smartphone bzw. Tablett
  • – das Gerät muss mit einer Kamera ausgestattet sein
  • – eine bestehende Internetverbindung ist natürlich Voraussetzung

Der Ablauf der Videosprechstunde

Zunächst einmal suchen Sie sich Ihre Versicherungsnummer, diese finden Sie auf der Versichertenkarte, Ihrer Police oder weiteren Dokumenten zu Ihrer Krankenversicherung. Danach besuchen Sie die Seite

http://www.hallesche.de/videosprechstunde

Dort ist es erforderlich, einige Daten zu erfassen. Name, Geb. Datum und dergleichen sind für den Arzt nicht ganz unwichtig und identifizieren Sie als berechtigten Kunden.

Danach können Sie die Fragestellung eingeben, Ihr Problem und weitere Informationen eintragen um dem Arzt einen ersten Hinweis zu geben oder die Fachrichtung festzulegen. Nun noch Telefonnummer und E-Mailadresse und ein Zeitfenster.

Nach dem absenden der Informationen werden Sie dann in dem gewünschten Zeitrahmen von einem Facharzt per VideoChat/ Anruf kontaktiert und können Ihre Fragen und Probleme besprechen.

Fazit zur Hallesche Videosprechstunde

Es ist ein Anfang, eine Idee und sicher nur der erste Schritt. „Toll“ ist es noch nicht, aber der Dienst ist in einer Testphase und steht allen Versicherten kostenfrei und ohne Anrechnung auf Selbstbeteiligungen oder Beitragsrückerstattung zur Verfügung.

Von einer echten Arztsprechstunde sind wir sicher noch weit entfernt. Größtes Manko ist meiner Meinung nach die zeitliche Beschränkung. Wer Fragen per Videosprechstunde mit einem Arzt besprechen will, der macht das oft abends, im Ausland oder wenn er gerade Hilfe braucht. Das passt schlecht in 2-Stunden Zeitfenster von Montag bis Freitag.

Hoffen wir, dass die Entwicklung hier schnell weitergeht. Im Vergleich der Mitbewerber (Barmenia, Arag, Ottonowa) ist das hier sicher NOCH kein so großer Wurf, aber… es wird.

29.
Mai '13

Tarifwechsel der bestehenden Privaten Krankenversicherung bei der DKV nun (fast) online


Wer bereits in einer privaten Krankenversicherung ist, für den macht eine Kündigung und in Wechsel in eine andere Gesellschaft oftmals selbst dann keinen Sinn mehr, wenn die Auswahlkriterien nicht mehr so passen und der Schutz somit etwas vom eigentlichen Bedarf entfernt ist. Die Lösung kann aber durchaus sehr nah sein, ein Tarifwechsel, welcher einen anderen Schutz bei der gleichen Gesellschaft bietet.

Zum Nachlesen, die bisherigen Artikel: „Tarifwechsel nach §204 VVG“ und „Die Prämiendrücker

Dieser ist jedoch in der Praxis recht kompliziert, da die Gesellschaften wenig Interesse haben dem Kunden einen solchen Wechsel anzubieten. Klar, bekommt man für eine vergleichbare Leistung doch plötzlich weniger Beitrag, das will das Unternehmen erst einmal nicht. Doch gerade für Kunden die sich noch in den alten Tarifen befinden macht dieses durchaus Sinn. Hier kann ein Wechsel in neuen Versicherungsschutz nicht zu zu einer beachtlichen Reduzierung des Beitrages führen, auch kann auch weiteren Gründen ein solcher Wechsel angeraten sein.

Diesen Wechsel will aber nun eine der Größen der Branche, die Deutsche Krankenversicherung DKV, erleichtern und hat dazu ein Online-Tool eingerichtet. Dieses steht allen DKV Versicherten Kunden mit einer Vollversicherung zur Verfügung. Dieses soll den Wechsel übersichtlicher und einfacher machen.

Wie genau soll das gehen?

Zunächst einmal müssen Sie auf der Kundenseite der DKV einen Login für „myDKV“ beantragen. Dieses passiert online, jedoch wird Ihnen zur Aktivierung noch ein Code per Post geschickt. Grund sind hier Datenschutzbestimmungen und Sie sollen auch sicher sein, das die Daten nur Ihnen zugänglich werden.

DKV_01Nachdem Sie das jedoch erledigt haben loggen Sie sich einfach mit den Kundendaten ein und bekommen so eine erste Übersicht über die bestehenden Verträge. Hier werden neben den persönlichen Daten auch bereits die Verträge angezeigt, welche Sie durch einen Klick auf das „+“ öffnen können.

Nun sehen Sie die Einzelbausteine des Tarifs, aufgeschlüsselt nach allen im Tarif bestehenden Komponenten wie ambulantem und stationärem Schutz, Zahnschutz und der Absicherung im Krankentagegeld.

Angezeigt wird auch der ursprüngliche Vertragsbeginn, der Gesamtbeitrag und weitere Informationen zum Vertrag.

Den eigentlichen Tarifwechsel sehen Sie hier noch nicht. Dieser folgt einen Klick entfernt und Sie erreichen den über den Menüpunkt Services und dann Tarifcheck. Auch die Verfolgung von Rechnungen oder das Beantragen von Kostenübernahmen geht hier in diesem Menü, aber dazu ein anderes Mal mehr.

DKV_02

Nachdem nun der Tarifcheck geöffnet ist, geht es an eine weitere Auswahl der gewünschten Kriterien. So lassen sich zunächst Leistungsbereiche festlegen. Dazu gehört der Bereich der Selbstbeteiligung, der gewünschte Erstattungssatz bei Zahnersatz und auch die Leistung im stationären Bereich. (mehr …)

05.
September '11

Auslandsrechnung bei der Halleschen Krankenversicherung – schneller geht es nicht mehr


Die meisten Blog- oder Forenbeiträge im Internet beschäftigen sich mit der Frage, das Unternehmen nicht oder nur langsam zahlen. Klar, kaum einer breitet seine Krankengeschichte im Netz aus und generell wird ja eher gemeckert als gelobt. Daher hier mal ein Erlebnis der besonderen Art, das überrascht selbst mich nach mehr als 15 Jahren in der Branche.

Bei meinem USA Aufenthalt bekam ich am vorletzten Wochenende Zahnschmerzen, denn eine schon in Deutschland begonnene Wurzelbehandlung (und Füllung) war heraus gefallen. Das führt (aus Zahnarztsicht) dazu, dass möglichst schnell behandelt werden muss, damit die Bakterien nicht den Kiefer angreifen und nicht noch mehr Schäden entstehen.

Also den Concierge im Hotel gefragt und dieser empfahl mir einen Zahnarzt in 500m Entfernung zum Hotel. Von dem Namen sollte man sich nicht abschrecken lassen, der Arzt war sehr gut. Die Buchung eines Termins erfolgte online und war völlig unkompliziert.

Dr. Oleg Klempner

Central Park South Dentis, New York

Nachdem die Behandlung nach einigen Stunden abgeschlossen war (dazu war eine Laserbehandlung in der Zahnwurzel nötig) schaute ich nicht schlecht als es ans bezahlen ging.

Sage und Schreibe 1.560 US$ kosteten die Behandlungen, dazu knapp 80 US$ an Medikamenten.

Zahnarztrechnung USA

Doch alles nicht schlimm, schließlich war ich ja versichert. Anders als sonst üblich (Rechnungen müssen im Original vorliegen) reichte ich die Rechnungen vorab ein. Da es im Hotel keinen Scanner gab, half ein einfacher Trick. Ich fotografierte die Rechnungen und schickte die Bilder als pdf Datei an die zentrale Serviceadresse der Halleschen Krankenversicherung.

Das passierte am Dienstag, 4:32 Uhr in Deutschland.

Heute staunte ich nicht schlecht, es war die Erstattung auf dem Konto. Da ich mir nicht erklären konnte, das es schon diese Rechnung sein sollte, kurzer Anruf bei der Halleschen in Stuttgart (0711 6603 0). Zweite Verwunderung.

„Guten Tag, Sie rufen aus den USA an, darf ich Sie zurückrufen?“

Das nenne ich mal durchdachten Service. Nach kurzem verbinden gab es die Erklärung. Das ist tatsächlich die Erstattung der Zahznarztrechnung auf meinem Konto. Das ist mal eine Leistung.

Erstattung per Mailrechnung, nicht mal zwei Tage nachdem diese eingereicht wurde. SUPER LEISTUNG!

Klar ist dieses EIN Beispiel. EIN positives wie auch andere EIN negatives sein können. Daher ist es schwer generell eine Aussage zu treffen. Dennoch hat mich die Hallesche hier mehr als positiv überrascht.

Eins sei noch am Rande erwähnt. Die Erstattung erfolgte aus einem Vollkostentarif, dem NK. Dabei ist zu beachten, dass es keine Bildung an die deutschen Gebührensätze gab. Wäre diese Bindung vorhanden, so hätte mich wohl nur ein kleiner Bruchteil der Rechnung als Erstattung erreicht. Eine Behandlung in Deutschland ist für knapp 200-400 EUR zu bekommen.

Daher achten Sie bei der Tarifauswahl auf die Auswahlkriterien zur Privaten Krankenversicherung.

26.
Januar '11

Die unendliche Geschichte mit einem Kölner Krankenversicherer Teil III


Leser meines Blogs haben bereits im letzten Jahr den ersten und zweiten Teil dieser scheinbar unendlichen Geschichte lesen können. Doch nun wird es nicht nur albern, sondern zudem auch noch dreist.

Zum Anfang und der Entwicklung der Geschickte bitte erst die angesprochen beiden Teile lesen. Dabei muss man sich schon vor Augen halten, wir haben 2011 und sprechen von einer Kündigung aus dem Jahr 2009. Die Central Krankenversicherung hat es nun nach exakt 14 Monaten nicht einmal ansatzweise geschafft, diese Geschichte zu lösen.

Da auf normale Post und E-Mails, wie auch auf Faxe eine Reaktion mehr erfolgte, lies ich dann im letzten Jahr den Entwurf der Klageschrift, die bisherigen Schreiben und weitere Unterlagen per Gerichtsvollzieher bei dem Vorstand der Central in Köln zustellen. Das hat dann zumindest teilweise gefruchtet. Danach wurde dem Kunden zumindest eine Aufhebung bestätigt. Noch immer zum falschen Termin, noch immer ohne entsprechende Bescheinigungen, aber immerhin etwas.

Somit ist zunächst einmal klar, das der Vertrag bei denen beendet ist. Nur weil der neue Krankenversicherer auf die Vorversicherungsbescheinung (die die Central ja nicht in der Lage ist auszustellen) verzichtet hat, wurden dort die Rechnungen bezahlt.

Die Klage ist mittlerweile am zuständigen Gericht in Frankfurt anhängig und ich bin sehr gespannt, wie dieses weiter geht.

Der nächste Schritt der Unfähigkeit

Heute erreichte mich eine Mail mit dem Betreff „Es nervt so“ von dem betroffenen Kunden und ohne zu Lesen, gar ohne den Absender zu lesen wusste ich, es kann sich nur um meinen „Lieblingsversicherer“ handeln. So war es dann auch. Der Kunde hatte mal wieder Post vom „Hessischen Amt für Versorgung und Soziales“ erhalten. Dort sei ein neues Bußgeldverfahren gegen ihn anhängig, schrieb man dem Kunden und nun soll er zu der Sache gehört werden. Man beachte dabei den Zeitraum um den es geht:

Dabei hatte die Central dem Kunden auf mein Drängen im Dezember bereits eine Bestätigung geschickt, demnach sei die Meldung vom 05. 12. an das Amt ungültig. Angeblich sei eine Rücknahme dieser Meldung nicht möglich. Auch hielt man es aber nicht für nötig, das zuständige Amt zu informieren, der Kunde könne „ja dieses Schreiben zu seiner Entlastung einreichen“.

Ach so ist das also. Der Versicherer ist unfähig in seinen eigenen Unterlagen zu recht zu kommen, nicht in der Lage korrekt zu handeln, Kündigungen und Schreiben zu beantworten, zu lesen und auch ordentlich abzuwickeln, aber der Kunde kann sich ja schön selbst kümmern.

Das zum Thema Kundenservice.

Über den weiteren Verlauf der Klage werde ich Sie auf dem Laufenden halten. Ich hoffe sehr, einen kompetenten und versierten Richter zu bekommen und eine zufriedenstellende gerechte Entscheidung zu erhalten. Das was ich jedoch persönlich schlimm finde, es gibt keinerlei Entschuldigung an den Kunden, nicht mal ansatzweise eine Reaktion und dergleichen.

Und wenn nicht der Kunde hier so geduldig wäre und das nun auch „durchzieht“, so hätte die Taktik „wir als Central sind größer, stärker und sitzen das jetzt aus“ mal wieder geklappt.

Allen den es ähnlich geht… NICHT UNTERKRIEGEN LASSEN! Bestehen Sie auf Ihr Recht und klagen dieses im Notfall ein. Fehler passieren überall, es arbeiten Menschen in Unternehmen, die machen auch mal Fehler, keine Frage. Aber es kann nicht sein, dass hier der Kunde (der ja immerhin in der Vergangenheit nicht wenig Geld gezahlt hat) hier so hängen gelassen wird.

01.
September '10

Die unendliche Geschichte mit einem Kölner Krankenversicherer Teil II


Im Juli diesen Jahres hatte ich bereits den ersten Teil der unendlichen Geschichte veröffentlicht. Wer diesen verpasst hat, hier geht es zum damaligen Blogbeitrag „Die unendliche Geschichte mit einem Kölner Krankenversicherer„.

Der Vorgang liegt ja seit Juli nun nicht mehr in der Fachabteilung und auch der Vorstand scheint es nicht mehr für nötig zu halten, dieses weiter zu beaufsichtigen. Daher wurde mir zuletzt am 20. Juli diesen Jahres durch die Abteilung „KundenService-Beschwerdemanagement“ geantwortet und die Mail endete bekanntlich mit der Aussage:

„Da bereits alle Argumente ausgetauscht wurden, greifen wir den Sachverhalt nicht erneut auf.“

Na klar, so kann man es auch machen. Man behauptet „mal wieder“ es sei alles gesagt und klar, sicher habe man immer recht und kann ja nun mal die Hinhaltetaktik versuchen. Daher habe ich dann mal erinnert.

Zum einen wurde auf neue Fakten aus meinen Mails/ Faxen nicht eingegangen, zum anderen wird auf die Erinnerungen am 05. 08. 2010, 17. 08. 2010, 26. 08. 2010 einfach nicht mehr reagiert.

Ich finde es offen gesagt eine absolute Frechheit was sich der Krankenversicherer die Central Krankenversicherung hier erlaubt. Daher habe ich heute nochmals per Fax und mit Kundenunterschrift erinnert und werde zeitgleich den Vorstand nochmals um eine Stellungnahme bitten. Sollte das auch nichts bringen, so muss der Kunde sicher überlegen was man noch tun kann.

Ach ja, es gab ja noch etwas dazwischen:

Zum einen behauptet man ja steif und fest der Tarif/ Vertrag bestünde noch, zum anderen hat man auch eine Kündigungsbestätigung und einen Nachweis der bestehenden Kranken und Pflegepflichtversicherung der Folgeversicherung vorliegen. Dennoch besitzt man die Frechheit, dem zuständigen Ordnungsamt eine fehlende Pflegepflichtversicherung zu melden. Wohl gemerkt in Kenntnis der Folgeversicherung. Diese eröffnet ein Ordnungswidrigkeitenverfahren.

Das ist lösbar und war mit einem Telefonat und Übersenden der Bescheinigung auch getan, jedoch sind auch dieses wieder Arbeitsschritte, die schlichtweg unnütz sind und vermieden werden können. Aber klar, als Versicherer kann man den Kunden ja „am langen Arm verhungern lassen“.

Hauptsache man ist „Testsieger“ in Zeitschriftentests.

UND: Leider ist es immer noch nicht zu Ende. Den Dritten Teil der unendlichen Central Geschichte gibt es hier.