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15.
Juni '18

Ab 2019: Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung steigt um 12%, oder 0,3%Punkte


Nachdem wir uns gerade die Senkung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse, oder besser die Senkung der Belastung der Arbeitnehmer angeschaut haben, geht es heute gleich wieder in die andere Richtung. Vorgestern habe ich Ihnen die Auswirkungen der geplanten Rückkehr zur Parität erklärt, hier können Sie das noch einmal detailliert nachlesen.

Heute nun die Nachricht für die Pflegeversicherung. Beitragssteigerungen bis 12% sind da Ankündigung und nötig, oder aber 0,3%-Punkte. Was genau dahintersteckt und wie sich das in Zahlen auswirkt, das zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Die Pflegeversicherung wird teurer – und es reicht doch nicht

Grund für die Anpassung ist- natürlich, so Gesundheitsminister Jens Spahn- die vorhergehende Regierung. Denn durch die verbesserten Leistungen in der Pflege sind auch die Kosten erneut gestiegen und die Schulden haben sich erneut erhöht. Daher muss dieses durch eine Beitragsanpassung kompensiert werden, was bei einem umlagefinanzierten System auch nachvollziehbar ist.

Wie hoch ist der Beitrag heute?

Im Jahr 2018 zahlen gesetzlich Versicherte für die gesetzliche Pflegepflichtversicherung einen einkommensabhängigen Beitrag. Dieser ist abhängig von dem Einkommen und (als Obergrenze) von der Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG), welche jedes Jahr angepasst wird.

Die Zahlen für 2018 finden Sie hier: Sozialversicherungswerte 2018

Wer heute freiwilliges Mitglied in der GKV und damit auch Mitglied in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung ist, zahlt also folgende Beiträge.

JAEG: 4.425 € / Monat

davon 2,8% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 123,90 € monatlich

wer Kinder hat zahlt nur

2,55%, also 112,84 € monatlich

Der Arbeitgeber zahlt dabei maximal einen Zuschuss in Höhe des halben Beitrages (ohne den Kinderlosenzuschlag), also maximal 1,275% von 4.425 € = 56,42 €. Damit verbleiben 56,42 € oder aber 67,48 € (ohne Kinder) EIGENANTEIL.

Was muss ich in 2019 zahlen?

Nun, zunächst ergibt sich eine Anpassung der Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte. Das klingt ja noch sehr wenig, nur Null Komma irgendwas Prozent, das lohnt ja gar nicht. Doch dabei muss bedacht werden.

0,3 Prozentpunkte von bisher 2,55 Prozentpunkten sind immerhin

ein Anstieg des Beitrages um 11,76%.

Doch weiter zu den Zahlen. Unterstellen wir, die JAEG bliebe gleich, so ergäben sich in 2019 folgende Beiträge.

JAEG: 4.425 € / Monat

davon 3,1% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 137,18 € monatlich = eine Steigerung um 13,28 € 

wer Kinder hat zahlt nur

2,85%, also 126,11 € monatlich

Auch von dieser Steigerung zahlt der Arbeitgeber die Hälfte, so es denn einen AG gibt.

Unterstellen wir eine Anpassung der JAEG von +1.350 € p.Jahr (so wie es in den letzten Jahren fast immer war), dann ergibt sich hier folgende Rechnung:

JAEG neu in 2019 nach möglicher Anpassung: 4.537,50 € / Monat

davon 3,1% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 140,66 € monatlich = eine Steigerung um 16,76 € 

wer Kinder hat zahlt nur

2,85%, also 129,32 € monatlich

Auch wenn die Beträge als absolute Zahlen dann wieder etwas Beruhigung bieten, dennoch sind die Anpassungen prozentual gesehen recht hoch. Aber, Sie merken auf der Lohnabrechnung natürlich keine Prozente, sondern nur fehlenden Euro.

14.
Mai '12

Pflegeversicherung- Expertenrunde und das Ergebnis


Vor einigen Wochen war ich zu einer Expertenrunde zum Thema Pflegeversicherung eingeladen und dazu in Frankfurt. In der sehr konstruktiven und angenehmen Runde diskutierten wir unter anderem die Themen der Pfegezusatzversicherung und des steigenden Bedarfes.

Hier ein Auszug daraus:

Kaum ein Kunde und leider auch kaum ein Berater macht sich Gedanken um die Pflege seiner Angehörigen und der eigenen Pflegezukunft. Noch nicht einmal jeder 20. Deutsche besitzt über die niedrige gesetzliche Absicherung hinaus eine private Pflegezusatzversicherung. Die Gründe hierfür sind vielfältig – dürftiges Produktangebot, fehlende Kundenansprache durch den Berater und ganz allgemein die Verdrängung des Themas. Gerade beim Berater liegt der Schlüssel zum Erfolg, zumal das Thema politisch derzeit stark diskutiert wird. In der Pflegetagegeld- und Pflegerentenabsicherung sind bereits Produkte vorhanden, die aus Beratersicht noch an einigen Stellen optimiert werden könnten. So wäre die Kombination der Absicherung vieler biometrischer Risiken in einem einzigen Produkt möglich und denkbar. Gerade die Verbindung von Berufsunfähigkeits-, Pflege- und Krankheitskostenrisiken würde den Versicherern deutlich mehr Chancen als heute bieten. Schaut man sich die erste aller Zielgruppen an, so sind gerade bei den Jugendlichen oftmals der monatliche Beitrag und die Wahrnehmung der Risiken, die jeweils existenzielle finanzielle Probleme darstellen, ein wunder Punkt. (…)“Im Fokus: Pflegeversicherung

Das Thema Pflegeversicherung wird als Eigenabsicherung, aber auch als Erbschaftssicherung wichtiger denn je. Bevor in den kommenden Wochen das neue Pflegeportal online geht, stelle ich Ihnen hier schon einmal einige Beiträge mit Infos zur Verfügung.

Die komplette Ausgabe des Heftes „Im Fokus: Pflegeversicherung“ können Sie im Downloasbereich als pdf herunter laden- Viel Spaß beim Lesen.

Weitere Informationen:

Pflegeergänzungsversicherung- Pflegekosten oder doch lieber Tagegeld?

Leistungsverbesserungen in der Pflegeversicherung

Pflegeergänzungsversicherung vs. Pflegepflichtversicherung

Pflegeergänzungsversicherungen – alle reden drüber, keiner macht’s

superia – Ideal Lebensversicherung mit neuem Produkt zur Pflegeergänzung