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05.
Oktober '20

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 2


Heute setzen wir die Serie zur Kinderkrankenversicherung mit dem zweiten Teil fort. Wer den ersten Teil verpasst hat, der kann im Blogbeitrag unter diesem Link nochmals nachlesen oder Nachhören.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1

Dort haben wir uns folgende Fragen und Situationen genauer angeschaut:

  • – Muss mein Kind in die private Krankenversicherung (PKV)?
  • – Hat mein Kind Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung?
  • – Vorsicht bei Selbstständigen und schwankendem Einkommen
  • – Kann das Kind rückwirkend in die private Krankenversicherung wechseln?

Auch heute haben Sie wieder die Möglichkeit den Beitrag selbst zu lesen, oder aber sich die Fragen und Antworten hier als Hörbeitrag anzuhören. Heute, im Teil 2, geht es um folgende Fragen.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 2

  • – Bekomme ich für mein Kind einen Arbeitgeberzuschuss?

  • – Was ändert sich durch eine Hochzeit?

  • – Muss das Kind in der Versicherung der Eltern versichert werden?

  • – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Blogbeitrag zum HörenWenn Sie lieber hören statt Lesen, bitte sehr.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1

Ich freue mich sehr, gerade hierzu, wieder auf Ihr Feedback.

Kinderkrankenversicherung – bekomme ich für mein Kind einen Arbeitgeberzuschuss?

Kinder in der Privaten Krankenversicherung bei denen ein angestelltes Elternteil auch privat versichert ist, haben generell erst einmal einen Anspruch auf Zuschuss durch den Arbeitgeber. Dieser Zuschuss ist auf einen Höchstbetrag gedeckelt, welcher sich jedes Jahr durch die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze und die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrages ändert. Im Jahr 2021 wird der maximale Arbeitgeberzuschuss bei circa 375 EUR pro Monat liegen.

Arbeitgeberzuschuss für die Familienangehörigen

Wichtig ist dabei auch, der Zuschuss gilt für alle zusammen und beträgt maximal 50% der tatsächlich gezahlten Beiträge.

Entscheiden sich die Eltern das Kind gegen eigenen Beitrag in der freiwilligen gesetzlichen Krankenkasse zu versichern und zahlen dort den Beitrag (ca. 175 EUR), dann besteht für diesen Beitrag KEIN Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss nach §257 SGB V. Obwohl also hier sogar höhere Zahlungen anfallen im Vergleich zu Tarifen in der privaten Krankenversicherung, dennoch beteiligt sich der Arbeitgeber hier nicht.

–> Arbeitgeberzuschuss für Familienangehörige

Kinderkrankenversicherung – Was ändert sich durch eine Hochzeit?

Alles. 🙂 Ja, nicht nur das was Sie denken, auch das System der Kinderkrankenversicherung ist nun anders zu bewerten. Eine generelle Zuordnung der Kinder zur Mutter (oder dem Elternteil wo das Kind lebt) ist nun erledigt. Jetzt geht es, wie Sie in dem Schema bereits sehen konnten, um detailliertere Fragen.

Wo sind die Kinder zu versichern Schema

Wichtig ist hierbei auch, eine Hochzeit und damit eine Veränderung der Lebensumstände ist der Krankenkasse zu melden. Allein und ohne dass diese es ahnen müssen. Auch wenn einige der Anrufer manchmal meinen: „Ich habe denen doch geschrieben, meine Frau heißt jetzt anders.“ Das allein ist keine korrekte Meldung neuer Versicherungsverhältnisse. Schließlich kann damit die Kasse immer noch nicht wissen, ob und wie der nun neue Ehepartner versichert ist.

Der sicherste Weg die Kinderkrankenversicherung nicht zu gefährden, ist die Anzeige der Hochzeit an die gesetzliche Krankenkasse und die Anforderung eines Familienfragebogens. Das kann formlos durch (zum Beispiel) folgenden Text geschehen.

Musterbrief zur Meldung an die gesetzliche Krankenkasse

„Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich Ihnen mitteilen, dass ich am ___________ geheiratet habe. Die Eheurkunde lege ich bei, hier können Sie auch meinen neuen Namen entnehmen. Bitte senden Sie mir für meine Versicherungsnummer _________ eine neue Versichertenkarte zu.

Meine Kinder __________ geb. am __________ und ___________ haben den bisherigen Namen nicht/ auch geändert und heißen nun __________.

Da mein Ehepartner/ meine Ehepartnerin in einer privaten Krankenversicherung versichert ist, senden Sie mir zur Prüfung der Familienversicherung bitte einen Familienfragebogen zu. Teilen Sie mir bitte auch mit, welche Unterlagen Sie zur Prüfung benötigen.

Mit freundlichen Grüßen“

Wenn Sie dieses an die gesetzliche Kasse senden und einen Nachweis der Zustellung (Einschreiben/ Rückschein/ Fax+ Brief) haben, dann dürften Sie hiermit Ihrer Verpflichtung zur Information nachgekommen sein und die GKV ist nun „am Zug“.

Kinderkrankenversicherung – Muss das Kind in der Versicherung der Eltern versichert werden?

Entscheiden Sie sich die Kinder nun nicht mehr in der gesetzlichen Krankenkasse versichern zu wollen, dann gibt es generell mehrere Möglichkeiten. Nicht alle Versicherer bieten einen Tarif für alleinversicherte Kinder. Einige Versicherer möchten Kinder erst mit einem bestimmten Alter allein versichern, andere lehnen das generell ab.

Daher gilt es mit einem spezialisierten Berater den passenden Tarif und die passende Gesellschaft auszuwählen. Hierbei geht es zunächst darum herauszufinden, welche Kriterien die Kinderkrankenversicherung erfüllen soll. Dabei sind diese keineswegs für alle Eltern gleich.

Sicher ist aber, diese Auswahlkriterien für die Kinderkrankenversicherung unterscheiden sich teilweise erheblich von denen für Erwachsene. Kriterien die damals bei Abschluss für Ihren Tarif richtig und wichtig waren können sich ändern. So sind bei der Kinderkrankenversicherung andere Dinge wichtig.

Gerade Leistungen wie Kieferorthopädie, besondere Behandlungsmethoden für Osteopathie und auch das Roaming In sind Leistungen, welche bei Tarifen für Erwachsene eher weniger interessant sind.

Damit Sie sich in Ruhe Gedanken machen können welche Krankenversicherung die passende für Ihre Kinder ist, habe ich einen Fragebogen als Onlineversion für Sie vorbereitet. Damit Sie nichts vergessen, frage ich in dem Fragebogen alle wichtigen Punkte und Kriterien ab. Den Link zu Ihrem persönlichen Onlinefragebogen erhalten Sie direkt an Ihre E-Mailadresse oder aber als SMS Link auf Ihr Smartphone.

HIER Beratungsanfrage Kinderkrankenversicherung anfordern

Kinderkrankenversicherung – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Auch wenn es oft so gesagt wird, es gibt keinen Zwang das Kind auch im Tarif der Eltern zu versichern. Heiraten Sie und das Kind wird nach der Hochzeit mit Gesundheitsfragen/ nach einer Risikoprüfung versichert, muss es nicht der Tarif sein. Nicht mal die Gesellschaft muss gleich sein. Prüfen Sie hier daher die Alternativen und schauen sich mindestens drei, eher mehr, Tarife an. Gemeinsam mit Ihnen prüfe ich daher, ob es andere Unternehmen und Tarife gibt, welche besser geeignet sind Ihr Kind optimal zu versichern.

Dabei sind einige Einschränkungen zu beachten, denn einige Gesellschaften bieten Kindertarife nur dann an, wenn auch ein Elternteil versichert ist oder wird. Andere wiederum bieten erst ab einem bestimmten Alter einen passenden Schutz für allein versicherte Kinder an.

Wie die Tarifauswahl aussehen sollte und welche Selbstbeteiligung oder Bonustarife in Frage kommen, das besprechen wir gemeinsam. Prüfen Sie dabei bitte auch, welche Rechnungen der Versicherer für Vorsorgeuntersuchungen oder Impfungen erstattet. Bei Kindern sind dabei viele Kosten vorab planbar und fallen auch dann an, wenn diese gesund sind. Hier sollten Sie prüfen, ob der Tarif diese außerhalb oder nur mit Anrechnung auf die Selbstbeteiligung erstattet.

Genaueres zu den Kriterien einer passenden Kinderkrankenversicherung erläutere ich Ihnen in unserem Gespräch. Auch in diversen Blogbeiträgen hier finden Sie weitere Informationen dazu.

Kinderkrankenversicherung – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Bei der Frage muss unterschieden werden zwischen der Nachversicherung eines Neugeborenen während ein Elternteil bereits privat versichert ist und der Versicherung der Kinder in höherem Alter.

Bei der Nachversicherung bei Geburt birgt diese bei anderen Unternehmen durchaus große Kostenrisiken. Hier kann das Krankenhaus in vielen Fällen die Kosten der Geburt dem Neugeborenen berechnen. Hier passiert es bei vielen Unternehmen die Kinder allein versichern, dass diese Geburtskosten dann nicht versichert sind. Grund ist hier die rückwirkende Versicherung, welche ja erst nach der Geburt erfolgen kann.

Berechnet das Krankenhaus dann die ca. 2.500 bis 4.000 EUR Geburtskosten und die neue Krankenversicherung übernimmt diese (noch) nicht, dann liebe Eltern, haben Sie ein Problem.

Vorsicht bei Geburtskosten und nachträglicher Berechnung durch das Krankenhaus

Dieses ist vermeidbar bei einer Nachversicherung im Tarif der Eltern. Dabei darf der Versicherungsschutz erst einmal nicht höher oder umfassender sein. Das gilt auch für die Selbstbeteiligung. Haben die Eltern damals aus Beitragsgründen einen Tarif mit 1.200 EUR oder gar 3.000 EUR Selbstbeteiligung gewählt, so ist das für Kinder eher ungeeignet. Gerade in den ersten Jahren nach der Geburt entstehen für Vorsorge, U-Untersuchungen und Impfungen planbare Kosten. Rechnungen die vor Versicherungsbeginn oder vor Erstellung der Police entstehen müssen selbst getragen werden. Aus diesem Grund und auch für all die kleinen Wehwehchen ist die Krankenversicherung ohne, oder mit einer kleinen Selbstbeteiligung besser geeignet. Junge Eltern, die Ihr Kind erst kennen und einschätzen lernen müssen sollten auf eine kleine Eigenbeteiligung achten.

Geringere Selbstbeteiligung für das Kind

Einige Gesellschaften lassen dieses auch zu. So kann ein Versicherter bei der Halleschen Krankenversicherung im Tarif NK wählen, ob das Kind eine kleinere Selbstbeteiligung haben soll. Sie oder er bleibt weiter bei 1.200 EUR Eigenanteil im Jahr, das Kind dagegen hat nur 300 EUR oder gar keine SB. Dabei können mit unterschiedlichem Alter der Kinder andere Tarifstufen sinnvoll sein. Sie können den Schutz mit Beginn der Schule oder der Studium auch erneut anpassen.

Lässt Ihr Versicherer eine solche Wahl nicht zu, dann sollten Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft handeln und die Weichen so stellen, dass dieses ohne einen Wechsel Ihrer eigenen Krankenversicherung dennoch möglich wird.

Nun sind wir auch mit der Beantwortung der Fragen aus Teil 2 am Ende. Teil 3 erscheint dann später mit den Antworten auf folgende Fragen:

Kinderkrankenversicherung Teil 3:

  • – Kann ich mein Kind auch privat versichern, wenn beide Eltern in der GKV sind?
  • – Welche Fristen gelten?
  • – Wenn das Kind in der GKV bleibt, was sollte ich bedenken?
  • – Kann das Kind in beiden Systemen gleichzeitig versichert sein?

Gern können Sie mir auch eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten senden, dann erhalten Sie kostenfrei und unverbindlich den Fragebogen per Mail oder SMS-Link.

HIER Beratungsanfrage Kinderkrankenversicherung anfordern

27.
September '20

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1




Die Kinderkrankenversicherung ist – nach allen medizinischen Fragen und riesiger Vorfreude – ein Thema, welches werdende Eltern schnell auf der Agenda haben. Oft wird dieses aber leider doch recht schnell auf die leichte Schulter genommen und einfach das Kind da angemeldet wo man selbst ist. Klingt einfach und ist ja simpel, was soll da schon schief gehen.

Blogbeitrag zum HörenWenn Sie lieber hören statt Lesen, bitte sehr.

Kinderkrankenversicherung – Alles was Sie wissen müssen – Teil 1

Ich freue mich sehr, gerade hierzu, auf Ihr Feedback.

Das Thema ist aber weitaus komplexer und umfangreich und so machen sich sorgsame Eltern immer wieder Gedanken und es kommen viele Fragen auf. Zuerst dachte ich: „Schreib ich mal schnell einen Blogbeitrag und erkläre das.“.

Nachdem ich schnell gemerkt habe, es ist viel zu umfangreich, habe ich mich entschlossen eine Serie aus Beiträgen daraus zu machen und diese in den kommenden Tagen nach und nach online zu stellen.

In meiner Blogserie zur Kinderkrankenversicherung beschäftigen wir uns mit den folgenden Fragen und Themen.

Kinderkrankenversicherung Teil 1:

  • – Muss mein Kind in die private Krankenversicherung (PKV)?

  • – Hat mein Kind Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung?

  • – Vorsicht bei Selbstständigen und schwankendem Einkommen

  • – Kann das Kind rückwirkend in die private Krankenversicherung wechseln?

Kinderkrankenversicherung Teil II:

  • – Bekomme ich für mein Kind einen Arbeitgeberzuschuss?
  • – Was ändert sich durch eine Hochzeit?
  • – Muss das Kind in der Versicherung der Eltern versichert werden?
  • – Können auch andere Tarife als die der Eltern gewählt werden?

Kinderkrankenversicherung Teil III:

  • – Kann ich mein Kind auch privat versichern, wenn beide Eltern in der GKV sind?
  • – Welche Fristen gelten?
  • – Wenn das Kind in der GKV bleibt, was sollte ich bedenken?
  • – Kann das Kind in beiden Systemen gleichzeitig versichert sein?

Kinderkrankenversicherung Teil IV:

  • – mit Ihren Fragen und einigen weiteren (angrenzenden) Themen

Die Schwangerschaft hat gerade erst begonnen und bereits jetzt machen sich viele Eltern Gedanken über die Kinderkrankenversicherung. Sich so früh damit zu beschäftigen ist auch gut und wichtig. Jedoch sind falsche Entscheidungen oft mit hohen Kostenrisiken verbunden. Bei der Beantragung der Kinderkrankenversicherung sollten Sie sich rechtzeitig von einem Spezialisten unterstützen lassen.

Kinderkrankenversicherung – so finden Sie das richtige Versicherungssystem

Gerade wenn die Eltern in unterschiedlichen Systemen versichert sind, ist die Kinderkrankenversicherung manchmal nicht ganz einfach. Die gesetzliche Krankenkasse bei dem einen Elternteil oder die private Krankenversicherung bei dem anderen und schon stellen sich viele Fragen, die ersten beantworten wir heute.

Weiterhin biete ich Ihnen eine kostenlose Telefonberatung zur Kinderkrankenversicherung an. Auch eine Unterstützung im LiveChat für erste Fragen ist kostenfrei möglich.

Kinderkrankenversicherung – Muss mein Kind in die Private Krankenversicherung?

Diese Frage ist ganz einfach und eindeutig zu beantworten. NEIN, das Kind muss erst einmal gar nichts. Ob eine private Krankenversicherung eine Möglichkeit ist, das ergibt sich aus diversen Umständen beider Eltern. Auch wenn es immer noch als Mythos durch das Internet geistert, auch wenn das Höherverdienende Elternteil in der Privaten Krankenversicherung ist, gibt es keinen Zwang das Kind privat zu versichern.

In einem bereits erschienenen Artikel geht es genau um diese Frage.

–> Mein Kind muss dann ja auch in die PKV

Damit Sie schneller herausfinden können, wo das Kind versichert ist und welche Ansprüche es hat, habe ich ein Schema vorbereitet. Hier können Sie in der kostenlosen pdf Datei „Wo sind die Kinder zu versichern“ schnell einfach nachprüfen, ob das Kind in der gesetzlichen Krankenkasse kostenfrei versichert sein kann. Diese Familienversicherung regelt der §10 des Sozialgesetzbuches V.Kinderkrankenversicherung Wo ist das Kind zu versichern

Kinderkrankenversicherung – Hat mein Kind Anspruch auf die kostenfreie Familienversicherung?

Zunächst einmal hat das Kind immer dann einen Anspruch auf eine kostenlose Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse, falls die Eltern nicht verheiratet sind und die Mutter in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist.

Ebenfalls besteht der Anspruch natürlich dann, wenn beide Eltern gesetzlich versichert sind. In diesem Fall spielen auch Einkommen oder Eheschließung keine Rolle und verändern den Anspruch nicht.

Wie Sie aber in dem Schaubild erkennen können, spielende unterschiedlicher Versicherung nach einer Hochzeit die Einkommensdaten eine große Rolle. Hier geht es um die Frage, wer mehr verdient und wo dieses Elternteil versichert ist. Dabei ist dann zu prüfen, ob hier ein Einkommen über der Jahresarbeitentgeltgrenze (ab 2021 in Höhe von 64.350 EUR pro Jahr brutto) vorliegt. Dann entfällt, wenn das höher verdienende Elternteil darüber liegt, die kostenlose Familienversicherung für das Kind.

Vorsicht bei Selbstständigen oder schwankendem Einkommen bei Beamten

Gerade bei Selbstständigen ist nicht jedes Jahr gleich. Es gibt Jahre mit einem hohen Einkommen und damit einem Überschreiten der Grenze und Jahre mit weniger Geld in der Kasse. Hier kann somit auch rückwirkend der Anspruch auf Familienversicherung entfallen. Das wird regelmäßig aber erst mit dem Steuerbescheid festgestellt. Ein Beispiel:

Ein freiberuflicher Rechtsanwalt (PKV versichert) hat im Jahr 2018 ein Jahreseinkommen von 70.000 EUR, im Vorjahr waren es noch 50.000 EUR. Für das Jahr 2019 ist noch keine Steuererklärung fertiggestellt, aber 2020 wird er wohl auch wieder über der JAEG liegen.

Die gesetzlichen Kassen fragen manchmal von allein und senden Ihnen einen „Fragebogen zur Familienversicherung“ zu. ACHTUNG: Hier besteht eine Auskunftspflicht. Wer hier trödelt oder bewusst hinauszögert, der macht sich mehr Probleme und verhindert eine saftige Nachzahlung nicht. Füllen Sie den Fragebogen nicht aus oder sendet Ihnen die Krankenkasse einen solchen nicht automatisch zu, befreit Sie dieses nicht von einer Nachzahlung. Dieses habe ich bereits in diversen Artikel ausführlich beschrieben.

Alle Artikel zur Nachzahlung und Nachforderung der GKV Familienversicherung

Bei unserem Beispiel (und der Annahme das die mit dem Anwalt verheiratete Mutter in der GKV Pflichtmitglied ist) wurden die Kinder in der gesetzlichen und kostenlosen Familienversicherung gelassen.

Eine Information an die Kasse erfolgte durch den Versicherten aus eigenem Antrieb nicht. „Die können ja fragen, dann antworte ich.“ herrscht hier oft als Meinung vor. Ganz nüchtern betrachtet hatten die Kinder einen Anspruch auf Familienversicherung in dem Jahr 2017, da das Einkommen unter der Jahresarbeitentgeltgrenze lag. Für das Jahr 2018 entfiel dieser Anspruch durch das höhere Einkommen. Für das Jahr 2019 liegen noch keine Unterlagen vor, da hier Abschreibungen und Investitionen die Fertigstellung der Steuererklärung verzögern.

Ohne weitere Informationen an die Krankenkasse der Mutter und Kinder sind die Kinder also aktuell mit einer Versichertenkarte ausgestattet und nutzen diese auch für Arztbesuche.

Klar ist, für die Jahre 2018, vielleicht 2019 und garantiert 2020 sind die Kinder in der kostenfreien Familienversicherung unberechtigt versichert. Wüsste die Kasse von den korrekten Zahlen, so wären Beiträge für die Kinder seit dem 01.01.2018 zu zahlen.

Eine Kinderkrankenversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse kostet je nach Kasse zwischen 175 und 190 EUR, inkl. der Pflegepflichtversicherung des Kindes. In unserem Beispiel sind für die zwei Kinder nun schon einmal Nachzahlungen in Höhe von mindestens 4.200 EUR zu leisten. Sobald die Kasse davon Kenntnis erlangt, beendet diese rückwirkend die Familienversicherung und erstellt einen Beitragsbescheid. Auch wenn die Zahlen für das Jahr 2019 von dem Steuerberater noch gar nicht fertiggestellt sind, dennoch sind auch hier zunächst Beiträge an die gesetzliche Kasse zu zahlen. Grund hierfür ist die Einstufung aus dem Vorjahr. Somit erhöht sich die Nachzahlung um weitere 4.200 EUR, womit wir schon bei einem Beitragsbescheid von 8.400 EUR sind.

Nun ist aber auch das Jahr 2020 schon weit fortgeschritten und auch hier wurden bisher keinerlei Beiträge gezahlt. Für den Zeitraum Januar bis September sind somit auch für zwei Kinder a‘ 175 EUR monatlich und damit in Summe 3.150 EUR zu berappen.

Der gesetzlichen Krankenkasse stehen somit auf einen Schlag 11.500 EUR zu, welche diese binnen Monatsfrist haben möchten und welche denen auch zusteht. Stellt sich später mit der Steuererklärung 2019 heraus, dass das Einkommen unter der JAEG 2019 gelegen hat, dann werden hier die Kosten auch wieder rückgerechnet.

Kinderkrankenversicherung – Kann mein Kind rückwirkend in die Private Krankenversicherung wechseln?

Diese Frage wird mir mindestens einmal die Woche im LiveChat oder in der Telefonberatung gestellt. Daher habe ich bereits in einem anderen Beitrag die Möglichkeiten und Varianten einer rückwirkenden privaten Krankenversicherung für Kinder beschrieben. Dort finden Sie Hinweise und Erläuterungen wie und ob Sie Ihr Kind rückwirkend privat versichern können.

–> Kann mein Kind rückwirkend in der PKV versichert werden

Ergänzend hierzu sind aber noch weitere Überlegungen anzustellen. Auf dem Markt gibt es schon heute entsprechende Optionsbausteine wie den OptiFree der Hallesche oder auch Bausteine der Allianz und zukünftig weiterer Unternehmen. Mit diesen Bausteinen sichern Sie sich als Eltern eine nahtlose Versicherung der Kinder nach dem Ende der Familienversicherung. Gelingt dieses sauber zu lösen und haben Sie sich rechtzeitig Gedanken gemacht und gehandelt, so können Sie hier tausende Euro an Nachzahlungen sparen.

Vorsicht ist aber auch hier geboten, denn während der Familienversicherung entstandene Kosten für Arztbesuche oder sonstige medizinische Versorgung sind der GKV in den meisten Fällen zu erstatten. Ob diese dann durch die Private Krankenversicherung rückwirkend getragen werden können, hängt von vielen Umständen ab.

Wichtigste Regel: Wenn schon beide Systeme optimal (aus-)genutzt werden sollen, dann bedarf dieses einer rechtzeitigen und sorgfältigen Planung.

Bei Fragen, gern Fragen!

Bevor wir nun mit den ganzen weiteren Fragen und Antworten in den kommenden Teilen weitermachen, bis hierhin erstmal vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Bei Fragen zur Kindernachversicherung eines Neugeborenen oder Vorschlägen zur Versicherung von Kindern melden Sie sich gern über die Kontaktseite oder aber den LiveChat.

Gern können Sie mir auch eine E-Mail mit Ihren Kontaktdaten senden, dann erhalten Sie kostenfrei und unverbindlich den Fragebogen per Mail oder SMS-Link.

HIER Beratungsanfrage Kinderkrankenversicherung anfordern

31.
August '20

Kann die private Krankenversicherung ein Frühgeborenes (Frühchen) ablehnen?


Die Nachversicherung von Kindern in der privaten Krankenversicherung ist eine der wichtigsten vertraglichen Regelungen für Eltern. Durch diese so genannte Neugeborenen Nachversicherung garantiert der private Krankenversicherung den Eltern schon vor der Geburt eine Absicherung des Kindes. Der wesentliche Unterschied zu einer normalen Antragstellung liegt hierbei in den wegfallenden Gesundheitsfragen. Wer keine Gesundheitsfragen stellt, der kann auch erst mal niemanden ablehnen.

Kindernachversicherung in der Privaten Krankenversicherung – das müssen Sie beachten

Dabei gibt es bei den Neugeborenen einige wichtige Kriterien zu beachten, damit die Nachversicherung des Kindes auch reibungslos funktioniert. Insbesondere gelten hier wichtige, nicht verlängerbare Fristen, an die Sie sich halten müssen. Auch vor einigen Tagen erhielt ich eine solche Frage in dem Live Chat. Falls Sie die noch nicht kennen, das kostenlose Angebot zur Beratung via Chat habe ich in diesen Beitrag hier erklärt.

In diesem Beispiel ging es um zwei Kinder, welche vor etwa sieben Wochen bereits als Frühchen auf die Welt kam. Wie immer gibt es ohne weitere Rückfragen keine detaillierte und richtige Auskunft. Es gilt wie so oft: „es kommt darauf an“ und so entschied ich mich auch diesmal, weiter nachzufragen.

Die erste Antwort vorab: Sind alle Voraussetzungen für eine Nachversicherung des Neugeborenen erfüllt, kann ein Versicherer einen solchen Antrag nicht ablehnen. Das ist genau der Ansatz, denn hier geht es um durchaus hohe Kosten für die Geburt des Kindes/in der Kinder und damit zusammenhängend auch die Frage nach weiteren Behandlungskosten. Um das etwas detaillierter zu betrachten, beschäftigen wir uns in diesem Beitrag mit unterschiedlichen Fragestellungen.

  • Wer hat Anspruch auf die Neugeborenennachversicherung?

  • Wann muss diese beantragt werden?

  • Gilt eine solche Garantie auch in der Zusatzversicherung oder nur bei den Vollversicherten?

  • Welches besondere Risiko gibt es bei den Geburtskosten und wie vermeide ich die böse Überraschung?

  • Falls beide Eltern versichert sind, kann ich selbst aussuchen wo die Kinder hin sollen?

Sie erkennen schon, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Da ist jedoch ein hohes Kostenrisiko nach sich zieht und Fristen gibt, die unbedingt einzuhalten sind, sollten Sie sich vor der Geburt damit beschäftigt haben.

Wer hat Anspruch auf die Neugeborenennachversicherung?

Voraussetzung für eine Nachversicherung von Neugeborenen ohne neue Gesundheitsprüfung ist natürlich der bestehende Krankenversicherungsvertrag für (mindestens) einen Elternteil. Dabei ist es zwingend erforderlich, dass dieser Versicherungsschutz bereits vor der Geburt besteht. Die Musterbedingungen zur privaten Krankenversicherung Regeln im Paragraphen 2 die genauen Vorgaben zum Beginn des Versicherungsschutzes. Dort heißt es:

(2) Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

Hier sind also einige wichtige Voraussetzungen zu beachten.

Wann muss diese beantragt werden?

  • – Anmeldung des Kindes muss innerhalb von zwei Monaten nach Geburt erfolgen
  • – Anmeldung muss ebenfalls rückwirkend zum Tag der Geburt erfolgen

Sollten Sie also auf die Idee gekommen sein, ein gesundes Kind erst in zwei Monaten zu versichern, müssen Sie trotzdem die Beiträge für die beiden letzten Monate nachzahlen. Es gibt private Krankenversicherung, die Sonderregelungen für den Beitrag im ersten Monat haben. Jedoch geht ganz generell, nur eine rückwirkende Versicherung schützt sie vor hohen Kosten. Dazu in der übernächsten Frage weitere Informationen.

Gilt eine solche Garantie auch in der Zusatzversicherung oder nur bei den Vollversicherten?

Grundsätzlich erstreckt sich die Nachversicherungsgarantie bei Neugeborenen nicht nur auf eine Vollversicherung. So kann es durchaus sein, dass entweder beide Eltern oder zumindest eines der beiden gesetzlich krankenversichert ist. Besitzt dieses Elternteil eine Zusatzversicherung (für den stationären Bereich, für die Pflegeergänzung, oder eine Optionsversicherung für den späteren PKV Wechsel), so greift auch hier die Möglichkeit für das Kind einen solchen Versicherungsschutz nach zu versichern.

Dennoch gibt es Besonderheiten zu beachten, insbesondere sind hier „taktische“ Überlegungen sinnvoll, falls beide Eltern unterschiedliche Tarife versichert haben. Dazu in der übernächsten Frage weitere Details.

Welches besondere Risiko gibt es bei den Geburtskosten und wie vermeide ich die böse Überraschung?

Um dieses elementare Risiko zu verstehen, schauen wir uns ganz kurz die Abrechnungsmodalitäten im Krankenhaus bei der Geburt an. Wird das Kind als gesundes neugeborenes geboren, und gibt es keinerlei Krankheitsanzeichen, dann werden die Kosten der Geburt über die Krankenversicherung der Mutter abgerechnet. Dabei spielt es dann auch keine Rolle, falls die Mutter gesetzlich versichert ist und der Vater (und später das Kind) in die private Krankenversicherung sollen. Dennoch werden auch in dieser Konstellation die Geburtskosten der Mutter in Rechnung gestellt.

ACHTUNG! Anders sieht es jedoch aus, wenn das Kind nicht als gesundes neugeborenes auf die Welt kommt. Dabei reicht zum Beispiel eine Diagnose wie der Verdacht auf Neugeborenen Gelbsucht bereits aus. Oftmals bestätigt sich dieser Verdacht in der Vorsorgeuntersuchung U2 oder U3 nicht mehr. Dennoch ist das Kind nicht als gesundes neugeborenes auf die Welt gekommen, die Kosten der Geburt werden somit der den Eltern in Rechnung gestellt. Damit Sie eine ungefähre Vorstellung davon bekommen, es handelt sich (vorausgesetzt es sind keine frühgeborenen) um circa 2500 € für die Geburt.

Diese Kosten werden manchmal erst nach einigen Wochen den Eltern in Rechnung gestellt. Bei einer Versicherung des Kindes in der privaten Krankenversicherung ist dieses auch kein Problem. Sie reichen später die Rechnung an den privaten Krankenversicherer und diese erstattet Ihnen (oder manchmal den Krankenhaus direkt) den Betrag.

Problem: Wenn Sie einen anderen Versicherer wählen

Haben Sie jedoch einen anderen Versicherer für den Krankenversicherungsschutz des Kindes gewählt, weil es ja auf den ersten Blick gesund zur Welt kam und der andere Krankenversicherer vielleicht auf den ersten Blick günstigeren Versicherungsschutz angeboten hat, dann beginnt spätestens jetzt das Problem. Nehmen wir an sie haben sich sofort nach der Geburt um einen Antrag bei einer anderen Gesellschaft gekümmert.

Noch aus dem Krankenhaus haben Sie Ihrem Berater oder der Versicherung selbst die Untersuchungsberichte der U1 und U2 geschickt, der Versicherer hat den Antrag schnell angenommen und bereits am dritten oder vierten Tag nach der Geburt policiert. Nach einigen Wochen, bei Erhalt der Krankenhausrechnung, reichen Sie diese also bei dem Versicherer ein. Was passiert? Er lehnt die Leistung (zurecht) ab.

Denn selbst wenn der Versicherungsschutz zum Tag der Geburt policiert worden ist, entsteht eine Leistungspflicht niemals vor der Policierung. Das bedeutet in der Praxis, sie bleiben auf den Kosten für die Geburt und auch den Kosten für die ersten Vorsorgeuntersuchungen sitzen. Eine Übernahme dieser Kosten ist nur möglich, wenn das Kind bei der eigenen Krankenversicherung im Rahmen der Neugeborenennachversicherung angemeldet wird.

Gravierende Probleme in der Praxis – ein Beispiel

Auch in dem Beispiel aus dem oben genannten LiveChat ergab sich genau diese Situation. Der Vertreter der Debeka, wo das erste Kind bereits versichert war, hatte hier leichtsinniger Weise eine Nachversicherung in Aussicht gestellt. Das hat deshalb nicht funktioniert, weil die Mutter nur eine Zusatzversicherung bei der Debeka hatte. Selbst war sie in der gesetzlichen Krankenkasse versichert. Die Kinder (beides Frühchen) sind gesund geboren worden und sollten nun in der günstigeren Privaten Krankenversicherung versichert werden. Dazu wurde ein Antrag gestellt, einige Wochen später forderte die Debeka (zurecht) Gesundheitsfragen für beide Kinder an. Danach teilte dieser mit, dass man die Kinder aufgrund der Situation als Frühchen geboren zu sein nicht versichern können.

Zur Erklärung der Situation sei noch die Gesamtsituation erwähnt. Die Mutter, gesetzlich krankenversichert, besaß eine Zusatzversicherung bei der Debeka für die stationäre Ergänzung und eine Option. Der Vater war selbst krankenversichert in der privaten Krankenversicherung bei einem anderen Unternehmen. In der ersten Beratung war der Vertreter jedoch (völlig falsch) davon ausgegangen, auch für die Debeka gebe es eine Annahme Verpflichtung für eine Vollversicherung der Kinder. Diese Annahme ist jedoch falsch!

Wie Sie in der Übersicht zur Kinder Versicherung erkennen können, haben die Kinder in dieser Konstellation keinen Anspruch auf eine beitragsfreie Familienversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse der Mutter.

Weil es diese Familienversicherung also nicht gibt, bleibt den Kindern entweder eine beitragspflichtige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse (circa 180-190 € pro Monat und Kind) oder aber eine Versicherung in der privaten Krankenversicherung des Vaters. Ein weiterer Unterschied besteht unter anderem noch darin, dass für die Kinder in der PKV auch ein Anspruch auf Arbeitgeberzuschuss durch den Arbeitgeber des Vaters besteht, blieben die Kinder in der freiwilligen gesetzlichen Krankenkasse, besteht dieser Anspruch nicht. Entscheiden sich die Eltern aber dennoch für die Versicherung der Kinder in der gesetzlichen Krankenkasse der Mutter (beitragspflichtig) so entsteht hier auch ein Anspruch auf Neugeborene Nachversicherung in den Zusatz Versicherungstarifen der Mutter.

Bei einem Optionstarif ist jedoch unbedingt darauf zu achten, wann diese Option unter welchen Voraussetzungen genutzt werden kann. Der Umweg hier die Kinder erst einmal in der gesetzlichen Krankenkasse zu versichern (obwohl sie keinen Familien Versicherungsanspruch haben) und dann plötzlich die Option ziehen zu wollen, die schnell nach hinten los.

Falls beide Eltern versichert sind, kann ich selbst aussuchen wo die Kinder hin sollen?

Etwas anders gestaltet sich die Situation dann, falls beide Eltern in unterschiedlichen Tarifen der privaten Krankenversicherung versichert sind. Dann nämlich können die Eltern selbst entscheiden bei welchem Versicherer und in welchem Tarif eine solche Nachversicherung sinnvoll und gewünscht ist. Gerade im Hinblick auf Leistungsunterschiede in den unterschiedlichen Tarifen kann es hier also durchaus helfen, sich in einer Beratung den bestmöglichen Versicherungsschutz für die Kinder zu sichern.

Dabei sind nicht nur die heutigen Prämien für die Kinder interessant, sondern insbesondere der Leistungsumfang und die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit der Tarife in der Zukunft. Dabei lassen Sie sich zwingend beraten und stellen die entsprechenden Tarife und direkten Vergleich.

Weitere Beiträge zur Neugeborenennachversicherung oder Kindernachversicherung finden Sie hier.

Auch in so einem recht umfangreichen Beitrag lassen sich natürlich nicht alle Konstellationen beleuchten. Daher nutzen Sie zwingend die Möglichkeit sich ausführlich vor der Geburt über ihre Optionen zu informieren. Hinterfragen Sie Aussagen ihres Beraters durchaus kritisch, lesen Sie selbst in den Versicherungsbedingungen nach und holen Sie sich eine zweite Meinung.

In dem Fall unseres Live Chats ist das Problem noch lösbar, da die zwei Monatsfrist nach der Geburt erst in einigen Tagen endet. Auch bei den Geburtskosten ist hier Vorsicht geboten. Denn selbst wenn bereits eine Rechnung des Krankenhauses erfolgt ist und die Debeka hier als Zusatzversicherung diese beglichen hat, handelt es sich hierbei nicht um die Geburtskosten, sondern um die Kosten für die Wahlleistung der Mutter. Diese werden natürlich über die Zusatzversicherung erstattet. Die Geburtskosten für die Kinder (die in einigen Wochen abgerechnet werden) aber nicht.

11.
Juli '20

Achtung! Hallesche ändert Antragsfragen für OLGA Flex und Clinic-Tarife und schließt damit Kindernachversicherung aus


Die Kindernachversicherung ist ein großartiges Feature. Bevor wir uns hier nun die neuen Einschränkungen anschauen, ein Blick auf die Kindernachversicherung selbst und wie genau diese funktioniert.

Was ist die Kindernachversicherung?

Wer selbst einen Vertrag in der privaten Krankenversicherung hat, eine Pflegezusatzversicherung oder eine andere Zusatzversicherung besitzt und wenige Voraussetzungen erfüllt, der kann hiervon profitieren. In der Regel gelten nur wenige Vorgaben:

  • – der Vertrag muss bei Geburt des Kindes oder der Adoption schon mindestens 3 Monate bestanden haben

  • – der Schutz des Kindes darf nicht höher sein im Vergleich zum Schutz der Eltern

  • – es gibt keinerlei Gesundheitsprüfung für das Kind

  • – in den Anträgen der Eltern müssen Erkrankungen (auch wenn schon vorgeburtlich bekannt/befürchtet) nicht angegeben werden

In meinem Artikel zu Versicherungen in/ vor der Schwangerschaft habe ich genau diesen Weg auch beschrieben und rate immer und dringend dazu, für sich selbst den passenden Versicherungsschutz zu wählen, den man auch für das Kind möchte. Hier können Sie den Ablauf und die wichtigen Policen direkt nachlesen.

Warum ändert die Hallesche nun etwas und was machen andere Unternehmen?

Leider werden solche Regelungen auch ausgenutzt. Schauen Sie sich einmal in Foren und Gruppen um in denen sich werdende Eltern unterhalten. Gerade wenn der Arzt bei der Schwangerschaftsvorsorge Vorerkrankungen feststellt und die Eltern sich leider auch mit möglichen Folgen und Behinderungen des Kindes beschäftigen müssen, ist es derzeit immer noch möglich eine solche – schon bekannte – Vorerkrankung zu versichern.

Dazu stellen Sie einen Antrag auf Pflegezusatz oder zum Beispiel eine stationäre Ergänzungsversicherung. Die Gesundheitsfragen für Vater oder Mutter beantworten Sie vollkommen wahrheitsgemäß und sind damit auch sicher vor einer Anzeigepflichtverletzung. Da aber nach Gentests nicht gefragt werden darf und nach Erkrankungen, die das noch nicht geborene Kind haben könnte, auch nicht gefragt wird, bekommt der Versicherer einen Leistungsfall in den Bestand.

Als Beispiel zwei Fälle von Kollegen. Zweimal sind Kinder mit einem Down Syndrom geboren, zweimal wurden während der Schwangerschaft bereits „Auffälligkeiten“ festgestellt und die Eltern vom Arzt darauf vorbereitet was passieren könnte. Beide Kinder hatten ab dem 1. Tag Ihres Lebens Beschwerden und sind beide heute pflegebedürftig. Auch für beide wurde auch dann noch eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen und diese leistet heute. Über 2.000 € JEDEN MONAT fließen so an die Eltern. Das hilf nicht nur enorm die Kosten zu bewältigen, es schafft auch Zeit für berufliche Auszeiten, bezahlte Pflegekräfte zur Entlastung und vieles mehr.

Doch aus Sicht der Versicherer und Kollektive ist es eine Katastrophe. Unterstellen wir nur mal 30 Jahre Leistungszeit. Bei einer monatlichen Rente von 2.000 € sind das dann:

2.000 € * 12 Monate * 30 Jahre = 720.000 €

Steigert der Versicherer die Rente nur alle drei Jahre um 5% im Rahmen einer Dynamik, so sprechen wir über einen Betrag größer 900.000 € Leistung. Alle Leistungen, ohne für das Kind auch nur einen Euro Beitrag bekommen zu haben.

DAS IST NICHT SCHLIMM und SO FUNKTIONIERT VERSICHERUNG. Aber eben nur dann, wenn es risikogerecht kalkuliert ist. Davor möchte sich nun die Hallesche schützen und ändert daher die Antragsprozesse.

Klar ist auch, wer vor einer bekannten Schwangerschaft oder „bei der Familienplanung“ ist, für den ändert sich gar nichts.

Ich bin mir recht sicher, auch andere Unternehmen werden ähnliche Regelungen übernehmen und einführen.

Wie sieht die Änderung aus?

Bisher wurden im Antrag die persönlichen Daten und dazu folgende Gesundheitsfragen gestellt. Den Antrag als komplettes pdf können Sie im Downloadbereich unter Antragsunterlagen auch jetzt noch nachlesen.

In dem neuen Antrag hingegen, ist eine Fragen neu hinzugekommen. Schauen wir uns zunächst einmal die Frage und dann den Hinweis dazu an. Auch diesen Antrag habe ich im Downloadbereich verlinkt.

Wer also gefragt wird, der muss auch wahrheitsgemäß antworten. Dabei ist der voraussichtliche Geburtstermin laut Mutterpass oder das Adoptionsdatum anzugeben. Ist dem so, gilt folgende Regelung:

Im Falle einer anstehenden Geburt oder Adoption kann der Versicherungsbeginn frühestens zum 1. des Vormonats vor dem oben angegebenen Geburts­/ Adoptionsmonat sein (Geburts­/Adoptionsmonat – 1 Monat).

Damit ist das Thema Nachversicherung des Kindes erledigt und nicht mehr möglich. Darauf weist die Hallesche auch explizit direkt im nächsten Satz hin.

Bitte beachten Sie: Eine Mitversicherung ab Geburt gemäß § 198 VVG ist nur möglich, wenn ein Elternteil zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens 3 Monate versichert gewesen ist.

Klar ist also warum diese Änderung nötig ist und war. Die Hallesche bietet neben dem Tarif mit Alterungsrückstellungen auch noch einen reinen Risikotarif für Olga Flex, Ein 30jähriger Versicherer zahlt damit bei 2.100 € MONATLICHEM Pflegegeld in den ersten 5 Jahren nur 4,20 € Beitrag (welcher sich dann erhöht). Dazu wählen Sie einfach im unten verlinkten Onlinerechner die Option „reiner Risikoschutz“ unter dem Beitrag und passen die gewünschten Alterungsrückstellungen nach Bedarf an.

Also ist auch weiterhin eine günstige Absicherung des Pflegerisikos möglich, nur eben VOR bekanntwerden der Schwangerschaft.

Selbst berechnen

Die Module OLGA Flex (als Pflegeergänzung, mehr dazu in dem Beitrag „Hallesche Pflegezusatz“) und auch den Tarif CLINIC (stationäre Ergänzung) können Sie selbst rechnen und online die Fragen vor einem Abschluss einsehen.

Den Rechner für die stationäre Zusatzversicherung (den dann bei Abschluss vorher auch das Kind bekommen wird), finden Sie hier:

HALLESCHE ONLINE RECHNER stationäre Zusatzversicherung

Mein Fazit

Ja, der Schritt ist und wird für einige unangenehm und nach dem „die wollen nur nicht zahlen“ klingen. Wollen Sie auch nicht, jedoch das durchaus zu recht. Wer sich um seinen eigenen Schutz nicht kümmert und sich dann um den Versicherungsschutz kümmert wenn es zu spät scheint, den trifft es.

Klar hätte man auch versuchen können Fragen nach der Gesundheit des Kindes zu stellen, oder Fragen nach Vorsorge und Schwangerschaftsauffälligkeiten. Die Hallesche hat sich aber hier für diesen Weg entschieden.

Denken Sie also bereits bei der Familienplanung daran, sich um diese Optionen Gedanken zu machen. Auch heute gibt es eine Reihe anderer Versicherer bei denen das (noch) nicht so ist und auch heute ist noch 3 Monate vor der Geburt ein solcher Schutz zu bekommen. Bedenkt man aber die hohen Leistungen und die hier sehr geringen Startbeiträge, dann ist die Entscheidung im Sinne der Kollektive gefallen. Noch etwas mehr zu Lesen zu dem Thema hier:

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung

23.
Oktober '17

Neugeborenennachversicherung – gilt das auch für die Zusatzversicherung


Wer privat in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist und dann „Eltern wird“, für den ändert sich einiges. Nicht zuletzt auch der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung, welcher eine Anpassung bedarf. Nun ist es aber nicht zwingend so, dass das Kind dann auch in die private Krankenversicherung wechselt oder wechseln muss, es kann auch ein Verbleib in der GKV angeraten und sinnvoll sein. Dazu habe ich hier bereits einiges geschrieben:

Mein Kind muss „ja dann auch“ in die Private Krankenversicherung (PKV)

Doch in diesem Zusammenhang ergeben sich einige Fragen und Probleme, welche sich immer wieder in Fragen von Interessenten oder auch im LiveChat wiederholen, daher habe ich einige dieser Punkte einmal für diesen Beitrag aufgegriffen. Zu beachten sind die unterschiedlichen Situationen. Fangen wir mit der Frage der Zusatzversicherung an.

„Ich bin (nur) privat zusatzversichert, muss die private Krankenversicherung diese auch für mein Neugeborenes anbieten?“

Diese Frage beschäftigt werdende Eltern, zumindest immer dann, wenn es um eine Nachversicherung von nicht mehr gesunden Neugeborenen geht. Eltern die eine entsprechende Zusatzversicherung besitzen, können diese unter bestimmten Umständen auch für das Kind bekommen, selbst dann wenn dieses krank ist oder mit Geburtsschäden auf die Welt kommt. Auch besteht hier unter Umständen sofort Versicherungsschutz, notfalls rückwirkend zum Tag der Geburt. Wie das funktioniert und warum daher der rechtzeitige Abschluss so wichtig ist, das schauen wir uns hier an.

Versichert werden können in der Zusatzversicherung ganz unterschiedliche Bereiche, so zum Beispiel:

  • ambulante Leistungen als Ergänzung zur gesetzlichen Krankenkasse (GKV)

  • naturheilkundliche Leistungen wie zum Beispiel Heilpraktiker, Osteopathie und dergleichen

  • stationäre Leistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer, Rooming-In oder die freie Krankenhauswahl

  • ergänzende Leistungen der Pflegeversicherung als Pflegezusatzschutz

  • zahn-/ kieferorthopädische Leistungen

All diese Versicherungen kann natürlich zunächst nur der Erwachende, also einer oder beide Personen die Eltern werden abschließen und auch nur zu den für sie gültigen Tarifen. Gerade hier liegt aber der entscheiden Vorteil.

Schauen Sie zudem bitte nochmals in meinen älteren Beitrag.

Was Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft bedenken sollten, zu spät bedeutet nie mehr

Durch die richtige Wahl des Versicherungsschutzes der werdenden Eltern, sichern Sie dem noch ungeborenen Kind einen Versicherungsschutz ohne neue Gesundheitsprüfung, ohne Gefahr der Ablehnung und vieles mehr.

Wo ist das genau geregelt?

Grundlage für eine solche Nachversicherung sind die entsprechenden Bedingungen. Schauen wir hierzu einmal bei einem Versicherer etwas genauer hin und nehmen als Beispiel die Hallesche Krankenversicherung, was sich aber bei anderen Unternehmen ebenso darstellt. In den so genannten Musterbedingungen für die Krankenversicherung, genauer den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für die Krankheitskosten- und Krankenhaustagegeldversicherung (MB/KK 2009) heisst es dann: (§2, Beginn des Versicherungsschutzes)

(2) Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

und weiter heißt es bei der HALLESCHE hier:

(6) Für Neugeborene, die gemäß § 2 (2) MB/KK 2009 bzw. gemäß § 2 (7) der Tarifbedingungen ab Geburt mitversichert werden, besteht ab Geburt Versicherungsschutz auch für alle vor Vollendung der Geburt entstandenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen, Geburtsschäden sowie angeborene Krankheiten und Anomalien.

Wenn Sie sich also an wenige Vorgaben halten, dann hat das Kind auch wenn es krank auf die Welt kommt, einen entsprechenden Versicherungsschutz in der Voll- oder Zusatzversicherung.

  • mindestens 3 Monate (einige Versicherer weniger) Schutz der Eltern

  • Anmeldung binnen 2 Monaten nach Geburt RÜCKWIRKEND

  • Schutz nicht höher als der der Eltern

Einige Unternehmen verzichten zudem auf die DREI Monate Vorversicherungszeit und haben eine abweichende Regelung von einem, zwei oder null Monaten. Wer also hier rechtzeitig den Versicherungsschutz beantragt (und begonnen hat), der kann sich hier einen Schutz für das Kind sichern.

Was aber, wenn das Kind auch Anspruch auf Familienversicherung hat?

Nun, in dem Fall der Zusatzversicherung muss hier bekanntlich ein GKV Schutz vorausgehen. Also ist ein solcher Abschluss nur dann möglich, wenn die Kinder einen Schutz in der GKV haben. Das kann eine Familienversicherung sein, aber auch eine Nachversicherung eines freiwillig versicherten Kindes in der GKV. Die meisten Zusatzversicherungen setzten daher auch eine Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse voraus.

Kind soll in die GKV, PKV Anspruch soll aber erhalten werden

Nun gibt es durchaus Fälle, wo die Eltern unterschiedlich versichert sind. Ich habe dazu bereits eine Übersicht erstellt. Hier können Sie prüfen, ob dem Kind ein Anspruch auf eine kostenfreie Familienversicherung nach §10 SGB V zusteht.

Ist dem so, so möchten viele Eltern diese erst einmal nutzen und das Kind kostenfrei in der GKV anmelden. Dennoch möchten diese natürlich sicherstellen einen PKV Schutz zu bekommen oder eine Zusatzversicherung zu nutzen, falls der Schutz benötigt wird. Dabei sind einige Punkte mehr zu berücksichtigen.

Bestehen heute also unterschiedliche Versicherungen für die Eltern, so kann folgender Fall auftreten.

  • Elternteil 1: GKV versichert und ohne weitere Zusatzversicherungen
  • Elternteil 2: PKV versichert (Schutz besteht länger 3 Monate)

In unserem Fall besteht also für das Kind ein Anspruch auf Nachversicherung in der PKV des Elternteils 2. Nun kann es dennoch sein, das Kind soll hierbei gar nicht privat, sondern derzeit als kostenlose Familienversicherung in der GKV versichert werden. Ein solcher Zustand kann sich aber auch hier wieder ändern, denn die Einkommen und Vorgaben werden regelmäßig neu geprüft. Daher ist hier eine

NACHVERSICHERUNG in der PKV erforderlich und sinnvoll

und ggf. danach die Umstellung in eine Anwartschaft oder Zusatzversicherung. Anwartschaft macht immer dann Sinn, wenn die Möglichkeit einer Rückkehr in die private Versicherung besteht oder nicht ausgeschlossen werden kann. Die Umwandlung in eine Zusatzversicherung muss zudem vertraglich möglich sein. In den Bedingungen der Versicherer (bleiben wir auch hier wieder bei der Hallesche) heißt es dazu:

(7) Bei Kündigung nach § 13 (3) MB/KK 2009 verpflichtet sich der Versicherer zur Annahme eines Antrags auf Zusatzversicherung ohne erneute Risikoprüfung und ohne erneute Wartezeiten, soweit Zusatzversicherung und gesetzlicher Versicherungsschutz zusammen den bisherigen Leistungsumfang nicht übersteigen. Dabei wird die Alterungsrückstellung der Leistungsbereiche, welche auch in der Zusatzversicherung enthalten sind, im entsprechenden Umfang angerechnet. Die Zusatzversicherung muss dabei in unmittelbarem Anschluss an die gekündigten Tarife beginnen und der Antrag spätestens innerhalb von 3 Monaten nach Eintritt der Versicherungspflicht beim Versicherer eingehen.

Auch hier dürfen Versicherer unterschiedliche Regelungen treffen und daher ist eine allgemeingültige Aussage nicht möglich. Dennoch: Ein Versicherungsschutz ist danach durchaus auch in unserer Konstellation möglich und kann dann als Zusatzversicherung weiter bestehen bleiben. Die Anwartschaft ist zudem separat zu vereinbaren. Ein entstehen der Familienversicherung ist mit der Versicherungspflicht durchaus gleichzustellen.

Schauen wir uns noch einmal unseren Fall an und verändern die Rahmenbedingungen etwas.

  • Elternteil 1: GKV versichert und mit bestehenden Zusatzversicherungen
  • Elternteil 2: PKV versichert (Schutz besteht länger 3 Monate)

Hier besteht also neben der GKV bei dem dort versicherten Elternteil noch eine Zusatzversicherung und damit weiterer Versicherungsschutz. Die Eltern haben also noch erweiterte Möglichkeiten. Auch in der Zusatzversicherung besteht eine Nachversicherungsgarantie, siehe Erklärungen oben in diesem Beitrag. Wird das Kind nun also geboren, können sich die Eltern selbst entscheiden:

  • Nachversicherung in der PKV, ggf. dann Umstellung in die Zusatzversicherung

  • Nachversicherung in der Zusatzversicherung des GKV versicherten Elternteils

in besonderen Fällen kann sogar beides sinnvoll und möglich sein. So kann ein Kind heute in die GKV Familienversicherung und dabei eine Zusatzversicherung nutzen, zudem die PKV zunächst aktiviert und dann auf Anwartschaft umgestellt werden. Damit bleibt sowohl die spätere Rückkehr in die PKV, aber auch der passende Schutz während der GKV erhalten.

Mehr Lesestoff:

Ich habe in diversen Beiträgen schon einmal zusammengetragen, wie sich die Geburt eines Kindes oder die Planung einer Familie auf den Versicherungsschutz in der Krankenversicherung auswirkt. Daher hier einige Beiträge zum Nachlesen und weiterlesen.