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30.
Juni '20

Achtung! Hallesche ändert Antragsfragen für OLGA Flex und Clinic-Tarife und schließt damit Kindernachversicherung aus


Die Kindernachversicherung ist ein großartiges Feature. Bevor wir uns hier nun die neuen Einschränkungen anschauen, ein Blick auf die Kindernachversicherung selbst und wie genau diese funktioniert.

Was ist die Kindernachversicherung?

Wer selbst einen Vertrag in der privaten Krankenversicherung hat, eine Pflegezusatzversicherung oder eine andere Zusatzversicherung besitzt und wenige Voraussetzungen erfüllt, der kann hiervon profitieren. In der Regel gelten nur wenige Vorgaben:

  • – der Vertrag muss bei Geburt des Kindes oder der Adoption schon mindestens 3 Monate bestanden haben

  • – der Schutz des Kindes darf nicht höher sein im Vergleich zum Schutz der Eltern

  • – es gibt keinerlei Gesundheitsprüfung für das Kind

  • – in den Anträgen der Eltern müssen Erkrankungen (auch wenn schon vorgeburtlich bekannt/befürchtet) nicht angegeben werden

In meinem Artikel zu Versicherungen in/ vor der Schwangerschaft habe ich genau diesen Weg auch beschrieben und rate immer und dringend dazu, für sich selbst den passenden Versicherungsschutz zu wählen, den man auch für das Kind möchte. Hier können Sie den Ablauf und die wichtigen Policen direkt nachlesen.

Warum ändert die Hallesche nun etwas und was machen andere Unternehmen?

Leider werden solche Regelungen auch ausgenutzt. Schauen Sie sich einmal in Foren und Gruppen um in denen sich werdende Eltern unterhalten. Gerade wenn der Arzt bei der Schwangerschaftsvorsorge Vorerkrankungen feststellt und die Eltern sich leider auch mit möglichen Folgen und Behinderungen des Kindes beschäftigen müssen, ist es derzeit immer noch möglich eine solche – schon bekannte – Vorerkrankung zu versichern.

Dazu stellen Sie einen Antrag auf Pflegezusatz oder zum Beispiel eine stationäre Ergänzungsversicherung. Die Gesundheitsfragen für Vater oder Mutter beantworten Sie vollkommen wahrheitsgemäß und sind damit auch sicher vor einer Anzeigepflichtverletzung. Da aber nach Gentests nicht gefragt werden darf und nach Erkrankungen, die das noch nicht geborene Kind haben könnte, auch nicht gefragt wird, bekommt der Versicherer einen Leistungsfall in den Bestand.

Als Beispiel zwei Fälle von Kollegen. Zweimal sind Kinder mit einem Down Syndrom geboren, zweimal wurden während der Schwangerschaft bereits „Auffälligkeiten“ festgestellt und die Eltern vom Arzt darauf vorbereitet was passieren könnte. Beide Kinder hatten ab dem 1. Tag Ihres Lebens Beschwerden und sind beide heute pflegebedürftig. Auch für beide wurde auch dann noch eine Pflegezusatzversicherung abgeschlossen und diese leistet heute. Über 2.000 € JEDEN MONAT fließen so an die Eltern. Das hilf nicht nur enorm die Kosten zu bewältigen, es schafft auch Zeit für berufliche Auszeiten, bezahlte Pflegekräfte zur Entlastung und vieles mehr.

Doch aus Sicht der Versicherer und Kollektive ist es eine Katastrophe. Unterstellen wir nur mal 30 Jahre Leistungszeit. Bei einer monatlichen Rente von 2.000 € sind das dann:

2.000 € * 12 Monate * 30 Jahre = 720.000 €

Steigert der Versicherer die Rente nur alle drei Jahre um 5% im Rahmen einer Dynamik, so sprechen wir über einen Betrag größer 900.000 € Leistung. Alle Leistungen, ohne für das Kind auch nur einen Euro Beitrag bekommen zu haben.

DAS IST NICHT SCHLIMM und SO FUNKTIONIERT VERSICHERUNG. Aber eben nur dann, wenn es risikogerecht kalkuliert ist. Davor möchte sich nun die Hallesche schützen und ändert daher die Antragsprozesse.

Klar ist auch, wer vor einer bekannten Schwangerschaft oder „bei der Familienplanung“ ist, für den ändert sich gar nichts.

Ich bin mir recht sicher, auch andere Unternehmen werden ähnliche Regelungen übernehmen und einführen.

Wie sieht die Änderung aus?

Bisher wurden im Antrag die persönlichen Daten und dazu folgende Gesundheitsfragen gestellt. Den Antrag als komplettes pdf können Sie im Downloadbereich unter Antragsunterlagen auch jetzt noch nachlesen.

In dem neuen Antrag hingegen, ist eine Fragen neu hinzugekommen. Schauen wir uns zunächst einmal die Frage und dann den Hinweis dazu an. Auch diesen Antrag habe ich im Downloadbereich verlinkt.

Wer also gefragt wird, der muss auch wahrheitsgemäß antworten. Dabei ist der voraussichtliche Geburtstermin laut Mutterpass oder das Adoptionsdatum anzugeben. Ist dem so, gilt folgende Regelung:

Im Falle einer anstehenden Geburt oder Adoption kann der Versicherungsbeginn frühestens zum 1. des Vormonats vor dem oben angegebenen Geburts­/ Adoptionsmonat sein (Geburts­/Adoptionsmonat – 1 Monat).

Damit ist das Thema Nachversicherung des Kindes erledigt und nicht mehr möglich. Darauf weist die Hallesche auch explizit direkt im nächsten Satz hin.

Bitte beachten Sie: Eine Mitversicherung ab Geburt gemäß § 198 VVG ist nur möglich, wenn ein Elternteil zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens 3 Monate versichert gewesen ist.

Klar ist also warum diese Änderung nötig ist und war. Die Hallesche bietet neben dem Tarif mit Alterungsrückstellungen auch noch einen reinen Risikotarif für Olga Flex, Ein 30jähriger Versicherer zahlt damit bei 2.100 € MONATLICHEM Pflegegeld in den ersten 5 Jahren nur 4,20 € Beitrag (welcher sich dann erhöht). Dazu wählen Sie einfach im unten verlinkten Onlinerechner die Option „reiner Risikoschutz“ unter dem Beitrag und passen die gewünschten Alterungsrückstellungen nach Bedarf an.

Also ist auch weiterhin eine günstige Absicherung des Pflegerisikos möglich, nur eben VOR bekanntwerden der Schwangerschaft.

Selbst berechnen

Die Module OLGA Flex (als Pflegeergänzung, mehr dazu in dem Beitrag „Hallesche Pflegezusatz“) und auch den Tarif CLINIC (stationäre Ergänzung) können Sie selbst rechnen und online die Fragen vor einem Abschluss einsehen.

Den Rechner für die stationäre Zusatzversicherung (den dann bei Abschluss vorher auch das Kind bekommen wird), finden Sie hier:

HALLESCHE ONLINE RECHNER stationäre Zusatzversicherung

Mein Fazit

Ja, der Schritt ist und wird für einige unangenehm und nach dem „die wollen nur nicht zahlen“ klingen. Wollen Sie auch nicht, jedoch das durchaus zu recht. Wer sich um seinen eigenen Schutz nicht kümmert und sich dann um den Versicherungsschutz kümmert wenn es zu spät scheint, den trifft es.

Klar hätte man auch versuchen können Fragen nach der Gesundheit des Kindes zu stellen, oder Fragen nach Vorsorge und Schwangerschaftsauffälligkeiten. Die Hallesche hat sich aber hier für diesen Weg entschieden.

Denken Sie also bereits bei der Familienplanung daran, sich um diese Optionen Gedanken zu machen. Auch heute gibt es eine Reihe anderer Versicherer bei denen das (noch) nicht so ist und auch heute ist noch 3 Monate vor der Geburt ein solcher Schutz zu bekommen. Bedenkt man aber die hohen Leistungen und die hier sehr geringen Startbeiträge, dann ist die Entscheidung im Sinne der Kollektive gefallen. Noch etwas mehr zu Lesen zu dem Thema hier:

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung

24.
Juli '14

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung


Es gibt so Fälle, Anfragen und Geschichten, da muss ich als Makler der sich schon mehr als 14 Jahre im PKV und BU Absicherungsgeschäft tummelt, auch schlucken. Gerade wenn es um schwere Krankheiten und Behinderungen bei Kindern geht und diese zudem noch nicht ausreichend abgesichert sind oder einfach falsch/ nicht vollständig beraten wurden.

In der letzten Woche fragte ein Kollege nach einer Absicherung eines Kindes. Das Kind war zu früh geboren und zudem mit einer bzw. wohl mehreren körperlichen und geistigen Behinderungen auf die Welt gekommen. Neben dem Down Syndrom gab es weitere Erkrankungen und auch wenn das heute nicht vorherzusagen ist und niemand weiss wie sich die Medizin entwickelt, eines scheint klar zu sein, das Kind wird lebenslange Pflege benötigen und immer auf fremde Hilfe angewiesen sein.

Wie viel Menschen sind Pflegebedürftig?

Aufschluss über die „Größe des Problems“ gibt die Pflegestatistik des Bundes. Leider liegen derzeit öffentlich nur die Zahlen 2011 vor, was aber unerheblich ist für das Problem, denn die Anzahl steigt eher, als sie fällt:

Pflege nach Alter 2011

Bei Kindern und Jugendlichen handelt es in vielen Fällen um eine sehr lange Pflege, da diese oft auf Krankheiten oder angeborene Schäden zurück zu führen ist. Die finanziellen Folgen einer solchen (lebenslangen) Betreuung sind noch nicht absehbar, klar ist aber: Es wird Geld kosten, viel Geld.

Selbst wenn in jungen Jahren des Kindes die Pflege noch durch die Eltern übernommen werden kann (diese dann aber oftmals nicht mehr arbeiten können und dadurch das Einkommen fehlt), irgendwann ist dieses nicht mehr möglich.

Absicherung der Pflege für Kinder?

Wie in dem oben genannten Bild gut zu erkennen, es gibt derzeit mehr als 67.700 Kinder die Pflegebedürftig sind. Dabei handelt es sich „nur“ um 3% der Pflegebedürftigen insgesamt, das ist jedoch vollkommen irrelevant. Wichtig ist zu wissen, das Kosten im vierstelligen Bereich jeden Monat aufs neue anfallen. Das ist nicht nur die Betreuung, häusliche Krankenpflege, spezielle Kindergärten und Schulen und vieles mehr.

Wird das Kind gesund geboren, ist eine solche Absicherung völlig problemlos zu bekommen. Antrag stellen und fertig! (Man muss es auch machen, nicht nur denken „ich könnte es mal“.

Bestehen aber schon bei Geburt Erkrankungen oder Behinderungen oder werden diese kurz nach Geburt festgestellt, so ist ein Abschluss verbaut. Die Gesundheitsfragen in der Pflege sind zwar bei vielen Gesellschaften reduziert und nicht so umfangreich wie in der Krankenversicherung, dennoch ist es nicht ganz so einfach einen Schutz zu bekommen. Ein Beispiel für die Fragen sähe so aus:

Fragen Hallesche Olga

Es geht doch! Nachversicherung über die Eltern

Etwas anders sieht es aber aus, wenn die Eltern bereits eine eigene Absicherung haben und das Kind danach geboren wird. Auch hier gelten, wie in der Privaten Krankenversicherung, die Optionen zur Kindernachversicherung. So muss das Kind (bis zur Höhe des Schutzes der Eltern) keine Gesundheitsprüfung durchlaufen und kann einfach angemeldet werden. Selbst wenn dann sofort Pflegebedarf besteht, so ist der Versicherer von Beginn an in der Leistungspflicht, im „schlimmsten Fall“ schon dann, wenn noch nicht einmal die erste Prämie abgebucht wurde.

Ungeachtet dessen, das eine Pflegeversicherung sinnvoll und notwenig ist und jeder einen ergänzenden Schutz haben sollte, ungeachtet dessen ist gerade bei Kinderwunsch eine solche Absicherung unerlässlich.

Und nein, kurz vor der Geburt abschließen geht nicht, denn für die Nutzung der Kindernachversicherung muss der Schutz mindestens 3 Monate bestehen.

Was kostet der Schutz? 

50 EUR Tagegeld in der Pflegeversicherung (hier Tarif Olga Flex) und somit monatlich 1.500 EUR zusätzlich verfügbar für Pflege, Förderung und/ oder technische Hilfsmittel erfordern einen Beitragsaufwand von 8 EUR monatlich.

Noch Fragen? Mehr Infos zur Pflegeergänzung auch hier.

09.
Juli '12

Gastbeitrag: Was passiert mit meiner privaten Krankenversicherung, wenn ich meinen Beamtenstatus aufgebe und keinen Beihilfeanspruch mehr habe?


Viele Beamte wechseln nach einer Zeit im Beamtenstatus in die freie Wirtschaft. Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter aber auch Lehrer finden oftmals in der privaten Wirtschaft nicht nur ein besseres Gehalt, sondern auch vergleichbare Sicherheit. Doch gerade dann stellen sich viele Fragen.

Kann ich in der privaten Krankenversicherung bleiben?

Beamte (und Angehörige), die Ihren Beihilfeanspruch verlieren, weil Sie aus dem Beamtenverhältnis ausscheiden, werden in der GKV nicht immer versicherungspflichtig. Wenn Sie im Anschluss an das Beamtenverhältnis z.B. selbständig/freiberuflich tätig werden, oder in einer neuen Anstellung über ein entsprechendes Einkommen oberhalb der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2012 JAEG 50.850€) verdienen, bleibt die Versicherungsfreiheit bestehen und die PKV muss dann in Tarife mit 100% Leistungsanspruch umgestellt werden. Das dieses ohne erneute Gesundheitsprüfung beantragt werden kann ergibt sich aus dem § 199 des Versicherungsvertragsgesetz.

§ 199
 Beihilfeempfänger

(2) Ändert sich bei einer versicherten Person mit Anspruch auf Beihilfe nach den Grundsätzen des öffentlichen Dienstes der Beihilfebemessungssatz oder entfällt der Beihilfeanspruch, hat der Versicherungsnehmer Anspruch darauf, dass der Versicherer den Versicherungsschutz im Rahmen der bestehenden Krankheitskostentarife so anpasst, dass dadurch der veränderte Beihilfebemessungssatz oder der weggefallene Beihilfeanspruch ausgeglichen wird. Wird der Antrag innerhalb von sechs Monaten nach der Änderung gestellt, hat der Versicherer den angepassten Versicherungsschutz ohne Risikoprüfung oder Wartezeiten zu gewähren.

Auf den ersten Blick scheint die Lösung ausreichen und problemfrei zu sein. Etwas wichtiges wird dabei aber oft übersehen: Nur bereits bestehender Versicherungsschutz kann aufgestockt werden, eine Nachversicherung von nun fehlenden Tarifbausteinen ohne erneute Gesundheitsprüfung ist in den wenigsten Tarifen vorgesehen und verbirgt sich ein existenzbedrohendes Risiko.
Hier ist insbesondere das Krankentagegeld zu nennen, da es beim Beamten nicht versichert wird. Das ist auch logisch, denn das Risiko von Einkommenseinbußen bei längerer Krankheit wie bspw. bei Freiberuflern oder Angestellten besteht hier nicht, da die Besoldung im Krankheitsfall weiter gezahlt wird. Somit handelt es sich hier auch nicht um eine „Aufstockung“ sondern um einen zusätzlichen Abschluss. Die nachträgliche Versicherung ist dann nur mit einer erneuten Gesundheitsprüfung möglich. Wenn sich der Gesundheitszustand aber geändert hat und ggf. Erkrankungen eingetreten sind kann der Versicherer diese zusätzliche Versicherung auch ablehnen. Das fehlen einer Krankentagegeldabsicherung ist dann ein existenzbedrohendes finanzielles Risiko!

Kommt das überhaupt vor?
(mehr …)

17.
November '09

Neugeborenennachversicherung in der PKV und bestehende Anwartschaft


In einigen vorangegangenen Beiträgen hatte ich bereits zu dem Thema Nachversicherung von Neugeborenen in der Privaten Krankenversicherung geschrieben. Demnach ist ein Neugeborenes in der Privaten Krankenversicherung laut den Musterbedingungen der Krankheitskostenvollversicherung (MB/KK) immer dann ohne Risikozuschläge und Wartezeiten versicherbar, wenn ein Elternteil mindestens 3 Monate versichert war.

Nun stellt sich bei einigen gerade zum Jahresende die Frage, wie diese Frist zu erfüllen ist. Ist ein Wechsel zum Jahresende geplant (egal ob aus der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung) und die Frau bereits schwanger, sollte dieses genau geprüft werden. Sonst kann es passieren das eine Nachversicherung unmöglich wird. Selbst wenn der errechnete Geburtstermin erst im April liegt, kann es zu Problemen kommen.

Wird das Kind zum Beispiel im Rahmen einer Frühgeburt geboren, so stellt sich hier die Frage ob es noch in dem Dreimonatszeitraum passierte, dann besteht zunächst (es sei denn es besteht eine andere Vereinbarung) keine Versicherungsmöglichkeit im Rahmen der Nachversicherung. Hier ist dann eine entsprechende Risikoprüfung durch die Gesellschaft vorzunehmen.

Dennoch gäbe es ja die Möglichkeit bereits vorher, so zum Beispiel ab 01. 10. eine Anwartschaft abzuschließen. Auf Anfrage sehen einige Gesellschaften dieses aber nicht als Versicherungszeitraum im Sinne der Nachversicherung.

Ausgehend davon habe ich den Verband der Privaten Krankenversicherungen um eine Aussage gebeten. Die Fragestellung lautete:

Folgender (fiktiver) Fall:

Ein Kunde beantragt Versicherungsschutz in der Privaten Krankenvollversicherung mit Beginn 1. 12. 2009. Für die Monate 10 und 11/09 läuft der Vertrag auf Anwartschaft, da hier noch die gesetzliche Krankenversicherung besteht. Ab 1. 12. 2009 wird die Anwartschaft aktiviert und es besteht der Vollversicherungsschutz. Nun wird am 05. 01. 2010 ein Kind geboren und hier beginnen die unterschiedlichen Aussagen der Mitgliedsunternehmen.

1.) Besteht für das Kind Versicherungsmöglichkeit im Rahmen der Neugeborenennachversicherung gem. MB/KK?

2.) Wenn ja, hat das Kind Anspruch auf Anwartschaft oder auf Versicherung im Volltarif?

3.) Zählt die Versicherung zu Anwartschaftszeiten als Versicherungszeit im Rahmen der 3-Monatsfrist?

Laut Auffassung des PKV Verbandes gilt der Versicherungsschutz in dem Zeitraum der Anwartschaft als wirksamer Zeitraum der 3Monatsfrist.

Denken Sie also auch an so einen Fall, wenn es um den Wechsel der Privaten Krankenversicherung und bestehender Schwangerschaft geht.

17.
September '09

Kindernachversicherung – wie kann und muss das Neugeborene versichert werden ?


In die Situation kommen jedes Jahr tausende von Menschen.

Das Glück wird war und ein Kind wird geboren. Solange beide Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) versichert stellt sich die Frage nicht. Das Kind wird im Rahmen des Familienversicherung problemlos nachversichert, die Regelungen dazu finden Sie im §10 des Sozialgesetzbuches V. (LINK)

In der Privaten Krankenversicherung (PKV) ist das etwas anders. Die genauen Vorgaben finden wir unter anderem in den Vertragsbedingungen der Krankenversicherung. Nachzulesen ist es genau unter §2:

(2) Bei Neugeborenen beginnt der Versicherungsschutz ohne Risikozuschläge und ohne Wartezeiten ab Vollendung der Geburt, wenn am Tage der Geburt ein Elternteil mindestens drei Monate beim Versicherer versichert ist und die Anmeldung zur Versicherung spätestens zwei Monate nach dem Tage der Geburt rückwirkend erfolgt. Der Versicherungsschutz darf nicht höher oder umfassender als der eines versicherten Elternteils sein.

Bei Adoptionen findet sich hier eine vergleichende Regelung, nur das hier ein Zuschlag bis zu 100% möglich ist. Diese Regelung findet bei Adoptionen nur dann Anwendung, wenn das Kind noch minderjährig ist. (§2, Abs. 3)

Was müssen Sie also tun?

Bedenken Sie das die Nachversicherung nur in den oben genannten Fristen möglich ist und auch nur bei dem Unternehmen wo bereits für die Eltern Versicherungsschutz besteht.

Melden Sie das Kind bei Ihrem Berater/ dem Versicherer oder einem anderen Berater rechtzeitig an, am besten erledigen Sie dieses gleich nach Geburt.

Einige Gesellschaften erlauben auch geringere Selbstbeteiligungen oder besseren Versicherungsschutz für das Kind.

Kann ich das Kind auch woanders versichern?

Ja, wenn die Gesellschaft es anbietet. Eine Übersicht finden Sie unter anderem hier im Downloadbereich. Hierbei sollten Sie dann vorher die Kriterien besprechen und sich Gedanken zum Umfang des Schutzes machen.  Dabei ist es wichtig zu bedenken, das eine Versicherung hier nur gegen Risikoprüfung nötig ist. Benötigt werden hier meist die Ergebnisse der U1 und U2 Untersuchung.

Diese Möglichkeit kann dann Sinn machen, wenn das Kind gesund ist und der Versicherungsschutz der Eltern vom Unternehmen oder dem Tarif nicht optimal ist, eine hohe Selbstbeteiligung aufweist oder Lücken in den Bedingungen nicht verändert werden können.

Und was passieren kann wenn der Vermittler keine Ahnung hat lesen Sie hier.