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02.
März '20

Corona Virus: Zahlt die Private Krankenversicherung (PKV) den Corona Test? Was ist sonst zu beachten?


Das Virus „Corona“ beschäftigt in seiner aktuellen Form alle und beeinflusst viele Unternehmen. Sei es nur, weil Reisen nicht durchgeführt werden können oder sollen, oder weil Geschäftspartner nicht erreichbar sind. Gerade die Arbeitgeber in der Tourismus- und Luftfahrtindustrie haben hier mit massiven Problemen zu kämpfen.

Eine Frage, welche sich in den letzten Tagen jedoch immer wieder im LiveChat oder per Mail hier abzeichnet, die ist eine ganz andere.

Zahlt die Private Krankenversicherung (PKV) den Corona Test?

Zunächst einmal ein kurzer Exkurs zu dem Test selbst. Wie Sie wahrscheinlich wissen und in diversen Medien lesen können, gibt es eine Möglichkeit des Test. Dabei geht man unter Medizinern derzeit davon aus, das mehrfach getestet wird. Weitere Informationen zum Testverfahren finden sich auf den –> Seiten des Robert-Koch Instituts.

Testverfahren für Coronaviren

Erregernachweis durch RT-PCR
Für eine labordiagnostische Abklärung des Verdachts auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 wurden erste PCR-Nachweissysteme u.a. auch vom Konsiliarlabor für Coronaviren (Charité Berlin) entwickelt und vorläufig validiert, die über die Webseite der WHO zu Coronaviren verfügbar sind. Proben zur Untersuchung können an das Konsiliarlabor für Coronaviren verschickt werden.

Eine Testung ist grundsätzlich bei symptomatischen Personen entsprechend der epidemiologischen Falldefinition sowie im Rahmen der differentialdiagnostischen Abklärung empfohlen, wenn ein klinischer Verdacht besteht aufgrund von Anamnese, Symptomen oder Befunden, die mit einer COVID-19-Erkrankung vereinbar sind und eine Diagnose für eine andere Erkrankung fehlt, die das Krankheitsbild ausreichend erklärt.

Demnach soll nur der getestet werden, der Symptome aufweist und zudem aufgrund der Umstände betroffen sein könnte. Das kann ein Kontakt zu Infizierten, aber eben auch die Rückkehr aus Risikogebieten sein. (wobei sich diese immer mehr ausbreiten und viele Länder weitere –> Restriktionen zur Einreise aus diversen Ländern festgelegt haben, daher sind es unzählige Risikogebiete) Hier der –> Link zur Übersicht und Fallzahlen weltweit.

Was kostet der Test auf Coronaviren?

Die Kosten für den Test setzen sich aus verschiedenen Teilen zusammen. Diese sind im Wesentlichen:

  • – Honorar des Arztes

  • – Kosten für die Probe-/ Verpackung und Testmittel

    (Laut Auskunft des RKI:Die Verpackung besteht aus 3 Komponenten und ist kommerziell erwerblich:

    Primärverpackung = Probengefäß (z.B. Tupferröhrchen oder Monovette)
    Sekundärverpackung = Schutzgefäß (flüssigkeitsdicht verschraubtes Plastikröhrchen, darin saugfähiges Material)
    Umverpackung = Kistenförmige Verpackung
    Die verschlossenen Versandstücke sind als „Biologischer Stoff, Kategorie B“ und „UN 3373“ in Raute (Seitenlänge mind. 50 x 50 mm) sowie mit der Telefonnummer einer verantwortlichen Person zu kennzeichnen.

    Der Versand sollte über einen Paketdienst und nur nach Absprache mit dem untersuchenden Labor erfolgen.

  • – Kosten des Labors

Einen festen/ fixen Satz gibt es also so nicht. Die Kosten schwanken, nach derzeitigen Erfahrungswerten für das reine Testverfahren (Quelle: Redaktionsnetzwerk Deutschland, eigene Recherche)

Bei der Laborgemeinschaft Hamburg kostet eine Corona-Testanalyse für Selbstzahler 128,23 Euro für Kassenpatienten und 147,46 Euro für Privatversicherte. Hinzu kommen dann noch Gebühren für Versand und Porto. Bei den Medizinischen Laboratorien Düsseldorf ist der Test teurer: 204 Euro für gesetzlich Versicherte, 234,60 Euro für Privatversicherte. Hinzu können dann noch Kosten der Hausärzte etwa für Material kommen.

Zusammen mit allen begleitenden Kosten sollten Sie am Ende also mit ca. 300 € rechnen. Dabei geht es nicht ohne den Arzt und schon gar nicht ohne ein spezialisiertes Labor. Man kann übrigens nicht einfach die Probe selbst an das Labor schicken!

Zahlt die Private Krankenversicherung den Test auf Coronaviren?

Zunächst gelten auch hier die sonstigen Regelungen für die Grundlage von Erstattungen. Demnach ist die medizinisch notwenige Behandlung versichert. In den MB KK heißt es dazu:

(1) Der Versicherer bietet Versicherungsschutz für Krankheiten, Unfälle und andere im Vertrag genannte Ereignisse. Er erbringt, sofern vereinbart, damit unmittelbar zusammenhängende zusätzliche Dienstleistungen. Im Versicherungsfall erbringt der Versicherer

a)  in der Krankheitskostenversicherung Ersatz von Aufwendungen für Heilbehandlung und sonst vereinbarte Leistungen, (…)

(2) Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen. Der Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung; er endet, wenn nach medizinischem Befund Behandlungsbedürftigkeit nicht mehr besteht. Muss die Heilbehandlung auf eine Krankheit oder Unfallfolge ausgedehnt werden, die mit der bisher behandelten nicht ursächlich zusammenhängt, so entsteht insoweit ein neuer Versicherungsfall. Als Versicherungsfall gelten auch

a)  (…)
b)  ambulante Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten nach gesetzlich eingeführten Programmen (gezielte Vorsorgeuntersuchungen),

Sind die – nach den Leitlinien festgelegten – Kriterien für einen Test erfüllt, also Risikogebiet oder Kontakt, Symptome die auf eine Infektion passen, dann

zahlt die private Krankenversicherung auch den Corona Test

Gleiches gilt natürlich dann auch für weitere Behandlungen, die mit der Erkrankung erforderlich sind oder werden.

Fällt meine Selbstbeteiligung an?

ACHTUNG: Auch wenn man meinen könnte, da wird ja etwas „vorsorglich“ getestet, es ist dennoch keine Vorsorgeuntersuchung, sondern eine „medizinische Leistung“.

Daher ist eine vereinbarte Selbstbeteiligung ebenso zu zahlen/ verrechnen, wie auch die Kosten schädlich für die Beitragsrückerstattung sind.

Zahlt die gesetzliche Krankenkasse den Test auf Coronaviren?

Ja, auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat auch bereits in einer Erklärung die Übernahme der Kosten bestätigt, WENN, ja wenn auch hier ein begründeter Verdacht da ist.

Hier noch das Schema des RKI um einen Verdachtsfall abzuklären. [externer Link, pdf]

Weitere Informationen, Zusammenfassungen und Verhaltensregeln hat die Bundesregierung unter folgendem Link veröffentlicht.

Bundeszentrale für gesundheitliche Auflärung

22.
August '19

Rechnungen für die Private Krankenversicherung einreichen – Formulare, Apps und andere Wege


Das Einreichen von Rechnungen, Rezepten und sonstigen Kosten für die Private Krankenversicherung führt immer wieder zu Nachfragen. Von A wie Alte Oldenburger oder Allianz, über D wie Debeka oder DKV bis hin zu U wie Universa, eines haben alle Unternehmen gemein. Damit eine Rechnung erstattet wird, muss diese eingereicht werden.

Dabei helfen Leistungsformulare, Abrechnungsscheine oder einfach ganz digital eine App. Hiermit lassen sich die Rechnungen und Belege einreichen, manchmal sogar ohne die Versendung des Originals. Damit Ihnen hierbei keine Fehler passieren, hier einige Hinweise und Tipps und natürlich verlinkte Formulare und Apps.

Rechnungen bei der Privaten Krankenversicherung einreichen

Zunächst einmal ist es wichtig zu überlegen wann Sie die Rechnungen einreichen. Dazu haben Sie lange Zeit, denn auch eine Rechnung aus dem Jahr 2017 kann heute in 2019 noch einreicht werden. Selbst wenn Sie schon eine Beitragsrückerstattung für das jeweilige Jahr bekommen haben. Doch nicht alle Rechnungen bekommen Sie direkt nach Hause. Daher hier eine kurze Unterteilung der entsprechenden Leistungsbereiche.

Rechnungen für ambulante Behandlungen

Sind Sie bei einem Arzt oder Heilpraktiker in einer ambulanten Behandlung, so wird Ihnen hier nach Behandlungsende, am Ende des Monats oder manchmal auch erst am Quartalsende eine Rechnung geschickt. Das kann der Arzt selbst tun, oder aber eine Abrechnungsstelle wie die PVS beauftragen. Diese ambulanten Rechnungen werden nie direkt an die Versicherung geschickt. Daher kann auch hier keine automatische Erstattung erfolgen, sondern Sie müssen diese an den Arzt bezahlen und bei der privaten „Krankenkasse“ (eigentlich heißt es Krankenversicherung) einreichen.

Dabei spielt es natürlich eine Rolle, ob Sie eine Selbstbeteiligung vereinbart haben und die Kosten daher selbst zahlen müssen. Dennoch kann eine Rechnungsprüfung durch die PKV sinnvoll sein, dazu aber später mehr.

Rechnungen für Medikamente oder Hilfsmittel

Im Gegensatz zu der Arztrechnung haben Sie das Rezept oder die Verordnung bekommen, sind damit zur Apotheke gegangen und bekamen dort das Medikament. Eine Bezahlung ist also in den meisten Fällen schon direkt in der Apotheke erfolgt, so stellt sich hier die Frage der Überweisung nicht mehr.

Die Kosten, die Sie hier verauslagt haben, diese möchten Sie natürlich von der privaten Krankenversicherung erstattet bekommen und reichen somit auch diese ein. Achten Sie dabei bitte darauf, dass das Rezept entweder eine Diagnose enthält oder reichen Sie sonst am besten die Rechnung für die Behandlung zusammen mit (mehr …)

26.
April '17

Versichererwechsel mitten im Jahr und die komplette Anrechnung der Selbstbeteiligung?


Sie kennen das ja bereits. Fragen die per E-Mail, über das Kontaktformular oder den LiveChat bei mir landen, schaffen es oft auf den Zettel auf meinem Tisch. Wiederholen sich die Fragen dann auch von anderen Lesern, so wird daraus oft ein Blogbeitrag oder ein kurzer Eintrag bei Facebook. Einen solchen Fall hatte ich in den letzten Tagen und Wochen wieder einmal, scheint gerade vielen auf der Seele zu brennen. Daher nutze ich den heute nochmal im LiveChat gefragten Fall für diesen Beitrag.

Die Selbstbeteiligung in der Privaten Krankenversicherung

Mit so einem Modell erspart sich der Versicherer kleine Rechnungen und damit viel Verwaltungsaufwand. Auch wenn heute bei vielen Unternehmen RechnungsApps hoch im Kurs stehen und die Abrechnung für den Kunden erleichtern, am Ende kostet das Einreichen und Abrechnen der Belege Geld.

Durch die Vereinbarung einer so genannten Selbstbeteiligung, fast jeder kennt diese von seiner Autoversicherung, wird ein Teil des Schadens nicht bezahlt oder erst ab einer bestimmten Schadenhöhe das Einreichen von Rechnungen überhaupt sinnvoll.

Großer Unterscheid zum Auto – Selbstbeteiligung in der PKV gilt pro Jahr, nicht pro Fall

Während in der Autoversicherung die Selbstbeteiligung pro Schadenfall gilt, ist das in der Krankenversicherung zum Glück nicht so. Hier wird ein fester (oder prozentualer und dann auf einen Betrag gedeckelter) Betrag pro Kalender- oder Versicherungsjahr

(ob bei Ihnen das Versicherungs- oder Kalenderjahr gilt, lesen Sie in dieser Übersicht)

von der Erstattung abgezogen. Reichen Sie vorher Rechnungen ein, so wird dieser Betrag nicht erstattet, ist die Rechnung bereits höher so erfolgt eine anteilige Erstattung.

Rechnungen die unter die SB fallen sollten Sie daher noch nicht einreichen und zu Hause sammeln, denn schon das „zum Versicherer schicken“ verhindert unter Umständen die Beitragsrückerstattung. Wer aber weiss, im Jahr erreiche ich diese durch noch geplante Behandlungen oder chronische Erkrankungen, der kann diese auch einfach Einreichen, so muss man alle Belege nicht selbst sammeln. Dann erfolgt vom Versicherer eine Mitteilung über die Tarifliche Leistung und der Hinweis, eine Erstattung erfolgt nicht, da noch (wie hier 300,61 €) and restlicher Selbstbeteiligung offen sind.

Das passiert dann einfach solange, bis eine Erstattung über der Selbstbeteiligung erfolgen kann, die wird dann wie versichert ausgezahlt.

Unterjährige Selbstbeteiligung

Nun gibt es diverse Gründe, warum ein Vertrag kein volles Kalenderjahr besteht. Eine private Krankenversicherung kann zum Beispiel erst am 1.4. eines Jahres beginnen, wenn der Kunde vorher noch in der gesetzlichen Krankenkasse versichert war. Auch ein Berufs-/ Jobwechsel führt zu so einem unterjährigen Beginn.

Erstes Versicherungsjahr anteilig

Beginnt der Schutz also erst am 1.4. und die jährliche Selbstbeteiligung beträgt 600 €, so reduziert sich diese FÜR DAS ERSTE JAHR um 150 € für die Monate Januar, Februar und März. Damit kann der Versicherte im Rest des Jahres die reduzierte SB von 450 € geltend machen.

Keine Reduzierung bei vorzeitigem Ende

Etwas anders sieht es nun bei der Frage des vorzeitigen Endes einer Versicherung aus. Die folgende Frage aus dem LiveChat verdeutlicht das genauer:

Hallo, ich habe zum 1. April meine private KV gewechselt und bei der alten KV nun alle Belege von Januar bis März eingereicht. Der alte Versicherer hat mir nun die volle Selbstbeteiligung für das ganze Jahr abgezogen, obwohl ich auf den Wechsel hingewiesen habe. Ich habe angenommen, dass die Selbstbeteiligung anteilmäßig auf die drei Monate umgerechnet wird? Liege ich da falsch?

(mehr …)

30.
Mai '14

Sag mal… Was kostet eigentlich… ? Eine HIV Medikation pro Monat


Weiter geht es in der Serie der Kosten in der Privaten Krankenversicherung, heute mal mit einem sehr, sehr kostenintensiven Fall. In den letzten beiden Beiträgen ging es um

Sag mal… was kostet eigentlich…) Notfalltransport und Erstbehandlung

und Sag mal… Was kostet eigentlich… ?  Laborkosten, Blutbild und Laborwerte.

Heute soll es um einen weitaus kostenintensiveren Fall gehen, eine HIV Infektion. Vor Jahren noch fast ein Todesurteil, ist aufgrund weiter fortschreitender Medizin eine Heilung zwar nicht möglich, ein fast „normales“ weiterleben aber schon. So ist es auch bei einem meiner Kunden, einem Versicherten in der privaten Krankenversicherung. Nach eingehender Prüfung, ärztlichen Attesten und weiteren Unterlagen hat auch der Versicherer zwischenzeitlich die Kostenübernahme zugesagt.

Bei der Behandlung handelt es sich um „normale“ ärztliche Behandlungen, die Diagnostik ist noch einmal etwas teurer. Aber neben laufender Kontrolle von Blut- und Laborwerten ist hier eine Medikation angezeigt.

Nach Untersuchung in einer Schwerpunktpraxis haben sich der Arzt und der Patient auf folgende Medikation verständigt, welche täglich eingenommen werden muss und somit monatlich verordnet wird:

HIV_Med_1

Diese Medikamente sind nicht unbedingt das, was man sich unter preiswert vorstellt und schlagen doch mit hohen Kosten zu buche.

HIV_Med_3Der Kunde, ein Versicherter mit Mitte dreißig wird diese Medikamente (falls es sich nicht medizinisch anders entwickelt und es doch heilbar wird) sicher sein Leben lang nehmen müssen. Die Kosten belaufen sich nach derzeitigem Stand auf:

782,82 EUR für das erste (Kivexa)

und

926,36 EUR für das zweite Medikament (Tivicay)

Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich um die Preise PRO MONAT.

Und weil immer mal wieder die Frage in Beratungen kommt: Die Prämie in der privaten Krankenversicherung ist nicht von dem persönlichen Gesundheitszustand während des Vertragsverlaufes abhängig. Auch ein schwer kranker Patient hat keine anderen Beitragsanpassungen, als ein gesunder Kunde.

Kosten über die Vertragslaufzeit

Gehen wir nun von einer statistischen Lebenserwartung bis 83 aus, so sprechen wir hier noch über mehr als 45 Jahre Restlaufzeit und folgenden Kosten:

1.709,18 EUR * 12 Monate * 47 Jahre

= 963.876 EUR 

Dabei ist natürlich nicht berücksichtigt, dass die Medikamente unter Umständen günstiger werden, Patente auslaufen oder es alternative Medikation gibt. Dennoch sollte deutlich werden, welches Kostenrisiko hier vorhanden ist und das ein leistungsfähiger Tarif gerade hier wichtig ist.

Achtung bei Eigenbeteiligungen

Wer hohe Selbstbeteiligungen in seinem Tarif vereinbart hat, separate Eigenanteile bei Medikamenten oder Tarife mit weiteren Einschränkungen, der wird gerade bei solch gravierenden Diagnosen an seine finanziellen Grenzen stoßen. Gerade da sieht man einmal mehr wie wichtig die Auswahl des richtigen und passenden Tarifs ist.

Mehr Leistungsbeispiele folgen in den nächsten Tagen und Wochen hier im Blog. Einfach immer den Hashtag #WasKostetEigentlich anklicken.

 

23.
Januar '14

Rechnung-oder Behandlungsdatum? In welches Jahr gehört die Rechnung bei der privaten Kranken-(zusatz) Versicherung


Eine immer wiederkehrende Frage ergibt sich meist zum Jahresende. Dann werden die Rechnungen für die Versicherten in der privaten Krankenversicherung meist noch einmal angeschaut und es wird überlegt, welche Rechnungen einzureichen sind um erstattet zu werden.

Aber stellt sich immer wieder die Frage zu welchem Jahr die Behandlung, das Medikament oder die Krankenhausrechnung zuzurechnen ist. Daher hier einige kurze Zusammenfassungen wie die Rechnungen in der privaten Krankenversicherung, aber eben auch in Zusatzversicherungen zur gesetzlichen Krankenkasse zu behandeln sind.

Rechnungsdatum oder Behandlungsdatum?

Die Leistung in der privaten Krankenversicherung ist unter anderem davon abhängig, wann der Vertrag begonnen hat, ob Wartezeiten bestehen oder ähnliche Einschränkungen vorhanden sind. Daher ist es wichtig genau zu beurteilen, welche Rechnung in welchen Vertragszeitraum fällt.

Arztrechnungen: diese sind immer dem Jahr zuzurechnen, in welches die Behandlung fällt. Dabei ist es völlig unerheblich wann die Rechnung durch den Arzt ausgestellt wird, entscheidend ist das Datum der Leistung des Arztes, also der Behandlung. Wurde also eine ärztliche Leistung im Jahr 2013 erbracht, diese aber erst im Frühjahr 2014 abgerechnet, so ist sie versicherungstechnisch dem Jahr 2013 zuzuordnen. Selbst wenn der Kunde also seine Krankenversicherung zum 1. Januar gewechselt haben sollte, ist die alte Krankenversicherung für die Leistung verantwortlich.

Dies ist besonders dann interessant, wenn der Kunde beurteilen möchte auf das einreichen Sinn macht oder ob eine Beitragsrückerstattung gegebenenfalls die bessere Wahl ist.

Rechnung_einreichen_pkv

Zahnarztrechnungen: bei diesen verhält es sich zunächst einmal genauso, wie bei den Arztrechnungen. Die zahnärztlichen Leistungen sind also zunächst nach dem Kalenderjahr zu beurteilen in dem der Zahnarzt diese erbracht hat. Gerade bei Zahnersatzleistungen oder dem Setzen von Implantaten handelt es sich jedoch Umwandlungen welche über einen sehr langen Zeitraum stattfinden. Auch hier ist es so das die Einzelleistungen den jeweiligen Kalenderjahren zugeordnet werden.

Eine kleine Besonderheit ergibt sich bei den Leistungen für die Laborkosten. Diese werden oftmals nicht von den Zahnärzten selbst ausgeführt, sondern diese in Rechnung gestellt. Nimmt nun der Zahnarzt zum Beispiel einen Abdruck und lässt ein Modell anfertigen, dieses Modell wird im Jahr 2013 erstellt und der Zahnarzt (mehr …)