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24.
September '19

Private Krankenversicherung – vorsorglich kündigen um dann zu wechseln? Das müssen Sie beachten!


Eine Frage, die sich in den letzten Tagen im LiveChat häuft, denn der 30.09. und damit der letzte Kündigungstermin für die meisten Verträge in der privaten Krankenversicherung rückt näher. Während eine Kündigung in der gesetzlichen Krankenkasse risikolos möglich ist, stellen sich bei privat Krankenversicherten andere Fragen und Herausforderungen. Damit Sie hier nicht in eine Falle tappen, hier einmal einige Fakten dazu zusammengefasst.

Insbesondere schauen wir uns in diesem Artikel an:

  • – wie die Kündigungsfristen sind

  • – wann Sie kündigen müssen

  • – wann und unter welchen Voraussetzungen die Kündigung wirksam wird

  • – welche Risiken bestehen bei einer vorsorglichen Kündigung

  • – gibt es Alternativen

Bei der privaten Krankenversicherung handelt es sich um einen Vertrag, welchen Sie mit Ihrem Versicherer geschlossen haben. Neben den Allgemeinen Versicherungsbedingungen gelten hier die gesetzlichen Grundlagen, so unter anderem das Versicherungsvertragsgesetz.

Wie ist die Kündigungsfrist meiner privaten Krankenversicherung?

Generell gilt in der Privaten Krankenversicherung eine Frist von drei Monaten zum Ende des laufenden Versicherungsjahres. Dabei ist jedoch zu beachten, dass nicht bei allen Unternehmen das Versicherungsjahr auch dem Kalenderjahr entspricht.

So gelten in den meisten Verträgen der Alten Oldenburger, der Barmenia, der BK oder auch der Continentalen nicht das Kalenderjahr, sondern das Versicherungsjahr. Auch Versicherer wie die Debeka, Hallesche oder Inter und auch Signal Iduna oder Universa setzen nicht das Kalenderjahr an.

Möchten Sie einen solchen Vertrag daher wirksam kündigen, so ist dieses mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres möglich. Ein Beispiel?

Ihr Vertrag begann am 01. 04. 2018 und Sie möchten diesen kündigen. Dann muss die Kündigung bis drei Monate vor diesem Termin, also vor dem 01. 01. bei dem Unternehmen eingehen. Wären Sie nun aber bei der Continentalen versichert und möchten kündigen, so gilt eine Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren, erst danach können Sie kündigen. Bedeutet in unserem Fall:

Beginn war 01. 04. 2018, zwei Jahre Mindestlaufzeit enden am 01.04.2020 –> Kündigung bis 31.12.2019 mit Wirkung zum 01.04.2020

Haben wir aber einen Versicherer bei dem Versicherungsjahr = Kalenderjahr ist, so ist es etwas anders. Nehmen wir auch hier einen:

Beginn am 01.04.2018 und eine Mindestvertragslaufzeit von 2 Jahren. Diese endet normalerweise am 01.04.2020. Durch die Tatsache der Kündigung zum Ende des Kalenderjahres, ist dieser Vertrag bei einer Kündigung bis 30.09.2020 aber erst zum 01.01.2021 kündbar.

Gibt es andere „besondere“ Kündigungsmöglichkeiten?

Neben der ordentlichen Kündigung gibt es noch einige andere Gründe. So ist

  • – Eintritt der Versicherungspflicht/ Familienversicherung

ein solcher Grund. Dieser kann durch Arbeitslosigkeit (und dem Bezug von ALG I) oder auch durch eine Aufnahme einer nichtselbstständigen Tätigkeit unter der JAEG eintreten. Wer durch das Anheben der Grenze in 2020 unter diese rutscht, auch für den tritt unter Umständen Versicherungspflicht ein. Mehr Details dazu hier. Auch ein

  • – dauerhafter Wegzug ins Ausland

kann ein solcher Grund sein.

Ebenfalls gibt es auch im laufenden Vertragsverhältnis einen Grund, die

  • – Beitragsanpassung

Ändert (erhöht) der Versicherer die Beiträge, so ergibt sich dadurch ein Sonderkündigungsrecht. In diesem Jahr (2019) betrifft das tatsächlich (soweit bekannt) recht wenige Verträge. Bei der größten Anzahl der Vollversicherten erwartet und keine Beitragsanpassung zum 01.01.2020.

Wann und unter welchen Voraussetzungen die Kündigung wirksam wird

Das größte Problem in solchen Fällen ist aber, dass den Versicherten die Voraussetzungen und nötigen Schritte nicht klar sind. Dabei hat sich vor einigen Jahren, mit Eintritt der Versicherungspflicht, einiges geändert. Eine wichtige Grundlage bildet die Versicherungspflicht. Dazu heißt es im Versicherungsvertragsgesetz. Maßgebend sind hier der §205 in Verbindung mit dem §193.

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 205 Kündigung des Versicherungsnehmers
(…)
(6) Abweichend von den Absätzen 1 bis 5 kann der Versicherungsnehmer eine Versicherung, die eine Pflicht aus § 193 Abs. 3 Satz 1 erfüllt, nur dann kündigen, wenn er bei einem anderen Versicherer für die versicherte Person einen neuen Vertrag abschließt, der dieser Pflicht genügt. Die Kündigung wird nur wirksam, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigungserklärung nachweist, dass die versicherte Person bei einem neuen Versicherer ohne Unterbrechung versichert ist; liegt der Termin, zu dem die Kündigung ausgesprochen wurde, mehr als zwei Monate nach der Kündigungserklärung, muss der Nachweis bis zu diesem Termin erbracht werden.

und dazu heißt es in §193:

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 193 Versicherte Person; Versicherungspflicht
(…)
(3) Jede Person mit Wohnsitz im Inland ist verpflichtet, bei einem in Deutschland zum Geschäftsbetrieb zugelassenen Versicherungsunternehmen für sich selbst und für die von ihr gesetzlich vertretenen Personen, soweit diese nicht selbst Verträge abschließen können, eine Krankheitskostenversicherung, die mindestens eine Kostenerstattung für ambulante und stationäre Heilbehandlung umfasst und bei der die für tariflich vorgesehene Leistungen vereinbarten absoluten und prozentualen Selbstbehalte für ambulante und stationäre Heilbehandlung für jede zu versichernde Person auf eine betragsmäßige Auswirkung von kalenderjährlich 5.000 Euro begrenzt ist, abzuschließen und aufrechtzuerhalten; für Beihilfeberechtigte ergeben sich die möglichen Selbstbehalte durch eine sinngemäße Anwendung des durch den Beihilfesatz nicht gedeckten Vom-Hundert-Anteils auf den Höchstbetrag von 5.000 Euro. (…)

Das bedeutet, Sie müssen

  • – rechtzeitig (3 Monate vor Ende des Vers.-/ Kalenderjahres kündigen

  • – bis dahin eine Bestätigung der neuen Versicherung einreichen

Nur dann wird Ihre Kündigung auch wirksam und Sie können den Versicherer wechseln.

Mehr Infos und Urteile zur Folgeversicherung finden Sie hier.

Welche Risiken bestehen bei einer vorsorglichen Kündigung?

Jetzt ist es nicht mehr lang bis zum 30. September und einige kommen dann gern auf die Idee: „ich kündige einmal vorsorglich“ und schaue dann weiter.

Während für gesetzlich Versicherte eine Kündigung der GKV risikolos möglich ist, sieht das in der PKV etwas anders aus. Die Kündigung ist zunächst eine einseitige Willenserklärung. Wer also seinem Vertragspartner (hier dem Versicherer) erklärt: „ich will kündigen“, der kann das natürlich tun. Die Vorgaben der Versicherungspflicht erstrecken sich aber nur auf die Leistungen im ambulanten und stationären Bereich. Dabei müssen wir hier genauer die Tarife unterscheiden.

Ich habe einen Kompakttarif (ambulant, stationär, Zahn in einem Tarif)

Besteht Ihre Krankenversicherung aus einem solchen Kompakttarif, also einem Tarif welcher Leistungen für ambulante, stationäre und zahnärztliche Leistungen enthält (zum Beispiel der AZP Tarif oder KVS der Hanse Merkur), dann ist nur eine Kündigung des kompletten Tarifs möglich. Reichen Sie hier die Folgeversicherungsbestätigung dann nicht ein, so wird auch diese Kündigung für alle (ambulant, stationär, Zahn) Teile NICHT wirksam. Ihr Risiko für die Kündigung ist also sehr begrenzt. (siehe Abschnitt „Kündigung zurückziehen“)

Ich habe einen Kompakttarif (ambulant + stationär in einem Tarif und einen Zahnbaustein)

Sind Sie aber zum Beispiel im AXA VITAL Tarif versichert und haben auch den Zahnbaustein ZPro versichert, so sieht das anders aus. Durch die Kündigung wird die Axa Ihnen diese vorsorglich für den VITAL bestätigen (Sie müssen ja noch einen Nachweis der Folgeversicherung erbringen), für den Zahnbaustein aber erfolgt die Bestätigung sofort, da dieser nicht der Pflicht unterliegt.

Damit ist die Kündigung für den Zahnbaustein zum Ablauf des Versicherungs-/ Kalenderjahres wirksam.

Ich habe einen Bausteintarif (einzelner Tarif für ambulant, stationär und Zahn)

Wer bei der Süddeutschen Krankenversicherung (SDK) oder zum Beispiel auch bei der Alten Oldenburger versichert ist, der hat so genannte Bausteintarife. Das erkennen Sie, wenn Sie einen ambulanten, einen stationären und einen Zahnbaustein haben. Auch wenn diese in einem Vertrag sind und nur eine Nummer haben, so unterliegen nicht alle Bausteine der Versicherungspflicht.

Heißt aber auch hier: Kündigen Sie den Gesamtvertrag, so müssen Sie (nur) für ambulant und Zahn einen neuen Schutz nachweisen und nur diese Kündigungsteile sind solange schwebend unwirksam. (bzw. richtiger: sie werden erst mit Nachweis der Folgeversicherung wirksam.

Krankentagegeld

Ebenfalls problematisch sind damit hohe Krankentagegelder, wie diese bei Angestellten über der JAEG durchaus üblich sind. Nehmen wir auch hier eine Kündigung an, welche der Versicherer schnell bestätigt. Vielleicht auch deshalb, weil Sie Vorerkrankungen haben und er durchaus „froh ist“, das Risiko los zu werden. In der gesetzlichen Krankenversicherung existiert (aufgrund der Beitragsbemessungsgrenze) eine Begrenzung des Krankentagegeldes. Die Berechnung finden Sie unter dem Punkt „Krankentagegeld„.

Alle Teile des Versicherungsschutzes, welche somit nicht der Pflicht unterliegen, werden daher sofort gekündigt. Auch Bausteine zur Pflegeergänzung, Beitragsentlastung, Kurtagegelder, Krankenhaustagegeld, Optionen oder Auslandsbausteine. Nur die, die der Pflicht genügen müssen, sind unter dem Vorbehalt des Nachweises der Folgeversicherung.

Dann ziehe ich meine Kündigung zurück?

und genau hier beginnt das Problem. Eine Kündigung ist, als einseitige Willenserklärung, dann wirksam. Möchten Sie hier Ihre Meinung ändern und doch bei dem alten Unternehmen bleiben, so ist das Ihr gutes Recht. Aber:

  • – der Versicherer muss einer Rücknahme zustimmen (Ausnahme: Versicherungspflichtbausteine)

  • – der Versicherer kann einen neuen Antrag und neue Gesundheitsangaben verlangen

  • – er führt eine neue Risikoprüfung durch

  • – er bewertet ggf. alles was er aus dem Vertragsverlauf weiß

Das bedeutet auch: Selbst das, was in dem neuen Antrag nicht mehr anzugeben wäre (da die Fristen vorbei sind), selbst das kann der Versicherer hier berücksichtigen. Hatten Sie vor 8 Jahren eine Krebserkrankung und nun müssen Sie nur noch 5 Jahre rückwirkend angeben, so mag das für andere Unternehmen stimmen. Der eigene Versicherer wird diese Information natürlich verwerten.

Kündigung möglich – aber bitte überlegt!

Wenn Sie also die Absicht haben noch vor dem 30. September zu kündigen, dann sollten Sie das überlegt tun. Gelingt es Ihnen nicht einen neuen Schutz zu erhalten und diesen auch final beantragen zu können, so überlegen Sie sich eine Kündigung (also eine vorsorgliche) bitte gut.

Zu oft werden schnell neue Verträge geschlossen und alte beendet und das, ohne die Risiken zu kennen. Auch das Risiko von zwei Verträgen beachten Sie bitte.

Vordrucke für eine Kündigung habe ich Ihnen im Downloadbereich unter „Kündigungsvordrucke“ zusammengestellt. Aber wie gesagt, lassen Sie sich beraten und überlegen genau.

Weitere Informationen finden Sie auch unter den Punkten:

26.
September '16

Beitragserhöhungen und Veränderungen bei den Krankenkassen – Sonderkündigung und Wechseloptionen


Die gesetzlichen Krankenkassen fusionieren weiter und damit verschwinden zum 01. Januar erneut drei Krankenkassen von der Bildfläche. Was genau bedeutet dieses für die Kunden und müssen Sie handeln falls Sie dort versichert sind?

Einige Hintergründe und mehr Informationen auch zur Kündigung finden Sie daher hier in Kürze zusammengestellt.

Beitragserhöhungen in der gesetzlichen Krankenkasse

Kann es nur geben, wenn die gesetzliche Krankenkasse den Zusatzbeitrag erhöht, denn der eigentliche Beitragssatz ist bei 14,6% festgeschrieben, kommt die Kasse mit dem Satz nicht hin, so muss diese einen Zusatzbeitrag erhaben. Das tun auch unzählige Kassen und berechnen dem Arbeitnehmer allein (der AG beteiligt sich hier nicht mehr) einen Beitrag bis zu 1,8%. In einem älteren Beitrag habe ich dort bereits einige Informationen zum Thema Zusatzbeitrag zusammengetragen, hier der Link:

Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen

Oftmals wird das aber durchaus unterschätzt. Es sind ja „nur“ 1,…%, ist doch nicht so viel und dabei lohnt der Aufwand nicht, so oft die verbreitete Meinung. Dabei ist der Wechsel einer gesetzlichen Krankenkasse recht unkompliziert und gar nicht schwer.

Kündigungsfrist in der gesetzlichen Krankenkasse

Eine Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse kann immer zum Ende des übernächsten Monats gekündigt werden und ist risikolos. Das heisst genau, kündigen Sie und vergessen die neue Kasse zu beantragen, überlegen es sich anders oder es kommt sonst etwas dazwischen, so passiert… richtig, gar nichts.

Die Kündigung wird wirksam, wenn das Mitglied innerhalb der Kündigungsfrist eine Mitgliedschaft bei einer anderen Krankenkasse durch eine Mitgliedsbescheinigung oder das Bestehen einer anderweitigen Absicherung im Krankheitsfall nachweist.

Sie sind weder ohne Versicherungsschutz noch endet irgendwas wenn Sie den Wechsel verpassen. Der Schutz der alten Krankenkasse endet erst dann, wenn die neue Krankenkasse bestätigt, dass Sie dort sichert sind und auch diese Bescheinigung bei der alten Kasse angekommen ist. In meinem Downloadbereich habe ich Ihnen bereits die entsprechenden Vordrucke für die Kündigung zusammen gestellt.

Download Kündigungsvordrucke für die GKV

gkv-kuendigungsvordrucke

Der Wechsel der GKV kurz erklärt

Um die gesetzliche Krankenkasse zu wechseln prüfen Sie bitte zunächst, ob Sie sich für einen Wahltarif entschieden haben. Haben Sie mit Ihrer Kasse eine

  • – Selbstbeteiligung
  • – Beitragsrückersattung
  • – besondere Versorgungsformen oder ähnliches

vereinbart haben, so gelten hier für die Wahltarife längere Kündigungsfristen bzw. Mindesvertragslaufzeiten.

Haben Sie keinen der Wahltarife, so wird Ihre Kündigung zum Ende des übernächsten Monats wirksam. Grundlage ist hier der Paragraph 175 des Sozialgesetzbuches V.

(4) Versicherungspflichtige und Versicherungsberechtigte sind an die Wahl der Krankenkasse mindestens 18 Monate gebunden. Eine Kündigung der Mitgliedschaft ist zum Ablauf des übernächsten Kalendermonats möglich, gerechnet von dem Monat, in dem das Mitglied die Kündigung erklärt. Die Krankenkasse hat dem Mitglied unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von zwei Wochen nach Eingang der Kündigung eine Kündigungsbestätigung auszustellen.

Erhebt die Krankenkasse nach § 242 Absatz 1 erstmals einen Zusatzbeitrag oder erhöht sie ihren Zusatzbeitragssatz, kann die Kündigung der Mitgliedschaft abweichend von Satz 1 bis zum Ablauf des Monats erklärt werden, für den der Zusatzbeitrag erstmals erhoben wird oder für den der Zusatzbeitragssatz erhöht wird. Die Krankenkasse hat spätestens einen Monat vor dem in Satz 5 genannten Zeitpunkt ihre Mitglieder in einem gesonderten Schreiben auf das Kündigungsrecht nach Satz 5, auf die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a sowie auf die Übersicht des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen zu den Zusatzbeitragssätzen der Krankenkassen nach § 242 Absatz 5 hinzuweisen; überschreitet der neu erhobene Zusatzbeitrag oder der erhöhte Zusatzbeitragssatz den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz, so sind die Mitglieder auf die Möglichkeit hinzuweisen, in eine günstigere Krankenkasse zu wechseln.

frist-zur-kuendigung-gesetzliche-krankenkasse

Jetzt können Sie sich um die neue Krankenkasse kümmern. Diese sollte nicht nur nach dem Beitrag ausgewählt werden. Auch wenn ein Großteil der Leistungen identisch ist, gibt es doch viele unterschiedliche Punkte. Neben Kursen oder speziellen Programmen bei Erkrankungen sind Zusatzleistungen für verschiedenste Bereiche von den Kassen möglich. Einen genaueren Überblick finden Sie in dem interaktiven GKV Vergleich.

Kassensuche

Nachdem Sie sich hier einen entsprechenden Schutz ausgesucht haben, beantragen Sie diesen über das entsprechende Formular. Danach bekommen Sie eine entsprechende Versicherungsbestätigung, welche an die alte Kasse zu senden ist. Die neue Kasse benötigt hingegen eine Kopie der Mitgliedsbescheinigung der neuen Kasse.

Fusionen 2017 & Beitragserhöhungen

Die SECURVITA wird den Zusatzbeitrag von derzeit 1,1% auf 1,4% erhöhen und bietet damit ein Sonderkündigungsrecht für die Mitglieder.

Drei Fusionen für das Jahr 2017 sind bereits bekannt.

aus BKK Braun Gillette wird pronova BKK nach der Fusion

aus E.ON BKK wird energie-BKK

und aus Vereinigte BKK wird dei BKK VBU

Weitere Fusionen und Anpassungen ergänze ich hier, sobald bekannt.

27.
Dezember '11

Kündigung der privaten Krankenversicherung (PKV) bei Beitragserhöhung zum 01. 01. – jetzt noch kündbar?


Die besinnlichen Weihnachtstage sind vorbei, der Stress in der Vorweihnachtszeit verflogen und so langsam kommt man wieder zu den Alltagsdingen und leider auch zu den weniger erfreulichen Mitteilungen. Aufgrund der zahlreichen Fragen in den letzten Tagen, hier noch einmal zusammenfassend die Fakten und Fristen zur Beitragsanpassung in der PKV und einen damit verbundenen Wechsels.

Grundsätzlich steht jedem Versicherten in der Privaten Krankenversicherung (PKV) ein Sonderkündigungsrecht zu, falls der Versicherer die Beiträge zum 01. 01. 2012 erhöht hat. Doch das Recht besteht nicht unbegrenzt. Die gesetzlichen Regelungen finden Sie in den Musterbedingungen zur Privaten Krankenversicherung (MBKK) und dem Versicherungsvertragsgesetz (VVG).

Der §205 VVG regelt die Kündigung bei Beitragsanpassung. Dort heißt es dazu:

(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb eines Monats nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

Die meisten Versicherer haben Anfang Dezember die Briefe mit den Beitragsanpassungen verschickt. Die Central, Gothaer und DKV teilweise auch schon etwas eher. Daher besteht das Kündigungsrecht meist bis Jahresende, dann aber zum 01. 01. 2012. Hat der Kunde dieses Schreiben also zum Beispiel am 10. 12. bekommen, so besteht auch noch bis 10. 01. 2012 eine Kündigungsmöglichkeit.

Was passiert, wenn das Erhöhungsschreiben nicht angekommen ist?
(mehr …)

25.
März '11

Kündigungsformular zur Kündigung einer Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung


Bereits vor einigen Wochen hatte ich hier im Blog einige Formulare angekündigt und zur Verfügung gestellt.  Dabei habe ich Ihnen die Kündigungsvordrucke für die Private Krankenversicherung, der gesetzlichen Krankenkasse und auch diverser Zusatzversicherungen als Word oder PDF Dokumente zur Verfügung gestellt.

Diese Vordrucke können Sie im Downloadbereich unter „Kündigungsvordrucke“ kostenfrei und als ausfüllbare Dateien herunterladen.

Aufgrund der vielen Nachfragen, finden Sie nun ebenfalls dort die Formulare für die Kündigung einer Berufsunfähigkeitsversicherung mit den Optionen der Beitragsfreistellung und Teilkündigung.

Was und wie gekündigt werden kann, lesen Sie bitte im Blogbeitrag „Wie beende ich eine unpassende Berufsunfähigkeitsversicherung“ nach.

Hier jedoch auch die Direktlinks zu den Formularen.

Kündigung einer Berufsunfähigkeitsversicherung als pdf

oder Kündigung einer Berufsunfähigkeitsversicherung als doc