Artikel mit ‘Kindernachversicherung’ getagged

21.
Mai '15

Was Sie bereits zu Beginn der Schwangerschaft bedenken sollten, zu spät bedeutet nie mehr


Manchmal häufen sich die weniger schönen Nachrichten, gestern war so ein Tag. Nachdem erst ein schwer kranker Mensch Hilfe benötigte, welche diese derzeit auch zu bekommen scheint, erreichte mich gestern noch ein anderer Fall. Auch hier ist eine Situation eingetreten, welche sich nicht mehr korrigieren lässt, gerade deshalb möchte ich aber unbedingt darauf hinweisen. Zunächst einmal sei jedoch klar, es lässt sich nicht jedes Lebensrisiko versichern, man kann sich nicht vor allem und jedem schützen, aber es gibt bestimmte Bereiche, da sichert ein rechtzeitiges Handeln die finanzielle Existenz.

In meinem etwas älteren Beitrag „Tun Sie Ihrem Kind und sich einen Gefallen, da habe ich bereits zum Thema der Pflegeergänzungsversicherung für Kinder geschrieben und (hoffentlich) deutlich machen können, wie wichtig diese Absicherung bzw. die Gedanken daran bereits weit vor der Geburt sind.

Doch was war passiert?

Ein Paar entschließt sich eine Familie zu gründen, ein Kind zu bekommen und auswärts Zweisam- eine Dreisamkeit werden zu lassen. Das ist nicht allzu ungewöhnlich und passiert, zum Glück, viele Male im Jahr. Gerade wenn die Schwangerschaft festgestellt wird und die werdenden Eltern das erste Ultraschallbild mit noch zittrigen Händen festhalten, dann beginnen auch die Wünsche und Gedanken, das hoffentlich alles gut geht.

Jede Entwicklung in der Schwangerschaft wird verfolgt, der Bauch wird größer, der Geburtstermin rückt näher und zwischendurch gibt es durchaus auch die Bedenken, dass etwas nicht ganz glatt laufen könnte. Aber natürlich passiert einem das selbst nicht, natürlich hofft man das alles gut geht und somit überwiegt die Freude und „schlechte Gedanken schnell verdrängt“. Sowas auch in dem Beispiel, von dem ich heute erzählen möchte, erzählen deshalb weil es so richtig ist sich rechtzeitig Gedanken zu machen und sprechende Vorkehrungen zu treffen.

Die Mutter des Kindes informierte also ihren Versicherungsvertreter bei einer großen Gesellschaft über die Schwangerschaft und fragte noch nach welcher Besonderheiten es für die Untersuchungen zu beachten gibt. Dabei sollte noch bedacht werden, für die Mutter bestand Versicherungsschutz für so genannte Regelleistungen, also Mehrbettzimmer und den Dienst habenden Arzt. Nachdem die Fragen geklärt waren, gibt es also nur noch abzuwarten bis zur Geburt.

Leider dann nicht so erfreulich

Neben der Freude über die Geburt des Kindes kam auch die bittere Wahrheit, dass das lang erwartete Baby leider nicht als kerngesundes Kind auf die Welt kam. Eine Vorerkrankung, mehrere kleinere Beeinträchtigungen und ein Tumor bedeuten auf jeden Fall, eine Reihe von weiteren Behandlungen wird nötig sein, Ärzte werden in den nächsten Jahren einer der ständigen Begleiter des kleinen Kindes und es wird natürlich eine ganze Reihe von Kosten verursachen.

Wie sich genau diese Kosten auswirken, ob es Kosten für ärztliche Behandlungen, Krankenhausaufenthalt, Heil-und Hilfsmittel oder gar Kosten bei Pflegebedürftigkeit sein werden, das ist heute noch endlich offen und überhaupt nicht zu sagen. Da bringt auch Spekulationen wenig, wichtig ist nur zu klären wie diese Kosten übernommen werden können.

… und hier liegt der Fehler

Das nun erkrankte Kind, oder besser das nicht vollständig gesund geborene Kind, kann natürlich im Rahmen eines normalen Antrages nicht mehr nachversichert werden. Die Anträge auf eine Kranken- oder Pflegezusatzversicherung werden bei bestimmten Vorerkrankungen schlichtweg abgelehnt. Aber da gibt es durch die Neugeborenennachversicherung, der Versicherer muss doch das Kind versichern? Vollkommen richtig, aber diese Nachversicherung erstreckt sich nun einmal (falls keine andere, verbesserte Regelung in den Bedingungen zu finden ist) nur auf den Versicherungsumfang, den die Eltern abgeschlossen haben.

Die (nun nicht mehr machbar) Lösung

In diesem Falle sind also stationäre Zusatzleistungen nicht nach versicherbar, da die Mutter diese nicht in ihren Versicherungsschutz eingeschlossen hat und der Vater gesetzlich krankenversichert ist. Auch eine stationäre Zusatzversicherung besteht hier leider nicht, auch hier wäre sonst die Option der Nachversicherung zu prüfen.

Leider hat der damalige Berater auch an die Pflegezusatzversicherung nicht gedacht. Wäre es ein Leichtes gewesen, bei Beginn der Schwangerschaft eine entsprechend umfangreiche Absicherung für die Eltern zu wählen. Es wäre simpel zu lösen gewesen, hätte man sich dort entweder um eine Verbesserung des Versicherungsschutzes der Mutter (was zu dem Zeitpunkt problemlos funktioniert hätte) oder um eine stationäre, ambulante und/oder zahnärztliche Ergänzungsvereinbarung zur gesetzlichen Krankenkasse des Vaters gekümmert. Und was noch viel wichtiger ist: die Absicherung der Eltern durch eine Pflegezusatzversicherung hätte auch hier eine Nachversicherung des Kindes und somit eine Absicherung ohne neue Gesundheitsprüfung ermöglicht.

Aufgaben für Kunden und Vermittler

Bereits bei der Familienplanung:

Schauen Sie sich unbedingt den eigenen Versicherungsschutz an. In welchem Umfang sind sie selbst versichert? Welcher Versicherungsschutz besteht für den Vater/die Mutter?

Spätestens bei Beginn der Schwangerschaft, besser vorher:

Jetzt geht es die letzten, wichtigen Vorkehrungen zu treffen. Ist die Mutter und/oder der Vater in der gesetzlichen Krankenkasse versichert, so prüfen Sie unbedingt die Möglichkeit einer ambulanten/stationären und/oder zahnärztlichen Ergänzungsvereinbarung zur GKV. Diese sichert entsprechende (Mehr-) Leistungen und ermöglicht Eltern wie auch dem Neugeborenen einen angepassten und umfangreichen Versicherungsschutz.

Denken Sie jetzt unbedingt an die Bereiche der Pflegeversicherung und sorgen Sie dafür das mindestens ein Elternteil eine entsprechende Absicherung mindestens drei Monate vor Geburt besitzt. Und nehmen Sie bitte nicht den errechneten Geburtstermin, sondern beantragen Sie den entsprechenden Versicherungsschutz sofort. Eine Frühgeburt torpediert sonst die Dreimonatsregel und verhindert den vielleicht dann doppelt wichtigen Versicherungsschutz.

Ist ein Elternteil privat krankenversichert (PKV) so machen sie sich noch einmal Gedanken zu den Auswahlkriterien der privaten Krankenversicherung und überlegen ob die Leistungen, die Selbstbeteiligung und der Versicherungsumfang dementsprechend, was aktuell für Sie wichtig und gewollt ist.

Die letzten Wochen vor der Geburt

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man es kaum erwarten kann das der/die Kleine nun endlich da. Man möchte das Lächeln sehen, es berühren und fühlen und einfach nur eine tolle Zeit zusammen verbringen. Daher bereiten Sie bereits jetzt alles notwendige vor, damit die entsprechende Nachversicherung reibungslos verläuft.

Schon jetzt können die notwendigen Tarife besprochen, nach Meldeformulare oder Anträge ausgefüllt werden und fertig vorbereitet zuhause liegen. Informieren Sie Ihren Berater oder nehmen Sie direkt Kontakt zu mir auf, sobald das Kind auf der Welt ist um alles notwendige zu veranlassen und keine wichtigen Schritte zu vergessen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass das Kind den passenden, notwendigen und vor allem zeitgemäßen Versicherungsschutz bekommt.

Und die Familie aus unserem Beispiel?

Durch die fehlerhafte nicht vollständige Beratung des damaligen Vertreters wurde hier nicht nur die Möglichkeit verspielt dem Kind weitere Leistungen (zum Beispiel gezielte, freie Krankenhauswahl, privatärztliche Behandlung, besondere Leistungen bei Alternativmedizin und vieles mehr) zu sichern, es wurde auch die Bilder zusätzliche Absicherung verschlafen. Dazu gehört neben der Absicherung bei Pflegebedürftigkeit auch zum Beispiel die Option auf eine Nachversicherung in einer Schwere-Krankheiten-Versicherung.

Nochmals und in aller Deutlichkeit. Man kann, muss und soll keineswegs jedes mögliche Lebensrisiko versichern. Aber gerade wenn das Kind krank oder mit Beeinträchtigungen/Behinderungen geboren wird, dann können alle betroffenen Eltern ein Lied davon singen wie schwer ist ohnehin schon ist, auch ohne zusätzlich finanzielle Probleme zu haben. Diese lassen sich auch nicht in jedem Fall mit einer Versicherung lösen, aber Geld zu haben sich mehr oder andere/bessere Behandlungsmethoden zu erkaufen oder sich finanzielle Freiräume für eine optimale Betreuung des Kindes zu sichern, sind zu diesem Zeitpunkt goldwert und sichern im schlimmsten Fall die Zukunft des Kindes.

Und falls Sie diesen Artikel bis hier gelesen haben, aber gar nicht Kunde sondern Berater oder Versicherungsvertreter sind, dann denken Sie bitte bei jedem Gespräch Ihrem Kunden, indem er eine Familienplanung, Schwangerschaft oder dergleichen erwähnt, daran diesen umfassend über seine Möglichkeiten aufzuklären. Die Entscheidung darüber, ob die zukünftigen Eltern bereit und in der Lage sind sich einen solchen umfassenden Versicherungsschutz zu erkaufen, überlassen Sie doch bitte den Eltern selbst und zeigen Ihnen die entsprechenden Möglichkeiten auf. Entscheidet sich der Kunde dagegen, ist auch dieses überhaupt kein Problem, aber informiert werden muss er erst einmal um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

28.
April '15

Das Kind ist unterwegs- die Auswahl der richtigen Versicherung


Zumindest in der Wahrnehmung und in unseren Anfragen ausgenutzten Wochen scheinen wieder deutlich mehr Kinder geboren zu werden. Damit häufen sich auch die Fragen zum richtigen Versicherungsschutz in der Krankenversicherung und ich möchte dieses nutzen um einige wichtige Punkte hier einmal zusammenzufassen.

Gerade wenn die Eltern in unterschiedlichen Systemen (GKV und PKV) versichert sind, vielleicht sogar (noch) nicht verheiratet, dann ist die Frage nach der richtigen und passenden Krankenversicherung nicht ganz einfach zu beantworten und bedarf etwas Vorbereitung. All diese Schritte können Sie schon vor der Geburt erledigen und so den Aufwand nach der Geburt minimieren und voll und ganz ihre Zeit mit ihrem Kind genießen.

Die Kosten der Geburt

Eine der häufigeren Fragen beschäftigt sich damit, wer die Kosten der Geburt des Kindes und gegebenenfalls den damit zusammenhängenden Krankenhausaufenthalt bezahlt. Dabei ist es zunächst einmal egal, ob die Mutter gesetzlich oder privat krankenversichert ist. Wird das Kind als gesundes Neugeborenes ohne eine eigene Krankheitsdiagnose geboren, so werden die Kosten der Geburt immer der Krankenversicherung der Mutter zugerechnet. Ist die Mutter also gesetzlich versichert, zurzeit auch die gesetzliche Krankenkasse die Kosten der Geburt und den stationären Aufenthalt für Mutter und Kind.

Ist die Mutter privat krankenversichert, so übernimmt der Versicherer die Kosten für die Geburt und soweit versichert auch Kosten für das Ein- oder Zweibettzimmer und/oder eine wahlärztliche Behandlung. Viele Tarife enthalten zudem Leistungen wie eine Geburtspauschale oder eine x-fache Leistung aus dem Versicherten Krankentagegeldtarif, welche nach Geburt des Kindes auf Anforderung ausgezahlt werden. Vergessen Sie also nicht, auch wenn das Kind nicht in ihrer PKV versichert werden soll, eine solche Leistung zu prüfen und gegebenenfalls bei Ihrem Versicherer abzufordern.

Wird das Kind hingegen als nicht gesundes Kind geboren und musste im Krankenhaus behandelt werden, so entstehen die Kosten in der (zukünftigen) Krankenversicherung des Kindes. Dabei muss das Krankenhaus wissen, ob das Kind zukünftig gesetzlich oder privat krankenversichert ist. Ist es in einer privaten Krankenversicherung (bzw. soll es dort rückwirkend zum Tag der Geburt nach versichert werden) so sind die Voraussetzungen der Neugeborenennachversicherung zu prüfen. Hierfür ist es bei den meisten Unternehmen erforderlich, dass ein Elternteil mindestens drei Monate bei diesem Unternehmen versichert war. Der Versicherungsschutz besteht maximal in dem Umfang, in dem ein Elternteil versichert ist. Wer also selbst Leistungen für das Ein- oder Zweibettzimmer versichert und vielleicht noch eine Chefarztbehandlung, der bekommt diese auch für sein Kind. Einige Unternehmen lassen für Kinder auch besseren Versicherungsschutz zu, dieses ist jedoch nicht die Regel. Für das Kind im Rahmen dieser Nachversicherungsgarantie angemeldet, so muss dieses innerhalb von zwei Monaten nach Geburt passieren und erfolgt rückwirkend zum Geburtstag.

Die Kosten für die Behandlung des (nicht gesunden) Kindes

Für die Kosten der Behandlung des nicht gesunden Kindes kommt dann die private Krankenversicherung auf. Soll das Kind in die gesetzliche Krankenkasse, so achten Sie bitte darauf das dem Krankenhaus dieses bekannt ist und nicht versehentlich eine Privatrechnung geschrieben wird.

Die Kosten für Vorsorgeuntersuchungen, meist die U1 (bei Geburt) und U2 (3.-10. Tag) trägt in jedem Fall die Versicherung des Kindes.

Familienversicherung in der GKV oder doch privat?

Generell gilt, wenn die Eltern in unterschiedlichen Systemen versichert sind kann das Kind immer in der gesetzlichen oder aber in der privaten Krankenversicherung versichert werden. Dabei spielt es keine Rolle wer mehr verdient, das ist es dann entscheidend wenn es um die Frage geht ob das Kind in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei versichert werden kann (Familienversicherung gemäß Paragraph 10 SGB V) oder einen Beitrag zahlen muss. In der Krankenkasse der Mutter oder des Vaters kann es auf jeden Fall versichert werden.

Die folgende Übersicht zeigt Ihnen, ob für das Kind ein Beitrag zu zahlen ist oder beitragsfreie Versicherungsschutz besteht. Kinder wo versichern 2015

Aber selbst wenn sie hier zu dem Ergebnis kommen sollten, das Kind hat keinen beitragsfreien Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenkasse, so kann es doch gegen Beitrag dort angemeldet werden. Die Systeme sind sehr unterschiedlich und haben beide Vor- und Nachteile. Oftmals wird das Krankengeld bei Erkrankung eines Kindes als entscheidender Vorteil für die gesetzliche Krankenkasse angeführt. Dieses ist ein Leistungsbausteinen den es in der privaten Krankenversicherung (mehr …)

02.
April '15

Hallesche Krankenversicherung mit Verbesserungen und Optimierungen


Die Hallesche Krankenversicherung, einer der ältesten privaten Krankenversicherer, optimiert ihre Annahmepolitik und einige Modalitäten in der Privaten Krankenversicherung (PKV). Welche das genau sind und was diese für die Kunden bedeuten, das lesen Sie hier.

1. Kinder nun auch allein versicherbar 

Die alleinige Versicherung von Kindern und Neugeborenen ist nicht unbedingt die beliebteste Kundengruppe der Versicherer. Allein durch Impfungen und U-Untersuchungen werden die Prämien in den ersten Jahren oftmals aufgefressen. Daher versicherten und versichern viele Gesellschaften Kinder nur unter bestimmten Umständen, meist wenn ein Elternteil dort versichert ist. Hierbei geht es nicht um die so genannte Neugeborenennachversicherung (–> Was ist das?), sondern um die Versicherung mit einem Antrag und entsprechenden Gesundheitsfragen. Kleine Kinder werden hier oft zudem nur unter Vorlage der U Untersuchungsberichte versichert.

Die Hallesche Krankenversicherung versichert ab sofort (technisch erst ab 20.4. dokumentierbar) auch Kinder allein, also ohne das Vorhandensein einer PKV oder sonstigen Absicherung für die Eltern. Welche Gesellschaften das noch tun, das lesen Sie gern in meiner aktualisierten Übersicht nach.

Kinder-allein-ausschnitt2. Krankentagegeld ohne Gesundheitsprüfung nachversicherbar- besonders wichtig auch für Beamte

Das Krankentagegeld (–> Was ist das?) gehört zu einem der elementaren Bausteine der Privaten Krankenversicherung. Hiermit schützen Sie sich gegen die finanziellen Folgen der Krankheit. Sind nun jedoch Berufsgruppen versichert, welche derzeit keinen Bedarf haben (Schüler, Studenten), so kann dieses zum großen Problem werden. Entsteht nämlich später der Wunsch nach einer Absicherung gegen Krankentagegeld, so konnte diese bisher nur mit einer neuen Gesundheitsprüfung nachversichert werden. Wer nach seinem Studium einen Job bekam und in der PKV bleiben wollte, der musste ggf. aufgrund von Vorerkrankungen mit (hohen) Zuschlägen rechnen, oder zwangsweise zurück in die GKV, denn nur hier war eine solche Absicherung möglich.

Ab sofort ist eine Nachversicherung eines Krankentagegeldes ohne Gesundheitsprüfung bis zum Alter 35 möglich und sichert so die so wichtige Absicherung bei Krankheit. Ist in der Krankenvollversicherung ein Risikozuschlag vereinbart, gilt der Risikograd auch in der Tagegeldabsicherung. Auch wenn (bisher ohne KT) vollversicherte Kunden in die GKV zurück müssen (zum Beispiel bei Ende des Studiums), dann Versicherungspflicht eintritt, gilt bei „zurückwechseln“ in die PKV diese Möglichkeit der Nachversicherung.

Besonders wichtig ist dieses auch für Beamte. Diese benötigen während der Zeit als Beamte kein Krankentagegeld, da die Bezüge auch dann weitergezahlt werden. Wer nun aber als Beamter zum Beispiel in die freie Wirtschaft zurück wechseln möchte und ein entsprechenden Job-Angebot annehmen, der musste früher auf das KT verzichten oder teils hohe Zuschläge in Kauf nehmen. Damit ist nun Schluss. Die Hallesche Krankenversicherung gestattet den Beamten ohne Altersbegrenzung die Nachversicherung eines Krankengeldes in der PKV, sobald der Vertrag von Beihilfe auf Normaltarife umgestellt wird.

3. Kunden in Ausbildungstarifen mit Nachversicherung der Wahlleistungen stationär und mit mit JOKERflex kombinierbar

Wer bisher in den Ausbildungstarifen versichert war, hat sich aufgrund der finanziellen Belastung oft für Tarife mit Regelleistungen entschieden. Auf die Mitversicherung von Wahlleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer und der privatärztlichen (Chef-)Behandlung wurde verzichtet. Nach der Ausbildung und mit mehr Einkommen möchten viele Kunden diese jedoch haben- bisher nur mit Gesundheitsprüfung und dem Risiko von Zuschlägen oder Ablehnung. Ab sofort ist die Nachversicherung der Wahlleistungen stationär für Kunden in Ausbildungstarifen möglich mit einer Risikoprüfung möglich. Zum Ausbildungsbeginn kann diese Mehrleistung aber auch ohne Prüfung mitversichert werden, wenn zu dem Vertrag die Option JOKERflex versichert wurde, welche nun auch mit Ausbildungstarifen kombinierbar ist. Wie die genau funktioniert und was der Tarif bedeutet gibst –> hier nachzulesen.

4. Änderungen bei Eintritt der Versicherungspflicht 

Wer kurzzeitig arbeitslos wird oder in einer neuen Tätigkeit unter der Grenze verdient um in der PKV bleiben zu können, der kann seine PKV zum Eintritt der Versicherungspflicht kündigen. Das ist bei allen Unternehmen so und eine gesetzliche Garantie. Doch die Hallesche erweitert die Möglichkeiten der Umstellung oder des Erhaltes des höhenwertigen, privaten Schutzes bei Einritt der Versicherungspflicht in der GKV.

a) Eine Zusatzversicherung kann ohne Risikoprüfung fortgesetzt werden, sofern zur Vollversicherung keine Leistungserhöhung erfolgt.
b) Teile der Alterungsrückstellung aus der Vollversicherung werden in der Zusatzversicherung sofort beitragsmindernd angerechnet, sofern gleiche Leistungsbereiche weiter versichert werden (z.B. Zahn, Wahlleistungen).
c) Bislang mussten die Kunden die Fortführung einer Zusatzversicherung gemeinsam mit der Kündigung erklären. Nun haben sie bis 3 Monate nach Eintritt der Versicherungspflicht Zeit, sich für eine Zusatzversicherung zu entscheiden und von diesen Vorteilen zu profitieren.

5. Änderung bei GmbH Geschäftsführern und dem Krankengeld

Diese, letzte Änderung, betrifft einen kleinen Teil der Versicherten, ist aber für diese elementar. Die Rückversicherung der GmbH für das Krankengeld eines GmbH Geschäftsführers im Tarif KTAR wurde auf bis zu 500EUR/Tag erhöht. So lassen sich auch für GmbH’s und deren leitende GF die Ausgaben im Krankheitsfall rückversichern und die Kosten begrenzen.

Die Änderungen im Punkt 4, bei Eintritt der Versicherungspflicht sind ab sofort bereits gültig und werden schon angewendet. Alle anderen Änderungen sind ab dem 20. April 2015 technisch abzuwickeln und werden dann policiert.

Bei den Änderungen, insbesondere der Nachversicherung des KT ohne Gesundheitsprüfung (Nr. 2), aber auch den anderen Punkten sind es noch keine rechtsverbindlichen Versicherungsbedingungen. Für eine Verbindlichkeit und Einklagbarkeit bedarf es daher einer rechtsverbindlichen Erklärung oder Erwähnung in der Police.

18.
Februar '15

Nachforderung von der gesetzlichen Krankenkasse, rückwirkend Beiträge für mein Kind


„Die gesetzlichen Kassen brauchen Geld!“

Das ist jetzt nichts generell neues, auch nicht das (berechtigte) Forderungen zum Krankenversicherungsbeitrag durchgesetzt werden und eine entsprechende Rückforderung an den Kunden geschickt wird. Solche Briefe mit Nachforderungen erreichen in diesen Tagen eine Vielzahl von Versicherten. Dort geht es insbesondere um Beitragsnachforderungen für die bisher beitragsfrei versichert Kinder in der gesetzlichen Krankenkasse. Viele Kassen haben es in der Vergangenheit etwas „schleifen lassen“ und nicht kontinuierlich nachgefragt, wie denn die finanzielle und familiäre Situation genau aussieht.

Wo muss denn das Kind versichert sein?

Eine allgemeine Aussage kann hierzu nicht getroffen werden, da jeder Fall individuell zu berücksichtigen ist. Dennoch ist es oftmals leider so, dass die gesetzlichen Krankenkassen von einer Hochzeit keiner Kenntnis bekommen und dieses auch nicht anderweitig automatisch erfragen. Vor der Hochzeit hat das (gemeinsame) Kind durchaus den Anspruch, freiwillig und beitragsfrei in der Familienversicherung der Mutter (in deren gesetzlicher Krankenkasse) versichert zu sein.

Sind beide Eltern gesetzlich krankenversichert, so stellt sich diese Frage auch dann nicht, da das Kind sowohl in der eigenen als auch in der gesetzlichen Krankenkasse des Partners versichert sein darf. Hat das Kind kein eigenes Einkommen und erfüllt ist die sonstigen Voraussetzungen, so ist es beitragsfrei in der gesetzlichen Krankenkasse versichert.

Die hier dargestellte Übersicht verdeutlicht recht einfach, ob für das Kind ein kostenfreier Schutz besteht.

Wo ist das Kind zu versichern

Achtung Hochzeit! An diesem vielleicht schönsten Tag des Lebens ändert sich nicht nur im eigenen Leben etwas, sondern unter Umständen auch etwas an der gesetzlichen Krankenkasse des Kindes. Denn ist ein Partner privat krankenversichert, so ist jetzt genau zu prüfen ob weiterhin eine beitragsfreie oder eben nur eine beitragspflichtige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse für das Kind möglich ist.

Zu beachten ist hierbei noch die Berücksichtigung des Einkommens des Partners. Hierbei muss geprüft werden ob das Einkommen über oder unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) liegt. Bei einem Angestellten ist es recht einfach, hier liegt der Berechnung das sozialversicherungspflichtige Bruttoeinkommen zu Grunde. Etwas anders und deutlich komplizierter sieht die Situation bei Freiberuflern oder Selbstständigen aus. Hier geht es nicht mehr (mehr …)

24.
Juli '14

Tun Sie (sich und) ihrem Kind etwas Gutes- die Nachversicherungsoption in der Pflegeergänzungsversicherung


Es gibt so Fälle, Anfragen und Geschichten, da muss ich als Makler der sich schon mehr als 14 Jahre im PKV und BU Absicherungsgeschäft tummelt, auch schlucken. Gerade wenn es um schwere Krankheiten und Behinderungen bei Kindern geht und diese zudem noch nicht ausreichend abgesichert sind oder einfach falsch/ nicht vollständig beraten wurden.

In der letzten Woche fragte ein Kollege nach einer Absicherung eines Kindes. Das Kind war zu früh geboren und zudem mit einer bzw. wohl mehreren körperlichen und geistigen Behinderungen auf die Welt gekommen. Neben dem Down Syndrom gab es weitere Erkrankungen und auch wenn das heute nicht vorherzusagen ist und niemand weiss wie sich die Medizin entwickelt, eines scheint klar zu sein, das Kind wird lebenslange Pflege benötigen und immer auf fremde Hilfe angewiesen sein.

Wie viel Menschen sind Pflegebedürftig?

Aufschluss über die „Größe des Problems“ gibt die Pflegestatistik des Bundes. Leider liegen derzeit öffentlich nur die Zahlen 2011 vor, was aber unerheblich ist für das Problem, denn die Anzahl steigt eher, als sie fällt:

Pflege nach Alter 2011

Bei Kindern und Jugendlichen handelt es in vielen Fällen um eine sehr lange Pflege, da diese oft auf Krankheiten oder angeborene Schäden zurück zu führen ist. Die finanziellen Folgen einer solchen (lebenslangen) Betreuung sind noch nicht absehbar, klar ist aber: Es wird Geld kosten, viel Geld.

Selbst wenn in jungen Jahren des Kindes die Pflege noch durch die Eltern übernommen werden kann (diese dann aber oftmals nicht mehr arbeiten können und dadurch das Einkommen fehlt), irgendwann ist dieses nicht mehr möglich.

Absicherung der Pflege für Kinder?

Wie in dem oben genannten Bild gut zu erkennen, es gibt derzeit mehr als 67.700 Kinder die Pflegebedürftig sind. Dabei handelt es sich „nur“ um 3% der Pflegebedürftigen insgesamt, das ist jedoch vollkommen irrelevant. Wichtig ist zu wissen, das Kosten im vierstelligen Bereich jeden Monat aufs neue anfallen. Das ist nicht nur die Betreuung, häusliche Krankenpflege, spezielle Kindergärten und Schulen und vieles mehr.

Wird das Kind gesund geboren, ist eine solche Absicherung völlig problemlos zu bekommen. Antrag stellen und fertig! (Man muss es auch machen, nicht nur denken „ich könnte es mal“.

Bestehen aber schon bei Geburt Erkrankungen oder Behinderungen oder werden diese kurz nach Geburt festgestellt, so ist ein Abschluss verbaut. Die Gesundheitsfragen in der Pflege sind zwar bei vielen Gesellschaften reduziert und nicht so umfangreich wie in der Krankenversicherung, dennoch ist es nicht ganz so einfach einen Schutz zu bekommen. Ein Beispiel für die Fragen sähe so aus:

Fragen Hallesche Olga

Es geht doch! Nachversicherung über die Eltern

Etwas anders sieht es aber aus, wenn die Eltern bereits eine eigene Absicherung haben und das Kind danach geboren wird. Auch hier gelten, wie in der Privaten Krankenversicherung, die Optionen zur Kindernachversicherung. So muss das Kind (bis zur Höhe des Schutzes der Eltern) keine Gesundheitsprüfung durchlaufen und kann einfach angemeldet werden. Selbst wenn dann sofort Pflegebedarf besteht, so ist der Versicherer von Beginn an in der Leistungspflicht, im „schlimmsten Fall“ schon dann, wenn noch nicht einmal die erste Prämie abgebucht wurde.

Ungeachtet dessen, das eine Pflegeversicherung sinnvoll und notwenig ist und jeder einen ergänzenden Schutz haben sollte, ungeachtet dessen ist gerade bei Kinderwunsch eine solche Absicherung unerlässlich.

Und nein, kurz vor der Geburt abschließen geht nicht, denn für die Nutzung der Kindernachversicherung muss der Schutz mindestens 3 Monate bestehen.

Was kostet der Schutz? 

50 EUR Tagegeld in der Pflegeversicherung (hier Tarif Olga Flex) und somit monatlich 1.500 EUR zusätzlich verfügbar für Pflege, Förderung und/ oder technische Hilfsmittel erfordern einen Beitragsaufwand von 8 EUR monatlich.

Noch Fragen? Mehr Infos zur Pflegeergänzung auch hier.