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03.
Dezember '18

Durch Vorauszahlung der Privaten Krankenversicherung kräftig sparen


Ich hatte bereits im letzten Jahr zu der Möglichkeit geschrieben, durch eine Vorauszahlung in der privaten Krankenversicherung einiges an Geld zu sparen. Das geht nicht immer und für alle, aber für einen Teil der Versicherten bringt dieses doch einige tausend Euro an Ersparnis. Wie es geht und was genau zu beachten ist, das lesen Sie hier im Beitrag.

Vorteile der PKV Vorauszahlung

  • – Je nach Versicherer erhalten Sie bis zu 4% Skonto, wenn die Beiträge vorausgezahlt werden

  • – dazu kommt- je nach persönlichen Verhältnissen- eine Steuerersparnis in nicht unerheblicher Höhe

Nachteile der PKV Vorauszahlung

  • – Kapital muss da sein

  • – maximal lassen sich 2,5 Jahresbeiträge (also 30 Monate) die Beiträge vorauszahlen

  • – auch der Arbeitgeberanteil muss vorausgezahlt werden

  • – nur sinnvoll, wenn andere Vorsorgeaufwendungen vorhanden sind (Arbeitslosen-, Haftpflicht-, Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherungen, Komfortleistungen aus der PKV, Krankentagegeldschutz und einige Lebensversicherungen)

Für wen eignet sich das Modell?

All diejenigen, welche das Kapital verfügbar haben und dieses nicht anderweitig benötigen, für diese lohnt sich eine solche Vorauszahlung. Durch die Kombination aus Steuerersparnis und einem eventuell vorhandenen Rabatt aus der PKV kommen hier schnell beträchtliche Beträge und damit Renditen über 6% pro Jahr zusammen.

Wo sind die Grenzen des Modells oder für wen passt es nicht?

Haben Sie keine sonstigen Aufwendungen, also keine anderen Versicherungen als Vorsorgeaufwendungen wie zu Beginn des Beitrages genannt, dann macht es weniger Sinn. Natürlich bekommen Sie auch dann einen Rabatt in Form eines Skonto von Ihrer PKV, jedoch verpufft dann der steuerliche Effekt der Vorauszahlung und es bleibt nur das Skonto.

Auch wer verheiratet ist und bei dem der Partner/ die Partnerin gesetzlich versichert ist, der hat hier eher das Nachsehen. Durch die Anrechnung der Beiträge des Ehepartners (welche als GKV Beiträge nicht vorausgezahlt werden können, egal ob freiwillig oder pflichtig in der GKV), entstehen auch in den Folgejahren Kosten, welche die Vorsorgebeträge ausschöpfen.

Grundlage des Modells – Einkommensteuerrecht?

Der Hintergrund des Modells ist recht einfach erklärt. Normalerweise werden die Beiträge zur Basiskranken- und Pflegepflichtversicherung steuerlich angerechnet. Auch die Beträge, welche tatsächlich ausgegeben werden und die Höchstbeiträge überschreiten werden angerechnet und haben einen steuerlichen Effekt. Das gilt aber eben nur für den Basisschutz. Ist der PKV Tarif leistungsfähiger, ist der aufgewendete Beitrag nur anteilig zu berücksichtigen.

Auch alle anderen Versicherungen wie Arbeitslosen-, Haftpflicht- und Unfallversicherungen, Schutz gegen Berufsunfähigkeit und einige Lebensversicherungen sind theoretisch anrechenbar. Aber in der Praxis wirken sich diese meist nicht aus, da für die Steuerpflichtigen Höchstbeiträge bestehen und diese meist schon durch die Krankenversicherung dann ausgeschöpft werden.

Wo liegen die Höchstbeiträge?

Um den für Sie richtigen Höchstbeitrag zu ermitteln, ist zunächst eine Frage wichtig.

Sind Sie Beihilfeberechtigte(r) oder Arbeitnehmer mit einem steuerfreien AG Zuschuss?

Dann gelten für Sie maximal 1.900 EUR pro Jahr als Höchstbetrag.

Sind Sie Steuerpflichtige(r) und zahlen die Beiträge zur Krankenversicherung allein?

Dann beträgt Ihr Höchstbetrag der abzugsfähigen Vorsorgeaufwendungen 2.800 EUR pro Jahr.

Bei zusammen veranlagten Ehepartnern wird zunächst für jeden Ehegatten nach dessen persönlichen Verhältnissen der Freibetrag bestimmt. Diese werden dann zu dem gemeinsamen Höchstbetrag addiert.

Ist einer selbstständig und einer Angestellt, sind es also 2.800 + 2.800 EUR = 5.600 EUR. Bei zwei Angestellten dann 1.800 + 1.800 EUR = 3.600 EUR und so weiter.

Wie funktioniert es nun genau?

Das lässt sich am schnellsten mit einer Beispielrechnung erklären. Nehmen wir daher zwei unterschiedliche Fälle als Modell und beginnen mit einem Angestellten. Ausgangslage ist ein monatlicher PKV Beitrag von 700 EUR und davon entfallen 500 EUR auf die Basisabsicherung. Bei Angestellten ist auch noch zu beachten, dass im Folgejahr der Zuschuss vom Arbeitgeber weiter erhalten wird und damit Einkommen ist, wenn auch ein steuerfreies Einkommen.

Unser Angestellter hat einen angenommenen Steuersatz von 35%. Weiterhin besitzt er eine Unfallversicherung mit 200 EUR, weitere Haftpflicht-, Arbeitslosen- und Berufsunfähigkeitsversicherungen mit 2.700 EUR Kosten pro Jahr.

Ohne Vorauszahlung

Zahlt der Versicherte jeden Monat seine Beiträge zur Privaten Krankenversicherung und bekommt die 6.000 EUR (500*12, ggf. abzgl. AG Zuschuss) angerechnet. Hierdurch sind in den kommenden 4 Jahren 24.000 EUR abzugsfähig. Die weiteren Kosten für die Komfortleistungen in der PKV (die Differenz aus den 700 EUR und dem Basisschutz von 500 EUR, also 200 EUR pro Monat = 2.400 EUR pro Jahr) und aller weiteren Versicherungen verpuffen einfach.

Mit Vorauszahlung

Werden nun die Beiträge zur Krankenversicherung vorausgezahlt, so sind diese im Jahr der Vorauszahlung (zu max. 2,5 Jahresbeiträgen) anrechenbar. Auch die, im gleichen Jahr bereits monatlich bezahlten PKV Beiträge bleiben in Höhe der Basistarife anrechenbar.

Dadurch werden in dem Jahr der Vorauszahlung alle PKV Beiträge bezahlt, in den beiden Folgejahren fallen also keine Beiträge dafür mehr an und es sind die Vorsorgebeträge „frei“ für andere Versicherungen.

Somit können nun die (sonst nicht abzugsfähigen) Beträge angesetzt werden. In beiden folgenden Jahren bleiben unserem Versicherten damit 1.900 EUR + 1.900 EUR = 3.800 EUR mehr anrechenbare Aufwendungen, welches zu einer Steuerersparnis von ca. 1.300 EUR + ca. 74 EUR Soli Zuschlag führt. Dazu kommt das Skonto, wenn denn der Versicherer ein solches gewährt.

Wer alle Vorteile nutzen kann, der spart hier bei einer Vorauszahlung von 2 Jahren über 2.000 EUR.

Eine durchaus schöne Rendite, auch wenn dazu erst einmal 16.000 EUR Kapital notwendig sind. In unserem Beispiel entspricht das einer Rendite von über 6% pro Jahr. Das ist heute bei den Zinsen kaum zu erreichen.

Selbstständige und Freiberufler mit höheren Abzugsbeträgen

Bei denen, die keinen Arbeitgeberzuschuss bekommen, gelten die höheren Abzugsbeträge. Legen wir sonst gleiche Beträge zugrunde, dann liegt eine Ersparnis hier bei 2.739 EUR bei zwei, oder 1.369 EUR bei Vorauszahlung für ein Jahr.

Zur besseren Darstellung finden Sie einen kleinen Modellrechner, welchen Sie für eine erste Übersicht nutzen können. Dieser Rechner und auch der Artikel können und sollen keineswegs eine steuerliche Beratung ersetzen, sondern geben Ihnen einen Anhaltspunkt der Auswirkungen. Bei steuerlichen Fragen stehen Ihnen Ihr Steuerberater oder andere zur Steuerberatung berechtigte Personen zur Verfügung, bitte wenden Sie sich dann an diese.

Modellrechner PKV Vorauszahlung HIER ALS Excel Datei herunterladen

Zählen auch Beiträge meiner Kinder dazu?

Ja, wenn die Kinder (für deren Unterhalt Sie verantwortlich sind) in der privaten Krankenversicherung versichert sind, dann sind auch deren Beiträge (für die Sie dann aufkommen müssen) steuerlich berücksichtigungsfähig. Somit wirkt sich eine Vorauszahlung dort auch entsprechend aus.

Was passiert bei einer Beitragsanpassung?

Muss der Krankenversicherer den Beitrag anpassen, so ändert auch eine bereits geleistete Vorauszahlung nichts. Die Anpassung gilt natürlich auch für die Beiträge, welche bereits bezahlt wurden. Dabei erhalten die Kunden dann eine Nachberechnung über den Betrag, der der Erhöhung entspricht und zahlen den dann entweder nach (was aber meist nicht sinnvoll ist) oder die Vorauszahlung verkürzt sich um den entsprechenden Betrag. Dann wären zum Beispiel statt 30 nur 28 Beiträge vorausgezahlt, je nachdem wie die Anpassung ausfällt. In dem Jahr, in dem die Anrechnungsbeträge für andere Versicherungen genutzt werden, sollte dann auch ein solcher Betrag nicht nachgezahlt werden.

Bekomme ich den Arbeitgeberanteil weiter?

Klar, denn nur weil Sie etwas vorauszahlen ändert sich an dem Zuschuss des Arbeitgebers natürlich nichts. Hier zahlt dieser ihnen weiter den monatlich steuerfreien Zuschuss auf Ihr Gehalt.

Achtung: Bei Arbeitnehmern ist dieses- wie oben erwähnt- dann eine steuerfreie Einnahme in dem jeweiligen Jahr wo keine KV Beiträge gezahlt werden. Diese meldet der Arbeitgeber aber automatisch an das Finanzamt.

Was muss ich bis wann tun?

Bei den meisten Gesellschaften liegt die Frist MITTE DEZEMBER. Bis zu dem Datum müssen auch die Beträge bezahlt sein, damit diese noch steuerlich wirken sollen. Daher wenden Sie sich möglichst schnell an die Gesellschaft und fragen die genauen Beträge an.

Zunächst einmal können Sie überschlägig selbst ermitteln, welche Liquidität hierzu erforderlich ist. Ist diese vorhanden und können Sie diese auch kurzfristig an den Versicherer überweisen, so gehen Sie am besten wie folgt vor.

Für die Anfrage per Mail/ Fax können Sie folgendes Muster verwenden:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte bei meinem Vertrag zur privaten Krankenversicherung mit der Versicherungsnummer: ________ die Vorauszahlung nutzen. Bitte teilen Sie mir mit, in welchem Umfang dieses bei Ihnen möglich ist und beantworten die folgenden Fragen:

1.) Wie hoch ist der Nachlass bei jährlicher Zahlweise?
2.) Für welchen Zeitraum ist eine Vorauszahlung der Beiträge zur PKV und Pflege maximal in meinem Vertrag möglich?
3.) Bitte nennen Sie mir die Vorauszahlungsbeträge für die a.) Vorauszahlung für ein Jahr und b.) maximal mögliche Vorauszahlung.
4.) Bis zu welchem Termin muss der Betrag bei Ihnen eingehen?
5.) Bitte nennen Sie mir eine Bankverbindung oder teilen Sie mir mit, wie ich eine geänderte Lastschrift bei Ihnen beauftragen kann.
Für Ihre Mühe vielen Dank!

Die Antwort können Sie mir, aufgrund der knappen Frist bis zum Jahresende, auch gern per E-Mail an: _______ zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

XXX“

Nachdem Sie die Antworten und Beträge erhalten haben, weisen Sie den Betrag entsprechend an und lehnen sich zurück. Viel Erfolg!

(PS: Wer solche Vorauszahlung schon nutzt, posten Sie gern die gewährten Rabatte und maximalen Vorauszahlungen hier unter dem Beitrag als Kommentar, so sammeln wir diese mal branchenweit)

Hallesche KV: 3%

Barmenia KV: 4%

Grundlage ist unter anderem der §10 Abs. 1 Nr. 3 EStG. Die Erklärungen können Sie in den Ausführungen des Bundesfinanzministeriums nachlesen:

23.
November '18

Dynamik – wird es dann jedes Jahr teurer und muss ich das hinnehmen?


Die Dynamik ist, auch wenn es nur ein kleiner Baustein im Vertrag ist, immer noch etwas was zu Verwirrungen führt. Aufgrund vieler Rückfragen hier einmal einige Erklärungen zur dynamischen Erhöhung, welche sich zum Beispiel in einer Berufsunfähigkeitsversicherung finden sollte.

Was ist die Dynamik?

Die dynamische Erhöhung ist nichts anderes, als ein Versprechen des Versicherers Ihnen jedes Jahr eine Dynamisierung, also eine Erhöhung des Versicherungsschutzes anzubieten. Die Betonung liegt auf anzubieten, denn es ist lediglich ein Angebot, welches der Versicherer Ihnen jährlich macht/ machen muss.

Dabei wird der monatliche Beitrag und gleichzeitig die Leistung des Vertrages (also zum Beispiel die BU Rente) um einen vorher vereinbarten Prozentsatz erhöht. Sie wissen also heute schon, wie das Angebot der Erhöhung in den nächsten Jahres aussieht. Bei einigen Unternehmen lassen sich unterschiedliche Modelle wählen.

  • – Erhöhung des Beitrages und der Leistung um X Prozent der Anfangsbeträge (Rente, Beitrag)

  • – Erhöhung um X Prozent des Vorjahresbeitrages

  • – Erhöhung um den Anstiegsbetrag der gesetzlichen Rentenversicherung

Je nachdem was vereinbart ist, bekommen Sie alle 12 Monate von Ihrem Versicherer Post mit den neuen Werten für das Folgejahr. Dieses Angebot können Sie annahmen oder ablehnen, mehr dazu und auch die zu beachtenden Punkte finden Sie weiter unten.

Sollte ich diese bei Vertragsabschluss wählen?

Ja, das sollten Sie immer. Es ist kein Nachteil eine dynamische Anpassung zu wählen. Der entscheidende Vorteil liegt aber dann in der MÖGLICHKEIT von einer Erhöhung der versicherten Rente (und natürlich des Beitrages) bei Bedarf Gebrauch zu machen. Der entscheidende und wichtigste Aspekt dabei, es ist eine Anpassung ohne neue Gesundheitsprüfung. Auch wenn Sie also krank werden, andere oder neue Gebrechen und Beschwerden dazukommen, so bekommen Sie hierfür bei Nutzung der Dynamik keinen Zuschlag, keinen Ausschluss oder sonstige Einschränkungen.

Warum ist diese Anpassung wichtig?

Dafür gibt es mehrere Gründe. Auf der einen Seite lässt sich damit die Entwertung des Geldes über die Jahre ausgleichen. So kann eine Nutzung der Dynamik verhindern, dass eine Rente von 2.000 EUR zu Beginn im weiteren Verlauf (und unter Berücksichtigung der Inflation) nur noch 1.800 EUR wert ist und irgendwann nicht mehr reicht. Der

Inflationsausgleich

ist somit ein ganz entscheidender Aspekt. Aber auch ein anderer Grund spricht für die Dynamik. Egal ob Sie tarifgebunden beschäftigt sind, oder Ihr Arbeitgeber eigene Regeln hat, eine

Einkommenssteigerung

in regelmäßigen Abständen kann auch hier ausgeglichen werden. Damit ist keineswegs ein Karrieresprung und damit sofort 200, 300, 500 EUR monatlich höherer Bedarf gemeint, aber eine normale Einkommensentwicklung ist damit schon auszugleichen. Für Karrieresprünge gibt es zum Beispiel die Nachversicherungsgarantie.

Was passiert, wenn ich diese nicht nutzen möchte?

Bei Vertragsabschluss bekommen Sie meist schon eine Tabelle, wie sich eine solche dynamische Anpassung entwickelt. Genau das verstört aber oft, denn wie oft höre ich dann „dann zahle ich ja 500 EUR für meine BU“. Klar, wenn ich jedes Jahr die Leistung mitmache dann ist das vielleicht einmal so. Eine 5% Dynamik bei einer Rente zum Start von 2.000 EUR ist dann aber auch im 10. Jahr auf 3.100 EUR gestiegen. Prozentual hat sich der Beitrag dann auch verändert, hier von 101 auf 164 EUR Zahlbeitrag. (der Unterschied zwischen Brutto- und Nettobeitrag ist hier erklärt)Setzen Sie hingegen zwei Jahre aus und machen nur einmal die Dynamik mit, dann sähe das wie folgt aus:

Dabei ist dann natürlich auch die Rente geringer, es sind nach 10 Jahren nur 2.389 EUR, statt der ursprünglich versicherten 2.000 EUR. Dennoch ist alle drei Jahre eine gute Zeit. Denn eines ist noch zu beachten:

Dynamik wird ausgeschlossen

Bei den meisten Unternehmen wird bei der 3. Ablehnung ausgeschlossen. Wer also zweimal ablehnt, sollte im dritten Jahr gut überlegen ob er das nochmal tut. Nach 3 Jahren sind zudem auch aus Gründen der Inflation 5% Anpassung durchaus nicht so verkehrt. Schließt der Versicherer die Dynamik aus, so ist diese nur mit einer neuen Gesundheitsprüfung wieder in den Vertrag zu bekommen.

Wann Sie diese immer mitmachen sollten?

Gerade wer aber krank ist, Vorerkrankungen hat, die bei einem neuen Antrag zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen, der ist mit einer dynamischen Anpassung sehr gut bedient. Denn bevor Sie einen eingeschränkten Vertrag bekommen, machen Sie einfach jedes Jahr die Dynamik mit und erhöhen somit Ihren Schutz. Dabei ist noch auf die Angemessenheit zu achten, einige Gesellschaften weisen hier ab bestimmten Rentenhöhen explizit darauf hin. Aber so lässt sich der Schutz auch dann noch erhöhen, wenn schon neue Erkrankungen vorliegen.

Nicht zu verwechseln ist diese Dynamik aber mit der so genannten Leistungsdynamik oder auch „garantierte Rentensteigerung„. Die habe ich unter folgendem Link erklärt.

Garantierte Rentensteigerung, Leistungsdynamik, Anpassung bei bestehender Berufsunfähigkeit- eine der wichtig(st)en Optionen in der BU-Absicherung

16.
November '18

Die Lücke im Krankentagegeld – 100 € pro Tag sind keine 3.000 Euro monatlich


Das ist ein typischer Denkfehler, der taucht in meinen Beratungen immer und immer wieder auf.

„Aber ich brauche doch keine 3.000 Euro, das ist ja mehr als ich heute netto habe.“

Wirklich?

Wie berechnet sich das Krankentagegeld und was bleibt übrig?

Wer sich mit dem Thema Private Krankenversicherung beschäftigt, der wird sich auch mit dem Thema Krankentagegeld befassen müssen. Dieses sichert für Angestellte nach der 6. Woche (für Selbstständige und Freiberufler auch vorher) das Einkommen und ersetzt somit die Zahlungen des Arbeitgebers.

Doch der große Trugschluss ist noch ein ganz anderer. Wer also glaubt er versichert heute 100 EUR Krankentagegeld, der wird keineswegs 3.000 EUR im Monat zur Verfügung haben.

Bereits unter dem Punkt „Krankengeld“ hier auf der Seite finden Sie weitere Erklärungen dazu. Es sind von dem ausgezahlten Geld noch weitere Kosten zu bestreiten. In der Praxis sieht das dann wie folgt aus:

Tagessatz Krankengeld 100,00 €
ausgezahlter Betrag (30 Tage) 3.000,00 €
– abzüglich Rentenversicherung (freiwillig): – 753,30 €
– abzüglich Beitrag zur Krankenversicherung (AG+AN Anteil) – 700,00 €
verbleibender Betrag 1.546,70 €

 

Das versicherte Krankengeld, welches immer für 30 Tage und nicht nur für Arbeitstage gezahlt wird, ist damit nicht der Betrag, welcher auch ausgezahlt wird.

Die Arbeitslosenversicherung läuft übrigens ebenfalls weiter, wird Ihnen aber nicht abgezogen. Der dazu notwendige Beitrag wird durch das PKV Unternehmen direkt an die Bundesanstalt für Arbeit gezahlt und Ihnen nicht berechnet.

Auch ist es wichtig die Rentenversicherung zu prüfen und dort die Weiterversicherung zu beantragen. Es passiert NICHT AUTOMATISCH. Sie müssen einen Antrag auf Weiterversicherung bei der Rentenversicherung stellen. Hierzu sollten Sie dieses innerhalb der Frist von 3 Monaten tun, nur dann ist eine rückwirkende und nahtlose Versicherung möglich.

Dazu muss ein Antrag bei der zuständigen gesetzlichen Rentenversicherung gestellt werden. Das entsprechende Formular finden Sie hier.

Wer kann auf Antrag versicherungspflichtig werden?

(…) Ebenfalls berechtigt sind Personen, die arbeitsunfähig sind oder an einer Leistung zur medizinischen Rehabilitation teilnehmen, wenn sie keinen Anspruch auf Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung haben (Versicherungspflicht auf Antrag für Zeiten der Arbeitsunfähigkeit oder Rehabilitation). Dazu gehören Personen, die ohne Anspruch auf Krankengeld versichert oder nicht in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind (z. B. privat Krankenversicherte). Voraussetzung ist jedoch, dass sie im letzten Jahr vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit oder Rehabilitation in der gesetzlichen Rentenversicherung zuletzt versicherungspflichtig waren.

Wie hoch sind die Beiträge für die Rentenversicherung?

Bei Arbeitsunfähigen und Rehabilitanden, die keinen Anspruch auf Krankengeld aus der gesetzlichen Krankenversicherung haben, wird der Rentenversicherungsbeitrag aus einem Betrag in Hohe von 80 % des zuletzt für einen vollen Kalendermonat versicherten Arbeitsentgelts oder Arbeitseinkommens berechnet. Die Rentenversicherungsbeiträge sind in diesen Fällen vom Antragsteller (Versicherten) alleine in voller Hohe zu tragen.

Es ist also das Einkommen im letzten vollen Monat vor der Krankheit maßgebend. Dabei wird dann nur 80% des damaligen Einkommens zu Grunde gelegt und dieser mit dem geltenden Rentenversicherungsbeitrag multipliziert. Ungeachtet der letztendlichen Höhe, eines ist klar. Es wird ein deutlicher Betrag abgezogen und keineswegs sollte man darauf verzichten diese „freiwillige“ Zahlung auf Antrag abzulehnen. Nur so entstehen keine Lücken im Beitragsverlauf und es bleiben weitere Leistungen der Rentenversicherung erhalten.

In unserem Beispiel bleiben also von den 3.000 Euro versichertem Krankentagegeld 1.546 EUR übrig. Selbst wenn keine Beiträge zur Rentenversicherung gezahlt würden, wären es nur 2.246 EUR.

Der Weg zur richtigen Krankentagegeldhöhe

Um nun aber den passenden Betrag zu ermitteln, lässt sich dieses einfach zurückrechnen. Zunächst einmal müssen Sie überlegen, welchen Betrag Sie am Ende benötigen. Wie hoch ist Ihr Nettoeinkommen heute und wie gut kommen Sie damit aus? Was entfällt an Kosten wenn Sie nicht mehr zur Arbeit fahren müssen? und… entfallen diese wirklich? Was ist mit den Kosten der Arztbesuche? Wann verlieren Sie den Anspruch auf den Dienstwagen/ Firmenwagen und wenn Sie den behalten dürfen, wie hoch sind die Kosten? (meist werden die 1% geldwerter Vorteil auch dann weiterberechnet und sind an den Arbeitgeber zu erstatten). Ist der Betrag klar, bildet dieser den Bedarf.

Bedarf im Krankheitsfall (muss nicht dem Netto entsprechen)

dazu kommen Rentenbeiträge (18,6% von 80% des Bruttoeinkommens vor Krankheit)

plus die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile der PKV

= Krankentagegeld pro Monat

/ 30 = Tagegeld

Auch hier ein Beispiel in Zahlen. Unser Musterkunde hat ein Bruttoeinkommen von 5.500 EUR, Steuerklasse eins und damit ein Nettoeinkommen von 3.120 EUR. Dazu kommt ein geldwerter Vorteil von 450 EUR und damit ein ausgezahltes Netto von 2.670 EUR. Diese 450 EUR sind auch im Krankheitsfall weiter zu zahlen, sonst könnte unser Musterkunde auf keine weiteren Zahlungen verzichten und möchte daher sein Nettoeinkommen auch weiterhin bekommen.

Bruttoeinkommen 5.500,00 €
bisheriges Netto 3.120,00 €
geldwerter Vorteil 450,00 €
Auszahlungsbetrag 2.670,00 €
Rückrechnung der Krankengeldbeträge
Bedarf im Krankheitsfall 2.670,00 €
plus geldwerter Vorteil 450,00 €
Rentenversicherungsbeiträge (18,6% von 80% des Brutto) 814,00 €
Bedarf im Krankheitsfall 3.934,00 €
Tagessatz 131,13 €

Mit einem versicherten Krankengeld vom 130 EUR ist somit der Bedarf gut abzusichern. Das macht natürlich nur dann Sinn, wenn Sie das Krankengeld regelmäßig überprüfen und an sich ändernde Gegebenheiten anpassen.

Anpassung des Krankengeldes – denken Sie daran

13.
November '18

Kann ich mein Kind rückwirkend privat in der PKV versichern?


Der erste Schock ist überwunden, die gesetzliche Krankenkasse hat gekündigt und fordert nun rückwirkend Beiträge nach. Alle Details warum diese das kann, darf und sogar muss habe ich Ihnen hier aufgeschrieben.

Die GKV kündigt rückwirkend die Familienversicherung – was Sie tun können

Die erste Verwunderung ist nun vorbei, jetzt geht es an die weitere Planung wie denn die Kinder zukünftig versichert sein sollen und welches System das passende ist. Forderungen der gesetzlichen Krankenkasse, ein Beitragsbescheid und die Befürchtung „die großen Summen kann ich so schnell gar nicht zahlen“ sind nicht gerade hilfreich für eine besonnene Entscheidung. Die bedarf es aber!

Schnell folgt dann eine durchaus entscheidende Frage, die auf den ersten Blick auf der Hand liegt.

Kann ich mein Kind rückwirkend privat in der PKV versichern?

Das ist nachvollziehbar, denn wenn die gesetzliche Kasse nun einmal 180 EUR oder mehr pro Monate will und es noch nicht einmal einen Arbeitgeberzuschuss für das GKV versicherte Kind gibt, dann kommt schnell die Idee der PKV. Mehrmals die Woche erwartet mich diese Frage im LiveChat, welchen Sie für weitere Rückfragen gern nutzen können.

Doch so einfach ist es dann doch nicht und die Unternehmen der privaten Krankenversicherung können und wollen dann doch keinen Versicherungsschutz für die letzten Jahre rückwirkend bieten, manche nicht einmal einen Tag. Damit zumindest verständlich wird warum, sollten Sie die Unterschiede zwischen dem technischen, materiellen und formellen Versicherungsbeginn zu kennen. (Versicherungsbeginne in der PKV – hier mehr Erklärungen dazu)

Doch bevor wir uns die Möglichkeit der Weiterversicherung anschauen und uns mit der ToDo Liste für Sie beschäftigen, davor klären wir erst einmal, wann der Schutz der GKV endet.

Wann endet der Schutz in der gesetzlichen Krankenkasse

Wir müssen hierbei unterscheiden, ob der Schutz der Familienversicherung nach § 10 SGB V endet, oder ob der Schutz in der GKV generell beendet wird und damit auch keine Leistungen mehr erbracht werden. Bisher war die gesetzliche Krankenkasse davon ausgegangen, die Kinder wären kostenfrei im Rahmen der Familienversicherung versichert. Das ist nun nicht mehr so. Durch Kenntnis neuer Umstände und/ oder eines ausgefüllten Familienfragebogens weiß diese nun, dass ein Schutz nicht mehr kostenfrei bestehen kann.

Dennoch gilt auch weiterhin die Versicherungspflicht und damit ist nicht einfach Schluss mit GKV Leistungen. Dennoch möchte die Krankenkasse natürlich dann für Ihre Leistungen Geld, einen Beitrag als freiwilliges Mitglied.

Durch diese Regelungen, unter anderem begründet in §193 VVG (Versicherungspflicht), §10 SGB V (Familienversicherung) und weitere. Aus dem §10 ergibt sich übrigens auch die Verpflichtung, geänderte Umstände zu melden. Dort heißt es:

(6) Das Mitglied hat die nach den Absätzen 1 bis 4 Versicherten mit den für die Durchführung der Familienversicherung notwendigen Angaben sowie die Änderung dieser Angaben an die zuständige Krankenkasse zu melden. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen legt für die Meldung nach Satz 1 ein einheitliches Verfahren und einheitliche Meldevordrucke fest.

Weitere Regelungen dazu finden sich auch im §9, denn dort heißt es:

§ 9 Freiwillige Versicherung
(1) Der Versicherung können beitreten

  1. (…)

  2. Personen, deren Versicherung nach § 10 erlischt oder nur deswegen nicht besteht, weil die Voraussetzungen des § 10 Abs. 3 vorliegen, wenn sie oder der Elternteil, aus dessen Versicherung die Familienversicherung abgeleitet wurde, die in Nummer 1 genannte Vorversicherungszeit erfüllen,

Auch da seht können, nicht müssen. Wer sein Kind also nicht in der GKV weiterversichern möchte, der braucht das eben nicht tun. Dann bedarf es aber eines anderen Schutzes, welcher die Voraussetzungen zur Versicherungspflicht erfüllt- die PKV.

Wie bekomme ich rückwirkenden PKV Schutz?

In den meisten Fällen wollen und können die privaten Versicherer den Schutz nicht rückwirkend abbilden. Einige bieten an, für die letzten Monate einen Versicherungsschutz zu gewähren, hierbei gibt es aber einige Stolperfallen zu beachten.

1.) Rückwirkender Antrag und Beginn bedeutet keine Rückwirkende Leistung

2.) Leistungen aus der GKV müssen ggf. zurück gezahlt werden

3.) Es kann, muss aber nicht die eigene Gesellschaft sein.

Um einen solchen Schutz zu bekommen ist eine umfangreiche Beratung nötig. Mal „schnell eben nebenbei“ lässt sich ein solches Konstrukt nicht abbilden. Der Schutz der gesetzlichen Krankenkasse endet nicht einfach so und automatisch, Sie müssen etwas tun.

Folgende Unterlagen brauchen Sie für eine Beratung

Bevor es überhaupt Überlegungen gibt, die Kinder nun teilweise rückwirkend privat zu versichern, besorgen Sie bitte folgende Unterlagen und scannen sie ein, um diese bei einer Beratung greifbar zu haben.

1.) Kopie Ihres letzten Versicherungsscheins der eigenen PKV

2.) Kopie des Schreibens der GKV, ggf. mit dem zugegangenen Beitragsbescheid

3.) U Untersuchungshefte der Kinder (dabei auch die like Seite, auch oder gerade wenn dort nichts angekreuzt ist)

Weiterhin machen Sie sich bitte Gedanken zu dem gewünschten Versicherungsschutz. Dabei helfen Ihnen

1.) die Auswahlkriterien zur PKV

2.) der Kriterienfragebogen zur PKV

Mit all diesen Unterlagen wenden Sie sich an einen qualifizierten Berater. Dieser wird dann die Möglichkeiten mit Ihnen herausfinden und Ihnen zeigen, bei welchen Gesellschaften Sie den Schutz auch rückwirkend bekommen können. Das wird jedoch niemals über einen Zeitraum mehrerer Jahre gehen, ist aber auch dort auch aus anderen Gründen nicht sinnvoll.

Die GKV muss daher wirksam beendet und dort ein neuer Schutz nachgewiesen werden. Die private Krankenversicherung leistet aber auch dann nicht rückwirkend, wenn Sie dort eine Prämie zahlen. Es kann jedoch dennoch sinnvoll sein diese soweit als irgend möglich zurück zu datieren und einen solchen Schutz der GKV nachzuweisen. Fragen zur Rückforderung von GKV Behandlungskosten stehen dann noch zusätzlich im Raum und sollten besprochen werden.

Weiterhin sollten Sie nie voreilig eine freiwillige Versicherung in der GKV für die Kinder erklären oder einen solchen Antrag unterschreiben.

Fazit

Ein Schutz in der PKV ist auch rückwirkend möglich, wenn auch nicht über Jahre zurück. Hierbei sind jedoch verschiedene Fragen zu klären und Gegebenheiten zu berücksichtigen, welche in eine ausführliche Beratung gehören. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an einen spezialisierten Berater oder nutzen die Kontaktmöglichkeiten hier auf der Seite oder im LiveChat

09.
November '18

Unerfreuliche Post von der Axa – Tarifwechsel aus Vital in EL Bonus verhindert – was tun?


Ja, die Axa Krankenversicherung hat durchaus Talent, Talent Ihnen das Wochenende zu versauen. Das sehen selbst einige Mitarbeiter so. Warum muss man Briefe mit Anpassungen so verschicken, dass diese am Freitag oder Samstag bei Ihnen ankommen, am Wochenende, wo kein Berater erreichbar ist, keiner Ihre Fragen beantworten kann und man Sie damit allein lässt?

Es ist leider nicht zu ändern und vielleicht sind Sie selbst auch bei Tante Google hier gelandet und lesen nun diesen Text, gerade weil Sie den Brief der Axa in den Händen halten und nach „Beitragsanpassung Axa Vital“ gegoogelt haben? Ich werde versuchen Ihnen etwas einfacher und verständlich zu erklären was da gerade passiert.

Dazu empfehle ich Ihnen auch die weiteren Artikel.

und einige mehr hier im Blog.

Was Sie jetzt NICHT tun sollten

Bevor wir uns anschauen was zu tun ist, erst einmal der Hinweis was nicht zu tun ist. Denn wie in den letzten Jahren kommen schnell recht windige Berater um die Ecke und nutzen Ihre Chance. Dort wird man Ihnen versprechen schnell zu kündigen, schnell bei der Axa zu verschwinden und doch am besten zu anderen Gesellschaften zu wechseln. Oft werden dann Einstiegstarife wie der Comfort oder Economy von der Continentalen, die StartFit Tarife KVS/ KVE der Hanse Merkur oder auch gern wieder die Bayrische Beamtenkrankenkasse BBKK bzw. die Union genannt. Ob diese Tarife gut sind und auf Sie passen ist leider oft egal, die sind billig und damit automatisch- in den Augen einiger Berater- geeignet Ihr Problem zu lösen.

Wie kurzfristig das gedacht ist und das es am Ende eher ein ganz falscher Schritt ist, das wird in der Beratung nur allzu schnell unterschlagen.

Wichtig also:

Was Sie jetzt aber tun sollten

Zunächst einmal gilt… Schnell ist oft unüberlegt und daher sollten Sie sich in jedem Fall Zeit lassen und in Ruhe überlegen.

Dennoch sollten Sie das Thema nicht auf die lange Bank schieben. Warum? Weil auch bei Gesellschaften und Beratern das Jahresende naht und es nicht unzählige Termine zu Beratungen mehr gibt. Daher planen Sie weitere Schritte rechtzeitig und überlegen sich Antworten auf folgende Fragen und Herausforderungen.

Passt der derzeitige Schutz noch? Haben sich Wünsche geändert?

Viele Versicherte, welche über Jahre keine oder nur kleine Rechnungen eingereicht haben, sind oft „zufrieden mit Ihrer PKV“, klar. Was soll es auch bei der Erstattung einer simplen Vorsorgerechnung für Probleme geben.

Leider kommen auch daher die „Ratschläge von Freunden und Bekannten„, welche dann schnell noch eine Empfehlung für einen Tarif abgeben wollen. Warum das aber falsch und gefährlich ist, habe ich HIER IM ARTIKEL aufgeschrieben.

Aber:

Überlegen Sie einmal wie und warum Sie damals den Tarif ausgewählt haben. Warum wurde es der Tarif, warum genau der Versicherer? Haben Sie sich damals ausreichend mit dem Thema beschäftigt und viele Fragen gestellt? Unter dem folgenden Link lesen Sie eine Reihe von Fragen, welche Sie sich gestellt und beantwortet haben sollten. Haben Sie nicht? Dann aber flott.

Hat sich privat oder beruflich etwas verändert?

Gibt es vielleicht einen neuen Arbeitgeber, ein neue Regelung hinsichtlich Krankentagegeld? Neue Tätigkeitsfelder und/ oder sogar einen neuen Lebensmittelpunkt?

Wurde ein Kind geboren oder ist nun in Planung? Dann herzlichen Glückwunsch, jetzt gibt es aber viel zu bedenken, schon vor oder in der Schwangerschaft. Dazu bitte hier entlang und lesen, lesen, lesen.

Auch eine anstehende Verbeamtung oder zumindest die Aussicht auf eine solche führt zu einer kompletten Neubewertung.

Vorsorge für mehr Beitragsstabilität

Kennen Sie Möglichkeiten in dem PKV Vertrag oder auch außerhalb und ggf. steuerbegünstigt für einen stabilen/ stabileren Beitrag in Ihrer Krankenversicherung vorzusorgen?

Den Baustein zur Beitragsentlastung kennen viele und den bieten die Gesellschaften auch gern an, nicht ganz uneigennützig natürlich. Ob der aber für Sie die richtige Wahl ist oder ob die Vorsorge für stabilere Beiträge ganz anders aussehen sollte, ich kann es Ihnen nicht sagen. Jetzt und ohne Beratung zumindest nicht.

Machen Sie sich daher Gedanken, intensiv!

Überlegen Sie wie Ihre Planung aussieht, überlegen Sie auch was sich zukünftig ändern könnte und was Sie heute vielleicht schon planen können. Schieben Sie es bitte nicht auf die lange Bank. Das bedeutet nicht, dass Sie nun alle Termine für Montag absagen müssen und zu einer Beratung rennen, es bedeutet aber sich zu überlegen wo die eigene (private und berufliche) Reise hin gehen soll.

Wie sieht es mit einem Tarifwechsel innerhalb des Unternehmens aus? Ist das sinnvoll? Kann ich das überhaupt noch tun und warum kann es auch dann helfen, wenn Sie heute schon krank sind und gar keine neue Gesundheitsprüfung überstehen würden?

All das gilt es zu besprechen, aber dazu müssen Sie sich aufraffen und Gedanken machen. SIE müssen aktiv werden.

Hilfe finden Sie dabei bei spezialisierten Kollegen und Beratern. Hilfe finden Sie auch unter folgenden Links.

denn falls Sie keinen spezialisierten Berater haben oder eine Zweitmeinung brauchen, dann werden wir versuchen dieses auch noch irgendwie in den Kalender zu kriegen.

Und auch wenn der Artikel aus 2016 ist, es gilt auch in 2018 für 2019 ebenso…

PKV Wechsel und Kündigung wegen Beitragserhöhung? Nur keinen Stress, geht auch in 2017 noch

Und nun? Nun lehnen Sie sich zurück, schauen auf das Meer (das ist übrigens hier bei mir vor der Haustür auf Rügen) und genießen erst einmal Ihren Feierabend oder Ihr Wochenende!