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11.
Oktober '18

Wenn Arzt oder Krankenhaus die Zusendung der Krankenakte verweigern


In über zwanzig Jahren in der Branche erlebt man durchaus spannende, aber auch haarsträubende Sachen. Nun ist es kein Geheimnis, dass die Einsicht in die eigene Krankenakte bis auf ganz wenige Einzelfälle ein verbrieftes Recht ist. Gerade bei dem (geplanten) Abschluss einer Versicherung mit Gesundheitsfragen, aber auch aus rein persönlichem Interesse sollte und möchten die Patienten wissen, was in der Krankenakte geschrieben steht.

Mit diesem Artikel erhalten Sie

  • – Informationen zur Beschaffung Ihrer Krankenakte
  • – Hintergrundwissen zu der rechtlichen Voraussetzung
  • – Hinweise, falls der Arzt oder das Krankenhaus die Zusendung verweigert
  • – Hinweise was zu tun ist, wenn der Arzt auf eine Anfrage Ihrer Versicherung besteht
  • – ein kostenfreies Musterformular zum Versand an Arzt und Krankenhaus
  • – einen Hinweis auf Auskunft nach der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

Schon in der Vergangenheit schrieb ich über die Beschaffung der Krankenakte, um eine vorvertragliche Anzeigepflichtverletzung zu vermeiden. Anscheinend versuchen aber einige Ärzte und Krankenhäuser jetzt eine neue Masche, daher hier noch einmal etwas detailliertere Informationen dazu.

Warum ist der Auszug aus der Krankenakte wichtig?

Nicht erst seit dem Abrechnungsskandal in der gesetzlichen Krankenversicherung in den letzten Jahren ist klar, der Patient sollte wissen was in seiner Akte steht. Auch wenn es viele Ärzte und Behandler gibt, welche sehr sauber arbeiten und einen großartigen Job machen, gibt es auch hier schwarze Schafe. Da werden dann schnell einmal Diagnosen dazu erfunden, um so einen höheren Betrag abrechnen zu können.

Aus harmlosen Rückenbeschwerden wird ein Bandscheibenvorfall, aus der Magengrippe schnell eine chronische Entzündung der Magenschleimhaut. Klar interessiert es den (GKV versicherten) Patienten zunächst nicht, da die Abrechnung direkt mit der Kasse erfolgt. Doch was passiert, wenn später in einem Leistungsfall der Kranken(zusatz)- oder Berufsunfähigkeitsversicherung der Versicherer nachforscht? Was passiert, wenn sich dort Diagnosen finden, welche dem Kunden so nicht bekannt waren?

Wollen Sie dann anfangen zu diskutieren und mit dem Arzt (der dann vielleicht schon an einen Nachfolger übergeben hat) zu verhandeln, was, warum und wie in Ihrer Akte steht? Sicher nicht, zumal das Kind dann meist in den Brunnen gefallen ist.

Wer sagt, dass mein Arzt mir die Akte auch aushändigen muss?

Es gibt eine Reihe von gesetzlichen Grundlagen, welche ein Auskunftsrecht des Patienten regeln. Dennoch bedeutet es nicht, dass Sie das Original einfach beim Arzt abholen können, denn dieses steht dem Arzt natürlich zu. Eine Kopie hingegen kann er Ihnen nicht verweigern.

Grundlage ist zunächst der Paragraph 10 der Berufsordnung für Ärzte. Dieser regelt gleich mehrere Verpflichtungen für den Arzt und die Rechte des Patienten. Daher zerlegen wir den Paragraphen einmal etwas und schauen uns an was der Arzt kann und darf:

§ 10 MBO-Ä 1997 – Dokumentationspflicht

(1) Ärztinnen und Ärzte haben über die in Ausübung ihres Berufes gemachten Feststellungen und getroffenen Maßnahmen die erforderlichen Aufzeichnungen zu machen. Diese sind nicht nur Gedächtnisstützen für die Ärztin oder den Arzt, sie dienen auch dem Interesse der Patientin oder des Patienten an einer ordnungsgemäßen Dokumentation.

Zunächst ist es kein „ich schreibe mal etwas auf“, sondern der Arzt MUSS eine Krankenakte führen und dokumentieren. Das tun die Ärzte auch. Doch oft weigern diese sich, die Akte dann herauszugeben. Aber auch das findet sich in der Berufsordnung, nun dem Absatz zwei des gleichen Paragraphen.

(2) Ärztinnen und Ärzte haben Patientinnen und Patienten auf deren Verlangen in die sie betreffende Dokumentation Einsicht zu gewähren, soweit der Einsichtnahme nicht erhebliche therapeutische Gründe oder erhebliche Rechte der Ärztin, des Arztes oder Dritter entgegenstehen. Auf Verlangen sind der Patientin oder dem Patienten Kopien der Unterlagen gegen Erstattung der Kosten herauszugeben.

Ja, es gibt einige, insbesondere psychische Erkrankungen, wonach eine solche Herausgabe problematisch ist. Dieses bedarf aber ganz speziellen Gründen und muss medizinisch begründbar sein. Selbst dann ist eine Herausgabe an einen anderen Arzt durchaus denkbar und auch hier besteht ein entsprechender Anspruch des Patienten. Doch zunächst ist nun klar, wenn Sie eine Kopie möchten, dann bekommen Sie auch eine, ob es dem Arzt passt oder nicht.

Der Arzt verlangt, dass die Versicherung direkt anfragt, und nun?

Das ist leider ein neuerdings häufiger vorkommendes Problem. Einige Ärzte versprechen sich dadurch ein Honorar, denn wenn die Versicherung spezielle Fragen stellt oder andere Angaben und Einschätzungen vom Arzt anfordert, dann kann dieser eine solche Leistung abrechnen. Möglich wäre hier die Gebührenziffer 80 oder 85, ggf. auch noch weitere. Diese wären dann entsprechend mit dem Steigerungssatz zu erhöhen.

Sollte also Ihr Arzt oder das Krankenhaus auf eine Anfrage der Versicherung bestehen, oder gar andere Auskünfte komplett verweigern, erklären Sie freundlich aber bestimmt den Hintergrund. Sie möchten die Krankenakte für sich, ebenso möchten Sie nicht vorab Daten an die Versicherung geben, um sich die Möglichkeit der anonymen Voranfrage nicht zu verbauen.

Der Arzt oder das Krankenhaus verweigern die Zusendung, nur Abholung sei möglich?

Eine weitere „Masche“ um es dem Patienten schwerer zu machen, es wird angeboten die Akte beim Arzt einsehen zu können, aber Kopien werden verweigert. Oder aber es ist wie in diesem Fall, welcher mit im LiveChat mehrfach vorgetragen wurde.

Hier sehen wir schon das nächste Problem. Bedingt durch Umzug, eine neue Arbeitsstelle oder einfach private Gründe, kann eine Zusendung per Post der einzig praktikable Weg sein. Das Krankenhaus hier verweigert das aber. Es will (und beruft sich dabei auf den Datenschutz) eine Zusendung verhindern.

Zunächst einmal, DATENSCHUTZ IST WICHTIG. Schließlich möchten Sie auch nicht, dass jemand anderes einfach so Ihre Krankenakte abholen soll und Einsicht in sehr vertrauliche Unterlagen bekommt. Daher ist es zwingend erforderlich, die berechtigten Interessen und die eigene Identität nachzuweisen.

Den Patienten aber deshalb dazu zu zwingen hunderte Kilometer zu fahren, nur um eine Auskunft aus der Akte zu bekommen? Sicher nicht. Doch wie können Sie eine solche „sichere Übertragung“ ermöglichen, ohne dort vorbei zu fahren?

Kopie des Personalausweises mit Anschrift, ggf. mit Beglaubigung

Zunächst einmal werden Sie um einen Nachweis Ihrer Identität nicht umhin kommen. Einfach und unkompliziert ist dieses mit einer Kopie des Personalausweises (auf dem sind Ausweisnummer und andere irrelevante Daten zu schwärzen) möglich. Sollte der Arzt es darauf anlegen Sie zu ärgern, so wird er ggf. zusätzlich auf einer Beglaubigung bestehen. Nur so ist sichergestellt, dass auch Sie den Ausweis kopiert haben und jemand das Original eingesehen hat.

Eine Beglaubigung ist bei offiziellen Stellen (wie zum Beispiel Stadtverwaltung, Landkreis) oder auch bei jedem Notar möglich. Dieser verlangt dafür eine Gebühr von 10-20 Euro, bestätigt Ihnen aber dann die Richtigkeit der Kopie.

Diese reichen Sie dann bei dem Arzt oder Krankenhaus ein und weisen so das berechtigte Interesse nach.

Zusendung wird dennoch verweigert?

Jetzt argumentieren die Krankenhäuser oder einige Ärzte immer noch, man kann es Ihnen nicht zusenden, schließlich könne den Brief ja jeder lesen. Auch das lässt sich aber lösen. Der Weg dazu, das Einschreiben eigenhändig. Ein Service der Deutschen Post.

Mit dieser besonderen Variante des Einschreibens wird dieses nur gegen Unterschrift und nur Ihnen persönlich, oder einem ausdrücklich Bevollmächtigten, ausgehändigt. Somit geht der Absender sicher, dass diese Unterlagen nicht in falsche Hände gelangen können. Hierfür fallen bei dem Absender Kosten an. Diese liegen (in 2018) für ein Einschreiben/eigenhändig bei 4,65 EUR zzgl. dem normalen Porto je nach Größe des Briefes.

Bieten Sie dem Absender also diese Variante zusätzlich an und erklären auch, die Kosten zu übernehmen, so haben wir auch diese „Verhinderungstaktik“ erledigt. Ein weiterer Weg kann auch die Zusendung an Ihren Hausarzt sein, dort können Sie dann die Unterlagen persönlich und gegen Unterschrift abholen.

Was passiert bei Schließung der Praxis?

Auch hierfür hat der Paragraph 10 eine Lösung. Dort heißt es:

(3) Ärztliche Aufzeichnungen sind für die Dauer von zehn Jahren nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren, soweit nicht nach gesetzlichen Vorschriften eine längere Aufbewahrungspflicht besteht.

(4) Nach Aufgabe der Praxis haben Ärztinnen und Ärzte ihre ärztlichen Aufzeichnungen und Untersuchungsbefunde gemäß Absatz 3 aufzubewahren oder dafür Sorge zu tragen, dass sie in gehörige Obhut gegeben werden. Ärztinnen und Ärzte, denen bei einer Praxisaufgabe oder Praxisübergabe ärztliche Aufzeichnungen über Patientinnen und Patienten in Obhut gegeben werden, müssen diese Aufzeichnungen unter Verschluss halten und dürfen sie nur mit Einwilligung der Patientin oder des Patienten einsehen oder weitergeben.

(5) Aufzeichnungen auf elektronischen Datenträgern oder anderen Speichermedien bedürfen besonderer Sicherungs- und Schutzmaßnahmen, um deren Veränderung, Vernichtung oder unrechtmäßige Verwendung zu verhindern. 2Ärztinnen und Ärzte haben hierbei die Empfehlungen der Ärztekammer zu beachten.

Gibt es also keinen Nachfolger, so muss der Arzt selbst dafür sorgen, dass Sie zehn Jahre lang an Ihre Unterlagen kommen. Da dieses in der Realität jedoch schwer werden kann, gerade wenn dann Kontaktdaten fehlen, empfiehlt sich bei Umzug immer direkt eine Kopie mitzunehmen, oder direkt bei Abschluss der Behandlung alle Daten zu kopieren.

Weiterhin sollten Sie sich regelmäßig um ein Update Ihrer Akte kümmern, es spricht nichts dagegen einmal im Jahr eine solche Kopie zu verlangen.

Warum kann die die Unterlagen nicht per E-Mail bekommen?

Nun, das liegt in der Sicherheit der E-Mail und der fehlenden Kontrolle wer diese liest. Ausgenommen sich sicherer E-Maildienste wie die damals eingeführte DE Mail, aber auf diese Diskussion würde ich es gar nicht erst ankommen lassen.

Die Anforderung kann ggf. noch per Mail erfolgen, wenn es sich um unterschriebene und gescannte Unterlagen handelt. Dennoch würde ich diese Anforderung immer per Post im Original senden, am besten auch per Einschreiben um einen Nachweis des Zugangs zu haben.

Krankenhausentlassungsbericht oder Krankenakte?

Krankenhäuser versenden oft einen Entlassungsbericht oder geben Ihnen den mit. Ich für meinen Teil möchte aber- nicht unbedingt zur Freude der Klinik- gern die Kopie der kompletten Krankenakte haben. Nicht weil ich dem Arzt im Bericht nicht glaube, sondern weil mir Laborbefunde oder weitere Unterlagen und Werte aus der Akte wichtig sind und eine Aussage/ Kopie von Tageswerten aus dem Labor nun einmal aussagekräftiger ist, als ein Satz im Entlassungsbericht a la „Der Laborwert ging über den Aufenthalt auf den Normalwert zurück.“

Das kann auch für eine spätere/ weitere Behandlung wichtig sein.

Welche Kosten muss ich tragen?

Wie wir vorhin im Paragraphen 10 schon gelesen haben, sind die Kosten für die Kopien von dem Patienten zu tragen. Kosten für das Anfertigen der Kopien oder weitergehende Kosten jedoch nicht.

Zudem sollten die Kosten angemessen sein. Die Gebührenordnung nennt dabei für Kopien Kosten von 0,17 EUR pro Seite. Ich persönlich halte sogar 30 Cent für durchaus noch „im Rahmen“. Vielmehr sollte es aber nicht sein.

Auch glauben anscheinend einige Ärzte dazu noch die Arbeitszeit für das Kopieren abrechnen zu können. Dafür gibt es aber meines Erachtens keine rechtliche Grundlage.

Wollen Sie die Unterlagen zugesandt haben, so müssen Sie natürlich auch die Kosten für den Versand und ggf. das Einschreiben zahlen. Schickt der Arzt es mit einem normalen Brief an Ihre Anschrift, können Sie bei der Anforderung auch einen Freiumschlag beilegen.

Musterbrief zur Anforderung

Ich habe meinen, seit Jahren genutzten, Musterbrief zum Jahresbeginn nochmals angepasst. Dieser steht Ihnen auch weiterhin zum kostenfreien Download und Verwendung zur Verfügung.

Laden Sie diesen bitte zuerst herunter und speichern diesen lokal auf Ihrem Computer. Danach lassen sich die Felder in der pdf ausfüllen und dann ausdrucken/ speichern und an den Arzt bzw. das Krankenhaus versenden.

DOWNLOAD als ausfüllbare PDF – Musterformular Anforderung Patientenakte/ Krankenakte

DOWNLOAD als ausfüllbare WORD – Musterformular Anforderung Patientenakte/ Krankenakte

14.
September '18

HILFE… Inter Krankenversicherung mit 46% Beitragserhöhung in den Zahnzusatztarifen


klingt schlimm, oder? So oder so ähnlich lautete die Schlagzeile in einem Facebook Beitrag und die stimmte sogar. Was aber dahinter steckt, warum solche Zahlen eher der Presse und weniger dem Kunden helfen und was Sie tun können, das lesen Sie hier in dem Beitrag. Vielleicht gelingt es mir Ihnen einige Hintergründe so zu erklären, dass es einige Aussagen gerade rücken kann.

Was genau war passiert?

Die Inter Krankenversicherung bietet, wie viele andere auch, Zahnzusatzversicherungen an. Diese sind nicht nur „nice to have“, sondern bieten in vielen Leistungsfällen einen echten Mehrwert. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der Zahn(ersatz)versorgung sind durchaus eher als dürftig zu bezeichnen. Wer also einen besseren Zahnschutz oder aber eine hochwertigere Versorgung möchte, der kommt um einen solchen ergänzenden Schutz nicht drum herum.

Ein Beispiel was eine Versorgung mit Implantaten kostet, habe ich anhand konkreter Rechnungen hier aufgeschrieben.

Zahnimplantate, Narkose – Erfahrungen und die Leistungen der Krankenversicherung

Beitragsanpassung zum 01. 01. 2019

Zunächst einmal muss betrachtet werden, welche Tarife überhaupt betroffen sind. In den angekündigten Anpassungen (welche für das Neugeschäft aber auch für den Bestand gelten) geht es um zwei Zahnzusatztarife, welche von der Inter unter der Marke „QualiMed“ vertrieben werden.

  • Inter QualiMed Z90 (75-90% Zahnersatz, 80% KFO bis Alter 17, dann 50%)

  • Inter QualiMed ZPro (100% ZB, Prophylaxe, Schmerzbehandlung – nicht einzeln abschließbar)

Wer also den Z90 hat, der kann/ konnte auch noch den ZPro als Ergänzung abschließen, nicht aber anders herum. Nun folgt aber zum 01. Januar 2019 eine deutliche Erhöhung. Auch dabei ist zunächst klarzustellen, Anpassungen finden niemals in Prozent, sondern in Euro statt. Dennoch werden diese immer wieder in % vom letzten Beitrag angegeben.

ACHTUNG: starke Beitragsanpassung beim INTER Zahnzusatz ZPRO+Z90 um 46%
von 18,83€ auf 27,53€ ab 01.01.2019

Wer also in unserem Beispiel hier bisher 18.83 EUR monatlich als Prämie gezahlt hat, der muss nun 8,70 mehr in die Hand nehmen, ohne dass sich die Leistung verändert hat.

Quelle: www.gewa-comp.de

In einigen Altersstufen ist die Anpassung durchaus noch größer. BIS ZU 85% sollen es werden. Dabei muss immer klar vor Augen geführt werden, wie hoch der Betrag vorher war und welchen EUROBETRAG Sie nun mehr zahlen müssen.

Gründe einer Beitragsanpassung

Die Gründe sind vielfältig. Das kann eine falsche, zu knappe oder unangemessene Kalkulation gewesen sein, ebenso sind auch weitere Faktoren relevant, für die der Versicherer nicht in jedem Fall etwas kann.

  • sinkende Zinsen und damit weniger Ertrag
  • gestiegene Kosten bei den Arzthonoraren
  • Mehrkosten für Labore, Materialien etc.

Solche Anpassungen finden daher normalerweise regelmäßig statt. Ist aber der Versicherer nicht in der Lage anzupassen, weil der so genannte auslösende Faktor, also eine bestimmte Grenze nicht erreicht wird, dann „schleppt er diese Anpassung mit“. Irgendwann, wenn dann angepasst werden darf, werden alle bisherigen Anpassungen, die noch offen sind nachgeholt.

Jetzt kündigen und schnell woanders hin?

Keineswegs ist es pauschal richtig den Vertrag nun übereilt zu kündigen. Es kann sinnvoll sein sich genau und detailliert mit den Möglichkeiten zu beschäftigen und sich Gedanken zu machen, welche Kosten Ihnen zukünftig bei Zahnersatz und Zahnbehandlung entstehen könn(t)en. Aber ein Grund voreilig und sofort zu kündigen gibt es nicht.

In den nächsten Wochen und Monaten werden Sie Post von der Inter bekommen und Ihnen werden die neuen Beiträge für das Jahr 2019 mitgeteilt. Dabei haben Sie dann einen Hinweis zu dem zustehenden Sonderkündigungsrecht.

dazu finden sich die Regelungen im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) welches auch für Ihren Vertrag gilt. Dort heißt es:

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 205 Kündigung des Versicherungsnehmers
(…)
(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

Sie haben also nach Zugang ZWEI MONATE Zeit sich zu überlegen, was Sie nun tun wollen.

Machen Sie sich Gedanken zum Versicherungsschutz

Bevor Sie nun aber übereilt handeln, überlegen Sie sich erst einmal welche Leistungen Ihnen wichtig sind. In Bezug auf die Zahnzusatzversicherung sollten Sie sich UNTER ANDEREM folgende Fragen stellen:

  • 1.) Sind meine Zähne derzeit gesund oder stehen Behandlungen an? (dann bleiben Sie in dem Vertrag)
  • 2.) Kann ich damit leben, die Zahnsummengebrenzungen in den ersten Jahren neu beginnen zu lassen?
  • 3.) Wie hoch möchte ich den Zahnersatz gern versichert haben?
  • 4.) Sollen prozentual von der Rechnung Zuschüsse gewährt werden?
  • 5.) Sollen auch privat abgerechnete Leistungen (außerhalb des GKV Kataloges) versichert sein?
  • 6.) Möchten Sie gezielt Leistungen nutzen können, wenn die GKV eine Behandlung generell ausschließt?
  • 7.) Sollen auch Leistungen für Zahnbehandlung enthalten sein?
  • 8.) Soll der Versicherer auch dann leisten, wenn es sich um eine Narkose/ Schmerzausschaltung oder weitere Extraleistungen handelt?
  • 9.) Soll auch die Prophylaxe / Zahnreinigung / Zahnsteinentfernung versichert sein?
  • 10.) Wie soll der Schutz bei Implantaten aussehen?
  • 11.) Darf die Wahl der Zahnärzte auf solche mit Kassenzulassung beschränkt sein?
  • 12.) Muss auch bei Kieferorthopädie (nach Unfall etc.) geleistet werden?

und vieles mehr. Sie sehen, auch eine „kleine“ Zahnzusatzversicherung will gut durchdacht und überlegt sein und nur so lassen sich die passenden Produkte finden und herausfiltern. Daher ist auch hier eine gute und zielgerichtete Beratung unerlässlich.

Lassen Sie sich gut beraten

Das Internet wimmelt von Vergleichsportalen, Onlinerechnern und mehr. Zu einer guten Beratung gehört aber mehr. Auch der Blick über den Tellerrand, die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Bereichen der Zusatzversicherung (z.Bsp. Krankenhaus, Pflegezusatz und mehr) gehört hier in die Betrachtung. Suchen Sie sich einen qualifizierten Berater und besprechen mit diesem, welche Möglichkeiten Sie haben und was zu Ihnen passt.

Sollten Sie weitere Fragen haben, nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten HIER oder im LiveChat.

04.
September '17

PKV – gewollt und bewusst entschieden, aber niemand muss in die private Krankenversicherung


Ich habe vor einigen Jahren schon einmal zu dem Thema geschrieben, damals mit dem recht provokanten Titel:

Eine PKV muss man sich leisten können und wollen

Der letzte Artikel ist nun über fünf Jahre alt, wir sind nun einen Wahlkampf vor der nächsten Bundestagswahl weiter und jeder versucht sich zu positionieren und bei den Wählern so beliebt als möglich zu machen. Das Alles ist auch durchaus verständlich und legitim, wenn wir bitte bei den Wahrheiten und Tatsachen bleiben und nicht jeder mehr Polemik und Unwissen in seine Aussagen streuen sollte, die Zeitungen und Zeitschriften trifft diese Aussage genauso.

Doch schauen wir und einmal die Ausgangslage an, schauen wir einmal wer überhaupt für die private Krankenversicherung in Frage kommt, wer es dürfte aber lieber lassen sollte, wer der passende Kandidat ist und wie sich eine solche Entscheidung heute und im Alter auf die eigene, finanzielle Planung auswirken kann. Zunächst einmal gibt es eine ganz wichtige Aussage, eine die Sie bei der Auswahl der passenden Krankenversicherung niemals vergessen sollten:

Niemand muss in die PKV, wenn er das nicht will

Ich höre oft Aussagen wie:

  • – „Ich mache mich selbstständig und muss nun in die PKV wechseln.“
  • – „Meine Verbeamtung steht an, nun muss ich aus der GKV raus.“
  • – „Wir heiraten, mein Mann/ meine Frau ist privat versichert und ich muss das nun auch.“

All diese Aussagen sind, so wie diese da oben geschrieben stehen, vollkommener Unsinn. Ja, es git einige, wenige Szenarien in denen der Weg in die gesetzliche Krankenkasse auch jetzt nicht geht, solche die aber vorher irgendwann eine eigene oder eine Entscheidung der Eltern für den Weg der PKV voraussetzen und damit auch hier zu einer eigenen Entscheidung geführt haben.

Wer heute in der gesetzlichen Krankenkasse versichert ist, der wird nie in die Situation kommen, diese auch verlassen zu müssen. Klar kann sich der Status ändern und aus einem versicherungspflichtigen Mitglied ein freiwilliges werden. Natürlich kann es damit auch zu höheren/ hohen Beitragen in der gesetzlichen Kasse kommen, denn diese haben einen Mindestbeitrag, ein Mindesteinkommen welches zugrunde gelegt wird oder andere Bemessungssätze. Auch kann es durchaus passieren, eine Ehefrau/ ein Ehemann bekommt einen Teil des Einkommens ihres/seines Partners angerechnet. Alle diese Szenarien können eintreten, führen aber nie dazu die GKV in Richtung der PKV verlassen zu müssen, zu können schon.

Schauen wir uns aber einmal einige spezielle Fälle an, Szenarien die immer und immer wieder auftreten und damit auch oft zu den gleichen Fragen und Problemen führen können und werden. Einer dieser Szenarien? Ein Ehepartner ist PKV, der andere GKV versichert und nun werden Kinder geboren. Oh, ganz ungeplant, wie das im Leben manchmal verläuft. Vor Jahren wollten Sie noch nicht mal an Kinder denken, heute steht Hochzeit, Hausbau, Baum pflanzen und Kind auf dem Programm. Herzlichen Glückwunsch, habe ich alles auch, geht aber auch mit der PKV, also, keinen Stress. Viele Sachen werden zudem durch falsche Entscheidungen unterstützt, viele Situationen geschaffen, die so wären vermeidbar und besser lösbar gewesen. Leider laufen da draußen (ja, das hören jetzt auch viele der Kollegen nicht gern) genug „Berater“ herum, die jedem der eine PKV will, oder eine haben könnte, auch eine solche empfehlen müssen und dem diese natürlich auch verkaufen. Oftmals einfach billig, mit grünem oder blauem Logo, oder einfach unpassend.

Eine PKV ist wie ein Paar Schuhe – passt es nicht, macht es ein Leben lang irgendwann unerträgliche Schmerzen

Daher, überlegen Sie die Entscheidung gut, sorgfältig und lieber eine Woche länger, lieber lesen Sie einmal mehr Bedingungen, machen sich Gedanken zur privaten und beruflichen Planung, überlegen was Sie wollen, denn letzteres ist eine der entscheidenden Fragen. WAS WOLLEN SIE?

  • – Wo liegen Ihre persönlichen Präferenzen?
  • – Was wünschen SIE SICH von Ihrem Versicherungsschutz?
  • – Was wollen Sie anders, besser, umfangreicher absichern als bisher?
  • – Bei welchen Fällen (Krebs, Unfälle, Zahnersatz, im Krankenhaus) ist Ihnen eine hochwertige Absicherung wichtig, ggf. auch wichtiger als der Preis einer solchen Versicherung?

Aber überlegen Sie auch:

  • – Wie sieht Ihre berufliche Lebensplanung aus? Neuer Job, mehr Einkommen?
  • – Aufenthalte im Ausland und Karriere?
  • – Selbstständig mit weniger Einkommen, dafür aber mehr Ruhe und Spaß am Job?
  • – Wie soll es privat weitergehen? Kinder? Partner/in, Haus? Wohnung?

Auch sollten Sie für sich eine weitere Frage stellen, eine die oftmals vorab aber auch in der Beratung vergessen wird, egal ob direkt angesprochen oder im Zusammenhang mit erfragt.

  • – Was für ein Typ sind Sie? Eher ängstlich? Eher sicherheitsorientiert?
  • – Eher der Sparbuch oder der Aktientyp?

Was das mit der Entscheidung die die richtige Krankenversicherung zu tun hat? Nun, es beeinflusst die Auswahl. Wer eher der Sparbuchtyp ist, der braucht einen anderen Schutz, der braucht Sicherheitsmechanismen. Wechseloptionen, garantierte Beitragssenkungen, Begrenzungen auf Höchstbeiträge. Wenn ein Versicherer anbietet einen Beitrag immer und dauerhaft auf den Betrag der GKV zu begrenzen, wäre das was? Also etwas was Ihnen wichtig ist?

Oder sind Sie eher der „Aktientyp“, einer der ein gewisses, kalkulierbares Risiko für vertretbar hält, einer der in der Lage ist ein Risiko ab- und einzuschätzen und auch bei fallenden Kursen das langfristige Ziel im Auge behält und nicht gleich davon rennt? Einer der bereit ist für mehr Leistung aus mehr zu zahlen?

Mehr Leistung kostet mehr Geld – wer etwas anderes verspricht, lügt!

So oft werden Aussagen getroffen, da sträuben sich mir die Haare. Aussagen die sowohl von Versicherern, aber insbesondere von Vertretern, Maklern, Beratern getroffen werden, Aussagen die manchmal schon auf den ersten Blick gegen den gesunden Menschenverstand sprechen. Leider, leider hört der Kunde oftmals aber nur das was er hören will. Warnungen, Gefahren werden ignoriert, es ist ja schließlich billig(er).

Lesetipp: Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung?

NEIN, Freunde, Kollegen, Bekannte die „seit Jahren bei der Gesellschaft ABC zufrieden sind“, die sind keine passenden Ratgeber, keine die eine Lebensentscheidung, welche individueller ist als wenig sonst, beeinflussen sollten und sinnvoll können.

Lesetipp: Warum Freunde und Kollegen in der PKV nicht die passenden Ratgeber sein können

Natürlich mag deren Entscheidung richtig gewesen sein, damals, vor drei, fünf oder gar zehn Jahren. Natürlich bin ich bei einem Versicherer zufrieden, wenn dessen Aufgabe darin bestand, mir eine Beitragsrückerstattung zu überweisen und zwei, drei, acht Rechnungen zu erstatten. Aber beurteilen können Sie das nicht, nein, Sie als versicherter der „nix hat“ nicht.

Tun Sie sich und Ihrem Bekannten, Kollegen, Ihrer Freundin oder Ihrem Freund einen großen Gefallen und halten Sie sich mit Tipps zurück. Möchten Sie später „schuld“ sein, wenn die Empfehlung falsch war? Wenn der Versicherer in elementaren Fragen nicht zahlt, nicht weil er nicht will, nein- weil es einfach im Tarif nicht versichert ist?

„You get what you pay for“ oder: „Qualität hat einen Preis“

Klingt eher wie ein Kalenderspruch, ist es vielleicht auch, aber es ist noch viel mehr. Wofür ich nicht bezahle und welche Leistungen ich nicht vertraglich garantiert bekomme, diese werde ich auch nicht erhalten. Leistungen kosten Geld und niemand kann doch eigentlich so naiv sein zu glauben, für mehr Leistung, tolle stabile Beiträge und absoluten Luxus zahle er plötzlich nur die Hälfte eines Schutzes verglichen mit der -schlechteren- gesetzlichen Krankenkasse?

Wo soll das Geld denn herkommen? Woher soll der Versicherer das Geld nehmen, sicherzustellen die Leistungen auch in zehn, zwanzig, dreißig oder vierzig Jahren erbringen zu können? Klar, wir sprechen über zwei gänzlich verschiedene Systeme. Wir reden von einer Umlage in der GKV, das Geld kommt heute rein und wird gleich wieder für Leistungen ausgegeben. Oder einem System wie der PKV, dem kapitalgedeckten. Das Geld kommt heute auch rein, wird teilweise wieder verwendet um Kosten zu decken, aber ein großer Teil fließt in die kapitalgedeckte Rücklage und spart an, spart für das Alter wenn die Kosten deutlich höher sind. Detaillierter geht das in meinem

Leitfaden zur Entscheidungsfindung zur PKV 

nachzulesen. Doch es ist doch Illusion zu glauben, ist stecke heute weniger Geld in ein System, in einen Tarif und dennoch verspricht dieser mir langfristig weniger Beitrag, mehr Leistung und viel Stabilität? Ich bitte Sie, wenn Sie das glauben, dann glauben Sie auch an ein Perpetuum Mobile.

Ganz vereinfacht und simpel. Nehmen wir drei Varianten an, drei Kunden mit vergleichbaren Eckdaten und folgenden Vorgaben. Ende 20, Anfang 30, mit dem Studium fertig und die Festanstellung in der Tasche. Im Arbeitsvertrag strahlen und große Zahlen entgegen, Jahreseinkommen von 60.000 €, schließlich hat sie/ er lange darauf hin gearbeitet:

  • – Kunde 1: heute GKV versichert zum Höchstbeitrag, 756 € plus GKV Zusatzbeitrag monatlich
  • – Kunde 2: entschied sich gerade für die PKV, einen Leistungstarif, Wechseloptionen, etwas BRE für 700 € Beitrag
  • – Kunde 3: war viel schlauer in seinen/ Ihren Augen, PKV Tarif klang ähnlich gut, aber nur 500 € Beitrag stehen auf der Police, nicht 700, ein echtes Schnäppchen hat er/ sieh da gemacht, glauben sie zumindest bis jetzt

Jetzt gibt es einige Unterschiede. Unser Kunde 1 will auch gern Leistungen verbessern, ja, zumindest im Krankenhaus, bei den Zähnen und vielleicht noch ein, zwei kleine Bereiche wären schön. Luxus brauchen sie nicht, aber ganz so, nur GKV? Ne auch nicht, also machen Sie sich auf die Suche nach Zusatzschutz und werden fündig. Krankenhaus, Zahn, Naturheilkunde waren gewünscht und sind nun für 65 € monatlich auf dem Kontoauszug zu sehen.

Die anderen beiden lachen sich ins Fäustchen, haben diese doch für weniger Beitrag mehr Leistung? OK, bei dem Kunden 2 mag das stimmen und wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit wird es auch so sein. Tarifbausteine sind wählbar und veränderbar, Wechseloptionen, Beitragsfreiheit in der Elternzeit (die übrigens Kunde 1 nicht wirklich hat) und viele Leistungen mehr. Sogar Impfungen und Vorsorge zahlt sein Tarif, ins Ausland kann er auch noch und ja, der Beitrag ist hoch, aber er muss den ja nicht allein zahlen. Arbeitgeber und Finanzamt beteiligen sich auch noch.

Kunde 3 denkt sich „wie schlau ich bin“, auch mein Tarif ist toll, auch ich habe bessere Leistungen. Aber im Gegensatz zu Kunde 2 bleiben noch 200 € für meine Tasche, gegenüber Kunde 1 gar 256 € Euro, JEDEN MONAT, überlegt mal. Über 3.000 € sind das im Jahr, 3.000 € die die anderen beiden „Trottel“ mehr zahlen. Was unser Kunde 3 vergessen hat, er bekommt vom Arbeitgeber auch nur 250 € zurück, unsere Kunde 2 schon 317 € + 14 €, also 331 € und der erste, der bekommt auch solche Beiträge erstattet.

Während Kunde 2 noch 379 € zahlt, Kunde 1 in der GKV dann 383 € plus Zusatzes. von 60, ist unser letzter Kunde mit 250 € dabei. Siehst’e werden Sie nun denken, 250 statt 379 € macht immer noch 129 € im MONAT Ersparnis. Was das wohl werden mag im Alter. Stimmt, nur nicht ganz. Was wir nicht bedacht haben sind Fragen wie Steuer, Beitragsentwicklung, Rücklagen und, am wichtigsten: Leistungen.

Was nützt ein geringerer Beitrag, wenn eine höhere Lohnsteuer und ein schlechterer Tarif? Klar, solange mir nichts passiert, ich nur meine Erkältung und mal Bauchschmerzen habe, solange ist alles gut. Aber wenn eben nicht, dann knallt es eben irgendwann und das planbar und erwartet.

„Warum möchten Sie wechseln?“ – Ich möchte Geld sparen!

Das geht nicht. Niemals und in keiner Konstellation, zumindest nicht dann, wenn wir uns das Szenario wirklich bis zu Ende anschauen und nicht nur einen kurzen Blick auf die nächsten Monate und Jahre werfen. Wichtig ist bei der Wahl des Systems zur Krankenversicherung nicht nur der Zeitpunkt heute, wichtig ist die Gesamtbetrachtung, heute, in den nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahren. Wer sich hier nur einen kurzen Zeitraum ansieht, der macht einen Fehler, einen großen und einen den er zudem nur sehr schwer oder vielleicht gar nicht mehr korrigieren kann.

Im Alter ändern sich die Eckdaten. Im Alter werden Sie mit großer Wahrscheinlich ein kleines Einkommen haben, eine andere Familiensituation und auch einen anderen, meist geringeren Steuersatz. Es ist also leicht widersinnig heute, wo Einkommen da ist und die Steuerbelastung hoch, Geld sparen zu wollen (was da ist) um im Alter (wenn es geringer ist) einen hohen Beitrag zu zahlen.

In der Privaten Krankenversicherung passiert zu bestimmten Altersstufen etwas, das ist wiederum planbar, wenn auch nicht in Euro genau zu beziffern, klar ist aber wann was passiert.

  • – gesetzlicher Zuschlag von 10% (was ist das?) entfällt mit 60
  • – Beitrag für den Krankentagegeldbaustein entfällt mit Ende des Arbeitslebens. Das kann mit 55, 60, 63, 67 oder später sein.

Bildlich sieht das dann in etwa so aus.

Und ja, es wird teurer, deutlich teuer sogar. Beiträge steigen aus mehreren Gründen:

  • – höhere Kosten in der Medizin (Medikamente, Arzthonorare, Nebenkosten)
  • – höhere Kosren durch höhere Lebenserwartung (je länger wir leben, desto länger werden wir auch krank)
  • – immer mehr heilbare Krankheiten, oder therapiebare Erkrankungen

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20.
Juni '17

Anonyme Voranfragen bei Berufsunfähigkeit und Krankenversicherung – warum es einen qualifizierten Berater braucht


In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest wurde einmal mehr die Berufsunfähigkeit getestet. Nach dem desaströsen letzten Test zur Berufsunfähigkeit hat sich zum Glück bei Finanztest einiges verändert, mehr dazu und zu den Fehlern im aktuellen Test folgt in einem anderen Beitrag. Auch in diesem Test hat die Zeitschrift einen „Wegweiser“ veröffentlicht und mit der Überschrift „So kommen Sie zu einem Vertrag“ versehen. Neben der Tatsache, dass sie mehrerer Angebote parallel einholen sollen (wogegen grundsätzlich noch nichts einzuwenden ist) erfolgt diesmal ein Hinweis auf Versicherungsberater oder Versicherungsmakler.

Genau heißt es dazu:

„Vorerkrankungen. Waren sie in den vergangenen fünf Jahren ernsthaft krank oder sind sie chronisch krank, stellen Sie eine anonyme Risikovoranfrage über einen unabhängigen Versicherungsberater oder einen Versicherungsmakler.“

Diese zeitliche Eingrenzung und auch der Bezug auf „ernsthafte Krankheiten“ greift jedoch deutlich zu kurz. Die anonyme Voranfrage ist nicht nur wichtig und notwendig für den Fall von „ernsten Erkrankungen“, sondern ganz generell. Zudem stellt sich die Frage was eine ernste Erkrankung ist. Sind Rückenschmerzen, welche jedes Jahr mal wieder auftreten oder unregelmäßige Magenschmerzen denen der Interessent wenig Bedeutung beimisst, ernste Erkrankungen oder doch eher Lappalien?

Eine anonyme Voranfrage ist existenziell, immer!

Dabei ist grundsätzlich erst einmal zu klären, wie eine Antragstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung generell funktioniert, um hier zu verstehen wo die Risiken liegen und wie sich diese vermeiden lassen. Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten, dann haben die folgenden Faktoren einen direkten Einfluss auf die Prämie und die Vertragsgestaltung:

  • – das Eintrittsalter
  • – der Gesundheitszustand in der Vergangenheit und der aktuelle Zustand
  • – die berufliche Tätigkeit
  • – private Hobbys wie Skifahren, Motorradfahren, fliegen, Fallschirmsprünge und vieles mehr

Eine anonyme Voranfrage nicht nur wegen der Gesundheit

Mit einer solchen anonymen Voranfrage lassen sich daher nicht nur die passenden Verträge auswählen, sondern es lassen sich auch die Rahmenbedingungen für private Freizeitaktivitäten, Zuschläge und Ausschlüsse aufgrund besonderer Risiken und weiterer vertragsbeeinflussende Faktoren ermitteln und vorab klären. Nicht selten kommt es vor, dass insbesondere die berufliche Tätigkeit bei verschiedenen Versicherern zu gänzlich unterschiedlichen Einstufungen und Prämien führt, was am Ende zu Preisunterschieden von 50 % und mehr führen kann.

Berufsgruppenauswahl in der Software (links der eigenebene, rechts unten der ausgewählte Beruf). DARUM braucht es Menschen!

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt und einfach recht lapidar seinen Beruf „Büroangestellte“ dort einschreibt, der wird wahrscheinlich einen entsprechenden Versicherungsschutz bekommen, ob es der richtige und passende ist, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt.

Mit einer solchen anonymen Voranfrage lassen sich damit die Berufsgruppeneinstufungen, Zuschläge und Ausschlüsse aufgrund von Freizeitaktivitäten und weitere Faktoren vorab klären. Das macht es insbesondere bei der finalen Antragstellung nicht nur deutlich einfacher, es erleichtert auch den (mehr …)

26.
Dezember '16

PKV Wechsel und Kündigung wegen Beitragserhöhung? Nur keinen Stress, geht auch in 2017 noch


Kurz vor den Weihnachtsfeiertagen gab es für einige Versicherte noch Post, nicht unbedingt die erfreulichste Post die man erwartet. So haben einige Unternehmen, darunter besonders die Axa und auch die RuV in einigen Tarifstufen, teils größere Anpassungen der Beiträge vornehmen müssen. Dabei sind auch monatlich dreistellige Erhöhungen durchaus keine Seltenheit. Wie bereits in meinem Beitrag zur „Beitragserhöhung in den AXA VITAL Tarifen“ geschrieben, es ist immer eine Frage von welchem Ursprungsbetrag angepasst wurde, wo der heutige Endbeitrag liegt und was genau nun zu zahlen ist.

Auch spielt es eine große Rolle wie lange Sie dort schon versichert sind, wann die letzte Anpassung stattfand und viele weitere Faktoren. Aber: Dennoch bewegt(e) es den ein oder anderen Versicherten sich nach Alternativen umzusehen. Dabei sind grundsätzlich mehrere Fragen zu überlegen, mehrere Punkte zu bedenken und verschiedene Optionen zu prüfen. Stellen Sie sich bitte daher zunächst folgende Fragen:

1.) Wie lange sind Sie schon dort versichert?

2.) Passt der Tarif noch auf die heutigen Bedürfnisse? Haben sich Bedürfnisse verändert? Ist die berufliche und private (Kinder?) Situation noch so, wie diese bei Beginn des Versicherungsschutzes war?

3.) Wie wurde der Tarif damals ausgewählt? (Beraterempfehlung?) Kennen Sie alle Einschränkungen und Leistungen des Tarifs?

4.) In welcher Tarifwelt sind Sie? Bisex, Bissen mit Übertragungswerten, Unisex Tarife? Kennen Sie die Unterscheide und die Vor- und Nachteile?

5.) Bietet Ihre Gesellschaft alternative Tarife an? Passen diese (besser) als Ihr aktueller Tarif?

Speziell um die letzte Frage zu beantworten müssen Sie natürlich erst einmal wissen was Sie wollen und brauchen. Dazu ist eine genaue Überlegung hinsichtlich der Auswahlkriterien zur PKV nötig. Informationen finden Sie dazu unter anderem hier auf der Seite unter „Auswahlkriterien„.

Kommen Sie nun zu dem Ergebnis, der derzeitige Schutz passt nicht mehr zu dem aktuellen Bedarf, dann bleiben grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Die erste ist der Tarifwechsel gem. § 204 VVG, also der Verbleib in Ihrer Gesellschaft.

Vorteile:

  • Verbleib bei der Gesellschaft
  • keine neue Gesundheitsprüfung (ggf. Mehrleistungsverzicht)
  • Anrechnung von Alterungsrückstellungen
  • altes Eintrittsalter, ggf. Verbleib in Bisex

Nachteile:

  • Verbleib bei der Gesellschaft (kann Vor- wie Nachteil sein)
  • ggf. nicht passende Tarife, da auf das Tarifangebot der einen Gesellschaft beschränkt
  • Mehrleistungen können ausgeschlossen werden, dann neue Prämie aber nicht alle Tarifleistungen
  • Risikozuschläge bleiben erhalten, Gesellschaft kennt Angaben die heute nicht mehr abgabepflichtig wären

Die zweite Option ist der Wechsel der Gesellschaft und die Suche nach einer neuen Krankenversicherung. Auch hier gibt es natürlich viele Punkte zu bedenken, viele Kriterien zu berücksichtigen und genau die Nach- gegenüber den Vorteilen abzuwiegen und dann gemeinsam mit einem Spezialisten zu überlegen, ob Sie diesen Schritt noch einmal gehen möchten.

Vorteile:

  • Auswahl aus allen Tarifen die heute am Markt existieren
  • Tarife der Unisexwelt, mit geringerem Kalkulationszins, welcher eine höhere Sicherheit bedeuten KANN (nicht muss)
  • Neue Tarife mit teilweise deutlich besseren Leistungen als in der alten Bisexwelt
  • Auswahl nach heutigen Bedürfnisse, Abwägung von Leistungen, nicht an Vertriebe gebunden, freie Auswahl bei Spezialisten
  • neue Risikoprüfung, damit auch ggf. nicht mehr anzeigepflichtige Erkrankungen die zu Zuschlägen geführt haben

Nachteile:

  • nur noch Tarife in der Unisexwelt
  • Standardtarif vs. Basistarif
  • neue Erkrankungen die zwischenzeitlich aufgetreten sind können zu neuen Zuschlägen führen
  • Fristen zur Anzeigepflichtverletzung beginnen neu

Sie lesen schon, eine generelle Empfehlung kann es hier nicht geben. Es gibt viele Konstellationen wo der Verbleib in der bisherigen Gesellschaft aus verschiedenen Gründen die richtige Wahl ist. Ebenso gibt es ganz viele Versicherte, die sich damals bei er Auswahl leider nicht die Gedanken gemacht haben die sie hätten sollen. Immer dann, wenn Sie…

  • dem Berater blind vertraut haben (und weder Bedingungen gelesen, noch Tarife verstanden haben)
  • schnell mal bei einem Vertriebler, Einfirmenvertreter, vermögendem Berater abgeschlossen haben
  • eigentlich nur Geld sparen oder gar nicht in die PKV wollten
  • nicht richtig wissen warum Sie gerade den Tarif und die Gesellschaft gewählt haben
  • hohe Risikozuschläge (auch für alte Erkrankungen) zahlen
  • Einstiegs-, Hausarzt-, Billigtarife haben
  • Kinder dazu kamen, Familiensituationen deutlich verändert wurden
  • alles „anders kam als gedacht“ kam
  • oder Sie Angst haben, den Tarif bald nicht mehr bezahlen zu können

immer dann sollten Sie den Tarif einer genauen Prüfung unterziehen lassen. So lassen sich hier vielleicht grobe Fehler ausmerzen, Probleme in den nächsten Jahren verhindern oder der Bedarf doch noch erfüllen.

Aber das schaffe ich ja gar nicht mehr bis Jahresende

Eine der größten Sorgen vieler Versicherter besteht darin, jetzt unter Zeitdruck eine Entscheidung treffen zu müssen, die dann vielleicht wieder falsch ist. Eine Entscheidung die nicht die nötige Zeit bekommen kann, sich entspannt und ganz in Ruhe mit dem Thema PKV, der Tarifauswahl und dem eigenen Wunsch nach Absicherung beschäftigen zu können. So rückt das Jahresende immer näher, nicht mal mehr eine Woche ist es, dann haben wir 2016 und nicht mal eine Woche um eine Entscheidung für einen lebenslangen Vertrag zu treffen?

NICHT DOCH! Es ist noch Zeit, lange sogar.

Die meisten Gesellschaften haben die Mitteilungen zur Beitragserhöhung Ende November, Anfang Dezember verschickt. Wer also seinen Versicherungsschutz beenden möchte, der muss sich an die Regeln des § 205 des VVG halten, dort heisst es:

(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

So haben Sie also ab dem ZUGANG der Erhöhungsmitteilung ZWEI Monate Zeit sich anderweitig zu entscheiden und können (wenn nach dem 1.1.) rückwirkend zum 1. Januar kündigen. Der Zugang der Beitragserhöhung ist in der Regel schwer zu beweisen. Der Versicherer kann meist nur nachweisen, das er diese verschickt hat, oder zumindest das er alle anderen Briefe zur Post gegeben hat. Allein das reicht als Zugang nicht aus. Dennoch glauben auch viele Gerichte dem Versicherer und unterstellen einen Zugang 2-3 Tage nach dem Absenden des Briefes. (–> Was, wenn ich meine Beitragserhöhung nicht bekommen haben?)

Merken Sie also erst im Januar auf Ihrem Konto, das der Betrag sich erhöht hat, fragen Sie den Versicherer. Dieser wird Ihnen dann meist die Anpassung noch einmal zusenden (müssen), der nun erfolgte Zugang ist der Beginn der zweimonatigen Frist. Verlassen Sie sich aber nicht hierauf, denn wer es erhalten hat, aber anders behauptet und vielleicht sogar schon mit dem Versicherer telefoniert hat um nach Alternativen zu fragen, der lügt. Das sollte in einem langjährigen Vertragsverhältnis keine Basis sein. Haben Sie die Erhöhung also wirklich nicht erhalten, fragen Sie nach.

Fristen Kündigung PKVDoch da ist noch was- die Folgeversicherungsbestätigung!

Es reicht aber nicht aus einfach zu kündigen, das war vor Jahren mal genug. Heute müssen Sie auch noch nachweisen anderweitig versichert zu sein. Der § 205 regelt auch das, dazu heisst es:

(6) Abweichend von den Absätzen 1 bis 5 kann der Versicherungsnehmer eine Versicherung, die eine Pflicht aus § 193 Abs. 3 Satz 1 erfüllt, nur dann kündigen, wenn er bei einem anderen Versicherer für die versicherte Person einen neuen Vertrag abschließt, der dieser Pflicht genügt. Die Kündigung wird nur wirksam, wenn der Versicherungsnehmer innerhalb von zwei Monaten nach der Kündigungserklärung nachweist, dass die versicherte Person bei einem neuen Versicherer ohne Unterbrechung versichert ist; liegt der Termin, zu dem die Kündigung ausgesprochen wurde, mehr als zwei Monate nach der Kündigungserklärung, muss der Nachweis bis zu diesem Termin erbracht werden.

Diese Frist beginnt dann, wenn Sie Ihre Kündigung erklärt haben. Nun haben Sie zwei Monate Zeit sich um den Nachweis zu kümmern und diesen an den alten Versicherer zu übersenden. Passiert dieses rechtzeitig, so endet ihr Versicherungsschutz zum Wirksamwerden der Erhöhung, also meist zum 01. Januar. Vergessen Sie den Nachweis aber, so besteht der alte Versicherungsschutz weiter und Sie haben im schlimmsten Fall zwei Verträge, also ACHTUNG!

Mein(e) Kind(er) sind auch bei mir versichert, können diese auch kündigen?

Oftmals ist nicht nur eine Person in der PKV versichert. Da sind Kinder, Jugendliche oder die Partner(in) mitversichert. Dennoch werden nicht alle Versicherungen und Tarife gleichzeitig erhöht und es kann durchaus passieren, das nur Ihr Tarif angepasst wird, Sie aber alle wechseln möchten. Auch hierfür schauen wir wieder in den § 205 und die dortigen Regelungen:

(…) kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen

Gekündigt werden kann immer nur das, was auch erhöht wurde, wobei die Pflegepflichtversicherung der Krankenversicherung folgt. Auch hinsichtlich eines bestehenden Krankentagesgeldes gibt es unterschiedliche (Gerichts-)Auffassungen. Sollten Sie dieses mit Wechseln wollen und das Krankentagegeld ein Baustein in Ihrem Vertrag sein, so kündigen Sie den Baustein bitte mit. Hier wäre aber auch durchaus denkbar, das der Versicherer hier diskutiert, was beim Wechsel generell nur unter bestimmten Umständen ein Problem wäre, hier mehr aber in einer Beratung.

Kündigen Sie ihren Schutz und der Tarif des Kindes blieb stabil, so kann dieser nicht automatisch mit gekündigt werden. Gerade bei Kindern lassen viele diese aber „ziehen“, wenn die Eltern gehen. Daher ist es hier ein Versuch wert, einen Rechtsanspruch gibt es aber nicht.

Der Versicherer will aber mein Kind nun auch kündigen, weil es nicht allein versichert werden kann?

Weil Kinder für die PKV aber eher ein „nicht so beliebtes“ Klientel sind und sich die Prämien oft für die Versicherer nicht rechnen, so kommen einige Versicherer auf kreative Ideen. So schrieb ein Stuttgarter Versicherer vor kurzem seinem Kunden, er müsste nun für das Kind auch neuen Schutz besorgen und das Kind können nicht allein versichert bleiben, wenn der Versicherungsnehmer selbst woanders hin ginge.

Das ist UNISNN! Kündigen Sie nur Ihren Versicherungsschutz und möchten Ihr Kind da lassen (zum Beispiel wegen Vorerkrankungen, einer laufenden Kieferorthopädie oder warum auch immer), so können Sie das tun. Dabei ist es vollkommen egal ob dem Versicherer das passt oder ob dieser eigentlich Kinder gar nicht allein versichert. (–> Übersicht wer Kinder allein versichert) Es besteht KEINERLEI Pflicht das Kind zum neuen Versicherer mitzunehmen, es ändert nichts, aber auch gar nichts am bestehenden Schutz des Kindes und auch nicht am Arbeitgeberzuschuss!

Noch einige Informationen:

Machen Sie nichts voreilig. Sollten Sie den Versicherer wechseln wollen, haben Sie in den meisten Fällen noch bis Ende Januar Zeit und können somit in Ruhe entscheiden.

Vordrucke zur Kündigung der PKV finden Sie im Downloadbereich

Wichtig ist nur eins: Überlegen Sie gut und lassen sich ausführlich beraten. Lesen Sie Bedingungen, verstehen Sie was Sie abschließen und nutzen Sie die Expertise von spezialisierten Kollegen. Wenn Sie Fragen haben, fragen Sie bitte! –> Beratung und –> Anfrage zur PKV

Beitragserhöhung PKV, Vertrauensgarantie