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08.
Juni '15

Gastbeitrag: Auslandsreise Krankenversicherung


Dieser Beitrag wird freundlicherweise von meinem Kollegen Wolfgang Ruch zur Verfügung gestellt.

Ich habe in diesem Jahr das Projekt „Mr.MoneyPenny“ gestartet, und veröffentliche auf youtube jede Woche ein kurzes Video zu dem Themen Versicherung, Baufinanzierung und Geldanlage.

In dieser Woche ging es um die Auslandsreise Krankenversicherung.

Diese Versicherung ist neben der Haftpflicht und der Krankenversicherung sicherlich eine der wichtigsten Versicherungen für alle, die ins Ausland reisen, wenn auch nur für wenige Tage.

In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) besteht außerhalb Europa gar kein Versicherungsschutz und innerhalb Europa ein eingeschränkter. In der PKV ist zwar fast immer die Weltgeltung für Urlaubsweisen bis zu 6 Wochen versichert, nur sind hierbei die Höchstsätze der Gebührenordnung zu beachten. Ein Regelwerk, das ausländische Ärzte und Krankenhäuser nicht interessiert. Weiterhin sind nicht zwingend die Themen Rücktransport (hier noch den Unterschied zwischen medizinisch notwendigem und nur angeratenem Transport beachten), auch Selbstbeteiligungen, Einschränkungen bei ärztlicher Versorgung und mehr spielen hier eine Rolle.

Daher sollte jeder GKV und PKV Versicherte, neben seiner Krankenversicherung eine Auslandsreise Krankenversicherung haben. Diese gibt es schon für ca. 10,- Euro im Jahr.

ACHTUNG: Unter Umständen sehen die Bedingungen Ihrer PKV aber vor, das der Abschluss einer anderweitigen Krankenversicherung gemeldet werden muss. Dieses bitte unbedingt beachten und nicht vergessen. Auch kann eine Auslandsreiseversicherung bei einer Kreditkarte hier der Meldepflicht unterliegen.

Zu den anderen Videos aus der Reihe Mr.MoneyPenny gelangt man hier und wer möchte, kann gerne die weiteren Infos zu den Finanzthemen über Facebook erhalten.

30.
April '14

Gastbeitrag: Versicherungsvermittler – alles die gleichen „Versicherungsfuzzis“?


Das Thema Versicherungen ist schon von Natur aus kompliziert genug. Da gilt es, sich Gedanken zu machen, welchen Versicherungsschutz man braucht, welche Folgen die Missdeutung von Versicherungsbedingungen haben können und was man sich wie noch „gerade so” selbst leisten kann. Und dann bemerkt man irgendwann – meist sehr schnell: Ich schaff’ das nicht alleine und brauch dringend einen Berater. Und spätestens dann gehen die „Probleme” los.

Versicherungsvertreter oder Makler – die Unterschiede sind meistens nicht klar und werden auch so nicht wahrgenommen. Für die meisten Kunden ist es doch immer gleich. Der „Versicherungsfuzzi” will mir doch nur was verkaufen und lebt vom Verkauf. Doch worin unterscheiden sich denn die Beratertypen?

Seit 2007 benötigt jeder Versicherungsvermittler (Oberbegriff) eine Zulassung vom Gewerbeamt. Diese erhält man nur, wenn man einen guten Leumund, eine Vermögensschadenhaftpflicht für Beratungsfehler und eine Sachkunde hat. Zumindest hat sich der Gesetzgeber das ursprünglich einmal so vorgestellt. Die Wirklichkeit sieht, wie so oft, etwas anders aus:

Der Versicherungsvertreter

Am häufigsten in der Branche vorzufinden ist dieser Typ von Berater. Er ist bei einem Versicherer angestellt oder Handelsvertreter gem. § 84 Handelsgesetzbuch (HGB) und vermittelt auch nur für dieses Unternehmen Verträge. Verträge von anderen Unternehmen darf er nicht anbieten, auch nicht vermitteln. Würde er dies tun, so verstieße er gegen seinen Vertrag mit dem Unternehmen.
Leider gibt es auch bei dieser Gruppe zwei große Unterscheidungen:

Versicherungsvertreter mit einer Zulassung gem. §34 d Abs 1 GewO (Die haben eine eigene Zulassung und auch die entsprechende Sachkunde)
Es gibt aber auch die Versicherungsvertreter gem. §34 d Abs 4 GewO. (Die haben keine eigene Zulassung, der gute Leumund wurde nicht von der IHK überprüft und viel wichtiger: Es wurde keine Sachkunde in Form von Prüfungen oder Berufsabschlüssen vorgelegt. Die Versicherungsgesellschaft übernimmt die „Verantwortung“ und die Vermittler dürfen fleißig Versicherungen vermitteln)
Damit Sie einmal überprüfen können, zu welchem Typ Ihr Berater gehört, gibt es eine einsehbare Liste aller Versicherungsvermittler beim DIHK:
www.vermittlerregister.org

Beim Versicherer angestellte Versicherungsvermittler finden Sie nicht in dem Register, da diese keine eigene Zulassung haben. Es wurde damit auch keine Sachkunde oder der gute Leumund bei der IHK nachgewiesen.

Vorteile des Versicherungsvertreters:

Der Berater kennt seine Produkte genau. Durch die begrenzte Anzahl der Tarife sollte der (mehr …)

13.
Juli '12

Gastbeitrag: Berufsunfähigkeit – das unterschätzte Risiko


Das Risiko berufsunfähig zu werden wird häufig falsch eingeschätzt. Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie des Forsa Institut, im Auftrag der Versicherungskammer Bayern(VKB). Die Umfrage wurde im Februar 2012 in Bayern durchgeführt.

Schätzung des Anteils derer, die im Laufe ihres Lebens berufsunfähig werden (n=500 Bayern; Quelle: Versicherungskammer Bayern) © Versicherungskammer Bayern

Fast die Hälfte der Befragten geht davon aus, dass maximal 10% der Gesamtbevölkerung im Laufe des Lebens arbeitsunfähig werden. Tatsächlich scheiden inzwischen schon fast 25% der Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Berufsleben aus.

Diese Einschätzung ist besonders auffällig, weil knapp 33% ihren Beruf für besonders stressig und ca. 15% ihren Beruf für körperlich anstrengend oder gar gefährlich halten. Zu dem gibt fast jeder Dritte an einen Betroffenen in seinem Umfeld zu kennen.

„Wenn schon berufsunfähig, dann sind es doch bestimmt die anderen“,

scheint hier die Meinung der Befragten zu sein. (mehr …)

08.
Februar '12

Warum Versicherungsmakler im Social Web oftmals untergehen [Gastbeitrag]


Das Versicherungen im Social Web etwa 4-5 Jahre hinter dem Status Quo hinterher sind, wurde erst kürzlich durch eine Studie belegt. Es benötigt hierfür bedauerlicherweise keine Studie, um das Ergebnis zu verifizieren. Deutsche Versicherer und Versicherungsmakler sind im Social Web oft noch nicht angekommen. Die Gründe hierfür sind oftmals mangelnde Fachkenntnis und die damit verbundene Fehleinschätzung der digitalen Welt.

Aus der Vergangenheit

Was sich auf den ersten Blick etwas dramatisch anhört, liegt in der Natur der Dinge. Versicherungen sind keine Kommunikatoren. Dies waren sie auch in den vergangenen Jahrzehnten nicht – mit einer Ausnahme: Verkaufen. Seien wir ehrlich: Versicherungen genießen nicht den besten Ruf. Genau dies könnte ein Versicherer für sich durch aktive Präsenz im Social Web ändern. Und verzeihen Sie mir den Seitenhieb.

Imagefilme will niemand sehen

Es gibt Makler, Verbände und Gesellschaften die sich im Social Web bewegen. Die haben eine Homepage, schlimmere Fälle machen Videos auf Youtube. Videos auf Youtube sind nicht schlecht – aber die übermittelte Botschaft ist meist völlig unbrauchbar. Ich komme nicht aus der Versicherungsbranche und kann sagen: Ich kenne niemanden, der sich im Internet ein 15-minütiges Amateurvideo eines Versicherungsmaklers anschaut. Warum sollten Sie oder ich meine kostbare Zeit derartig verschwenden?

Videos ja, aber bitte richtig

FilmrolleMit der interaktiven Kommunikation ist ein weiterer entscheidender Baustein hinzugekommen: Relevanz. Den Inhalt oder die Information, die Sie als Versicherungsunternehmen an den potenziellen Kunden bringen möchten, benötigt auch eine Relevanz zu ihm. Sonst sind Sie ja auch nicht bereit, sich dieses Video oder den Artikel durchzulesen. Welche Relevanz hat ein Imagevideo, indem mir jemand erzählt, wie gut er seinen Job macht?

Die Relevanz können Sie in diesem Fall sehr einfach schaffen. Sie haben doch Kunden, die eine Fragen haben. Sie können die Frage einfach in die Kamera beantworten. Sie haben nicht nur ihrem Kunden geholfen, Sie haben auch ein konkretes Problem gelöst. Sie haben dieses Problem für die Leute gelöst, für die diese Information von Interesse gewesen ist. Sie sollten die Videolänge nach Möglichkeit bei 2 Minuten (besser 90 Sekunden incl. Intro und Outro) halten. Wenn Sie ein neues Smartphone besitzen, reicht dies als technische Ausstattung erst mal völlig aus. Ein Filmstudio können Sie sich bei übermäßigem Erfolg immer noch zulegen. Achten Sie aber bitte darauf, dass der Ton nicht so klingt, als würden Sie in einen leeren Suppentopf sprechen!

Nach den Inhalten kommt die Vernetzung

LeuteEs ist völlig egal, ob Sie wie Herr Hennig einen Blog betreiben oder Videos bei Youtube einstellen. Nachdem Sie nun Inhalte (für das Internet) produzieren, sollten Sie sich auch aktiv vernetzen. Die Vernetzung ist sehr wichtig für den Erfolg ihrer Marketingausrichtung. Wenn Sie sich nicht vernetzen, haben Sie eine isolierte Basis geschaffen. Sie zeigen sich doch auch auf Veranstaltungen aller Art, dies können Sie im Web auch tun. Wenn Sie sich nicht sicher sind, dann lauschen Sie eben erst einmal. Sie können übrigens auch konkrete Probleme lösen, obwohl man Sie nicht aktiv gefragt hat. Immerhin ist es Ihr Ziel sich eine Zuhörerschaft aufzubauen, die Ihre Kompetenz unterstreicht und nicht zuletzt Sie dann auch weiterempfiehlt.

Ein Schritt nach dem anderen

Machen Sie einen Schritt nach dem Nächsten. Sie sollten einen weiteren Schritt gehen, wenn Sie in ihrem aktuellen Standpunkt wirklich sattelfest sind. Wenn Sie anfange zu bloggen, dann sollten Sie ihr Netzwerk erst weiter auf Facebook oder Twitter aufbauen, wenn Sie auch bloggen können. D.h. mit der Technik vertraut sind, langsam mit anderen Bloggern und Lesern in Kontakt kommen und der Stein ins Rollen kommt.

Welchen ersten Schritt Sie machen können, habe ich Ihnen in meinem Blog notiert. Sie sollten sich dabei noch festhalten, wie häufig Sie ihren Aktivitäten im Social Web nachkommen wollen. Es wird Ihnen helfen, eine Routine zu bekommen. Und denken Sie bitte daran, dass Social Web kostet auch Zeit!

Über den Autor

Kai ThrunKai Thrun ist Web-Generalist, passionierter Blogger und beschäftigt sich mit Kommunikationsmanagement. Er veröffentlicht fast täglich Publikationen in seinem Blog, aber auch in klassischen Medien findet man seine Schriften regelmäßig wieder. Sie finden Ihn auch auf Twitter, Facebook, Google+, XING oder LinkedIn

19.
Januar '11

Gastbeitrag: Richtiges Verhalten im Schadensfall


Hier lesen Sie einen Gastbeitrag meines Kollegen Wolfgang Ruch

Häufig wird über Versicherungsgesellschaften geschimpft, da diese im Schadensfall nicht das Geld ausbezahlen, was die Kunden erwarten. Häufig liegt dies jedoch am Fehlverhalten des Kunden, welches durch einfache Verhaltensregeln behoben werden kann.

In der Kommunikation mit Kunden unterscheide ich folgende Bereiche:

a) Richtiges Verhalten vor dem Schadensfall

b) Richtiges Verhalten im Schadensfall

c) Richtiges Verhalten nach dem Schadensfall

Zu a) Richtiges Verhalten vor dem Schadensfall:

Kunden von Herrn Hennig kennen das schon aus seinen vielen Blogbeiträgen im Zusammenhang mit der PKV. Man muss sich genau die Frage stellen, ist diese Versicherung das richtige für mich und wenn ja, welche Leistungen wünsche ich. Der Preis (Beitrag) ist dann das Ergebnis dieser Wahl.

So muss man dies auch bei den verschiedenen Sachversicherungen des Privathaushaltes sehen (Haftpflicht, Hausrat, Rechtschutz, Wohngebäude etc.)

Welchen Versicherungsschutz möchte ich versichert haben.

Hier am Beispiel einer Wohngebäudeversicherung:

– Wie hoch muss die Versicherungssumme sein?

– Sollen Elementarschäden mitversichert sein?

– Habe ich eine Fußbodenheizung, ein Aquarium oder ein Schwimmbad im Haus?

– Wollen Sie z.B. grobe Fahrlässigkeit mitversichert haben?

Feuer, Leitungswasser, Sturm- und Hagel haben i.d.R. alle Wohngebäudeversicherungen abgesichert. Es kommt auf die kleinen Bausteine im Versicherungsschutz an. Diese stehen nicht auf der Police, sondern in den 30 Seiten beigefügten Versicherungsbedingungen. Das ist das Kleingedruckte, das die Kunden meist nicht lesen…

Damit haben Sie einen passenden Versicherungsschutz und wissen, was versichert ist.

Der 1. Schritt, damit in der Schadenregulierung kein böses Erwachen kommt.

Informationen zu verschiedenen Versicherungen finden Sie unter:

www.ruch-finanzberatung.de und dann unter Versicherungsvergleiche.

Zu b) Richtiges Verhalten im Schadensfall:

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem Urteil die Verpflichtung eines Kunden im Schadenfall wie folgt beschrieben:

„Ein Versicherungsnehmer hat sich im Schadensfall so zu verhalten, als wäre er nicht versichert.“

D.h., Sie brauchen in einem lichterloh brennenden Haus nicht den Helden spielen, um ihre Möbel zu retten und sich dabei in Lebensgefahr zu bringen. Ein Anruf bei der Feuerwehr genügt. Das gemütliche Abwarten, bis alles auf die Grundmauern runtergebrannt ist, da man sowieso neu bauen wollte, ist sicherlich kein richtiges Verhalten.

Als nächstes ist unverzüglich, das heißt im juristendeutsch: ohne schuldhaftes verzögern, die Versicherungsgesellschaft über den Schaden zu informieren.

Zu c) Richtiges Verhalten nach dem Schadensfall:

Hier passieren die meisten Fehler der Kunden. Eine Versicherungsgesellschaft muss sich einen Eindruck von dem Schadensereignis machen können. D.h., der Schaden sollte nicht schon beseitigt sein oder defekte Gegenstände weggeworfen.

Weiterhin ist umgehend das von der Versicherung übermittelte Schadensformular vollständig auszufüllen und zurückzusenden. Dabei sollte natürlich auf die Formulierung des Textes geachtet werden. Falsche Angaben führen zum Verlust des Versicherungsschutzes, unglückliche Wortwahl durch Ausschlüsse in den Bedingungen aber teilweise auch.

So wird bei einem Feuerbrand durch einen brennenden Weihnachtsbaum sehr genau darauf geachtet, wie lange man den Raum verlassen hat. Da kann es um den Grund und um die Dauer gehen, die über die Erstattung des abgebrannten Hauses oder den fehlenden Versicherungsschutz entscheiden.

Tipp: lassen Sie sich bei der Schadensregulierung von einem Fachmann helfen!

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an mich und mein Team.

Tel: 03303 / 548 265

Fax: 03303 / 548 266

e-mail: info@ruch-finanzberatung.de

homepage: www.ruch-finanzberatung.de