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29.
Oktober '18

Axa Krankenversicherung mit weiterer Anpassung in Alttarifen Vital und weitere


Die Kunden der Axa Krankenversicherung sind Kummer gewohnt. Die Anpassungen in den letzten Jahren waren mehr als deutlich, gerade in den VITAL oder auch damals dem Eco RA Tarif. Oft wurde „Ruhe“ versprochen, beschwichtigt und die „Alles wird gut Methode“ als Antwort parat gelegt. Das passierte gegenüber Kunden und Vermittlern.

Ich hatte in der Vergangenheit bereits einige Male dazu geschrieben, diese Beiträge können Sie hier nachlesen.

Doch nun ist die nächste Runde fällig und die ersten Kunden bekommen in den folgenden Tagen Post. Vermittler hat die Axa schon einmal in einem Webinar vorbereitet, wie man denn am besten auf die Rückfragen reagiert. Dieses Jahr wird es dann für Kunden in den alten Tarifen wieder einmal etwas aufregend.

Welche Axa Tarife werden angepasst?

Wir müssen grundsätzlich zunächst die Tarifwelten unterscheiden. Dabei gibt es die Tarife der alten Welt (bisex), der neuen Welt (bisex) und die Tarife in der Unisexwelt. Angepasst werden folgende Tarife zum 01. 01. 2019. Wir sprechen also über Tarife vor dem 21.12.2012.

  • – VITAL 250 für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 750 für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 300 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 600 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 900 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Beitragsentlastungsbaustein BEA für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Beitragsentlastungsbaustein BEA-N für Männer und Frauen
  • – ECO 5200 und Eco 4200 für Männer und Frauen
  • – ECR 2600 und 5000 für Männer
  • – VISION 1 für Männer
  • – Vision 1 für Männer, Kinder / Jugendliche

Dazu kommen diverse Anpassungen für Pflege(zusatz)tarife, weitere Zusatztarife und Anpassungen in den Beihilfetarifen für Beamte.

Ein Beispiel in Zahlen?

Ein Versicherter, geboren 1982, also heute 36 Jahre alt, ist in den folgenden Tarifen versichert und bekommt die angezeigten Anpassungen.

Beitrag alt Beitrag neu Veränderung
Vital 750 297,95 € 338,49 € 40,54 €
Vital Z 65,13 € 65,13 € – €
TV43 51,82 € 51,82 € – €
EHP 17,40 € 17,40 € – €
ESP 8,88 € 8,88 € – €
PVN 21,54 € 30,77 € 9,23 €
462,72 € 512,49 € 49,77 €
10,76%

Jetzt ist die Erhöhung mit knapp 10% nicht schön, realistisch sprechen wir aber immer noch um zu billige Beiträge. Schauen wir uns zum Vergleich den GKV Höchstbeitrag an, aber auch durchaus andere Tarife am Markt.

Was versicherten Sorgen macht ist auch nicht die eine Anpassung, sondern eher die Entwicklung in den letzten Jahren und die damit verbundenen Aussichten. Doch welche Möglichkeiten haben diese nun?

Tarifwechseln innerhalb der Axa

Zunächst einmal sollte, vor jedem anderen Wechsel, immer nach einem internen Wechsel bei der eigenen Gesellschaft geschaut werden. Dabei sind aber zunächst wichtige und weitere Fragen zu klären. Ein Anspruch an seine Krankenversicherung kann sich in den Jahren durchaus ändern. Wer also damals- vielleicht auch etwas unbedarft oder mit zu wenig Beratung- einen Tarif gewählt hat, der heute nicht passt, der muss dieses ändern.

Eine Änderung mit einer Verbesserung der Tarifleistungen ist nur mit neuer Gesundheitsprüfung oder eben dem Ausschluss von Mehrleistungen zu bekommen. Aber, dennoch kann dieser in einzelnen Fällen sinnvoll sein.

Dazu muss aber klar sein, was Sie von Ihrer Krankenversicherung heute und zukünftig erwarten. Es bringt gar nichts nur mal schnell wegen einer Anpassung einen Wechsel zu vollziehen. Schauen Sie gern einmal in die Auswahlkriterien und in den Kriterienfragebogen und überlegen sich, welche Leistungen Ihnen persönlich wichtig sind.

Bedenken Sie dabei auch mögliche Veränderungen im privaten oder beruflichen Umfeld in den kommenden Jahren.

Tarifwechseln zu einer anderen Gesellschaft

Natürlich ist auch ein Wechsel zu anderen Anbietern möglich, wenn diese passen und sich die Umstände anders darstellen im Vergleich zu damals. Dabei sind verschiedene Fragen zu klären und dieses sollte niemals ohne eine sorgfältige Beratung und Abwägung der Vor- und Nachteile passieren.

Fangen wir zunächst mit den Nachteilen an, diese sollten Sie immer kennen und mit Ihrem Berater besprechen, nur so ist eine sinnvolle Entscheidung möglich.

  • – neue Gesundheitsprüfung
  • – neuer Beginn von Fristen, Zahnstaffeln etc.
  • – neue Fristen bei der vorvertraglichen Anzeigepflicht
  • – neues Eintrittsalter
  • – ggf. Verlust von Beitragsrückerstattungen
  • – Verlust der Alterungsrückstellungen
  • – höhere Beiträge ab Beginn

Doch wo es Nachteile gibt, warten auch Vorteile. Ein Interessent schrieb neulich: „Was nützt es mir mit einem billigen Ticket in einem Zug zu sitzen, welcher dann an die Wand fährt.“ Auch wenn es natürlich auch bei anderen Unternehmen Anpassungen gibt, bietet ein Wechsel durchaus auch Vorteile.

Vorteile eines Wechsels der Gesellschaft

  • – sorgfältigere Auswahl der passenden Tarife
  • – bessere Aufstellung des Unternehmens, der Kalkulation, der Annahmepolitik
  • – ein Tarif welcher besser passt
  • – neuere Tarifwerke, bessere Wechseloptionen
  • – eine Auswahl welche generell besser passt

Dabei gibt es sicher kein Patentrezept und so kann der Rat bei einem Kollegen oder Bekannten ein anderer sein. Dennoch stellt sich bei vielen immer wieder die Frage was nun richtig sei. Einige haben bei der letzten Anpassung noch gezögert und wollten abwarten, andere haben das Unternehmen verlassen.

Die große Frage – was tun?

Eine passende und für Sie sinnvolle Lösung lässt sich nur in einem Beratungsprozess herausfinden. Dazu gehören verschiedene Daten und Fakten, erst damit wird sich ein qualifizierter Berater mit Ihnen gemeinsam um eine Lösung bemühen können.

Fragen welche Sie in jedem Fall vor der Anfrage zur Beratung beantworten sollten:

  • – Wie lange sind Sie in dem Tarif
  • – gab es schon Tarifwechsel
  • – was waren die Gründe damals, sich für genau diesen Schutz zu entscheiden?
  • – haben sich die Umstände (privat oder beruflich) verändert?
  • – wie sieht die heutige Lebensplanung aus?
  • – wurden die Leistungen bewusst ausgewählt?
  • – fehlen Ihnen im Tarif derzeit Leistungen? welche?
  • – haben sich die Wünsche an einen Versicherungsschutz geändert?
  • – wie ist Ihr aktueller Gesundheitszustand und wie war dieser in möglichen Abfragezeiträumen?
  • – zahlen Sie derzeit Risikozuschläge?

All diese Fragen sind wichtig, wichtig damit Sie sich hierzu nicht nur Gedanken machen sollten, sondern diese auch in einer Beratung besprechen. Nur so kommen Sie sinnvoll an Ihr Ziel. Dazu noch etwas zu Lesen.

–> In der Privaten Krankenversicherung sparen Sie kein Geld

–> Niemand muss in die Private Krankenversicherung

Wo bekomme ich Beratung?

Zunächst einmal sollten Sie nachschauen, wo der alte Vertrag abgeschlossen wurde. Wurde der Berater von Ihnen ausgewählt? Warum?

Betreut dieser den Vertrag heute noch und kann dieser mit Ihnen auch nach Alternativen schauen, ist er also Makler oder Mehrfachagent, oder Vertreter der Axa?

–> Wo bekommen Sie unabhängige Beratung?

Nach Auswahl eines spezialisierten Beraters klären Sie mit diesem alle Fragen, prüfen Tarifwechsel innerhalb und aus außerhalb der Axa und überlegen dann gemeinsam, was zu tun ist.

Haben Sie keinen Berater oder weitere Fragen, so stellen Sie diese gern als Kommentar unter dem Beitrag, im Livechat oder über das Kontaktformular.

08.
September '17

AXA Krankenversicherung mit völligem Versagen in der Kalkulation? Neue Beitragsanpassung zum 01.01.2018


Manchmal frage ich mich, was Aktuare machen und da wundert es dann am Ende auch nicht, das hier ein Verfahren gegen die Axa zur Frage der Unabhängigkeit des Aktuars läuft.  Bereits im vorletzten und letzten Jahr bekamen die Kunden in den AXA Vital und EL, EL Bonus Tarifen Post zu der Anpassung. Klar waren die Tarife zu günstig, aber 34% Anpassung in den Bisextarifen waren damals schon heftig.

–> 34% Anpassung in den AXA VITAL Tarifen – was Sie tun können

Schon in dem oben verlinkten Beitrag hatte ich eine Berechnung angestellt, eine die einmal die Beitragsentwicklung und die Höchstbeiträge der GKV gegenübergestellt. Da war schnell zu sehen, Versicherte die über Jahre mehrere hundert Euro in die eigene Tasche gesteckt haben, müssen diese nachzahlen. Das geht nur in Form einer Beitragsanpassung. Doch schauen wir uns nun die aktuellen Zahlen einmal an:

Was passiert hier eigentlich?

Zunächst einmal gilt, Beiträge werden niemals in % angepasst, sondern in Euro. Bedeutet aber im Umkehrschluss auch, Anpassungen sind nötig, wichtig und erforderlich um die Leistungsfähigkeit der Krankenversicherung und auch der gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten.

In der gesetzlichen Krankenkasse finden die Anpassung auf zwei Arten statt. Eine betrifft alle, eine nur die freiwillig versicherten Kunden. Die erste ist eine Anpassung/ Anhebung des Zusatzbeitrages. Dieser wird direkt und vollständig von dem Versicherten bezahlt, der Arbeitgeber beteiligt sich hier nicht. Die zweite Anpassung betrifft nur die Versicherten über der Beitragsbemessungsgrenze. Hier wird durch Anhebung der Grenze (Zahlen für 2018 sind noch nicht bekannt, aber vorr. auch hier vergleichbar zu den Anpassungen 2017) mehr Einkommen beitragspflichtig. Doch die Axa und/ oder deren Aktuar scheinen nicht so richtig vernünftig kalkuliert zu haben, denn die aktuelle Anpassung betrifft die UNISEX Tarife, also eigentlich Tarife welche mit geringeren Zinserträge kalkuliert wurden.

Warum so hohe Anpassungen?

Am Ende wird es teilweise Spekulation bleiben, es sei denn wir kennen die vollständigen Unterlagen, auf die hat aber nur der Kunde in einem Gerichtsverfahren oder mit Einsicht durch einen anderen Treuhändler eine Chance. Die AXA scheint es hier in den neuen Tarifen der Unisexwelt nicht ansatzweise in den Griff zu bekommen.

Es ist nicht nur peinlich für die Axa und schlimm für den Kunden, es ist einfach eine Schande für alle Versicherer welche sauber und seriös kalkulierten.

Die Anpassungen in einem Beispiel

Doch um das ganze etwas plastischer und verständlicher zu machen und weg zu kommen von pauschalen Prozentaussagen, schauen wir und einmal eine Kundin an. Im Jahr 2016 versicherte sich diese in den Tarifen der AXA. 27 Jahre ist die Kundin heute, 26 Jahre also bei Abschluss des Vertrages.

Neben dem Haupttarif, dem BA6-U (einem Tarif für Ärzte) wurde der Kundin der passende Zahntarif, das Krankentagegeld und die Pflegeversicherung verkauft. Dazu, weil der Beitrag ja bisher zu niedrig war und man ja keinen AG Zuschuss verschenken will, ein Beitragsentlastungsbaustein mit 150 € monatlicher Entlastung und einem Beitrag von 49,65 €.

Nach Abzug des Arbeitgeberanteils bleibt der Kundin ein Eigenanteil in Höhe von 298 €, dort sind alle Vertragsbausteine berücksichtigt. Wäre die Kundin in der GKV geblieben, so läge Ihr Beitrag in 2017 bei:

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2017: 383,89 € zuzüglich des Zusatzbeitrag der GKV, einkommensabhängig wenn erhoben.

Jetzt müssen wir fairerweise drei weitere Punkte berücksichtigen.

  1. Der Beitrag von 49,65 € muss raus, den eine Beitragsentlastung im Alter gibt es so in der GKV nicht.
  2. Das Krankengeld beträgt in der GKV knapp 90 €, nicht 120. Fehlen also weitere 7,80 €
  3. Die Tarife sind deutlich leistungsfähiger geübter der GKV. Um hier wenigstens ansatzweise einen Vergleich herzustellen, benötigen wir Zusatzversicherungen. Besonders im Bereich stationär, ambulant ebenfalls (auch wenn der volle Zustand Privatpatient so nicht herzustellen ist), dazu Zahnzusatz und eine mehr. Realistisch werden wir wohl bei dem Alter bei ca. 70-100 € für die Zusatzversicherungen herauskommen.

In der Praxis und im direkten Vergleich sieht das dann so aus:

GKV PKV
Krankenversicherung 635,10 € 520,86 €
Pflegeversicherung 121,80 € 26,68 €
Zusatzbeitrag GKV 43,50 € –   €
Beitragsentlastung –   € 49,65 €
Zusatzversicherungen 80,00 € –   €
AG Zuschuss KV -317,55 € -298,60 €
AG Zuschuss PV -55,46 € -13,34 €
Arbeitnehmeranteil 507,39 € 285,26 €
ERSPARNIS m. Entlastung 222,14 €
ERSPARNIS ohne Entlastung 172,49 €
ERSPARNIS ohne Zusatzvers. 142,14 €

Machen wir also einen ehrlichen Vergleich, so hat der Kunde/ die Kundin hier einen monatlichen Differenzbetrag, also eine Ersparnis von 222 € JEDEN MONAT. Selbst wenn wir die benötigten Zusatzversicherungen wieder rausnehmen und damit Äpfel mit Birnen vergleichen, dann bleiben immer noch 142,14 € übrig.

DAS IST ABER DAS PROBLEM. Es ist einfach illusorisch zu glauben, mit 1/3 oder mehr weniger Beitragszahlung kann etwas seriös kalkuliertes herauskommen. SO und genau so kam es auch. Hier kam die Anpassung nach dem ersten Jahr. So sah es aus:

Knapp 70 € mehr Beitrag wollte die AXA zum 01. 01. 2017 von der Versicherte Kundin. Das ist schon mal eine Ansage, denn gegenüber dem ursprünglichen KV Beitrag (nur dem Anteil für den VA-6) war es eine deutliche Anpassung. 18% oder eben 70 € ist etwas deutlich spürbares, auch wenn wir hier noch einen Teil vom Arbeitgeber wieder bekommen. Die Verärgerung auf Kundenseite kann ich nachvollziehen, bedingt.

Der Berater hätte hinweisen müssen, hinweisen auf mögliche Anpassungen, auf Tarife die zu billig sind, aber dann klappt ja das Argument „Geld sparen nicht“. Blöd nur, in der PKV ist kein Geld zu sparen, nicht ein Cent.

–> In der Privaten Krankenversicherung sparen Sie kein Geld 

–> Niemand muss in dei Private Krankenversicherung

Dabei sollte die AXA es doch besser wissen, denn die alten Vital Tarife in der Bisexwelt sind auch schon so katastrophal gelaufen, nicht weil diese zu stark angepasst sind, sondern weil der Tarif zu billig ist. BILLIG ist aber KEIN Auswahlkriterium in der Privaten Krankenversicherung. Alles was Sie heute nicht zahlen, zahlen Sie nach. Mit Zinsen, Zinseszinsen und mehr.

Die Anpassungen der AXA zum 01. 01. 2018

Einige Kunden werden die Tage Post bekommen, deutliche Aussagen und unangenehm wird es auch, denn hier zeigt sich der nächste Kalkulationsfehler der Axa.

Beitragserhöhungen in den UNISEXTARIFEN der AXA

Tarif Kompakt Zahn U, Erhöhung zwischen 9 und 17%

Tarif Prem Zahn U, Erhöhung bei Kindern bis 11%

EL BONUS U, Erhöhung 11 bis 20%

KSG-U (Schwere Krankheiten) Beitragssenkungen

Komfort Zahn U, Beitragserhöhungen bei Kindern bis 13%

VITAL 300 U, Beitragserhöhungen 6% (Kinder), Erwachsene bis 38%!

VITAL 900 U, Beitragserhöhungen 4- 10 %

Ärztetarif VZ600-U, Erhöhungen 19- 28%

Durchschnittliche Anpassung (über 76 Tarife) 3 bis 14%

Ganz deutlich:

Das was die AXA hier an Kalkulation abliefert und an Anpassungen erforderlich macht ist teilweise hausgemacht. Wenn man billige, billiger und am billigsten sein will und meint Kunden mit solchen Tarifen zu ködern, dann rächt sich das irgendwann. Dazu gibt es noch einige weitere Beispiele in der Branche.

Wer Ihnen heute verspricht, Sie sparen Geld und alles ist besser und billiger, dann sollten Sie das schnell und deutlich hinterfragen und auf solche Tarife verzichten. Es muss nicht jeder in die PKV der es darf, aber wer es kann und will, der sollte sich im Klaren sein. UNTER GKV Höchstbeitrag hat es einen Haken.

PKV ist NICHTS ZUM GELD SPAREN

Wer in die PKV wechselt, weil der Berater ihm sagt damit spart er Geld, der sollte den schnell wieder vor die Tür setzten. Ganz schnell. Bereist vor Jahren habe ich in diversen Beiträgen geschrieben, eine „PKV muss man sich leisten können und wollen“ und diese eignet sich nicht zum Geld sparen. Das ist auch einfach erklärt. Leistung muss irgendwo her kommen. Diese muss schlechtweg bezahlt werden.

Aber wer hat 1500 € Beitrag im Alter?

Das nächste Szenario. Horrorvorstellungen von 1.500 € Beiträgen im Alter, die dann bei kleiner Rente nicht mehr zu bezahlen sind. Dabei sind aber viele vergessene Punkte. Zum einen wird nicht einmal hinterfragt was genau sind denn 1.500 € dann wert? So viel wie heute 500, 700, 900 oder 1500? Wie wird sich die Rente und der Beitrag der GKV entwickelt haben? Und eine weitere Frage die sich stellt… auf WAS genau zahlen Sie Beiträge? Neben gesetzlicher Rente bestehen bei Menschen die heute aufgrund Ihres Einkommens in die PKV dürfen oft andere Einkünfte. Zur gesetzlichen Rente kommen dann Leistungen wie die private Altersvorsorge, betriebliche Renten oder Direktversicherungen, Einkünfte aus Kapitalanlagen oder Mieten- all dieses sind Einkünfte die schon heute oder im Alter mit einem Beitrag in der GKV belegt werden (können), je nach Lust und Laune des Gesetzgebers.

Auch das ist ein nicht unerheblicher Punkt. Was nützt mir ein Beitrag von 200 € in der GKV auf meine Rente, wenn weitere X Euro auf andere Einkünfte anfallen?

Bitte: Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen !

Natürlich kann eine Entscheidung für eine PKV oder speziell für einen Tarif oder eine Gesellschaft falsch gewesen sein. Natürlich sind einige Gesellschaften in der Vergangenheit nicht in der Lage gewesen die Beiträge so zu kalkulieren, dass diese auch stabil bleiben können und es ging vielfach um billig, statt gut. Geld verschwindet in der PKV aber auch nicht. Kommt aber seit Jahrzehnten zu wenig Beitrag herein, sind die Leistungen noch größer als in der GKV, wo soll denn das Geld herkommen um noch etwas für’s Alter zu investieren?

Was können Sie konkret tun?

1.) Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz auf die notwenigen Leistungen. Unter dem Punkt –> Auswahlkriterien finden Sie neben den Tipps was „drin sein sollte oder kann“ auch Hinweise wie Sie Ihren Schutz finden.

2.) Machen Sie sich klar, das Geld sparen mit der PKV nicht funktioniert und legen Sie Geld zurück. Das kann (steuerlich begünstigt und AG Zuschuss optimiert) in der PKV erfolgen, dazu bieten sich so genannte Beitragsentlastungsbausteine an, aber auch die haben nicht nur Vorteile

3.) Tarifwechsel innerhalb der Gesellschaft sind teilweise sinnvoll. Aber nicht jeder was dieser Tarifwechselhaieberater erzählt, ist auch zu Ihrem Besten… Also hinterfragen Sie auch hier und überlegen was Sie tun können.

4.) Natürlich können Sie heute wechseln. In der aktuellen Unisextarifwelt gibt es auch heute passende(re) Tarife, manchmal. Das will aber sehr gut überlegt sein und ist keinesfalls nur von der Prämie heute abhängig. Bei Frauen macht eine Überprüfung oft Sinn, ist aber nicht gleichbedeutend mit einer Wechselempfehlung, da hier noch andere Punkte eine Rolle spielen.

Ich hoffe zumindest etwas Licht ins Dunkel bringen zu können. Falls Sie weiter Fragen haben, senden Sie mir gern eine E-Mail an [email protected] oder nutzen das Anfrageformular. Gern überlegen wir gemeinsam oder ich empfehle Ihnen eine Versicherungsberater der Ihnen dann weiter helfen kann, schauen wir mal.

Übrigens: Auch die RuV bekleckert sich in diesem Jahr mal wieder nicht mit Ruhm und seriöser Kalkulation, dazu aber in einem anderen Beitrag mehr.

04.
Mai '15

AXA Krankenversicherung mit Beitragsgarantie in der UnisexWelt teilweise bis 2017


Es wird immer früher, wir werden wohl noch Jahre erleben in denen die Beitragsgarantien für die private Krankenversicherung bereits im Januar angekündigt werden. Der Versicherer meint er müsste der schnellste, erste und beste sein und verkünden wie stabil sein Beiträge sind.

Wann werden Beiträge angepasst?

Die Beitragsanpassungen der privaten Krankenversicherung hat mehrere Gründe. Zum einen leben die Menschen länger, was zu einer längeren Leistungspflicht des Krankenversicherers führen kann und dementsprechend zu höheren Kosten. Zum anderen gibt es im Gesundheitswesen durchaus steigende Kosten, Elche sich in höheren Beiträgen bemerkbar machen können.

Axa BAP

Beitragsgarantie bis 2017

Und so haben wir mit der AXA Krankenversicherung einen der ersten Krankenversicherer, welche freudig verkünden dass ein Großteil ihrer Tarife in der UnisexWelt beitragsstabil bis zum Jahr 2017 bleiben, das bedeutet konkret das es zum 1. Januar 2016 keine Beitragserhöhung geben wird. Liest man die Beitragsgarantie etwas genauer, so steht dort:

Wir garantieren Ihnen, dass die Neugeschäftsbeiträge in der Unisex-Tarifwelt von AXA Krankenversicherung, bis auf ganz wenige Ausnahmen, vor dem 01.01.2017 nicht erhöht werden.*

* Ausgenommen von der Beitragsgarantie sind die Tarife Vital 900-U (nur Erwachsene), EG080-U und ARL-U (jeweils nur Kinder und Jugendliche). Zu den Tarifen Pflege- vorsorge Flex-U und GEPV, sowie zum Basistarif, können derzeit noch keine Aussagen getroffen werden.

Und jetzt lesen wir nochmal die einzelnen Worte und stellen fest, es geht um das Neugeschäft, nicht in den Bestandskunden. Weiterhin geht es um eine Beitragsstabilität bis 2017, die Garantie sagt also aus es gibt die nächste Anpassung der Beiträge frühestens am 1.1.2017. Ich persönlich würde von einer Garantie für das Jahr 2016 sprechen, aber das System der Unterschied zum Marketing.

Was bringt diese Beitragsgarantie?

Ganz vereinfacht würde ich behaupten nichts. Natürlich ist es für den Neukunden, welche sich heute in den Unisextarifen der AXA versichert nicht schlecht zu wissen, dass er nicht gleich am nächsten Jahresanfang mit einer Beitragserhöhung rechnen muss. Ansonsten ist mit solchen Aussagen leider wenig anzufangen, da es eben weder den Bestand betrifft (der Kunde der sich also heute versichert, ist am 1.1.2016 Bestandskunde, was bedeutet der Bestand könnte eine Anpassung bekommen) noch dieses eine verbindliche Aussage für die Zukunft sein kann. Beitragsanpassungen in der privaten Krankenversicherung sind schlichtweg notwendig um die Leistungsfähigkeit des Versicherers zu erhalten und sich ansteigende Kosten und längere Lebenserwartung anzupassen.

Ist solch eine Garantie eine Entscheidung für einen Versicherer?

Ganz sicher nicht, denn die Beitragsanpassungen ist eine Momentaufnahme. Auch wenn ein Versicherer Ihnen heute garantiert dass sich die Neugeschäftsbeiträge die nächsten beiden Jahre nicht verändern, was haben Sie davon? Bei der Auswahl des passenden Tarifes zu privaten Krankenversicherung geht es vielmehr um das gewünschte Leistungsniveau, welches abgesichert werden soll und darum, diese Absicherung möglichst optimal auf die eigenen Bedürfnisse abzustimmen. Natürlich gehört dabei die Qualität der Gesellschaft, Bilanzkennzahlen und sonstige Informationen über die bisherige Beitragsentwicklung zur notwendigen Information, liefern aber keinen berechtigten Anhaltspunkt für oder gegen eine Gesellschaft.