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21.
Februar '19

Wer solche Berater hat, braucht keine Feinde – warum Qualifizierung des Beraters elementar ist


Es gibt so Anfragen und Geschichten Schicksale, da fällt einem auch als Makler wenig bis nichts mehr zu ein. Zwei davon hatte ich gleich heute im Postfach. Eine drehte sich um Wucherhonorare eines „Kollegen“ bei einem Tarifwechsel (die erzähle ich vielleicht später einmal) und eine betrifft eine junge Frau, schwerbehindert, mit psychischen Erkrankungen und nun ohne bezahlbaren Versicherungsschutz. Hier zeigt sich wieder einmal, warum Sie Aussagen Ihres Beraters hinterfragen sollten und sich Aussagen nach dem Motto „das brauchen Sie so nicht aufschreiben/ angeben“ schriftlich bestätigen lassen sollten. Meist bekommen Sie eine solche Bestätigung dann nicht und wissen: „hier ist etwas faul“. Die Verzweiflung war schon nach dem ersten Absatz klar zu erkennen, hieß es doch in der Anfrage:

„Sehr geehrter Herr Henning,

über einen Bekannten meiner Großtante XXX bekam ich ihre Kontaktdaten. Derzeit stehe ich vor einem riesen Problem, es ist etwas unübersichtlich deshalb hoffe ich dass ich es dennoch klar formuliert habe.“

Bis Ende August war alles gut. Die junge Dame war bei den Eltern in der gesetzlichen Krankenkasse, genauer der Familienversicherung mitversichert und hat so einige Vorerkrankungen. Darunter durchaus schwerwiegende. Angegeben war jedoch eine Verhaltenstherapie in 2014 mit unter 25 Sitzungen. All das was nun folgt fehlte im Antrag. Wohlgemerkt, der Antrag wurde mit Hilfe eines Beraters in 2018 gestellt und die Interessentin fragte mehrfach nach, ob diese auch ja nichts vergessen hat, da auch hier Krankenakte und weitere Unterlagen vorlagen.

„Ich war mir unsicher ob alle Angaben gemacht wurden und fragte nach. Rückmeldung war, dass sonstige Leistungen abgesichert seien.“

Es ist mir völlig schleierhaft, weil man einer angehenden Beamtin (noch Ausbildung, dann auf Probe, irgendwann auf Lebenszeit verbeamtet) unter Kenntnis dieser Diagnosen überhaupt zur PKV raten kann.

Öffnungsaktion gleich mit kaputtgemacht

Denn mit einer Antragstellung jetzt, also ohne den Anspruch auf die Öffnungsaktion zu prüfen und ggf. später zu nutzen, verbaut er der Kundin auch diese Chance. Mit der Öffnungsaktion für Beamte (neuerdings auch Beamte auf Widerruf) sichern einige Unternehmen der PKV zu, Antragsteller mit einem Zuschlag von 30% auch dann zu versichern, wenn diese sonst abgelehnt werden.

Doch diese Anträge (von Kunden die die PKV eigentlich nicht möchte) werden eben nicht mit einer Courtage vergütet. Daher zahlen Kunden regelmäßig ein Honorar an Ihren Berater. Das wollte der Makler hier wohl nicht nehmen oder seiner Kundin anbieten und so versuchte er mit halben Angaben einen normalen Antrag. Das ging -natürlich- nach hinten los.

Vorvertragliche Anzeigepflicht verletzt – Rauswurf

Klar musste der Versicherer hier reagieren. Denn die Geschickte musste kommen wie es kommen musste.

Ende September diagnostizierte mein neuer Hausarzt Sodbrennen und eine mittelschwere depressive Episode und überwies mich zum Therapeuten. Dieser sagte mir ein Reha Aufenthalt wäre das Beste. Da eine ambulante Behandlung für den Anfang zu kostspielig und aufwendig wäre. Also stellte ich einen Antrag und die Reha wurde genehmigt. Daraufhin erhielt ich ein Schreiben des Onlinemaklers, dass wohl ein Fehler unterlaufen sei und ich nachweisen müsste, dass ich in den letzten 5 Jahren unter 25 psychotherapeutische Sitzungen hatte. Also sagte ich den Aufnahmetermin in der Rehaklinik ab. Kümmerte mich um den Nachweis und bekam dann das OK des Onlinemaklers.

Wenn ich das so lese (und danach weitere Details erfrage) stellen sich mir erschrocken einige Fragen.

1. Wie kam und kommt der Makler denn dazu, ein „OK“ für etwas zu geben?

Für was auch? Leistungsentscheidungen trifft der Versicherer. Prüfungen der Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht passieren auch beim Versicherer. Wollte der Berater hier nun ein zweites Mal „Gesundheitsfragen optimieren“?

2. Warum soll die Kundin bestätigen, dass diese nur 25 Sitzungen hatte? Was laut vorliegender Bescheinigung der Klinik falsch ist.

Klar, es liegt die Vermutung nahe, das hier getrickst wurde, denn bei über 245 Sitzungen in den letzten Jahren hätte der Versicherer gar nicht erst angefangen, sondern gleich abgelehnt. Zudem ist hier wohl etwas mit den Jahren nur so halb korrekt angegeben worden.

Am Ende kommt es wie es kommen musste, die Kundin erhält (was verständlich ist bei den Diagnosen aus dem Screenshot oben) KEIN Angebot zur Weiterversicherung mit Zuschlag, sondern muss zwingend gekündigt werden. Juristisch richtig ist es noch nicht einmal eine Kündigung, sondern ein Rücktritt vom Vertrag. Denn klar, auch im Sinne der anderen Versicherten hätte es hier nie zu einem Vertrag kommen dürfen und die Kosten der nun anstehenden stationären Behandlung (einer längeren Psychotherapie) kann nicht dem Kollektiv zu Lasten angetreten werden.

Der Versicherer tut also aus seiner Sicht das einzig richtige und tritt vom Vertrag zurück. Damit endet der Versicherungsschutz und auch für die angefragten Leistungen besteht (rückwirkend) kein Anspruch. OK, das ist das eine Problem, aber was kann die Kundin nun tun? Aufgrund der Versicherungspflicht kann und darf diese nicht ohne Schutz sein, was in dem konkreten Fall bei den bestehenden Erkrankungen durchaus auch fatal wäre.

Die Dame befindet sich in Ausbildung, bekommt also weniger Geld im Vergleich zu Angestellten, aber 50% Beihilfe. Damit müssen die restlichen 50% entsprechend versichert werden. Ein anderer privater Versicherer kann und wird sie aber nicht aufnehmen, gerade mit der akuten Behandlung, den Beschwerden und der Vorgeschichte inkl. Rücktritt. Daher stellt sich die Frage:

Welche Möglichkeiten einer anderen Versicherung bleiben nun?

Zunächst einmal, eine Rückkehr einfach in die GKV und/ oder die Familienversicherung der Eltern ist nicht möglich. Gem. §5 und 6 ff. des Sozialgesetzbuches V ist eine solche Versicherbarkeit nicht möglich und selbst wenn die GKV wollte, sie DARF NICHT. Durch das Erklären des Austritts und damit des Verlassens der GKV ist eine Rückkehr nun, wo die PKV zurück getreten ist, nicht mehr möglich.

Daher muss nun überlegt werden, was alternativ als Versicherung in Frage kommt.

Abbruch der Ausbildung

Beendet die Kundin die Ausbildung und bricht diese ab, so wäre hier eine erneute Familienversicherung denkbar und zu prüfen, damit ist aber die Ausbildung weg. Auch sind die Voraussetzungen der Familienversicherung (u.a. jünger 23 Jahre) zu prüfen und zu erfüllen, ist aber insgesamt eher keine Option

Auch wenn es eine andere Ausbildung wird, bei der dann nicht mehr der Status Beamtin greift, sondern zum Beispiel eine klassische Azubistelle in der freien Wirtschaft, auch dann tritt ggf. Versicherungspflicht in der GKV ein. Diese wird dann nach §5 ff. SGB V begründet und führt zu einer Rückkehr in die GKV. ACHTUNG: Mal schnell eben in die GKV und dann ne Woche später zurück in die Ausbildung ist nicht möglich und verstößt gegen das SGB V, das geht nach hinten los, sobald es auffliegt.

Verbleib in der Ausbildung

Damit bliebe die Frage, wie eine Versicherung dann sichergestellt werden kann, da die PKV sie ja nun bereits nicht mehr will. Die Lösung in dem Fall liegt im Basistarif. Sie kann also bei allen Unternehmen der PKV (außer dem, welches gerade zurücktrat) einen Antrag auf Versicherung im Basistarif stellen. Dabei ist zu beachten, dass der Basistarif einen sogenannten Annahmezwang hat. Das heißt nicht, dass hier nichts anzugeben ist, es heißt nur man darf nicht ablehnen.

Der Beitrag ist hier abhängig vom Höchstbeitrag der GKV (Zahlen 2019 hier), welcher für die Kranken- und Pflegeversicherung zusammen bei ca. 812 EUR plus. ZUSATZbeitrag. Zum Vergleich noch etwas detailliertere Zahlen.

Gesetzliche Krankenkasse ohne ZUSATZbeitrag: 662,48 €

Gesetzliche Krankenkasse mit durchschnittlichem ZUSATZbeitrag (0,9%): 703,31 €

Gesetzliche Krankenkasse mit höchstem ZUSATZbeitrag (1,7%): 739,62 €

DAZU kommt die Pflegeversicherung

Gesetzliche Pflegeversicherung OHNE KINDER: 149,74 €

Gesetzliche Pflegeversicherung MIT KINDERN: 138,39 €

Für Beihilfeberechtigte ist der Beitrag demnach prozentual zu zahlen. In unserem Fall zahlt die Dame also 50% des Beitrages, da hier eine 50%ige Beihilfe vorliegt. Am Ende fallen so etwas über 400 EUR monatlicher Beitrag an (statt der knapp 110, welche zuvor zu zahlen gewesen wären). Jetzt werden die ersten rufen: „Nein, vorher kamen noch Risikozuschläge dazu“. Das ist auch durchaus korrekt, nur wären die im Rahmen der Öffnungsaktion auf 30% gedeckelt, diese hat der unfähige Vermittler aus Sicht auf seine Provision dann gleich mit verhindert.

Öffnungsaktion bei späterer Verbeamtung

Bei einer vernünftigen Beratung und der Angabe aller Gesundheitsangaben wäre hier der einzig sinnvolle und richtige Rat gewesen, nach der Vorprüfung in der GKV zu bleiben. Denn bei einer späteren Verbeamtung könnte sonst die Öffnungsaktion genutzt werden. Hierbei verpflichtet sich der Versicherer zu einer Annahme des Antrages mit maximal 30% Risikozuschlag.

Dieses ist jedoch nur bei erster Antragstellung möglich, diese Option hat der „tolle Makler“ hier für die Kundin gleich mit zerstört.

Risikovoranfragen und Weitblick sind elementar

Wie bereits in einem anderen Artikel geschrieben, es ist elementar wichtig sich an einen Berater zu wenden, der weiß was er da tut. Es geht eben nicht nur darum heute möglichst schnell einen Antrag zu stellen und einen Schutz zu finden der für ein paar Wochen hält. Viel wichtiger ist es- gerade bei vielen Vorerkrankungen- auch in Hinblick auf die Zukunft die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Anonyme Voranfragen bei Berufsunfähigkeit und Krankenversicherung – warum es einen qualifizierten Berater braucht

15.
Oktober '18

Anruf vom Dachverband der PKV und im Anschluss von einem Vertrieb – so fallen Sie nicht auf Betrüger herein


Eine ganze Reihe von Lesern erhält in den letzten Tagen und Wochen sonderbare Anrufe. Da melden sich Damen und Herren am Telefon und behaupten Sie kämen von einem

„Dachverband der Privaten Krankenversicherung, der PKV“

oder dem

„Verband der privaten Krankenkassen“

Dabei wird dann auch gleich eine Münchener Nummer, oder noch schlimmer eine Nummer aus Köln angezeigt. Dabei ist Köln auch der Sitz des Verbandes der Privaten Krankenversicherung, den gibt es wirklich.

Die beiden anderen Verbände sind aber nur eine Betrugsmasche, denn beide gibt es in Wirklichkeit nicht. Durch geschickte Fragen versuchen die Anrufer zunächst einmal herauszubekommen wo die angerufenen versichert sind. Einige Angerufene äußern auch den Verdacht, „die müssen von dem alten Vertreter/ Berater irgendwie meine Daten bekommen haben“. Nur so ist es zu erklären, dass diese Tarife wissen konnten.

Stichprobe zur Zufriedenheit oder eine Umfrage unter Versicherten – alles nur eine Betrugsmasche?

Bei dem Anruf wird dann vorgegeben, man wende sich als Verband an Versicherte, denn „die Versicherungsunternehmen geben oft falsche Informationen an die Kunden und erhöhen die Beiträge zu stark“, dem „wolle man nun nachgehen und braucht dazu einige Daten.“

Durch eine geschickte Fragetechnik entlockt man dem Angerufenen nun weitere Daten und Details zu seinem Tarif. Klar funktionieren Suggestivfragen wie „Sie zahlen doch sicher auch zu viel Beitrag“ oder „Sie haben sich auch über die letzte Anpassung geärgert“ dazu nur allzu gut.

Der Anruf wird nie eine Umfrage oder eine wirkliche Stichprobe, das ginge schon allein aus rechtlichen Gründen und dem Datenschutz nicht. Doch was dann passiert ist noch viel schlimmer.

Das es kein Einzelfall ist, zeigen schon knapp 9 Fälle aus den letzten Tagen. Auch sind hier Daten bekannt, wo noch keiner weiss woher die kommen können.

Terminbestätigung von MainCompass als helfender Berater

Bereits in der Vergangenheit habe ich über einige sonderbare Fälle dieses Vertriebes gesprochen. Nun taucht er Name auch hier wieder auf. So schreibt ein Betroffener heute im LiveChat und erzählt weitere Details im anschließenden Telefonat. Dabei habe er sich dann zu einem Termin bei sich zu Hause überreden lassen. Schließlich klang es gut und man wollte sich das einmal anhören. Doch dann die Verwunderung. Nicht der angebliche Verband schickte die Bestätigung, sondern ein Unternehmen namens MainCompass bestätigt einen Beratertermin.

Jetzt stellt sich zunächst einmal die Frage, wie der neue Berater an die Daten aus dem Telefonat des angeblichen Verbandes gekommen ist. Dazu kann ich nur spekulieren und behaupte es daher auch nicht. Es gibt aber für mein Verständnis nur zwei Möglichkeiten.

Variante 1.) Main Compass kauft so genannte Leads

Das ist in der Branche und auch in anderen nicht unüblich. Ein Callcenter vereinbart im Auftrag Termine, führt Anrufe durch und nimmt dem kaufenden Unternehmen damit Arbeit und BackOffice Tätigkeiten ab. Daran ist nichts auszusetzen, wenn die Daten rechtmäßig erworben wurden. Eine der größeren Plattformen für Datensätze (welche ausdrücklich NICHTS mit dem Fall zu tun hat, sondern nur als Beispiel dient) ist finanzen.de, diese bieten Beratern Datensätze an.

Hier ein Überblick über die Preise. Auszug der Angebotsseite von finanzen.de

Wäre ein solcher Datensatz also regulär und legal zu Stande gekommen, dann würde der Berater für einen reinen Kontakt ca. 150 EUR zahlen. Wird dann noch ein Termin vereinbart und „vorqualifiziert- also weitere Daten mitgeliefert, sind schnell 200-250 EUR fällig. Wohlgemerkt, es geht NUR um die Kontaktdaten des Angerufenen.

Würde diese Variante zutreffen, so muss der Datenabnehmer (also hier der Berater) natürlich auch sicherstellen, dass die Daten rechtmäßig und gemäß den aktuellen datenschutzrechtlichen Bestimmungen erhoben wurden. Ob und wieweit der Abnehmer gemeinsam mit dem Callcenter dafür haftet weiß ich aber nicht, das fragen Sie am besten einen Juristen oder den Datenschutzbeauftragten.

Variante 2.) Main Compass hat selbst angerufen/ anrufen lassen

Die zweite Möglichkeit wäre natürlich, dass man einfach unter einer falschen Nummer oder einem falschen Namen angerufen hat. Das möchte und will ich natürlich niemandem unterstellen, ich zeige nur eine weitere Möglichkeit, wie man an die Daten gekommen sein kann.

Denn wenn kurz nach dem Anruf des Verbandes eine Terminbestätigung per Mail von MainCompass kommt, dann stellt sich der Kunde/ Interessent schon die Frage, wie das so geht und vor allem wer denn derjenige ist. Hier wird ein Termin mit einem Berater bestätigt, welcher so vorher in nicht in Erscheinung trat.

Aber da ja alle Berater ehrlich sind und sich auch in den anderen Fallen sicher nur bedauerliche Einzelfälle und Irrtümer gehäuft haben, ist es sicher ein dummes Missverständnis und es wird sich schnell aufklären. Aber wie gesagt, eine der beiden Varianten muss es gewesen sein, sonst wären die Daten nicht dort, wo diese nun sind.

Spannend wäre zudem auch die Datenschutzerklärung, welche die Weitergabe regelt. Der „Dachverband der PKV“ müsste ja nun auch eine solche haben.

Der RICHTIGE PKV Verband ist auch schon „dran“

Auch dem wirklichen PKV Verband, welches aber ein Mitgliedsverband der Unternehmen ist, ist hierüber keinesfalls amüsiert. Auch hier wird geprüft, was genau sich unter der Behauptung und Vorgabe falscher Tatsachen abspielt. Leider ist es ähnlich wie mit anderen Fakeanrufen. Dem Herr zu werden ist extrem schwer bis unmöglich.

So langsam reagieren auch Versicherer

In den vergangenen Beiträgen zu den bedauerlichen Einzelfällen habe ich einige Fälle geschildert. Dabei geht es um falsche Angaben im Antrag, in einem anderen Fall um Vergessene Kündigungen und damit zwei Verträge und in einem wieder anderen um angebliche Voranfragen, welche sich dann als Antrag herausstellen.

Alle Beiträge können Sie hier nachlesen. -So geht Beratung nicht- nie!-

Was Sie tun können, um nicht auf so eine Masche hereinzufallen?

Seriöse Berater rufen Sie nicht als so genannte ColdCalls (welche zudem noch verboten sind) an. Daher beachten Sie einige Regeln.

  • – Der Kontakt geht von Ihnen aus

  • – Falls nicht, es handelt sich um einen Berater, der Sie schon kennt/ betreut

  • – Geben Sie am Telefon keine Details zu Verträgen heraus

  • – Beantworten Sie keine Fragen zu Versicherungsstatus oder persönlichen Umständen

  • – Werden Ihnen Termine bestätigt, überlegen Sie ob Sie diese auch wollen und vereinbart haben

  • – Jeden Termin können Sie auch absagen/ die Tür zu lassen

  • – Fragen Sie ggf. bei Ihrem Versicherer nach, wenn sich jemand als der ausgibt

  • – Bitten Sie um eine Rückrufnummer und geben an, Sie melden sich zurück

Leider klappt das nicht immer. Die Fragetechnik/ Überredung muss so gut sein (ich kann es live ja nicht bewerten, mich ruft man ja leider nicht an), dass die Menschen darauf hereinfallen.

Erste Versicherer reagieren

Auf meine Anfrage bei einem betroffenen Krankenversicherer erhielt ich zwischenzeitlich eine Rückinfo. Dieser ist, neben dem echten PKV Verband, um eine Lösung bemüht. Daher

„werden wir jeden einzelnen Antrag des Vertriebspartners manuell nachtelefonieren und uns vergewissern, ob die Antragstellung auch dem Kundenwunsch entspricht“,

so der Vorstand mir gegenüber telefonisch. Denn wenn der

„Kunde einen Antrag bei uns stellt, sollte er das auch wissen und wollen“ und auch „über die Folgen des Antrages und der Anzeigepflichtverletzung aufgeklärt sein“.

Dieses Vorgehen gelte zunächst bis auf Weiteres und für alle Anträge dieses Partners. Danach wolle man sich ein Bild über den Ablauf und die Qualität machen und diese besser bewerten und einschätzen.

Sind Sie auch betroffen?

Haben Sie gewechselt und wollten das gar nicht? Wurden Ihnen Anträge als „harmlose Voranfragen“ angeboten oder gesagt „bestimmte Erkrankungen können Sie einfach weglassen“? Falls ja, es gibt durchaus Lösungsmöglichkeiten. Dazu zählt zum einen das Freigabeverfahren, zum anderen die Rückabwicklung der bestehenden Verträge, Schadenersatz und mehr. Dazu wenden Sie sich aber bitte an die entsprechenden Stellen. Das kann der Versicherer sein, dabei schreiben Sie am besten direkt an den Vorstand.

Beachten Sie auch die Folgen einer generellen Maklervollmacht, auf die Gefahren habe ich hier hingewiesen.

Die Gefahr der uneingeschränkten Maklervollmacht – und schon sind Ihre Rechte weg

 

03.
September '18

Die Gefahr der uneingeschränkten Maklervollmacht – und schon sind Ihre Rechte weg


Vor einiger Zeit habe ich über einen Einzelfall geschrieben, zumindest dachte ich das damals noch. Leider habe ich zwischenzeitlich von diesen „Kollegen“ zehn Fälle auf dem Tisch, alle nach dem gleichen Muster. Mittlerweile will der GF des Unternehmens, dass ich den Beitrag lösche, denn

“ (…) Im Wettbewerb der Unternehmen um Kunden spielen Bewertungsportale eine immens wichtige Rolle. (…) Zudem kommt es vermehrt zu missbräuchlich abgegebenen falschen Negativbewertungen bezüglich der Dienstleistungen und Waren der Konkurrenz, um deren Ruf zu schädigen und die eigene Position am Markt zu verbessern. Abgesehen davon, dass dies wettbewerbswidrig ist, wird durch falsche Negativbewertungen das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Betroffenen verletzt.“

Aber man wolle dem nachgehen, schrieb man mir im September letzten Jahres schon:

„Wir arbeiten mit vielen Untervermittlern zusammen und haben ca. 1000 Neunkunden pro Jahr. Da kann ich nicht garantieren, dass alle Kunden zufrieden sind, ich kann nur garantieren, dass ich jedem Fall persönlich nachgehe.“

Auch ein Anwalt schrieb mir dann im März nochmals, ich müsse unbedingt löschen. Werde ich aber nicht, da es wahr ist, mir entsprechende Erklärungen der Betroffenen vorliegen und nahezu jeden Monat ein neuer Fall dazu kommt. Gleiche Vorgehensweise. Auch aus der Geschäftsführung oder deren Umfeld soll es solche „Beratungen“ gegeben haben, schildert ein weiterer Betroffener. Ist aber sicher auch alles nicht wahr.

Nachdem mir an diesem Wochenende wieder zwei solcher Fälle vorgetragen wurden, hier nun einmal der Ablauf im Detail und die Gefahren, welche sich daraus ergeben.

Der Ablauf

1.) COLD CALL – Anruf zur Tarifoptimierung Ihrer PKV

Bei Ihnen (im Unternehmen, denn bei Privatkunden ist ein solcher „Cold Call“ verboten), ruft jemand an, druckst etwas herum und kommt am Ende darauf zu sprechen, man könne ja einmal die Private Krankenversicherung überprüfen. Schließlich „sei es bestimmt auch immer teurer geworden“ und man hätte ja die passende Lösung. Diese Anrufe werden meist nicht von dem Unternehmen mit dem Kompass durchgeführt, dazu beauftragt man Callcenter, was nicht unüblich ist.

2.) Terminvereinbarung zur unverbindlichen Beratung

Dann wird ein Termin vereinbart und es kommt ein, meistens kommen aber zwei, Berater ins Haus. In die Firma oder zu Ihnen nach Hause. Bei den letzten beiden Fällen handelte es sich um langjährige PKV Kunden. Aus einer der E-Mails zitiere ich einfach, denn hier wird gut beschrieben was dort wie ablief.

Hallo Herr Hennig,

ich bin seit 2003 bei der ____ privat krankenversichert. Anfangs im ____, später dann, mit Aufnahme einer selbständigen Tätigkeit im ____ (danach Aussage meines bisherigen Maklers, in dem Fall, dass ich keinen ‚echten‘ Arbeitgeberzuschuss mehr bekomme, die höhere Selbstbeteiligung wirtschaftlich sinnvoller wäre. Nach einigen Runden der Beitragserhöhung habe ich dann mal nachgefragt, ob es da Handlungsbedarf, bzw. sinnvolle Handlungsoptionen gäbe. (…)

____ kam dann zu einem für mich erst einmal sehr trivialen Ergebnis, nämlich einen Tarif mit deutlich höherer Selbstbeteiligung zu wählen. Es ergab sich dann nicht nur bei meiner momentan gesundheitlich noch sehr guten Ausgangssituation (d.h. nicht Inanspruchnahme der Versicherung) eine Ersparnis, sondern selbst bei Inanspruchnahme unter Zurechnung der zusätzlichen Selbstbeteiligung. (…) Nur wenige Monate nach dem Wechsel kam dann die erste Beitragsanpassung. +80% für den ____. (…)dann nur die Aussage, dass man das nicht habe wissen können (so viel zu den tiefen Einblicken in die Kalkulation) man aber einen erneuten Tarifwechsel…

In diese nicht wirklich befriedigende Situation kam dann (mal wieder) ein Kalt-Akquise Anruf zur Optimierung meiner PKV, die situationsbedingt nicht auf den üblichen Widerstand meinerseits getroffen ist und an die ____ weitergegeben wurde. Ich dachte anhören kann man sich das ja mal

Dann kam ein Gespräch, welches dem in Ihrem Blog beschriebenen durchaus Ähnlichkeiten aufweist.

Empfohlen wurde ein Wechsel zur Hanse-Merkur, welcher bei ähnlichen Beiträgen, in den wesentlichen Bereichen ähnlichen Leistungen eine geringe Selbstbeteiligung bot. Als Problem wurde ausgemacht, dass mein ____ bereits seit vielen Jahren geschlossen ist und das sich hieraus ergebende hohe Durchschnittsalter zu in Zukunft hohen Beitragsanpassungen führen würde (wie ich diese zuletzt ja gerade erlebt hatte), während der Alterdurschnitt im Hanse-Merkur-Tarif dramatisch niedriger wäre, was über viele Jahre zu geringem anpassungsbedarf führen würde (was ein Blick in die Vergangenheit auch bestätigte). Erstmal einen Antrag stellen und sehen ob und zu welchen Bedingungen mich die Hanse-Merkur denn aufnehmen würde. (…)“

Hier gibt es gleich mehrere spannende Punkte, besonders solche, welche ich aus Sicht der Beratung, der Haftung und des Strafrechts durchaus für bemerkenswert halte, aber ich bin ja nur juristischer Laie.

In dem „unverbindlichen Gespräch“ werden dann Erläuterungen gegeben, siehe Stellungnahme des Betroffenen, in dem der alte Tarif möglichst schlecht dargestellt wird, die Beiträge explodieren werden und unbedingt ein Wechsel in einen neuen Tarif und eine neue Gesellschaft erfolgen muss. Auch nach 15 Jahren Vorversicherungszeit, mit neuem Eintrittsalter und neuen Fristen.

3.) Wir können ja einmal anfragen – ganz ohne Risiko

Jetzt folgt ein Antrag. Denn schließlich muss man erst einmal wissen wie denn der neue Versicherer, welches in allen Fällen die Hanse Merkur war, denn überhaupt reagieren würde. Dazu wird der Antrag vollständig ausgefüllt und muss vom Kunden unterschrieben werden. „Sie wissen ja, wegen Datenschutz und so“.

Weigert sich der Kunde seine Bankdaten anzugeben, weil es ja aus seiner Sicht nur eine Anfrage ist, so gibt der „Makler“ den Antrag mit dem Hinweis an die Hanse Merkur, der Kunde würde als Selbstzahler überweisen.

Hier war der Berater aber besonders kreativ, denn auch zu den Gesundheitsfragen hatte man da durchaus eine interessante Auffassung. Denn:

Außer meinem Heuschnupfen bräuchte ich die in Vorsorge-Untersuchungen diagnostizierten Vorerkrankungen, welche aber nicht einer Therapie bedurften und mittelfristig wahrscheinlich auch nicht bedürfen werden, nicht anzugeben. Sollte nach größer 3 Jahren dann doch eine Behandlung erforderlich werden, wären frühere Befunde oder die ‚Nichtangabe‘ einer Vorerkrankung ohnehin belanglos.

Das es eine Reglung gibt, wobei alle Diagnosen nicht abgabepflichtig sind, welche nicht behandelt werden ist mir neu, aber wahrscheinlich habe ich in fast 22 Jahren Beratung solches einfach nur nicht mitbekommen.

Die Probleme mit der vorvertraglichen Anzeigepflicht lesen Sie gern HIER nach.

Wenn aus einer „wir schauen mal“ Anfrage ein rechtsverbindlicher Antrag wird

4.) Wenn der Versicherungsschein nicht kommt und dennoch Fristen laufen

Nomalerweise hat sich der Gesetzgeber dabei etwas gedacht. Der Versicherer muss Sie ausdrücklich und drucktechnisch hervorgehoben, auf Ihr Widerspruchsrecht hinweisen. Das passiert in dem Versicherungsschein und sieht in etwas so aus:

Das ist auch gut so. Denn wer den Antrag als unverbindliche Anfrage gesehen hat und sich nun nicht mehr sicher ist, der wird mit der Nase darauf gestoßen- es wurde ein Vertrag und Sie müssen reagieren.

Ein Antrag ist ein Antrag- wird aber zu einem Vertrag – so schützen Sie sich vor falschen Beratern

Für diese speziellen Berater scheinen zudem eigene gesetzliche Regeln zu gelten. Während alle ein einheitliches Widerrufsrecht haben, gibt es am Main ein anderes. Hier kann man- dummerweise kann man es nicht schriftlich bekommen- ein spezielles Recht was nur nirgendwo steht.

„Da ich in den nächsten Wochen wenig zuhause sein werde, fragte ich, wie lange ich einen Wechsel zum 01.01.19 noch widerrufen könne, da ich das auch wegen des Verfalls meiner bisherigen Altersrückstellungen noch einmal in Ruhe betrachten möchte. Ich erhielt die Information, dass der neue Vertrag und die Kündigung meines aktuellen Vertrags noch bis notfalls 31.12.18 rückabgewickelt werden könnten.

Auf Nachfrage bei ____ sagte man mir, dass das für den direkt über mich auszuübenden Widerspruch gelten würde, sie als Makler für mich das aber noch bis Ende des Jahres alles folgenlos rückgängig machen können. Schriftlich können man mir das aber leider nicht bestätigen. Das sei so in der Branche…

4.) Maklervollmacht hebelt Kundenrechte aus

Nun hat dummerweise der Berater den Kunden immer gesagt „wir brauchen eine Vollmacht“. Das ist ÜBLICH und NORMAL und wird auch von mir so gehandhabt, denn sonst dürfte der Versicherer keinerlei Korrespondenz mit mir führen und ich würde über den Vertrag nichts wissen und auch nicht reagieren können. Bei einer unverbindlichen Anfrage bedarf es dieser aber nicht.

Hier reicht ggf. eine Datenschutzerklärung und eine Auskunftsvollmacht. Der große Knackpunkt und die Gefahr ist die so genannte Postempfangsvollmacht. Hiermit erlauben Sie dem Versicherer Fristsachen an den Makler zuzustellen. Versäumt dieser es, diese an Sie weiterzuleiten oder „vergisst“ er es einfach, so ist die Widerrufsfrist vorbei, obwohl Sie keinerlei Kenntnis von einem bestehenden Vertrag oder dem Versicherungsschein haben.

Liegt dem Versicherer nun eine solche Vollmacht vor, so muss er Sie gar nicht anschreiben. Das ist vergleichbar mit einem Anwalt und der Post des Gerichts. Das Gericht stellt rechtswirksam an den Anwalt zu. Versäumt der etwas, so müssen Sie es auch gegen sich gelten lassen.

Daher:

Viele Kollegen machen es gut, richtig und ehrlich und dann ist eine solche Vollmacht für die täglichen Geschäfte, Absprachen und Änderungen richtig und wichtig und erleichtert allen die Arbeit.

Will jemand aber die Situation ausnutzen, so können Sie Fristen versäumen, von denen Sie aber rein gar nichts wissen und wissen können. Schließlich haben Sie Ihre „Rechte“ mit der Vollmacht auf einen Dritten übertragen. Dieses bestätigt auch die Hanse, nachdem ein anderer Kunde widerrufen wollte, weil er den Versicherungsschein gar nicht kannte und immer noch glaubte er habe nur eine unverbindliche Anfrage gestellt.

Für eine unverbindliche Prüfung braucht es keinen Antrag

Wer also nur einmal „prüfen lassen will“, ob er überhaupt versicherbar ist, der braucht keineswegs einen kompletten Antrag und sollte den auch nicht stellen. Es macht absolut null Sinn (es sei denn man führt etwas im Schilde) den Antrag komplett auszufüllen, alle Angaben zur Person, Bankverbindung und Gesundheit zu machen und alles zu unterschreiben.

Wenn „ANTRAG“ drüber steht, dann ist es auch so einer.

Sollte der Berater meinen es geht nur so, schreiben Sie DICK UND LESBAR oben drauf „Probeantrag“, „unverbindliche Anfrage“ oder dergleichen. Nur dann laufen Sie nicht Gefahr einen Vertrag zu schließen, den Sie nie wollten.

Wer ist nun schuld, an wen kann ich mich wenden?

Zuerst einmal überlegen Sie gut mit wem Sie was machen und lesen Sie genau was Sie unterschreiben. Auch sollten Sie hinterfragen warum da eben „Antrag“ steht, wenn es nur eine Vorprüfung, Testen der Versicherbarkeit oder eine Voranfrage werden soll.

Maklervollmachten sind wichtig und richtig, aber bergen nicht unerhebliche Gefahren.

Haben Sie nun zwei Verträge, weil der Makler den alten nicht gekündigt hatte und der neue nun auch abbucht, wie in einem anderen Fall von heute, dann reagieren Sie! Schnell!

Natürlich haben Sie ggf. einen Schadenersatzanspruch gegen den Berater oder seine Firma. Dazu lassen Sie sich bitte juristisch beraten. Einen Anspruch durchzusetzen ist aber weitaus komplexer und schwieriger und manche Rechte (alte Rückstellungen, Eintrittsalter, Gesundheitszustand, mehr Leistungen im Altvertrag) bringt es Ihnen auch nicht mehr zurück, es entschädigt Sie vielleicht finanziell. (wenn Sie denn den Prozess durchhalten und gewinnen).

Kann ich die Maklervollmacht kündigen?

Ja klar. Eine Maklervollmacht ist kündbar, jederzeit. Das sollten Sie dann auch tun und bitte nicht nur gegenüber dem Makler, sondern auch gegenüber dem Versicherer. Denn nur wenn dieser auch Bescheid weiß, wird es wirksam. Es könnte ja sein, der Berater „vergisst die Weiterleitung der Kündigung“. 🙂

Auch sollten Sie einmal nach den Unterlagen fragen, also beim Versicherer was er alles hat (er muss auch die Maklervollmacht haben, sonst kann er ja nicht an den Makler zustellen. Macht er das dennoch, so wäre es zumindest fragwürdig.

Auch können Sie natürlich eine Selbstauskunft nach DSGVO verlangen. Ich würde durchaus beides tun. Schreiben an Makler mit Kündigung Maklervertrag, Entzug Vollmacht und Auskunft nach DSGVO. Ebenso ein Schreiben an die Hanse Merkur mit gleichem Inhalt und Frist zur Bestätigung.

Zum Beispiel könnte es so aussehen, wie es einer der Frageneden hier gemacht hatte. (Quelle zur DSGVO Auskunft: aboalarm.de)

„Hanse Merkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit
Siegfried-Wedells-Platz 1
20354 Hamburg

Fax: 040 4119-3257

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu der Vers. Nr. ____________ liegt mir bisher der Versicherungsschein noch nicht vor.

Rein vorsorglich teile ich Ihnen aber mit, dass ich sämtliche, gegenüber der Firma _____ erteilte Vollmachten hiermit widerrufe und bitte um schriftliche Bestätigung. Ich untersage Ihnen hiermit jedwede Weitergabe von persönlichen Daten, vertragsrelevanten Informationen oder anderen Daten meine Person oder den Vertrag betreffend.

Bitte bestätigen Sie mir dieses umgehend, spätestens jedoch binnen ____ Tagen ab Zugang dieses Schreibens.

Ich möchte hiermit von meinem Auskunftsrecht gem. Art. 15 DSGVO Gebrauch machen und bitte Sie daher, mir innerhalb der einmonatigen Frist nach Art. 12 Abs. 3 S. 1 DSGVO, über folgende Punkte Auskunft zu erteilen:

  1. Ist/Soll eine Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten erfolgt/erfolgen oder nicht? Bitte senden Sie mir eine Kopie zu bzw. erstellen mir einen Zugang zu meinen personenbezogenen Daten, die Sie erhoben haben und/oder verarbeiten.
  2. Bitte senden Sie mir einen Bericht darüber zu, inwiefern meine personenbezogenen Daten von Ihnen im Einzelnen verwendet wurden/in Zukunft verwendet werden. Bitte klären Sie mich auch über Ihre TOMs/weitere Schutzmaßnahmen sowie die geplante Speicherdauer auf.
  3. Bitte senden Sie mir eine Liste aller Dritten bzw. Auftragsverarbeiter zu, die Zugriff auf meine personenbezogenen Daten haben (könnten) und die betreffenden Rechtsgrundlagen.
  4. Sollten Sie aus anderen Quellen als von mir persönlich Daten mich betreffend erheben, teilen Sie mir bitte entsprechend Art. 14 DSGVO alle Informationen über diese Quelle mit.

Diese Anfrage steht unter der Bedingung, dass Ihre Antwort kostenfrei für mich ist.

Auskunftsersuchende:

______

Zuletzt senden Sie mir bitte eine vollständige Kopie der bei Ihnen eingegangenen Antragsunterlagen und sonstiger Formulare mit meinen Daten und Unterschriften.

Mit freundlichen Grüßen“

Und dem Makler schrieb er folgendes:

„Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich die bestehende Maklervollmacht und den geschlossenen Maklerauftrag ab sofort fristlos. Ich bitte um schriftliche Bestätigung binnen der kommenden 5 Tage nach Zugang dieses Schreibens/ Fax.

Sämtliche weitere Korrespondenz in meinem Namen mit Versicherern, Ärzten oder anderen Beteiligten untersage ich Ihnen.

Ebenso senden sie mir bitte nach DSGVO eine Auskunft aller gespeicherten Daten über mich und meinen Vertrag. Die Kopie aller Unterlagen und auch eine Kopie des Antrags und der Beratungsdokumentation senden Sie bitte binnen der kommenden 7 Tage an meine Ihnen bekannte Anschrift.

Eine telefonische Kontaktaufnehme untersage ich hiermit ebenfalls vollständig.

Mit freundlichen Grüßen“

Sie sehen, es ist doch einiges an Arbeit und alles nur, weil einem Berater, oder zweien ohne weiteres Hinterfragen geglaubt wurde. Aber… SIE MÜSSEN handeln, oder leider mit den Konsequenzen leben.

und hier noch etwas zum Thema…

Die Herren vom Main laufen immer noch in die falsche Richtung – es ist eine Schande für die Branche, leider!

11.
Juni '18

Das Soll zur Weiterbildung 2018 erfüllt- warum es dennoch unsinnig ist


Da schreibt der Gesetzgeber etwas auf ein Stück Papier, oder besser zunächst die Europäische Union und hat damit sogar einen guten Ansatz. Vergleichbar zu Anwälten, Steuerberatern, Ärzten und vielen anderen Berufsgruppen wird die Weiterbildung für Mitarbeiter in der Finanzbranche endlich verpflichtend. HURRA! Lange musste die Branche darauf warten und lange hat diese es nicht ansatzweise selbst in den Griff bekommen sich um eine vernünftige Weiterbildung zu kümmern.

Ich gehe- auch wenn ich mir damit sicher keine Freunde mache- sogar noch einen Schritt weiter. Manchmal ist die Weiterbildung in Vertrieben sogar noch umfangreicher, verglichen mit freien Beratern, Maklern und Agenturen. Aber auch etwas anderes muss sicher dabei berücksichtigt werden. Verkaufen und „Psychologie“ sind keine Weiterbildung im Sinne der Anforderungen, oder anders- sollten es nicht sein.

Im Gegensatz zu früher, da wurde für je 45 Minuten „Weiterbildung“ ein „gut beraten“ Punkt gutgeschrieben, geht es heute um die wirkliche Weiterbildungszeit. Der Anbieter der Maßnahme meldet die Teilnehmer und deren „Weiterbildungszeit“ an die Datenbank und bescheinigt damit die erfolgreiche Weiterbildung.

Wo steht, wer sich weiterbilden muss?

Grundlage ist zunächst die Europäische Richtlinie, welche dann Grundlage für die nationalen Gesetze ist. Dabei findet sich die Regelung in der Richtlinie 2016/97 und regelt dort in Kapitel IV, Artikel 10 die Anforderungen. Im Detail heißt es:

KAPITEL IV, ORGANISATORISCHE ANFORDERUNGEN

Artikel 10

Berufliche und organisatorische Anforderungen

(1) Die Herkunftsmitgliedstaaten stellen sicher, dass Versicherungs- und Rückversicherungsvertreiber sowie Angestellte von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen, die die Tätigkeit des Versicherungs- oder Rückversicherungsvertriebs ausüben, über die angemessenen Kenntnisse und Fertigkeiten verfügen, die sie zur ordnungsgemäßen Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.

(2) Die Herkunftsmitgliedstaaten tragen dafür Sorge, dass Versicherungs- und Rückversicherungsvermittler sowie Angestellte von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen und Angestellte von Versicherungsvermittlern den Anforderungen ständiger beruflicher Schulung und Weiterbildung genügen, um ein angemessenes Leistungsniveau aufrechtzuerhalten, das den von ihnen wahrgenommenen Aufgaben und dem entsprechenden Markt entspricht.

Hierfür richten die Mitgliedstaaten Mechanismen zur wirksamen Kontrolle und Bewertung der Kenntnisse und Fähigkeiten von Versicherungs- und Rückversicherungsvermittlern sowie Angestellten von Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen und Angestellten von Versicherungs- und Rückversicherungsvermittlern auf der Grundlage von mindestens 15 Stunden beruflicher Schulung oder Weiterbildung pro Jahr ein und veröffentlichen sie. Dabei berücksichtigen sie die Art der verkauften Produkte, die Kategorie der Vertreiber, die Aufgaben, die sie wahrnehmen, und die Tätigkeit, die innerhalb des Versicherungs- oder Rückversicherungsvertreibers wahrgenommen wird.

Die Herkunftsmitgliedstaaten können vorschreiben, dass durch die Ausstellung einer Bescheinigung nachgewiesen wird, dass die Anforderungen des erfolgreichen Abschlusses einer Schulung oder Weiterbildung erfüllt sind.

(…)

Versicherungs- und Rückversicherungsvermittler müssen nachweisen, dass sie die einschlägigen Anforderungen an die beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten gemäß Anhang I erfüllen.

Damit müssen sich nicht nur die Berater selbst weiterbilden, sondern auch die Mitarbeiter. Auch dann, wenn diese nicht ansatzweise mit Beratung zu tun haben. So habe ich eine Mitarbeiterin im Büro. Diese ist vorrangig mit Tätigkeiten einer Sekretärin beschäftigt (Post bearbeiten, Termine vereinbaren) und ist gelernte Buchhalterin. So ist diese auch für die Buchhaltung verantwortlich und damit mehr als ausgelastet. Eine Beratung von Kunden ist ausgeschlossen, warum sollte sie auch und macht/ kann sie auch gar nicht.

Dennoch muss diese eine Weiterbildung von 15 Stunden pro Jahr (12,5 Std. in 2018) nachweisen.

Wie sieht die Weiterbildung aus?

Dafür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Angefangen von

  • Produktschulungen der Versicherer
  • Schulungen zu juristischen Themen
  • Schulungen zu (zumindest teilweise) verdrießlichen Themen
  • Schulungen von unabhängigen Dritten
  • Schulungen von Anwälten
  • Schulungen zu Schadenbearbeitung, rechtlichen Themen, Leistungsfällen

All diese Schulungen muss sich der Vermittler selbst suchen und buchen. Teilweise sind diese kostenfrei, teilweise fallen hierfür Kosten von bis zu 600 € am Tag an. Das ist auch vollkommen in Ordnung, wenn die Qualität dieser Weiterbildungen denn stimmt. Auch in den letzten Jahren habe ich nie Schulungen bei Versicherer gebucht, warum auch. Ich kann auch durchaus allein Bedingungen lesen, ohne mir erklären zu lassen wie „toll“ man selbst ist.

Eine Erfolgskontrolle gibt es übrigens nicht, zumindest gibt es auch dann die „Weiterbildungszeit“, wenn man nicht unter Beweis gestellt hat, auch nur ein Wort von dem erklärten verstanden zu haben.

Meine Weiterbildungen

Auch wenn es in den letzten Jahren keine derartige Verpflichtung gab, habe ich für mich schon immer Veranstaltungen gebucht, welche mich auch weiter gebracht haben. Darunter waren zum Beispiel Seminare wie dieses:

Wer sich die Zielgruppe anschaut, der wird schnell sehen, Makler sind es nicht. Warum ich dennoch dorthin fahre? Weil es aus meiner Sicht die weitaus hochwertigeren Seminare sind, solche die auch die Anwälte und Mitarbeiter von Versicherungen als Fortbildung nutzen. Auch die Anwälte bekommen hierfür 6 FAO Fortbildungsstunden angerechnet. In den Seminaren geht es eben so gar nicht um Verkauf, sondern eher um Auslegung von Bedingungen, Schadenbearbeitung, Grundsatzfragen und dergleichen mehr.

Diese Veranstaltungen schaffen durchaus einen ganz anderen Blick auf die Dinge und bieten die Möglichkeit sich am Rande mit anderen Teilnehmern „der anderen Seite“ einmal auszutauschen. Für mich persönlich ein echter Mehrwert. In den letzten Jahren hatte ich hier einige der Veranstaltungen zum Thema Krankenversicherung, Grundsatzfragen, Recht, Leistungsregulierung, Berufsunfähigkeit und mehr und habe damit gern 4.000 € und mehr investiert, weil es diese wirklich wert waren.

In diesem Jahr kommt noch eine andere Veranstaltung dazu, hier geht es um die biometrischen Risiken. Der Biometrie Expertenkongress in Frankfurt wird von BU Experten, BU Leistungsregulierern und Juristen durchgeführt.

Auch diese Veranstaltung kostet Geld, klar. Denn

was nichts kostet, ist auch nichts.

Oder?

Das stimmt so pauschal sicher nicht ganz. Auch einige Versicherer bemühen sich hier um sehr neutrale und faire Seminare, ganz weit weg von Produktschulungen oder dergleichen.

Auch werden einige der Seminare online als Webinare angeboten. Wenn es Sie als Kunden interessiert mal so eine Veranstaltung zu erleben oder zumindest einmal ein Gefühl dazu zu bekommen, schauen Sie doch einfach einmal herein. Man wird Sie sicher nicht rauswerfen, nur weil Sie nicht aus der Branche sind. (zum Beispiel: Barmenia Seminare, JDC Seminare)

Natürlich muss man immer sehen, wer das Seminar veranstaltet und welchen Hintergrund es hat. Auch Versicherer möchten gern „ihre Produkte“ bewerben, was auch soweit in Ordnung ist. Im Vergleich zu neutralen Seminaren ist die Intention einfach eine andere. Das bedeutet aber nicht, dass ein solches Seminar schlecht sein muss. Eines meiner Favoriten in den letzten Jahren ist dieses regelmäßige Seminar.

Warum? Weil ich als Makler hier durchaus die andere Seite sehen kann. Also einmal hören, was machen denn „böse Versicherer“ um nicht zahlen zu müssen oder sich auf „kleine Spitzfindigkeiten“ heraus zu reden. Eines der Themen die ich vor Jahren dort schon einmal gehört habe, was das Thema LASIK und die Rechnungsstellung „nicht vom Arzt“. Hier nachzulesen.

Allein für solche Anregungen und Ideen lohnt sich Weiterbildung.

Für Spezialisten noch schwerer

Im Vergleich zu dem Makler oder Versicherungsvertreter, welcher als Generalist und damit als „Hausarzt für den Kunden“ tätig ist, wird es für spezialisierte Kollegen und auch mich noch schwerer. Denn: Je spezialisierter der Berater ist, desto schwerer ist es eine ansprechende Weiterbildung zu finden, welche auch fachlich etwas bringt.

So soll das keineswegs überheblich klingen, aber meine eigenen Seminare (als Referent) bekomme ich nicht gutgeschrieben, die Teilnehmer natürlich schon. Wer dann zudem, wie einige Kollegen und ich, sehr stark auf eine Sparte oder mehrere Spezialrisiken in der Beratung beschränkt ist, für den wird es eine echte Herausforderung die entsprechenden Seminare zu finden.

Ich sehe wenig Sinn darin, mir Seminare zu Hausrat, Haftpflicht oder Gewerbe anzusehen, wenn ich seit 20 Jahren nur mit Privater Krankenversicherung, Berufsunfähigkeit und Pflege/Vorsorge beschäftigt bin. Natürlich gibt es auch in den Bereichen genug neue Produkte und ich kann mir somit genug Versicherer-online-seminare ansehen, ob das aber nun gerade die Erfüllung der Richtlinie ist? Ich weiß es nicht.

Auch die Notwenigkeit der Weiterbildung bei Mitarbeitern ohne jeden Beratungsauftrag halte ich für eher fragwürdig. Das führt am Ende dazu, dass sich Mitarbeiter auf Seminare begeben müssen oder deren Zeit am Rechner mit Onlineschulungen verplempern und so der eigentlichen Tätigkeit nicht nachkommen können.

Aber, wir alle machen das Gesetz nicht und so erfüllen wir natürlich auch die Voraussetzungen. Ich wähle die Seminare für meine Mitarbeiterin dann so aus, dass diese zumindest etwas für sich persönlich mitnehmen kann und fachliche Grundlagen in dem bekommt, was wir hier als Unternehmen tun. Das auch dann, wenn sie nie selbst beraten wird, sondern eher administrativ tätig ist.

Weiterbildungszeit 2018 bereits erfüllt

Da die Seminare, welche ich für mich für fachlich sinnvoll erachte, Präsenzseminare sind, erfülle ich damit natürlich schnell. Ein Tagesseminar sind dann schnell sechs bis acht Stunden und somit sind auch 10, 12 oder 14 Stunden schnell erfüllt.

Auch wenn dieses Jahr noch einige spannende Veranstaltungen anstehen, diese besuche ich um für mich etwas mitzunehmen und nicht um meiner Pflicht nach Weiterbildung nachzukommen.

Gerade auf den oben genannten Veranstaltungen ist es durchaus hochwertiges Wissen und sehr interessante Kontakte und diese bieten im Tagesgeschäft eben den Blick über den Tellerrand.

Natürlch bildet sich meine Mitarbeiterin ebenfalls weiter. Auch hier, fast geschafft.

Das System schafft falsche Anreize

Leider führt das System ohne jegliche Erfolgskontrolle dennoch dazu, dass hier viele Kollegen und deren Mitarbeiter sich zu diversen Onlineseminaren anmelden, diese absolvieren ohne auch nur eine Minute sinnvoll etwas davon mitbekommen zu haben.

Das ist sicher keineswegs das Ziel von Weiterbildung. Alles ist besser im Vergleich zum Nichtstun, dennoch hat hier meiner Meinung nach der Gesetzgeber noch einiges zu tun. Branchenverbände wie der IGVM, bei dem ich auch Mitglied bin, setzten sich seit Jahren für eine vernünftige Weiterbildung ein und viele meiner Kollegen nutzen solche Veranstaltungen für einen hochwertigen fachlichen Input. Die Pflicht zur Weiterbildung ist gut, die fehlende Kontrolle von Erfolgen und der Zwang für Mitarbeiter ohne jeden Kundenkontakt zumindest fragwürdig.

Am Ende zählt…

Wissen ist Macht, nichts wissen MACHT EBEN DOCH ETWAS

… und wie bildet sich Ihr Berater weiter?

20.
Juni '17

Anonyme Voranfragen bei Berufsunfähigkeit und Krankenversicherung – warum es einen qualifizierten Berater braucht


In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest wurde einmal mehr die Berufsunfähigkeit getestet. Nach dem desaströsen letzten Test zur Berufsunfähigkeit hat sich zum Glück bei Finanztest einiges verändert, mehr dazu und zu den Fehlern im aktuellen Test folgt in einem anderen Beitrag. Auch in diesem Test hat die Zeitschrift einen „Wegweiser“ veröffentlicht und mit der Überschrift „So kommen Sie zu einem Vertrag“ versehen. Neben der Tatsache, dass sie mehrerer Angebote parallel einholen sollen (wogegen grundsätzlich noch nichts einzuwenden ist) erfolgt diesmal ein Hinweis auf Versicherungsberater oder Versicherungsmakler.

Genau heißt es dazu:

„Vorerkrankungen. Waren sie in den vergangenen fünf Jahren ernsthaft krank oder sind sie chronisch krank, stellen Sie eine anonyme Risikovoranfrage über einen unabhängigen Versicherungsberater oder einen Versicherungsmakler.“

Diese zeitliche Eingrenzung und auch der Bezug auf „ernsthafte Krankheiten“ greift jedoch deutlich zu kurz. Die anonyme Voranfrage ist nicht nur wichtig und notwendig für den Fall von „ernsten Erkrankungen“, sondern ganz generell. Zudem stellt sich die Frage was eine ernste Erkrankung ist. Sind Rückenschmerzen, welche jedes Jahr mal wieder auftreten oder unregelmäßige Magenschmerzen denen der Interessent wenig Bedeutung beimisst, ernste Erkrankungen oder doch eher Lappalien?

Eine anonyme Voranfrage ist existenziell, immer!

Dabei ist grundsätzlich erst einmal zu klären, wie eine Antragstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung generell funktioniert, um hier zu verstehen wo die Risiken liegen und wie sich diese vermeiden lassen. Wenn Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchten, dann haben die folgenden Faktoren einen direkten Einfluss auf die Prämie und die Vertragsgestaltung:

  • – das Eintrittsalter
  • – der Gesundheitszustand in der Vergangenheit und der aktuelle Zustand
  • – die berufliche Tätigkeit
  • – private Hobbys wie Skifahren, Motorradfahren, fliegen, Fallschirmsprünge und vieles mehr

Eine anonyme Voranfrage nicht nur wegen der Gesundheit

Mit einer solchen anonymen Voranfrage lassen sich daher nicht nur die passenden Verträge auswählen, sondern es lassen sich auch die Rahmenbedingungen für private Freizeitaktivitäten, Zuschläge und Ausschlüsse aufgrund besonderer Risiken und weiterer vertragsbeeinflussende Faktoren ermitteln und vorab klären. Nicht selten kommt es vor, dass insbesondere die berufliche Tätigkeit bei verschiedenen Versicherern zu gänzlich unterschiedlichen Einstufungen und Prämien führt, was am Ende zu Preisunterschieden von 50 % und mehr führen kann.

Berufsgruppenauswahl in der Software (links der eigenebene, rechts unten der ausgewählte Beruf). DARUM braucht es Menschen!

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragt und einfach recht lapidar seinen Beruf „Büroangestellte“ dort einschreibt, der wird wahrscheinlich einen entsprechenden Versicherungsschutz bekommen, ob es der richtige und passende ist, steht wiederum auf einem ganz anderen Blatt.

Mit einer solchen anonymen Voranfrage lassen sich damit die Berufsgruppeneinstufungen, Zuschläge und Ausschlüsse aufgrund von Freizeitaktivitäten und weitere Faktoren vorab klären. Das macht es insbesondere bei der finalen Antragstellung nicht nur deutlich einfacher, es erleichtert auch den (mehr …)