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04.
August '11

Central bietet Kunden „Sparoption EBE 63“ zur Beitragsentlastung an- was tun?


Post von ihrem privaten Krankenversicherer (PKV) bekommen in den letzten Tagen die Versicherten der Central Krankenversicherung AG. Dabei handelt es sich aber um keine der beiden Hiobsbotschaften, die der Versicherer in der letzten Woche bekannt gab. Dort hatte der Versicherer seine Vertreter und Maklerpartner über die Tarifschießung und drastische Beitragsanpassungen ab 2012 informiert.

Nun erhalten die Kunden aber ein „ganz besonderes Angebot„. Die Einen erhalten es per Post, Andere werden von „Ihrem Vermögensberater der Deutschen Vermögensberatung (DVAG)“ angerufen. Darin wird dem Kunden ein zusätzlicher Baustein zur Beitragsentlastung angeboten.

Was genau tut der Tarif EBE 63?

Es handelt sich um einen so genannten Beitragsentlastungstarif. Wie diese Tarife genau funktionieren und für wen diese geeignet sind, lesen Sie am besten in meinem Blogbeitrag zur Beitragsentlastung im Alter.

Vereinfacht bedeutet dies: Sie zahlen heute einen zusätzlichen Beitragsanteil, um im Alter (ab dem 63. Lebensjahr) eine garantierte Reduzierung des Beitrages bis zum Lebensende bekommen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass auch bei Beginn der Reduzierung, der Beitrag für den Zusatztarif EBE weiter zu zahlen ist. Ein Beispiel:

Ein 35 Jahre alter Versicherte muss für 100 EUR garantierte Beitragsentlastung im Alter, heute monatlich 21 EUR aufwenden, die gleichaltrige Frau zahlt 23 EUR.

Tatsächlich vermindert sich der Beitrag aber nicht um 100 EUR, sondern um 79 EUR bzw. 77 EUR, denn den zu zahlenden Beitrag muss der Kunde weiter aufwenden. Dabei sind Beitragsanpassungen nicht berücksichtigt.

Bei einem Versicherten der nur 10 Jahre älter ist, liegen die Kosten bei 37 EUR bzw. 40 EUR bei einer Frau.

Was passiert bei Kündigung des Bausteins oder der Krankenversicherung?

Dabei muss zunächst unterschieden werden, ob nur der Baustein gekündigt wird, oder der Private Krankenversicherungsvertrag endet. Der Versicherte kann den Baustein jederzeit zu den nachfolgenden Bedingungen wieder kündigen.

Der Versicherungsnehmer kann die Vereinbarung über die Beitragsreduktion im Alter mit einer dreimonatigen Frist zum Ende eines jeden Versicherungsjahres der zugrunde liegenden Krankheitskostenversicherung kündigen. Die Kündigung kann auf einzelne Personen beschränkt werden. Vor Wirksamwerden der Beitragsreduktion wird mit der Beendigung der bisher vereinbarten Beitragsreduktion im Alter diese entsprechend den in den technischen Berechnungsgrundlagen festgelegten versicherungsmathematischen Grundsätzen in einen sofortigen Beitragsnachlass umgewandelt, sofern für die versicherte Person, für die die Beitragsreduzierung vereinbart war, mindestens ein Krankheitskostentarif fortbesteht.

Dabei ist der Grund der Kündigung unerheblich. Gerade bei steigenden Beiträgen sollte dieser Baustein auf den Prüfstein gestellt werden. Zumindest bei dem deutlichen Überschreiten des Arbeitgeberzuschusses, ist sehr genau zu überlegen, ob der Baustein in der ursprünglichen Form noch Sinn macht.

Was passiert bei Ende der zugehörigen Privaten Krankenversicherung?

Auch wenn der Hauptvertrag endet, endet gemäß den Bedingungen auch der Baustein zur Privaten Krankenversicherung.

7.2 Die Vereinbarung einer Beitragsreduktion endet ferner, wenn die zugrunde liegende Krankheitskostenversicherung endet, d.h. wenn für die versicherte Person kein Krankheitskostentarif mehr bei der Central besteht.

Wechselt der Kunde also zu einem anderen Privaten Krankenversicherer, wird wegen Arbeitslosigkeit der Vertrag beendet oder endet der Vertrag aus sonstigen Gründen, so kann das angesparte Geld nicht mitgenommen werden.

Soll ich das „verlockende Angebot“ nun annehmen? „Rechnet“ sich das denn?

Ob es ratsam ist, das aktuell verlockende Angebot anzunehmen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Die Beitragsanpassung wird den Central Kunden in zwei Varianten angeboten. 50% oder gar 100% des heutigen Beiträge für die PKV kann später reduziert werden. Ungeachtet der zukünftigen Anpassungen schauen wir uns mal an einem Beispiel an, ob sich „das rechnet“. Nicht berücksichtigt sind aber steuerliche Effekte und der Arbeitgeberzuschuss.

Beispiel 1, 35jähriger Kunde, Entlastung im Alter 100 EUR, Beitrag 21 EUR

Eingezahlte Beiträge bis zum 63. Lebensjahr

21 EUR * 12 Monate * 27 Beitragsjahre = 6.804 EUR

netto beträgt die Entlastung also 100 EUR minus 21 EUR Beitrag = 79 EUR

Nach 86 Monaten, somit 7,1 Jahren übersteigen somit die Auszahlungen die aufgewandten Beiträge

Lebt der Versicherte also länger als bis zum 70. Lebensjahr, so hätte dieser „mehr Geld rausbekommen“, also eingezahlt worden ist. Dabei bleiben aber Zinsen und steuerliche Effekte unberücksichtigt.

Würde das Geld alternativ auf ein Tagesgeldkonto oder eine sonstige Anlage mit 2% eingespart werden, so stünde mit dem 63. Lebensjahr ein Betrag von 9.003,26 EUR zur Verfügung. Dieser Beitrag würde dann für einen Zeitraum von 113 Monaten, oder einfacher 9,4 Jahre reichen. Auch hierbei sind weitere Zinsen ab dem Beginn der monatlichen Auszahlung von 79 EUR nicht berücksichtigt.

Eines der Argumente zum Abschluss, ist die Beteiligung des Arbeitgebers an dem zu zahlenden Beitrag. Dabei zahlt dieser (bis zum Arbeitgeberhöchstzuschuss) die Hälfte des Beitrages. Wie genau unser Beispiel von eben aussieht, sehen wir hier im Beispiel 2.

Dabei ist noch zu berücksichtigen das ich vereinfacht davon ausgehe, den Zuschuss für die gesamte Laufzeit zu bekommen. In der Praxis ist das eher nicht so, denn allein durch normale Anpassungen steigt der Beitrag in den nächsten Jahrzehnten eher über den zuschussfähigen Betrag.

eingezahlte Beiträge bis zum 63. Lebensjahr: 3.402 EUR (nach AG Zuschuss)

netto beträgt die Entlastung also 100 EUR minus 21 EUR Beitrag = 79 EUR

nach 43 Monaten bekommt der Kunde somit mehr ausgezahlt, als er an (Eigen-)Beiträgen aufgewandt hat.

In der individuellen Betrachtung müssen jedoch noch steuerliche Faktoren berücksichtigt werden.Weiterhin spielen hier noch verschiedene Ungewissheiten eine Rolle. Wie lange bekommt der Versicherte den Arbeitgeberzuschuss? Wann übersteigt der Beitrag den max. zuschussfähigen Beitrag?

Bevor Sie sich also mit einer Unterschrift für einen solchen Sparvertrag entscheiden, sprechen Sie mit Ihrem Berater und lassen sich genau die Vor- und Nachteile erklären. Auch ein Gespräch mit Ihrem Steuerberater und rechnen einfach mal nach.

Weitere Informationen:

Nach der Tarifschließung der Central Krankenversicherung- was können, sollten oder müssen die Bestandskunden jetzt tun?

Central Krankenversicherung: Tarifschließungen per sofort, Beitragserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich zum Jahresende – wie geht es weiter?

Beitragsentlastung im Alter- ein Baustein in der Privaten Krankenversicherung

03.
August '11

Universa mit neuem Tarifbaustein BE flex zur Beitragsentlastung im Alter


Die Modelle zur Beitragsentlastung sind nichts Neues und gibt es bei einer Reihe von Unternehmen. Dabei werden heute „Extrabeiträge“ gezahlt und im Alter der Beitrag zur Privaten Krankenversicherung (PKV) reduziert.

Damit das Sinn macht, haben sich die Unternehmen unter Nutzung der Gesetze einige interessante Vorzüge überlegt. Nicht nur, das der Beitragsaufwand im steuerlichen Sinne Krankenversicherungsbeitrag ist, auch der Arbeitgeber beteiligt sich bis zum maximalen Arbeitgeberzuschuss an dem „Sparvertrag“.

(c) Universa Krankenversicherung

Doch was Vorteile hat, hat auch Nachteile. Einer der wesentlichen Nachteile ich der Verlust der angesparten Summen, wenn das Unternehmen gewechselt wird. Das kann auch die Universa mit dem neuen Tarif BE flex nicht ändern.

Dennoch enthält der Tarif einige interessante Neuigkeiten, die wir so bei den anderen Unternehmen nicht finden.

1.) Die Beitragsentlastung beginnt mit dem 67. Lebensjahr. Bei den fast allen anderen Unternehmen ist dieses mit 65 der Fall. (Ausnahme ist die Central mit dem Baustein EBE, dieser beginnt mit 63.) Aber die Universa hat sich auch Gedanken dazu gemacht, was denn ist wenn der Kute früher in Rente geht. Daher kann diese Beitragsentlastung ab dem 63. Lebensjahr bereits in Anspruch genommen werden. Wann das genau passiert, entscheidet der Kunde selbst.

2.) In dem Baustein existiert eine dynamische Erhöhung. Vor Beginn der Beitragsentlastung (erstmals zum 01. 07. 2014) und dann alle 4 Jahre besteht eine Erhöhungsoption in Form einer Dynamikanpassung. Ob diese gewünscht wird, oder es alles bleiben soll wie gehabt, kann der Kunde selbst entscheiden. Der Entlastungsbetrag wird dabei um 10% angehoben, der Beitrag erhöht sich demzufolge im gleichen Verhältnis.

Ein weiterer Vorteil ist die Dynamische Anpassung nach Beginn der Beitragsentlastung. Erstmals mit dem 72. Lebensjahr und dann alle 4 Jahre (bis max. 102. LJ) erfolgt ebenfalls eine Anpassung um 10%. Hierbei wird aber nur der Entlastungsbetrag, nicht mehr der Beitrag angepasst.

3.) Die Beitragsentlastung ist begrenzt auf den maximalen Betrag, den die Krankenversicherung (inkl. 10% Zuschlag und auch des Beitrages für den BE flex) kostet. Wird dieser durch einen Tarifwechsel während der Laufzeit reduziert, so muss auch der Entlastungsbetrag entsprechend reduziert werden.

4.) Eine Gesundheitsprüfung findet aber weder bei Abschluss, noch bei Erhöhung des Bausteines BE flex statt.

Somit bietet zukünftig auch die Universa Ihren Kunden eine flexible Möglichkeit zur Beitragsreduzierung im Alter an. Dabei ist jedoch immer die individuelle Situation und Planung zu berücksichtigen. Auch diese Komponente passt nicht auf jeden.

Mehr Informationen finden Sie auch im Artikel:

Beitragsentlastung im Alter- ein Baustein in der Privaten Krankenversicherung

Bedingungen zum BE flex im  Universa Krankenversicherung, Bedingungsheft Stand 08/2011

11.
Februar '11

Beitragsentlastung im Alter- ein Baustein in der Privaten Krankenversicherung


Eine der größten Fragen für Versicherte und Interessenten in der privaten Krankenversicherung (PKV) ist:

Wie entwickeln sich meine Beiträge und kann ich mir die Private Krankenversicherung dauerhaft leisten?

Da wir alle nicht hellsehen können und daher weder planen können wie sich die Medizin, die Kosten für eine Versorgung und die Lebenserwartung der Menschen entwickeln, bleibt auch die Frage nach der Beitragsentwicklung in der Privaten Krankenversicherung unbeantwortet oder ist zumindest nicht vollständig zu klären.

Was tut der Versicherer für „stabile Beiträge“?

Die Beiträge in der Privaten Krankenversicherung (PKV), aber auch in den meisten Zusatzversicherungen sind so kalkuliert, dass diese „theoretisch“ ein Leben lang konstant bleiben. Erreicht wird dieses dadurch, das der Beitrag unter Berücksichtigung der Lebenserwartung kalkuliert wird. In jungen Jahren werden somit mehr Beiträge gezahlt, später dann steht dieses angesparte Kapital zur Verfügung und gleicht die dann entstehenden, höheren Kosten aus. (Für detailliertere Informationen lesen Sie bitte in meinem Leitfaden zur Privaten Krankenversicherung nach, dieser steht Ihnen im Downloadbereich kostenfrei zur Verfügung)

Eine weitere „Vorsichtsmaßnahme“ hat der Gesetzgeber im Jahr 2000 eingeführt. Seitdem wird ein so genannter Gesetzlicher Zuschlag in Höhe von 10% auf den Beitrag erhoben. Dieser soll ebenfalls dazu dienen, im Alter mehr Kapital zur Verfügung zu stellen. Gezahlt wird der Betrag bis 60, um dann ab 65 Beitragsanpassungen auszugleichen oder abzumildern. (Blogbeitrag: „Der gesetzliche Zuschlag und was im Alter passiert„). Neben dem „vorgeschriebenen Schutz“ kann man aber selbst noch einiges tun.

Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten einige zusätzliche „Sicherheitsnetze“ einzubauen, um zumindest mehr als die oben genannten Ansparungen vorzunehmen. In diesem Beitrag werde ich mit einer Möglichkeit beginnen, eine weitere Möglichkeit zur Beitragsreduzierung im Alter folgt später in einem anderen Beitrag.

Zusatzbaustein: Beitragsreduzierung im Alter

Die Bezeichnungen bei den Unternehmen sind höchst unterschiedlich. MbZflex, BEA, Beitragssenkungskomponente, garantierte Beitragsentlastung, BSA- so oder so ähnlich sind die Produktbezeichnungen für eine solche Komponente. Alle gemeinsam haben aber ein Ziel, den Beitrag in dem eigenen privaten Krankenversicherungsvertrag zu einem fest definierten Endalter um einen festen Eurobetrag zu senken. Stellen Sie sich einfach einen Spartopf vor. Sie zahlen Monat für Monat einen Betrag X in diesen Baustein ein, am Ende wird Ihnen dann lebenslang ein fester Betrag ausgezahlt. Ähnlich wie in einer Rentenversicherung werden die Beiträge aufgrund des Eintrittsalters und der Lebenserwartung kalkuliert und festgelegt.

Wer kann so einen Baustein überhaupt abschließen und wie hoch darf es sein?

Voraussetzung ist der Abschluss oder das bestehen einer Krankenversicherung und die Tatsache, dass der Versicherer eine solche Komponente anbietet. Einige Unternehmen (z. Bsp HUK -Stand heute) bieten solche Komponenten nicht an. Der Abschluß bei einem anderen Versicherer ist hingegen nicht möglich, da es nur ein Baustein im Rahmen der bestehenden Krankenversicherung ist.

Für die mögliche/ maximale Höhe der Beitragssentlastung gelten je nach Versicherer unterschiedliche Vorgaben. Einige beschränken es auf 75%, bei anderen sind 100% des heutigen Beitrages absicherbar. Der Beitrag ist durch den Versicherten veränderbar. Auch kann eine Beitragsanpassung nötig sein, falls die Lebenserwartung (und damit die Zeit die der Versicherer den garantierten Betrag leistet) steigt.

Was passiert aber damit, falls die PKV beendet wird?

Auch hier gelten unterschiedliche Regelungen. Das Geld kann jedoch nicht einfach ausgezahlt oder mitgenommen werden. Endet die Krankenversicherung, so bleibt das Geld bei dem Versicherer. Werden Sie versicherungspflichtig, so achten Sie bei der Auswahl des Tarifes immer auf ein Umwandlungsrecht in eine Zusatzversicherung. Dann kann auch hier die Beitragsentlastung genutzt werden.

Zahlt mein Arbeitgeber etwas dazu? Ist es ein steuerlich absetzbarer Betrag?

Das ist auch schon einer der großen Vorteile. Im Rahmen des geltenden Arbeitgeberzuschusses beteiligt sich der Arbeitgeber auch an diesem zusätzlichen Sparvorgang.  So ist neben der garantierten Leistung im Alter sogar nur der halbe Beitrag zu zahlen.

Durch das Bürgerentlastungsgesetz können Beiträge seit 2010 bekanntlich teilweise von der Steuer abgesetzt werden. Dabei kann es nach dem Wechsel durchaus zu höheren Lohnsteuerzahlungen kommen, da der PKV Beitrag oftmals geringer ist, als zuvor der Höchstbeitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Der Baustein zur Beitragsentlastung ist jedoch auch „Krankenversicherungsbeitrag“ im Sinne des Gesetzes und vermindert somit wiederum die Steuerlast. So lassen sich auch von diesem Beitrag 80-95% „nutzen“.

Was passiert zum Ablauftermin genau?

Mit dem vereinbarten Ablauftermin (der bei den meisten Unternehmen im 65. Lebensalter liegt), beginnt die Beitragsentlastung des PKV Vertrages. Einige Unternehmen bieten hier flexible Ablauftermine an. Oftmals sind Abrufe des Betrages vom 60, 63 oder eben auch erst ab dem 67. Lebensjahr möglich. Von diesem Zeitpunkt zieht das Unternehmen nun gleich den Betrag ab und belastet Ihrem Konto nur die Differenz.

Wie hoch ist die Rendite hierbei?

Das ist pauschal nicht zu sagen, da die Rendite von vielen Faktoren abhängig ist. Insbesondere die Frage nach Arbeitnehmer- oder Selbstständigenstatus, aber auch die persönliche Einkommens- und Steuersituation spielen hier eine große Rolle. Damit Sie dennoch eine Vorstellung bekommen, gehen wir einmal von einem fiktiven Kunden aus.

Unser Kunde, 35 Jahre alt und mit einer privaten Krankenversicherung von knapp 350 EUR Beitrag (ohne KT, PVN etc) ausgestattet, die modellhaft um 5% jährlich ansteigt. Die Beitragsermäßigung soll in unserem Fall 300 EUR monatlich betragen und es werden während der Berufstätigkeit 35% und in der Rente 25% Grenzsteuersatz angenommen. Weiterhin unterstellen wir eine Anpassung des AG Zuschusses von 1% p.a., eine Nettorendite von 4,5% (also einem angenommenen Überschuss von 0,9%) und eine Lebenserwartung bis zum 84. Lebensjahr.

In diesem Modell beträgt die Rendite für den Arbeitnehmer 5,75%, für den Selbstständigen 4,73%.

Kann ich den Baustein auch noch abschließen, wenn ich schon versichert bin?

Ja. Wenn Ihr Versicherer eine solche Tarifkomponente generell anbietet, so ist diese auch später noch in den Vertrag einzuschließen. Dabei ist es unerheblich, wie der Gesundheitszustand aussieht, denn der Tarifbaustein ist ohne Risikoprüfung abzuschließen.

Fazit:

Auch hier gilt, wie in allen anderen Fällen auch. Pauschale Empfehlungen und Lösungen gibt es nicht. Auch der Abschluß bzw. die Frage nach der individuellen Höhe und dem Sinn einer solchen Absicherung muss sich jeder für sich selbst beantworten.  Auf der „Schattenseite“ sind sicher die Punkte der möglichen Kündigung, dem Versichererwechsel oder auch die Tatsache der Beitragszahlung bis Lebensende zu nennen. Der Beitrag endet, anders als in einer klassischen Rentenversicherung, eben nicht bei Beginn der Auszahlung, sondern ist in den meisten Tarifvarianten weiter zu zahlen.

Die Vorteile liegen in der garantierten Höhe der Entlastung, einer recht hohen Rendite bei sicherer Anlage, dem Arbeitgeberzuschuss und der steuerlichen Berücksichtigung als Krankenversicherungsbeitrag.

Sprechen Sie ihren Berater einmal darauf an oder fordern bei Ihrem Krankenversicherer doch eine Modellrechnung an.

13.
August '09

Die Private Krankenversicherung im Alter- wie schütze ich mich vor steigenden Beiträgen


(Dieser Beitrag entspricht der heutigen Pressemitteilung)

Jeder der sich mit dem Thema Private Krankenversicherung (PKV) beschäftigt stolpert irgendwann über die Frage der Beitragsstabilität und hat im Innersten (zum Teil berechtigte) Bedenken was mit seinen Beiträgen im Alter geschieht.

Dabei geistern in den Köpfen meist Geschichten von horrenden Summen umher, welche auf Erzählungen und kuriosen Beispielen bestehen, sagt Sven Hennig, Spezialmakler für die Private Krankenversicherung, Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit. Auf dem Informationsportal für die PKV und BU unter www.online-pkv.de finden sich umfangreiche Informationen und Hilfestellungen auf dem Weg zur richtigen Privaten Krankenversicherung.

Damit solche Szenarien nicht auftreten und die Beiträge planbar bleiben ist eine sorgfältige Auswahl des Tarifes und der Gesellschaft wichtig, so Sven Hennig weiter.

Auch der Vergleich zwischen den beiden, völlig unterschiedlichen, Systemen der Privaten und Gesetzlichen Krankenversicherung hinkt. In der GKV werden die Beiträge durch die Änderung des Beitragssatzes angehoben, so die weit verbreitete Meinung. Dieses ist aber nur die halbe Wahrheit. Die alleinige Anpassung des (seit Januar 2009 einheitlichen) Beitragssatzes ist nicht entscheidend. Durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze werden zusätzlich die Gutverdiener stärker belastet, da „mehr Einkommen“ beitragspflichtig wird. Allein in den letzten 10 Jahren wurde die Grenze um fast 14% angehoben. Dazu kommen die Kürzungen der Leistungen und die Einführung von Rezept-, Verordnungs- oder Praxisgebühren und zum Teil drastische Leistungskürzungen.

Auch in der Privaten Krankenversicherung sind Beitragsanpassungen möglich und erforderlich. Der zu Vertragsbeginn vereinbarte und garantierte Leistungsrahmen bleibt aber unverändert, denn dieser kann nur mit Zustimmung des Versicherten verändert werden.

Mit Übergang in das Rentenalter sind jedoch Veränderungen in dem Vertrag unumgänglich. So entfällt der gesetzliche Zuschlag in Höhe von 10% der Beiträge, da dieser zur Verminderung von Beitragsanpassungen im Alter zusätzlich angespart wurde. Weiterhin entfallen Bausteine für das Krankentagegeld und ggf. auch weitere Optionen, welche nun nicht mehr benötigte Leistungen abdecken. Eines sollte sich jeder Versicherte jedoch klar machen. Nun folgt in der Regel die Zeit, in welcher die Versicherungsleistungen auch intensiver in Anspruch genommen werden.

Daher hüten Sie sich vor Aussagen die Ihnen weiß machen wollen, Sie sollten ihren Versicherungsschutz jetzt aus Beitragsgründen reduzieren. Warum hatten Sie dann in jungen Jahren einen guten Schutz (den Sie wenig nutzen konnten, oder besser mussten) und nun, wo es viel nötiger ist einen reduzierten?

Achten Sie bei der Auswahl des Privaten Krankenversicherers gleich zu Beginn auf solide Bedingungen, eine saubere und klare Kalkulation und ein ausgewogenes und passendes Unternehmen.

Die meisten Unternehmen der Privaten Krankenversicherung bieten neben den Vollkostentarifen auch so genannte Beitragsentlastungsmodelle an. Dabei wird durch einen Zusatzbeitrag eine garantierte Beitragsreduzierung im Alter finanziert und schafft somit Planungssicherheit. Ob diese auch für Sie sinnvoll ist, muss in einem individuellen Gespräch geklärt werden.

Um dieses jedoch beurteilen zu können ist eine gute und individuelle Beratung unerlässlich, so Sven Hennig weiter. Informationen und einen Kriterienfragebogen für ihr Beratergespräch können Sie sich kostenfrei und ohne Anmeldung auf dem Informationsportal https://www.online-pkv.de im Downloadbereich herunterladen.