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11.
September '18

Arbeitgeberzuschuss 2019 und Sozialversicherungswerte 2019


In meinem gestrigen Beitrag habe ich bereits über die neuen Beitragsbemessungsgrenzen und die neue JAEG 2019 geschrieben.

Nun sind aus dem Referentenentwurf auch weitere Zahlen bekannt. Auch die Pläne zur Neuordnung der Pflegeversicherung und der damit verbundenen Anpassung der Beiträge um 0,5 Prozentpunkte sind relativ sicher. Daher habe ich die- Sie kennen es aus den letzten Jahren- Übersichten für 2019 aktualisiert und stelle diese wie immer kostenfrei zur Verfügung.

Hinweis an Kollegen: Unverändert können diese gern genutzt und weitergegeben werden. Für eine Nutzung mit eigenem Logo oder verändert, kontaktieren Sie mich bitte vorab.

Allen Tabellen und Berechnungen liegen folgende Daten zugrunde.

1.) Referentenentwurf mit den vorläufigen Zahlen 2019

2.) Annahme der Steigerung der Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte

3.) durchschnittlicher ZUSATZbeitrag der GKV liegt unverändert bei 1% bestätigt: Zusatzbeitrag 0,9%

4.) Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt auf 2,5%

Es können sich noch die Beiträge der Renten- und/oder Arbeitslosenversicherung (beschlossen wurde eine Senkung von 3,0 auf 2,5% Beitragssatz ab 2019) und damit auch die damit berechneten Höchstbeiträge ändern. Sobald es hier konkrete und verbindliche Zahlen gibt, passe ich es entsprechend an. Doch zunächst einmal die Änderungen 2018 auf 2019 in der Übersicht.

Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung 2019

Die bisherige Grenze betrug in 2018 monatlich 4.425 € oder richtigerweise jährlich 53.100 €. Ab dem 01. 01. 2019 sind in der Kranken- und Pflegeversicherung Beiträge bis zur neuen Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 4.537,50 €/ jährlich 54.450 € zu zahlen.

Beitragsbemessungsgrenze KV 2019:

54.450 € (2017: 53.100 €), monatlich 4.537,50 €

ACHTUNG! Für die Berechnung des Arbeitgeberzuschuss und auch der folgenden Höchstbeträge sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Dabei sind noch nicht alle Vorgaben bestätigt. Der Gesundheitsminister hat derzeit eine Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrages um 0,5% geplant, final bestätigt ist diese noch nicht. Was aber sicher ist, es kommt ab dem Jahr 2019 wieder eine paritätische Versorgung. Hier hatte ich schon Anfang des Jahres zu Details geschrieben.

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung in 2019

Damit verändern sich zwangsläufig weitere Werte. Der Arbeitgeberzuschuss 2019 errechnet sich demnach wie folgt:

Für das Jahr 2019 ergibt sich somit folgende Berechnung:

Zuschuss zur Krankenversicherung (Grundbeitrag)

14,6% GKV Beitragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 4.537,50 € = 331,24 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2019

Zuschuss zur Krankenversicherung (auf ZUSATZbeitrag)

DAZU kommt ab 2019 auch der kassenindividuelle ZUSATZbeitrag (dieser liegt zwischen null und 1,7 Prozent, der durchschnittliche ZUSATZbeitrag bei 0,9%)

ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

0,45% x 4.537,50 € = 20,41 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung TEIL II 2019

Zuschuss zur Pflegeversicherung (Annahmen: 3,05% mit Kindern, 3,3% ohne Kinder)

Pflegeversicherung ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

1,525 % x 4.537,50 € = 69,20 € = AG Zuschuss zur Pflegeversicherung 2019

Im Vergleich zu 2018 (Werte hier) steigt der Arbeitgeberzuschuss durch die Paritätische Versorgung und die Erhöhung der Beiträge in der Pflegepflichtversicherung auf folgende Werte:

Arbeitgeberzuschuss 2019 Krankenversicherung (inkl. ZUSATZbeitrag) = 351,66 EUR

Arbeitgeberzuschuss 2019 Pflegepflichtversicherung (inkl. ZUSATZbeitrag) = 69,20 EUR

Berechnung der Höchstbeiträge 2019 in der gesetzlichen Krankenversicherung

Der Gesamtbeitrag der GKV in 2019 berechnet sich dann wie folgt:

Beitrag zur Krankenversicherung (Grundbeitrag)

14,6% GKV Beitragssatz

14,6% x 4.537,50 € = 662,48 € = Krankenversicherungsbeitrag (Höchstbeitrag) Teil I

Zuschuss zur Krankenversicherung (auf ZUSATZbeitrag)

DAZU kommt ab 2019 auch der halbe Zuschlag auf den durchschnittlichen ZUSATZbeitrag (in 2019 = 0,9%)

ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

0,9% bis 1,7% x 4.537,50 € = 40,84 bis 77,14 € = Krankenversicherungsbeitrag TEIL II (ZUSATZbeitrag) 2019

Zuschuss zur Pflegeversicherung (Annahmen: 3,05% mit Kindern, 3,3% ohne Kinder)

Pflegeversicherung ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

KINDERLOS 3,3% x 4.537,50 € = 149,74 € = AG Zuschuss zur Pflegeversicherung 2019

MIT KINDERN 3,05% x 4.537,50 € = 138,39 € = AG Zuschuss zur Pflegeversicherung 2019

Danach ergeben sich folgende Höchstbeiträge:

Gesetzliche Krankenkasse ohne ZUSATZbeitrag: 662,48 €

Gesetzliche Krankenkasse mit durchschnittlichem ZUSATZbeitrag (0,9%): 703,31 €

Gesetzliche Krankenkasse mit höchstem ZUSATZbeitrag (1,7%): 739,62 €

DAZU kommt die Pflegeversicherung

Gesetzliche Pflegeversicherung OHNE KINDER: 149,74 €

Gesetzliche Pflegeversicherung MIT KINDERN: 138,39 €

Ein Arbeitnehmer über der Beitragsbemessungsgrenze zahlt somit für seine

Krankenversicherung GKV (inkl. max. der Hälfte von 1,7% ZUSATZbeitrag) max. 739,62 EUR

zzgl. als Kinderloser Versicherter max. 149,74 EUR in der Pflegeversicherung

= 889,36 EUR

Liegt Ihr Jahreseinkommen zwischen 59.400 € p.a. und 60.750 €, so werden Sie dadurch voraussichtlich ab dem 1. Januar 2019 versicherungspflichtig in der GKV und müssen sich auf Antrag befreien lassen. Diese Befreiung gilt nur für den einen Grund (steigende Beitragsbemessungsgrenze) unwiderruflich, mehr Informationen in meinem Beitrag „Wie kann ich in der PKV bleiben

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt in 2019

West: 80.400 € oder 6.700 € monatlich (in 2018 waren es 78.000 € €, ein Plus von 2.400 €)

Ost: 73.800 € oder 6.150€ monatlich (in 2018 waren es 69.600 €, ein Plus von 4.200 €)

Vollständige Werte finden sich in meiner neuen Übersicht. Diese steht zur freien Verwendung (unverändert) jedermann zur Verfügung. Download als pdf und als Grafik

07.
Januar '13

Arbeitgeberzuschuss 2013, steigende Beitragsbemessungsgrenze und auch die Versicherungspflichtgrenze steigt (mal wieder)


Update: Sie suchen die Zahlen für 2014? Bitte hier entlang –> Arbeitgeberzuschuss 2014, Beitragsbemessungsgrenze und JAEG

Update: Mehr zum AG Zuschuss für Kinder und mitversicherte Partner finden Sie im weiteren Beitrag „Arbeitgeberzuschuss für Kinder und Familienangehörige in der privaten Krankenversicherung (PKV)

Es sind für viele Arbeitnehmer wichtige Zahlen. Nicht nur Berufseinsteiger interessiert, ob diese in der gesetzlichen Krankenkasse bleiben müssen oder sich privat versichern dürfen, auch andere Arbeitnehmer warten gespannt auf die Zahlen. Auch Anfang 2013 werden sich diese Bezugsgrößen wieder ändern, auch diesmal bedeuten diese höhere Beiträge in der GKV. Doch schauen wir uns die -vorläufigen- Zahlen einmal an.

Beitragsbemessungsgrenze:

Diese “Zahl” bezeichnet die Höhe des Einkommens, bis zu der die Beitragspflicht für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung besteht. Einkünfte darüber werden nicht mehr mit einem Beitrag belegt. Im Jahr 2012 lag diese bei 45.900 EUR (3.825 EUR monatlich).

Für das Jahr 2013 ERHÖHT sich diese Grenze um 1.350 EUR jährlich auf 47.250 EUR (monatlich 3.937,50). Damit steigt diese um 2,94% im Vergleich zur Vorjahresgrenze. Dieses führt zu einer Erhöhung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkassen (GKV). Auch von 2011 zu 2012 gab es die gleiche absolute Erhöhung von 1.350 EUR.

Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG):

Die Versicherungspflichtgrenze (oder Jahresarbeitentgeltgrenze, kurz JAEG) bezeichnet die Einkommensgrenze, ab der sich ein Arbeitnehmer privat krankenversichern kann. Erst wenn das Jahreseinkommen den Betrag von (50.850 EUR in 2012) überschreitet, ist ein Verlassen der GKV und ein Eintritt in die Private Krankenversicherung (PKV) möglich. Diese Grenze steigt für das Jahr 2013 erneut um 1.350 EUR auf 52.200 EUR. Prozentual entspricht das einer Steigerung von 2,65%.

Aus den oben genannten Änderungen resultieren auch veränderte Größen für den Arbeitgeberzuschuss gem. §257 Sozialgesetzbuch V. Dieser Zuschuss bestimmt den maximalen Wert, den der Arbeitgeber bei privat Krankenversicherten Arbeitnehmern dazu bezahlt.

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2013

Für das Jahr 2013 ergibt sich somit folgende Berechnung:

15,5% GKV Beitrragssatz, davon tragen Arbeitnehmer 7,3 + 0,9% und Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 3.937,50 EUR = 287,44 EUR = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2013 (in 2012 waren es 279,23 EUR)

Dieses entspricht einem Mehrzuschuss von 8,21 EUR pro Monat oder einem jährlichen Mehrzuschuss von 98,52 EUR. Weiterhin ist dabei auch der neue Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung zu beachten. Der Maximalzuschuss berechnet sich wie folgt:

2,05% Pflegevers. Beitragssatz, davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 1,025%

1,025% x 3.937,50 EUR = 40,36 EUR = AG Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung 2013 (2012 waren es noch 37,29 EUR)

Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenkasse:

Durch eine Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze ergeben sich auch höhere Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse. So ergab sich im Jahr 2011 ein Gesamt(höchst)beitrag von 675,13 EUR bei einem kinderlosen Versicherten, im Jahr 2012 steig die Mehrbelastung um weitere 10,60 EUR. Davon entfielen auf den Arbeitnehmeranteil mehr als die Hälfte, also 349,91 EUR (2011) und 360,51 EUR in 2012.

Im Jahr 2013 erhöht sich die Beitragsbelastung wie folgt:

Gesamtbetrag zur GKV:

Krankenversicherung: 3.937,50 EUR * 15,5% =610,31EUR

Pflegepflichtversicherung: 3.937,50 EUR * (2,05% + 0,25% (Kinderlose)) = 90,56 EUR

Davon zahlt der (kinderlose) Arbeitnehmer allein:

KV: 3.937,50 EUR * (7,3%+0,9%) = 322,88 EUR

Pflege: 3.937,50 EUR * (1,025% + 0,25%)= 50,20 EUR

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2013: 373,08 EUR (in 2012 galt: 360,51 EUR)

Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich also eine Mehrbelastung des Arbeitnehmers von monatlich 12,57 EUR für die Kranken- und Pflegeversicherung.

Ihr Einkommen liegt in 2012 über 50.850 EUR aber unter 52.200 EUR?

Dann werden Sie durch die neue Beitragsbemessungsgrenze zunächst versicherungspflichtig. Das bedeutet ihre Private Krankenversicherung muss beendet werden, da Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) eintritt. Wer dennoch in der privaten Krankenversicherung bleiben möchte, der muss sich für diesen speziellen Grund befreien lassen, was aber gut zu überlegen ist. Sprechen Sie dazu mit Ihrem Berater!

Weitere Informationen finden Sie auch in folgenden Beiträgen:

Was zählt zur Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG) dazu? Kann ich mich privat versichern?

Wie finde ich eine billige/ günstige Private Krankenversicherung zum Einstieg?

Warum GKV + Zusatzversicherung auch (k)eine Lösung ist – die unterschiedlichen Zahlbeiträge bei Arbeitnehmern

Versicherungspflicht und Befreiungsmöglichkeiten

02.
November '11

Die Beitragsentwicklung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV)


Nach der Kundenfrage zur Central, welche ich in einem der letzten Blogbeiträge beantwortet habe (Kundenfrage: “Soll ich noch bei der Central Krankenversicherung bleiben, oder lieber schnell weg?”), heute mal keine Frage, sondern eine (Wunsch-)Aussage.

Wer will das nicht. Jeder der aus der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) in die private Krankenversicherung (PKV) wechselt, der erwartet neben hochwertigen Leistungen auch stabile Beiträge. Das ist einer der Voraussetzungen, um langfristig hochwertigen Versicherungsschutz bezahlbar halten zu können.

In diesem und einem der kommenden Blogbeiträge geht es daher um die Entwicklung der Beiträge in beiden Systemen.

Die gesetzliche Krankenversicherung

Dort steigen Beiträge aus mehreren Gründen. Einer der Gründe ist die Anhebung des so genannten Beitragssatzes, ein anderer die Anpassung der Beitragsbemessungsgrenze.

Die Beitragsbemessungsgrenze bestimmt, bis zu welcher Höhe des Einkommens Beiträge an die gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen sind. Diese hat sich in den letzten Jahren durch Anpassungen erhöht und wird jährlich neu festgelegt. Verantwortlich für die Festsetzung der BBG ist Bundesregierung, die eine jährliche Anpassung vornimmt. In der folgenden Grafik lässt sich die Entwicklung der jährlichen Grenze ablesen.

Neben der Beitragsbemessungsgrenze gibt es einen weiteren Faktor, der die Beiträge in der GKV beeinflusst, der Beitragssatz. Dieser war bis zum Jahre 2009 abhängig von der gewählten Kasse. Diese konnte den Beitragssatz selbst, nach ihrer wirtschaftlichen Lage, festlegen und somit den Wettbewerb beeinflussen.

(mehr …)

09.
September '11

Arbeitgeberzuschuss, Beitragsbemessungsgrenze und Versicherungspflichtgrenze für das Jahr 2012


Es war zu befürchten. Die Grenzen für die Beitragsbemessung in der gesetzlichen Krankenkasse steigen im Jahr 2012 nach den Plänen des Bundesgesundheitsministeriums wieder an. Bevor wir aber zu den Zahlen kommen, jeweils eine kurze Erklärung dieser Grenzen, denn dabei kommt es oftmals zu Missverständnissen.

Beitragsbemessungsgrenze:

Diese „Zahl“ bezeichnet die Höhe des Einkommens, bis zu der die Beitragspflicht für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung besteht. Einkünfte darüber werden nicht mehr mit einem Beitrag belegt. Im Jahr 2011 lag diese bei 44.550 EUR (3.712,50 EUR monatlich).

Für das Jahr 2012 ERHÖHT sich diese Grenze um 1.350 EUR jährlich auf 45.900 EUR. Damit steigt diese um 3,03% im Vergleich zur Vorjahresgrenze. Dieses führt zu einer Erhöhung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkassen (GKV).

Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG):

Die Versicherungspflichtgrenze (oder Jahresarbeitentgeltgrenze, kurz JAEG) bezeichnet die Einkommensgrenze, ab der sich ein Arbeitnehmer privat krankenversichern kann. Erst wenn das Jahreseinkommen den Betrag von (49.500 EUR in 2011) überschreitet, ist ein Verlassen der GKV und ein Eintritt in die Private Krankenversicherung (PKV) möglich. Diese Grenze steigt für das Jahr 2012 um 1.350 EUR auf 50.850 EUR. Prozentual entspricht das einer Steigerung von 2,72%.

Aus den oben genannten Änderungen resultieren auch veränderte Größen für den Arbeitgeberzuschuss gem. §257 Sozialgesetzbuch V).

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung 2012

Der Arbeitgeber beteiligt sich an den Beiträgen für die Private Krankenversicherung des Arbeitnehmers (und ggf. mitversicherter Personen) bis zum Höchstsatz. In 2011 lag dieser Zuschuss bei maximal 271,01 EUR. Berechnungshilfe im Blogbeitrag Arbeitgeberzuschuss 2011)

Für das Jahr 2012 ergibt sich somit folgende Berechnung:

15,5% GKV Beitrragssatz, davon tragen Arbeitnehmer 7,3 + 0,9% und Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 3.825 EUR = 279,23 EUR = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2012

Dieses entspricht einem Mehrzuschuss von 8,22 EUR pro Monat oder einem jährlichen Mehrzuschuss von 98,64 EUR. Weiterhin ist dabei auch der neue Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung zu beachten. Der Maximalzuschuss berechnet sich wie folgt:

1,95% Pflegevers. Beitragssatz, davon tragen Arbeitnehmer und Arbeitgeber je 0,975%

0,975% x 3.825 EUR = 37,29 EUR = AG Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung 2012

 

Beitragsanstieg in der gesetzlichen Krankenkasse

Ist ein Arbeitnehmer nun gesetzlich krankenversichert, so zahlt dieser Beiträge bis zu dem Höchstbeitrag. Die Beitragsberechnung im Jahre 2011 bedeutete einen Höchstbeitrag (AG + AN) von 575,45 EUR in der Krankenversicherung und weiteren 72,39 EUR in der Pflegepflichtversicherung (Kinderlose zahlen 81,68 EUR.

So ergab sich im Jahr 2011 ein Gesamt(höchst)beitrag von 675,13 EUR bei einem kinderlosen Versicherten. Davon entfielen auf den Arbeitnehmeranteil mehr als die Hälfte, also 349,91 EUR

Im Jahr 2012 erhöht sich die Beitragsbelastung wie folgt:

Gesamtbetrag zur GKV:

Krankenversicherung: 3.825 EUR * 15,5% = 592,88 EUR

Pflegepflichtversicherung: 3.825 EUR * (1,95% + 0,25% (Kinderlose)) = 84,15 EUR

Davon zahlt der (kinderlose) Arbeitnehmer allein:

KV:  3.825 EUR * (7,3%+0,9%) = 313,65 EUR

Pflege:  3.825 EUR * (0,975% + 0,25%) = 46,86 EUR

GESAMTANTEIL Arbeitnehmer in 2012:  360,51 EUR

Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich also eine Mehrbelastung des Arbeitnehmers von monatlich 10,60 EUR für die Kranken- und Pflegeversicherung. Das entspricht einer prozentualen Steigerung von etwas mehr als 3% pro Jahr.

 

Weitere Informationen finden Sie auch in folgenden Beiträgen:

Was zählt zur Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG) dazu? Kann ich mich privat versichern?

Wie finde ich eine billige/ günstige Private Krankenversicherung zum Einstieg?

Warum GKV + Zusatzversicherung auch (k)eine Lösung ist – die unterschiedlichen Zahlbeiträge bei Arbeitnehmern

12.
September '09

Neue Versicherungspflichtgrenze (JAEG) und Beitragsbemessungsgrenze 2010


Liebe Leser,

das Bundesgesundheitsministerium hat eine erste, vorläufige Zahl für die Versicherungspflichtgrenze 2010 genannt.

Diese Zahl entscheidet nicht nur darüber ob ein freiwillig Versicherter Angestellter in die Private Krankenversicherung wechseln darf, sondern auch darüber ob ein bereits PKV Versicherter Arbeitnehmer zurück in die GKV muss.

Somit steigt die Grenze von derzeit 48.600 EUR Bruttojahreseinkommen um 1.350 EUR (2,77%) auf voraussichtlich 49.950 EUR (mtl. 4.162,50 EUR). Für derzeit freiwillig Versicherte die in die Private Krankenversicherung wechseln möchten bedeutet dieses, das Sie neben den letzten 3 Jahren auch die vorr. neue Grenze für das Jahr 2010 überschreiten müssen um in die PKV wechseln zu können.

Zur Verdeutlichung seien hier die Entwicklung von 2003 bis heute dargestellt: Die Werte in Klammern stellen die Besondere Grenze für im Jahr 2002 bereits privat Versicherte dar.

2000 – 39.574 EUR
2001 – 40.034 EUR
2002 – 40.500 EUR
2003 – 45.900 EUR (41.400)
2004 – 46.350 EUR (41.850)
2005 – 46.800 EUR (42.200)
2006 – 47.250 EUR (42.750)
2007 – 47.700 EUR (42.750)
2008 – 48.150 EUR (43.200)
2009 – 48.600 EUR (44.100)
2010 – 49.950 EUR (vorr.)

Dieses entspricht einer Steigerung um 10.076 EUR oder 25,46% in den letzten 10 Jahren.

Die Beitragsbemessungsgrenze soll von 44.100 EUR auf 45.000 EUR steigen, somit ein Anstieg um 900 EUR. Dieses bedeutet bei einem Beitragssatz von 14% + 0,9% AN Anteil eine Steigerung des GKV Beitrages von monatlich 11,18 EUR. Durch den Mehrbeitrag von 0,9% zahlt der Arbeitnehmer davon 5,93 EUR. Neben den Leistungseinschränkungen der GKV auch ein Grund für viele freiwillig versicherte den Weg in die PKV zu suchen. Ob das der richtige ist, ist jedoch von der persönlichen Situation und den eigenen Ansprüchen und Kriterien abhängig.

Weiterführende Informationen:

Was zählt zur JAEG?

Auswahlkriterien für dei Private Krankenversicherung