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09.
November '18

Unerfreuliche Post von der Axa – Tarifwechsel aus Vital in EL Bonus verhindert – was tun?


Ja, die Axa Krankenversicherung hat durchaus Talent, Talent Ihnen das Wochenende zu versauen. Das sehen selbst einige Mitarbeiter so. Warum muss man Briefe mit Anpassungen so verschicken, dass diese am Freitag oder Samstag bei Ihnen ankommen, am Wochenende, wo kein Berater erreichbar ist, keiner Ihre Fragen beantworten kann und man Sie damit allein lässt?

Es ist leider nicht zu ändern und vielleicht sind Sie selbst auch bei Tante Google hier gelandet und lesen nun diesen Text, gerade weil Sie den Brief der Axa in den Händen halten und nach „Beitragsanpassung Axa Vital“ gegoogelt haben? Ich werde versuchen Ihnen etwas einfacher und verständlich zu erklären was da gerade passiert.

Dazu empfehle ich Ihnen auch die weiteren Artikel.

und einige mehr hier im Blog.

Was Sie jetzt NICHT tun sollten

Bevor wir uns anschauen was zu tun ist, erst einmal der Hinweis was nicht zu tun ist. Denn wie in den letzten Jahren kommen schnell recht windige Berater um die Ecke und nutzen Ihre Chance. Dort wird man Ihnen versprechen schnell zu kündigen, schnell bei der Axa zu verschwinden und doch am besten zu anderen Gesellschaften zu wechseln. Oft werden dann Einstiegstarife wie der Comfort oder Economy von der Continentalen, die StartFit Tarife KVS/ KVE der Hanse Merkur oder auch gern wieder die Bayrische Beamtenkrankenkasse BBKK bzw. die Union genannt. Ob diese Tarife gut sind und auf Sie passen ist leider oft egal, die sind billig und damit automatisch- in den Augen einiger Berater- geeignet Ihr Problem zu lösen.

Wie kurzfristig das gedacht ist und das es am Ende eher ein ganz falscher Schritt ist, das wird in der Beratung nur allzu schnell unterschlagen.

Wichtig also:

Was Sie jetzt aber tun sollten

Zunächst einmal gilt… Schnell ist oft unüberlegt und daher sollten Sie sich in jedem Fall Zeit lassen und in Ruhe überlegen.

Dennoch sollten Sie das Thema nicht auf die lange Bank schieben. Warum? Weil auch bei Gesellschaften und Beratern das Jahresende naht und es nicht unzählige Termine zu Beratungen mehr gibt. Daher planen Sie weitere Schritte rechtzeitig und überlegen sich Antworten auf folgende Fragen und Herausforderungen.

Passt der derzeitige Schutz noch? Haben sich Wünsche geändert?

Viele Versicherte, welche über Jahre keine oder nur kleine Rechnungen eingereicht haben, sind oft „zufrieden mit Ihrer PKV“, klar. Was soll es auch bei der Erstattung einer simplen Vorsorgerechnung für Probleme geben.

Leider kommen auch daher die „Ratschläge von Freunden und Bekannten„, welche dann schnell noch eine Empfehlung für einen Tarif abgeben wollen. Warum das aber falsch und gefährlich ist, habe ich HIER IM ARTIKEL aufgeschrieben.

Aber:

Überlegen Sie einmal wie und warum Sie damals den Tarif ausgewählt haben. Warum wurde es der Tarif, warum genau der Versicherer? Haben Sie sich damals ausreichend mit dem Thema beschäftigt und viele Fragen gestellt? Unter dem folgenden Link lesen Sie eine Reihe von Fragen, welche Sie sich gestellt und beantwortet haben sollten. Haben Sie nicht? Dann aber flott.

Hat sich privat oder beruflich etwas verändert?

Gibt es vielleicht einen neuen Arbeitgeber, ein neue Regelung hinsichtlich Krankentagegeld? Neue Tätigkeitsfelder und/ oder sogar einen neuen Lebensmittelpunkt?

Wurde ein Kind geboren oder ist nun in Planung? Dann herzlichen Glückwunsch, jetzt gibt es aber viel zu bedenken, schon vor oder in der Schwangerschaft. Dazu bitte hier entlang und lesen, lesen, lesen.

Auch eine anstehende Verbeamtung oder zumindest die Aussicht auf eine solche führt zu einer kompletten Neubewertung.

Vorsorge für mehr Beitragsstabilität

Kennen Sie Möglichkeiten in dem PKV Vertrag oder auch außerhalb und ggf. steuerbegünstigt für einen stabilen/ stabileren Beitrag in Ihrer Krankenversicherung vorzusorgen?

Den Baustein zur Beitragsentlastung kennen viele und den bieten die Gesellschaften auch gern an, nicht ganz uneigennützig natürlich. Ob der aber für Sie die richtige Wahl ist oder ob die Vorsorge für stabilere Beiträge ganz anders aussehen sollte, ich kann es Ihnen nicht sagen. Jetzt und ohne Beratung zumindest nicht.

Machen Sie sich daher Gedanken, intensiv!

Überlegen Sie wie Ihre Planung aussieht, überlegen Sie auch was sich zukünftig ändern könnte und was Sie heute vielleicht schon planen können. Schieben Sie es bitte nicht auf die lange Bank. Das bedeutet nicht, dass Sie nun alle Termine für Montag absagen müssen und zu einer Beratung rennen, es bedeutet aber sich zu überlegen wo die eigene (private und berufliche) Reise hin gehen soll.

Wie sieht es mit einem Tarifwechsel innerhalb des Unternehmens aus? Ist das sinnvoll? Kann ich das überhaupt noch tun und warum kann es auch dann helfen, wenn Sie heute schon krank sind und gar keine neue Gesundheitsprüfung überstehen würden?

All das gilt es zu besprechen, aber dazu müssen Sie sich aufraffen und Gedanken machen. SIE müssen aktiv werden.

Hilfe finden Sie dabei bei spezialisierten Kollegen und Beratern. Hilfe finden Sie auch unter folgenden Links.

denn falls Sie keinen spezialisierten Berater haben oder eine Zweitmeinung brauchen, dann werden wir versuchen dieses auch noch irgendwie in den Kalender zu kriegen.

Und auch wenn der Artikel aus 2016 ist, es gilt auch in 2018 für 2019 ebenso…

PKV Wechsel und Kündigung wegen Beitragserhöhung? Nur keinen Stress, geht auch in 2017 noch

Und nun? Nun lehnen Sie sich zurück, schauen auf das Meer (das ist übrigens hier bei mir vor der Haustür auf Rügen) und genießen erst einmal Ihren Feierabend oder Ihr Wochenende!

29.
Oktober '18

Axa Krankenversicherung mit weiterer Anpassung in Alttarifen Vital und weitere


Die Kunden der Axa Krankenversicherung sind Kummer gewohnt. Die Anpassungen in den letzten Jahren waren mehr als deutlich, gerade in den VITAL oder auch damals dem Eco RA Tarif. Oft wurde „Ruhe“ versprochen, beschwichtigt und die „Alles wird gut Methode“ als Antwort parat gelegt. Das passierte gegenüber Kunden und Vermittlern.

Ich hatte in der Vergangenheit bereits einige Male dazu geschrieben, diese Beiträge können Sie hier nachlesen.

Doch nun ist die nächste Runde fällig und die ersten Kunden bekommen in den folgenden Tagen Post. Vermittler hat die Axa schon einmal in einem Webinar vorbereitet, wie man denn am besten auf die Rückfragen reagiert. Dieses Jahr wird es dann für Kunden in den alten Tarifen wieder einmal etwas aufregend.

Welche Axa Tarife werden angepasst?

Wir müssen grundsätzlich zunächst die Tarifwelten unterscheiden. Dabei gibt es die Tarife der alten Welt (bisex), der neuen Welt (bisex) und die Tarife in der Unisexwelt. Angepasst werden folgende Tarife zum 01. 01. 2019. Wir sprechen also über Tarife vor dem 21.12.2012.

  • – VITAL 250 für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 750 für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 300 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 600 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Vital 900 N für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Beitragsentlastungsbaustein BEA für Männer, Frauen und Kinder/Jugendliche
  • – Beitragsentlastungsbaustein BEA-N für Männer und Frauen
  • – ECO 5200 und Eco 4200 für Männer und Frauen
  • – ECR 2600 und 5000 für Männer
  • – VISION 1 für Männer
  • – Vision 1 für Männer, Kinder / Jugendliche

Dazu kommen diverse Anpassungen für Pflege(zusatz)tarife, weitere Zusatztarife und Anpassungen in den Beihilfetarifen für Beamte.

Ein Beispiel in Zahlen?

Ein Versicherter, geboren 1982, also heute 36 Jahre alt, ist in den folgenden Tarifen versichert und bekommt die angezeigten Anpassungen.

Beitrag alt Beitrag neu Veränderung
Vital 750 297,95 € 338,49 € 40,54 €
Vital Z 65,13 € 65,13 € – €
TV43 51,82 € 51,82 € – €
EHP 17,40 € 17,40 € – €
ESP 8,88 € 8,88 € – €
PVN 21,54 € 30,77 € 9,23 €
462,72 € 512,49 € 49,77 €
10,76%

Jetzt ist die Erhöhung mit knapp 10% nicht schön, realistisch sprechen wir aber immer noch um zu billige Beiträge. Schauen wir uns zum Vergleich den GKV Höchstbeitrag an, aber auch durchaus andere Tarife am Markt.

Was versicherten Sorgen macht ist auch nicht die eine Anpassung, sondern eher die Entwicklung in den letzten Jahren und die damit verbundenen Aussichten. Doch welche Möglichkeiten haben diese nun?

Tarifwechseln innerhalb der Axa

Zunächst einmal sollte, vor jedem anderen Wechsel, immer nach einem internen Wechsel bei der eigenen Gesellschaft geschaut werden. Dabei sind aber zunächst wichtige und weitere Fragen zu klären. Ein Anspruch an seine Krankenversicherung kann sich in den Jahren durchaus ändern. Wer also damals- vielleicht auch etwas unbedarft oder mit zu wenig Beratung- einen Tarif gewählt hat, der heute nicht passt, der muss dieses ändern.

Eine Änderung mit einer Verbesserung der Tarifleistungen ist nur mit neuer Gesundheitsprüfung oder eben dem Ausschluss von Mehrleistungen zu bekommen. Aber, dennoch kann dieser in einzelnen Fällen sinnvoll sein.

Dazu muss aber klar sein, was Sie von Ihrer Krankenversicherung heute und zukünftig erwarten. Es bringt gar nichts nur mal schnell wegen einer Anpassung einen Wechsel zu vollziehen. Schauen Sie gern einmal in die Auswahlkriterien und in den Kriterienfragebogen und überlegen sich, welche Leistungen Ihnen persönlich wichtig sind.

Bedenken Sie dabei auch mögliche Veränderungen im privaten oder beruflichen Umfeld in den kommenden Jahren.

Tarifwechseln zu einer anderen Gesellschaft

Natürlich ist auch ein Wechsel zu anderen Anbietern möglich, wenn diese passen und sich die Umstände anders darstellen im Vergleich zu damals. Dabei sind verschiedene Fragen zu klären und dieses sollte niemals ohne eine sorgfältige Beratung und Abwägung der Vor- und Nachteile passieren.

Fangen wir zunächst mit den Nachteilen an, diese sollten Sie immer kennen und mit Ihrem Berater besprechen, nur so ist eine sinnvolle Entscheidung möglich.

  • – neue Gesundheitsprüfung
  • – neuer Beginn von Fristen, Zahnstaffeln etc.
  • – neue Fristen bei der vorvertraglichen Anzeigepflicht
  • – neues Eintrittsalter
  • – ggf. Verlust von Beitragsrückerstattungen
  • – Verlust der Alterungsrückstellungen
  • – höhere Beiträge ab Beginn

Doch wo es Nachteile gibt, warten auch Vorteile. Ein Interessent schrieb neulich: „Was nützt es mir mit einem billigen Ticket in einem Zug zu sitzen, welcher dann an die Wand fährt.“ Auch wenn es natürlich auch bei anderen Unternehmen Anpassungen gibt, bietet ein Wechsel durchaus auch Vorteile.

Vorteile eines Wechsels der Gesellschaft

  • – sorgfältigere Auswahl der passenden Tarife
  • – bessere Aufstellung des Unternehmens, der Kalkulation, der Annahmepolitik
  • – ein Tarif welcher besser passt
  • – neuere Tarifwerke, bessere Wechseloptionen
  • – eine Auswahl welche generell besser passt

Dabei gibt es sicher kein Patentrezept und so kann der Rat bei einem Kollegen oder Bekannten ein anderer sein. Dennoch stellt sich bei vielen immer wieder die Frage was nun richtig sei. Einige haben bei der letzten Anpassung noch gezögert und wollten abwarten, andere haben das Unternehmen verlassen.

Die große Frage – was tun?

Eine passende und für Sie sinnvolle Lösung lässt sich nur in einem Beratungsprozess herausfinden. Dazu gehören verschiedene Daten und Fakten, erst damit wird sich ein qualifizierter Berater mit Ihnen gemeinsam um eine Lösung bemühen können.

Fragen welche Sie in jedem Fall vor der Anfrage zur Beratung beantworten sollten:

  • – Wie lange sind Sie in dem Tarif
  • – gab es schon Tarifwechsel
  • – was waren die Gründe damals, sich für genau diesen Schutz zu entscheiden?
  • – haben sich die Umstände (privat oder beruflich) verändert?
  • – wie sieht die heutige Lebensplanung aus?
  • – wurden die Leistungen bewusst ausgewählt?
  • – fehlen Ihnen im Tarif derzeit Leistungen? welche?
  • – haben sich die Wünsche an einen Versicherungsschutz geändert?
  • – wie ist Ihr aktueller Gesundheitszustand und wie war dieser in möglichen Abfragezeiträumen?
  • – zahlen Sie derzeit Risikozuschläge?

All diese Fragen sind wichtig, wichtig damit Sie sich hierzu nicht nur Gedanken machen sollten, sondern diese auch in einer Beratung besprechen. Nur so kommen Sie sinnvoll an Ihr Ziel. Dazu noch etwas zu Lesen.

–> In der Privaten Krankenversicherung sparen Sie kein Geld

–> Niemand muss in die Private Krankenversicherung

Wo bekomme ich Beratung?

Zunächst einmal sollten Sie nachschauen, wo der alte Vertrag abgeschlossen wurde. Wurde der Berater von Ihnen ausgewählt? Warum?

Betreut dieser den Vertrag heute noch und kann dieser mit Ihnen auch nach Alternativen schauen, ist er also Makler oder Mehrfachagent, oder Vertreter der Axa?

–> Wo bekommen Sie unabhängige Beratung?

Nach Auswahl eines spezialisierten Beraters klären Sie mit diesem alle Fragen, prüfen Tarifwechsel innerhalb und aus außerhalb der Axa und überlegen dann gemeinsam, was zu tun ist.

Haben Sie keinen Berater oder weitere Fragen, so stellen Sie diese gern als Kommentar unter dem Beitrag, im Livechat oder über das Kontaktformular.

14.
September '18

HILFE… Inter Krankenversicherung mit 46% Beitragserhöhung in den Zahnzusatztarifen


klingt schlimm, oder? So oder so ähnlich lautete die Schlagzeile in einem Facebook Beitrag und die stimmte sogar. Was aber dahinter steckt, warum solche Zahlen eher der Presse und weniger dem Kunden helfen und was Sie tun können, das lesen Sie hier in dem Beitrag. Vielleicht gelingt es mir Ihnen einige Hintergründe so zu erklären, dass es einige Aussagen gerade rücken kann.

Was genau war passiert?

Die Inter Krankenversicherung bietet, wie viele andere auch, Zahnzusatzversicherungen an. Diese sind nicht nur „nice to have“, sondern bieten in vielen Leistungsfällen einen echten Mehrwert. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der Zahn(ersatz)versorgung sind durchaus eher als dürftig zu bezeichnen. Wer also einen besseren Zahnschutz oder aber eine hochwertigere Versorgung möchte, der kommt um einen solchen ergänzenden Schutz nicht drum herum.

Ein Beispiel was eine Versorgung mit Implantaten kostet, habe ich anhand konkreter Rechnungen hier aufgeschrieben.

Zahnimplantate, Narkose – Erfahrungen und die Leistungen der Krankenversicherung

Beitragsanpassung zum 01. 01. 2019

Zunächst einmal muss betrachtet werden, welche Tarife überhaupt betroffen sind. In den angekündigten Anpassungen (welche für das Neugeschäft aber auch für den Bestand gelten) geht es um zwei Zahnzusatztarife, welche von der Inter unter der Marke „QualiMed“ vertrieben werden.

  • Inter QualiMed Z90 (75-90% Zahnersatz, 80% KFO bis Alter 17, dann 50%)

  • Inter QualiMed ZPro (100% ZB, Prophylaxe, Schmerzbehandlung – nicht einzeln abschließbar)

Wer also den Z90 hat, der kann/ konnte auch noch den ZPro als Ergänzung abschließen, nicht aber anders herum. Nun folgt aber zum 01. Januar 2019 eine deutliche Erhöhung. Auch dabei ist zunächst klarzustellen, Anpassungen finden niemals in Prozent, sondern in Euro statt. Dennoch werden diese immer wieder in % vom letzten Beitrag angegeben.

ACHTUNG: starke Beitragsanpassung beim INTER Zahnzusatz ZPRO+Z90 um 46%
von 18,83€ auf 27,53€ ab 01.01.2019

Wer also in unserem Beispiel hier bisher 18.83 EUR monatlich als Prämie gezahlt hat, der muss nun 8,70 mehr in die Hand nehmen, ohne dass sich die Leistung verändert hat.

Quelle: www.gewa-comp.de

In einigen Altersstufen ist die Anpassung durchaus noch größer. BIS ZU 85% sollen es werden. Dabei muss immer klar vor Augen geführt werden, wie hoch der Betrag vorher war und welchen EUROBETRAG Sie nun mehr zahlen müssen.

Gründe einer Beitragsanpassung

Die Gründe sind vielfältig. Das kann eine falsche, zu knappe oder unangemessene Kalkulation gewesen sein, ebenso sind auch weitere Faktoren relevant, für die der Versicherer nicht in jedem Fall etwas kann.

  • sinkende Zinsen und damit weniger Ertrag
  • gestiegene Kosten bei den Arzthonoraren
  • Mehrkosten für Labore, Materialien etc.

Solche Anpassungen finden daher normalerweise regelmäßig statt. Ist aber der Versicherer nicht in der Lage anzupassen, weil der so genannte auslösende Faktor, also eine bestimmte Grenze nicht erreicht wird, dann „schleppt er diese Anpassung mit“. Irgendwann, wenn dann angepasst werden darf, werden alle bisherigen Anpassungen, die noch offen sind nachgeholt.

Jetzt kündigen und schnell woanders hin?

Keineswegs ist es pauschal richtig den Vertrag nun übereilt zu kündigen. Es kann sinnvoll sein sich genau und detailliert mit den Möglichkeiten zu beschäftigen und sich Gedanken zu machen, welche Kosten Ihnen zukünftig bei Zahnersatz und Zahnbehandlung entstehen könn(t)en. Aber ein Grund voreilig und sofort zu kündigen gibt es nicht.

In den nächsten Wochen und Monaten werden Sie Post von der Inter bekommen und Ihnen werden die neuen Beiträge für das Jahr 2019 mitgeteilt. Dabei haben Sie dann einen Hinweis zu dem zustehenden Sonderkündigungsrecht.

dazu finden sich die Regelungen im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) welches auch für Ihren Vertrag gilt. Dort heißt es:

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 205 Kündigung des Versicherungsnehmers
(…)
(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

Sie haben also nach Zugang ZWEI MONATE Zeit sich zu überlegen, was Sie nun tun wollen.

Machen Sie sich Gedanken zum Versicherungsschutz

Bevor Sie nun aber übereilt handeln, überlegen Sie sich erst einmal welche Leistungen Ihnen wichtig sind. In Bezug auf die Zahnzusatzversicherung sollten Sie sich UNTER ANDEREM folgende Fragen stellen:

  • 1.) Sind meine Zähne derzeit gesund oder stehen Behandlungen an? (dann bleiben Sie in dem Vertrag)
  • 2.) Kann ich damit leben, die Zahnsummengebrenzungen in den ersten Jahren neu beginnen zu lassen?
  • 3.) Wie hoch möchte ich den Zahnersatz gern versichert haben?
  • 4.) Sollen prozentual von der Rechnung Zuschüsse gewährt werden?
  • 5.) Sollen auch privat abgerechnete Leistungen (außerhalb des GKV Kataloges) versichert sein?
  • 6.) Möchten Sie gezielt Leistungen nutzen können, wenn die GKV eine Behandlung generell ausschließt?
  • 7.) Sollen auch Leistungen für Zahnbehandlung enthalten sein?
  • 8.) Soll der Versicherer auch dann leisten, wenn es sich um eine Narkose/ Schmerzausschaltung oder weitere Extraleistungen handelt?
  • 9.) Soll auch die Prophylaxe / Zahnreinigung / Zahnsteinentfernung versichert sein?
  • 10.) Wie soll der Schutz bei Implantaten aussehen?
  • 11.) Darf die Wahl der Zahnärzte auf solche mit Kassenzulassung beschränkt sein?
  • 12.) Muss auch bei Kieferorthopädie (nach Unfall etc.) geleistet werden?

und vieles mehr. Sie sehen, auch eine „kleine“ Zahnzusatzversicherung will gut durchdacht und überlegt sein und nur so lassen sich die passenden Produkte finden und herausfiltern. Daher ist auch hier eine gute und zielgerichtete Beratung unerlässlich.

Lassen Sie sich gut beraten

Das Internet wimmelt von Vergleichsportalen, Onlinerechnern und mehr. Zu einer guten Beratung gehört aber mehr. Auch der Blick über den Tellerrand, die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Bereichen der Zusatzversicherung (z.Bsp. Krankenhaus, Pflegezusatz und mehr) gehört hier in die Betrachtung. Suchen Sie sich einen qualifizierten Berater und besprechen mit diesem, welche Möglichkeiten Sie haben und was zu Ihnen passt.

Sollten Sie weitere Fragen haben, nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten HIER oder im LiveChat.

15.
Juni '18

Ab 2019: Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung steigt um 12%, oder 0,3%Punkte


Nachdem wir uns gerade die Senkung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse, oder besser die Senkung der Belastung der Arbeitnehmer angeschaut haben, geht es heute gleich wieder in die andere Richtung. Vorgestern habe ich Ihnen die Auswirkungen der geplanten Rückkehr zur Parität erklärt, hier können Sie das noch einmal detailliert nachlesen.

Heute nun die Nachricht für die Pflegeversicherung. Beitragssteigerungen bis 12% sind da Ankündigung und nötig, oder aber 0,3%-Punkte. Was genau dahintersteckt und wie sich das in Zahlen auswirkt, das zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Die Pflegeversicherung wird teurer – und es reicht doch nicht

Grund für die Anpassung ist- natürlich, so Gesundheitsminister Jens Spahn- die vorhergehende Regierung. Denn durch die verbesserten Leistungen in der Pflege sind auch die Kosten erneut gestiegen und die Schulden haben sich erneut erhöht. Daher muss dieses durch eine Beitragsanpassung kompensiert werden, was bei einem umlagefinanzierten System auch nachvollziehbar ist.

Wie hoch ist der Beitrag heute?

Im Jahr 2018 zahlen gesetzlich Versicherte für die gesetzliche Pflegepflichtversicherung einen einkommensabhängigen Beitrag. Dieser ist abhängig von dem Einkommen und (als Obergrenze) von der Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG), welche jedes Jahr angepasst wird.

Die Zahlen für 2018 finden Sie hier: Sozialversicherungswerte 2018

Wer heute freiwilliges Mitglied in der GKV und damit auch Mitglied in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung ist, zahlt also folgende Beiträge.

JAEG: 4.425 € / Monat

davon 2,8% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 123,90 € monatlich

wer Kinder hat zahlt nur

2,55%, also 112,84 € monatlich

Der Arbeitgeber zahlt dabei maximal einen Zuschuss in Höhe des halben Beitrages (ohne den Kinderlosenzuschlag), also maximal 1,275% von 4.425 € = 56,42 €. Damit verbleiben 56,42 € oder aber 67,48 € (ohne Kinder) EIGENANTEIL.

Was muss ich in 2019 zahlen?

Nun, zunächst ergibt sich eine Anpassung der Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte. Das klingt ja noch sehr wenig, nur Null Komma irgendwas Prozent, das lohnt ja gar nicht. Doch dabei muss bedacht werden.

0,3 Prozentpunkte von bisher 2,55 Prozentpunkten sind immerhin

ein Anstieg des Beitrages um 11,76%.

Doch weiter zu den Zahlen. Unterstellen wir, die JAEG bliebe gleich, so ergäben sich in 2019 folgende Beiträge.

JAEG: 4.425 € / Monat

davon 3,1% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 137,18 € monatlich = eine Steigerung um 13,28 € 

wer Kinder hat zahlt nur

2,85%, also 126,11 € monatlich

Auch von dieser Steigerung zahlt der Arbeitgeber die Hälfte, so es denn einen AG gibt.

Unterstellen wir eine Anpassung der JAEG von +1.350 € p.Jahr (so wie es in den letzten Jahren fast immer war), dann ergibt sich hier folgende Rechnung:

JAEG neu in 2019 nach möglicher Anpassung: 4.537,50 € / Monat

davon 3,1% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 140,66 € monatlich = eine Steigerung um 16,76 € 

wer Kinder hat zahlt nur

2,85%, also 129,32 € monatlich

Auch wenn die Beträge als absolute Zahlen dann wieder etwas Beruhigung bieten, dennoch sind die Anpassungen prozentual gesehen recht hoch. Aber, Sie merken auf der Lohnabrechnung natürlich keine Prozente, sondern nur fehlenden Euro.

25.
Januar '18

DKV Beitragsanpassung zum 01. 04. 2018 – erste Zahlen


Viele Gesellschaften überprüfen die Tarife und passen die Beiträge zum Jahresende an. Doch einige, darunter Debeka, HUK aber auch die DKV haben durchaus Termine innerhalb des Jahres. Eine solche Anpassung der Beiträge findet dann zu einem anderen, meist immer identischen Termin im Jahr statt.

Anpassung bei der DKV in folgenden Tarifen

Zum 01. 04. 2018 findet daher in einigen Tarifen der DKV – Deutsche Krankenversicherung eine Beitragsanpassung statt. Dabei sind derzeit zunächst die Zahlen für die Neugeschäftsbeiträge bekannt, diese lassen sich nicht unbedingt 1:1 auf die Bestandstarife übertragen. Dennoch, eine Tendenz lässt sich hieraus durchaus ableiten.

Angepasst werden folgende Tarife:

BestMed ECO (BME 1) zwischen 6 und 12% Erhöhung

  • Zusätzlich hier eine Erhöhung der Selbstbeteiligung um 50 €

BestMed KOMFORT (BMK 0-2) zwischen 4 und 11 % Erhöhung

BestMed KOMFORT (BMK 3) zwischen 12 und 16% Erhöhung (Kinder Senkung der Beiträge)

  • Zusätzlich hier eine Anpassung der Selbstbeteiligung um 240 € pro Jahr

BestMed ECO (BME 2) zwischen 9 und 19 % nur bei Kindern und Jugendlichen

Weiterhin werden in der Zusatzversicherung einige Tarife im Bereich der Pflegezusatzversicherung (Tarife KombniMed KFP) und des Kurtagegeldes (Kombi Med KUR) angepasst. Anpassungen liegen hier zwischen einem und neunzehn Prozent.

Was können Sie tun?

Zunächst einmal Ruhe bewahren, denn eine voreilige und unüberlegte Entscheidung bringt keinem etwas. Ich habe zu den Anpassungen der Beiträge bereits in einem Beitrag zum Jahresende einiges geschrieben.

Beitragserhöhung in der PKV und Vorsicht vor den Neppern, Schleppern, Bauernfängern!

Dennoch gilt es auch hier, die Tarife auf Ihren aktuellen Bedarf hin zu überprüfen. Dabei ist es besonders wichtig zu wissen und zu hinterfragen, wie die damalige Auswahl zustande kam und ob die Tarife noch dem aktuellen Bedarf entsprechen. Eine Hilfestellung geben Ihnen die

Ebenso lässt sich dann damit eine Tarifumstellung innerhalb der Gesellschaft prüfen und anfragen. Das können Sie selbst veranlassen, sollten sich aber hierzu fachmännische Hilfe holen um hier auch die richtigen Tarife auszuwählen und nicht vom „Regen in die Traufe“ zu kommen.