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14.
September '18

HILFE… Inter Krankenversicherung mit 46% Beitragserhöhung in den Zahnzusatztarifen


klingt schlimm, oder? So oder so ähnlich lautete die Schlagzeile in einem Facebook Beitrag und die stimmte sogar. Was aber dahinter steckt, warum solche Zahlen eher der Presse und weniger dem Kunden helfen und was Sie tun können, das lesen Sie hier in dem Beitrag. Vielleicht gelingt es mir Ihnen einige Hintergründe so zu erklären, dass es einige Aussagen gerade rücken kann.

Was genau war passiert?

Die Inter Krankenversicherung bietet, wie viele andere auch, Zahnzusatzversicherungen an. Diese sind nicht nur „nice to have“, sondern bieten in vielen Leistungsfällen einen echten Mehrwert. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der Zahn(ersatz)versorgung sind durchaus eher als dürftig zu bezeichnen. Wer also einen besseren Zahnschutz oder aber eine hochwertigere Versorgung möchte, der kommt um einen solchen ergänzenden Schutz nicht drum herum.

Ein Beispiel was eine Versorgung mit Implantaten kostet, habe ich anhand konkreter Rechnungen hier aufgeschrieben.

Zahnimplantate, Narkose – Erfahrungen und die Leistungen der Krankenversicherung

Beitragsanpassung zum 01. 01. 2019

Zunächst einmal muss betrachtet werden, welche Tarife überhaupt betroffen sind. In den angekündigten Anpassungen (welche für das Neugeschäft aber auch für den Bestand gelten) geht es um zwei Zahnzusatztarife, welche von der Inter unter der Marke „QualiMed“ vertrieben werden.

  • Inter QualiMed Z90 (75-90% Zahnersatz, 80% KFO bis Alter 17, dann 50%)

  • Inter QualiMed ZPro (100% ZB, Prophylaxe, Schmerzbehandlung – nicht einzeln abschließbar)

Wer also den Z90 hat, der kann/ konnte auch noch den ZPro als Ergänzung abschließen, nicht aber anders herum. Nun folgt aber zum 01. Januar 2019 eine deutliche Erhöhung. Auch dabei ist zunächst klarzustellen, Anpassungen finden niemals in Prozent, sondern in Euro statt. Dennoch werden diese immer wieder in % vom letzten Beitrag angegeben.

ACHTUNG: starke Beitragsanpassung beim INTER Zahnzusatz ZPRO+Z90 um 46%
von 18,83€ auf 27,53€ ab 01.01.2019

Wer also in unserem Beispiel hier bisher 18.83 EUR monatlich als Prämie gezahlt hat, der muss nun 8,70 mehr in die Hand nehmen, ohne dass sich die Leistung verändert hat.

Quelle: www.gewa-comp.de

In einigen Altersstufen ist die Anpassung durchaus noch größer. BIS ZU 85% sollen es werden. Dabei muss immer klar vor Augen geführt werden, wie hoch der Betrag vorher war und welchen EUROBETRAG Sie nun mehr zahlen müssen.

Gründe einer Beitragsanpassung

Die Gründe sind vielfältig. Das kann eine falsche, zu knappe oder unangemessene Kalkulation gewesen sein, ebenso sind auch weitere Faktoren relevant, für die der Versicherer nicht in jedem Fall etwas kann.

  • sinkende Zinsen und damit weniger Ertrag
  • gestiegene Kosten bei den Arzthonoraren
  • Mehrkosten für Labore, Materialien etc.

Solche Anpassungen finden daher normalerweise regelmäßig statt. Ist aber der Versicherer nicht in der Lage anzupassen, weil der so genannte auslösende Faktor, also eine bestimmte Grenze nicht erreicht wird, dann „schleppt er diese Anpassung mit“. Irgendwann, wenn dann angepasst werden darf, werden alle bisherigen Anpassungen, die noch offen sind nachgeholt.

Jetzt kündigen und schnell woanders hin?

Keineswegs ist es pauschal richtig den Vertrag nun übereilt zu kündigen. Es kann sinnvoll sein sich genau und detailliert mit den Möglichkeiten zu beschäftigen und sich Gedanken zu machen, welche Kosten Ihnen zukünftig bei Zahnersatz und Zahnbehandlung entstehen könn(t)en. Aber ein Grund voreilig und sofort zu kündigen gibt es nicht.

In den nächsten Wochen und Monaten werden Sie Post von der Inter bekommen und Ihnen werden die neuen Beiträge für das Jahr 2019 mitgeteilt. Dabei haben Sie dann einen Hinweis zu dem zustehenden Sonderkündigungsrecht.

dazu finden sich die Regelungen im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) welches auch für Ihren Vertrag gilt. Dort heißt es:

Gesetz über den Versicherungsvertrag (Versicherungsvertragsgesetz – VVG)
§ 205 Kündigung des Versicherungsnehmers
(…)
(4) Erhöht der Versicherer auf Grund einer Anpassungsklausel die Prämie oder vermindert er die Leistung, kann der Versicherungsnehmer hinsichtlich der betroffenen versicherten Person innerhalb von zwei Monaten nach Zugang der Änderungsmitteilung mit Wirkung für den Zeitpunkt kündigen, zu dem die Prämienerhöhung oder die Leistungsminderung wirksam werden soll.

Sie haben also nach Zugang ZWEI MONATE Zeit sich zu überlegen, was Sie nun tun wollen.

Machen Sie sich Gedanken zum Versicherungsschutz

Bevor Sie nun aber übereilt handeln, überlegen Sie sich erst einmal welche Leistungen Ihnen wichtig sind. In Bezug auf die Zahnzusatzversicherung sollten Sie sich UNTER ANDEREM folgende Fragen stellen:

  • 1.) Sind meine Zähne derzeit gesund oder stehen Behandlungen an? (dann bleiben Sie in dem Vertrag)
  • 2.) Kann ich damit leben, die Zahnsummengebrenzungen in den ersten Jahren neu beginnen zu lassen?
  • 3.) Wie hoch möchte ich den Zahnersatz gern versichert haben?
  • 4.) Sollen prozentual von der Rechnung Zuschüsse gewährt werden?
  • 5.) Sollen auch privat abgerechnete Leistungen (außerhalb des GKV Kataloges) versichert sein?
  • 6.) Möchten Sie gezielt Leistungen nutzen können, wenn die GKV eine Behandlung generell ausschließt?
  • 7.) Sollen auch Leistungen für Zahnbehandlung enthalten sein?
  • 8.) Soll der Versicherer auch dann leisten, wenn es sich um eine Narkose/ Schmerzausschaltung oder weitere Extraleistungen handelt?
  • 9.) Soll auch die Prophylaxe / Zahnreinigung / Zahnsteinentfernung versichert sein?
  • 10.) Wie soll der Schutz bei Implantaten aussehen?
  • 11.) Darf die Wahl der Zahnärzte auf solche mit Kassenzulassung beschränkt sein?
  • 12.) Muss auch bei Kieferorthopädie (nach Unfall etc.) geleistet werden?

und vieles mehr. Sie sehen, auch eine „kleine“ Zahnzusatzversicherung will gut durchdacht und überlegt sein und nur so lassen sich die passenden Produkte finden und herausfiltern. Daher ist auch hier eine gute und zielgerichtete Beratung unerlässlich.

Lassen Sie sich gut beraten

Das Internet wimmelt von Vergleichsportalen, Onlinerechnern und mehr. Zu einer guten Beratung gehört aber mehr. Auch der Blick über den Tellerrand, die Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Bereichen der Zusatzversicherung (z.Bsp. Krankenhaus, Pflegezusatz und mehr) gehört hier in die Betrachtung. Suchen Sie sich einen qualifizierten Berater und besprechen mit diesem, welche Möglichkeiten Sie haben und was zu Ihnen passt.

Sollten Sie weitere Fragen haben, nutzen Sie die Kontaktmöglichkeiten HIER oder im LiveChat.

15.
Juni '18

Ab 2019: Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung steigt um 12%, oder 0,3%Punkte


Nachdem wir uns gerade die Senkung der Beiträge in der gesetzlichen Krankenkasse, oder besser die Senkung der Belastung der Arbeitnehmer angeschaut haben, geht es heute gleich wieder in die andere Richtung. Vorgestern habe ich Ihnen die Auswirkungen der geplanten Rückkehr zur Parität erklärt, hier können Sie das noch einmal detailliert nachlesen.

Heute nun die Nachricht für die Pflegeversicherung. Beitragssteigerungen bis 12% sind da Ankündigung und nötig, oder aber 0,3%-Punkte. Was genau dahintersteckt und wie sich das in Zahlen auswirkt, das zeige ich Ihnen in diesem Beitrag.

Die Pflegeversicherung wird teurer – und es reicht doch nicht

Grund für die Anpassung ist- natürlich, so Gesundheitsminister Jens Spahn- die vorhergehende Regierung. Denn durch die verbesserten Leistungen in der Pflege sind auch die Kosten erneut gestiegen und die Schulden haben sich erneut erhöht. Daher muss dieses durch eine Beitragsanpassung kompensiert werden, was bei einem umlagefinanzierten System auch nachvollziehbar ist.

Wie hoch ist der Beitrag heute?

Im Jahr 2018 zahlen gesetzlich Versicherte für die gesetzliche Pflegepflichtversicherung einen einkommensabhängigen Beitrag. Dieser ist abhängig von dem Einkommen und (als Obergrenze) von der Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG), welche jedes Jahr angepasst wird.

Die Zahlen für 2018 finden Sie hier: Sozialversicherungswerte 2018

Wer heute freiwilliges Mitglied in der GKV und damit auch Mitglied in der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung ist, zahlt also folgende Beiträge.

JAEG: 4.425 € / Monat

davon 2,8% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 123,90 € monatlich

wer Kinder hat zahlt nur

2,55%, also 112,84 € monatlich

Der Arbeitgeber zahlt dabei maximal einen Zuschuss in Höhe des halben Beitrages (ohne den Kinderlosenzuschlag), also maximal 1,275% von 4.425 € = 56,42 €. Damit verbleiben 56,42 € oder aber 67,48 € (ohne Kinder) EIGENANTEIL.

Was muss ich in 2019 zahlen?

Nun, zunächst ergibt sich eine Anpassung der Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte. Das klingt ja noch sehr wenig, nur Null Komma irgendwas Prozent, das lohnt ja gar nicht. Doch dabei muss bedacht werden.

0,3 Prozentpunkte von bisher 2,55 Prozentpunkten sind immerhin

ein Anstieg des Beitrages um 11,76%.

Doch weiter zu den Zahlen. Unterstellen wir, die JAEG bliebe gleich, so ergäben sich in 2019 folgende Beiträge.

JAEG: 4.425 € / Monat

davon 3,1% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 137,18 € monatlich = eine Steigerung um 13,28 € 

wer Kinder hat zahlt nur

2,85%, also 126,11 € monatlich

Auch von dieser Steigerung zahlt der Arbeitgeber die Hälfte, so es denn einen AG gibt.

Unterstellen wir eine Anpassung der JAEG von +1.350 € p.Jahr (so wie es in den letzten Jahren fast immer war), dann ergibt sich hier folgende Rechnung:

JAEG neu in 2019 nach möglicher Anpassung: 4.537,50 € / Monat

davon 3,1% (als kinderlose(r) Versicherte(r) = 140,66 € monatlich = eine Steigerung um 16,76 € 

wer Kinder hat zahlt nur

2,85%, also 129,32 € monatlich

Auch wenn die Beträge als absolute Zahlen dann wieder etwas Beruhigung bieten, dennoch sind die Anpassungen prozentual gesehen recht hoch. Aber, Sie merken auf der Lohnabrechnung natürlich keine Prozente, sondern nur fehlenden Euro.

25.
Januar '18

DKV Beitragsanpassung zum 01. 04. 2018 – erste Zahlen


Viele Gesellschaften überprüfen die Tarife und passen die Beiträge zum Jahresende an. Doch einige, darunter Debeka, HUK aber auch die DKV haben durchaus Termine innerhalb des Jahres. Eine solche Anpassung der Beiträge findet dann zu einem anderen, meist immer identischen Termin im Jahr statt.

Anpassung bei der DKV in folgenden Tarifen

Zum 01. 04. 2018 findet daher in einigen Tarifen der DKV – Deutsche Krankenversicherung eine Beitragsanpassung statt. Dabei sind derzeit zunächst die Zahlen für die Neugeschäftsbeiträge bekannt, diese lassen sich nicht unbedingt 1:1 auf die Bestandstarife übertragen. Dennoch, eine Tendenz lässt sich hieraus durchaus ableiten.

Angepasst werden folgende Tarife:

BestMed ECO (BME 1) zwischen 6 und 12% Erhöhung

  • Zusätzlich hier eine Erhöhung der Selbstbeteiligung um 50 €

BestMed KOMFORT (BMK 0-2) zwischen 4 und 11 % Erhöhung

BestMed KOMFORT (BMK 3) zwischen 12 und 16% Erhöhung (Kinder Senkung der Beiträge)

  • Zusätzlich hier eine Anpassung der Selbstbeteiligung um 240 € pro Jahr

BestMed ECO (BME 2) zwischen 9 und 19 % nur bei Kindern und Jugendlichen

Weiterhin werden in der Zusatzversicherung einige Tarife im Bereich der Pflegezusatzversicherung (Tarife KombniMed KFP) und des Kurtagegeldes (Kombi Med KUR) angepasst. Anpassungen liegen hier zwischen einem und neunzehn Prozent.

Was können Sie tun?

Zunächst einmal Ruhe bewahren, denn eine voreilige und unüberlegte Entscheidung bringt keinem etwas. Ich habe zu den Anpassungen der Beiträge bereits in einem Beitrag zum Jahresende einiges geschrieben.

Beitragserhöhung in der PKV und Vorsicht vor den Neppern, Schleppern, Bauernfängern!

Dennoch gilt es auch hier, die Tarife auf Ihren aktuellen Bedarf hin zu überprüfen. Dabei ist es besonders wichtig zu wissen und zu hinterfragen, wie die damalige Auswahl zustande kam und ob die Tarife noch dem aktuellen Bedarf entsprechen. Eine Hilfestellung geben Ihnen die

Ebenso lässt sich dann damit eine Tarifumstellung innerhalb der Gesellschaft prüfen und anfragen. Das können Sie selbst veranlassen, sollten sich aber hierzu fachmännische Hilfe holen um hier auch die richtigen Tarife auszuwählen und nicht vom „Regen in die Traufe“ zu kommen.

24.
November '17

Beitragserhöhung in der PKV und Vorsicht vor den Neppern, Schleppern, Bauernfängern!


Wir schreiben die letzten Monate des Jahres. Wie immer im November und Dezember sind die Briefe der Krankenversicherung unterwegs und führen eben nicht immer zu großer Freude. Zum einen werden die Beitragsrückerstattungen für das nächste Jahr angekündigt, zum anderen aber auch die Beitragsanpassungen der eigenen Tarife. Klar möchte man ungern mehr zahlen, mehr für einen identischen Versicherungsschutz?

Warum werden Beiträge angepasst?

Die gesetzliche Krankenkasse hat zwei Stellschrauben im Wesentlichen. Die eine ist die dabei der Zusatzbeitrag. Dieser wird erhöht oder gesenkt und betrifft (zusammen mit dem Beitragssatz der GKV) dann alle Versicherten. Die zweite Schraube die den Beitrag in der GKV beeinflusst ist das Einkommen, nämlich die so genannte Beitragsbemessungsgrenze. Diese bestimmt bis zu welchem Einkommen Beiträge zu entrichten sind und diese Größe ändert sich auch in 2018 wieder und steigt.

In der Privaten Krankenversicherung ist es jedoch anders. Wie bereits vor langer Zeit unter dem Punkt Beitragsanpassung hier auf der Seite geschrieben, gibt es hier andere Größen, welche die Prämie beeinflussen. Gründe für eine notwenige Beitragsanpassung sind in der PKV damit:

  • – neue Sterbetafeln, also die Frage „Wie lange lebt ein Versicherter?“ und „wie lange kostet er somit Geld?“
  • – gestiegene Kosten für Medikamente, Arzthonorare, Hilfsmittel etc.
  • – geringere Einnahmen aufgrund niedrigerer Zinsen

Alle diese (und noch einige andere mehr) Faktoren beeinflussen die Beiträge in der privaten Krankenversicherung und führen, wie bei Ihnen vermutlich auch, jetzt zu einer Beitragsanpassung.

Warum ist die Anpassung so hoch (wie sie jetzt ist)?

Diese Frage wird immer einmal wieder gestellt. Getreu dem Motto… warum passt der Versicherer nicht einfach jedes Jahr einige Prozent an, warum wartet er dann so lange, bis hier plötzlich Anpassungen im zweistelligen Prozentbereich zu erwarten sind und erst dann schreibt er mir?

Der „böse auslösende Faktor“

Eine private Krankenversicherung darf nicht einfach anpassen, wenn es ihr gerade passt oder man der Meinung ist es zu tun. Dazu gibt es klare und eindeutige Regelungen in den Versicherungsbedingungen, diese Regeln wann und wie angepasst wird.

In den meisten Versicherungsbedingungen sieht das in etwa so aus:

Im Rahmen der vertraglichen Leistungszusage können sich die Leistungen des Versicherers z.B. wegen steigender Heilbehandlungskosten, einer häufigeren Inanspruchnahme medizinischer Leistungen oder aufgrund steigender Lebenserwartung ändern. Dementsprechend vergleicht der Versicherer zumindest jährlich für jeden Tarif die erforderlichen mit den in den technischen Berechnungsgrundlagen kalkulierten Versicherungsleistungen und Sterbewahrscheinlichkeiten.

Nun hat er verglichen und vielleicht gemerkt: „Mensch, die Leute leben länger und kosten daher auch in den letzten Lebensjahren länger und viel mehr Geld“. Doch darf er dann gleich die Beiträge erhöhen?

Ergibt diese Gegenüberstellung für eine Beobachtungseinheit eines Tarifs eine Abweichung von mehr als dem gesetzlich oder tariflich festgelegten Vomhundertsatz, werden alle Beiträge dieser Beobachtungseinheit vom Versicherer überprüft und, soweit erforderlich, mit Zustimmung des Treuhänders angepasst. Unter den gleichen Voraussetzungen kann auch eine betragsmäßig festgelegte Selbstbeteiligung angepasst und ein vereinbarter Risikozuschlag entsprechend geändert werden.

Da steht etwas vom „Vomhundertsatz“. Wieviel muss denn nun Unterschied sein und ist das bei allen Unternehmen gleich?

Nein. Denn dieser „Vomhundertsatz“, der so genannte auslösende Faktor sorgt dafür, dass eben nicht bei einer Abweichung von einem Prozent angepasst werden kann. Die Anpassung kann erst immer dann erfolgen, wenn der Unterschied zwischen kalkulierten Kosten und angenommenen Sterbewahrscheinlichkeiten und der Realität sich um mehr als zehn oder bei einigen Unternehmen fünf Prozent unterscheiden.

eine Veränderung von mehr als 5% der in den technischen Berechnungsgrundlagen kalkulierten Versicherungsleistungen, so werden alle Tarifbeiträge dieser Beobachtungseinheit vom Versicherer überprüft und, soweit erforderlich, mit Zustimmung des Treuhänders angepasst.

„Aber ich möchte bitte lieber kleinere Anpassungen und die dann öfter.“

schrieb mir ein Kunde gestern. Nun, das mag durchaus sein, aber die Regelungen vom Gesetzgeber und die Anpassungsklauseln in den Versicherungsbedingungen regeln etwas anderes. Schauen wir uns also mal ein Beispiel an, welches erklärt warum und wie eine hohe Anpassung zu Stande kommt. Einen Tarif, welcher am besten schon 1o Jahre existiert und in welchem die Anpassung zuletzt (in Ihrer speziellen Altersgruppe und in Ihrer Tarifstufe) in 2013 angepasst worden ist.

Eine Anmerkung hier gleich dazu: Anpassungen finden in Tarifen und Tarifstufen statt, in den so genannten Beobachtungseinheiten. Das bedeutet aber auch, dass zum Beispiel bei einem Tarifwerk wie dem expert+ der Barmenia oder dem NK der Hallesche (oder jedem anderen) nicht immer alle gleich angepasst werden. Mal sind es nur die mit einer bestimmten Selbstbeteiligung, mal nur Erwachsene, nur Kinder, nur Jugendliche. Mal nur die kleine Gruppe mit einer bestimmten SB oder einer bestimmten (Zusatz-)Leistung. Also immer bitte die eigene Tarifstufe und auch nur die betrachten.

Doch zurück zu unserem Fall. Zum 01. Januar 2013 fand die Anpassung statt. Nun hat der Versicherer auch ende 2013 geprüft und festgestellt:

  • 2014: Unterschied zwischen kalkuliert und tatsächlichen Kosten 3%, der Versicherer darf also nicht anpassen, weil die Unterschiede kleiner 10% sind/waren

  • 2015 hat er sich das wieder angesehen. Auch hier stellte er fest, Unterschied beträgt dann 4,5%, auch hier darf also wieder nicht angepasst werden und damit wird es weiter „mitgeschleppt“

  • 2016 könnte eine neue Sterbetafel gekommen sein. Also eine „Liste mit der Lebenserwartung“ der Versicherten die uns nun zeigt: Menschen werden nun ein, zwei, drei Jahre älter. Das Geld für die Krankheitskosten der drei Jahre muss ja irgendwo herkommen, also auch hier ein Anpassungsbedarf. Da aber in diesem Jahr keine Abweichung der realen Kosten und der kalkulierten vorhanden ist (anders gegenüber den letzten beiden Jahren), darf auch hier nicht angepasst werden.

  • 2017 kamen noch etwas weniger Zinserträge dazu, also wurden die Sparanteile der Versicherten, die Alterungsrückstellungen nicht mit den Erträgen erhöht, die gedacht waren.

Was also für Hausbauer und Immobilienkäufer eine paradiesische Zeit ist, ist für Anleger eher „blöd“. Wie schön waren die Zeiten, wo es selbst für das sofort verfügbare Tagesgeld 4% Zinsen hab… und für die Baufinanzierung bei 8% alle gelächelt haben. Nicht? Sehen Sie, es hat alles zwei Seiten.

Doch zurück zu unserer Anpassung. Vielleicht hätte unser Versicherer gern angepasst. In 2014, wo er merkte er braucht 3% mehr Beitrag. In 2015 wo klar war, da kommt noch etwas dazu. In 2016, wo sichergestellt werden musste die letzten Jahre auch noch Geld zu haben um die Gesundheitskosten zu zahlen, auch da durfte er nicht.

Und dann kam das Jahr 2017, „endlich“ war der so genannte auslösende Faktor erreicht und nun musste nicht nur die Anpassung gemacht werden die aktuell fällig ist, sondern nun konnten und mussten auch die Anpassungen welche bisher nicht gemacht werden konnten, nachgeholt werden. Damit ist auch hier keinesfalls bei einer 10% Anpassung klar, es handelt sich um Kosten aus dem Jahr 2017, sondern um „gesammelte Anpassungen der letzten Jahre“.

„Wenn heute angepasst ist, was ist dann im Folgejahr“

Wie bereits eben an dem Beispiel mit den Jahren geschildert ist es hier ebenso, dass die Anpassungen jährlich überprüft aber eben nicht jährlich angepasst werden (dürfen). Das hat auch zur Folge, im kommenden Jahr wird es sich wiederholen, also auch hier über die Jahre hinweg immer wieder neue Überprüfungen und eine Anpassung erst dann, wenn die auslösenden Faktoren erreicht sind.

Das bedeutet auch, eine Anpassung in der Größenordnung von mehreren Jahren wiederholt sich nahezu nicht im Jahr danach. Wie auch, denn erst einmal hat man ja dafür gesorgt, den „Anpassungsstau“ abzubauen und den Tarif Wieder „glatt zu ziehen“.

Steigende Zinsen – weniger Beitrag?

Auch hierzu wäre die Frage zu stellen, wie die Zinsen und damit auch die Nettoverzinsung des Krankenversicherers aussieht. Hat dieser noch mit einem Kalkulationszins von 3,5% kalkuliert (wie in den alten Bisextarifen) und erreicht nun nur 3,6%, dann ist es eher ungünstig. Klar ist es immer noch genug, aber so sind weitere Senkungen schlechter aufzufangen. Anders sieht es aber aus, wenn (wie in den Unisextarifen) nur von 2,5 oder 2,75% ausgegangen wird. Erreicht der Versicherer dann 3,… oder 4,… Prozent Nettoverzinsung ist das durchaus positiv.

Für alle bedeutet aber eine Niedrigzinsphase zumindest eine vorübergehende Belastung und damit sind wir wieder bei dem Thema „PKV muss man sich leisten können und wollen“, denn gerade hier ist es wichtig ruhig zu bleiben, auch solche Zinsphasen sind mal länger und mal kürzer, dauern aber nicht ein Leben lang.

Umgekehrt sieht es aber eben in Hochzinsphasen aus, hier werden dann mehr Rückstellungen und mehr Erträge frei und diese stehen dann auch zukünftig weiter zur Verfügung.

Was kann ich heute tun gegen meine Anpassung?

Zunächst einmal spielen dabei viele Faktoren eine Rolle, Maßnahmen gibt es zudem dabei einige. Ob und welche Maßnahmen erforderlich sind und wie diese konkret aussehen, das ist sehr individuell. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen, einige generelle Möglichkeiten zu zeigen und zu beleuchten, wie diese sich auswirken.

1.) Anpassung der Beitragsentlastungsbausteine

Dieser Baustein in der privaten Krankenversicherung- wenn er denn abgeschlossen wurde- ist ein kleiner Hebel mit dem nachjustiert werden kann. Wer also den bisherigen Beitrag „künstlich erhöht hat“ und dort mit Hilfe von Beitragsentlastuingsbausteinen die Steuer und auch den AG Zuschuss optimieren wollte und auch getan hat, der kann dieses jetzt nachjustieren.

So lässt sich die Beitragsentlastungskomponente jederzeit verändern. Reduzieren tun Sie damit aber auch die dann in der Zukunft garantierte Beitragsentlastung, es senkt aber derzeit den Beitrag.

2.) Änderung der Selbstbeteiligung

Auch dieses ist eine Möglichkeit, aber eine die gut überlegt sein will. Eine Erhöhung der Selbstbeteiligung und damit die Änderung des Beitrages nach unten ist eine interessante Komponente, wenn diese ins Gesamtkonstrukt passt. Machen Sie aus einer 300 eine 600 € jährliche Selbstbeteiligung, sinkt derzeit der Beitrag. ABER: Im schlechtesten Fall müssen Sie die Selbstbeteiligung auch zahlen, nämlich immer dann, wenn Krankheitskosten auftreten. Zudem kann es steuerlich nicht sinnvoll sein, eine Senkung zu erreichen, denn damit sinkt auch der anrechenbare Betrag und möglicherweise steigt damit die Steuer.

3.) Reduzierung des Versicherungsschutzes

Natürlich ist ein Tarifwechsel möglich. Bietet der Versicherer Tarife mit weniger Versicherungsschutz, einem Hausarztmodell oder weniger Leistungen insgesamt an, so können Sie in diesen auch wechseln. Dabei spielt aber zudem die Frage der Rückkehr eine Rolle. Nur wenn es in Ihrem Tarif entsprechende Optionsrechte gibt und nur dann, wenn hier klar geregelt ist wann und wie Sie wieder zurückkommen, nur dann ist so ein Wechsel sinnvoll.

Es nützt rein gar nichts den eigenen Schutz (der hoffentlich bewusst so ausgewählt war) zu verringern und dann am Ende zu dem Ergebnis zu kommen „das war falsch, ich bekomme weniger Leistungen“.

Allein aus diesem Grund ist eine Überprüfung und diese nur in Abhängigkeit der individuellen und persönlichen Situation sinnvoll. Manchmal werden steuerliche Vorteile, höhere Rückerstattungen, mehr Leistungen schnell vergessen, wenn nur der Brief mit der Beitragserhöhung auf dem Tisch liegt.

Nichts überstürzen und in Ruhe überlegen

Gerade wer bereits in den vergangenen Jahren überlegt hat oder schon heute weiß, der Versicherungsschutz von vor 10, 20 Jahren passt nicht mehr zu mir, der wird oft durch so eine Anpassung weiter verunsichert. Dazu kommen dubiose Anbieter, welche auf die Schnelle eine Anpassung bzw. besser eine Reduzierung versprechen. 20% sollten es sein, schauen Sie mal in Ihr E-Mailpostfach. Andere werben gerade mit 40% Reduzierung und das alles bei gleichen Leistungen.

Natürlich kann bei sehr alten Verträgen ein Tarifwechsel sinnvoll sein. Aber generell und pauschale Aussagen bringen Sie da nicht weiter und machen mehr kaputt und verhindern hier einen sinnvollen Schutz. Fehler, die in manchen Fällen lebenslang nicht wieder gut zu machen sind.

Schauen Sie daher vorher auf Seite, vorher einmal hinterfragen wer das was will. In unserem Beispiel bzw. meiner heutigen Email und Anlass für diesen Blogpost war es ein Impressum aus Thailand. Klar, im Datenschutzblatt stand auch noch „Ihre Daten werden nicht weitergehen“ und „Sie werden von einem Berater angerufen“. Ob man wohl aus Thailand anruft?

Was damit passiert wenn Sie solche Daten eingeben? Nun, diese werden als so genannte Datensätze an Berater verkauft. 100, 200, 300 € zahlen diese dafür um nur Ihre Daten, die Telefonnummer und eine Mailadresse zu bekommen und dann… sehen Sie selbst was dann passiert, oder lassen Sie es besser.

Mit so pauschalen Versprechungen und Versprechungen ist es wie mit anderen Lügen, es ist reine Bauernfängerei und Werbung. Natürlich gibt es eine ganze Reihe von seriöser und sehr gut arbeitender Versicherungsberater. Solche die ein Honorar für einen Tarifwechsel nehmen Ihnen auch dann helfen können, wenn Ihr Berater nicht will oder kann. Ich persönlich sehe das etwas anders. Für die eigenen Kunden gehört gerade das zum Service, denn gerade hier und jetzt zeigt sich, was eine Beratung zur PKV wert ist und war.

Beratung ist nicht mit dem Antrag zu Ende, Beratung läuft immer und immer weiter, wie der Vertrag auch.

Für meine Kunden gilt daher das, was schon immer galt. Bei Fragen melden Sie sich gern, Sie wissen wo und wie Sie mich erreichen und dann schauen wir gern gemeinsam ob es Handlungsbedarf gibt.

Aber eines sollte auch klar sein. Es ist sinnvoller heute einen Versicherer zu haben, der vorsichtig ist, richtig und auskömmlich kalkuliert und damit zu Zeiten des Arbeitslebens (und in Zeiten höherer Steuersätze) mehr Rücklagen bildet. Was ist die andere Variante? Billig, billig und nochmal billig und dann im Alter die große Rache? Nein Dank1

Tun Sie sich daher einen großen Gefallen, überlegen Sie, lassen Sie die Entscheidung sacken und melden Sie sich gern bei Fragen. Dann lässt sich dieses auch besonnen entscheiden und nicht übereilt und später mit unlösbaren Folgen.

08.
November '17

Kauft sich die AXA die Kunden mit dem Treuebonus ein und verhindert so eine Kündigung bis 2019


Es gibt schon so Kuriositäten am Markt und manchmal fragt man sich dann doch: „Sind wir auf einem Basar?“ oder „macht einfach jeder alles wie er will?“

Die Axa Krankenversicherung hat es derzeit nicht leicht. Erst wurde die Beitragsanpassung gerichtlich in Frage gestellt und liegt nun weiter beim Bundesgerichtshof, dann gibt es erneute Beitragsanpassungen in den Tarifen VITAL und EL, ELO Bonus, wo man sich die Frage nach einem Versagen der Kalkulation durchaus stellen darf.

Doch nun kommt die nächste interessante Nummer. Der Versicherer hatte nicht unbedingt den besten Ruf in der Vergangenheit und fördert diesen durchaus auch durch eigenwillige Interpretationen von Anzeigepflichtverletzungen und nachträglichen Risikozuschlägen. Daher hat man anscheinend mit schwindenden Kunden zu kämpfen, denn Kunden und Versicherte werden aufgeklärter. Aufgeklärt durch tolle Kollegen und Berater am Markt und das Verständnis „billig kann nicht langfristig gut und stabil sein“ steigt durchaus. Bei einem Mitbewerber aus Köln, der Central Krankenversicherung die nun ja verschwindet, gab es das schonmal. Dort hatte das Ganze den Namen „Tarifbonus“ und war ein Nachlass auf den Beitrag.

Grundlage: Kündigung bei Beitragsanpassung

Bevor wir uns aber mit dem eigentlichen Thema beschäftigen, hier eine Grundlage zur Beitragsanpassung und Ihren Rechten als Kunde. Eine Anpassung von Beiträgen ist in der gesetzlichen wie der privaten Krankenversicherung normal und notwenig. Mehr dazu habe ich auch unter dem Punkt „Beitragsanpassung“ zusammengefasst.

Wer also eine Beitragsanpassung in seinem Tarif bekommt, sollte keineswegs sofort und unüberlegt kündigen, sondern ggf. über einen Tarifwechsel nachdenken. Auch hierzu gibt es einen älteren Artikel, der im Wesentlichen aber immer noch gilt. „Tarifwechsel statt Kündigung in der privaten Krankenversicherung

Aber ungeachtet der Frage, ob Sie kündigen sollten, allein die Tatsache „Sie könnten“ scheint der Axa aktuell etwas Sorgen zu machen. Ich würde nicht soweit gehen, dass ich behaupte es macht der Axa Angst, aber irgendwas muss ja dran sein, denn sonst würde man nicht vorsorglich mit allen Mitteln versuchen, die Kunden zu halten. Wie ich darauf komme? Nun, es gibt derzeit bei Kunden der Axa ein Schreiben, welches genau das belegt. Aber einmal der Reihe nach:

Wir schenken Ihnen Geld, wenn Sie bloß nicht kündigen

So liest sich das Schreiben zumindest, welche die Axa derzeit an Kunden verschickt. Keineswegs ist es dabei das Schreiben mit den Informationen zur Beitragsanpassung und dort bei Beilegen oder ähnliches, nein, es wird extra vorher verschickt um den Versicherten auf die schlechte Nachricht der Anpassung vorzubereiten und das Gefühl von „alles nicht so schlimm“ zu vermitteln. Eine schöne Überschrift hat es zudem, die AXA schreibt nämlich:

Ihre Treue wird belohnt

Klingt doch gut, oder? Belohnung ist immer gut, treu sein möchte man auch gern, Sie etwa nicht? Doch dann folgt der weitere Text in dem klingt es dann schon etwas anders, denn so ohne Haken und Ösen ist es dann nicht mehr. Zunächst die schlechte Nachricht, denn man möchte ja mit der guten enden, die bleibt eher in Erinnerung bis zum nächsten Schreiben.

1.) Wir müssen Ihre Beiträge anpassen, das machen wir zum 01. 01. 2018

Die Anpassung ist, wie beschrieben, auch nicht ungewöhnlich, solange alles im Rahmen bleibt. Menschen leben länger, verursachen somit mehr und länger Kosten und damit ist der Versicherer auch darauf angewiesen mehr Geld zurückzulegen. Soweit auch so unkompliziert.

Aber dann folgt der Treuebonus und auch die erste Zahl. 400 €, somit über 33 € pro Monat bietet die Axa den Kunden an. Ein Angebot um den Kunden versöhnlich zu stimmen, ihn zu „überreden“ doch nicht zu kündigen, keinen Tarif zu wechseln und damit das Problem im EL Bonus womöglich noch zu verschlimmern? Ein Angebot um zu zeigen:

„Hey, wir nehmen Dir mehr Geld ab, aber geben auch etwas wieder.“

Woher stammt das Geld?

Auch diese Beträge stammen aus den RfB Mitteln. Also den Geldern die der Versicherer für eine eventuelle Beitragsrückstellung „angespart“ hat und mit denen er neue Kunden locken und leistungsfreie Bestandskunden „bei der Stange halten will“. Denn wer leistungsfrei ist und keine Rechnungen einreicht, der wird belohnt. Alle anderen Kunden, welche krank sind, Unfälle haben, Medikamente benötigen, die nicht.

Und schon kommen wir zu dem Haken an der ganzen Nummer, denn es gelten Bedingungen, einige sogar und diese schränken den Teil derer schon einem die es überhaupt bekommen.

  • Bonus entspricht in etwa dem durchschnittlichen Mehrbeitrag der Erhöhung zum 1.1.18

  • Bonus gibt es nur einmalig für das Jahr 2018

  • der Bonus wird nur dann gezahlt, wenn Sie bis zum 30. 06. 2019 noch in dem Tarif versichert sind (es darf also keinen Tarifwechsel gegeben haben, keine Kündigung bis Juni 2019, also ist ein Wechsel oder eine Änderung erst weiter zum 1.1.2020 möglich. Ein teuer erkaufter Bonus

  • Sie müssen für 2017 UND 2018 leistungsfrei sein (wer also auch nur eine Rechnung in 2017 eingereicht hat, der ist schon jetzt raus)

  • Auszahlung erfolgt erst im August 2019

  • Höhere Beiträge aus der Anpassung sind aber ab 1.1.2018 zu zahlen, und für 2019 dann ggf. auch + weitere Anpassung wenn erforderlich

  • Beiträge müssen inkl. eventueller Mahnkosten bezahlt sein

  • kein Rechtsanspruch für Folgejahre

Schauen wir uns also einmal die Regelungen und Einschränkungen genauer an, hat das eher etwas von „Lockangebot“ und „Gut-Wetter-machen“, aber eben nichts mit ehrlicher Kalkulation zu tun. Nochmals, Anpassungen sind wichtig, diese aber einseitig einigen wenigen Kunden zu erstatten, ist zumindest fragwürdig.

Steuerlich schadet es zusätzlich

Auch hier lohnt sich ein Anruf beim Steuerberater und ggf. einmal die genaue Nachfrage und Berechnung. Denn: Die Beitragsrückzahlung (und nichts anderes ist es) ist eben auch ein Betrag X, welcher den Aufwand zur privaten Krankenversicherung mindert und damit den Betrag verkleinert, welcher sich steuerlich anrechnen lässt. So können je nach persönlicher Situation und dem eigenen Steuersatz aus den angekündigten 400 Euro auch schnell 300, 280 oder weniger werden. Steht da nicht, macht ja nix. Es ist auch ein Versicherer und kein Steuerberater.

Daher ist es schon heute so, dass bei einigen Versicherten das Einreichen der Rechnungen besser ist. Nicht alle die einen Anspruch auf eine Beitragsrückerstattung haben sollten diese auch wählen. Manchmal reicht man die Rechnungen einfach ein.

Arbeitgeberzuschuss – macht das was?

Nein, am Arbeitgeberzuschuss ändert sich dabei nichts, denn auch wenn der Treuebonus eine (mehr …)