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02.
Oktober '18

Die ottonova Zufriedenheitsgarantie – leider vergisst man die Risiken


„Wir sind neu, innovativ, anders als die anderen und digital.“ So zumindest einige Werbeaussagen in der Vergangenheit. In der privaten Krankenversicherung war lange Zeit vieles angestaubt. Rechnungen mussten per Brief an die Versicherung geschickt werden, dann wurden diese bearbeitet, erstattet und dem Kunden als Brief die Erstattung bestätigt.

Das hat sich aber bei vielen Versicherern geändert. RechnungsApps machen das Leben einfacher, Kundenportale lassen Abrechnungen und Vertragsunterlagen jederzeit einsehen und auch die Versicherer werden digital. Das reicht aber alles nicht, sagt ottonova, und kam vor kurzer Zeit als StartUp der Krankenversicherung an den Markt. Viele Versicherer haben jedoch ebenfalls diese Entwicklungen erkannt, bieten all das, was so einzigartig sei, nun auch an. Beispiele sind die Barmenia mit der Teleclinic, dazu die Abrechnung per App und ein umfangreiches Kundenportal.

Meine Beiträge zu den Tarifleistungen und den Problemen und Lücken in den Bedingungen, habe ich bereits bei Markteinführung aufgeschrieben.

–> HIER GEHT ES ZU DEN BEITRÄGEN der Ottonova Tarife

Jetzt hat das noch nicht ganz so gut geklappt mit dem Kundenwachstum, was aber in den ersten Jahren auch normal sein dürfte. Die Akzeptanz eines rein digitalen Krankenversicherers (welcher nun aber Kooperationen sucht und Infoabende veranstaltet um Kunden zu gewinnen) ist noch nicht sehr hoch. Zudem möchten viele neu-PKV Kunden nicht in einen Tarif wechseln, welcher erst wenige Monate besteht. Nicht bei einem alteingesessenen Krankenversicherer und erstrecht nicht bei einem StartUp. Aber das muss jeder für sich allein entscheiden.

Damit nun aber mehr Kunden zu ottonova kommen, hat der Versicherer sich etwas Neues überlegt, die ZUFRIEDENHEITSGARANTIE. Irgendwie muss es doch gelingen, Kunden davon zu überzeugen sich dem neuen, innovativen Versicherer anzuschließen, oder?

Also muss eine Garantie her, klingt immer gut und so beruhigend.

Worum geht es bei der Zufriedenheitsgarantie?

Nun, es soll Sie überzeugen, falls Sie noch zweifeln ob ein StartUp das richtige ist, nun einen Versuch zu wagen. Also so eine Art „Geld zurück Garantie“, als würden Sie eine neue Waschmaschine kaufen.

Zunächst gilt eine Mindestvertragslaufzeit von zwei Jahren, so lange müssen Sie nun schon dableiben. Sind Sie danach aber nicht zufrieden, so kannst „Du“ auch wieder woanders hin wechseln.

„Wir geben dann 100% deiner Alterungsrückstellungen an deine neue Krankenversicherung weiter.“

… verspricht ottonova und erhofft sich damit Wechsler aus der GKV und PKV, um diese in der Praxis von dem Produkt zu überzeugen. Dummerweise ist eine private Krankenversicherung kein Fernseher oder eine Waschmaschine, welche man einfach nach Jahren so austauscht.

Die Risiken der Zufriedenheitsgarantie bei ottonova

Ja, es ist durchaus eine Innovation, ALLE Alterungsrückstellungen mitzugeben, meint ottonova. Ist es auch, denn auch nach Einführung der Portierbarkeit der Alterungsrückstellungen sind nicht 100% übertragbar, hier geht ottonova nun einen Schritt weiter. Doch dabei vergisst man leider die Risiken zu erwähnen. Eine Krankenversicherung wechselt man eben nicht wie das Hemd und die Auswahl sollte so fundiert und ausgewogen sein, dass man dort dauerhaft bleiben kann.

Wechseloptionen innerhalb des Unternehmens sind wichtig

Natürlich können sich Lebensumstände ändern und genau darum ist es entscheidend, was das Unternehmen neben dem aktuell ausgewählten Tarif noch anbietet. Gibt es Wechseloptionen innerhalb des Versicherers? Lassen sich geänderte Lebensumstände somit auf den neuen Schutz übertragen und lässt sich dieser anpassen?

Hat ein Unternehmen nur einen oder zwei Tarife, so ist es natürlich schwerer etwas Passendes zu finden. Doch das ist nicht unbedingt das Problem.

Eintrittsalter – nach zwei Jahren drei Jahre älter?

Nun können Sie natürlich erst einmal hin und testen. Gibt ja eine Zufriedenheitsgarantie und damit auch die Möglichkeit dort wieder weg zu gehen. Doch schauen wir einmal auf das erste der zwei Probleme. Das Eintrittsalter. Zunächst einmal sind Sie dann zwei, oder gar drei Jahre älter. Je nachdem ob der Wechsel unterjährig oder aber zu Beginn des neuen Jahres erfolgt.

Zum Vergleich schauen wir uns doch einmal einen Mitbewerber an. Die Barmenia mit dem expert+, einem dreißigjährigen Kunden und dort den bestmöglichen Schutz. Passend mit 120 EUR Krankentagegeld.

Wird der Schutz heute abgeschlossen, sind dafür in Summe 684,45 EUR zu zahlen, ist der Kunde heute zwei Jahre älter, sind es 714,49 EUR. Somit fallen Monat für Monat

Mehrkosten in Höhe von 30,04 EUR

Unterstellen wir einmal einen Versicherungsverlauf bis 75 und vergessen alle noch folgenden Anpassungen, so reden wir über eine

Kostendifferenz von 15.500 EUR.

Dabei bin ich immer nur von zwei Jahren Altersdifferenz ausgegangen. Ein Risiko, was auch eine Zufriedenheitsgarantie nicht lösen kann, selbst wenn es eine Mitnahme der Rückstellungen gibt (und sich dadurch der Betrag noch verändern kann).

Gesundheitszustand – das viel größere Problem

Viel wichtiger und entscheidender ist aber das zweite Problem, welches sich nicht lösen lässt. Der Gesundheitszustand der versicherten Person ist eben nicht zwei Jahre in die Zukunft planbar. Dabei reicht ein kleiner Unfall, ein Missgeschick beim Sport oder einfach ein Laborwert, welcher bei einer Vorsorgeuntersuchung nicht ganz in Ordnung ist.

Zack- schon sind bei einem Wechsel 5, 10, 15 oder mehr Prozent Zuschlag zu zahlen. Ja, vielleicht entfällt der auch irgendwann wieder. Aber so wird eine Zufriedenheitsgarantie ad absurdum geführt.

Oftmals sind es Kleinigkeiten, Diagnosen, die nicht unbedingt zu Beschwerden führen müssen und / oder Zufallsbefunde, welche einen Wechsel in der Zukunft nicht nur erschweren, sondern auch unmöglich machen können. Dann sind Sie in einem Krankenversicherer gefangen, wo Sie dauerhaft nicht hinwollten, einem Startup was vielleicht auch nicht die gewünschten Erfolge hat?

Nur damit kein Missverständnis entsteht. Das Risiko besteht auch bei jedem anderen Versicherer. Daher sollten auch hier die Auswahl des Versicherers und der Tarife im Vordergrund stehen. Wechseln Sie nur zu einem Versicherer, in welchem Sie dauerhaft (nach heutiger Annahme) bleiben können und wollen.

Eine PKV schließt man eben nicht ab, um in 1, 2, 3 Jahren wieder zu wechseln, auch nicht mit einer Zufriedenheitsgarantie.

Auswahlkriterien

Entscheidend für jedwede Auswahl sind die passenden Kriterien. Dazu habe ich Ihnen unter

–> Auswahlkriterien

einige Informationen zusammengestellt. Auch der Leitfaden zur PKV und der Kriterienfragebogen helfen bei der Suche nach dem passenden Produkt und der richtigen Absicherung. Denken Sie immer daran, Flexibilität ist wichtig, aber wechseln Sie nie irgendwohin, wo Sie nicht auch dauerhaft bleiben würden.,

06.
August '18

PKV: Ich möchte eine hohe Beitragsrückerstattung wenn ich keine Rechnungen einreiche


Wer sich für die private Krankenversicherung (PKV) interessiert, der hat sich meist schon etwas belesen. Er hat Google gefragt, sich Tarife von Freunden und Bekannten empfehlen lassen (Warum das keine gute Idee ist? Hier klicken!) und irgendwann etwas über Rückzahlungen gelesen.

Ob die Gesellschaft das nun

oder wie auch sonst heißt, es suggeriert eine Beitragsrückzahlung an den Kunden und weckt Erwartungen. Diese werden dann teilweise nicht erfüllt oder führen zu dem bösen Erwachen später, aber dazu später mehr.

Der Wunsch taucht auch immer wieder im Livechat hier auf der Seite auf, in dem können Sie Fragen stellen und bekommen schnell und kostenfrei eine Antwort. Dazu einfach links unten klicken. Eine solche Aussage kam daher auch kürzlich wieder.

Der Wunsch der Rückzahlung

Es war einmal… nein, doch kein Märchen. Aber der Wunsch der zukünftig privat versicherten ist oft auch dadurch geprägt, dass Gesellschaften weiter mit Rückerstattungen, Bonusleistungen und dergleichen werben und so den Eindruck erwecken, man müsse also unbedingt irgendwie Geld aus dem PKV Vertrag wieder rausbekommen.

Für einige Berater ist es ebenso ein „gefundenes Fressen“. Da wird eine Rückerstattung gleich mal von dem Beitrag abgezogen, das sieht so alles viel besser aus. Da werden dann aus 600 EUR Monatsbeitrag gleich nur noch 165 EUR. Klingt gut, oder?

Ist nur dummerweise Unsinn und eher Marketing und Verkauf, denn Beratung. Denn genau so geht es eben nicht. Eine PKV muss man sich leisten können und wollen, habe ich einmal in einem anderen Beitrag geschrieben und auch wenn dieser Blogpost schon älter ist, ist er nicht weniger richtig.

Wer eine solche Entscheidung nicht bewusst trifft und sich überreden lässt, der fällt schnell auf die Nase. Und ja, Makler verdienen Geld damit, dass diese Sie beraten und dann eine Vergütung bekommen. Das eine schließt aber das andere nicht aus und so gehört zu einer guten Beratung eben auch ein „nein, Sie passen (derzeit/ generell) nicht in das System PKB.

PKV – gewollt und bewusst entschieden, aber niemand muss in die private Krankenversicherung

Die Beitragsrückerstattung in der PKV

Generell sind zwei Modell zu unterscheiden. Die garantierte Rückerstattung und die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung in der privaten Krankenversicherung. Zum besseren Verständnis hier einmal etwas auseinander „gepflückt“.

garantierte Rückerstattungen

Das kann eine monatlich garantiere Zahlung in Form eines Bonus sein (Hallesche NK) oder schon ein vorweg genommener Abzug, weil man meint der Kunde ist eh ohne Leistung. Letzteres ist das Modell der Hanse Merkur im Nachfolger des ASZG Tarifs, wo das schon immer so war. Aber auch im neuen AZP Tarif ist die Regelung wieder so drin. Da ist dann wieder von garantierter Pauschalerstattung die Rede. Blöd nur, dass es nicht wirklich garantiert ist, denn der Tarif wird deutlich teurer, wenn Leistungen benötigt werden.

Das Modell dahinter? Die Hanse geht davon aus, Sie brauchen eh keine Leistungen und stundet Ihnen daher einen Teil, genauer gesagt die Hälfte, des reinen Tarifbeitrages. Daher zahlen Sie auf dem Papier einen immens niedrigen Beitrag. Was daraus wird lesen Sie, wenn Sie im 1. Absatz auf die roten Wörter klicken.

Doch mal im Ernst. Sie schließen eine Krankenversicherung ab, damit Sie davon ausgehen nie krank zu werden und das macht auch der Versicherer und zahlt Ihnen etwas zurück? Ich bitte Sie…

Eine Krankenversicherung ist dann wichtig, wenn Sie eben nicht krank sind. Wenn Sie sparen wollen, kaufen Sie sich einen Strumpf.

  • – garantierte Rückerstattungen sind an Bedingungen geknüpft

  • – garantiere Rückerstattungen sind der Höhe nach fix (auch in der Zukunft werden diese nicht erhöht)

  • – wer heute 50 EUR monatlich bekommt, bekommt auch in 30 Jahren 50 EUR monatlich

  • – kann durch die Gesellschaft nicht reduziert werden (auch nicht erhöht)

erfolgsabhängige Rückerstattungen (BRE)

Im Gegensatz zu den eben genannten sind diese Rückerstattungen erfolgsabhängig. Aber nicht von Ihrem Erfolg, sondern vom Erfolg des Versicherers. Wirtschaftet dieser gut und erzielt Gewinne, bekommen die Kunden welche leistungsfrei sind auch etwas zurück. Wenn nicht, dann eben nicht. Sie rechnen also mit einer WENN, DANN, VIELLEICHT Zahlung.

Diese wird für das laufende Jahr festgelegt und nur für dieses. Überlegt sich das Unternehmen es zukünftig nicht mehr zu zahlen, dann ist das für die folgenden Jahre ebenso. Auch wenn Sie krank sind werden solche Leistungen nicht mehr erbracht.

Wofür machen Sie sich noch gleich die Arbeit bei der Suche nach der passenden Versicherung? Ach richtig, für den Fall das Sie KRANK sind und bestmögliche Leistung brauchen.

  • – erfolgsabhängige Rückerstattungen sind nicht garantiert

  • – können zukünftig angepasst, reduziert werden

  • – können ab dem Folgejahr ganz entfallen

  • – sind weg, wenn Sie krank werden und Leistungen brauchen

Was aber beide Rückerstattungen gemeinsam haben… Sie sind beide steuerschädlich. Warum? Weil es eine Rückzahlung und damit eine Minderung der gezahlten Krankenversicherungsbeiträge ist.

Das kann- auch im Hinblick auf das Pauschalleistungsmodell- noch nach einigen Jahren ganz spannend finden, wenn dort Steuerbescheide geändert werden müssen und sollen. Dann ist eine Nachzahlung nicht ausgeschlossen.

Die steuerlichen Folgen

Jeder Euro Rückzahlung ist ein Euro weniger gezahlte Krankenversicherung. Das heißt auch und gerade bei höheren Einkommen, höheren Steuerklassen, es kann sinnvoller sein Rechnungen einzureichen und lieber auf die BRE zu verzichten, dafür aber die PKV Beiträge angerechnet zu bekommen.

Nehmen wir das Beispiel von dem „Zettel“ oben im Beitrag. Zunächst hat unser Musterkunde 600 EUR gezahlt, davon 300 vom Arbeitgeber zurückbekommen. Der Aufwand für die KV beträgt somit pro Jahr 300 * 12 = 3.600 EUR.

Dieser Betrag führt zu einer steuerlichen Entlastung, da der Beitrag angerechnet wird. Er mindert somit die Lohn-/ Einkommensteuer und so reicht unser Kunde das auch ein. Im Herbst des Folgejahres bekommt er nun 3 Monatsbeiträge, also 1.800 EUR wieder, denn die 1.500 EUR Arztkosten hat er selbst bezahlt, sonst wäre ja die Rückerstattung futsch.

Dumm nur, aus dem KV Aufwand in der Steuer werden schnell 1.800 EUR, denn die Hälfte bekam er ja wieder als Rückerstattung. Wem das Wort Progression etwas sagt… der kann sich die Folgen gern selbst ansehen und berechnen. Klar ist, durch einen höheren Steuersatz sind auch andere Einkünfte höher besteuert und das kann schnell nach hinten losgehen.

Da ich Makler und nicht Steuerberater bin, besprechen Sie Details bitte mit den Fachleuten aus dem Steuerrecht. Vertrauen Sie aber nicht einfach auf die Rückerstattung und dass diese gut ist.

Hinweise zur Tarifauswahl

Daher vergessen Sie bei der Auswahl der PKV die Beitragsrückerstattung und beachten einige Hinweise.

  • – kalkulieren Sie „NIEMALS NIE“ mit einer Rückerstattung

  • – wählen Sie Ihr Produkt so aus, dass es ohne Erstattungen passt

  • – überlegen Sie am Jahresende dann zunächst, ob das Einreichen sinnvoll ist

  • – beachten Sie auch die steuerschädlichen Folgen

Kein Versicherungsschutz in der Krankenversicherung wird abgeschlossen, damit Sie diesen lebenslang nicht nutzen. Irgendwann (hoffentlich dauert es noch sehr lange) werden Sie den Schutz brauchen, dafür ist er auch da.

Eine Krankenversicherung ist eine Krankenversicherung, kein Sparvertrag.

Und nun, nun finden Sie hier viele weitere Punkte, die Sie bedenken müssen und lassen Sie sich Zeit, lesen Sie, verstehen Sie, nur dann wird es ein passendes Produkt.

14.
Juni '17

Meine Kollegen/ Freunde sind bei … versichert. Warum Freunde und Bekannte kein guter Ratgeber bei der Auswahl der privaten Krankenversicherung sind


Der Dschungel der Tarife in der privaten Krankenversicherung ist oftmals schier unübersichtlich und kaum zu überblicken. Da ist es nur verständlich, wenn Sie versuchen sich bei der Auswahl einiger Hilfsmittel zu bedienen. Neben Onlinevergleichsrechnen, welche zumindest für die private Krankenversicherung ungeeignet sind, stützen viele Interessenten ihre Entscheidung auf den Rat von Freunden, Bekannten und Kollegen.

„Wenn meine Freunde/Kollegen dort versichert sind, dann kann es ja nicht schlecht sein, diese sind bei Gesellschaft XYZ zufrieden“. 

Warum solche Hinweise und Tipps aber eher fatale Folgen haben können und für die Entscheidung für oder gegen einen Tarif und eine Gesellschaft nicht geeignet sind, das schauen wir uns einmal im Detail an.

Beginnen wir mit der Gesellschaft oder den Tarif, in dem die Bekannten und Freunde versichert sind. Bevor sie sich also auf so eine Empfehlung verlassen, machen Sie sich Gedanken zu folgenden Fragen:

  • –  Wie wurde der Versicherungsschutz ausgewählt?
  • –  Warum sind die Kollegen dort versichert und welche Alternativen gab es?
  • –  Welche Vorerkrankungen bestanden bei den Kollegen?
  • –  Hatten diese schon Zusatzversicherungen dort?
  • –  Wie und durch wen erfolgte die Beratung?

Eine der wichtigsten Fragen, um eine solche Empfehlung hier bewerten zu können ist die, wie denn bei den Freunden der Versicherungsschutz ausgewählt wurde. Gab es eine Beratung durch einzelne Versicherungsvertreter einer Gesellschaft, wurde vielleicht ein Makler oder ein anderer Berater gegen Honorar genutzt?

Lesetip: Wo bekomme ich unabhängige Beratung in Finanz- und Versicherungsfragen?

Welche Anforderungen und welches familiäre und berufliche Umfeld lagen der Beratung zu Grunde, sind diese Kriterien zu 100 % mit Ihren vergleichbar? Oftmals stellt sich dann gleich die Frage, wie Sie es beurteilen sollen, kennen Sie doch all diese Kriterien und Anforderungen aus der damaligen Beratung gar nicht. Ganz vereinfacht gefragt: Kaufen Sie das gleiche Auto, das gleiche Haus und/ oder sieht Ihre Wohnungseinrichtung auch so aus wie die Ihrer Kollegen?

Nicht? Warum nicht?

Weil Sie Ihren eigenen Geschmack haben? Weil Sie individuell sind? Weil Sie Kinder haben oder wollen, die Kollegen und Freunde vielleicht nicht?

Sehr schnell merken Sie nun, eine Beratung einer Person ist nicht auf die andere übertragbar. Selbst wenn es Übereinstimmungen gibt, wenn Kriterien wie

  • –  beruflicher Status (angestellt oder selbstständig)
  • –  Einkommen
  • –  Ausbildung

übereinstimmen, so ist die Anforderung an einen passenden Versicherungsschutz doch etwas ganz anderes. So individuell wie ein Haus, eine Einrichtung, der eigene Geschmack, so individuell ist auch die Auswahl des Versicherungsschutzes.

„Aber die Abwicklung bei Gesellschaft XYZ ist gut, mein Kollege bekommt alles erstattet“

Auch dieses ist ein beliebtes Argument. Wird doch von vielen befürchtet keine ausreichende Erstattung im Leistungsfall zu bekommen, lange hinter Rechnungen und deren Erstattung hinterher zu laufen und dann am Ende Ärger zu haben? So werden bereits versicherte immer mal wieder gefragt, wie zufrieden diese denn sind. Werden Rechnungen abgerechnet und schnell bezahlt? Gab es Probleme bei der Abrechnung oder prüft der Versicherer zu streng und fragt viel?

Gerade bei jüngeren Kunden die bereits privat versichert sind kommt dann schnell die Aussage „Ich bin zufrieden mit meiner PKV“. Hinterfragen Sie bitte solche Aussagen, hinterfragen Sie insbesondere aufgrund welcher Daten, (mehr …)

02.
Mai '17

Ist es von Vorteil, bei mehreren Maklern gleichzeitig eine Beratung anzufragen und zu beginnen?


Für Kunden und Interessenten ist das Thema Versicherungen oftmals eines, welches sich nur oder zumindest besser mit professioneller Unterstützung lösen lässt. Dazu gibt es die unterschiedlichen Vermittler- und Beratertypen, welche mal mehr und mal weniger unabhängig beraten können. Eine ausführliche Erklärung zu den Beratertypen habe ich bereits in meinem Beitrag:

Wo bekomme ich eine unabhängige Beratung in Finanz- und Versicherungsfragen?

genau beschrieben und auch erklärt, wo die Vor- und Nachteile der einzelnen Vermittler liegen. Doch heute soll es um eine ganz andere Frage gehen.

Ein Versicherungsmakler soll es werden, oder doch zwei oder drei?

Wer sich dann entschieden hat einen Makler zu beauftragen, der steht vor der Qual der Wahl. Soll es ein Büro in der Nähe sein, ein großer Makler mit x Mitarbeitern und Beratern oder doch ein Ein-Mann/Frau Unternehmen? Einer der gerade neu am Markt ist und „frisch aus der Ausbildung alles gelernt hat“, oder lieber jemand der seit Jahren dabei ist? Schwere Fragen, viele Fragen die zu klären sind.

Oftmals möchten dann die Interessenten schon zu viel des Guten, fragen unzählige Kollegen an und machen es dabei nicht gerade einfacher. Manchmal wird sogar vergessen die Anrede zu ändern, da kenne ich als „potentieller Berater“ dann auch gleich die Kollegen. Ebenso ist es, wenn viele Kollegen im offenen „cc“ der E-Mail zu finden sind.

Generell ist eine Beratung, gerade solche in sehr beratungsintensiven Sparten wie der Kranken- oder der Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Vertrauenssache. Es gibt viele Punkte die passen müssen um hier die richtige Entscheidung zu treffen.

Die gesetzlichen Voraussetzungen um eine Zulassung zu bekommen sind identisch. Jeder muss eine entsprechende Grundqualifikation, jeder eine Vermögenschadenversicherung für Beratungsfehler nachweisen und viele weitere Voraussetzungen erfüllen. Doch dann, dann kommen die individuellen Kriterien:

  • – die persönliche Qualifikation und Berufserfahrung
  • – der eigene Auftritt, Website, Büro etc.
  • – das Beratungsangebot (persönlich, via Skype, LiveChat, E-Mail Beratung, Telefonberatung etc.)
  • – Empfehlungen, Kundenerfahrungen, Bewertungen

Nun kann ich durchaus nachvollziehen, wenn eine Entscheidung zwischen vielen Unbekannten nicht einfach ist. Interessenten informieren sich im Internet, bemühen „Tante Google“ um Fragen zum Produkt oder zur Beratung zu beantworten und landen dann bei dem Makler, oder besser bei vielen Maklern auf der Homepage.

Wie sind Sie eigentlich hier zu diesem Beitrag gekommen?

Nun ist das schon einmal ein erster Schritt, denn auf den Seiten, also dem Aushängeschild des Beraters können Sie schon einige, vielleicht wichtige Informationen und Entscheidungsgrundlagen finden.

  • – Überzeugt Sie der Internetauftritt?
  • – Finden Sie eher Verkaufsprospekte oder echte Informationen?
  • – Sind Formulare, ebooks, Bücher oder Leitfäden vorhanden?
  • – Ist der Kollege spezialisiert?
  • – Bemühen Sie ruhig nochmals „Tante Google“, diesmal nach dem Berater oder dessen Unternehmen

Als nächsten Schritt sollten Sie einmal den persönlichen oder telefonischen Kontakt suchen. Nur hier lassen sich die Eigenarten des Kunden, aber auch des Beraters klären. Führen Sie ein erstes und unverbindliches Gespräch. Schildern Sie dabei bitte ihrem potentiellen Berater insbesondere folgendes:

  • – Was genau interessiert Sie?
  • – Welchen Informationsbedarf haben Sie genau?
  • – Was genau erwarten Sie von dem Berater?
  • – Welcher Bedarf soll abgesichert werden?

Passen wir zusammen?

Schon im ersten Gespräch werden Sie merken, ob Sie „auf der gleichen Wellenlänge“ sind. Wie in jedem anderen Gespräch auch, werden Sie schnell merken ob es „passt“, oder eher nicht.

Stellt sich nun heraus, es passt nicht, dann suchen Sie einfach weiter.

Es spricht auch absolut nichts dagegen mehrere Berater gleichzeitig anzufragen und diesen durchaus identische Fragen zu stellen, Fragen welche sich in einem ersten Telefonat oder persönlichen Gespräch klären lassen. Dieses „Kennenlerngespräch“ ist nicht nur für die Auswahl wichtig, auch für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist es gut zu wissen, ob der Berater zu dem Kunden passt.

Manchmal passt es auch nicht

Auch das kann passieren und ist auch absolut nicht böse gemeint. In meiner Beratung lehne ich durchaus eine Reihe von Anfragen ab oder gebe diese an Kollegen weiter. Gründe hierfür sind

  • – den Beratungswunsch kann ich nicht abdecken (fachlich oder zeitlich)
  • – es wurden bereits unzählige andere Kollegen angefragt und beschäftigt
  • – „man will nur mal gucken“
  • – es passt menschlich nicht
  • – die Vorstellungen einer Beratung gehen weit auseinander

Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass eine Beratung aus verschiedenen Gründen nicht zum Erfolg führen kann. Dabei spielen gesundheitliche Gründe eine Rolle, natürlich auch die Notwenigkeit ein passendes Produkt zu finden und mehr.

Es sollte sowohl dem Kunden, aber eben auch dem Berater frei stehen, eine zukünftige Vertragsbeziehung abzulehnen. Hierzu dient das erste Gespräch.

Aber es ist doch wichtig, mehrere Berater zu testen

Ist es doch, oder nicht?

Nun, auch nach einer Beratung kann ein „ungutes Gefühl“ bleiben, eines wo Sie sich überredet und nicht beraten fühlen. Das ist eher schlecht und steht einer vernünftigen Beratung und einer fundierten Entscheidung steht dieses gravierend entgegen, Natürlich sollte dann eine weitere Beratung erfolgen, eine bei der Sie sich als Kunde wohlfühlen.

Nur vor vornherein drei oder gar mehr Kollegen gleichzeitig zu beschäftigen und die komplexe Beratung durchlaufen zu lassen, um dann nach fünf, sechs oder zehn Beratungsstunden zweien zu sagen „So, ich entscheide mich jetzt für den Kollegen 1/2/3 und Sie haben umsonst gearbeitet“ ist nicht wirklich fair. Fair weil zwei der Kollegen eine sehr gute Beratung machen können und dennoch keinerlei Chance haben diese auch vergütet zu bekommen.

Leider lässt der Gesetzgeber im Bereich der Versicherungsmakler oder Vertreter keine andere Variante der Vergütung zu, eine direkte Bezahlung der Beratung ist so leider nicht möglich. Daher… überlegen Sie sich gut wie Sie Ihren Berater auswählen, versuchen Sie eine fundierte Entscheidung zu treffen und sagen Sie durchaus rechtzeitig ab, falls Sie merken ein anderer Berater gefällt Ihnen besser und Sie sehen in dieser einen Beratung keine Zukunft.

Wenn Sie sich dann begründet und nach sorgfältiger Beratung entscheiden haben, so werden Sie einen Berater haben, mit dem Sie langfristig und vertrauensvoll zusammenarbeiten können. Klar, alle Eventualitäten kann man nie ausschließen, auch später kann immer noch etwas schief gehen, es können Probleme oder Fehler auftreten. Speziell bei Maklern können Sie auch später noch die Betreuung wechseln, den Vertrag auf einen anderen Kollegen übertragen, jedoch erhält dieser dann natürlich keine Vergütung für die Beratung (die er in den meisten Fällen auch nicht gemacht hat), sondern nur die kleine Bestandsbetreuung, welche die Kosten meist nicht abdeckt, aber dennoch ist es sinnvoll es gegebenenfalls zu überlegen.

Weitere Fragen zur Auswahl der passenden Produkte und meine Leitfäden finden Sie im Downloadbereich oder hier:

28.
November '16

Jetzt noch schnell den Berufsunfähigkeitsschutz beantragen, oder doch warten?


Das Jahresende ist nicht mehr lang hin und viele versuchen noch alles was auf den To-Do Listen steht zu erledigen. Das sind oftmals auch Dinge die jetzt nicht so viel Spaß machen- Versicherungen stehen dort auch weit oben auf der Liste.

Dennoch habe ich bereits in einem älteren Beitrag beschrieben,

…  warum es unverantwortlich ist keinen Versicherungsschutz für den Fall der Berufsunfähigkeit zu haben

und zum Glück steigt das Bewusstsein in der Bevölkerung durchaus an. Das sieht man auch an den Anfragen die mich hier erreichen, immer öfter sind dort Auszubildende dabei, oftmals beschäftigen sich die Eltern mit dem notwendigen Versicherungsschutz für die Kinder und sorgen damit für einen wichtigen Baustein zu Beginn der Ausbildung oder des Studiums.

Warum ein rechtzeitiger Beginn so wichtig ist?

Zwei Drei Gründe gibt es, welche den Versicherungsschutz gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit teurer machen. Der erste und noch am einfachsten nachvollziehbare Grund, ist das Eintrittsalter. Je älter Sie bei Vertragsbeginn sind, desto höher ist die Versicherungsprämie. Während Schüler, Auszubildende oder Studenten aber auch Berufsanfänger noch einen günstigeren Versicherungsschutz bekommen können, wird es mit steigendem Alter schwieriger. Aber da sind wir auch schon bei dem zweiten Grund, dem Gesundheitszustand. Natürlich gibt es Erkrankungen die im Kindes-/Jugendlichenalter auftreten und später wieder verschwinden, Allergien gehören dazu, auch einige Hauterkrankungen und anderes. Im Wesentlichen nehmen aber die Erkrankungen im Alter zu. Und umso mehr Erkrankungen vorliegen, umso mehr Untersuchungen und Behandlungen stattgefunden haben, desto schwerer wird es einen entsprechenden Versicherungsschutz zu bekommen. Irgendwann bleibt nur die Wahl zwischen

Zuschlag oder Ausschluss- für was soll ich mich entscheiden?

Doch damit wird der Versicherungsschutz entweder teurer oder er wird ausgehöhlt. Damit das nicht passiert sollten Sie sich rechtzeitig um eine entsprechende Absicherung bemühen. Ein späterer Berufswechsel ist damit in der Regel nicht mehr anzeigepflichtig und somit bleibt eine bereits abgeschlossene Police gültig. Auch wenn der neue Beruf risikoreicher ist und damit nur zu einer höheren Prämie versicherbar wäre, ändert das an einem bestehenden Vertrag nichts. Und damit sind wir auch schon bei dem dritten Grund für einen frühzeitigen Vertrag, der Berufsgruppeneinstufung. Diese entscheidet über die Höhe der Versicherungsprämie, nicht über die Qualität des Versicherungsschutzes. Dennoch gilt auch hier eine möglichst gute Einstufung früh zu sichern. Auf der anderen Seite kommen mit steigendem Alter durchaus auch risikoreichere Hobbys dazu, für welche einige Versicherer deutliche Zuschläge verlangen.

Die am häufigsten gestellte Frage in den letzten Wochen ist:

Wird im nächsten Jahr wirklich alles teurer?

Diese ist ganz eindeutig mit ja zu beantworten. Das bedeutet aber nicht, dass Sie übereilt und voreilig eine Entscheidung treffen sollen. Machen Sie sich in Ruhe Gedanken, wägen Sie ab welchen Versicherungsschutz sie benötigen und lassen Sie sich ausführlich dazu beraten. Am Ende nützt ein schnell abgeschlossener, schlechter Versicherungsschutz viel weniger und Sie hätten besser gewartet.

Warum wird es denn überhaupt teurer?

Das hat im speziellen zwei Gründe. Der erste Grund liegt auch hier ganz simpel im Eintrittsalter. Wie oben bereits erläutert sind sie im nächsten Jahr „vermutlich“ ein Jahr älter. Und genau deshalb werden sie auch die Versicherungsprämie für ein höheres Eintrittsalter zahlen müssen. Ob das nun 5, 10 oder 15 % sind ist vom Versicherer abhängig und wird auch durch die Art und den Umfang des Versicherungsschutzes bestimmt. Richtig ist aber, es wird teurer. Dabei ist zu beachten, dass sie dann diese höhere Prämie über die gesamte Vertragslaufzeit zahlen müssen.

Der zweite Grund warum es speziell zum 1. Januar 2017 teurer wird ist der sogenannte Garantiezins, dieser wird nämlich gesenkt. Weniger Garantiezins bedeutet mehr Beitrag. Nehmen wir diese beiden Faktoren zusammen, so kann es für viele durchaus sinnvoll sein, sich noch in diesem Jahr um einen entsprechenden Versicherungsschutz zu kümmern.

„Dieses Jahr“ bedeutet aber bitte nicht nach Weihnachten

Ich weiß, die Vorweihnachtszeit, man hat viel zu tun, die Kinder haben Weihnachtsfeier, in der Firma geht es drunter und drüber und irgendwie weiß man nicht wo einem der Kopf steht. Das mag alles sein, aber fangen Sie bitte nicht nach Weihnachten mit der Auswahl des entsprechenden Versicherungsschutzes an, wenn es dieses Jahr noch etwas werden soll.

Die Antragstellung in der Berufsunfähigkeitsversicherung erfordert ein wenig Aufwand. Da müssen Gesundheitsfragen beantwortet werden, vielleicht noch bei Ärzten angefragt oder Befunde besorgt werden und diese Unterlagen entsprechend aufbereitet. Und ja, auch für mich- Ihrem Versicherungsmakler- ist nicht nur Weihnachten, sondern auch Jahresende. Auch hier kommen teilweise so viele Anfragen für eine Beratung herein, dass nicht alle gleichzeitig erfüllt werden können. Aus diesem Grund wird es für einige keine andere Variante geben, als dann doch auf eine Beratung im nächsten Jahr auszuweichen.

Aber ich brauch doch noch, dann wird es doch teurer…“ ja, warum es teurer wird habe ich oben erklärt, das wissen wir aber nicht erst seit gestern. Die Garantiezinssenkung ist seit längerem bekannt, und auch die Tatsache, dass Sie versicherungstechnisch ab dem 1. Januar bei den meisten Gesellschaften ein Jahr älter sind ist nicht ganz neu. Sollten Sie also noch eine Beratung zur Berufsunfähigkeitsversicherung benötigen, so tun Sie mir bitte einen großen Gefallen und melden sich rechtzeitig. Rechtzeitig heißt nicht mehr nach Weihnachten.

Was Sie für eine gute Beratung tun können…

Nicht nur ich als ihr Berater, auch sie können dazu beitragen, dass eine Beratung erfolgreich wird. Anfragen wie „schicken Sie mir doch mal ein Angebot“ oder „sagen Sie mir einfach welchen Vertrag ich abschließen soll“ helfen uns beiden nicht weiter. Mit einer Beratung sollen Sie so viel Wissen bekommen, dass Sie fundiert und begründet eine Entscheidung treffen können. Diese Entscheidung kann für den Abschluss eines Vertrages ausfallen, kann aber im Gegenzug auch gegen den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung ausfallen. Dann gibt es durchaus rechts und links davon andere Produkte die manchmal besser geeignet sind. Aus diesem Grund ist eine Beratung unerlässlich. Eine solche lässt sich aber nicht in 10 Minuten mal nebenbei abhanden und auch mein Tag hat nur eine begrenzte zeitliche Kapazität. Wenn diese Beratungsstellen ausgeschöpft sind ist es eben nicht mehr möglich.

„Dann gehe ich woanders hin“

Auch das steht Ihnen natürlich frei und es gibt viele einige sehr qualifizierte Kollegen zu denen ich Ihnen uneingeschränkt raten würde und auch werde. Jedoch werden Sie bei den „guten“ und qualifizierten Kollegen das gleiche Problem haben und eben nicht innerhalb von Tagen einen Beratungstermin bekommen können, denn auch diese haben viel zu tun.

Es wird sich immer ein Berater Verkäufer finden, der Ihnen schnell und unkompliziert einen entsprechenden Vertrag verkauft. die qualifizierten und umsichtigen Kollegen sind es aber, die solchen Unsinn später wieder ausbaden müssen. Darauf habe ich, wie viele meiner Kollegen, keine große Lust.

Treffen Sie die Entscheidung richtig und begründet, oder gar nicht!

Doch eben hatte ich ja bereits angekündigt, dass Sie auch etwas dazu tun können. Besorgen Sie sich entsprechende Unterlagen Ihrer Ärzte, tragen Sie Ihre Gesundheitshistorie zusammen und schauen Sie sich schon einmal Gesundheitsfragen an. Bei mir hier auf der Seite im Downloadbereich können Sie sich unter dem unter Begriff „Antragsunterlagen“ einfach einmal einige dieser Formulare ansehen und so ein Gefühl dafür bekommen, was der Versicherer alles wissen möchte.

Vor einer Beratung füllen Sie bitte den Kriterienfragebogen zur Berufsunfähigkeit aus. Auch eine gute Idee ist es, den Leitfaden zur Berufsunfähigkeitsversicherung zumindest ansatzweise gelesen zu haben. Und wenn Sie dann noch Zeit und Lust haben sich eingehender und tiefgründiger mit dem Thema zu beschäftigen, dann schauen Sie sich hier einmal die Auswahlkriterien an und lesen einige der Beiträge zum Thema Berufsunfähigkeit im Blog.