Artikel mit ‘Arbeitgeberzuschuss’ getagged

19.
November '18

Der Zuschuss des Arbeitgebers zur Krankenversicherung – Berechnungstool 2019


Es führt immer wieder zu Verunsicherungen und so richtig klar ist es dem einen oder der einen dann immer noch nicht. Ab dem 01. Januar 2019 kehrt die Krankenversicherung zudem noch zur paritätischen Versorgung zurück, das ist eigentlich ganz schön und simpel gedacht, in der Praxis führt es dennoch weiter zu „Auslegungs-“ und Verständnisproblemen.

Zudem geht es um die Frage, welche genauen Formulierungen das GKV-VEG, also das Versichertenentlastungsgesetz genau ändert. Dabei sind leider die Gesetzesentwürfe nicht ganz so übersichtlich, dort werden nicht die kompletten neuen Paragraphen in der neuen Fassung genannt, sondern nur die Änderungen. In dem Gesetzentwurf heißt es daher.

§ 257 wird wie folgt geändert:

a) Nach Absatz 1 Satz 1 wird folgender Satz eingefügt:

„Satz 1 gilt für freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Beschäftigte, deren Mitgliedschaft auf der Versicherungsberechtigung nach § 9 Absatz 1 Satz 1 Nummer 8 beruht, entsprechend.“
b) Absatz 2 wird wie folgt geändert:
aa) In Satz 2 werden nach der Angabe „§ 241“ die Wörter „zuzüglich der Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes nach § 242a“ eingefügt.

bb) In Satz 5 wird die Angabe „Satz 2“ durch die Angabe „Satz 3“ ersetzt.

Daher nehmen wir uns einfach den Gesetzestext der bisherigen Variante und fügen die Änderungen dort ein. Farblich habe ich diese in Rot markiert, damit bleibt es etwas übersichtlicher.

In der neuen Variante ist somit auch eine andere Frage beantwortet, die hatte ein Leser hier unter dem alten Beitrag gestellt. Dabei ging es um folgende Frage:

Bei allem Respekt: Ihre Beiträge sind super und ja, die Info habe ich auch gelesen. Aber wo im Gesetz steht, dass tatsächlich nur bis zum durchschnittlichen Zusatzbeitrag bezuschusst wird?

Nun, die Frage ist jetzt zu beantworten. Im neuen/ geänderten Paragraphen 257 des Sozialgesetzbuches V. Der Zuschuss setzt sich also aus zwei verschiedenen Komponenten zusammen, mit der Pflegeversicherung sogar aus drei.

Berechnung des Arbeitgeberzuschusses 2019

1.) Dem Anteil, der auf den halben normalen Beitragssatz entfällt (also derzeit 14,6%)

2.) Dem Anteil, welcher auf den durchschnittlichen Zusatzbeitrag entfällt (also in 2019 dann 0,9%)

3.) Den Anteil, welcher auf die Pflegepflichtversicherung entfällt. Hierbei bleibt der Kinderzuschlag unberücksichtigt.

Wichtig ist noch zu wissen, es gilt immer der kleinere Wert. Ist die Hälfte des wirklich gezahlten Beitrages zur PKV kleiner im Vergleich zum Höchstbeitrag, dann ist dieses der maximale Zuschuss.

Nur wenn der halbe Beitrag zur PKV größer ist, nur dann begrenzt der Höchstbeitrag den Zuschuss. Dabei werden- wie hier beschrieben– auch die Beitrasganteile für die Kinder und ggf. ein sonst familienversicherter Partner berücksichtigt.

Eine schnelle Übersicht bekommen Sie mit der folgenden Berechnungstabelle. Dabei speichern Sie bitte die Exceldatei zunächst lokal, dann setzten Sie in die beiden gelben Felder Ihre Beiträge ein und sehen den Zuschuss zur PKV in 2019.

Berechnungstool: Arbeitgeberzuschuss PKV 2019 – Download mit Rechtsklick HIER

Alle Sozialversicherungswerte 2019 finden Sie hier:

Arbeitgeberzuschuss 2019 und Sozialversicherungswerte 2019 -vorläufige Werte-

05.
November '18

Bundeskabinett legt durchschnittlichen Zusatzbeitrag der GKV für 2019 fest


Das Bundesgesundheitsministerium hat am 23. Oktober 2018 den neuen, durchschnittlichen Zusatzbeitrag in der gesetzlcihen Krankenkasse für das Beitragsjahr 2019 festgelegt.

Im Bundesanzeiger wurde dieses am 26. 10. 2018 bekanntgegeben.

Wie ändert sich der Zusatzbeitrag?

Ab dem 01. Januar 2019 sinkt somit der durchschnittliche Zusatzbeitrag um 0,1 Prozentpunkte auf damit 0,9%. Wichtig ist der durchschnittliche Zusatzbeitrah für die Bezieher von Arbeitslosengeld II und für die Berechnung des Arbeitgeberzuschusses zur PKV ab 2019.

Wie ich hier bereits erklärte, kehren wir ab 2019 wieder zu der paritätischen Versorgung zurück. Während Arbeitnehmer bisher die Beiträge für den Zusatzbeitrag allein tragen mussten, beteiligt sich der Arbeit

Was bedeutet dieses für Versicherte in der PKV?

Der Arbeitgeberzuschuss wird, aufgrund der Änderung der Jahresarbeitentgeltgrenze (JAEG) jährlich neu festgelegt. Durch die Rückkehr zur paritätischen Versorgung bekommen Versicherte in der privaten Krankenversicherung mehr Zuschuss. Der neue Höchstzuschuss zur privaten Krankenversicherung berechnet sich dann ab 2019 wie folgt:

neue Beitragsbemessungsgrenze (BBG): 54.450 EUR pro Jahr, 4.537,50 EUR pro Monat

Der Arbeitgeberzuschuss 2019 errechnet sich demnach wie folgt:

Zuschuss zur Krankenversicherung (Grundbeitrag)

14,6% GKV Beitragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 4.537,50 € = 331,24 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2019

Zuschuss zur Krankenversicherung (auf ZUSATZbeitrag)

DAZU kommt ab 2019 auch der kassenindividuelle ZUSATZbeitrag (dieser liegt zwischen null und 1,7 Prozent, der durchschnittliche ZUSATZbeitrag bei 0,9%)

ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt: (legt man den durchschnittlichen Beitrag zu Grunde)

0,45% x 4.537,50 € = 20,42 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung TEIL II 2019

Somit bekommt der privat Versicherte Abrbeitnehmer, neben dem Zuschuss zur Pflegepflichtversicherung immer 50% des Beitrages der zur PKV gezahlt wird, maximal aber die Höchstbeiträge.

Dabei kann auch ein Zuschuss für Kinder und Familie gezahlt werden.

Arbeitgeberzuschuss: Wie Sie auch für Frau und Kind einen PKV Zuschuss vom Arbeitgeber bekommen

11.
September '18

Arbeitgeberzuschuss 2019 und Sozialversicherungswerte 2019


In meinem gestrigen Beitrag habe ich bereits über die neuen Beitragsbemessungsgrenzen und die neue JAEG 2019 geschrieben.

Nun sind aus dem Referentenentwurf auch weitere Zahlen bekannt. Auch die Pläne zur Neuordnung der Pflegeversicherung und der damit verbundenen Anpassung der Beiträge um 0,5 Prozentpunkte sind relativ sicher. Daher habe ich die- Sie kennen es aus den letzten Jahren- Übersichten für 2019 aktualisiert und stelle diese wie immer kostenfrei zur Verfügung.

Hinweis an Kollegen: Unverändert können diese gern genutzt und weitergegeben werden. Für eine Nutzung mit eigenem Logo oder verändert, kontaktieren Sie mich bitte vorab.

Allen Tabellen und Berechnungen liegen folgende Daten zugrunde.

1.) Referentenentwurf mit den vorläufigen Zahlen 2019

2.) Annahme der Steigerung der Pflegeversicherung um 0,5 Prozentpunkte

3.) durchschnittlicher ZUSATZbeitrag der GKV liegt unverändert bei 1% bestätigt: Zusatzbeitrag 0,9%

4.) Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt auf 2,5%

Es können sich noch die Beiträge der Renten- und/oder Arbeitslosenversicherung (beschlossen wurde eine Senkung von 3,0 auf 2,5% Beitragssatz ab 2019) und damit auch die damit berechneten Höchstbeiträge ändern. Sobald es hier konkrete und verbindliche Zahlen gibt, passe ich es entsprechend an. Doch zunächst einmal die Änderungen 2018 auf 2019 in der Übersicht.

Beitragsbemessungsgrenze zur Kranken- und Pflegeversicherung 2019

Die bisherige Grenze betrug in 2018 monatlich 4.425 € oder richtigerweise jährlich 53.100 €. Ab dem 01. 01. 2019 sind in der Kranken- und Pflegeversicherung Beiträge bis zur neuen Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 4.537,50 €/ jährlich 54.450 € zu zahlen.

Beitragsbemessungsgrenze KV 2019:

54.450 € (2017: 53.100 €), monatlich 4.537,50 €

ACHTUNG! Für die Berechnung des Arbeitgeberzuschuss und auch der folgenden Höchstbeträge sind verschiedene Faktoren verantwortlich. Dabei sind noch nicht alle Vorgaben bestätigt. Der Gesundheitsminister hat derzeit eine Erhöhung des Pflegeversicherungsbeitrages um 0,5% geplant, final bestätigt ist diese noch nicht. Was aber sicher ist, es kommt ab dem Jahr 2019 wieder eine paritätische Versorgung. Hier hatte ich schon Anfang des Jahres zu Details geschrieben.

Arbeitgeberzuschuss zur Privaten Krankenversicherung in 2019

Damit verändern sich zwangsläufig weitere Werte. Der Arbeitgeberzuschuss 2019 errechnet sich demnach wie folgt:

Für das Jahr 2019 ergibt sich somit folgende Berechnung:

Zuschuss zur Krankenversicherung (Grundbeitrag)

14,6% GKV Beitragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

7,3% x 4.537,50 € = 331,24 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2019

Zuschuss zur Krankenversicherung (auf ZUSATZbeitrag)

DAZU kommt ab 2019 auch der kassenindividuelle ZUSATZbeitrag (dieser liegt zwischen null und 1,7 Prozent, der durchschnittliche ZUSATZbeitrag bei 0,9%)

ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

0,45% x 4.537,50 € = 20,41 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung TEIL II 2019

Zuschuss zur Pflegeversicherung (Annahmen: 3,05% mit Kindern, 3,3% ohne Kinder)

Pflegeversicherung ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

1,525 % x 4.537,50 € = 69,20 € = AG Zuschuss zur Pflegeversicherung 2019

Im Vergleich zu 2018 (Werte hier) steigt der Arbeitgeberzuschuss durch die Paritätische Versorgung und die Erhöhung der Beiträge in der Pflegepflichtversicherung auf folgende Werte:

Arbeitgeberzuschuss 2019 Krankenversicherung (inkl. ZUSATZbeitrag) = 351,66 EUR

Arbeitgeberzuschuss 2019 Pflegepflichtversicherung (inkl. ZUSATZbeitrag) = 69,20 EUR

Berechnung der Höchstbeiträge 2019 in der gesetzlichen Krankenversicherung

Der Gesamtbeitrag der GKV in 2019 berechnet sich dann wie folgt:

Beitrag zur Krankenversicherung (Grundbeitrag)

14,6% GKV Beitragssatz

14,6% x 4.537,50 € = 662,48 € = Krankenversicherungsbeitrag (Höchstbeitrag) Teil I

Zuschuss zur Krankenversicherung (auf ZUSATZbeitrag)

DAZU kommt ab 2019 auch der halbe Zuschlag auf den durchschnittlichen ZUSATZbeitrag (in 2019 = 0,9%)

ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

0,9% bis 1,7% x 4.537,50 € = 40,84 bis 77,14 € = Krankenversicherungsbeitrag TEIL II (ZUSATZbeitrag) 2019

Zuschuss zur Pflegeversicherung (Annahmen: 3,05% mit Kindern, 3,3% ohne Kinder)

Pflegeversicherung ZUSCHUSS berechnet sich also in 2019 wie folgt:

KINDERLOS 3,3% x 4.537,50 € = 149,74 € = AG Zuschuss zur Pflegeversicherung 2019

MIT KINDERN 3,05% x 4.537,50 € = 138,39 € = AG Zuschuss zur Pflegeversicherung 2019

Danach ergeben sich folgende Höchstbeiträge:

Gesetzliche Krankenkasse ohne ZUSATZbeitrag: 662,48 €

Gesetzliche Krankenkasse mit durchschnittlichem ZUSATZbeitrag (0,9%): 703,31 €

Gesetzliche Krankenkasse mit höchstem ZUSATZbeitrag (1,7%): 739,62 €

DAZU kommt die Pflegeversicherung

Gesetzliche Pflegeversicherung OHNE KINDER: 149,74 €

Gesetzliche Pflegeversicherung MIT KINDERN: 138,39 €

Ein Arbeitnehmer über der Beitragsbemessungsgrenze zahlt somit für seine

Krankenversicherung GKV (inkl. max. der Hälfte von 1,7% ZUSATZbeitrag) max. 739,62 EUR

zzgl. als Kinderloser Versicherter max. 149,74 EUR in der Pflegeversicherung

= 889,36 EUR

Liegt Ihr Jahreseinkommen zwischen 59.400 € p.a. und 60.750 €, so werden Sie dadurch voraussichtlich ab dem 1. Januar 2019 versicherungspflichtig in der GKV und müssen sich auf Antrag befreien lassen. Diese Befreiung gilt nur für den einen Grund (steigende Beitragsbemessungsgrenze) unwiderruflich, mehr Informationen in meinem Beitrag „Wie kann ich in der PKV bleiben

Die Beitragsbemessungsgrenze für die Renten- und Arbeitslosenversicherung beträgt in 2019

West: 80.400 € oder 6.700 € monatlich (in 2018 waren es 78.000 € €, ein Plus von 2.400 €)

Ost: 73.800 € oder 6.150€ monatlich (in 2018 waren es 69.600 €, ein Plus von 4.200 €)

Vollständige Werte finden sich in meiner neuen Übersicht. Diese steht zur freien Verwendung (unverändert) jedermann zur Verfügung. Download als pdf und als Grafik

13.
Juni '18

Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der GKV – mehr Arbeitgeberzuschuss für PKV Versicherte


Bereits im Januar hatte ich dazu geschrieben. Die Bundesregierung plant(e) die Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und damit die gleichmäßige Verteilung der Beiträge. HIER NACHLESEN wie es bisher ist.

Rückkehr zur paritätischen Versorgung in der GKV – das neue Gesetz

Das GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG schafft die Grundlage für die Änderungen und wurde am 06. 06. 2018 vom Kabinett verabschiedet. Darin werden unter anderem die Änderungen für die Parität, neue Bemessungsgrundlagen für Selbstständige und auch eine geänderte Versorgung für Soldaten besprochen. In diesem Beitrag geht es zunächst nur um die Änderungen, welche für Versicherte in der Privaten Krankenversicherung relevant sind und sich damit direkt auf die zukünftigen Eigenanteile auswirken,

Bisher setzt sich der Beitrag in der GKV aus drei Komponenten zusammen. So verlangt die gesetzliche Kasse zunächst einen einkommensabhängigen „Grund-„beitrag, welcher derzeit in 2018 bei 14,6% (inkl. Krankentagegeld) liegt.

Abhängig von der gewählten Krankenkassen kommt hierzu ein kassenindividueller Zusatzbeitrag. Im Jahr 2018 liegt dieser bei 0% bei der (nicht bundesweit geöffneten) Metzinger BKK und bis zu 1,7% bei Krankenkassen wie zum Beispiel der Securvita oder der Viactib BKK. Dieser Zusatzbeitrag ist bisher allein vom Versicherten zu zahlen und wird bei dem Arbeitgeberzuschuss nicht berücksichtig.

Diesen Beitrag teilen sich bisher der Arbeitgeber und Arbeitnehmer nur für die Kranken- und Pflegeversicherung, nicht aber für den Zusatzbeitrag. In der Kranken- und Pflegeversicherung zahlt der versicherte Arbeitnehmer also den größeren Anteil. (Pflege nur, wenn kinderlos).

Das wird sich ab dem Jahr 2019 dann ändern.

Mit der Rückkehr zur paritätischen Versorgung ergibt sich dann eine neue Grundlage. Der Arbeitnehmer kann natürlich auch weiterhin seine gesetzliche Krankenkasse frei wählen. Neu ist aber die Aufteilung des Beitrages und damit die Rückkehr zur bekannten „Halbe, Halbe“ Lösung. Neu sieht dann die Beitragsaufteilung wie folgt aus:

Das Neue daran ist hier, der Beitrag für die Krankenversicherung wird auch hälftig gezahlt, INKL. des Zusatzbeitrages. Damit kommen wir wieder in die Situation, dass der Arbeitgeber ein Interesse an der Auswahl der GKV hat. Dieses hatten wir vor einigen Jahren schon einmal, da gab es schwarze Schafe Arbeitgeber welche den MitarbeiterInnen sehr deutlich gesagt haben, geht zur Krankenkasse XYZ. Davon sollten Sie sich aber nicht beeinflussen lassen.

Vergleichen Sie (hier interaktiv) Ihren Kassenbeitrag und die Leistungen und entscheiden sich dann für die passende, gesetzliche Krankenasse. Klar spart Ihr Arbeitgeber auch Geld, falls die Kasse keinen oder einen geringeren Zusatzbeitrag berechnet. Dennoch entscheiden Sie ganz allein welche Krankenkasse richtig und passend für Sie ist.

Rückkehr zur paritätischen Versorgung – Arbeitgeberzuschuss steigt

In 2018 liegt der durchschnittliche Zusatzbeitrag derzeit bei 1%. Rechnen wir also einmal mit diesem Wert (der sich in 2019 natürlich genauso ändern wird, wie die Jahresarbeitentgeltgrenze, deren Werte Sie hier finden), so ergeben sich folgende Unterschiede.

Für das Jahr 2018 ergibt sich somit folgende bisher Berechnung:

14,6% GKV Beitrragssatz, davon trägt der Arbeitgeber 7,3%

+ ggf. einkommensabhängiger Zusatzbeitrag in der GKV (Infos hier)

7,3% x 4.425€ = 323,03 €= AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018

bei sonst unveränderten Daten, jedoch einer paritätischen Versorgung ergäbe sich folgender Zuschuss:

Für das Jahr 2019 ergäbe SICH FIKTIV sich somit folgende Berechnung:

15,6% GKV Beitragssatz (14,6+1% Zusatzbeitrag), davon trägt der Arbeitgeber 7,8%

7,8% x 4.425€ = 345,15 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018 (+ 22,12 € gegenüber 2018)

Erhöht sich zudem noch die Beitragsbemessungsgrenze (wie in den letztren Jahren um 1.350 EUR/ Jahr, also 112,50 € pro Monat, so sähe es folgendermaßen aus.

Für das Jahr 2019 ergäbe SICH FIKTIV sich somit folgende Berechnung:

15,6% GKV Beitragssatz (14,6+1% Zusatzbeitrag), davon trägt der Arbeitgeber 7,8%

7,8% x 4.537,50€ = 353,93 € = AG Zuschuss zur Krankenversicherung 2018 (+30,90 € gegenüber 2018)

30,90 € mehr monatlicher PKV Zuschuss

… sind maximal möglich, wenn die oben genannten Voraussetzungen eintragen. Dazu müsste

  • – die JAEG wie bisher um 1.350 € p.a. steigen und

  • – der durchschnittliche Zusatzbeitrag der GKV gleich bleiben

Im September werden wir genau wissen, wie die Zahlen für das Jahr 2019 aussehen. Klar ist aber, privat krankenversicherte Kunden bekommen in 2019 einen höheren Arbeitgeberzuschuss, wobei natürlich auch hier die maximale Grenze von 50% des eigenen Beitrages nicht überschritten werden darf.

Den kompletten Gesetzestext (des Entwurfes, welcher aber keiner weiteren Zustimmung des Bundesrates bedarf und das Kabinett bereits passiert hat) finden Sie hier:

GKV-Versichertenentlastungsgesetz – GKV-VEG

15.
März '18

Arbeitgeberzuschuss, wenn die Kinder bei dem anderen Partner versichert sind


Ich weiss nicht woran es liegt. Fehlendes Wissen der Berater, fehlende Nachfrage durch den Interessenten vor Abschluss eines Vertrages oder einfach „Sorglosigkeit“. Diese Frage kommt mindestens einmal die Woche und zu den Themen Arbeitgeberzuschuss habe ich einige Male geschrieben. Dazu sind auch die Beiträge:

Arbeitgeberzuschuss bei freiwilliger gesetzlicher Krankenversicherung 

und

Arbeitgeberzuschuss für Familienangehörige 

interessant. Dennoch möchte ich diese Frage aus dem heutigen LiveChat (den Sie auch gern unten links hier auf der Seite nutzen können) nochmals zum Anlass nehmen, dieses etwas genauer zu erklären.

Das Problem – der Versicherungsnehmer der Kinder – PKV ist nicht der Arbeitnehmer selbst

Während ein Zuschuss zur privaten Krankenversicherung der Kinder generell nicht in Frage kommt, wenn diese freiwillig in der gesetzlichen Kasse geblieben sind, so besteht schon die Möglichkeit einen Zuschuss dann zu bekommen, wenn diese auch privat versichert sind. Dazu müssen aber einige Voraussetzungen erfüllt sein, eine davon ist die private Versicherung selbst.

Sind also nun beide Ehepartner privat versichert oder waren es vielleicht einmal und die Versicherung der Kinder besteht bei einem anderen Versicherer als dem, in welchem der Arbeitnehmer heute versichert ist, dann wird es teilweise problematisch und oft wissen auch dann die Personalabteilungen nicht mehr Bescheid.

Eigentlich ist es aber gar nicht so schwer. Zu klären ist neben der Frage, ob die Kinder privat versichert sind, auch noch eine andere. Der Arbeitnehmer welcher den Arbeitgeber um einen Zuschlag bitten möchte, muss auch der Versicherungsnehmer sein.

Grundlage dieser Voraussetzung ist, wie auch zum AG Zuschuss allgemein, der Paragraph 257 des Sozialgesetzbuches Nr. 5. Hier werden nicht nur die Voraussetzungen eines solchen Zuschusses geregelt, auch die weiteren Informationen finden sich hier.

Wer kein VN ist, kann keine AG Bescheinigung bekommen

Nehmen wir nun die Sitiation aus dem oben genannten Beispiel. Die Frau und auch der Mann sind privat versichert. Aus welchem Grund auch immer hat die Frau die Kinder bei sich versichert, vielleicht passte damals der Schutz einfach besser. Der Mann, nun ebenfalls privat versichert, möchte seinen Arbeitgeber nun nach einem Zuschuss fragen. Das ist zunächst zu prüfen, wie hoch der eigene Beitrag ist und ob bis zum Höchstzuschuss überhaupt noch Luft ist.

Neue Rechengrößen zur Sozialversicherung 2018 und neuer Arbeitgeberzuschuss 2018 – Sozialversicherungswerte im Überblick

Ist dem so, so prüfen wir weiter. Dazu reicht es nicht aus, wenn die Kinder bei der Frau versichert sind. Der dortige Versicherer würde natürlich eine AG Bescheinigung auf den NAMEN DER FRAU als Versicherungsnehmerin ausstellen. Diese kann der Mann aber nicht bei seinem Arbeitgeber einreichen, denn dieser zahlt den Zuschuss nur, wenn die Bescheinigung auf ihn ausgestellt ist.

Schauen Sie einmal auf das folgende Schema und gehen die Schritte von oben links einfach durch.

Gibt es eine Lösung?

Klar gibt es die. Einen Versicherungsnehmer kann ich durchaus ändern. Dazu bedarf es einer schriftlichen Willenserklärung an den Versicherer. Hierzu muss erklärt werden, wer der neue Versicherungsnehmer werden soll, ein Grund muss nicht angegeben werden, kann aber hilfreich sein.

Sehr geehrte Damen und Herren,

zu der Versicherungsnummer _________ sind derzeit unter anderem meine Kinder _______ geb. am ________ und  _______ geb. am ________ versichert. Versicherungsnehmer(in) bisher ist ___________________.

Zur Erlangung eines Arbeitgeberzuschusses ändern Sie bitte die Versicherungsnehmereigenschaft für den Vertragsteil der Kinder. Neuer Versicherungsnehmer soll damit werden:

Name, Anschrift, Geb. Datum

Die Beiträge werden wie bisher von ________ gezahlt.

ODER

Die Beiträge sollen künftig durch den neuen VN gezahlt werden. Bitte buchen Sie diese ab dem Monat _____ von dem folgenden Konto ab:

_____________

Bitte stellen Sie nach Übertragung/ Abspaltung die Bescheinigungen zur Erlangung des Arbeitgeberzuschusses aus.

mit freundlichen Grüßen

_________ (neuer VN)

Der Übertragung der Vertargsteile meiner oben genannter Kinder stimme ich zu und bitte um Änderung der VN Eigenschaft und Überführung in einen separaten Vertrag mit oben genanntem VN.

_________ (bisheriger VN)

Nachdem Sie dieses Schreiben dem alten Versicherer mitgeteilt haben, bekommen Sie meist noch eimal weitere Unterlagen. So müssen Sie Vertragsbedingungen erhalten und denen zustimmen, Unterlagen zum Datenschutz und die SEPA Erklärung bekommen und akzeptieren.

Am Ende werden Sie dann- mit allen Rechten und Pflichten- Versicherungsnehmer/in für den PKV Teil der Kinder und können damit auch einen AG Zuschuss beantragen. Sie sehen also, eine lösbare Variante, aber es bedarf einiger Änderungen.